Ausgabe 
29.3.1898 Erstes Blatt
 
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Ctcales uub protHtisieöes

Gießen, 28. März 1898.

Ordens «Berleihung. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allerguadigst geruht, am 9. v. M. dem Präsidenten der Königlich Preußischen und Großherzogl. Hessischen Eisenbahn-Direetton Mainz, Breit en bach, daö Lomtharkreuz 2. Klaffe de» GroßherzogUchen Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, dem Großherzoglich Badischen Mitgliede der Dr-etion der Main'Nrckar-Eisenbahn, Oder» regteruugßrath Stutz, das Ritterkreuz 1. Klaffe Desselben OrdenS au verleihen.

Bestätigung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allerguadigst geruht, am 18 Mär- l. IS. dem von der Ersten Kammer oer Landstände für den Rest der bis 31. März 1903 laufenden Wahlperiode zum Mitgliede der StaatSscholdenverwaltung gewählten OberlandeSgerichtSpräfi- deuten Knorr die lavdr-herrlicheBestätigung zu dieser Wahl ja ertheilen.

Kirchliche Dieustnachrichtem Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguadigst geruht, den von Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach- Erbach auf die evangelische Pfarrstelle zu Brensbach, Decanat Reinheim, prasentirten Pfarrverwalter Ferdinand AntheS daselbst für diese Stelle za bestätigen.

H. Etadtthe-ter. Am gestrigen frühlingS-schönen Sonntag war Nachmittag- Kcader-Borftellung. Eine hübsche Dramnttfirung de- beliebten Kiudermärchen- ^Sneewittchen and die sieben Zwerge" war es, welche die Kleinen in Schaaren angelockt hatte, so daß da- HauS gut besetzt war. Sie lauschten alle mit Aufmerksamkeit den Reden der bösen Königin, bewunderten die lieblich-aumuthige Gestalt Snee« wittchen-, freuten sich herzlich über die originellen sieben Zwerge und wurden so gebannt von den Vorgängen auf der Bühne, daß der durch die Fenster lugende Sonneufchein keiuer Beachtung gewürdigt wurde. Gespielt wurde für die Kruderherzen begeisterungsvoll- Frl. Berner war ein Saee« wtttchen, wie man es sich schöner und frischer nicht wünschen konnte und ihrer Rede aumuihig-ansprecheude Weise entzückte nicht nur die Kleinen, sondern wirkte auch wohlgefällig auf die erschtenenen Großen, Pardon Damen und Herren. Frl. Würdig alS Königin, Herr Böhm als Prinz, Herr Liebscher als Jäger, sowie alle übrigen Mitwirkeuden spielten flott und zur vollsten Zufriedenheit des minderjährigen Auditorium-. Der Abend brachte a!S Ueberraschung die Überhaupt erste Svfführong des Schwankes®in Besuch in Panoptikum", verfaßt von W. Huhn. WaS als Handlung gelten soll, läßt sich wie solgt karz wiederholen: Die Tochter Mieze deS Professors Sichel geht mit ihrer Freundin Ella zu emrm versprochenen Rendezvous in- Panoptikum. Dort gibt sich Mieze einem anwesenden Maler, Curt Nolden, gegenüber für verhetrathet, als die Frau des PolizeiinspectorS Lämmer, aal. Die Freundin wird abgerufen, Mieze bleibt mir dem Maler allein. Eintteteude Studenten ulken in burschikoser Weise die Beiden, so daß sich eia Streit entspiuut und eine derbe