Nordeck zur 11 Aufgebots des lQni)0 zur Dienst. oi3 aus weiteres
KL eines
Rt der $r0;
Wtb e,„ •Ä* Mr Äl 'int ' 1Mttnb btt * «W««« et Habilitierung ' in allen !be§ großen ^.wre dankbare vetf des eisernen
' sich unsere Leser eschichtSverein im rabungen nach enominen. Freileder und Freunde der ältesten Zeit u öffnen. Die en sind von Prof. Mitteilungen des d)t worden. Die rvorragender Be- )tn Fnltur unserer en Zenttalrnuseurn und neu zusarnmen- des Mseurns einkonnten die 8us- Seihilfe eines un- werden. Die vier reiche Ausbeute an jen. In den letzten Dr. Gundermann r aufdecken können. onberem Untere fit, äßen germanifätr anden, die naüz . llrltzrM^ \txn ind sch außerdem Das interessanteste ig geöffnete dritte geschmückte Schale Fundstück ist ein ngen, in denen die Zeil von etwa hen Bewohnern der nüssen. Die Schale, errn Juweliers tz. ünftig zu den vertat werden mW. - r der das des auch Be-
Samstag aus rege Snterefie, Ausgrabungen messe künftig irstütznng seme:
;flen Sonntag L°h> d-- rben. ->E
8 'W' b« ss* w siiidtritt« d» Lorrennen ans.
D°r
"Ä * '".?.Äat wurde. bteW
mit folgt: oeÄ««b 7 iiorren»1"- ®f». «*!
. I1“’
hob-"- Ster»"’ •***•;■ :®10 898:®'“’’ e. }' n qewonutUE Kt« ®OPP‘‘'
„b-r^S'Soi;
,al» b' e
preis der Gießener Damen. Gemeldet 2 Boote. 1. Frankfurter Nuder-Verein 6.32% Min. 2. Gießener Nudergesellschaft 6.40 Min. 5. Ei n er, Lahnpokal, Wander- preis des deutschen Ruderverbandes. Sieger von 1898: Conr. Rübsamen. Herr Alb. R ü b s a m e n von der Gießener Rudergesellschaft fuhr in 7.15 Min. allein über die Bahn. 6. Zweiter Vierer. Ehrenpreis der passiven Mitglieder der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 2 Boote.
1. Offenb acher Rudergesellschaft Undine mit 10 Längen gewonnen in 7.2 Min. 2. Frankfurter Ruder- verein 7.28 Min. 7. Dollen-Zweier. Ehrenpreis der Freunde des Rudersports. Gemeldet 4 Boote. Vorrennen: Krefelder Ruderclub 8.13 Min., Ruderverein Ems 8.17 Min., Bonner Ruderverein 8.32 Min., Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 8.40Min. Hauptrennen: 1. Krefelder Ruderclub 8.17 Min. 2. Bonner Ruderverein 8.25 Min. 8. Junior-Vierer, Ehrenpreis des Regatta Comitös. Gemeldet 3 Boote. Der Offenbacher Ruderverein hatte abgemeldet, der Wetzlarer Ruderclub ging nicht an Start, sodaß der Frankfurter Ruderverein allein über die Bahn ging. Zeit: 7 Min. 9. Zweiter Einer. Ehrenpreis der Gießener Damen. Gemeldet 3 Boote. Dse Rudergesellschaft Rhenania Coblenz (I. Has- denteufel) erschien nicht am Start. Herr E. Dieckerhoff (Bonner Ruderverein) verfuhr sich unweit vom Start und gab das Rennen auf. Herr E. Lotz von der Gießener Nudergesellschaft durchfuhr in 8.45 Min. allein die Bahn. ÄkademischerVierer. Ehrenpreis von Studierenden der Landes-Universität. Gemeldet 2 Boote. Da diesem Rennen mit gewisser Spannung entgegengesehen wurde, war die Enttäuschung umso größer, als die Gießener Nudergesellschaft allein über die Bahn ging. Zeit 7.37 Min. Der gemeldete Heidelberger Ruderclub war nicht am Start erschienen. 11. Dollen-Vierer. Ehrenpreis eines Gönners der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 3 Boote Vorrennen: Gießener Rudergesellschaft 7.8% Min., Bonner Ruderverein 7.12% Minuten, Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 7.32 Min. Haupt- Tennen: 1. Rudergesellschaft Rhenania Coblenz 7.13 Min., 2. Gießener Rudergesellschaft 7.27 Minuten. 12. Großer Achter. Wanderpreis des Großherzogs von Hessen. Sieger von 1898: Die Frankfurter Rudergesellschaft Germania. 1. Frankfurter Ruderverein 6.20 Min., 2. Gießener Rudergesellschaft 6.37 Min. Leicht gewonnen.
