unterzeichnen. Da» Cabiuet wird sich Donnerstag der Sammer vorstellen.
Paris, 28 Juni, Der ^Figaro" fordert die Gemäßigten auf, dem Cabinet Brisson sofort den Krieg zu erklären. ^Jotranstgeaut" sagt, wenn die Regierung nicht befriedigende Erklärungen gegen die Dreyfu-freunde abgebe, würde fie sofort gestürzt werden.
Loudon, 28. Juni. In Tampa wurden wiederum 15000 Mann aufgebracht, um al« Hilf» truppen nach e autiago abzugehen.
Locales tmt provinzielle».
BUbel, 28. Juni. Der Magistrat von Frankfurt a. M. hat bei dem Krei-amt in Friedberg und durch diese« bet der Gemeinde Vilbel um Genehmigung nachgesucht, eine elee- trische Bahn von Frankfurt a. M. nach Vilbel mit einer Abzweigung nach Bergen zu bauen. Da der Endpunkt dieser Bahn tu Vilbel nur bi« au daS Kriegerdenkmal, also an da« westliche Ende der Stadt, vorgesehen war, so haben die Bewohner de« anderen Stadttheil« eine Petition an da« KreiSamt in Friedberg eingesaudt und beantragt, daß die Bahn durch Vilbel bi« zur Friedberger Landstraße weitergeführt werden soll, damit diese Einwohner, welche theilweise über einen Kilometer von der Eisenbahnstation der Main-Weser-Bahn entfernt wohnen, auch einen Bortheil von der neuen Bahn haben sollen.
D Darmstadt, 28. Juni. DaS heute verkündigte amtliche Wahlresultat verzeichnet für Cramer (Boc.) 12471, fürNoduagel (uat.) 11743 Stimmen. Die Mehrheit beträgt also 728 Stimmen. 91 Stimmen waren zersplittert resp ungültig. — Mau wird sich übrigens in national- liberalen Kreisen die diesmalige Haltung eines größeren TheilS oer Wählerschaft der antisemitischen und der CentrumS- Partei (daß die Demokraten für den Soeialisten find, wundert Niemand) für später merken.
△ Mainz, 28. Juni. In der heutigen Generalversammlung des ^Allgemeinen deutschen Musikver- eins" kam der nicht unwichtige Antrag de« Beitritt- de« Allgemeinen deutschen Mufikverein« zu der am 10. Mai vom Verein deutscher Mufikalieuhäudler gegründeten Anstalt für mufikalischeS Aufführungsrecht zur Verhandlung: Letztere Anstalt hat den Zweck, auf Grund der jeweilig geltenden Bestimmungen des deutschen Urheberrecht« der Berner Urheber- Schutzveretuiguog und der Verträge de« Deutschen Reiches mit anderen Staaten das Urheberrecht au der öffentlichen Aufführung musikalischer Werke derart zu schützen, daß da» Recht des einzelnen Urhebers und seines Verleger- gewahrt werde, jedoch in Unterordnung unter da- höhere Recht der Allgemeinheit auf Pflege der Musik in Schule, Kirche und Hau«, sowie unter Berücksichtigung der Bedingung de« deutschen Musikleben« in der öffentlichen Mufikpflege. Gegen den Beitritt zu dieser Anstalt wurden in der heutigen Versammlung lebhafte Bedenken geäußert, indem durch die vorgelegten Satzungen die idealen Rechte des Autoren nicht gewahrt seien und die Folge daran« entstehen werde, daß die Auffüh- rnng von Werken lebender Künstler noch mehr zurückgesetzt würden. Die Concertleiter würden sich hüten, Novitäten auf. zuführen. Diesen Standpunkt vertraten hauptsächlich Prof. Sommer, Rösch-München und Otto Nothnagel, während Di-, Neitzel-Köln, Heiser-Schweiz, Prof. SachS-Müncheu u. A. zum Beitritt in die Anstalt riethen. Mit 17 gegeul4 Stimmen wurde am Ende der Anschluß des allgemeinen deutschen Mufikverein- an die Anstalt für mufikalische- Aufführung-recht beschloffen.
V-VM-schtes.
* Homburg, 26. Juni. Die erste der neuen Saalburg-Postkart en sandte Se. Maj. der Kaiser persönlich au Herrn Baurath Jacobi in lateinischen Worten, mit freundlichem Gruß, guten Fortschritt den Restauratton-.Arbeiten wünschend. Die in Berlin zur Post gegebene Karte trägt das Datum des historischen 15. Juni und ist darum gewiß dem Empfänger noch umso werthvoller.