Zurechtweisung durch Nolden erfahren. Da hierdurch die Studenten in ihrerStande-ehre" sich gekräukt fühlen, befchließen sie, Rache au dem Maler zu nehmen. Der dienstbare Geist Anton wird von dem Wärter deS Pauop» tikum- herbeigeholt und die Studenten veranlassen Anton, sich al- Wachsfigur in der Rolle eines dreifachen Raub- mSrdrr- zu prasentiren. Noldeu und Mieze erscheinen wieder, werden von dem Wärter Kraushaar auf die neu augekommeue Figur de- sensationellen Raubmörder- aufmerksam gemacht, und al- bet der Befichtiguug die neugierige Mieze die Nase der Figur alias Anton berührt, wird diese lebendig, haut dem Maler eine 'runter uud verschwiuder mit großen Sätzen an- dem Saal. Mieze ist von solchem Schreck ohnmächtig geworden. Alle bemühen fich, die Schöne wieder zu beleben, aber erfolglos. Der Wärter Kraushaar wird nun zu dem angeblichen Gatten, dem Polizeiiofpector Lämmer geschickt, um diesen von dem Vorfall zu benachrichtigen uud damit er feineffifcc Nudel" heimhole. Lämmer ist ebeu beim Verhör eine- Clowns, dessen Frau durchgegangeu, al- ihm die Nach, richt überbracht wird. Da er nicht verheirather ist, nmth- maßt er, daß e- die Frau de- Clown ist. Als er endlich kommt, hat sich Mieze längst erbolt, und da ganz zufällig auch deren Herr Papa, der Professor Sichel, im Panoptikum erscheint, löst sich Alle- in eitel Wohlgefallen uud Freude auf: Der Maler verlobt fich mit Mieze, der noch anwesende Polizetiuspector mit der wledergekommeneu Freundin Ella. Urber deu Werth diese-Schwanke»" läßt fich bei dem constauten Mangel an derartigen GeisteSelaboraten nur sagen, daß er wohl der Aufnahme an anderen Bühnen sicher ist. Jedoch wird der Stift deS Regisseur- noch Manche-, als zu langweilig uud ausgedehnt wiedergegeben, streichen. Der Stoff ist auf Kosten guter Witze mir offenen und verblümteu Zweideutigkeiten reich gesp ckr, geistsprüheud witzige Einfälle fehlen. ES find Späße, wie sie weit besser uud originaler in Fastnachtl-Schwäuken, worin in Mainz besonder- Brauchbares geliefert wird, fich finden. Gar Biele- läßt die künstliche Mache erkennen, ein sich Abmühen nach Gedanken uud Einfällen. Der erste uud zweite Act befriedigen wenig, der jedesmalige wirkuug-lose Actschluß oerräth, daß der Autor nicht bühnen- sicher rominirt ist. Wirksam verwerthet ist die Figur eine- Clown. Heberhaupt könnte auch die gaoze Handlung ebenso gut al- Circus.Pantomime gelten. Unser ge« uügsaweS Theater. Publicum ist jedoch mit solcher Kost zufrieden, da eS mit Besserem nicht allzusehr verwöhnt wird. Um die Wiedergabe wachten fich tu erster Linie für die beiden abellteuerunternehwung-luftigen Mädel- Mieze uud Ella die Damen Frl. v. Winterstein uud BudowSka verdient, die durch fiottel Spiel und fesche Erscheinung zu gewinnen wußten. Herr Janson al- Maler Noldeu war al- schwärmerischer Liebhaber vortrefflich, de-gleicheu Herr Fritz sch ler als Polizei Inspektor. Eiueu ganz vorzüglich wiedergegebeueu Paoopticnm-dieuer schus Herr Doser, er bot eine ganz vorzügliche Leistung, gleichfalls auch Herr

