lobonn voch über Sanitätswachen.
Naturfotscherversammlung in Düsseldorf ab gab: „®or Allem
Zahl der Kränklichen um ein Drittel höher, als bei gleichartigen Schalen ohne Nachmittagsunterricht war." — Der hiesige Schnlvorstaud beschloß, den Beginn des Nachmittags- Unterrichts bei der hiesigen Stadtschule, statt wie seither auf 1 Uhr, für das Winterhalbjahr auf 2 Uhr zu verlegen.
Friedberg, 26. September. Als vorgestern Nacht ein Ehepaar, Kurgäste aus Bad-Nauheim, mit dem Hanauer Zage augekommen waren, begaben sich dieselben zu Faß nach Bad Nauheim, da sie deu Anschluß zu dem Zuge uicht erreicht hatten. In der Nähe des BiaductS wurden sie von zwei Burschen überfallen, mißhandelt und beraubt. Sie flüchteten nach der Stadt zurück und fanden im Hotel Weith Aufnahme. Die Attentäter sollen Friedberger sein oder doch hier in Arbeit stehen. Näheres konnten wir noch uicht er- fahren. t v
-f- Wolf, 27. September. Heute Morgen wurde das 1i/,jährige Kind des Wilhelm Lauglitz von dem Fuhrmann Adam Knab über sah reu und war sofort tobt. Den Lctztereu soll kein Verschulden treffen und er alle borge» schriebeuen Vorsichtsmaßregeln beobachtet haben. Bermuthltch ist das Kind in das Fuhrwerk gelaufen oder es hat auf dem Wege gefeffen, denn der Fuhrmann hat dasselbe erst erblickt, als er um ein Straßeneck fuhr und das Kind schon vor deu Rädern lag. Knab hat sich alsbald dem Gericht gestellt.
befohlen, uud dabei blieb ei.
• Folgendes Eingesandt findet sich in der „Nordwestdeutscheu Ztg.": „Auf der Seeundärbahu! TS wird um gefällige Auskunft gebeten, ob eS nach der bestehenden Vorschrift im Ermessen deS Vorstehers einer Eisenbahnstation liegt, daß ein beurlaubter Soldat, der auf Grund seine, UrlaubSbescheiuiguug zur Lösung einer Mtlitärsahrkarte berechtigt ist, in Ermangelung einer solchen mit einer zu gleichem Preise ausgezeichneten Hundefahrkarte abgefertigt wird? So viel mir bekannt, werden für diejenigen Stationen, für die keine Militärkarten bereitliegen, besondere Karten ausgeschrieben. ES gereicht einem altgedienten Soldaten wahrlich uicht zur Freude, auf Grund einer Hunde- fahrkarte auf der Eisenbahn befördert zu werden, zumal diese Karte auf der Rückseite noch einen besonderen Vermerk über die Reiledeförderung enthält und der Betreffende fi» dadurch dem Gelächter des mitreisengen Publikums auSsetzt. X " Die Bemerkung auf der Rückseite lautet: Da» Ein- uud Ausladen deS Hundes sowie die Ueberführuug in einen anderen Zag auf deu Zugwrchselstattouen hat der Reisende selbst zu besorgen. Ä ,,
• Wethuachtssenduugeu für die Besatzung von Kiautschou. Nach einem Beschluß de» Norddeutschen Lloyd weroen Wety- nachtSscndungen tu Packeten für die Aagehörigeu der Be- satzungen der deutschen Sch ffe in Ostafien uud von Kiautschoa zu ermäßigten Frachtsätzen befördert werden. Die Sendungen find zunächst uud zwar spätestens bis 30. October an die Sammelstellen in Kiel und WilhelmShafen zu richten und werden am 2. November mit dem ReichSpostdampfer „Prinz H iurich" von Bremerhaven aus nach Ostafien abgehen und unmittelbar vor den WeihuachtSfeierrageu den Empfängern übergeben. Deu Postakstalteu werden die ermäßigten Frachtsätze noch bekannt gegeben werden.
