Ausgabe 
28.12.1898 Erstes Blatt
 
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Der ßorftaob. nrawne an der J?offe i 10 tM W. lbkümtilhM« ifl, Ab-°dS 8 Uhr, xbel. ,, ,

Wr. 304 Erstes Blatt.

Mittwoch den 28. December

1898

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger

Amts- und Zlnzeigeblutt füv den TiveiZ Gieszen

Gratisbeilage: Gießener Familienblätter

am am

llt Anzkigen.Bkrmittluog-ftellen >e« In- und flnllonbtl nthrnrn «nzeigea für bcn ©icßencr «njcigcr entgegen.

nee|*e »ob ämjeigtn |u der Nachmittag- für den feigenlag «scheinenden Nummer bi- Sonn. 10 Nhr.

Mut ^r.ngerlohn.

t*et Postbezug S Mark 50 Ptg. vierteljährlich.

Redaktion, Expedition und Dnidrrtic

Schukstraße Nr. 7.

SihL'ßtg-* wird daran erinnert, baß drr Lnltusmivister nach dem Abschluß der Bornnttifucbung berechtigt ist, auf die Fortführung de» Disziplinarverfahrens -« verzichte». <t» fei das früher geschehe», wenn drr Angeschuldigte entweder sein Amt medergrlegt oder wenn er durch da» offene Be- ktvotn.ß einer Pfl'chtwidrigkeit und durch Garantie für eine künftige nntabelige Führung die Behörde tu den Stand fetze, ihn mit Nachsicht zu beurthetleu. Da» Dt»ziplinarges«tz sagt davon freilich nicht», d» bestimmt lediglich: .Der de» Aa« ge chuldigtrn vorgesetzte Minister ist ermüchtigt, mit Rücksicht auf den Ansftll der Voruntersuchung da» fernere Verfahren eivzustelleu und geeigurteufall» nur eine Ordnungsstrafe |n verhänge«.* Immerhin ist e» von Jotereffe, daß jetzt schon die Frage di»eutirt wird, wie dem Verfahren ein Eade ge-

«dreste für Depeschen - Anzeiger Ziehen.

Fernsprecher Nr. 51.

Fall Delbrück Sine brmerkeu-wertde verliorr Anschrift bringt der ^Hamb. Torr.*, d» heißt darin: In eompetevten «reise« wird dtelsach die Frage aufgeworfen, ob e» nicht bester grwrfrn wäre, der Wiederholung Delbrück,cher Sprachenztffe durch eine vertrauliche Aussprache zuvorzu- kommen. Und man beruft sich für diese Auffassung darauf, daß da» Januarheft der .Preußischen Jahrbücher* ein,» zweiten Artikel über die «u»wetsuog»frage enthält, der durch die Mäßigung im Ausdruck wie tu der Sache den Gndruck

Abonnemen1s^Einladu«g.

Zum Bezug desGietzener Anzeiger" für das 1. Vierteljahr 1899 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird derGießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer, den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten zuverlässiger telegraphischer Nachrichten- BureauS sowie zahlreiche Mttheilungen auS dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch umsichtige Berichterstatter in allen Otten Oberhesiens und in den bedeutenden Städten der anderen hessischen Provinzen, ist der Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge innerhalb unsere- engeren Vaterlandes und der Nachbargebiete so frühzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, des­gleichen wird den Begebenhetten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Au Zigers zu Theil werden. Den Interessen der i« der Provinz Oberhessen betttebenen Land wirt h- schast wird der Anzeiger in Zukunft durch eine laudwirthschaftliche Beilage Rechnung tragen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahr­ungen in Kunst und Wissenschaft, Litteratur, Hau-Dirthschast, Handel, Gewerbe und In­dustrie m den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Als weitere Beigabe erhalten die Leser die Blätter für Hessische Volkskunde Ein gediegene- Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und hetteren Inhaltes den erwünschten llnterhaltungS- stofs bieten. DieSietzener KnmittenblLtter" werden dem Anzeiger wöchentlich 4 nt a l (Dienstags, Donnerstags, Samstags und SonntagS) beigelegt und neben den Erzählungen, Romanen und Novellen beliebter Schriftsteller anziehenden Unter- haltungsstoff aus dem Gebiete des Familienleben» und der Hauswitthschast bringen, und somit namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe Meten.

Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, chre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzuttetende hiesige Abonnenten er­halten vom Tage der Bestellung bis 31. December den Anzeiger kostenftei zuzestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe-Nummern nach auswärts postfter zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements bettag durch Outttung erheben lasier»», falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt.

Hochachtungsvoll

Verlag desGießener Anzeiger" Brühl'sche Unio.-Buch h. Steindruckerei (Pietsch Erben).

Bekanntmachung.

betreffend: Die 8cranfUitang vou VerloosunUe» ivvrrhalb de» Großherzog,hu«s.

trf<6rinf mit Mn»iiebnif dc- MoutagS.

Die Oifftrnrr ^amintHOfdttrr »erben b<m Anzrig« w»ch«Ztlich viermal heigelegt.

Amtlicher Theil.