* El» Wahlcnriosnm aus der äußerst lebhaften Wahl- bewegung im Wahlkreise Teltow.BeeSkow.Storkow-Charlotten- burg wird mitgetheilt, daß zur Stichwahl in Charlottenburg ein „Dichter" ein Flugblatt vertheilen ließ, das also begauu: „SD Goethe, Schiller, Lesfiug, steiget — Hernieder ö’m Granit, vom Stein, — O leiht mir Eure Flammenworte, — Daß fie dem Blitz gleich schlagen ein! — . . . O,
die ich rauche, da» GlaS Bier, das ich zuweilen trinke? Einen Verschwender könnte mich mein ärgster Feind nicht nennen. Die Sache wird nicht viel kosten und ich selbst werde «eine Freude daran haben? ES handelt sich nicht um die Kosten, sondern um die Nothwendigkeit der Ausgabe, und die möchte ich in aller Bescheidenheit in Zweifel ziehen. Und meine Freude! — Ei, ich freue mich jetzt schou ganz unbändig darauf, und du könntest mir zu meinem Geburtstage in der That keine größere Freude bereiten, als Fran Mode zu bitten, wieder etwa- unumgängliches Nöthige« au-zutüfteln. Ich soll nicht so ironisch sein? Fällt dir ein, ironisch! Im Gegentheil, ich bin ganz gerührt, zu sehen, wie du bemüht bist, mir Freude zu machen, und eS wäre wirklich grausam von mir, wenn ich dich in dieser Bethatigung edler Gatten- liebe behindern wollte. Wie viel brauchst du? Also bin ich doch ein Goldmensch! DaS ist schön. Ich zweifle gar uich», daß du daran auch früher nicht gezweifelt haft, denn für solche Toiletteupläne genügt nicht ein Silber- oder Nickel- mrnsch. Du kannst nicht im vorhinein wiffen, waS es kosten würde? Da« ist bedenklich. Ich soll witgeheu? Fällt mir nicht ein. Du und deine Lieferanten würden e« schou so Won etuzurichteu wiffen, daß ich doppelt so viel anSgäbe als du allein. Und da- alles hätte ich dann selbst gewählt. \ Danke schön, geh nur allein, aber wach'S bill g, ich bitte dich, mach'« billig!
Schiller, Schiller, wohlgesungeu, — Wird doch Dein herrlich Glockeulied, — Doch eh' die letzte Zeil' verklungen, — Zerrinnt damit de« J-PunktS Fried'". — Und so geht eS durch nicht weniger al« 150 Strophen weiter. Beispielsweise ruft der Säuger: „Auf, Bürger, von dem Sorgeustuhl! — Bedenkzeit? Damit ist'» vorbei. — Kohorten von Umstürzlern schlagen — Dir Deinen Neubau fast entzwei ... — Ihr Juden, die Ihr Ordnung liebet, — Kommt, lasset heute Euren Grimm, — Lenkt ein bevor Ihr eS bereuet, — Mit helfet heut durch Eure Stimm' ... — Quer sein, still hin, ist heut Verrath. — Ring mit Dir selbst, Du Juden- f reff er, für heute giebt e« nur ein Ziel! — Trotz bieten e'tlem Uebermnth, Umstürzlern — Spucken in da- Spiel. — . . . Wo soziale Demokraten — Zur Stichwahl stehen, Bürger-manu, — Da giebt e- nicht- mehr für noch wider, — Da heißt die Ordre: Trete au?
• Kriege ohne Kriegserklärung. In Hinsicht auf den gegenwärtigen spauisch.amertkanischen Krieg, bei dem die Feindseligkeiten ohne offictelle Kriegserklärung begannen, ist die Thaisache intereffaut, daß von allen Kriegen, die in den letzten beiden Jahrhunderten geführt worden find, nur zehn durch eine formelle Kriegserklärung eingeleitet wurden. Dabei ist die formelle Aufhebung des Friedeu-zustaude- ein uralter Gebrauch bei den meisten, selbst den uncivilisirtesteu Völkern. Die Kriegserklärung wurde gewöhnlich durch eine symbolische Handlung ausgedrückt. So schickten die Athener einen Widder in das Gebiet der Feinde, zum Zeichen, daß diese» Weideplatz werden sollte,- die Perser verlangten durch einen Boten Erde und Waffer zum Zeichen der Unterwerfung- die Franken schoflen einen Pfeil in das Gebiet der Gegner ab.