13. Ermunterungsvierer. Ehrenpreis der aktiven Mitglieder der Gießener Rudergesellschaft. Gemeldet 3 Boote. Ruderverein Ems siegt mit ca 8 Längen in 7.20 Min. über den Frankfurter Ruderverein mit 7.42 Min. — Nach Beendigung der Rennen fand sofort die Preisverteilung statt, der um 9 Uhr Reunion im Hotel Großherzog von Hessen folgte.
*• Erledigte Stellen für Militäranwärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Höchst a. M., Kreisausschuß, Kreis-Vollziehungsbeamter, 1500 bis 1800 Mk. Jahresgehalt, außerdem 300 Mk. Dienstaufwandszulagen. — Oberursel, Magistrat, Polizeisergeant, 900 Mk. Gehalt, 75 Mk. Kleider- geld und freie Wohnung und Brand.
** Gegenwärtig absolvieren 30 Volksschullehrer aus dem Großherzogtum Hessen beim 115. Infanterie-Regiment in Darmstadt ihre letzte (vierwöchige) Hebung. Dieselben sind unter die einzelnen Kompagnien des Regiments verteilt, und unterliegen denselben Dienstverpflichtungen wie die Stamm- Mannschaften, mit denen sie auch gemeinsam den Dienst versehen.
*• Polizeibericht. In der Nacht vom vergangenen Samstag zum Sonntag früh 3% Uhr, fanden zwischen Korps-Studenten und Angehörigen des Turnklub auf dem Ludwig splatz Streitigkeiten statt, welche beiderseits in Thätlichkeiten ausarteten, wobei derartig unvernünftig geschrien wurde, daß die Bewohner in weitem Umkreise aus dem Schlafe geweckt wurden und in der Meinung, es sei Feuer, an den Fenstern erschienen. Die hinzueilenden Schutzleute hatten alle Mühe, die Streitenden, etwa 12—15 Personen, zur Ruhe zu bringen. Anzeige ist erhoben und dürfte, um derartigen in letzter Zeit leider recht häufig vorkommenden nächtlichen Szenen zu steuern, eine empfindliche Strafe eintreten. — In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß von bübischer Hand des Nachts an Wohnungen im südlichen Stadtteil, Ludwigstraße, Stephanstraße p.p. wertvollere Fensterscheiben zertrümmert worden sind, ohne daß es bis jetzt gelang eines der Thäter habhaft zu werden. Aber auch wenn der Thäter bei Privatsachbeschädigungen ermittelt worden ist, wird vom Beschädigten entweder kein Strafantrag gestellt, oder wenn solcher bereits gestellt gewesen, wieder zurückgenommen, das heißt, wenn das beschädigte Objekt gut bezahlt wurde. — Ein widerspenstiger Knecht eines hiesigen Oekonomen, welcher gestern abend fortgesetzt auf Oswaldsgarten skandalierte und sich den ihn zurechtweisenden Schutzleuten gegenüber brutal benahm, wurde verhaftet und angezeigt. — Erschwindelt wurde mittelst Fälschung der Namensunterschrift eines hiesigen Oekonomen in einem Schuhwarengeschäft ein Paar Stiefel.
Bensheim, 27. Juli. Zu der Notiz aus Lorsch über einen angeblichen Kindesmord wird berichtigend mitgeteilt, daß das Gerücht, das betr. Mädchen habe unter Beihilfe ihrer Mutter die Leiche heimlich begraben, falsch ist, da, nachdem bei der ärztlichen Todesschau eine unnatürliche Todesart nicht festgestellt werden konnte, eine regelrechte Beerdigung stattgefunden hat.
