manenter Krieg um das Wahlrecht erzeuge den größten Unfrieden. Nach dem konservativen Anträge (§ 3a) bleibe das bestehende Wahlrecht die Grundlage, während es gerade geboten sei, durch Gesetz den gegenwärtigen Zustand zu ändern. Nur in beschränkten Fällen könne nach dem konservativen Anträge der Erlaß eines Ortsstatuts erzwungen werden. Die Negierung könne diesem Anträge nicht beitreten. Er persönlich habe aus Verhandlungen nur die Ueberzeugung schöpfen können, daß die Regierungsvorlage die beste Lösung wäre. Sei diese nicht zu erreichen, so würde die Staatsregierung einem Kompromißantrage, wie er im § 2a vorgelegen habe, zustimmen können. Er hoffe noch eine Einigung aller Parteien in der nächsten Tagung. Das Gesetz habe nicht früher vorgelegt werden können, weil noch statistische Unterlagen hätten beschafft werden müssen; daß man ohne diese nicht habe auskommen können, hätten die Verhandlungen gezeigt. Er könne aber auch nicht einmal zugeben, daß bei einem früheren Einbringen des Gesetzes die Aussichten auf ein Zustandekommen größer gewesen wären; es sei Zeit und Gelegenheit genug gewesen, das Gesetz zu verabschieden.
Ausland.
Landeck, 30. August. Vom Passeyer Gletscher stürzte ein deutscher Tourist ab und wurde schwer verwundet.
Mährisch-Ostrau, 30. August. Auf dem Antonienplatz stürzte ein aufgelassener Schacht ein. Trotz des 20 Meter tiefen Schlundes droht der Stadt keine Gefahr.
Prag, 30. August. Die „Politiken" folgert aus der Abreise Chlumetzkys zum Kaiser, daß die Tage des Kabinetts Thun gezählt sind und daß dasselbe gar nicht mehr im Reichsrate erscheinen werde.
Paris, 30. August. Am Freitag findet hier ein Ministerrat unter dem Vorsitz Loubets statt behufs Beschlußfassung über die Einberufung des Staatsgerichtshofes.
Paris, 30. August. Der Kaplan Prinz Max von Sachsen hat vor einer großen Zuhörerschaft in der neuen Herz-Jesu-Kathedrale auf Montmartre eine Predigt gehalten.
Paris, 30. August. Es wird lustig weiter belagert und Gusrin treibt allerhand Kurzweil, um die Aufmerksamkeit rege zu erhalten, die sich ihm allmählich abzuwenden droht. Gegenwärtig verrät kein Anzeichen, daß die Belagerung ihrem Ende nahe ist. Der „Jour" brachte zwar am Montag abend in fetten Buchstaben den zum Kauf verlockenden Sensationssatz: „L’usaaut äsoiäs", aber das war blauer Dunst. Das Fort lag den ganzen Tag über in düsterem Schweigen. Die schwarze Flagge wehte noch neben der blau-weiß-roten. In seiner Umgebung war des Sonntags wegen viel Leben. In der Rue Lafayette und anderen benachbarten Straßen machten die Weinwirte und Restaurateure glänzende Geschäfte. Des einen Tod ist des andern Leben. Die in der Rue Chabrol hatten ihre Läden geschlossen. Die Schutzleute trugen in der Befürchtung von Unruhen Revolver. Doch brauchten sie nicht ernstlich einzugreifen. Auch waren sie stark genug an Zahl und hielten die Neugierigen in respektvoller Entfernung. Guärin und seine Freunde zeigten i sich den ganzen Tag über nicht, weder an den Fenstern, noch auf dem Dache; doch ließen sie die Frau Chanteloube wieder ein, die sich nach dem Befinden ihres Sohnes erkundigte und mit befriedigenden Nachrichten darüber zurückkam. Zwei Polizeiinspektoren stiegen gegen 5 Uhr in die Kanäle der Rue de Chabrol hinab, um sich zu vergewissern, ob die Belagerten nicht etwa auf diesem Wege ausbrechen könnten. Sie fanden alles in Ordnung. Abends 10 Uhr wurde den Journalisten wieder erlaubt, durch die Rue de Chabrol zu spazieren. Ein Schutzman8 eskortierte immer I je drei von einem Ende zum andern. Sie bemerkten nur, daß in dem Hause Nr. 50, dem „Fort", alle Läden geschlossen waren und nirgends ein Lichtschimmer deren Klinsen durchdrang. Gusrin hat weder Petroleum noch Lichter mehr, heißt es. Während des Tages fielen im Innern der Festung I 40 Revolverschüsse. Die Belagerten üben sich im Schießen I oder vertreiben sich damit die Zeit und die Natten.
