man auch die Buren nicht unter allen Umständen in Schutz nehmen kann, so bleibt doch aber zu berückstchtigev, daß fie durch die Engländer in jeder Weise heranlgefordert und gereizt werden.
Die Vorgänge in Südafrika nehmen zur Zeit die Aufmerksamkeit der Diplomatie voll in Anspruch, da kaum au- zunehmsn ist, daß ein Ausgleich der einander widerstrebenden Interessen auf friedlichem Wege erfolgen kann. (xx)
Deutsche» Reich.
Berlin, 28. December. Die Ernennung Le» bisherigen Gesandten in Bern, Freihrrrn von Roth enhahn, zum Gesandten beim päpstlichen Stuhle wird heute Abend im »Reichsanzeiger" publicirt.
Berlin, 28. December. DleAbrüstungl-Conferen- soll nunmehr bestimmt am 1. Mai in Petersburg zusammen treten.
Berlin, 28. December. Den Nachforschungen der Crimi- ualpolsiet tst el jetzt gelungen, die Persönlichkeit dec von dem Barbier Friedrich Buffe in Eharlottenburg ermordeten Frauensperson festzustelleu. ES ist dies die 22 Jahre alte Kellnerin Ido nie Hermann, die bis Ende October in Berlin wohnte und dann in einem Charlottenburger Restaurant Stellung annahm, die fie bis zum Abend ihrer Er- mordonq inuebatte.
Berlin, 28. December. Wie die »Post" bemerkt, liegt bis jetzt noch keine Brstätigung der Nachrichten über Unruhen tu Sch an tu ng vor. Da<auS sei zu ersehen, daß die in Tchautung wohnenden Deutschen bi! jetzt sich noch über tdne Ausschreitungen zu beklagen hatte». Im Ueb- Ligen seien ja Unruhen und Aufstänoe in allen Theilen bei chinesischen R tchel seit Monaten an der LagrSordnung, so «aß derartige Nachrichten ke-ne Ueberraschung mehr bereiten könnten.
M.P.O. Man schreibt uns aus Rom: Baron Roten- hau, dir neue preußische Gesandte beim heiligen Stuhl, der noch vor JahreSschluh hier eingetroffen ist, darf Seitens vieler Kreise über diejenigen der Diplomatie hinaus der besten Aufnahme sicher sein. Speciell im Vatikan ist er von bet Zeit her, wo er unter Schlözer Mitglied der preußischen Mission beim Papste war, sehr beliebt, obgleich er Protestant ch. E ntn nicht geringen Antheil daran, daß el Baron von Rotenhan verhältnißmäßig leicht geworden ist, von einer Reihe der angesehensten Crrdiväle wir weitgehendem Vertrauen bedacht zu werden, hat außer der Urbanität seine! Wesen!, daS außerordentliche Mufikvnstäadniß, durch dal sich B^ron von Rotenhan auSzeichrret. Dasselbe tritt besonder! auch tu einer zu heutiger Zeit nur selten zu fiadendeu Wärdiauns der alten italienischen Meister in die Erscheinung.