* Andröe. In der letzten Sitzung der anthropologischen Gesellschaft zu Stockholm äußerte der Prof. Nathorst: Falls Andräe auf Spitzbergen oder auf dem südlichen Theil von Franz Josef-Land gelandet wäre, hätte man ihn im Laufe des Sommers wahrscheinlich aufgefunden. Es könne somit als das Ergebniß der Untersuchungen dieses Sommer» bezeichnet werden, daß AndrSe in der Nähe der genannten Länder nicht gelandet sei. Der Ballon sei deshalb wahr- scheinlich, wie auch von Dr. Ekholm hervorgehoben, weit nach dem Norden hinausgetrieben, vermuthlich nach dem östlichen Grönland. Man könne in diesem Falle erst nach langen Jahren Nachrichten erwarten, die Möglichkeit sei aber vorhanden, daß die Ballonfahrer auf Grönlands Küste da» Leben lange erhalten könnten. Mit der Ansicht des Professor» I Nathorst und des Dr. Ekholm darf man vielleicht die Mit- theüung des Capitäns Bang zusammenhalten, die darauf I hinausging, es feien Ende October oder Anfang November bei Angmagsalik von den Eskimos Schüffe vom Eise gehört worden und man dürfte dann vielleicht der Hoffnung Raum geben, die Expedition des Premierlieutenants Amdrup könne auf ihren Reisen in Ostgrönland, wobei sie von Angmagsalik ausgeht, Andree antreffen.
♦ Eme heitere Kundgebung wird von den Radfahrern in Neumünster geplant. Um ihrer Entrüstung über die I in der Beförderung von Fahrrädern seitens der Eisenbahn in Kraft getretenen Beschränkungen beredten Ausdruck zu verleihen, werben die Radfahrer nunmehr einen Ausflug per Bahn unternehmen, wozu jeder Radler statt seines Rade» einen Kinderwagen mitbringen soll. Letzterer wird al» Paffagiergut gratis befördert, das Fahrrad dagegen seü der Einführung der neuen Bestimmungen nicht. Da zu den Kinderwagen auch Säuglinge gehören, so dürfte für den in Kürze stattsindenden Ausflug die Nachftage nach diesen lebenden Ausweisen das Angebot bedeutend übersteigen.
• eine Falfchmüozerwerkftatt hat die Berliner Kriminalpolizei ausgehoben. Ein Obsthändler Namens Terraconi, der die Straßen des Nordens zu durchziehen pflegte, hatte stets ein kleines Mädchen bei sich, da» er häufig in die Obst- und Grünkramhandlungen schickte, um jedes Mal
darin bestand, Alles zu verhüten, was zu einer Verstimmung zwischen den beiden Staaten bezw. ihrer Regierungen beitragen konnte. Daß aber eine Parteinahme der deutschen Regierung unzweifelhaft dieses Ergebniß gehabt haben würde, das ist ebenso sicher, als man auch annehmen kann, daß jede Einmischung Deutschlands einen sehr schlimmen Eindruck in den weitesten französischen Kreisen gemacht und dem angestrebten Ziele geradezu entgegengearbeitet haben würde. Unter diesen Umständen begrüßen wir es mit Freude, daß es Frankreich allein und aus eigener Kraft gelungen ist, sich zur Revision durchzukämpfen, ohne dabet der Hilfe des Auslandes zu bedürfen. Auf diese Weise ist der Fall Dreyfus das geblieben, was er von Rechts wegen bleiben soll: eine rein innere französische Angelegenheit, die die europäische öffentliche Meinung nur nach ihrer Humanitären, juristischen und psychologischen Seite hin inleressirt. Köln. Ztg.
— Auf dem 3. Samaritertage, der dieser Tage in Hannover stattfaud, sprach Polizeipräsident Graf Schwerin über „Die erste Hilfeleistung bei Unglücksfälleu im Polizeibezirk Hannover". In Hannover seien Schutzleute zu Sama- ritern ausgebildet worden, da SauitätSwachen zu große Kosten erfordern. Die Art der Anlegung von Nothverbänden durch die Schutzleute sei mit einer einzigen Ausnahme von Aerzten als zweckmäßig bezeichnet worden. Die Beschäftigung der Schutzleute im Samartterdtenst haben auf deren Benehmen veredelnd gewirkt und zweifellos zu einem wesentlich befferen Berhältniß zwischen Publikum und Schutzleuten beigetragen. Die praktischen Leistungen der Schutzleute erregten große» Interesse. ES waren ihnen sechs Aufgaben gestellt worden, die sämmtlich recht befriedigend erledigt wurden. Die erste Aufgabe lautet: „Ein Radfahrer ist gestürzt, hat deu linken Unterschenkel gebrochen. Ihm soll die erste Hilfe geleistet werden." Die -wette Aufgabe hieß: „Ein Mann ist von der elektrischen Bahn überfahren, ihm ist da» linke »ein oberhalb be» KnirS abgefahren." ES folgte die Aufgabe: Ein Mann hat bei einer Schlägerei einen Mefferstich in den rechten Oberarm erhalten, die Schlagader ist verletzt. Daun wurde ein Kranker gebracht, der, au» der ersten Etage eine» Hause» gestürzt, eine bedeutende Kopfwunde erhalten hatte und bewußtlos war. Endlich war ein Scheintodter zu behandeln, der durch Gase betäubt war. Prof. Aßmu»-Leipzig sprach
al» den noch immer allein anwesenden Dienstboten der Familie per Telephon die Weisung zuging, daß ein Packet mit Ringen bei ihnen falsch abgegeben sei und in Folge dessen sofort " wieder abgeholt werden solle. Alsbald erschien denn auch ein anderer „GkschäftSdiener", dem die thörichlen Dienstboten, obgleich er die ausgestellte Quittung uicht bei sich führte, vertrauensselig die Ringe auShändigteu. Al» nach 6 Stund'« der wirkliche Diener deS Juwelier» erschien, stellte sich der Schwindel heraus.