* Emile Zola über die Lektüre junger Mädchen. Siu junges Mädchen, dem Backfischalter eben entwachsen, wandte sich vor einiger Zeit an mehrere hervorragende Schriftsteller, darunter Gerhard Hauptmann, Ibsen, Zola und Andere, mit der Frage: Welche ihrer Werke fich zur Lectüre für jugendliche Damen eignen. ES erhielt auf diese Anfragen nur eine einzige Antwort. Emile Zola fand inmitten der Aufregungen seine- Procefle- Muße, auf den Wunsch der Fragestellerin einzugehen. Er übersandte ihr folgende Antwort: Les jeunea filles ne doivent lire que ce que leurs parents leurs per- mettent, et an auteur n’a pas autorit6, pour löcider ceux de aes livrea, qui peuvent etre permis on defendus. (Die jungen Mädchen sollen nur daS lesen, war ihre Eltern ihnen erlauben, und ein Autor hat nicht die Befugniß, ihnen jene seiner Bücher zu bezeichnen, deren Lectüre ihnen verboten oder gestattet werden kann.)
* Die schwedische Leua-Expeditiou zur Nachforschung über den Verbleib Andre eS und seiner Begleiter ist dieser Tage am Au-gangSpunkte ihrer schwierigen Aufgabe angelangt. Nach einem vom Expeditionsführer Joh. Stadtling verfaßten Reisebericht vollzog fich die Fahrt auf der neuen tranSfibirischen Eisenbahn unter wenig günstigen Umständen. Da auf der ganzen gewaltigen Bahnstrecke empfindlicher Wagenmangel herrschte, mußten die schwedischen Reisenden die dreieinhalbtägige Strecke von Tscheljabinsk in ungeschütztem Coups zurücklegen. Nach nahezu dreiwöchiger, ermüdender Fahrt langte die Expedition in Tulun, dem derzeitigen Endpunkte der tranSfibirischen Eisenbahn, an. Die bis jetzt dem Verkehr übergebene Eisenbahnstrecke schließt schon in Krasnojarsk ab, da die große Brücke Über den Jeniffei noch nicht verwendbar ist. Die schwedische Expedition ließ fich in einem Kahne über den hochgehenden Strom setzen- der heftige EiS- gang und die Nachläsfigkeit der russischen BootSmanuschast bewirkten jedoch, daß man den am anderen Ufer bereit stehenden Zug nicht mehr erreichte, sondern einen ganzen Tag auf der höchst unwirthlichen Station campireu mußte. In Tulun nahm man sieben Steppeupferde als Transport- mittel und trat mit ihnen die Fahrt nach dem 80 Meilen (schwedisch) entfernten Irkutsk an. Da durch die Vermittelung der rusfischen Behörden überall eine genaue Berichterstattung bezw. Hilfeleistung zu Gunsten AudrseS und seiner Begleiter angeordnet ist, so setzt man voraus, daß die bezüglichen Re cherchen beträchtlich erleichtert werden. An sich ist die Hoff, nung der Schweden, Andrse auf sibirischem Feftlande aufzufinden, nicht allzu groß. Man nimmt an, daß Andree — falls er überhaupt den afiatischen Contingent erreicht hat — schließlich wohl in der Lage gewesen sei, zu bewohnten Stätten zu gelangen und von da auS an sein Vaterland Nachrichten zu senden. Die Hauptaufmerksamkeit der Hilfsexpedition richtet fich vielmehr auf da- große Gebiet der neufibirischen Inseln, welche dem Lena-Delta in geraumem Abstande vorgelagert find.
* Dm „Charlottenburger Nachrichten" schreibt man Über Bebel« prächtigen Landfitz am Züricher See: „Vor einigen Tagen fuhren wir nach Küßnacht am Züricher See, um uns Bebels Villa anzusehen. Schon von Weitern leuchtet der unmittelbar am See gelegene imposante Prachtbau mit seinem blutrothen Ziegeldache dem sich zu Dampfer Nähernde entgegen. Nach dem See zu befindet sich ein hübscher, großer Garten mit Lauben und Pavillons. Dieses Gartenland ist aber nicht etwa natürliches Uferland, sondern durch enorme Geldaufwendungen in den See aufgeschüttet. Vor der dreistöckigen Villa nach der Straße zu liegt ebenfalls ein großer Garten, in der Mitte von einem breiten Wege durchschnitten, der direct auf das Hauptportal von „Bebels Ruh" führt. Der ganze Garten ist als Weinberg eingerichtet mit tausenden von edlen Reben. Den Wein nennt man in der Umgegend analog dem italienischen „lacrimae Christi* sehr bezeichnend ,lacrimae atnltorum*, d. h. „Thränen der Leute, die nicht alle werden". Von der Straße wird das social« demokratische Allerhelligste durch eine feste, aus Granitquadern errichtete Mauer mit über die Mauer emporragenden, schräg abgestumpften Pfeilern abgeschlossen. Das Bebel'sche Wein- gut mit seinem stolzen Herrensitz repräsentirt einen Werth von etwa einer halben Million Mark. Das socialistische Handwerk nährt also seinen Mann, besser, als das frühere."