A Mainz, 30. Juli. In sämtlichen städtischen Betrieben hier erhält jetzt ein Teil der Arbeiter und Angestellten durch Aerzte Unterweisung für die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen. In verschiedenen Kursen erhalten im ganzen 125 städtische Angestellte solche Unterweisungen. — Der russische Kammersänger Charles Gordon, der in zahlreichen deutschen Städten sogenannte Wohlthätigkeits-Konzerte von sehr zweifelhaftem künstlerischem Werte gegeben hat, und dessen hiesige Leistungen eine sehr
abfällige Kritik in den „Mainzer Nachrichten" gefunden ;aben, hatte gegen genanntes Blatt eine mit glänzender Freisprechung endende Beleidigungsklage erhoben. Obwohl jei der gerichtlichen Verhandlung durch Sachverständige die Leistungen Gordons eine vernichtende Kritik erfahren, und die Behauptung der „Mainzer Nachrichten" in allen Punkten volle Bestätigung gefunden haben, hat Gordon gegen das reisprechende Urteil Berufung ergriffen, womit nach Lage der Sache nur eine Reklame bezweckt sein kann.
Mainz, 30. Juli. Die „M. N. N." schreiben: Die Hessische Landes-Lotterie scheint einem dringenden Bedürfnisse abzuhelfen. Wie uns ein Berichterstatter mitteilt, laufen nicht nur bei den Lotterie-Kollekteuren unserer Stadt, sondern des ganzen Landes jetzt schon massenhafte Bestellungen auf unsere Landes Lotterie. Nur Geduld, es wird jedem sein Los zu Teil werden!
Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 15 Jahren, am 1. August 1884, starb zu Wien der Schriftsteller Heinrich Laube, dessen dramatische Dichtungen sich im allgemeinen durch realistischen Inhalt und saubere Bühnentechnik auszeichnen. Unbestreitbar sind seine Verdienste um das deutsche Theater gewesen und seine dramaturgischen Schriften nehmen als Ertrag reicher Erfahrungen einen sehr hohen Rang ein. Laube wurde am 18. September 1806 zu Sprottau in Schlesien geboren.
Vermischtes.
* Zum Brande in Marienburg. Am Freitag Vormittag von 11 Uhr ab wurden durch die Pioniere die noch stehen gebliebenen Mauern gesprengt. Der Luftdruck war so stark, daß fast sämtliche Fenster und Schaufenster unter den Niederen Lauben und in den angrenzenden Straßen zertrümmert wurden. Auch die alten historischen Scheiben des Rathauses sind dabei zerstört worden. Der Knall der Sprengungen war mehrere Meilen weit zu hören. Der Magistrat trat bann am Nachmittag zu einer Sitzung zusammen, in welcher Herr Landrat v. Glasenapp Mitteilung über die von dem Herrn Regierungspräsidenten v. Holwcde in Aussicht gestellte Staatsbeihilfe machte. Den Brandschaden tragen folgende Gesellschaften: die Westdeutsche Versicherungsaktienbank mit 35000 Mk., die Leipziger mit 250000 Mk., „Kolonia" 150 000, „Union" 120000, Berlinische 70000, Hamburg-Bremer 70000, Preußische Nationalversicherungsgesellschaft 65000, „Thuringia" 50000, Transatlantische 40000, Deutsche 30000, Magdeburgische 20000, Gladbacher 20000, Oldenburger 15000, Norddeutsche 10000, Aachen-Münchener 4000 Mark.
* Zum Tode des GroßfürstewThronfolgers wird jetzt bekannt, daß die Bäuerin Dassajew, welche dem Verstorbenen den letzten Dienst erweisen durfte, der unterdrückten Sekte der Molokanen angehört, welche einen ausgesprochen evangelischen Charakter trägt. Wie es heißt, hat der Kaiser dem Großfürsten Michael Nikolajewitsch befohlen, der Molokanengemeinde für die beim Tode des Thronfolgers geäußerten Gefühle öffentlich die kaiserliche Dankbarkeit auszudrücken. Die Bäuerin Dassajew wurde von der Kaiserin- Mutter empfangen.
* Blitzschlag in ein Schiff. Der Ewer „Christine" aus Warstade, Kapitän Tiedemann, der in Geestemünde mit Mais einlief, ist zwischen Eider- und Heverrnündung von einem Blitzstrahl getroffen worden, der den Mast- knöpf mit dem Wimpel herunterschleuderte, die Mastspitze zersplitterte und an der Klüwerleiter herunter über den Bugspriet ins Wasser fuhr. Das ganze Fahrzeug war wie in Feuer gehüllt. Die Schiffer verspürten einen heftigen elektrischen Schlag. Es muß fast als ein Wunder bezeichnet werden, daß das Schiff nicht schwerere Beschädigungen erlitt und die Leute ohne Verletzungen davonkamen.
