Verfassung, die sozialen und wirtschaftlichen Untersuchungen und Forschungen eine Quelle von allergrößter Wichtigkeit und Bedeutung. Die Korrekturen, welche die Redner selbst mit Genehmigung des Präsidiums an ihren eigenen Reden vornehmen, sind zumeist formeller Art, und die sachlichen Acnderungen, die in einzelnen Fällen dieser oder jener Redner nachträglich machen will, unterliegen der Prüfung des Reichstags-Vorstandes; sie werden, wie dies schon wiederholt vorgekommen ist, nicht gestattet, wenn der Sinn einer Rede dadurch eine wesentliche Verschiebung erleidet. Und wenn solche Acnderungen von den dazu berufenen Stellen gutgeheißen werden, so gilt die so hergestellte Rede eben als der Ausdruck der von dem Redner dargelegten Auffassungen. Jedes Mitglied des Reichstages hat überdies das Recht, solche Aenderungen, wenn sie ihm zu weitgehend erscheinen, zu beanstanden und eine nachträgliche Berichtigung zu veranlassen. Wenn dies von keiner Seite geschieht, dann muß die Korrektur jedermann als bindend erscheinen. Geradezu erheiternd ist es aber, wenn die „F. Z." weiter darauf pocht, daß die unkorrigierten Stenogramme im Archiv des Reichstags aufbewahrt werden und daß diese eigentlich allein den Wert historischer Dokumente haben. Wir haben schon neulich dargethan, welches Kauderwelsch in sprachlicher Beziehung viele dieser unkorrigierten Stenogramme enthalten; aber auch abgesehen davon, wird man z. Z. doch nicht im Ernste verlangen, alle diejenigen, die sich mit der Lektüre der Reichstagsverhandlungen befassen müssen, auf die im Reichstags-Archiv in einem einzigen Exemplar vorhandenen, ungedruckten Stenogramme zu verweisen. Da käme insbesondere bei den gelehrten Forschungen wohl ein schier maß- loses Durcheinander zu Tage, gegen das die Streitigkeiten der Kommentatoren, wie wir sie bei alten Handschriften oft genug erlebt haben, die reinen Kinderspiele wären. Wenn man zu viel beweisen will, beweist man meistens zu wenig. Das zeigt sich auch in diesem Falle. Tägl. Rundschau.
Hamburg, 28. Juli. Bürgermeister Versmann f. Der, wie telegraphisch gemeldet, heute vormittag verstorbene Dr. Johannes Georg Andreas Bersmann war am 7. Dez. 1820 in Hamburg geboren, wo er sich 1844 als Advokat niederließ. In die freiheitliche Entwickelung des Hamburger Verfassungslebens hat Versmann in bedeutsamer Weise eingegriffen. Er gehörte der Konstituante als Mitglied und zeitweiliger Vorsitzender an. Nach Beendigung der Verfassungskämpfe wurde er im Dezember 1859 zum ersten Präsidenten der Bürgerschaft gewählt. Seit 12. Dezember 1861 Mitglied des Senats, stand er seit 1887 als Bürgermeister im Turnus mit zwei Senatoren an der Spitze des Staatswesens. Die Todesnachricht rief allgemeine Trauer in der Bevölkerung hervor. Das Rathaus, sämtliche Konsulate, Postgebäude und viele Privathäuser haben halbstock geflaggt. Im Sterbehause haben das diplomatische Korps und alle fremden Konsuln ihre Karten abgegeben.