• Siu Srlebniß auf dem WeinbanCongreß zu Trier. Bon einem Theiluehmer an dem Weinbau Longreß ersährt der „Rh. K." folgende interessante Einzelheiten. Die Theilnehmerzühl an dem Eovgreß überschritt weitaus dte Anzahl der erwarteten Besucher, die weniger zum Weioproben, als zum Wein—trinken erschienen waren. Der Extrazug, der den Besuchern deS Songreffe» zur Fahrt nach Saarburg zur Verfügung gestellt worden, war, al» dieselben auf der Bahn erschienen, schon von ungebetenen Gästen vollständig besetzt. In drangvoll sürchterlicher Enge wurde die Reise angetreten. Deu Mitgliedern be» Songreffe» waren al» be- fonbcre» Erkennungszeichen weiße Karten zugestellt worben, ben Inhabern solcher Karten sollte vor Jebermanu ber Ein- tritt in ben Saal gestattet werben. Bei Ankunft ber Theil- nehmer in Saarburg war ber Saal im Augenblick überfüllt, so baß ber Laudrath zwei Genbarmen ben Befehl ertheilte, Niemanb mehr eintreten zu lassen, ber uicht im Besitze einer weißen Karte fei. Dem Vertreter ber Großh. Hessischen Regierung, einem höheren Miuisterialbeamten (Herr Ministerialrath Braun) pasfirte nun da» Malheur, keine Karte vorzeigeu zu können. Die Folge war, baß bie Gen»- barmen ben Vertreter Hessens nicht zum Probesaal znließeu. Auf bie Behauptung, er sei Ministerialbeamter und Vertreter ber hessischen Regierung, meinten bie Vertreter ber Polizei- gemalt, ba» könne Jeber sagen. Dem Herrn au» Darmstabt soll der blinde Gehorsam ber beiben GeoSdarmeu trotz ihrer fatalen Lage sehr imponirt haben. Der Herr Laubrath hatte
♦ Hochheim a. W., 23. September. Eine Musikbande, die gleich Zigeunern in ihren Wagen im ganzen deutschen Reiche uncherzieht und wegen eines zu Memmingen in Bayern verübten Todtschlags schon seit längerer Zeit steckbrieflich verfolgt wird, wurde gestern durch die Polizei bei Kastel ermittelt und dingfest gemacht. Nach der polizeilichen Vernehmung wurden die weiblichen Personen der Bande wieder
entlassen.
• Meiningen, 25. September. Am vorigen Sonntag I fuhr — so erzählt bie „Hall. Ztg." — ein Bäuerlein auf ber Secunbärbahn Hilbburghausen-Heldburp. Sein Ziel I war Streufdorf. Kurz vor btefem Orte bemerkte ber Schaff | per, baß der Manu au» Versehen eine Karte bis nach Held- I bürg, zwei Stunden weiter, gelöst hatte. Der Bahnbeamte I machte ihn freundlich darauf aufmerksam, daß er getrost in I
i « I Streufdorf aussteigen könne. Aber da kam er schön an. ]
COCOltS tltlO 4Pr0t>itt$telies« I „2Benn ich a Billet nach Heldburg hab', fahr' ich a dorthin", I Eießen, 28. September 1898. I ritf ber Passagier wiederholt. Und so machte e» auch der I
•• Einkommen- und Kapitalteuteupeuer-Srklarungen. Es I schon bejahrte Manu uud lief dann zwei Siundeu per pedes I
dürfte uicht überflüssig sein, auf die Abgabe der Erklärungen I apostolorum nach Streufdorf zurück.