* Wirkung eines Blitzschlages. Von den Blitzschlägen, die in der letzten Zeit in allen Gegenden Europas schwere Unfälle herbeiführten, hatte einer in den östlichen Pyrenäen eine besonders vernichtende Wirkung. Man schreibt darüber aus Perpignan: Eine ans 450 Schafen bestehende Herde weidete auf den Abhängen des Carlit-Gebirges, als sie von einem Sturm, der von fürchterlichen Hagelschauern begleitet war, überrascht wurde. Die geängstigten Tiere suchten in der Nähe der Hütte Schutz, in welche sich die Schäfer geflüchtet hatten. Da fuhr ein Blitzstrahl in die Herde und tötete auf der Stelle 203 Schafe, während die übrigen Tiere mehr oder minder schwere Lähmungserscheinungen davontrugen. Auch mehrere Rinder wurden vom Blitz erschlagen, die Schäfer blieben unverletzt.
Universitäts-Nachrichten.
— Berlin. Die bisherigen außerordentlichen Professoren in der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität Geheimer M-dt- zinalrat Dr. August Lucae und Geheimer Medtztnalrat Dr. Hermann Senator sind zu ordentlichen Honorarprofefforen in derselben Fakultät ernannt worden.______________________
Schisssnachrichten
Der Postdampser „Nederland" der „Red Star ßtne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 26. Juli wohlbehalten in Philadelphia angekommen. _______________________
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemeßen am 31. Juli, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Wasser 16%°, Luft 16«/-°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
Verkehr, Km- mrd Volkswirtschaft.
•rftnXtgr 29 Juli. Fruchtpreise. Wetzen 1530—1600, Korn X 14,82—15,50, Gerstel 14,74-00,00. Hafers 15,16—15 40, Erbsen X 17,00-00,00, Linsen X 00,00-00,00, Wicken 00,00, Lein * 00,00, Kartoffeln X 5,92—6,lO, Samen X 21,70—22,50.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 31. Juli. Zur Erstattung von Jmediat- Vorträgen begab sich der stellvertretende Staatssekretär des Neichs-Marineamtes, Contre-Admiral Büchsel, gestern abend nach Kiel, wo also der Ankunft des Kaisers ent* gegengesehcu wird.
M Berlin, 31. Juli. Wie aus Marseille gemeldet wird, mußte der General-Gouverneur von Jndochina, Do um er, in aller Eile von seiner Rundreise nach Hawai zurückkehren, da eine gefährliche Aufregung unter den chinesischen Bergleuten gemeldet wird, welche in den Zinn- Minen bei Mongtse beschäftigt sind. Dieselben haben den europäischen Teil dieser Stadt, in welchem sich die Konsulate, die Zoll-Verwaltung u. s. w. befinden, dem Erdboden gleich gemacht. Indessen ist keine Ermordung eines Europäers zu beklagen. Es sind energische Maßregeln getroffen worden, um die Aufrührer wieder zur Ruhe zu bringen.
Wien, 31. Juli. An der gestrigen Petoefi-Feier nahmen die Sozialdemokraten in geschloffenen Reihen teil. 20000 Arbeiter zogen mit sozialistischen Abzeichen unter fortwährenden Rufen: „AllgemeinesWahlrecht!" „Ohne Gerechtigkeit kein Vaterland!" zur Petoefi-Statue, wo sie Kränze niederlegten. Ein Arbeiter, der das konfiszierte Parteiorgan empor hielt, sollte verhaftet werden. Die Polizei nahm jedoch wegen der drohenden Haltung der Menge davon Abstand. In oppositionellen Kreisen herrscht große- Aufsehen, daß an der Feier kein Minister persönlich teik- genommen hat.
Brünn, 31. Juli. Die neue tschechische technische Hochschule soll bereits am 1. Oktober eröffnet werden.
Großwardein, 31. Juli. Rittmeister Graf St arhe ruber g, welcher bekanntlich seinerzeit im Distanzritt Wien- Berlin Sieger war, wurde wegen Mißhandlung der Mannschaften verhaftet.