I lediglich auf die Leichtgläubigkeit oder Unerfahrenheit der I europäischen Auftraggeber spekulieren. Sie verfahren in I der Art, daß sie sich an europäische Exportfirmen wenden I und sie um Uebersendung von Waren ersuchen, deren Unterbringung sie für ihre Spezialität ausgeben. Als Referenzen I geben sie die Adressen anderer Firmen an Ort und Stelle I auf, deren Inhaber aber mit den Offerenten selbst unter I einer Decke stecken'. Um das europäische Haus sicher zu machen, wird die erste Sendung sofort bar bezahlt, während die nun folgenden Aufträge mit Wechseln honoriert werden, I deren Einlösung weder jemals erfolgt noch überhaupt je I beabsichtigt wurde. Die einzige Art, sich vor derartigen
Schwindelmanövern zu sichern, besteht darin, daß man sich I mit einem Konsul oder einem der angesehenen ägyptischen I Bankhäuser in Verbindung setzt und nur solchen Agenten I Vertrauen schenkt, über deren geschäftliche Zuverlässigkeit I man vollwichtige Auskunft von kompetenter Seite er- I halten hat. D. Z.
* Der neue Plutarch. Wiener Blätter erzählen nach- I stehendes Geschichtchen: „Eine nette Episode, welche die Leutseligkeit des Erzherzogs Eugen ins hellste Licht I setzt, wird aus Baden bei Wien gemeldet. An einem I der letzten Tage, knapp vor seiner Abreise zu den Manövern, fuhr der Erzherzog Eugen auf der Straße von Helenenthal I gegen Alland. Der Erzherzog legte eine schattige Weg- I strecke zu Fuß zurück. Sein Weg führte ihn an einer I Gruppe von Kindern vorüber, die sich vor einem auf dem Wege stehenden Marterl etwas zu schaffen machten. Eines I der Kinder hielt den vorübergehenden Erzherzog mit den I Worten an: „I bitt' schön, möchten S'uns nöt helfen? Auf die Frage des Prinzen, um was es sich dann handle, i erzählte das Kind, sein Schwesterchen, „die Tinerl", sei sehr I schwer krank gewesen, die Kinder hätten nun fleißig zur Mutter Gottes gebetet, und richtig sei die Tinerl gesund I geworden. Zum Danke wollten die Kinder nun dem an dem Wege stehenden Muttergottesbilde einen selbstgeflochtencn I Kranz spenden, könnten ihn aber nicht aufhängen, da sie nicht „hinaufglengen". Der Erzherzog willfahrte dem Wunsche I SB* ""d sttzte sehr animierter Stimmung seinen
* Die Aussichten für die heiratsfähigen Prinzessinnen I von Europa, schreibt ein englisches Blatt, sind ziem- I sich schlecht, da ein großer Teil von ihnen unverheiratet I bleiben muß, wenn sie es nicht vorziehen, eine morganatische Ehe einzugehen. Es gibt gegenwärtig nicht weniger als 71 heiratsfähige europäische Prinzessinnen, die regierenden Häusern angehören. Diesen 71 Prinzessinnen stehen nur 47 Prinzen von Geblüt gegenüber. Da die Mehrzahl dieser Prinzessinnen protestantischen Häusern angehört, so haben sie nicht einmal den Rückhalt von Klöstern, in die sie eintreten könnten. Wenn sie sich überhaupt zu verheiraten gedenken, müssen sie Stellung und Rang opfern und mit ihrer Hand einen Mann beglücken, der nicht von königlicher Geburt ist. Die gegenwärtige Lage der europäischen Prin- | zessinnen ist also sehr heikel!
