ob wir verlieren den eifrigen Freund aller gemeinnützigen Bestrebungen auf dem wetten Feld der Vereinsthätigkett oder den anregenden Förderer einer schönen Geselligkeit: auf allen Seiten gleich ist das Bedauern über den Verlust solchen Mannes, der Wunsch, ihm xu danken und ihn zu ehren für All das, was in zehnjährigem Wirken er uns gewesen.
Verbietet auch die Gegenwart des zu Feiernden hier im Einzelnen aufzuzählen all' die hohen persönlichen Eigenschaften unseres scheidenden Provinzialdirectors, Eines darf ich doch auch an dieser Stelle ganz besonders hervorheben: unser Aller Bewunderung vor der Sorgfalt und Gründlichkeit seiner Arbeit, vor seiner unermüdlichen Arbeitskraft, seiner nie erlahmenden Pflichttreue.
Mag sein, daß der Eine oder Andere unter uns bei der Verschiedenartigkeit der zu wahrenden Jnteresten, bet der in der Natur der Dinge und der Menschen gelegenen Vielfältigkeit der Anschauungen, da oder dort einmal von ihm abweichender Meinung gewesen, in gleicher aufrichtiger Hochachtung und Verehrung hat doch ein Jeder unter uns, so wie ich selbst, immerdar als zu dem Vorbild eines Verwaltungsbeamten emporgeschaut zu dem Manne, welcher nunmehr auf ein anderes, schöneres Arbeitsfeld berufen ist.
Es begleitet ihn dahin der Dank der Gemeinden, Kirchen und Schulen, denen er hier seine eifrige Thättgkett zugewendet, deren Interessen er mit gleicher Sorge umfaßt, in deren Selbstverwaltung er aber immerhin nur selten eingegriffen; es begleitet ihn der Dank All der Vielen, denen er dienstlich und außerdienstlich zum bereitwilligen Beratber und Helfer geworden, der Dank der Vereine und Körperschaften, deren Bestrebungen auf den verschiedensten Gebieten er unterstützt, der Dank nicht minder All Derer, denen sein gastliches Haus er geöffnet.
Und es gesellt sich dazu der Ausdruck unserer besten Wünsche für seinen neuen Wirkungskreis: möge auch die heutige Kundgebung unseren Landsleuten jenseits des Rheines bestätigen, welcher Vorzug ihnen zu Theil geworden bet der Wiederbesetzung des dortigen Amtes.
Unsere Gesinnungen aber für den Scheidenden lassen Sie uns kleiden in den Ruf, in den bei so manchem, einzelnen Anlaß wir zu seinen Ehren schon etnstimmen durften, den wir heute aber — im Rückblick auf die Gesammtheit seines Wirkens — mit besonderer Bedeutung ausbringen, in den Ruf: Unser hochverehrter Prooinzialdirector, Herr Geheimerath Freih. v. Gagern, er lebe hoch, hoch, hoch.—
Den dritten Trinkspruch brachte im Anschluß hieran Herr Oberst v. Madai auf die verehrte Frau Gemahlin de- Gefeierten aus. Ausführend, wie die Dichter aller Zeiten Frauen'Anmuth und Fraueu-Schönheit priesen, schätzt er den Scheidenden glücklich, daß auch seinem Hause ein solcher Juwel Glanz verleihe, der nicht allein im eigenen Heim und der eigenen Familie Glück und Frohsinn verbreite, sondern die Sonnenstrahlen der Liebe auch in bedürftige Kreise fallen ließe, eingedenk des Wortes: Geben ist seliger, denn Nehmen. Diese LiebeSthätigkeit, die vor Kurzem erst wieder die volle Anerkennung des Großherzoglichen Paares erfahren habe, werde hier unvergeffen bleiben: Der Dank Aller folge dem Hause v. Gagern nach- Gott möge den Fretherrn und seine werthe Familie schützen. — Mit bewegten