Verhältnisse in früheren Jahren hier lagen, so muß man zu» gestehen, daß die jetzigen Leiter der hiefigea Bühne fünft- lerisch schon sehr viel erreicht haben, indem sie eS verstanden, alle Kreise sür ihr Unternehmen zu intereifiren. Die Direc- tion ließ el sich angelegen jein, den Spielplan durch Ausführung der besten Novitäten und guter älterer Werke, sowie durch Gastspiele namhafter Künstler intereffant zu gestalten. — Eine ganz besondere Pflege wurde den Meisterwerken der klassischen Literatur zu Theil, und hat mau erfreulicher Weise gerade diesen Classiker - Vorstellungen, die theilS unter Mitwirkung von Gästen stattfanden, theilS vom hiesigen Personal allein auSgrführt wurden, da» lebhafteste Interesse entgegengebracht. Wir erinnern an die Aufführung von „Faust", „Nathan der Weise", „Egmont", „Don Carlo«", „Kaufmann von Venedig" rc. — Auch fast sämmtlichen Novitäten von Bedeutung, soweit fie im Rahmen der hiesigen Bühne möglich find, wurden von der Directiou, zum Theil früher als an den benachbarten Bühnen, gebracht, z. v. „Die goldene Eva", „Die versunkene Glocke", „Bock- sprünge", „Han» Huckcbein", „Der Gymnafialdirector", „Trilty", „Logenbrüder" usw. Die nächste, dritte Saison unter der Directiou Kruse und Helm beginnt am Sonntag den 2. October d. I. Für dieselbe find einige bewährte die»jährigen Kräfte wieder engagirt, nämlich die Damen Fräulein Würdig und Viotti, sowie Herr Liebscher. Auch ist bereit» eine Anzahl Abschlüsse mit bestempfohlenen auswärtigen Kräften erfolgt.
** Theatervereiu-Omuibusverkehr. Bei ungünstiger Witterung werden am Schlüsse der TheatervereinS-Vorstelluug heute Abend Omnibufse zur Verfügung stehen und zwar ») LudwigSplatz, LudwigSstraße, Bleichstraße und b) SrlterS- weg, Ltebigstraße, Bahnhofstraße.
• • Befitzwechfel. Die Hofraithe der Huhn'scheu Erben, Bleichstraße 11, ging für 32000 Mk. in den Besitz des Dachdeckermeisters Car 16 über.
• • Rach Afrika. Der practifche Arzt Dr. Kolb geht in Diensten der deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft demnächst nach dem schwarzen Erdtheil. Man kann der Gesellschaft nur Glück wünschen, daß es ihr gelungen, einen Mann wie Kolb in ihre Dienste zu bekommen.
** Die Laudwirthschaftliche Genossenschaftsbank zu Darmstadt gibt bekannt, daß vom 1. April d. I. av zufolge Beschlüsse deS AuffichrSraths derselben (Präsident G.'heimer Re- gierungSrath Haas) andere Z i n S f ä tz e zur Berechnung kommen. Für Schulden in laufender Rechnung haben die landw. Genossenschaften anstatt wie seither 4 Procent für.die Folge «ur noch 31/, Procent Zinsen zu bezahlen, während für Guthaben in lausender Rechnung den Genossenschaften nach wie vor 3 Proeent Zinsen vergütet werden. Baardepofiten mit halbjähriger Kündigung werden mit 3y4 Procent verzinst.
* • Darf eine Lehrerin Rad fahren? Diese Frage ist in der letzten Sitzung des Mainzer Schulvorstande» angeregt worden. Nach längerer Besprechung beauftragte der Schulvorstand die Oberlehrer, sich in dieser Frage demnächst über ihre Ansicht zu äußern.