* Transport einer Kirche über den Ocean. Von der evangelischen Gemeinde zu Swakopmund in Deutsch- Südwest-Afrika war vor einiger Zeit einer deutschen Firma der Bau einer kleinen Kirche aus zusammenlegbarem, feuersicherem Stoff in Auftrag gegeben worden. Das Gotteshaus ist nunmehr fertiggestellt und in vollständig zerlegtem Zustande von Hamburg aus mit dem Afrikadampfer „Maria. Woermann" nach seinem Bestimmungsorte abgegangen.
* Die praktischen Amerikaner. Das Centralblatt der Bauverwaltung schreibt: Das Verbrennen von Eisenbahnwagen zur Gewinnung der brauchbaren Eisenteile behufs deren Wiederverwendung ist ein sehr einfaches Verfahren, das neuerdings in Amerika zur Anwendung gekommen ist, als es sich darum handelte, eine große Anzahl für den Eisenbahndienst nicht mehr brauchbarer Güterwagen in angemessener Weise zu verwerten. Da jeder Wagen außer den Achsen und Rädern zwei bis drei Tonnen Eisen in Beschlägen enthält, so steckt der eigentliche Wert des Fahrzeugs in diesen. Das ordnungsmäßige Zerlegen des Wagens ergiebt allerdings auch noch das Holz, kostet aber mehr Arbeitslohn, als dieses wert ist. Der praktische Amerikaner verbrennt deshalb die Wagen in einem großen Feuer, in welches er sie durch eine Lokomotive hineinschieben oder durch einen Krahn hineinheben läßt. Zu diesem Zwecke ist in Delvey, Mich., eine besondere Feuerstätte eingerichtet worden.
* Vom hannoverschen Mädchengymnasium. In wenigen Wochen vollendet diese neue Unterrichtsanstalt das erste Halbjahr ihres Bestehens. Anmeldungen von Schülerinnen für das zweite, nächste Ostern beginnende neue Schuljahr (zu richten an den Verein „Frauenbildungsreform" Hannover, Lavesstraße 67) werden am vorteilhaftesten recht bald gemacht, da nur eine beschränkte Anzahl von Schülerinnen in jede Klaffe ausgenommen werden soll und für das neue Schuljahr bereits mehrere feste Anmeldungen vorliegen. Schülerinnen, welche schon zum Oktober Aufnahme im Mädchengymnasium finden wollen, müssen im Lateinischen und in der Mathematik diejenigen Kenntnisse besitzen, die die Gymnasiastinnen im ersten Halbjahr erworben haben.
* Begründung der Nobel-Stiftung in Norwegen. Der Storthing ist bekanntlich mit der Ausführung desjenigen Teils der großen Nobel-Stiftung betraut worden, der sich mit der Förderung des Weltfriedens zu befassen hat. Er hat einen Ausschuß von fünf Männern und Frauen aus dem In- und Auslande zu wählen, der über die Verleihung der Friedensprämie zu entscheiden hat. Der Preis soll, wie im Testament festgesetzt worden ist, demjenigen zuerkannt werden, der sich das größte Verdienst um die Förderung der Ärudergefühls zwischen den Völkern, um die Abschaffung der stehenden Heere und um die Bildung von Friedenskongressen erworben hat. Wie für die übrigen Teile der Nobel-Stiftung soll auch für die Friedens-
Vermischtes.
D. Frankfurt a. M., 30. August. Im Zoologischen Garten gibt die Kapelle Samstag einen deutschen Kom- I Ponisten-Abend. Sonntag ist Vormittags der Eintritts- I Preis auf 20 Pfg. ermäßigt. Nachmittag und Abend ist I Doppel-Konzert unter Mitwirkung der Musik des 88. Jn- I fanterie-Regiments (Kapellmeister Fehling). — Der schwarze I Wärter, ein Somali in langem, weißen Gewand, der mit der Mengesschen Tierkarawane hierher kam, ist von der I Direktion des Gartens noch auf einige Zeit engagiert worden I und bleibt als Ehren-Wächter bei der Giraffe, die sehr zu- I thunlich mit ihm ist. Einen besonderen Anziehungspunkt I hat der Garten jetzt, neben der zahlreichen Schar junger I Paviane, die mit ihren lustigen Sprüngen und ihrem I zänkischen Gezeter alle Welt amüsieren, in dem jungen schwarzen Panther, einer allerliebsten kleinen Katze, die im I Fauchen schon mit ihrer Mutter wetteifert. Bei dem jungen I Tier schimmern die leopardenartigen Flecken noch mehr durch I die schwarzen Haare, wie bei den erwachsenen Tieren. Auch die Zebufamilie hat sich um ein schönes Junges vermehrt I und das einige Wochen alte Gnu gedeiht unter der sorgsamen Pflege seiner wilden Mutter vortrefflich.