M.P.C. Au! Petersburg wird un! geschrieben: Wenn sich auch die deutsche Preffe den Kopf darüber zu zerbrechen scheint, wa! der jüngste Briefwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und dem russischen Kaiser Nicolau! II. zu bedeuten habe, so muß da! einigermaßen Wunder nehmen. Durch die Orientrrise Kaiser Wilhelm! war in einflußreichen rusfischen Kreisen ein Gefühl der Eifersucht toadtgerufen, ohne daß von deutscher Seite irgend welche Veranlassung dazu gegeben wurde. Auch sollte der Abschluß de! deutsch' eoglischen Abkommens Seiten! der deutsch feindlichen Kreise in St. Petersburg mehrfach dahin frvctifizirt werden, daß es hieß, Deutschland neige dazu, den Jntereffengegensatz zwischen England und Rußland dadurch zu verschärfen, daß eS mehr auf die Seite Englands als auf die Rußlands trete. Obgleich in Wirklichkeit da! deutsch-englische Abkommen mit dem russisch- englischen Jntereffengegensatz gar nichts zu thun hat, so wurde diese Unterstellung in Petersburg doch geflissentlich weiterverbreitet, dazu kam dann, daß auch die deutsche Armrevorlage von deutschfeindlichen Kreisen in Rußland auSgelegt wurde, al! stehe in Deutschland in der vordersten Reihe aller staatl- politischeu Erwägungen die, sich möglichst stark gegen Rußland zu machen. Kein Geringerer all der deutsche Kaiser Wilhelm II. selbst hat die Haltlosigkeit derartiger Unterstellungen dadurch aller Welt dargrthan, Laß er in der Thronrede zue Eröffnung de! deutschen Reichstage! in erster Linie der Beziehungen Deutschland! zu Rußland gedachte und dieselben dadurch am besten characterifirte, daß er de« Kaiser von Rußland seinen thruren Freund nannte. Wenn nicht! desto weniger unmittelbar darauf unter Bezugnahme auf die R^de dis Staat!- fecretäifl bei Auswärtigen Amt! von Bülow im deutschen Reichstage von pauslavistischer Seite behauptet wurde, Deutschland verbleibe den großherzigen Friedenlbestrebungen Sr. Majestät Le! Kaiser! Nicolau! II. gegenüber kühl bis an’! Herz hinan, so steht hiermit dal, was Kaiser Wilhelm am 6. December im Prunksaale des Königlichen Schlöffe! zu Berlin zu dem zum ersten Male um ihn versammelten Reichstage sprach, in directem Gegensätze, insofern nämlich die Worte aal Allerhöchstem Munde folgendermaßen lauteten: »An Meinem Theile mit betzutragen zur Aufrechterhaltung und immer größeren Festigung des Weltfriedens ist da! vornehmste Zel Meiner Politik. Mit warmer Theilnahme habe Ich deshalb die hochherzige Anregung Meine! treueren Freundes Sr. Majestät bei Kaiser! von Rußlanb, zu dem Zusammentritt einer internationalen Conferenz begrüßt, welche Sem Frieden unb der bestehenden Ordnung der Dinge zu dienen bestimmt ist. Die auf der Conferenz zu Tage tretenden Vor;ch!Lije, welche jenen edlen Zweck zu fördern geeignet erscheinen, sind von Seiten Meiner Regierung sympathischer Aufnahme gewiß und werden von ihr sorgfältig geprüft und behandelt werden." — Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß der mehrfach erwähnte neuerliche Briefwechsel zwischen den beiden eng befreundeten Kaisern sich aus Er- örterung drr vorstehenden Fragen bezogen habe.
— Die Enthüllung de! »Iltis".Denkmal! in Schanghai, lieber die seiner Zeit gemeldete Ent- hüllnng bei Denkmal! zur Erinnerung an die Mannschaft bei „Iltis" berichtet der »Ostas. Lloyd" vom 21. November eine Rethe Einzelheiten, denen wir Folgendes entuehmen:
Da! Denkmal ist vom Bildhauer Krau! im Auftrage von Rdnhold Bega! vollendet worden. Die dazu erforderlichen 3500 Kilogramm Bronze wurden vom Artilleriedepot zu Spandau geliefert und stellen einen Werth von 5000 Mark bar. Gegossen wurde da! Werk in der Gießerei von Martin und Pilzing. Ei hat eine Höhe von acht Meter und zeigt einen zersplitterten, sech! Meter in die Luft ragenden Mast, zu deffen Füßen Flagg- und Segeltuch angebracht find; den Flaggenstock schmückt der deutsche Adler, während die Taue wirr durcheinander geworfen find; vorn liegt ein mächtiger bronzener Lorbeerkranz; auf den Flaggenbändern stehen die Worte: »Die Deutschen China!" und „Die kaiserliche Marine". Der Sockel ist an seinen vier Setten mit Ge- dächtnißtaselu versehen. Eine zeigt da! Bronzereltesbild de! outergegangenen »Iltis" unter vollen Segeln. Die Enthüllungsfeier war vom Wetter nicht begünstigt, doch fand fie unter zahlreicher Betheiltgung statt. Von frtmben Truppen waren 200 Italiener, Russin, Amerikaner, Engländer und Oesterreicher aufgestellt,- die 360 deutschen Matrosen und Seeleute, welche ein Viereck um da! Denkmal bildeten, ge- hörten den Schiffen »Deutschland" und „Kaiserin Augusta" an. Da! Schanghaier Fretwilligencorp! war 170 Mann stark erschienen. Gegen 11 Uhr erschien Prinz Heinrich, lebhaft begrüßt, auf dem Festplatz unb schritt die Fronten der erschienenen Truppeutheile ab. Nachdem die Mufik den Choral »Nun danket Alle Gott" gespielt, hielt Pastor Lio. Höckmann eine ergreifende Weiherede, woraus Generalconiul Dr. Siübel dem Munizipalrath da! Denkmal übergab. Nach dem »Flaggenlied" fiel die Hülle. Der Präfideut bei Muniztpalrcuh!, Welch, übernahm da! Denkmal in seine Obhut. Dann hielt Prinz Heinrich eine Ansprache, die mit einem Hoch auf den Kaiser endigte. Zum Schluß fand der Parademarsch aller aufgestellten Truppen vor dem Prinzen Heinrich statt.
