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Gießener Anzeiger
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Gratisbeilagen: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Klätter für hessische UolKsKunde.
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Fernsprecher Nr. 51.
AmtlicherIeil.
Gießen, den 29. Juli 1899.
Betr.: Unterstützung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
4* die Großh. Bürgermeistereier, deS Ltreifes.
In letzterer Zeit haben wir die Wahrnehmung gemacht, daß bei Ausfüllung der Empfangsbescheinigungen über Familienunterstützungen vielfach nicht nach den Vorschriften unseres Amtsblatts vom 18. Mai l. I. verfahren wird. Es ist dies besonders in Bezug auf die Familienstellung der Kinder (Spalte 1 des Formulars) der Fall. Insbesondere wird» die Angabe vermißt, ob dieselben ehelich bezw. diesen gesetzlich gleichstehend sind, oder ob sie aus einer früheren Ehe der Ehefrau herstammen.
Wir sehen uns veranlaßt, Ihnen die gewisienhafte Be- lolgung der bestehenden Vorschriften wiederholt zur Pflicht zu machen.
___________________v. Bechtold.____________________
Bekanntmachung.
die Bestimmungen über die Arbeitszeit in den Getreidemühlen betr.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Bestimmungen über die Arbeitszeit in Getreidemühlen auf alle bei dem eigentlichen Mahlprozeß beteiligten Arbeiter, also nicht nur auf die bei der Bedienung der Mahlgänge, sondern auch auf die bei der Bedienung der etwa an Stelle der Mahlgänge angebauten Walzenstühle beschäftigten Personen Anwendung zu sinden haben.
Gießen, den 29. Juli 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
_________________v. Bechtold.____________________
Bekanntmachung,
betr.: Maul- und Klauenseuche in Villingen.
Nachdem in einer Schafherde zu Villingen die Maul- And Klauenseuche in großem Umfang festgestellt worden ist, haben wir die Sperre der Weide und der Gemarkung Villingen angeordnet. Das Durchtreiben von Klauenvieh Lurch die Gemarkung ist danach verboten.
Gießen, den 29. Juli 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Nachdem in einer Schafherde in der Gemarkung Trais- Horloff die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden ist, haben wir die Sperre der Weide angeordnet.
Gießen, den 31. Juli 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
_________I. V.: Frhr. Schenck._______________
Bekanntmachung.
Nachdem von berechtigter Seite die Rückgabe der von dem verstorbenen Dienstmann Wilhelm Heil dahier gestellten Dienstkaution verlangt worden ist, fordern wir die- jenigen auf, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des rc. Heil als Dienstmann erheben zu können glauben, solche bei Meidung des Ausschlusies binnen acht Tagen bei uns vorzubringen.
Gießen, den 28. Juli 1899.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___________________Muhl.
Deutsches Reich.
Berlin, 30. Juli. Die Morgenblätter veröffentlichen anläßlich des ersten Todestages des Fürsten Bismarck längere Artikel. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Voll Wehmut gedenken wir heute dieses Tages und erinnern uns von neuem aller der Verdienste, die sich der verblichene große Staatsmann um die Gründung und den Ausbau des deutschen Reiches erworben hat. Die deutsche Dankbarkeit dafür wird nimmer erlöschen. Die „Staatsbürger Zeitung" regt die Errichtung einer Bismarck Gedächtniskirche in Berlin an.
Berlin, 30. Juli. Wie heute aus Kiel gemeldet wird, bestätigt sich das Gerücht von der beschleunigten Rückkehr
Ob man
der „Hohenzollern" nicht. Das Schiff kann vor dem 1. August nicht in Kiel eintreffen.
Berlin, 30.Juli. Aus London meldet die „Vossische Zeitung" telegraphisch: Ueber New-Aork liegen Meldungen aus Apia vor, wonach die Samoaner unzufrieden mit dem Vorgehen der Kommission sind. Die Lage sei kritisch. Der Krieg könne jeden Augenblick wieder beginnen. Viele Einwohner hätten die Waffen behalten.
Berlin, 29. Juli. Wie der „Lokal-Anzeiger" aus Kopenhagen meldet, sind daselbst über den Gesundheitszustand des Zaren wieder sehr alarmierende Gerüchte verbreitet. Es heißt, der Zar werde sich vorläufig von der Regierung zurückziehen und dieselbe dem Großfürsten Michael
aber treten hier Meinungsverschiedenheiten zu Tage, die nicht wieder ganz zu beseitigen sein werden. Nicht von heute auf morgen, aber mit der Zeit dürften sie dazu beitragen, das frühere Verhältnis zwischen Centrum und Polen zu lockern. Erfahrungen, die in der letzten Periode des hinter uns liegenden Sessionsabschnitts des Reichstags gemacht wurden, geben einen gewiffen Anhalt zu glauben, daß sich allmählich auch das Verhältnis zwischen Centrum und Elsaß-Lothringen etwas ändern werde.
