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schießen ist uns Deutschen 58i| Nun einmal eine Lust, I Gilt es, etwas zu zeigen, e Zu schützen unsre Brust. ? Wenn s auch im Reich nicht allen 9 Nach ihren Wünschen geht, Kommt schließlich es zum Knallen, haha, der Deutsche steht.
Des Jünglings höchste Wonne, Des Jägers größte Lust, Wenn laut die Büchsen knallen, schwillt freudig seine Brust. Gott schütze Deutschlands Ehre Und deutscher Schützen Brauch, Dem Vaterland zu Ehren Gilt dieses Liedchen auch.*)
$ was in der Feststadt und ihrer herrlichen Umgebung die Natur mit ihren Reizen $ nicht schon überreich ausgestattet, haben fleißige Hände ausgebaut und geschmückt; K über den in seiner Lage wie Anlage gleich anmutig erscheinenden Festplatz haben sich $ in ihrem Urteil beachtenswerte Besucher auswärtiger Schützenfeste ebenso anerkennend K ausgesprochen, wie berufene und erprobte Schützen über die Anlage der eigentlichen £ Schieß-Ginrichtungen.
Ebenso hat allgemeine und verdiente Anerkennung gefunden das reichhaltige $ Fe st program m. Die mit Aufstellung desselben betrauten, im Einblick auf das bei früheren Festen Geleistete als besonders befähigt
zum all-
unser Vaterland!
Was die, Entgegenkommen
angesehenen Nlänner waren von Anfang an darüber einig, daß nicht übermäßiger Aufwand einem Feste das richtige Gepräge verleiht, son dern daß in erster Linie das Bestreben, ein echt volkstümliches Fest vorzubereiten, zu Tage treten muß. Die Festleitung berücksichtigte, soweit der Gharakter des Festes dies gestattete, bei Ausarbeitung des Programms die Wünsche und die An- schauungen der Einwohner der Feststadt und der Provinz, sie wertete nicht nur in sachverständiger Weise die Fähigkeiten aller an der Verschönerung des Festes mitwirkenden Personen und Vereinigungen, sondern sie ließ sich vor allem auch von dem Grundsatz leiten, daß ein Fest, wie das bevorstehende Schützenfest, Rechnung tragen muß der pekuniären unö sozialen Stellung jedes einzelnen, — daß alle teilnehmcn können, ob mit Glücksgütern gesegnet oder in bescheidenen Verhältnisseli lebend, ob jung oder alt. Dabei soll jeder seine Rechnung finden, ob er des Schießens, des Kunstgenusses oder des Vergnügens wegen den Festplatz betritt.
der Groß Herzog von liessen, gemeinen Bedauern infolge Krankheit verhindert, dem Feste den ihm zugedachten Besuch abzustatten. Wir sind überzeugt, daß sein Erscheinen nicht nur die hessischen Schützen und alle, während der Festtage zahlreich in der Feststadt Gießen versammelten An- j gehörigen unseres engeren Vaterlandes, sondern auch die mit gleicher Liebe zu ihm und ihren Landesfürsten cmpor-
durch das allseits anerkannte der staatlichen und städtischen Behörden, der Verkehrsanstal ten, der handel und Gewerbetreibenden und der gesamten Einwohnerschaft Gießens zu freudiger Arbeit angeregten Einzelausschüsse durch ziel bewußtes handinhandgehen
mit dem geschäftsführenden Ausschüsse geschaffen, das wird sich in der Hauptsache erst zeigen, wenn das unter Zugrundelegung eines reichen, wohldurchdachten Programms
ls im vorigen Jahre der Schützentag in Landau zufolge eines im 2Hai gestellten v Antrages des Gießener Schützenvereins ein stimmig beschloß, sein |7. Verbandzschiehen in Gießen zu halten, und dieser Beschluß zunächst hocherfreut Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog wie unserem Herrn Oberbürgermeister telegraphisch mitgeteilt wurde, waren die Vertreter unserer Vaterstadt wie die Einwohnerschaft gleich freudig bewegt. War ihnen doch wiederum Ge legenhcit geboten, liebe Gäste zu begrüßen, liebe Gäste, zum großen Teil aus deutschen Gauen, die bisher hier noch nicht bei uns cingekehrt, aus dem fernsten Süden unseres deutschen Vaterlandes, wie aus der sonnigen Pfalz, während von den Ufern des Rheins schon aus Anlaß früherer Feste Tausende nach der alten 2Uuscnstadt Gießen gewandert und hier mit Jubel empfangen waren.
Zn den Freudenbecher, der den lieben Gästen wie der Einwohnerschaft Gießens in diesen Tagen dargeboten werden soll, ist leider wider Erwar ten ein Wermutstropfen gefallen. Der hohe Protektor des Festes, Seine Königliche Hoheit
schauenden Schützen aus Preußen, Bauern und Baden hock>- erfreut hätte; sie sind gewiß mit uns einig in dem Wunsche, daß die eingetretene Wendung zum Bessern zu baldiger völliger Genesung unseres Großherzogs führen möchte.
Sroße Feste erfordern lange und umfassende Vorbereitungen, und in dieser Erwägung traten bald nach Bekanntwerden des auf dem Landauer Schützentag gefaßten Beschlusses Hunderte von Gießener Bürgern jeden Standes, unbeeinflußt von der politischen, religiösen und sozialen Anschauung des einzelnen, und nur eingedenk der Thatsache, daß es sich um ein vaterländisches Fest handelt, zusammen, um zunächst unter dem Beistand einer Anzahl im Anordnen von Festlichkeiten bewährter 2Nänner zu raten und zu thaten, um dem Feste einen guten Anfang, einen durch keinen 2Nißtou gestörten Fortgang und einen hoffentlich glänzenden Abschluß zu sichern. Daß durch die umfassenden Vorbereitungen
die Gpferfreudigkeit aller Ausschußmitglieder, besonders der mit besonderen Aemtern A innerhalb der Ausschüsse betrauten Herren, auf eine nicht zu unterschätzende Probe K gestellt wurde, davon geben glänzendes Zeugnis die bisher getroffenen, hoffentlich alle K Festteilnehmer befriedigenden Anordnungen. ch
eingeleitete und sicher manche angenehme Ileberraschnng bringende Fest sich in feinem Glanze, aber auch in seiner, den schönen Ländergebieten, aus denen die Gäste zu uns eilen, eigenen Volkstümlichkeit voll entwickelt haben wird.
Die altehrwürdige 2Nusenstadt Gießen ist bereit, die in den Tagen vom 2. bis 9. Juli bei ihr einkehrenden Gäste würdig zu empfangen; es geschieht dies, des sind wir sicher, mit derselben Herzlichkeit, die ihr bei früheren festlichen Anlässen den Dank aller, die ihre Gastfreundschaft genossen, eintrug.
Wenn das allzeit eilige Dampfroß der Feststadt die aus Nord und Süd, Ost und West kommenden Schützengäste zugeführt, wenn ihnen unter klingendem Spiel ihre Brüder die Hände zur Begrüßung entgegenstrecken, wenn ihnen auf dem von fleißigen Händen wie von der Natur herrlich geschmückten Wege zum Festplatze tausendfache freudige Zurufe begeisterter 2Hänner und Jünglinge entgegenschallen, und wenn ihnen endlich holde Frauen und Jungfrauen entgegenlächeln und ihre Grüße mit duftenden Blumenspenden begleiten, dann können auch wir nicht umhin, freudig einzustimmen in den Ruf:
herzlich willkommen in der Zeststadt Gießen!
*) Tert 311m Schützenmarsch, gedichtet vcn Trust kotz.