Mannheim, 28. Decrmber. Die Strafkammer ver- mtheilte den Redacteur Herzberg von der fociallstischen »VolkSstimme" wegen Beleidigung bei Commerzienrath! Scipio in deffen Eigenschaft al! Mitglied der badischen Lsnd- wirthschaftSkammer zu zwei Monaten Gefängniß. Ein zweiter Mitangeklagter Redacteur wurde freigesprochen.
AusUrnd
Wie», 28. December. Heute wurden die Landtage der österreichischen KronlSnder m't einer gleichlautenden kaiserlichen Botschaft eröffnet, in welcher der Dank bei Kaiser! für ble zum Regierungl-Jubiiäum ihm bar« gebrachten Huldigungen ausgesprochen wirb unb die Landtage zu einmüthlgem und ver'iöhnlichem Zusammenwirken aller Par- tden und Bö ker aufgefordert werden.
Wien, 28. D.'rmbtr. Die Baronin JSbari, Wittwe des HaadelSkammer-Präfidenten, wurde gestern vor der Wohnung ihre! Schwiegersöhne!, den sir besuchen wollte, von einem Wagen Überfahren und blieb tobt.
Budapest, 28. December. DaS Pistoleuduell zwischen dem Minister Fejervary und dem Grafen Stefan Karo yi verlief unblutig. In dem Säbelduell Kubik gegen Dr. Keneky erhielt der Erstere einen flachen H'eb Über die Brust, der Letztere einen Hieb Über den Kops. In dem Säbelduell zwischen Szemere und Gajari wurde Ersterer an Kopf unb Brust schwer verletzt, Lrtzterer leicht verwundet. Sechs Duelle find noch in der Schwebe.
Brünn, 28. December. Hier habru bereit! Demonstrationen stattgefuudeu, die in dem Verlangen nach dem allgemeinen direkten Landtag! - Wahlrecht gipfelten. Die Polizei mußte einschreiten unb mehrere Verhaftungen vornehmen.
Airolo, 28. December. Hente Morgen fand hier ein großer Bergsturz statt. Da! Hotel Airolo und mehrere Wohnhäuser wurden verschüttet. Achtzig Familien find obdachlos.
Rom, 28. December. Nach Meldungen au! Erithrea befinden fich die Engländer in Meta mm eh an der abesfi- niichen Grenze.
Brüffel, 28. December. Die belgische Regierung beab- fichtigt, da! Legationlgebände in Peking so einzu- richten, daß e! gegen jeden Handstreich gefichert ist. Die Gesandtschaft in Konstantinopel wird ebenfalls derartig umgestaltet, daß fie da! Asylrecht für alle Belgier auSüben kann.
Paris, 28. December. Cavaiguae wird auf eigene! Verlangen nochmal! vom Caffationlhofe verhört werden, um über den Inhalt bei geheimen Dossier! seine Aussage zu machen.