— Die Korrektur des Reichstags-Stenogramms beschäftigt, trotz der Abwiegelungsversuche der „Franks. Zeitung", noch immer die Preffe. Die Darstellung in jenem Blatte ist nämlich sachlich nicht stichhaltig, wenn man auch gerne zugeben mag, daß die Aenderung im vorliegenden Falle nach gewordener Aufklärung keine große Bedeutung mehr hat. Die verhältnismäßige Unwesentlichkeit des Einzelfalles nimmt der unbefugten Aenderung aber nichts von ihrer grundsätzlichen Bedeutung für unsere parlamentarischen Einrichtungen, und es berührt seltsam, daß die demokratische „Franks. Ztg." sich über den Versuch, das freie Wort hinterrücks durch eine nachträgliche Korrektur zu dämpfen, so leichthin, mit einem halben Achselzucken, hm- wegzusetzen vermag. Es dürste doch mindestens zu verlangen sein, daß das freie Wort vor dem „Uebereiser" oder der „Harmlosigkeit ohne böse Absicht" eines Beamten nach Möglichkeit geschützt werde; denn sonst können sich aus solcher Harmlosigkeit sehr schlimme Konsequenzen ergeben. Aber auch in anderer Hinsicht ist die in der „Frankfurter Zeitung"
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knüpfungen und Bezugnahmen auf die Verhandlungen unserer parlamentarischen Körperschaften und überall Reifet es hierbei : „Siehe Stenographische Sitzungsberichte Band so und soviel u. s. v." Und da will jemand im Ernst behaupten, daß jene Berichte „sich zu nichts und gegen niemanden verwerten lassen"? Das ist ein mißglückter Fechtertrick. In Wirklichkeit sind die gedruckten stenographischen Sitzungs- sorue s> । äs'..» atÄi "•.«
übertragen.
Berlin, 29. Juli. Nach einer Meldung aus Kiel ist der Dampfer „Jupiter" bei Lysekil gestrandet und dort angetrieben. Er ist vollständig verloren. Der Kapitän und zwei Mann sind ertrunken, 11 Mann gerettet.
M.P.C. Berlin, 30. Juli. Die nächsten Wochen
werden eine wichtigeProbeaufeingroßes Exempel bringen. Dieses Exempel, zu deutsch diese Aufgabe besteht darin, einen Weg zu finden, um den Katholiken, in Rheinland und Westfalen, wofern sie ihrer Bevölkerungszahl nach in der Ueberlegenheit sich befinden, auch den entsprechenden Anteil an der Verwaltung resp. an der Herrschaft in den Kommunen zu sichern. Dies ist nach der Steuerreform aus dem Anfang der 90er Jahre schwieriger geworden, die jetzt dem Landtage vorliegende Gemeindewahlreform soll es er- . «u«, ... —--- „ . ~~ -rh hnr:n"tinr
leichtern helfen. Köln z. B. ist eine überwiegend katholische I dargelegte Auffassung unzutreffend. Es wird dann vor der Stadt, das Stadtregiment liegt aber in den Händen der Ueberschätzung der stenographischen Sitzungsberichte gewarnt Liberalen. Seit Jahr und Tag hat sich das Centrum zum und das von den Schriftführern angefertigte Protokoll als Vertreter der Wünsche gemacht, welche darauf abzielen, die einzig zuverlässige Quelle^gepriesen. Nun, wenn alle dre- katholischen Mehrheiten in den westlichen Städten auch des jenigen, die sich für unsere Zeitgeschichte interessieren, auf Genusses des Mitregierens teilhaftig werden zu lassen, diese Protokolle angewiesen waren, so ^e^
Wird es gelingen, diese Wünsche ihrer Erfüllung näher zu eine verwünscht geringe fern, denn das Protokoll enthalt ja bringen? Gewichtige Gründe scheinen dagegen zu sprechen, nichts anderes, als was der Reichstag „gethan und b - In erster Linie der, daß im Rheinland selbst eine starke schlossen" hat. Die Debatten selbst kommen m einerso Opposition gegen die Regierungsvorlage ankämpft. In der aphoristisch kurzen Zusammenfassung natürlich sehr schlecht „Westdeutschen Zeitung" heißt es nicht unzutreffend: „Der weg. Diese Protokollführun^.ist