Albrecht mit seinem Clown. Die Herren Böhm uud Forsch hatteu fich den richtigen Skudentenjargon zu eigen gemacht, Herr Liebscher al- der d e Wnch-fiznr markirende Amon war originell. DaS Zusammenspiel an fich war flott, die Ausstattung del Paaopricumraume» w.ro au größeren Bühnen ein Prunkstück geben, hier war sie dürftig. Das gut besetzte Hau- amüfirte fich, wie eS schien, köstlich und spendete beim zweiten uud dritten Act lebhaften Beifall. Der anwesende Verfasser Herr W. Huhn (ein Sohn hiesiger Stadt) wurde stürmisch heraulgerufen und wurde sogar am Schluffe durch eine prächtige Kranzspende geehrt.

* Stadtthealer. Um die diesjährige Spielzeit im hiesigen Stadttheater würdig zu beschließen, wird die Directiou Kruse uud Helm am kommenden Doauerstag al- letzte Vorstellung abermals ein Shakespeare'sche- Meisterwerk, nämlich «Romeo und Julia", Tragödie in 5 Acten, aufführeu. Herr Hof­schauspieler Heinrich Hacker ooa Darmstadt spielt den Romeo".

Pr. Saalbauvereirr. Mit dem vierten Concert de» Saalbauverein-, das am 27. d. M. im großen Saale de- Gesellschaft-Verein- abgehalten wurde, fand der dies« jährige Cyclu- von Kammermusik Concerteu feinen Abschluß. Die frommen Wünsche, die vor einigen Tagen ein concert- freundlicher Herr für dieses Concert in Bezug auf das Wetter in diesen Spalten äußerte, waren zwar vicht in Er­füllung gegangen, doch hatte sich auch so eine stattliche An­zahl von Mufikfreuudeu eingefunden, die den dargedoteuru Kunstgenüssen mit Interesse lauschten. Die beiden ersten Nummern des Programms waren dem Andenken de- ver­ewigten Meister BrahwS geweiht uud enthielten dessen Clavier» quintett (opus 34) uud die Rhapsodie für Alrsolo, Männer- chor uud Pianoforte resp. Orchester (opns 53). Um die Wiedergabe de- Quintetts machten fich die Herren Herber, Wollgandt, Leimer, Hegar (Streicher) uud Trant- manu (Clavier) in hohem Maße vrrdieut, während fich in der Rhapsodie daS Kroubaur'sche Qnartett nuter Herrn Trautmanu S Leitung auf der Höhe seine-Könnens zeigte. DaS Altsolo hatte Fräulein Emmy Schaum au» Frauksurr übernommen, eine talentirte Sängerin, die mit ihrem vollen, wohlklingenden Organ den an sie gestellten An­forderungen vollauf gerecht zu werden verstand und auch nachher mit deu dargeboteueu Liederspendeu, besonders mit der temperamentvollen uud mit tiefem Verständuiß vorge­tragenen Compofitiou unsere» UniverfitätS-Mufikdirector- reichen Beifall erntete, sodaß fie fich zu einer Zugabe (Kinder­lied von Berger) verstehen wußte. Von den Liedern a ca- pella, welche dasKroudaur'sche Quartett" unter Leitung seine- Dirigenten, Herrn Geller, vortrug, erschien unS uaweutlich da» letzte als besonder- wohl gelungen. Einen würdigen Abschluß erhielt da- Concert durch das geistvolle uud sehr interessante Clavielquivtett (opus 81) von Dvorük. Ueber die Compofitiou selbst ist bereit» vor einigen Tagen an dieser Stelle eingehend gesprochen worden, sodaß wir uuS heute darauf beschränken können, zu sagen, daß die Wiedergabe durch die auSführeudeu Künstler eine gute, wohl befriedigende war. Wir schließen unseren Bericht mit dem aufrichttgeo herzlichen Wunsche, daß diese mit so günstigem Erfolge ins Leben gerufenen Kawmermusik-Coucerte für die Zukunft ein dauerndes Gut unserer Stadt bleiben wögen.

*cT Der Bauer'sche Gesaug-Bereiu beging gestern sein 34jährige» Stiftung-fest. Auf der einen Seite sah man dem Jubilar sein Alter nicht an, denn Jugendfrische und Kraft zeigte fich iu allen Lüftungen- auf der anderen Seite dagegen werkte man deu für einen Verein ganz respee- tablen Zeitabschnitt, denn eine große Anzahl erprobter Freunde füllten al» Geburt-tag-gäste und aufmerksame Zuhörer den Saal. Der Verein hatte fich seine Sache nicht leicht gemacht, neben den schönen, immrr noch al» Prüfstein geltenden Volks­liedern, waren recht schwierige Kunstlieder auf dem Programm zu finden. Am meisten von den letzteren hatte wohl daS Morgenlied von Rietz iuteresfirt, welches in jeder Weise einen geschutten Chor vorauSsetzt und verlangt. Wir coastatiren gern, daß neben allen Hebrigen, auch dieser Chor voll uud ganz gelang, e» waren starke Kritiker im Saale, aber der Beifall war so unvermittelt, kam ungezwungen, und wußte al- vollste Anerkennung getten. Neben den Chorwerken waren Solovorrräge vorgesehen und auch hierbei wüsseu wir be- dingnogSlos den Erfolg anerkennen. Einen großen Theil, de» dem Verein gespendeten LobeS müssen wir freilich auf daS Conto de» Dirigenten, Herrn Polster übertragen. Der Manu hat Schneid, weiß was er will uud versteht es vor allen Dingen feine Intentionen seinen Säugern einzuflößen, sodaß diese jede, selbst die kleinste Nuance nnweigerlich bringen. Ein flott gespielter Einakter, von Mitgliedern de» Stadt­theater» dargebracht, schloß da» schöne iuhattreiche Programm. Doch halt, noch Nr. 11 der Tanz folgte und soll fich anch mit vollem Erfolg den übrigen Nummern de» Programms angeschloffen haben.