Lemberg, 31. Jnli. Blättermeldungen zufolge wurde der Bezirkshauptmann in Brzozow, Graf Auto« von Zieduszieski, auf offener Straße von einem anderen hohen Kavalier zweimal geohrfeigt. Die Affaire macht ein ungeheures Aufsehen und dürfte noch ein weiteres Nachspiel haben.
Budapest, 31. Juli. In hiesigen Kreisen ist die Ansicht vorherrschend, daß betreffs der Quoten-Bedingung absolut keine Verständigung mit der österreichischen Regierung zu erwarten ist. Der Kaiser werde daher für das nächste Jahr die Quote bestimmen müssen.
Budapest, 31. Juli. Anläßlich einer gestern abend in Ofen abgehaltenen Arbeiter-Versammlung kam es zu Zusammenstößen zwischen Arbeitern und der Polizei, wobei zahlreiche Verhaftungen und Verwundungen vorkamen. Ein Kind wurde lebensgefährlich verletzt.
Rouen, 31. Juli. Eine furchtbare Feuersbrunst hat ein großes Getreidelager und mehrere daran anstoßende Arbeiterhäuser vernichtet. Der Schaden beläuft sich auf eine Million Franks.
Sofia, 31. Juli. Die Nationalen kündigen in einem Zirkular den Abfall von der Regierung und selbständiges Vorgehen an.
Die Jubiläums- und Provinzial- Gewerbeausstelluug zu Groß-Umstadt
ist Sonntag mittag um 1 Uhr in feierlicher Weise eröffnet worden. Als Vertreter der Großherzoglichen Regierung waren anwesend die Herren: Provinzialdirektor v. Marquardt, Ministerialrat Braun, Kreisrat Heß, Geheimer Oberschulrat Nodnagel und Regierungsrat Noack als Vorsitzender der Zentralstelle für die Gewerbe. Am Bahnhof wurden die Herren von dem Vorsitzenden des Ausstellungs-Komitees, Herrn Stab, begrüßt und unter Vorantritt einer Musikkapelle zur Ausstellungshalle geleitet. Hier begrüßte Herr Bürgermeister Eidemüller zunächst die daselbst Erschienenen namens der Stadt Groß-Umstadt und hieß sie herzlich willkommen.
Namens des Ausstellungskomitees warf Herr Stab einen Rückblick auf das Zustandekommen der Ausstellung, hervorhebend, daß an mancherlei Schwierigkeiten kein Mangel gewesen sei. Dank dem Entgegenkommen der Zuckerfabrik, welche einen großen Teil ihres Etablissements zu Ausstellungszwecken zur Verfügung gestellt hat, war es möglich, eine in allen Teilen mustergültige Provinzial-Ausstellung zu stände zu bringen und damit ein klares Bild des Blühens von Gewerbe und Industrie im Odenwald zu geben. Die Ausstellung ist reich beschickt, besonders Mainz, Offenbach, Darmstadt sowie Erbach, vornehmlich aber die Großumstädter Gewerbetreibende haben ihr Bestes aufgeboten und zur Ausstellung gebracht.
Ministerialrat Braun rief den Ausstellern ein herzliches Glückauf zu, wies auf die unparteiische Thätigkeit der Preisrichter hin und erklärte hierauf die Ausstellung für eröffnet.
Nach einem Rundgang durch die Ausstellungsräume fand sodann um 2l/2 Uhr ein Festessen statt, an dem sich ca. 200 Personen beteiligten. Ministerialrat Braun brachte ein Hoch auf Se. Majestät den Kaiser Wilhelm II. und Großherzog Ernst Ludwig aus, während Herr Stab der Regierung für ihre Unterstützung dankte und ein Hoch auf diese ausbrachte. Noch eine Reihe von Toasten auf das Komitee der Ausstellung u. s. w. wurden ausgebracht. Um 6 Uhr fuhren die Negierungs-Vertreter in die Residenz zurück. Von 4 Uhr ab strömte das Publikum in Scharen zur Ausstellung. nn-
Seidenstoffe, Sammte nnd Velvets
tauft jehe am heften und trlUigften direkt ook
(®Ä”Ä von Elten & Haussen, Krefeld.