öuzuq von zur Staatseinkommensteuer nicht veranlagten kratischer Zopf, den man überflüssiger Weise aus den An- aber wahlberechtigten Personen, - den sogenannten Drei- sängen unseres parlamentarischen ^ebens in«du-neuere Zeit märkern — in die großen Städte und Jndustrieorte ist hinübergenommen hat. Wie wemg Bedeutung der Reichstag dauernd in steigender Zunahme begriffen, während eine auch I selbst dem Protokoll beimißt, geht schon daraus hervor, daß nur annähernd verhältnismäßige Zunahme der Plutokratie es in den Sitzungen gar nicht verlesen, sondern nur im naturgemäß nicht zu erwarten steht — sogar bei einem Bureau zur Einsicht aufgelegt Mrd. Es ist aber auch m nicht unwahrscheinlichen Rückgang der Industrie ebenfalls der Thal zwecklos, denn was der Reichstag „gethan und zurückgehen könnte. Damit wird der im Durchschnitt auf beschlossen" hat, geht aus dent stenographischen Berichten einen Wähler in der Gemeinde entfallende Steuerbetrag ein viel genauer hervor. Nun mochte aber die „Frankfurter immer niedrigerer und die dritte und zweite Abteilung in Zeitung" gern den Glauben erwecken, als ob den steno- immer steigendem Grade von solchen Stimmberechtigten ge- graphischen Sitzungsberichten so zu sagen der amtl che Cha- bildet werden, die teils gar keine, teils nur eine geringe ratter fehle, „und wenn ln emem gednMen Bericht aus Summe bezahlen. Und damit würde in mehr oder weniger Versehen und aus b o er Absicht etwas Falsches stehe, so naher Zukunft eine Verschiebung im Gemeindewahlrecht zu- habe das keinerlei rechtliche Folgen und lasse sich zu n ch qunsten der Demokratie unausbleiblich sein!" - Es liegt und gegen Niemand verwerten . Soviel Worte soviel auf der Hand, daß die letztere ihren Einfluß auch im Sinne Irrtümer. Aus we (her Quelle.schöpfen dennre Redner einer Verstärkung der Centrumsdemokratie und der Sozial- I wenn sie sich auf frühere Verhandlungen des Retchst g demokratie geltend machen würde. Die Erfahrungen bei beziehen? Doch nur aus den gedruckten stenographischen
der letzten bayerischen Landtagswahl sind derartig, 'daß sie Sitzungsberichten, die übrigens von amtlichen Stenographen
Vorsicht nach dieser Seite doppelt geboten erscheinen Assen, unter der Aufsicht des Reichstags-Präsidiums hergest
Es lichen sich der Gründe noch mehr anführen, welche eine werden. Was sind es denn für Folianten■ m bcn n der
Abweiiuna des Gesetzes berechtigt erscheinen laffen. Auf I Abgeordnete Rickert Mit Vorliebe bei jeder 9 ) 3
daß °s im blättern pflegt, um einem Gegner etnen Widerspruch m.t
wohlverstandenen Staatsinteresse liegt, durch gleichzeitige einer früheren f^^^^ranffurter Reituna"
sRpfHIinunn von Anaeböriaen der verschiedenen politischen Berichte, deren Zuverlässigkeit die „Frankfurter Zeitung
Barteie^n an der verantwortlichen Wahrnehmung der Ge- I jetzt unbegreiflicherweise anzuzweifeln für angemessen halt, meüibe ^terrfien wenn auch nicht immer die Scharfe der Aber nicht bloß di- Abg-or neten v-rwert-n dte Berichte
bestehenden Gegensätze h-rabzumildern, dach Kräfte für di- auch höhere Autoritateri greifen auf fu aU auf «mtl«£
Sacke der Ordnung und der Staatserhaltung zu werben. Dokumente zuruck. Man lese doch nur. Die gelegnen yld
sräs.«?'??™ s'Us'ä
" “iLpTgi ,»T sw-1 ?"! •St.üsL'ülÄiÄ.
August in Neisse zusammentretenden Katholikentag scheint sich ein Gegensatz zwischen Centrum und Polen herausbilden zu wollen. Die polnische Presse verlangt, daß die zu haltenden Vorträge auch in polnischer Sprache zu Gehör gelangen. Auch sollen die Bestrebungen zur Einführung des polnischen Sprachunterrichts für die Religivns- stunden in Oberschlesien auf dem Katholikentage berücksichtigt werden. Die Centrumspresse widerspricht dem einstweilen