für die Einkommen- und Kapitalrenteusteuer hinzuweisen. I * Burg (Fehmarn), 26. September. Der heute an-I Diese Erklärungen müffeu von den Steuerpflichtigen für da» I gestellte Versuch zur Hebung de» Torpetobootes a 85 I nächste Steuerjahr vor Ablauf dieses Monats und zwar I gelang. Da» Torpedoboot liegt leergepuwpt unter dem I entweder an das zuständige Steuercommiffariat direkt ober I Schutze be» Hebepontons vor der Burgstrakener Hafeneinfahrt I an bie Bürgermeisterei be» Wohnort» abgegeben werben. I unb wird morgen in ben Hafen geschleppt. Hier wirb bas I Die Verpflichtung zur Abgabe von Steuererklärungen besteht I Torpeboboot vor seiner Rückfahrt nach Kiel eine sorgfältigere I bekanntlich bei ber Einkommensteuer für die Einkommen ber I Abbichtung erfahren. _ _ ..
- rfttu Abtheilung, b. h. die Jahreseinkommen von 2600 Mk. I * Norderney, 24. September. Das hier gestrandete I un aufwärt», und bei der Kapitalrentensteuer für steuer- I Fahrzeug, dessen Besatzung gestern Abend durch bie hiesige I pflichtige Zinsen von mindestens 100 Mk. jährlich und darüber. Rettungsstation in Sicherheit gebracht wurde, war em Wesentlich und für viele Fälle von pract scher Bedeutung ist I ostfriesischer Zweimaster mit 2 Mann und einem halbwüchsigen feie Bestimmung, daß die Abgabe einer neuen Erklärung I Knaben. Das Scyiff kam mit Kohlen aus England und I , nterbleiben kann, wenn in den Verhältnissen des bereit» in I war für Norderney bestimmt; es strandete an den vor der der ersten Abtheilung zugezogenen Steuerpflichtigen keine I Insel liegenden Sandbänken, da die die Fahrt anzeigende I Aendrruneen vorgekommen sind, die bei der Einkommensteuer I Boje durch Sturm weggerissen worden war. Die Kurgäste I bie Zuziehung in eine höhere Steuerklasse rechtfertigen, ober I verfolgten mit aufregendem Antheil das Rettungswerk, an I wenn bei den bereit» jur Kapitalrentensteuer Zugezogeueu I dem zunächst ein Segelkutter sich vergeblich versuchte. Dann I sich keine Vermehrung der steuerpflichtigen Zinsen um mindestens I erschien das Norderneyer Rettungsboot auf dem Plan, das I 100 Mk. jährlich ergeben hat. Dagegen sollen diejenigen I sich, sobald wie die Nothflagge erblickt worden war, bereit I Steuerpflichtigen besonder» auf die Verpflichtung ber Abgabe I machte und mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die I einer Steuerdeklaration aufmerksam gemacht werden, die seit- I Wellen schoß. Nach einiger Zeit ängstlicher Spannung ver- I ber nur ein Einkommen von weniger als 2600 Mk. hatten, I kündete ein Signal der am Strande harrenden Menge, daß I d!)o zur Abgabe einer Erklärung nicht verpflichtet waren, I die Insassen des Schiffes geborgen warm. Ihr Fahrzeug I deren Einkommen sich aber jetzt auf mindestens 2600 Mk. I ist gänzlich vernichtet; sie hatten zuletzt nur in ihrem eigenen I erhöht hat, womit die Declarationspflicht eingetreten ist. I kleinen Rettungsboote Zuflucht gefunden.