Pari!, 28. December. De« „Figaro" zufolge soll ber srühere Ministerpräsident Bourgeois zum Bot'chrfter in Petersburg ernannt worben sein.
Pari!, 28. December. Firmin, ber antisemitische Abgeorbncte von Oran, hat infolge eine! beleidigenden Briefe! Theodor Reinach zum Duell gefordert. Reinach weigerte fich, Cartellträger zu nehmen; er behauptet, Firmin nicht beleidigt zu haben.
Pari!, 28. December. In Brest wülhet seit gestern ein heftiger Orkan, weshalb die Schifffahrt unterbrochen ist.
Pari!, 28, December. Gerüchtweise verlautet, daß die russische Regierung Bourgeois al! Botschafter Frankreichs in Petersburg ab gelehnt habe.
Pari!, 28. December. Die übergroße Geheimnißkrämerei mit dem viel beredeten »Dossier" scheint nun doch durchbrochen werden zu sollen. Au! Pari! wird vom Dienstag berichtet: Nach der gestrigen Unterredung bei Minister- Präsidenten Dupuy mit dem Präsidenten ber Criminalkammer bei LaffationShofeS Loew über die Bedingungen, unter denen die Geheimaklen dem CaffatiouShof witgetheilk werden sollen, sandte Loew Abend! ein Schreiben an den «tteglminister Freyclnet, in dem er die Bedingungen auszählte. Im Ministerium \ wurde beschlossen, die Gehetmakten heute dem CaffatiouShof
mitzutheilen. Hauptmann Cuiguet soll die Aktenstücke de» CaffatiouShof überbringen und fie täglich nach der Sitzung wieder forttragev, so oft der Gerichtshof el für nöthig erachte. Der Hauptmann soll fich in einem neben dem Be- »athuugSzirnmer de! CaffationShofe! gelegenen Raum auf* halten, um technische oder andere Mittdeiluugen zu machen, die dem CaffatiouShof erwünscht sein kö'vten. — Urber kie immerhin noch nicht vernachlässigten BorfichtSwaßregeln be- tr'ffs bei »Dossier" verlautet weiter noch, der Caffrtlovlhof habe fich vnpfsichtet, dem Advokaten Mornard nur diejenigen Schriftstücke ber Grheimakten zu übermitteln, welche ein neue! Element für die Bertheidigung bilben können. Mornard müsse fich auf Ehrenwort verpflichten, nur die vom CaffatiouShof bezeichneten Akten Frau Dreyfu! zu zeigen.
Loudon, 28. December. »Daily Mail" meldet aal Washington, Mac Kinley habe angeoibnet, daß die amerikanische Flagge vom 1. Januar ab ohne besondere Feierlichkeiten auf Cuba gehißt werde.
Loudon, 28. December. lieber ganz England ist gestern ein furchtbarer Orkan hinweggegangen. Eine ganze Anzahl Schornsteine wurde umgeworfen, zahlreiche Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt, eine Menge Fenster eingeschlagen. Auch viele Personen trugen Verletzungen davon. Bl! jetzt hat man keine Nachrichten über Katastrophen auf dem Meere.
Loudon, 28. December. »Daily Mail" meldet au! Madrid: Dir spanischen Zeitungen lenken die Aufmerksamkeit ber Regierung auf die von Setten ber Engländer gemachten Vorbereitungen in Gibraltar. England ivstallire dort Kanonen von schwerem Kaliber, welche da! spanische Gebiet vollständig beherrschen.
Dover, 28. December. Der Sturm hat die belgischen und französischen Dampfer verhindert, in den Hasen einzu- laufen. Der Dampfer »Folkestone" wurde gezwungen, nach Boulogne zurückzukehren, ohne in den Hasen einlaufeu zu können.
Madrid, 28. December. Sag ast a befindet fich bedeutend bester. Die gesährliche Krisis ist vorüber.
Madrid, 28. December. Ja den baskischen Provinz«« find an den beiden Weihnachts-Feiertagen 143 Anhänger Don Carlo! verhaftet worden. Zahlreiche weitere Verhaftungen sollen noch vor Neujahr vorgenommen werden.