* ♦ Ein Aufruf au die Ritter de» Eisernen Kreuze» weist darauf hin, daß der höchste Ritter de» Eisernen Kreuze», der greise KriegSheld König Albert von Sachsen, der einzige noch lebende Ritter des Großkreuze» de» Eisernen Kreuze», am 23. April d. I. sein 25 jähriges Regierungsjubiläum feiert. Der Gedanke, dem hohen Jubilar an diesem seinem Ehrentage in einer würdig auSgestatteten Adresse auch die Glückwünsche und die Verehrung aller Ritter de» Eisernen Kreuze» auszusprechen, hat begeisterten Widerhall gefunden, und ergeht daher an alle Ritter deS Eisernen Kreuze» die Bitte, ihre genaue Adresse unter Beifügung eine», wenn auch noch so geringen Beitrage» zu der Adresse umgehend einsenden zu wollen. Nicht auf die Höhe des Beitrage» kommt e« an, sondern darauf, daß kein Ritter de» Eisernen Kreuze» unter den an der Adresse vetheil^gten fehlt. Die Beiträge — auch Briefmarken — find unter der Bezeichnung: „Röntg Albert Adresse- zu senden: An den Kaiser-Wilhelm-Dank, Verein der Soldatenfreunde, Berlin W., Leipzigerstraße 4. Sämmtliche Geber werden in das verzeichniß der Stifter der Adresse ausgenommen. Der nach Deckung der Kosten etwa verbleibende Ueberschuß soll für die deutschen Krieger- Waisen verwendet werden.
• * * Mit dem Gesetz über den unlauteren Wettbewerb und den damit erzielten Resultaten hat sich der Mittelrheinische Fabrikanten. Verein in seiner im Februar in Mainz stattgehabten Versammlung beschäftigt. Herr Rechtsanwalt Dr. Fuld führte in seinem sehr eingehenden Referat au», daß fich der Erfolg des Gesetzes bereits bemerkbar gemacht hätte und zwar ganz besonders auf dem Gebiete der Rcclame. Im Ucbrigen könne man fich nicht verhehlen, daß der erzielte Erfolg hinter den Erwartungen und den mit ähnlichen Gesetzen im AuSlande erzielten Resultaten zurückgeblieben sei. Es sei in die Hand der Interessenten gegeben, durch immer neu herbeizuführende GerichtSurtheile dem Gesetz zu ausreichender Wirksamkeit zu verhelfen. — Die nächste Sitzung de» Verein» wird am 14. April stattfinden. Auf der Tage»- ordnung steht ein Vortrag über Deutsche Goldwährung.
•• Urber die Abnahme der Singvogel werden gegenwärtig wieder allenthalben die alten Klagen laut. Ein großes Verfehlen wird in dieser Hinsicht dadurch begangen, daß man in jedem Winter Hecken und niedere Gebüsche abhaut. Wo keine Angelegenheit und kein Schutz gegen das Raubzeug ist, da ist eS eben mit den Singvögeln einfach aus. ES ist deshalb eindringlichst zu mahnen, die Singvögel zu schützen, indem man ihnen die paar Hecken stehen läßt.
•• Proceß um den Hauptgewinn. Ein interessanter Lotterieproceß wird demnächst die Frankfurter Gerichte beschästigen. Dort that fich eine Gesellschaft von fünf Personen zusammen, um in der Friedberger Geldlotterie ihr Glück zu versuchen und beauftragte da» eine der Mitglieder mit dem Ankauf von zehn Loosen. Schließlich gewann da» elfte, üblicher Weise beim Ankauf von zehn Loosen als Rabatt gewährte Loo» 50000 Mk., die der Käufer der mit Nieten
gezogenen zehn übrigen Loose aber für fich behielt. Die Auszahlung der betrrss-uden Antheile an die übrigen vier Mitglieder bildet nun den Gegenstand einer Klage, die beim Frankfurter Landgerichte angemeldet ist.