Bekanntmachung,

Di« 6onti.lt d«i «l-r-ruck-ppsr-te.

e, mki biabstchtlgt, Mc »ontrolt bet Binb:uiap|>aratt bet 6otecl»r:«bencn Steinigung (^oUgetbetitbanng »,14. Dec «der 1888) für bie «itehl»°!len in bcn Lutd- ..meinten be» «reife« einem giallficiiten rechn'kee jU »et. rtaaen. Die Zabl bet jn coattolirenben «pp-teue bettSgt »«*Reit ttea 260. Bewerbet wellen stch miet Hogabt ttret Hn'p.a»e an «ednl. ölet Sebfibten nnb erntet »et- ffigung non ßengnifien übet ihre eech^che Befähigung Ichrist' lieb bet oo» melde«.

Gieße«, de« 24. December 1898.

Sroßherzogliches Kreisamt Gießen.

W. Bechtold.

Der Ortsvorüand zu Friedberg brabsicht'gt mit de» 15. F brnar 1899 stat'fiidenden Frühjahr«- nnb 25. Oetober 1899 stattfindendrn Herbst Pferde- nnb Fohlen- »aekre je eine verloofnng von Pferden, Fohlen und land- wirihschaftlicheu SegenstSaden zu verbilden. ------ t n

Durch Totfchl eßung Großh. Ministerium» de» Innern macht, al» ob Herr Delbrück in ber Zwischenzeit felbst zu vom 16. b. Ml» ist die nachgesuchte Trlaubniß zur veran« der Arsicht gelangt fei, bah er i« Decemberheft bie Grenzen staltung beiber verloosungen unter ber Bebtugung ertheilt der fachlichen Kritik überfchritten habe. In ber «Verl ner worben, baß bei jeder derselben nicht mehr al» 12 000 Loose ~ ....... kA<* h,r

zu 1 Mark da» Stück ausgegeben werben dürfen unb min­desten» 60 pLt. be» Bruttoerlvse» aus bem verkanfe ber Loose zu« Ankauf von Gewinngegenstänbeu zu ver­

mache werden könnte.___________________ ____

Prag, 26. December. ,Narobnh Listt* zufolge verfügte der Haaoelsmiatster, daß in ben Post- und Telegraphen- Aemrern in Böhmen und Mähren im internen D.enst bi« tschechische Sprache etnzuführen sei.

Budapest, 26. December. Da» angrkünbtgte Dnell zwischrn oe« Mmtsterprästbenten Baron vanfftz nnb be« Abgeordneten Horanskt stabet nicht statt, weil ber Letzter» sich zwar zu dem Duell bereit erklärte, jedoch mitthetlte, er betrachte eiu solches von Seiten Vavfftz» nicht als ritterliche Geungthuung. Nunmehr wollen mehrere jüngere liberale Abgeordnete Horanskt fordern. Andererseits verlautet, baß stch Horaatki selbst ber Dtseretton entbunben betrachtet und weitere Suthüllungeu machen wolle, für bie er Zeugen auf­zubringen tu ber Lage sei. Der am DienStag statlfiadenden Abgeordnetenhaus Satzung steht man deshalb mit Beforgniß entgexen, da man thäll'che Jafulirn für Vai ffh besürchtet.

Budapest, 24. December. Bon oppositioneller Seit» wird gewrldrt, daß ber frühere Präfidenr des Abgeortueteu- Hause-, Sztlagyt, sofort nach ben Feiertagen eine energische Act on ehidttn werbe behufs Stürzurg Banffy'S. Ma« glaubt, baß auch eine weitere Anzahl liberaler ttbgeorbnetrr sich dieser Action anschlteßen werde Al» zukünftiger Minister- Präsident ist ber Honvedmtu strr Fejervarh ober brr bcrzeitige Ackcrbauminifter Darar Pi an»ersehen, währenb ein Mitglieb ber Natior-alpartet bas Portefeuille beS Innern übernrhme« soll. Nach Zustaubekommeu btese» Labtnets wird baffeldt die dringendsten Vorlagen zur Erledigung bringen. Sodann soll da» Hau» aufgelöst und die Neuwahlen ausgeschrieben werden.

Krakau, 26. December. Wie bekannt, verbot bie rusfische Regierung bie Nieberlegung einer großen Anzahl « Lnze in Warschau am Fuße bes neuen Mtcktewtez-Denkmal«. Diese Kränze würben in ber Nacht nach Warschau ge­schmuggelt nnb von Socialisteu unter Abfingung ber Arbeitrr- Marse'lleile am Denkmal niebergelegt.

Preßburg, 26. December. Gestern früh fuhr bet ber Station Neuhäuiel etu aus Preßburg kommender Persouenzug tu den Wener Personenzug, infolge falscher Weichen- stellung. Fünf Wagen wurden total zertrümmert, zwei Reisende tödtlich, sieben schwer, neun leichter verletzt.

Brüssel, 26. December. Au» de« Modai-Gebiet kommt au» zuveriäifiger Quelle die Meldung, baß 62 belgisch» Soldaten von den Aufstäubtschen getödtet und verzehrt worden seien.