I * Brückenau, 28. August. Seit altersher durften die I Bewohner Brückenaus und der umliegenden Dörfer an I der Wermarzer Quelle und an der Stahlquelle das für I ihren Hausbedarf nötige Wasser unentgeltlich schöpfen, und I uian konnte an den dafür bestimmten Tagen auch beobachten, I daß sie davon ausgiebig Gebrauch machten. Der neue I Pächter vom Bad Brückenau wollte aber mit diesem alten Herkommen brechen, verweigerte den Leuten das Wasser
I und als dus nichts half, erstattete er Anzeige bei der Amts- - I anwaltschast. In der schöffengerichtlichen Verhandlung be- I antragte der Amtsanwalt gegen die Angeklagten die geringste
Geldstrafe von einer Mark. Das Gericht sprach sie aber frei, weil die Brunnen öffentlich seien. Der Amtsanwalt
I hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Frkf. Ztg.
* Augsburg, 28. August. Ueber zwei Gerichtsver- I Handlungen, die in Beziehung zu dem Maurerstreik und I zu den bekannten Unruhen stehen, berichtet die „Augsburger I Abendztg.": Am 3. Juli waren die auf einem Bau beschäftigten Maurer mit ihrem Parlier wegen der Mittags- I pause, die sie um 20 Minuten verlängert wissen wollten, in Differenzen geraten. Der Parlier befürchtete Thätlich- I keilen und ließ einen Schutzmann herbeiholen. Nun kam I es zu Auseinandersetzungen zwischen den Arbeitern und dem I Schutzmann und einer der Arbeiter gebrauchte hierbei Aus- I drücke, auf Grund bereu er heute vom Schöffengericht wegen Beleidigung zu drei Wochen Gefängnis verurteilt wurde. — In der Nacht vom 22. zum 23. Juli, also einige Tage nach den Krawallen, gingen mehrere Taglöhner heim. Als sie an zwei Schutzleuten vorbeikamen, rief einer der Arbeiter: „Seht, da stehen sie, die Hunde. Wo viele sind, getrauen sie sich nicht hin, aber dreinhauen können sie." Urteil zehn Tage Gefängnis.
* Der Besuch der Wartburg ist noch immer sehr rege, trotz der zu Ende gegangenen Ferien. Unter den Gästen der letzten Tage befanden sich auch viele katholische Geistliche, die sich auf dem geschichtlichen Burgberg sehr I wohl befanden und mit großem Interesse alle die zugänglichen Teile der Burg, nicht zuletzt das Lutherzimmer, in I Augenschein nahmen. Hier, in dem kleinen Gelasse, in dem die weltgeschichtliche That der Bibelübersetzung geschah, sahen I sich die Jünger Roms alles an, was aus der Zeit noch vorhanden ist, da „Junker Jörg" den Raum bewohnte. „Hier ist der Stuhl, auf dem Dr. Martin Luther saß, als I er die Bibel übersetzte", erklärte der Führer, und die Träger der ultramontanen Ueberlieferungen eilten herzu, um sich den I Sitz anzusehen. Auch die Truhe und das Bett des Reformators schien sie lebhaft zu interessieren. Kürzlich sollen auch Zöglinge des Priesterseminars zu Fulda auf der Wartburg gewesen sein. Der Fanatismus früherer Jahre scheint also einer milderen Auffassung gewichen zu sein. Auf der Wart- I bürg hat man den berühmten Tintenfleck an der Wand der I Lutherstube durch Herabnehmen des Verputzes beseitigt — I eine notwendige Maßregel, da die reliquiensüchtigen Engländer I sicher die ganze Mauer fortgetragen haben würden. T. R. I