— Dem dahingegangenen Hamburger Bürgermeister Dr. Versmann gönnen die Hamburger Zeitungen die Anerkennung, daß er seine Vaterstadt gut geführt und das Verwachsen Hamburgs mit dem Reich wie die Zukunft des Reichs wohl begriffen habe.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Die „Franks. Ztg." meldet aus dem Haag: Die Friedenskonferenz ist heute nachmittag geschlossen worden. Kurz vor 3 Uhr erschien Präsident v. Staat auf seinem Platze und ergriff das Wort. Seine Rede klang zuerst wie ein Murmeln und wurde dann deutlicher, ohne jedoch im einzelnen auf der Höhe verständlich zu sein. Es handelte sich anscheinend um eine Auszählung des von der Konferenz Geleisteten. In der Mitte und am Schlüsse wurde dem Redner lebhafter Beifall zu teil. Dann sprach Graf Münster, als Senior der Versammlung, den beiden Präsidenten den Dank der Versammlung aus und dankte namens derselben auch der holländischen Regierung für die gewährte Gastlichkeit. Die hierauf folgende Rede vom Minister Beaufort klang in dem Satz aus, daß die Konferenz einen Anfang, aber kein Ende bedeute. Kurz nach V24 Uhr erklärte der Präsident die Friedenskonferenz für geschlossen, worauf die Delegierten sich zu ihren auf dem Hofe bereitstehenden Wagen begaben.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Der „Franks. Ztg." wird aus Madrid telegraphiert: Das „Amtsblatt" veröffentlicht die Einnahmen und Ausgaben des Rechnungsjahres 1898/99. Danach betragen die Einnahmen des eigentlichen Budgets 888236480 Pesetas, (d. i. 139776826 mehr als im Vorjahr), die Ausgaben 877217 145, der Ueberschuß der Einnahmen aus 11019336. Einschließlich der Nachträge des Vorjahres stellen sich die Einnahmen auf 938268 403 Pesetas, die Ausgaben auf 905997 980, der Ueberschuß auf 32250423 Pesetas. Wenngleich die Militärloskäufe und die Kriegssteuer 104 Millionen einbrachten, so wurden andrerseits die Amortisation und die Zinsen für drei Quartale der öffentlichen Schuld ohne Abzug ausgezahlt. Daraus folgt, daß die erdrückenden, von der Regierung beabsichtigten Steuern nicht nötig sind, um die unentbehrlichen Einnahmen zu erzielen.
Frankfurt a. M., 29. Juli. Im Orte Liedolsheim wurden letzte nacht 43 Häuser nebst Nebengebäuden eingeäschert. Das Feuer soll durch Kinder entzündet worden sein. — In Adelgund an der Mosel wütet Großfeuer. 10 Wohnhäuser nebst Wirtschaftsgebäuden sind bereits abgebrannt.
M.P C. Englische und französische Zeitungen verbreiten die Nachricht, daß der Zar sich mit der Absicht trage, alle Souveränen Europas zu einer Zus ammen- kunft in Paris während des Ausstellungsjahres 1900 aufzufordern.
M.P.C. Die Schwierigkeiten, welche bis jetzt der Anbahnung eines besseren handelspolitischen modus vivendi zwischen den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika und dem deutschen Reiche entgegenstanden, hatten ihren Grund darin, daß die Amerikaner eine beschränktere Auslegung des Meistbegünstigungsrechts zu
unseren Gunsten geltend machen zu dürfen glaubten, als wir. Aus den neuen Handels-Vereinbarungen, welche die Vereinigten Staaten mit verschiedenen Ländern getroffen haben, scheint hervorzugehen, daß sie keine Neigung haben, bezüglich der Auslegung des Meistbegünftigungsrechtes auf unseren Standpunkt zu treten. Es versteht sich von selbst, daß wir hieraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen genötigt sein werden.
Leipzig, 29. Juli. In Löbtau sind gestern wieder drei Todesfälle an Typhus vorgekommen.
Ausland.
Wien, 30. Juli. Die sozialistische Parteileitung ließ gestern abend in allen Bezirken Wiens über 100 000 Flugblätter gegen die Zuckersteuer-Erhöhung verteilen. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen vor.
Wien, 30. Juli. Der Abgeordnete Wolff hat den deutsch-fortschrittlichen Landtagsabgeordneten Krzepek zum Duell gefordert. Anlaß dazu bot ein offener Brief des letzteren in der „Leitmeritzer Zeitung", worin er die vorgebrachten Beschuldigungen, daß die deutsch-fortschrittlichen Abgeordneten ihre Mandate von den Tschechen erbettelt hätten, als eine Lüge und Verleumdung erklärte.