P. Ausstellung von Havdfertigkettsarbeilen. Wie tu seinem gesawwteu Schulwesen einerseits und den sonstigen WohlfahrtSeinrichtungen andererseits, so steht unser Gießeu auch iu feinen Leistungen für erziehlichen Handfertigkeit»- unterricht im Bordertrrffen und rivaltfirt erfolgreich mit Städten, die ihm an Zahl der Bewohner wie auch an pecnniären Mitteln bedeutend überlegen find. Die hier seit einigen Jahren in» Leben gerufene Anstalt bildet kein unab­hängige» Gaoze, sondern nutersteht der Leitung des Herrn Oberlehrer Hahn. Vielleicht ist e» einer späteren Zeit vor- behatten, den Unterricht für erziehliche Snabenhaodarbeit al» obligatorischen Lehrgegenstand tu den systematischen Schul- uuterricht einzureihen, damit allen Schülern die Wohlthat desselben zu Theil werde. Bezüglich der Organisation der Schule sei bemerkt, daß der Unterricht von zwei Lehrern, die hierfür eigen» vorgebildet find, an zwei Tagen in der Woche Mittwochs und SamStagS von 1/13 Uhr Mittags an in zusammen vier Abteilungen ertheilt wird. Er gliedert fich in einen CursuS für Anfänger und einen solchen für Fortgeschrittene. Auf die erzielten Resultate in jeder

Abtheiluug kommen wir spater zurück. Der Rechenschafts­bericht für Serbschuiit gibt an, daß der Unterricht vom 6. Oc'.ober 1897 bis 26. März 1898 dauerte und von 32 Knaben besucht wurde. Die Theiloehwer standen im 11. bi» 13. Jahre und fetzten fich zusamwen aus Schülern der Stadtknabenschule, der Realschule und des Gymnasium». Dem Bericht für Papparbeit entnehmen wir, daß bei gleichem Beginn und gleicher Dauer der Huterr chlSzeit 30 Schüler in der vorher erwähnten Zusammensetzung Theil nahmen. Ueber die auSgestellren Schülerarbeiten folgende Einzelheiten: I. Kerbschnitt. A AnfängercursnS: 1. Hebung 1: Viereckiger Untersatz, 2. Uebungeo 2 a unb b: Notiztafel, 3. Hebung 3: Sechseckiger Hntersatz, 4. Hebung 4: Brief­beschwerer, 5. Hebungen 5 a, b, c: Verzierte» Lmesl, 6 Hebung 6 : Runder Hntersatz, 7. Hebung 7: B lderrahmeo, 8. Hebung 8: Schlüsselhalter, 9. Hebung 9: Bücherbrett. B. Cursu» für Fortgeschrittene: 1. Sparkasse, 2. Notizblock, 3. Spiegelrahmen, 4. Thürschild, 5. Aiäierbrett, 6.Lawpeureüer,7.Hrstäader,8.K2ffeeklotz,9.Zahobüistenhatter, 10.Console, ll.Bürsteokasten, 12.Brodtellcr, 13.Schmnckkasten, 14. Zeitunglmappe, 15. Doppelrahme. C Schwierige Arbeiten für geübte Schüler: 1. Großer Stehrahmen, 2. Handschuhkasten, 3. Mefferkasten, 4. Schreibzengständer, 5. Servtrbrett, 6. Fußschemel, 7. runde» Tischchen, 8 Hocker. II. Papparbeit. A. Anfänger: 1. Stundenplan, 2. Merktafel, 3. Zaubertasche, 4: Kästchen, 5. Kasten mit Deckel, 6. Schiebekasten, 7. Würfel, 8. Lampevreller, 9 Heft, 10. Küchentafel, 11. einfache Mappe, 12. sechseckiges Körbchen, 13. Buchfutteral, 14. Schutzkasten, 15. Viereck ge» Körbchen, 16. Mappe. B. Fortgeschriteve: 1. Mappe mir Tasche unb Klappe, 2. Tagebuch, 3. Schreibmappe, 4. Uhrständer, 5. Fingerhutbehätter, 6. Waadermappe, 7..körbchen, 8. Serviettenring, 9. Sparkasse. Die Arbeiten, nach Maßgabe der vorstehenden Aufzählung geordnet, gewährten einen prächtigen Anblick, solche für Fortgefchrirtene und Geübte präsentirten fich zum Theil al» Kunstwerke. DaS zahlreich erschieoeve Publikum zeigte denn auch viel Interesse und Berstäudniß, und e» darf erwartet werden, daß durch recht lebhafte Betheiligung am Unterrichte der Nutzen desselben fich demnächst in allen Schichten unserer Bevölkerung deutlich fühlbar machen wird.