Konstantinopel, 28. December. Nachrichten aus U t m e n zufolge daue-n die Kämpfe der Truppen des 7. Armeecorp! unter Abdullah Pascha gegen die aufständischen Araber im Bezirk Hadjer fort. Der Pascha eroberte mehrere Positionen. Die Aufständischen verüben große MaffacreS. Die Truppen erbauen zu ihrem Schutze Blockhäuser. Man hofft, mit der Zeit doch Herr der Situation zu werden.
Kairo, 28. December. Nachrichten au! Abessinien besagen, daß die abessinische Flagge in Galadat und zwei ober drei anderen Orten de! Sudans gehißt worden fei. Wal die schlechten Beziehungen zu England betrifft, so wird zur Frage der Grenzabsteckung berichtet, daß auf richtige» Wege borgegangen wird. Die Versuche Rußland!, dcu Negu! mit England zu Überwerfen, scheinen vollständig gescheitert zu fein.
Amerika, lieber neuerliche Schwierigkeiten auf den Philipptueu wirb dem »R. B." aul Manila gemeldet: Die Lage der hiesigen Filipino! ist ernst. Ihr in Malolo! geplanter Cougreß ist verschoben worden, da der Ausarbeitung einer Berfc stnng Schwierigkeiten eutgegensteheu. Da! Cabinet der Filipino! hat seine Entlastung gegeben; mit der Neubildung ist der al! unversöhnlich bekannte Mabini betraut worden. Derselbe ist auch ein erbitterter Gegner Aguinaldol, namentlich bezüglich der Frage der sp mischen Gefangenen. Wie verlautet, habe er deren Frellastang verweigert, obwohl da! Cabinet beschloffen habe, dem in dieser Beziehung gestellten Aniuchen de! General! Dti! Folge zu geben. El wird versichert, Aguinaldo habe fich, da er fürchte, man wolle ihn ermorden, in eine unzugängliche Gegend hinter Cavite geflüchtet und nur wenige feiner Anhänger befänden fich bet ihm. — Wie eine andere Meldung indeß behauptet, fiod Aguinaldo und Paterno eifrig bemüht, der kriegerifch gefinnteu Partei unter drn Aufständischen Herr zu werden, und glaubt man, daß e! ihnen gelingen wird.
Localer unb provinzielles.
Gießen, den 29. December 1898.
** Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Grohherzog Haden mittelst Allerhöchster Entschließung vom 21. December 1898 dem Prinzen Chlodwig von Hessen- Philipplthal-Barchfeld, Hoheit, den Goldenen Löwen- Orden mit dem Ring am Bande und dem Stern, de» Gerichtsvollzieher Karl Thüre, seither Bezirksfeldwebel beim Landwehrbezirk Gießen, da! Silberne Kreuz bei Verdienstorden! Philipp! de! Großmüthigen zu verleihe« geruht.
** Stadttheater. Dal zweite Gastspiel von Clara Drucker am gestrigen Abend brachte un! »Die Grille". Unter den älteren BÜhnenwerken kann »Die Grille" zu denjenigen gezählt werden, die man gern wiederfieht, besonder! wenn in der Besetzung der Rollen eine glückliche Hand gewaltet. In der Titelrolle erfreute Clara Drucker da! zahlreich anwesende Publikum durch ihr nach Empfinde« und Handeln anldrucksvolle! Spiel und erntete daher den wohlverdienten, durch wiederholten Hervorruf bekundete« Beifall. Mit den Übrigen Hauptrollen trugen die Darsteller (wir nennen besonder! Herrn Liebscher all Bater Barbeaub, Frau Kruse al! MutterBarbeaub, Herrn Franz Merker all Landrh, Frau Helm al! die alte Fadet) zum befriedigenden Erfolg de! Abend! bei.
** Stadttheater. Frl. Clara Drucker gastirt am Freitag den 30. dl. zum dritten und letzten Male hier aH »Bicomte v. 86 t ort drei". Die noch anlstehendeu ÄbonnemenibtHetl haben nur noch zu dieser Vorstellung Giltigkeit. — Für Sonntag den 1. Januar 1899 ist Adolph


