Nr. 153
Sonntag -en 2. 3uli
1899
Meßmer Anzeiger
General - Unzeiger
Anrts- unb 2lit5eiacblatt fiw beit Kveii Oieszen
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Mimnen
in Gießen!
liegt die Zeit,
da noch in starren Banden
And nun mm Feste!
^eigt im frohen -Bingen,
Daß frisch das Herr, und fest die Hand,
Wir heischen nur von Eurer Festesfreude: Freundlich Gedenken unsrer Stadt allein!
Biel tausend Herren heißbewegt Euch grüßen, Die Zhr rum schönen Feste hergeeilt;
Zst's doch rum ersten Male, daß in Gießen Solch' große Schar der deutschen Schützen weilt!
Willkommen Alle! ob die Pfair, ob Baden, Bb (Auch der Main, ob Euch der Bhein gesandt, Zei es auf nahen oder fernen Pfaden, Seid uns gegrüßt! im schönen Hessenland!
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And sollte je ein Feind es wieder wagen, Die Hand ru recken nach dem deutschen Herd, Zhr werdet furchtlos, wie in früher« Tagen Gewappnet sein, wie einst, mit Büchs und Schwert. Zhr seid ja noch die alten, treuen Schützen, Die felsenfest ru uuserm Bolke steh'n, So lang die Äugen noch und Eure -Bohre blitzen Wird deutsche Zchützentreue nie vergeh'«!
And Des Biel Ein
klar der Blick rum fröhlichen Bollbringen Meisterschusses auf dem Scheibenstand!
gute Wünsche geben Euch Keleite, jeder Tag soll Stift nur für Buch sein!
Machtlos das deutsche Bolk gefesselt lag;
oii neuer -Herrlichkeit ist unser Bolk erstanden, Es hat geschaut der Einheit großen Tag!
-3ljr war't es, Schützen, die mit ernstem Streben Dem Baterlande gaben Schutz und Wehr;
Zhr standet ein gar oft mit Blut und Sehen Für Deutschlands Einheit, seines Bolkes Ehr'.
neigt der Tag sich mild im Sonnenglanre, And tausend fleiß'ge Hände ruhen aus.
Bollbracht das Werk! nun fügt rum schmucken Siranre Ei« jedes Gäßchen sich, ein jedes Hans.
Biel tausend Fahnen wehen Euch Willkommen!
Euch, wack're Schützen, festlich ru empfah'u, Die frohgemut Zhr habt den Weg genommen Zur Musenftadt am Strand der muntren Sahn!
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(Surf Heißier.