Paris, 29. Juli. Der am Donnerstag erfolgte panikartige Kurssturz der 3 v. H. französischen Rente ist etwas ganz Unerhörtes. Veranlaßt wurde er durch Gerüchte vom Rücktritt der Mitglieder des Obersten Kriegsrats. In wenigen Minuten stürzte die Rente von 100,40 bis unter pari, nämlich auf 99,45, also um 95 Zentimes, während im Jahre 1895, als sämtliche europäischen Geldmärkte von einer Deroute erfaßt wurden, jene Rente nur um 26 Zentimes wich. Der jetzige Kurssturz zeigt, daß die Nervosität in Frankreich auf einem außerordentlich hohen Grad angekommen ist und daß der Boden zur Aufnahme aller möglichen gefahrdrohenden Gerüchte vorbereitet ist. Wie weit Börsenspekulationen und das politische Interesse der Nationalisten dabei mitgewirkt haben mögen, diese Beunruhigung in den Rentenmarkt zu bringen, sei dahingestellt, wahrscheinlich aber wird der Rentenrückgang mehr als alles andere dazu beitragen, die Zahl derer in Frankreich zu erhöhen, die eine rasche Liquidation der Dreyfus-Angelegen- heit für nötig halten. Ein Rentenrückgang greift in Frankreich noch ganz anders in das Leben ein, als in andern Staaten, weil der weitaus größte Teil der kleinen Ersparnisse in Rente angelegt ist und weil in Frankreich nahezu jeder Besitzende, wenn auch nur in kleinen Beträgen, Renteninhaber ist.
Paris, 29. Juli. Der Korrespondent des „Malin" hatte eine neue Unterredung mit Esterhazy. Derselbe erklärte, er wisse noch nicht, ob er nach Rennes gehen werde. Er äußerte sich abfällig über die Ernennung des Generals Brugöre zum Gouverneur von Paris, sowie über die Absetzung Nögriers.
Cettinje, 29. Juli. Am 27. d. M. fand abends ein großes Familiendiner statt, aus welchem Anlaß die umliegenden Ortschaften illuminiert hatten. Am Morgen des 28. war Vorstellung und Gratulationsfest im erbprinz- lichen Palais. Von allen Richtungen kamen Deputationen mit Glückwünschen herbei. Vom Zaren und vom Sultan trafen kostbare Diamantkolliers ein. Das italienische Königspaar sandte Armband und Kopfspange aus Brillanten und Smaragden. Abends 8 Uhr war Gala-Diner beim Fürsten und um 9 Uhr glänzender Empfang im Thronfaale. Fürst Nikolaus sprach seine Freude über den Eintritt einer deutschen Prinzessin in das Haus Petrovic aus.
Paris, 30. Juli. Der „Temps" ist zu der Erklärung ermächtigt, daß zwischen Berlin und Paris keinerlei Verhandlungen bezüglich eines Aufenthaltes Kaiser Wilhelms an der französischen Küste ftatlfinden. Das französische Kanal-Geschwader bleibe bis Ende September vor Cherbourg.
Paris, 30. Juli. Aus Toulon wird gemeldet, daß gestern um Mitternacht ein Erdbeben beobachtet wurde, in der Richtung von Südosten nach Südwesten. Es währte zwei Sekunden.
Paris, 30. Juli. Der „Figaro" beginnt heute mit der Veröffentlichung der Aussagen Paty de Clarns vor dem vereinigten Kassationshofe. Paty de Elam wirft die volle Schuld auf den General Boisdeffre und bekräftigt, wie bereits früher, daß er immer nur auf Befehl Boisdeffres gehandelt habe.
Warschau, 30. Juli. In der Bezirksstadt Pruzana im Gouvernement Grodno sind 20 5 Wohnhäuser abgebrannt. lieber 2000 Personen sind obdachlos, mehrere werden vermißt.