Worten dankte dann Frei- Herr v. Gagern für die ihm gelieferten Beweise inniger Za- netgung. DaS Scheiden erfülle ihn mit Wrhmuth. Er sehe auf die hier verlebten zehn Jahre, in denen er nur Liebes und Gutes erfahren habe, mit innigem Dank zurück. Gießen sei ihm eine rechte Heimath gewesen, da alle Kreise der Bevölkerung ihm mit Vertrauen begegnet wären. Er betonte wie daS vorzügliche Berhältniß zwischen der Stadtverwaltung, den Behörden, den akademischen Kreisen und dem OsfiziercorpS, die erfreulichen Beziehungen zur Bürgerschaft und zum BereinSleben unzerreißbare Baude geknüpft hätten- im übrigen habe er nur gesucht, seiner Pflicht zu genügen und Gerechtigkeit walten zu lasten. Er gedachte ferner der lebenskräftigen und gesunden Entwickelung Gießens als eines unleugbaren Verdienste» seines hochbegabten Stadtoberhauptes, des Herrn Oberbürgermeisters Gnauth und der ihm zur Seite stehenden Stadtverwaltung. Die erfreuliche Blüthe der LandeSuuiverfirät, desgleichen das Gedeihen von Handel und Gewerbe hervorhebeud, verlieh er seiner Freude darüber Ausdruck, daß er mit allen betheiligteu Kreisen in ungetrübter Harmonie habe wirken können und forderte end' lich auf, die Gläser zu leeren auf daS Wohl der Provinz Oberhesten, des Kreise» und der Stadt Gießen und aller ihrer Bewohner. — Herr Bürgermeister Geißler-Lollar begrüßte sodann als ältester Bürgermeister den künftigen Herrn Proviuzialdirector v. Bechtold, hieß ihn aufrichtig will-
Gemeine al» Gegensatz gegen daS Hohe und Edle zu ver« wenden- auch hier ahmt er die Natur nach, in der sich beides gemischt findet, aber nur, soweit eS seinen Zwecken dient - au» der Schenke zu Eastechap führt er seinen Prinzen auf den Königsthron und in die Bahn de- Ruhmes, und der mit so vielem Humor gezeichnete Falstaff tritt in bescheidenes Dunkel zurück.
Bekundet sich die Herrschaft de» Künstlers über seinen Stoff, die Vergeistigung des Material» schon in der Zeichnung der einzelnen Figuren und Berhältvisie, so noch mehr in der allgemeinen Gestaltung der Handlung, in der Compofition de» Ganzen. Hier spiegelt sich am klarsten die Gtgenthüm- lichkeit de» Schöpfer» tu dem Kunstwerk ab und derselbe Gegenstand kann von verschiedenen Meistern auf ganz verschiedene Weise behandelt werden. So zeigt un» der eine Maler in dem sterbenden Christus den leidenden Gottessohn, besten überirdische Herrlichkeit selbst im Schmerze noch siegreich hervorbrichr, der andere in voller Naturwahrhett den gequälten Erdenmenschen, dessen Pein unS tief zu erschüttern, aber nicht zu erheben vermag. Der eine Dichter läßt un» in seinem Werke hiuabschauen in einer. Abgrund von Elend und Berzweiflung, von Wtrrsalen und ungelösten Räthseln, der andere läßt auch den verschluogensten Faden sich ent- wirren und zeigt un» hinter den irdischen Vorgängen da» Walten der ewigen Gerechtigkeit, eine Auflösung aller Dtffonanzen in reine Harmonie. So muß sich das Kunstwerk nach den Aoschauungen de» Künstler» gestalten, und mag sich der Schöpfer auch noch so sehr hinter seiner Schöpfung verbergen, wir haben in dieser nicht blo» eine Nachahmung der Natur, sondern auch eine Offenbarung des menschlichen Geiste-, beide» in innigster Bereinigung und Durchdringung.