Antwerpen, 26. December. Die christlichen Demo­kraten hielten gestern hier ihren Parteitag ab. Der Priester Dhän» sowie bie übrigen Führer ber Partei ergr ffen bat Wort unb beklagten sich heftig über bie Art nnb Weise, wie Dhän» von ben eonservaiiven Katholiken behandelt würbe. Besonber» beklagten sie sich barüber, baß Dhän» da» Meffe- lesen verboten worben ist Mehrere Redner stimmten für die Vereinigung ber Soetalisten mit ben Liberale« nnb für bie gemeinsame Forberuug bet gleichmäßigen Vertretung t» Parlament. Abends fand eine zweite Sitzung statt.

wenden find.

Zugleich ist der Vertrieb der Loose im Großherzogthu« gestattet worden.

Gießen, den 24. December 1898.

Großherzoglickres KreiSamt Gießen.

v. Bechtold. _________________

Deutsches Aetch.

Berli«, 24. Dteember. I« Potsdamer Stabtschloß fand h.me Nachmittag das Weihnacht«.Diner statt, zu welche« wie alljährlich die Umgebung de» Katserpaare« Ein- labangen erhalten hatte. Hieran schloß fich die Bescheeruug.

Berli«. 24. December. Die ,Poft* schreibt zu der Blätter»etduug, wonach die Aoti-Auarchisteu-Eouf»- re uz M tte Januar wieder zur Berathurg zusammeutreteu soll, daß nach ihren Informationen die Regierungen zunächst auf Grund der vorltegendeu Lonferenz v:sch üffe ihre Stel- lungnahme fistirt haben. Ob nun ein nochma tger Zusammen- tritt der Lonserenz zur Besprechung der Regierung»beschlüffe nvthig sein wirb, läßt fich zur Zeit nicht best'««en.

Berli». 24. December. Hebet bie «u»weisungen in Schleswig gehr bet ,Äat.-8 b. Lorresp." eine Zuschrift beten verfaffet ein burch unb burch Übtralet deutschet Patriot ist, unb bet, in «ordschleswig behei«a,het. vermöge seiner verufsstellnng in desonberm Maße als sochkunbig an­gesehen zu werben verdient. Diese Zuschrift wendet fich mit bttterer Klage gegen die Haltung der freifinnigen Organe, soweft fie gleich bereit waren, die Ausweisungen als nnbe- rechtigt zu behandeln und durch eine weit über das Ziel hinausschießende «ritt? der dänischen Preffe Vorwände zu einer maßlosen Hetze gegeben haben. Die Zuschrift schließt mit folgende« Unheil über den gegcnwä.tigen Stand der D'ugr: »Ruhige dänisch-gesinnte Leute sangen an, ihren Un­willen über die dänische Agitation kund zu geben, nnb bie aniäsfischen bänischen Untertanen belogen fich bitter über da» Auftreten vieler in den preußischen Staat»verband auf- genommenen Optanten, die »ach ihrer Aufnahme wider Streu und Glauben sofort fich bet beutschfeinblichen bänischen Agi­tation anschloffen nnb daburch bie Ex sten- bet ruhigen bäni- scheu Haterthaoen gefährdeten. S» mag sein, baß hier unb Dort geschäftliche Slörungen eivgetreten finb, bieselden finb aber tut Wesentlichen verschuldet burch bie Unterstützung, welche bie Dänen burch bie regiernngSfelubliche Preffe er- halteu. Solche Störungen werden aber sehr bald vorüber- gehen. Wir finb btt Meinung, baß, wenn bie Regierung conftqaent unb unentwegt ihr pfl chtmäßige» Ziel verfolgt, bie bäoische Agitation an bet Rordgtenze «tt allen dazu ge» eigneten Mitteln zu'bekämpfen, halb Ruhe nnb Frieben ein­kehren wirb.

_ Da» neue Abgeordnetenhaus. Sämwtliche Minister mit Ausnahme be» vou Berli« abwefenbeu Reichs­kanzler», fanbru fich heute vormittag 11 Uhr itu Abgeorb- netenhanse, Prinz Slbrechtstraße, ein unb besichtigten io ein- gehenbet Weise, unter Führung be» Baumeister» Schulz, sämmtliche Räume be» neugtbanten Hause». Die Anlage unb bie Abführung sanden allgemeine Anerkennung. Be­sonder» wurde lobend hervorgehoben, daß die Aufgänge, Treppen, Flure und Lotribore, im Gegensatz zum Reichs- tagshause durchweg Tageslicht haben nnb nicht wie bort zum Theil völlig bnnkel erscheinen. Der S'tzuvgssaal, bie Fractionszimmer, bie vnreauräume, Bibliothek nnb Lese- .immer Alle« wmbe zweckcutsprechenb gefunden, ge- schmackvoll nnb ohne überflüisigen Luxus. Namentlich hob Herr Dr. v. IRigntl auch bie zwtckmäßige Anlage der Zimmer für die Preffe hervor, für welche überhaupt vor- züglich gesorgt ist, ganz hu Gegensatz zu ben nngenflgeiben, guappen unb uuveuttlirbare« Räumen iw Reichstage.