Grunberg. 30. März. Von einem feiner Leser, der auch „mit dabei" war, wird dem „Fr. G." folgendes heitere Erlebniß aus dem „tollen Jahr" mitgetheilt, das, den handelnden Personen und den begleitenden Umständen nach zu urtheilen, recht gut in Grünberg gespielt haben kann: In einem Städtchen Oberhessens, in dem die politischen Wogen mitunter auch hoch gingen, hatte sich durch Anregung des Ortsgeistlichen (Steinberger), eines eifrigen Patrioten, ein Redeverein gebildet, vermittelst dessen der Drang nach Freiheit und vornehmlich nach Schaffung eines starken deutschen Reiche» genährt und wach erhalten werden sollte. Hier kamen an jedem Donnerstag Abend die politischen Tagesereignisse zur Besprechung, doch wurden auch andere Fragen erörtert. Jedermann hatte zu den Versammlungen freien Zutritt und ebenso wurde jedem sich Meldenden das Wort ertheilt. So erbat sich auch einmal ein junger Rentamtsgehilfe das Wort und entwickelte nun in gewandter Rede die Vorzüge der republikanischen Staatöverfassung. Der Vortrag fand allgemein Beifall und unser Konrad, so hieß der Redner, wurde von allen Seiten beglückwünscht. Am nächsten Abend saßen die Beamten de» Städtchens in ihrem Casino-Local, und da kam natürlich die Rede auf Konrads Vortrag. Als später auch der Herr Rentamtmann (ein guter, aber recht ängstlicher Herr) in's Casino kam, stellten ihm die übrigen Beamten scherzweise vor, daß er einen solchen Gehilfen doch länger nicht mehr in seinen Diensten behalten könne, und unser Herr Rentamtmann faßte natürlich dies im Ernste auf. Am anderen Morgen redet er seinen Konrad folgendermaßen an: „Lieber Herr K., ich habe da vernommen, daß Sie im Redeverein einen von republikanischer Gesinnung durchwehten Vortrag gehalten haben. Es wird Ihnen begreiflich fein, daß ich als Großher oglicher Beamter Sie nun nicht mehr in meinen Diensten behalten kann. Ich muß Sie also, so zufrieden ich sonst mit Ihnen war, hiermit entlassen." Da fiel unserem Konrad das Herz in die Schuhe, und er rief jammernd: „Ach, Herr Rentamtmann, das werden Sie ja nicht thun! Ach, behalten Sie mich; ich will ja, wenn Sie es wünschen, nächsten Donnerstag Alles widerrufen und zu Gunsten der Monarchie sprechen!" Das schien doch unserem guten Herrn Rentamtmann drollig zu fein und er willigte unter dieser Bedingung ein. Und richtig, am nächsten Donnerstag meldete sich Konrad wieder um's Wort und, wie versprochen, pries er diesmal die Vorzüge der Monarchie. Schon während seines Vortrages ließen sich Stimmen des Unwillens vernehmen, allein es hieß: „Laßt ihn ausreden I" Noch war er nicht am Ende, da meldete sich stürmisch ein wegen seiner Heftigkeit und riesigen Stärke allgemein gefürchteter Metzgermeister (Georg Siegfried?) um's Wort. Kaum hatte Konrad das letzte Wort gesprochen, da stand schon unser Metzger neben ihm und hielt ihn fest. Dann tief er: „Ihr Leut', ihr habt gehört, daß Konrad heute gerade das Gegentheil von dem, was er vor acht Tagen vorbrachte, gesagt hat. Daraus geht hervor, daß K. hierüber selbst noch nicht im Klaren ist, und ich halte es für nöthig, daß ich ihm einmal die Sache deutlich mache. Und damit stach er Konrad mit den Worten: „Siehst Du, Konrad, das ist die Republik!" eine so derbe Ohrfeige, daß dieser zu Boden fiel. Kaum hatte er sich wieder aufgerafft, da hatte er auch schon die zweite mit der Bemerkung: „Und, siehst Du, das ist die Monarchie! Und nun such' Dir heraus, was die beste ist! Run aber, Ihr Leut', die Thüre auf!" Und damit packte er Konrad an der Brust und — draußen lag er. Unser Metzger setzte sich wieder hinter seinen Schoppen und sagte: „Ihr Leut', jetzt wird er versteh'n, was das Beste ist!" Konrad behielt feine Stelle, ist aber nie wieder in den Rede- verein gekommen.