(Schluß folgt.)
kommen und wünschte ihm Glück und Erfolg im neuen Amt. — Herr Proviuzialdirector von Bechtold dankte darauf, für den Willkomm und bat um Unterstützung in der Lösung der gemeinsamen Aufgaben. Sein Trinkspruch galt । dem ersprießlichen Zusammenwirken aller Kreise der Provinz Oberhesten und ihrer Bewohner. — Herr LandgerichtSdirector Wiener würdigte sodann die Verdienste des ebeufall» von hier scheidenden Herrn Regierung-rathS Dr. Wallau, worauf dieser im Namen aller Mitarbeiter dankend noch einmal des Herrn Geheimrath Freiherrn v. Gagern, als leuchtenden Vorbildes treuer Pflichterfüllung gedachte, um endlich da» Wohl der Gießener Frauen und Mädchen au-zubringen. — Graf von Solms-Laubach hob darauf die großen Verdienste de- Fretherrn v. Gagern als Vorsitzenden de» Landwirthschaftlichen Verein- hervor und begrüßte Herrn Provinzialdirector v. Bechtold al» besten Nachfolger. — Herr Commerzienrath Koch dankte darauf Namens des Vereins für Erd- und Völkerkunde dem Freiherr» v. Gagern und überreichte ihm in Anerkennung seiner hohen Verdienste um denselben ein Ehreudiplom. — Herr KreiSamtmann Böckmann gedachte dann noch in herzlichen Worten bei ebenfalls von hier scheidenden Herrn Polizeiamtmann» v. Bechtold. — Erwähnt sei noch, daß unser verehrter von hier scheidender Herr Proviuzialdirector e» sich der Mühe nicht verdrießen ließ, die einzelnen Theilnehmer in seiner leutseligen Weise persönlich zu begrüßen. WaS wir an dem Scheidenden verlieren, hat un» das letzte Zusammensein noch einmal gelehrt- möchte er im neuen Wirkungkretse sich gleich bleibender Erfolge zu erfreuen haben, und möchte auch seinem Nachfolger hier, der ja in Gießen nicht fremd ist, da» Vertrauen und die Unterstützung aller Wohlgesinnten zu Theil werden.
* * Die zweite bchlußprüfuug der Candidaten der evangelischen Teologte hat gestern Vormittag in den AmtSräumen de» Großh. Oberconfistortum» zu Darmstadt ihren Anfang genommen. E» betheiligteu sich daran elf Examinanden, von denen 4 au» Starkenburg, 4 aus Oberhesten, 1 aus Rheinhessen, 1 au» Frankfurt a. M., und ein qu» dem Fürstenthum Birkenfeld find.
* * Concert. Auf da- auf vielseitigen Wunsch am Montag den I.August Abend» 8Uhr in Stein-Garten stattfindende Concert de» T r o m P e t e r c o r p - de» Magdeburg. Drag.-Regt». Nr. 6 unter Leitung de» Herrn StabStrompeter» Schulz, machen wir die Leser hiermit empfehlend aufmerksam.
* * Verunglückt. Am hiesigen Rangierbahuhofe wurde gestern Abend 8 Uhr der 20jährige Rangierer Steinagel von Großrn-Linden an beiden Beineu üb erf ah re n. Derselbe wurde alsbald in die chirurgische Klinik gebracht.
• • Ueberfchuß. DaS Lahnthal-Sängerfest zu Marburg ergab einen Ueberfchuß von ungefähr 2800 Mark. Gewiß ein recht zufriedenstellende» Resultat.