Ebenso ist es mit ben steuerpflichtigen Zinsen. Wer sich I • 6iu furchtbare» Unglück ereignete sich kürzlich in I seither nicht im Genuß von mindesten» 100 Mk. steuerpfl.ch- I Tarent, wo im Beisein des italienischen Kronprinzenpaares tiger Zinsen befand, nun aber sich einer Einnahme an solchen I der Stapellauf der ,.Puglia" vor sich ging. Während des I tn dieser Höhe erfreut, muß bie» btclariren. Auch bie I Feuerwerks, das zu Ehren des Kronprinzenpaares abgebrannt I DeelarationSpflicht bei einer solchen Verbesserung be» Ein- I wurde, fing ein Ponton, auf dem Hunderte von Raketen kommens, daß der Uebergang in eine höhere Steuerklasse I aufgespeichert waren, Feuer. Alle Raketen explodirten unter I dadurch bedingt ist, sei wegen de» häufigen Vorkommens des I donnerähnlichem Krachen; gleichzeitig wurden sämmtuche un I Falle», besonder» erwähnt. Wer z. B. seither ein Einkommen I Ponton befindliche Personen über Bord geschlendert. Bei von 2700 Mk. hatte unb bemgemäß in die erste (unterste) I dem Unglück wurde eine Person getödtet, zwei schwer und Klaffe der ersten Abtheilung der Einkommensteuer — Jahre»- I fieben leicht verletzt.
einkommen von 2600 Mk. — weniger als 2900 Mk. — I * Wenn man radeln kann. Da hat kürzlich in Sonnk- zugezogen war, braucht eine EmkommenSverbesserung bi» zu I b rg ein Zechpreller, ber stolz zu Rad augekommen war, 2899 Mk. jährlich uicht zu biclariren, ba bann keine Aenber- I eine Kellnerin betrügen wollen; er machte eine hübsche Zeche, ung in ber Steuerklasse eintritt. Geht aber bie Verbesserung I vergaß aber zu zahlen und fuhr davon. Die Kellnerin, bie des Einkommen» bis zu 2900 Mk., so ist neue Declaration I zufällig auch rabelt, schwang sich halb auf ihr Zweirad und i nöthig, da ber Steuerpflichtige bann in eine höhere Steuer- I folgte bem Gauner, ben fie auch in einer nahen Ortschaft, klasse einjutreten hat. I fanb unb festnehmen liefe.
—— I * Zur Verübung eines dreisten Schwindel» ist baS Tele-
Laubach, 26. September. Dem schriftlich eingebrachten I phon schon wieder einmal benutzt worden. Im Laden eines Gesuche einer beträchtlichen Anzahl von Eltern, beziebung»- I Juweliers ber Friebrichstabt in Berlin erschien ein fein ge= weise bereu Stellvertretern, ber Gymnasiasten und Pensionäre I kleideter Herr mit stark gebogener Nase, um angeblich im entsprechend, hat die Großherzogliche Direktion des Gymnasiums I Auftrage einer hochangesehenen, im Thiergartenviertel wohnen- mit G nehmigung Großherzoglichen Ministeriums auch für I ben Familie, die schon früher zu den Kunben ber Firma bas Wintersemester ben BormittagS'U'iterricht am hiesigen I gehörte, B e rlobungSringe auSzuwähleu. Da bie Brr- Gymnasium eingeführt. Wie berechtigt bie Petenten, denen I lobung ber Tochter jener Familie in ben Zeitungen beS e» habet hauptsächlich um Förberung ber gesunbheitlichen I TageS angegeigt gewesen war, erschien ber Auftrag vollstänbig Entwicklung ber Schüler burch Bewegung unb Spiele an I plausibel. Der Herr wählte 8 mit Brillanten, Perlen und den Nachmittagen zu thun war, zur Stellung ihrer Bitte I farbigen Ebelsteinen besetzte Ringe im Werthe von je 200 waren, zeigt daS Urtheil beS Herrn Professor Dr. Schmidt- I dis 800 Mk. aus unb bat, bie acht Ringe ber Familie zur Monaib (Halle), ba» berfclbe gelegentlich eines Vortrags I brfinitiven Wahl vorlegeu zu lassen. AIS ber Diener beS Über „Entstehung unb Verhütung nervöser Zustänbe auf I Juweliers bei ber Familie erschien, waren bie Herrschaften höheren Schulen" auf ber in letzter Woche abgehaltenen I nicht zugegen unb ber Diener ließ bas Packet mit ben acht Naturfotscherversammlung in Düsseldorf abgab: „Bor Allem I Ringen gegen Quittung zurück mit ber Bemerkung, baß er Einführung be» Bormittag»nnterrichtS, benn amtliche Er- | bie nicht gewählten Ringe nach 6 Stunben wieder abholen mittlungtn haben ergeben, baß bei Nachmittagsunterricht bie • werbe. Kaum hatte ber Gefchäftßbiener ba» Haus verlassen,