V. Frankfurt a. M., 29. März. Bon der Hundeausstellung im Scheffelgarten am 22. Mai, veranstaltet vom Verein der Hundefreunde, erfahren wir jetzt die Namen der Preisrichter. E» richten: Deutsche Vorstehhunde: Herr Oberinspector I. GergenS- englische und drathhaarige Vorstehhunde: Herr F. Kullmann^ Dachshunde: Herr O. Ebe- ling; Foxterrier: Herr I. Sittig, sowie Herr Loui» Dobbel- mann Rotterdam- St. Bernhardshunde: Herr L. Hanstein- Hauau- deutsche Doggen: Neufundländer, Leonberger und Pudel: Herr Thierarzt Dr. Disfinö-RüsielSheim- Black and tan Terrter, Airedaterrier (Kriegshunde): Herr Rich. Nordegg- Berlin; schottische Schäferhunde, Herr Fr. Groh Karlsruhe- deutsche Schäferhunde, deutsche rauhhaarige Pinscher, Bull« doggen, Dalmatiner und Spitze: Herr Jean Wegerth; sämmtliche Schoohhunde: Herr Thierarzt Dietz. Die Programme find durch Herrn I I. Birkenholz, Fischerfeldftr. 12, zu beziehen. Der Meldeschluß ist am 1. Mai. Da die vorjährige Veranstaltung des Verein» (internationale Ausstellung vom 15. bis 17. Mai) einen so glänzenden Verlauf genommen hat, so steht zu erwarten, daß auch dieses Jahr eine starke Betheiligung stattfindet. Für den Herbst (17. September) ist eine Preissuche sür continentale Vorstehhunde geplant, worüber wir noch Näheres berichten werden.
• Hamburg, 29. März. Heute früh hat der 51 Jahre alte frühere Gutsbesitzer Vissering seine 50jahrige Ehefrau durch 18 Messerstiche lebensgefährlich verletzt und fich dann selbst mittel» eines Dolchstoges entleibt. Vissering war mit seiner Frau in zweiter Ehe drei Jahre verheirathet- seiue erste Ehe hatte 27 Jahre gedauert. Morgen sollte eine Tochter V ssering» confirmirt werden.
* Wa» fich die Hasen erzählen. Erster Hase: „Nou ist die Schonzeit bald wieder vorüber." Zweiter Hase: „Ja — die armen Treiber."
* Reiche Auswahl. „Frau Wirthin, wa» haben Sie zu
essen?" „Wiener Würstelu mit Kraut." „Sonst nicht»?*' „O ja — Sie können auch Würstelu ohne Kraut habend
WöcheuMche Urberftcht der TsdeSsäüe tu Gieße«.
13. Woche. Bom 20. März bis 26. März 1898. Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tncl. 1600 Mann Militär). SterdltchkettSziffer: 21,28, nach Abzug der Ortsfremden 8,63%».
Kinder
®» starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1.Lebensjahr: 2.-lv.I«hrr
Eitervergiftung
1 (1)
1 (1)
—
—
Unterleibstyphus
1 (1)
1 (1)
—
—
Keuchhusten
1
—
1
Diphtheritis
1
—
—
1
Lungenentzündung
1 (1)
1 (1)
—
—
Herzentzündung
1
1
—
—
Gallensteinen
2 (2)
2 (2)
1 —
—
Krämpfen
1
1
—
Neubildung
1 (1)
1 (1)
—
—
Gumma:
10 (6)
7 (6)
1
2
S n m. Die in Klammern gesetzten Zistern gebe» an, wie viel« der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gieße» gebrachte Kranke kommen.
Neueste Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 30. März. Die Ermordung des deutschen Jn- gkuieur» Goltz in Argentinien hat kürzlich ihre Sühne gefunden. Nach einer Meldung au» BuenoS-Ayre» ist der schuldige Beamte zu 10 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt worden. Außerdem erhielten die Hinterbliebenen eine Ent- schldigung von etwa 4670 Mk.
Slbing, 30. März. Die Bereinigten Staaten von Nordamerika haben bei Schichan ein Torpedoboot an gekauft.
Agram, 30. März. Die HungerSnoth hat fich in ganz Slawonien verbreitet. Im Virovitz-Comitat ließ der Vicegelpan Lebensmittel vertheilen.
Rom, 30. März. Nach der „Correspondenzia Politico" soll der Marineminister auf Drängen deS Ministers des Aeußern die Entsendung eine» Geschwaders nach den Gewässern Nordamerika» angeordnet haben.
Nizza, 30. März. Herzog Alfred von Sachsen- Coburg unterzog fich gestern einer Operation behns» Ent sernung eine» Auswüchse» in der Lendengegend. Die Operation ging glücklich von Statten.