* Tunnel unter bet M-erenpe von Gibraltar. Die „Schweizerische Bauze'lung- ve-öfftntlicht etn Projekt de«
französtschen Ingenieurs Verlier, der den Ban eine« luter- continentalen Tunnels zwischen Europa und Afrika bezweckt, so daß zwischen Frankreich und Algerien eine Eisenbahnverbindung hergestellt und Marokko der europäischen Civilisation nähergebracht würde. Verlier führt in seine« Projekte die Trace de« Tunnels unter der Bai von Vaqueras nach Tanger, da die MeereStiefe an dieser Stelle 400 SRettr nicht Übersteigt. Der Tunnel würde hier eine submarine Länge von 32 und mit den Zufahrten an beiden Küsten eine Gesammtlänge von 41 Kilometer bei einer Moximalsteigung von 55 pro Mille erhalten- er soll zweigleisig werden. Die Verbindung mit den festländischen Eisenbahnen soll in Europa durch die der Küste zwischen Malaga und Cadix folgende spanische Linie Über Algectra« und Tarifa, in Afrika durch eine von Tanger Über Ceuta, Tetuan, Melilla und Nemours zu erbauende Bahn hergestellt werden, die fich bei Tlemceu an das bestehende algerische Netz anschließt. Die Kosten dieser Bahn werden mit 90 Millionen Francs veranschlagt. Den Tunnel selbst glaubt Berlier mit Hilfe eines neuen Bausystems für 3000 Franc- pro Meter, also für 123 Milli- onen Franc«, Herstellen zu können, so daß sich für da« ganze Unternehmen ein Kostenaufwand von 225 Millionen Franc« ergiebt. Unter Annahme eine- Jahre-fortschritte» von zwei Kilometern auf jeder Seite wird die Bauzeit für den sab- marinen Tunnel auf acht Jahre berechnet. Die franzöfisch, Presse beurtheilt dieses Projekt sehr sceptisch, da e« kau« denkbar erscheint, daß der Personen- und Güterverkehr vo, Frankreich nach Algerien diesen abgelegenen und auch kost- spieligeu Weg nehmen werde. Auch dürften die Schätzungen der Rentabilität zu hoch gegriffen sein, wonach auf Grundlage eine» täglichen Verkehr- von 600 Reisenden und 700 Tonnen die Betriebseinnahme für den Tunnel auf jährlich 7 Millionen Francs und für die Landstrecke auf 6,200,000 Franc», inSgesammt demnach auf 13,200,000 Franc« veranschlagt ist.
• Ein Schutzpanz r gegen Rontgeu'sche Strahlen. Bekannt ist, daß die Röntgen'schen Strahlen, die für die Untersuchung de» menschlichen Körper» Ungeahnte» leisten, sehr unangenehme Nebenwirkungen auf die menschliche Haut haben, die in mehr oder weniger bösartigem Ausschlag, Schwellungen usw. fich äußern. Man versuchte fich bisher durch Anwendung dünner fiebsörwig durchlöcherter Metallplatten zu schützen, was jedoch nicht immer angeht. Ein Schutz ist aber um so nöthiger, al» manche Personen eine ganz besondere Empfindlichkeit gegen die hautzerstörende» Einflüsse der Strahlenart besitzen, und wenn das bei Leuten zntrifft, Technikern oder Aerzten, die besonder» viel mit Röntgen'schen Strahlen zu thun haben, so könnte dadurch eine direkte Schädigung der BerufSthätigkeit eintreten. Al- neueste» Mittel wird in der „Monatsschrift für praktische Dermatologie" ein Leim empfohlen, der au» Zink mit Zusatz von Zinnober und WiSmutsalz besteht. Dieser hat eine röth- liche Farbe, die derjenigen der Haut ähnlich ist. Mau trägt diesen Zinkleim in einer dicken Schicht auf die Hände aus und besitzt so einen ziemlich sichern Schutzpanzer gegen die Tücke der unstchtbaren Strahlen.