• • Laudesgewerbvereiu. In der dieser Tage abgehaltenen Sitzung des engeren Anrschuste» de» LandeSgewerbverein» in Darmstadt wurde mitgetheilt, daß seit vorigem Jahr die Gewerbevereine einen wesentlichen Aufschwung genommen hätten. Die Zahl der Gewerbevereine ist von 65 auf 87 gestiegen, welche zusammen 7600 Mitglieder aufweisen, mithin sei die Mitgliederzahl um 1700 gewachsen. Bon der Gesammtzahl der Mitglieder feien 83 Procent Gewerbetreibende und davon 62 Procent Handwerker. Bon dem Vorstand der Knnftgewerbeschule zu Mainz liegt eine Anregung auf Uebernahme der vier Hauptlehrer, welche weder staatliche noch städtische Beamtenqualität besitzen, in den Staatsdienst vor, und sei eß anzunehmen, daß ein von Großh. Centralstelle bei der Großh. Staatlregierung gestellter Antrag auf Widerstand nicht stoßen werde, wenn die Stadt Mainz zu einer angemeffenen Erhöhung ihres Zuschuffe» zur dortigen Kunstgewerbeschule sich entschließen könne. Bis jetzt bezahlte die Stadt Mainz an den Mainzer Gewerbeverein einen Baarzuichnß von 10000 Mk. pro Jahr. Herr Commerzienrath Römheld-Mainz hob hervor, daß eine Erhöhung de» StaatSzuschufseS zur Kunstgewerbeschule in Mainz auf 19000 Mk. dringend nöthig sei- auch wurde ein erhöhter Staat-zuschuß für die erweiterte Handwerkerschule zu Worms int Betrage von 4800 Mk. gefordert.
* ♦ Freiwillige vor! Die Jnspection der Marine-Infanterie sucht 1000 Mann dreijährig Freiwillige, welche in Kiel und Wilhelmshaven ausgebildet und im Frühjahr 1899 nach Kiau-Tschau gesandt werden sollen. Leute von kräftigem Körperbau und mit guter Sehleistung, welche gesonnen sind, als Freiwillige einzutreten, haben sich möglichst bald, unter Einsendung des Meldescheins und sonstiger Zeugnisie, sowie unter Angabe der Körpergröße: mindestens 1,65 Meter, an da- Commando de- 1. Seebataillon- in Kiel beztv. an da- 2. Seebataillon in Wilhelmshaven zu wenden. Es wird gefordert Tropendienstfähigkeit, da die Betreffenden im Frühjahr 1899 nach Kiau-Tschau in Ostafien entsandt werden müffen. Anmeldungen ohne die vorgeschriebenen Papiere rc. bleiben eventuell unberücksichtigt.
* * Die Imker klagen allgemein über die diesjährige Honig ernte. Im Frühjahre glaubte nun gute Erträge Voraussagen zu können, doch hat der unaufhörliche Regen die Writerentwickelung der Stöcke stark beeinträchtigt. Die Bienen hatten gut überwintert, alle Stöcke waren vollzählig geblieben und die Ausflüge boten den Bienen gute Nahrung. Aber die Ausnutzung der Raps-, Obst-, Akazien- und auch theilweise der LindenbiÜthe verhinderte baß Regenwetter. Auch der Bau der Waben wurde nicht fortgesetzt und daS Brutgeschäft stand nahezu still. Hoffentlich entschädigt die nunmehr günstigere Witterung die Imker. Der bisherige Ausfall aber ist auf keinen Fall mehr einzuholen.
* * Wetterbericht. Bei weiter fallendem Barometer hat der niedere Druck, welcher zudem noch zahlreiche Unregelmäßigkeiten in seiner Bertheilung ausweist, nunmehr die Herrschaft über Europa mit Ausnahme der westlichen TheileS gewonnen. Minima liegen über Finnland und über Nord- weft-Deutschland und Belgien. Endlich zieht eine flache ; Depression vom Südfuße der Alpen über Italien und die
Adria. Im Westen Irlands ist dagegen da» Barometer merklich gestiegen, sodaß von dem Minimum über den britischen Inseln ein ziemliches Luftdruckgefälle nach dem Festlande hin besteht. Ueber dem ganzen Westen wehen daher frische Winde auS Nord bis West. Die Witterung wird bei dieser Wetterlage zunächst einen etwa- unruhigen und unbeständigen Character tragen. — Borau-fichtliche Witterung: Unbeständige- kühle- Wetter mit zeitweisen Niederschlägen.