* Es dürfte unfern Lesern wohl bekannt sein, daß in I Berlin, Paris, London, New-York usw. Centralbanken bestehen, welche den Geldverkehr zwischen den einzelnen Bank- I inftituten in der Weise vermitteln, daß alle Transaktionen I zwischen zwei Banken in den im „Clearing House" liegenden I Büchern beiden Parteien notiert und nur die Differenz am I Quartalsende ausgezahlt wird. Aber London kann sich I noch eines anderen „Clearing House" rühmen, das zwar mit I weniger wertvollem Material arbeitet, darum aber nicht I weniger bedeutungsvoll für seine Abonnenten ist. „Mineral- waffer-Flaschen-Austaufch-Gesellfchaft" ist der „kurze" Titel dieses Unternehmens, das es sich zur Aufgabe stellt, den Mineralwasser-Gesellschaften ihre mit Firmenstempel ver- I scheuen leeren Flaschen wieder zuzustellen. Die Hälfte der Flaschen ging der Gesellschaft von Mitgliedern, also Mineral- I wafferfabrikanten, zu, die sie aus ihren eigenen Flaschen I heraussortiert hatten, die andere erhielt sie von Lumpen- I sammlern, die u. a. auch 2750 Syphonflaschen mit Metallteilen vom Kehrichthaufen auflasen, eine erstaunlich hohe I Zahl, wenn man bedenkt, daß eine Syphonflasche 1.50 bis I 2.00 Mk. wert ist. Jede wiedererhaltene Flasche muß der I Fabrikant mit 3/3 Pfg. bezahlen; wenn das Geschäft schlecht I geht, wird dieser Satz erhöht. Da die Gesellschaft sich I ausschließlich aus Mineralwafferfabrikanten zusammenfetzt, I kommt jeder dabei auf feine Kosten. (Mitgeteilt vom Inter- I nationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6.) I
* Eine sehr eindringliche Warnung vor 'ägyptischen Schwindelfirmen wird vom Brüsseler Handelsministerium an die belgischen Exportfirmen gerichtet. Es giebt im Nillande eine ganze Menge solcher Jndustrieritter, die sich als kauf- I männische Vertreter europäischer Häuser aufspielen, aber I
Trockenheit wechselte ab mit ebenso langer Nässe; in manchen Wintern fror es überhaupt nicht, andere waren wieder extrem streng; und da man nicht wie heute Mais und Kartoffeln und andere Mehlfrüchte als Ersatzmittel zur Verfügung hatte, brach das Elend in feiner grausigsten Gestalt aus, und es lösten sich alle Bande der Sitte und heiligen Scheu. Unter den 200 Jahren von 850 bis 1050 waren für Deutschland nicht weniger als 26 ausgesprochene Hunger- jahre, und in dem diesen folgenden Jahrhundert hat Deutschland zweimal dieHälste seiner Bewohner durch den Nahrungs- mangtl verloren.
Daß man unter diesen Umständen selbst vor dem gräß- Uchsten nicht zurückschreckte, ist nur begreiflich. Vom Genuß gefallener Tiere ging man zu jenem menschlicher Leichen über, und mordete schließlich zu dem eingestandenen Zweck, sich von den Leichen der Getöteten zu nähren; und die diesen grausigen Unthaten gegenüber oft genug "och dcide Augen zudrücken, wie das Beispiel Ungarns be- ^05 Eltern nicht bestraft wurden, die aus Not ihre Kinder geschlachtet und verzehrt hatten.
In neuester Zeit ist nun der hochgradige Nahrungs- ?^^6c1 großer Massen eine Erscheinung geworden, die sich hauptsächlich aus den Orient beschränkt. In Persien vergeht kein Jahrzehnt ohne Hungersnot; von Sentralafien namentlich Turkestan, Chiwa, Bokhara, Chokand u. sw' güt das gleiche, und wenn in China in den weiten Flußgebieten des Hoang-Ho und Yang-tse-kiang Ueberschwemmungen der andauernde Hitze die Feldfrucht vernichtet haben, sterben die Menschen zu Millionen wie die Fliegen.
(Schluß folgt.)
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