M.P.C. Vereinigte Staate«. Oberst Smart hat den Vorschlag gemacht, Ferngläsermitviolett-farbenen Gläsern zu versehen. Hierdurch soll erreicht werden, daß man schon auf weite Entfernungen die geringe Rauch, entwickelung des rauchschwachen Pulvers bei Gewehren wahrnehmen und auf diese Weise genau die feindlichen Linien feftfteflen kann. Auf Anordnung des Kriegsministeriums sollen viele derartige Gläser auf den Philippinen erprobt werden, da die Eingeborenen zum Teil mit kleinkalibrigen Mauser-Gewehren bewaffnet sind.
Males und MovinMes.
Gießen, den 31. Juli 1899.
• • Aus dem Gerichtssdienst. Durch Entschließung des Großherzoglichen Ministeriums der Justiz vom 20. d. Mts. wurde der Großherzogl. Gerichsassessor Dr. Maurer zu Bingen vom 29. dss. Mts. ab mit den Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei den Großherzoglichen Amtsgerichten Alsfeld, Grünberg, Homberg und Laubach, — der Großh. Gerichtsasfeffor Schnitzspahn zu Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Richters bei dem Großh. Amts
gericht Beerfelden, — der Großh. Gerichtsasfeffor Giller ju Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Richters )ei dem Großh. Amtsgericht Darmstadt II, — der Großh. Gerichtsassessor Dr. Heyer zu Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Hilfsgerichtsschreibers bei dem Großh. Amtsgericht Darmstadt I, — der Großh. Gerichtsassessor Paul zu Darmstadt mit den Dienstverrichtungen eines Hilfsgerichtsschreibers bei dem Großh. Landgericht der Provinz Startenburg beauftragt.
* * Professor Schiller. Der „Franks. Ztg." wird von hier gemeldet: „Professor Dr. Schiller wird am 8. August unsere Stadt verlassen und nach Leipzig übersiedeln, wo ein ältester Sohn als Rechtsanwalt beim Reichsgericht lebt. Sein anderer Sohn ist Arzt in Breslau. In Leipzig gedenkt Professor Schiller zunächst die letzte Hand an eine vierbändige Weltgeschichte zu legen, die er während der etzten Jahre geschrieben hat, und die in München erfcheinen wird. Sodann aber beabsichtigt er, bei der philosophischen Fakultät zu Leipzig die Genehmigung zu feiner Habilitierung als Privatdozent für Pädagogik zu erwirken.
Bismarcks Todestag, der 30. Juli,' war in alle« national gesinnten Kreisen dem stillen Gedenken des großen Toten geweiht, und legte Zeugnis davon ab, wie dankbare Anerkennung und Würdigung das Lebenswerk des eisernen Kanzlers findet.
* * Militärdienstnachricht. Freiherr v. Nordeck zur Rabenau, Oberleutnant der Kavallerie 1. Aufgebots des Landwehrbezirks I Darmstadt, deffen Kommando zur Dienstleistung beim Infanterieregiment Nr. 167 bis auf weiteres verlängert.