A Mainz, 29. Juli. Da» schon vor einigen Tagen angekündigte militärische Schauspiel, daß eine ganze Escadron de» Husaren-Regiments Nr. 13 mit den Pferde» an Kähnen schwimmend hier über den Rhein gesetzt werde, fand heute Nachmittag unter Zustrom großer Masten Schaulustiger statt. Da» in der deutschen Armee heute zum ersten Mal unternommene Wagniß, an einer so breiten und reißenden Stelle mit den Pferden den Rhetnstrom zu durchkreuzen, ist vollständig gelungen und wurde bi» jetzt auch nicht- von irgend einem Unfall bekannt. An einem Kahn von mittlerer Größe wurden je sechs Pferde mit der vollständig ausgerüsteten Mannschaft über den Strom befördert. Die Pferde schwammen an den beiden Langsetten der Kahns, wobei sie von den sich in dem letzteren befindlichen Mannschaften av einer kurzen Leine sestgehalten wurden. Mit einzelnen Ausnahmen gingen die Pferde sehr willig in daS Master und durschwammeu ohne Anstrengung und ruhig den Strom. Jeder Kahn war von einem mit Pionieren besetzten Ponton begleitet, um im Nothfalle Hilfe zu leisten. Die Uebungeu wurden von dem Rittmeister Frhr. v. Schauroth geleitet und ging man bei deren Vorbereitung in der Art vor sich, daß man erst den schmäleren Main übersetzte und die Kähne, in welchem sich die Mannschaften befanden, weniger belastete.
Vermischtes.
* Der Tenorist Heinrich Bötel wird demnächst in 90 Tagen 36 Mal in deutscher Sprache in Amerika fingen und erhält dafür 80 000 Mk. und freie Reise sür zwei Personen. — Vor 14 Jahren war Bötel noch Droschken- kntscher.
* 3« diesem Winter werden auch Berliner Hochschull-Hrer volkStdüml'che Cur sc abhalten.
Landwirthschastttches.
Pferde, die erhitzt nach Hause kommen, sollen vor Allem abgeschirrt und dann eine entsprechende Zeit im Freien herumgejührt werden. Bet schlechtem Wetter oder empfindlicher Kühle reibe man die Pferde am Stallstande mit trockenen Strohwischen ab, und zwar so lange, bis sie ganz trocken sind, erst dann lege man ihnen Futter vor. Die schmutzigen Füße, vollgespritzten Bäuche sind ebenfalls rein und trocken zu reiben, nie aber zu waschen, selbst mit lauem oder warmem Wasser nicht. Die Pferde fallen mit lauem oder warmem Wasser überhaupt nie gewaschen werden, am allerwenigsten vor ober nach der Ausfahrt. Kalte Waschungen — im Winter Abends vor der Nachtruhe, im Sommer in einem reinen Bade — bekommen den Pferden sehr gut.
Die beste Zeit zum Schwemmen der Pferde ist der Abend. Das Wasser muß wenigstens eine Wärme von 14 bis 16° R. haben und darf nur so tief sein, daß die Thiere üb rall Grund finden. Vom Schwemmen ausgeschlossen sind alle Pferde, welche irgendwo an Lunge oder Herz Fehler haben, und säugende oder tragende Thtere. Das Schwemmen bat in der Weise zu erfolgen, daß die Pferde, die nicht etwa erhitzt, sondern genügend abgekühlt sein sollen, etwa eine Viertelstunde in dem Wasser langsam bewegt werden. Letzteres muß auch einige Zeit nach dem Schwemmen auf dem Lande fortgesetzt werden; schließlich werden die Thiere bann im Stall trocken gerieben.