• Unerwarteter Bescheid. Buchhalter: „Heute, Herr Prinzipal, sind eö zwanzig Jahre, daß ich in Ihren Dtevstei stehe!" — Principal: „Da sehen Sie, wie lange ich Geduld mit Ihnen gehabt habe!"
Citeratur unfc Aunst.
— Die Umschau. Ueberstcht über die Fortschritte und St« wegungen aus dem Gesammtgebiete der Wissenschaft, Technik, Literatur und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vierteljährlich Mk. 2.60. Postzeitungsliste Nr. 7362. Verlag von H. Bechhold in Frankfurt a. M., Neue Kräme 19 21. Eine Abbildung des englischen sog. Dum-Dum-Geschosses bringt die soeben erschienene Nr. 26 der Wochenschrift „Die Umschau" (Frankfurt ». M.). Dieselbe zeigt, welche furchtbaren Verheerungen das Geschoß im Körper deS Getroffenen anzurichten im Stande ist. Mit Recht wird dasselbe al» völkerrechtswidrig bezeichnet. Nr. 26 der „Umschau" zeichnet fich durch ihren prächtigen Jllustrationsschmuck aus, der eine Anzahl Bilder des schnell berühmt gewordenen MalerS Melchior Lechter t» vortrefflichen Wiedergaben zeigt. Ein Artikel von Georg Fuch« liefert einen werthvollen Eommentar zu LechterS Kunst. Allgemein interessiren dürfte der Aufsatz „Mißbrauchte Frauenkrast", der an der Hand deS jüngst erschienenen Buches der Schwedin Ellen Kw die Irrwege der heutigen Fraunr-Emancipation beleuchtet. Sehr interessant ist auch ein kleiner Aufsatz über Mozart» Ohr mit Ab« bttdungen, an den sich andere über den neuentdtckten Bestandthell der Luft, das Krypton, über Technische Neuheiten u. a. schließen. Da die „Umschau" mit ihrer nächsten Nummer ein neues Quartal beginnt, sei auf das anregende und vielseitige Blatt hiermit hingewiesen. Der mäßige Abonnementspreis — Mk. 2.50 pro Quartal — ermöglicht Jedermann die Anschaffung.
— Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik. Unter Mitwirkung hervorragender Fachmänner herauSgegebm voa Prof. Dr. Fr. Umlauft. 20. Jahrgang. 1898. (A. Hartleden« Verlag in Wien, jährlich 12 Hefte zu 85 Pfg. Pränumeration incl. Franco Zusendung 10 Mk.) Jedem, welcher sich für Geographie im weitesten Sinne interessirt, ist die „Deuttche Rundschau für Geographie und Statistik", die bereits im 20. Jahrgänge erscheint, aus daS Wärmste zu empfehlen, da man durch diese Zeitschrift stet» auf dem neuesten Stande erdkundlichen Wissens erhalten wird. Jede» Heft bringt in seinem allgemeinen Theile gediegene Aufsätze zur Länder- und Völkerkunde, über geographische Reisen und Entdeckungen. Daran schließen sich kleinere Beiträge astronomischen, physikalisch-geographischen und statistischen Inhaltes, Biographien hervorragender Geographen und Reisenden, sowie Mittheilungen auS allen Erdthetlen. Ein frischer, lebendiger Ton geht durch die ganze Zeitschrift, welche über zahlreiche treffliche Mitarbeiter verfügt. Dieselbe ist auch vorzüglich illustrirt und jedem Hefte eine werthoolle Karte beigegeben.
Universität- - Nachrichten.
— Geb. Regierungsrath Professor Anton Dohrn, Vorsteher der zoologischen Station in Neapel, ist von der Unioerfitat Cambridge »um Ehrendoktor ernannt wordm. k ,
— Bei der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg habilitirte sich Dr. phil. Anton Baumstark mit einer Probevorlesung über da« Thema: „Der PessiimismuS in der griechisch'» Lyrik vom 8. bi« 5. Jahrhundert."
— AuS Leipzig wird gemeldet: Der außerordentliche Profeffor an der hiesigen Universität, Dr. Hermann Hirt, ist von der Akademie der Wissenschaften in Wien mit der Dialektforschung innerhalb Serbiens während der Sommermonate 1898 betraut wordm.
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Vergel Doti Baun Die zur Erbauun 'mser für Wiener M ThierhäuscheiU lmiegebäude zu ( Men nebst 3J?ai timlii: Maurer- Zimmer-, Dachdecke CchlossN', Glaser« korrigier' und Pfla tieTiögttlieferung, i M HinmiS auf M vom 16. Juni Mg auf b m mMeben.
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