* * Oberhesfischer Geschichtsverein. Wie sich unsere Leser erinnern werden, hat der Oberhessische Geschichtsverein im letzten Herbst nach langer Pause die Grabungen nach prähistorischen Altertümern wieder ausgenommen. Freiwillige Beiträge aus dem Kreise seiner Mitglieder und Freunde haben es ihm ermöglicht, vier Gräber aus der ältesten Zeit keltischer Ansiedelung in unserer Gegend zu öffnen. Die interessanten Ergebnisse dieser Ausgrabungen sind von Prof. Dr. Gundermann im letzten Bande der „Mitteilungen des Oberhessischen Gefchichtsvereins" veröffentlicht worden. Die Funde, gering an Zahl, aber von ganz hervorragender Bedeutung für die Geschichte der prähistorischen Kultur unserer Gegend, sind, nachdem sie im Germanischen Zentralmuseum zu Mainz von kundigen Händen gereinigt und neu zusammengesetzt sind, der prähistorischen Abteilung des Museums einverleibt worden. In diesem Frühjahr konnten die Ausgrabungen dank der reichen finanziellen Beihilfe eines ungenannten Gönners wieder aufgenommen werden. Die vier diesmal geöffneten Gräber ergaben eine reiche Ausbeute an Urnen und anderen prähistorischen Gefäßen. In den letzten Tagen hat, wie wir hören, Herr Prof. Dr. Gundermann im hiesigen Stadtwald drei weitere Gräber aufdecken können. Seine Funde waren dadurch von ganz besonderem Jntereffe, daß sich unter den vielen Scherben von Gefäßen germanischer Herkunft auch solche aus terra sigillata fanden, die nach Material und Ornamentik nur römischen Ursprungs sei« können. In den zwei ersten Gräbern fand sich außerdem je eine ziemlich wohlerhaltene Graburne. Das interessanteste Stück aber barg das am letzten Samstag geöffnete dritte Grab, eine mit prachtvollen Ornamenten geschmückte Schale aus terra sigillata. Dieses wertvolle Fundstück ist ein wichtiger Beleg für die innigen Beziehungen, in denen die Bewohner unserer Gegend in der Zeit von etwa 100—400 nach Christus zu den römischen Bewohnern der benachbarten Wetterau gestanden haben müssen. Die Schale, die demnächst im Schaufenster des Herrn Juweliers H. Zimmer ausgestellt werden soll, wird künftig zu den wertvollsten Stücken unseres Mufeums gezählt werden müssen. — Der zahlreiche Besuch, der sich letzten Samstag auf der Ausgrabungsstelle einfand, bezeugt das rege Interesse, das die Bewohnerschaft Gießens an den Ausgrabungen des Vereins nimmt. Möge sich dieses Interesse künftig auch durch eine thatkräftige finanzielle Unterstützung seiner Bestrebungen kund thun!
* * Die 9. Ruder-Regatta am gestrigen Sonntag zeichnete sich durch die wohl bisher größte Anzahl der Rennen aus, die je an einem Tage gefahren wurden. Dagegen entbehrten die Rennen fast durchgängig des Reizes, den heiße Endkämpfe auf den Zuschauer ausüben; die Rennen wurden im allgemeinen leicht gewonnen. Wegen des Fernbleibens des Offenbacher Rudervereins, sowie des Rücktritts der Rhenauia-Coblenz im Einer fielen einige Vorrennen aus. Die Gießener Rudergesellschaft hatte nennenswerte Erfolge leider nicht zu verzeichnen, was wohl darin seinen Grund hatte, daß sie allein in neun Rennen engagiert war. Das Wetter, das am Morgen sich ungünstig zu gestalten drohte, verschonte die Regatta mit dem drohenden Regen, sodaß dieselbe wenigstens in dieser.Hinsicht nicht beeinträchtigt wurde. Der Bootsplatz war zahlreich von auswärtigen und hiesigen Sportsfreunden besucht. Die Rennen verliefen wie folgt: 1. Junior-Einer. Ehrenpreis vom Vorstand der Gießener Rudergefellschast. Gemeldet 3 Boote. Vorrennen: Bonner Ruderverein (E. Dieckerhoff) 7.49 Min. Ruder- gefellschaft Rhenama Coblenz 7.58 Min. Hauptrennen: Beide Boote carambolierten unweit vom Start. Das auf Protest auf Schluß der Regatta verschobene zweite Rennen wurde nur von Herrn Dieckerhoff (Bonner Ruderverein) gefahren. Zeit nicht genommen. 2. Großer Vierer. Wanderpreis der Stadt Gießen. Sieger in 1898: Frankfurter Ruderclub. Gemeldet 2 Boote. 1. Wetzlarer Ruderclub 6 473/$ Minuten mit vier Längen gewonnen. 2. Gießener Rudergesellschaft 7.0% Min. 3. Doppelzweier ohne Steuermann. Ehrenpreis der passiven Mitglieder der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 2 Boote. 1. Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 7.21 Min.; dieselbe übernahm bald die Führung und lief mit ca. 6 Längen Vorsprung durchs Ziel. 2. Gießener Rudergesellschaft 7.42 Min. 4. Junior-Achter. Ehren-