Norddeutscher Lloyb, in Gießen vertreten durch die Agenten (teil Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 29. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Capitän B. Blanke, vom Nordb. Lloyb in Bremen, ist gestern 3 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Auszug aus den Stan-esamtsregtstern
der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Juli: 19. Ludwig Ma itn Konrad Johann Christian Karl Schwaab, Kaufmann dahier, mit Charlotte Sprungmann, geb. Haußmann, Wittwe von Friedrich Wilhelm Sprungmann von Trarbach. 19. Hartmann Fassold, Eisenbahn-BetriebS-Werkmeister zu Soest i. Wests., mit Henriette Lenz, geb. Ockel, Wittwe von Bäckermeister Ludwig Christian Lenz hierselbst. 20. Friedrich Carl August Böck, Bureau-Vorsteher dahier, mit Elisabeth Luise Henriette Hollmann hierselbst. 23. Justus Buseck, Kaufmann zu Heilbronn, mit Elise, genannt Elly Kltyer zu Worms. 25. Emil Albert Seebach- Doctor der Philosophie zu Krefeld, mit Bertha Jores, geb. Buhl- mann, Wittwe von Peter Heinrich Jores daselbst. 26. Ludwig Philipp August Buxbaum, Rector zu Rüsselsheim, mit Emilie Pauline Josephine Keller hierselbst. 27. Konrad Karl Jungmann, Metzger zu Grünberg, mit Johanna Christiane Kayser daselbst. 28. August Peter Jacob Frees, Buchhändler dahier, mit Katharine Elise Hedwig Georgine Paula Wehn hierselbst. 29. Franz Christian Theodor Bepler, Schlosser dahier, mit Marie Klingelhöffer hierselbst.
Eheschließungen. _
Juli: 23. Heinrich Prinz, Kulscher dahier, mit Maria Bittorf hierselbst.
Geborene.
Juli: 18. Dem Knecht Wilhelm Hillgärtner eine Tochter. 20. Dem Fußgendarmen Karl Ludwig Höhn eine Tochter, Elisabeth Charlotte Wendeline Henriette Eleonore. 21. Dem Posthilfsdoten Konrad Becker eine Tochter, Anna Marie Helene. 22. Dem Fuhrmann Heinrich Luh eine Tochter, Emma. 23. Dem Schuhmacher Wilhelm Strack eine Tochter, Anna Luise Mathilde. 24. Dem Taglöhner Johann Georg Eimer ein Sohn, Wilhelm. 24. Dem HauS- burschen Florenz Goffelmeyer eine Tochter. 24. Dem Glasermeister Heinrich Ftllmann eine Tochter. 25. Dem Maschinist Ludwig Wald- schmidt ein Sohn. 25. Dem Gerber Bruno Hoheisel eine Tochter. 27. Dem Eisenbahnschaffner Wilhelm Schneider VIII. ein Sohn.- Ernst Ludwig.
Gestorbene.
Juli: 22. Moses Samoilowitsch Maykapar, 64 Jahre alt, Kaufmann von Ekaterinodar, Kaukasus. 24 Karoline Schneider, geb. Koch, 49 Jahre alt, Ehefrau von Bremser Philipp Schneider zu Neunkirchen bei Trier. 24 Karoline Preiß, geb. Groh, 57 Jahre alt, Ehefrau von Zimmermann Jacob Preitz II. zu Ober-Gleen, Kreis Alsfeld. 24. Georg Fischer, 45 Jahre alt, Schmied von Offenbach a. M. 25. Ein Kind weiblichen Geschlechts, 2 Stunden alt, Tochter von Gerber Bruno Hoheisel dahier. 26 Hcinria Stephan I., Landwirth von Gettenau. 26. Georg Philipp Schaum 68 Jahre alt, Landwirth von Gleiberg. 29. Luise Deibel, geb.