Venedig, 30. März Nach einer Meldung der „Gazette di Venezia" beschleunigt die italienische Regierung die Herstellung eine» Geschwader» zur Entsendung nach den nordamerikanischen Gewässern. Nach derselben Quelle wird in Piemont die Bildung einer Freiwilligen- Legion von 8000 Mann betrieben, um den Cabanern zu Hilfe zu kommen.
Madrid, 30. März. Im Falle eine» Krieges zwischen Spanieu und Amerika wird Portugal eine stricte neutrale Haltung beobachten. Um den Hafen von Lissabon zu schützen, find mehrere Torpedoboote dorthin beordert. Nach den Azoren-Inseln werden Kriegsschiffe mit der gleichen Misfion gehen.
Madrid, 30. März. Eine osficielle Nachricht aus Portorico meldet, daß die Wahlen fich in vollkommener Ruhe vollzogen haben. In einigen Ortschaften ist eS nur zu unbedeutenden Streitigkeiten gekommen. Ueberall haben die Autonomifteu die coufervativen Candidaten geschlagen.
London, 30. März. Die „Central-NewS" meldet aus Washington, im cubanischeu Rathe wurde eine Depesche deS spanischen Ministerpräfidenten verlesen, worin dieser mit- theilte, er wolle sofort Friedensverhandlungen in Cuba ein» leiten. — Admiral Walker reist am Samstag au» Grehtown ab, um das Commando der amerikanischen Flotte zu übernehmen.
London, 30. März. Liner Shanghaier Drahtung der „Central NewS" zufolge verständigten Japan und England fich insgeheim für ein gemeinsames Vorgehen in Ost- afien. Japan habe zwar von Rußland freie Hand in Corea erhalten, fei aber noch nicht ganz zufriedengestellt.
Bukarest, 30. März. Der „Lonstitutional" meldet,, die Identität de» in Lieschti verhafteten Bulgaren mit dem Mörder StambulowS, dem AlbanesenHaliu, sei bereit» festgestellt.
Petersburg, 30. März. Hier sind beunruhigende Nachrichten ans Konstantinopel eingelaufen. Die Stimmung im Mdiz-Kioök soll eine kriegerisch erregte sein, wozu die Haltung der bulgarischen Regierung die Veranlassung gab. — In Südrußland werden von türkischen Offizieren große Pferde-Ankäufe gemacht.
Ottawa, 30. März. Dem StaatSsecretär der Marine ist Seiten» der Vereinigten Staaten ein Angebot für den Ankauf eine» Kriegsschiffe» gemacht worden.
WB. Berlin, 30. März. L» bestätigt sich, daß Grünenthal gestern einzestandeu hat, die ReichSbanknoteu au» der Reichsdruckerei gestohlen zu haben.
— Die Möbelfabrikation hat einen Grad der Vollkommenheit erreicht, die nicht mehr gesteigert werben kann. Diese Industrie ist zur Kunst geworden und nimmt als solche einen ehrenvollen Platz ein. Welche prächtige Gegenstände werden aus dem Gebiete dieser Industrie heroorgebracht, wie mannigfaltig find die Artikel, die sie heroorbringt. BiS vor zwei Decennien war es ausschließlich Frankreich, wo diese Industrie in bedeutender Vollkommenheit cultivirt wurde, nun aber steht ihm auch Deutschland ebenbürtig zur Seite. Hervorragenden Antheil an der Entwickelung der Möbelindustrie in Deutschland hat fich die Firm« Ludwig Alter, Hof-Möbel- sabrik in Darmstadt, erworben. Seit Jahren wirkend, ist es diesem Etablissement gelungen, seine Erzeugnisse in jeder Hinsicht der Vollkommenheit zuzusühren. DaS Fabrik-Etablissement dieses Hauses ist ein Mufterinstitut in Anlage wie in Betrieb und die Erzeugnisse desselben repräsentirm daS Höchste an gutem Geschmack, daS Vollkommenste in Form und Ausführung und d,S Beste hinsichtlich der Materialien, excellent im Ensemble, wie in den Details.