Unsere Stadtpost in der Schulstraße, welche seither dem hiefigen Hauptpostamt unterstellt war, wird vom 1. April ab alS nicht etatmäßige» Zweigpostamt mit selbst­ständigem Vorsteher geführt werden. Hieran» werden ver­schiedene Vortheile in der Bestellung usw. refultireu.

Der Verein für Bogel- und Geflügelzucht hält am kommenden Sonntag nach ewjährigem Bestehen seine erste Generalversammlung ab. Die Tagesordnung besteht in der Berichterstattung Über die Ausßellang und deren finanzielles Ergebniß, Neuwahl de» Vorstände» und Ver- loosung der bet der Au-stelluugSlotterie nicht abgensmmenen Gewinne.

Zwischen die Passer gerathen ist in der Werkstätte der Oberhesftschen Eisenbahnen am vottgrn Samstag ein Ar­beiter. Er wurde derart verletzt, daß er nach feiner Wohnung gefahren werden mußte. ______________________

rttrchttche Anzeigen der evang.Gerneinde.

In der Stadtkirche.

Mittwoch den 30. März, Abends 6 Uhr, sechste PasftonS- andacht.Pfarrer Dr. Grein.

Sfitlfla ter raMpa jna*htta JiMtp-vr. eperrrtzan».

Dienstag den 29. März: Bajazzo. RegimevtStochter. Mittwoch den 30. März: Tannhäuser. Donnerstag dm 31. März: Hochzeit des Figaro. Frettag dm 1. Sprll geschlofim. S-mStag dm 2. April: Der Maskenball. Sonntag dm 3. April, Nach­mittags 3Vi Uhr: Schöne Helena. AbmdS 7 Uhr: Fra Diavolo. Neues Ballet-Dtvertiffement. Montag dm 4. April: Wallensteins Tod.

Echarr^ieltzan».

Dienstag den 29. März: Gebildete Menschen. Mittwoch dm 30. März: Gymnasialbirector. Donnerstag dm 31. März: Logenbrüder. Frettag dm 1. April: Götz von Berlichingen. Samstag dm 2. Aorll: Bartel Turaser. Sonntag den 3. AprU, Nachmittags 3'/, Uhr,: Logenbrüder. Abmd» 7 Uhr: Der Rentier.

tuiO poUswirrdschaff

rüotxrt#26.März. Frachtpreise. WeizmX20,0020,60, Korn X 15,8016,00, Gerste X 17,50-18.00, Hafers 15,00-16,00, Erbsen X 18-CO, Linsen X 00,00, Wicker X 00,00, Leiv X 00,00, Kartoffeln X 600, Samen X 00,CO.

Nerreft* Nachrichten.

Depeschen de» BureauHerold^.

Berits, 28. März. Gestern früh wurde die Geliebte Grünenthal», Elli Solz, und eine Hebamme verhaftet.

Berlin, 28. März. Dem ^Berliner Tageblatt" zufolge wurde in Grenoble der Münchener Schnell« und Dauer­geher Hallmeier ermordet. Hallmeier wurde während seiner Theilnahme an dem MeisterschaflS-Dauergehen «euch- ling» erschossen.

Laudon, 28. März. Der Zustand Gladstone» wird al» hoffnungslos betrachtet.

Madrid, 28. März. In «eiten Kreisen der Bevölkerung gitt der Ausbruch de» Kriege» als ganz sicher. 8» herrscht große politische Begeisterung. Taufende junger Leme an» allen Schichten der B.-:kerung bieten der Regierung ihre Dienste an. Sagasta hofft dessen ungeachtet, den Frieden noch erhatten zu können.

Athen, 28. März. Ein großer Diebstahl ist in dem Bureau der öffenclicheu Schulden Verwaltung entdeckt worden. Eiu Beamter hatte feit lacgaer Ze t entwerrhete Coupons entwendet uud wieder in Umlauf gesetzt.

Newyork, 28. März. Aui Haiti find die finanziellen Berhä.inisse ttostlok. Im Jvneru der Jvlel herrsch: Huu ger-uoth.