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28.9.1898 Erstes Blatt
 
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Wetzlar. 26. September. Heute Morgen wurde die Verkäuferin bei hiesigen Tonsumveretns, Frau Wittwe Wehl, bei der Wollspinnerei all Leiche oul der Lahn gezogen. Die unglückliche Frau, welche einer sehr achtbaren Familie entstammt, war eine etwal verzagte, kleivmüthige Natur, welche sich Unannehmlichkeiten, die sie betroffen hatten, so zu Herzen nah«, baß sie sreiwilltg den Tob suchte.

Gaffel 26. September. Die schon so oft gerügte Unsitte, Obstreste und Obststetne aus bte Bürgersteige zu werfen, hat anfl Neue eia Opfer geforbert. All am Samstag Nachmittag eine Dame bte vor einem Hause am Köuiglehore gelegenen Treppenstufen htnabstieg, trat sie auf eine daselbst liegeude angesaulte Birne, glitt aus und schlug mit dem Rückeo und Hioterkopfe so heftig auf die Kanten der Treppen­stufen, daß sie bewußtlos aufgehoben und tu einer Droschke nach Hause gefahren werben mußte.

Eingesandt.

I®toten, 26. Septembr 1898.

Wenn Jemand einen Privatwunsch hat, der ihm peksSnltch Angenehmes dringen soll, bann überredet er einige Freunde und der im Eingesandt so heimisch- anonyme .Einer für Stele* ist fertig. Dieser große Unbekannte hat nun auch bei der Theater- Dtrection mit Glück den 7*/t Uhr Anfang burdbfltbtücft; probe­weise soll daS Theater also eine halbe Stunde früher beginnen. Hätte die Directton den Rath kundiger Thebaner eingeholt oder be­folgt, würde sie sich dazu nicht verstanden haben, denn diese Probe kostet Geld, weil sie EinnahmeauSiälle bringen wird. Alle Gründe dafür anzuführen, verbietet der Raum, meiner Meinung nach ver­zichtet dal Etadttheater mit dem 71/« Uhr Anfang auf das Gros

der Geschäftswelt, auf eine ganze Reihe Lehrer und Hörer der Universitär, die sehr häufig bis 8 Uhr in THStigkett find. Rüttele man doch nicht unnütz an bewährtem Althergebrachten; was einer Großstadt mit regem Fremdenverkehr woblthut, ist doch nicht maß» gebend für Gießen, welches ohne Zuschuß von Außen sein Theater erhalten soll.

____________Einer, dem wohl Diele zusiimmen werden.

Dcrtri^r, Land- rrnd DolFttvirtbfcbafi.

Gießen, 27. September. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.901.20, Hübnereier per St. 78 2 St. 00-00 H, Enteneier 2 St. 0000 H. Gänse«

eiet per St. 0000 Käse 1 St. 57 Käsematte per St. 3 4, Erbsen per Liter 18 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.600.70, Hühner per St. X 1.001.20, Hahnen per Stück X 0.801.20, Enten per St. X 1.801.20, Gänse per Pfund X 0 480.54, Lchsenfleisch per Pfd. 6674 Kub« und Rindfleisch per Pfd. 6266 Schweinefleisch per Pfd. 6876 H, Schweine­fleisch, gesalzen, per Pfd. 80 Kalbfleisch per Pfd. 6264 H, Hammelfleisch per Pfd. 5070 Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bis 6.50 X, Weißkraut per St. 816, Zwiebeln per Ctr. X 5.000.00, Milch per Liter 16 H, Zwetschen per Ctr. X 8.004.00.

Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nach« mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgcboten werden_______________________________

Neueste Nachrichten.

Depesche» des Bureau .Herold*.

Berlin, 27. September. Die unverehelichte 40jährige Marte Becker 'wurde gestern tu ihrer Wohnung, Weiden­weg 6b, tobt aufgesundeu. Es konnte bisher noch nicht festgestellt werben, ob Mord oder Selbstmord vorliegt. Ein der verstorbenen nahestehender Mann ist vorläufig in Haft genommen worden.

Budapest, 27. September. In de« Grauer Kohlen­

werk fand ei» Wasser- Einbruch statt. Nähere Mit- theilungen über das Unglück fehlen noch.

Paris, 27. September. Der gestrige Ministerrath, der bte Ueberweisuug der Dreyfus«Acten an den Eaffations- bof beschloß, dauerte vier Stunden. Sarrieu und viger stimmten erst nach langem Zureden seiteol ihrer Lallegen der Revision zu. Noch gestern sollten die Beton dem Eaffottaol- hofe eiugereicht werden. Der Befehl zur Einschiffung vorn Dreyfus für die Reise nach Frankreich soll bereits erthetlt sein. Briffou conferhte nach bem Ministerrath eine halbe Stunde mit dem Polizei-Präfekten Blanc. Später begab er sich ins Elh'se zum Präsidenten Faure. Dieser machte, wie verlautet, Briffou vorwürfe, die Revision in seiner Abwesen» heit beschloffen zu haben. Bor Anfang October wird der Präsident der Erimtnalkammer des CaffationshoseS keinerlei Vernehmung anorbntn. Jene drei Mitglieder des CaffaUons« Hofes, welche tu der Revtfions-Cammiffwn mit Nein gestimmt haben, gehören nicht der Criminalkammer an. Diese beg-nnt also vollkommen unbeeinflußt ihre Untersuchung. Der Laffationshof kann die Verweisung vor ein neues Kriegs­gericht zwar nur mit einem Formfehler oder mit eine» neuen Factum, welches die Unschuld des Berurtheilteu bat* thut, begründen, hat aber auch die Macht, die Schuld- frage selbst zu prüfen und alle Zeugen zu ver­nehmen. Er kann also eine vollständige Untersuchung veranstalten und schließlich ein motivirtes Urtheil mit voller Klarlegung der Thatsachen publictren. Die Versammlung nationalistischer Abgeordneter, welche zuerst im Abgeorbneun- Haus stattfinden sollte, wo aber ein paffender Raum verweigert wurde, findet nunmehr heute in einem Hotel statt.

Herr Eduard Wolff*

im Alter von 83 Jahren.

Giessen, Bahilang (Sumatra), Hofgüll, 27. September 1898.

Die Beerdigung findet Donnerstag den 29. September, Nachmittags X\<A Uhr, vom Sterbehause,

Südanlage 11, aus statt.

9571

NS

Heute Morgen 8 Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Grossvater

Margarethe Hoffmann, geb. Wolff, Robert Wolff, Hans Wolff, Beigeordneter, C. Hoffmann, Oberamtmann, Lisi Wolff, geb. Anders, Clara Wolff, geb. Haberkorn, und 5 Enkel.

Knabenhaudarbeit.

Samstag den 1. October d. I, Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Schulhause am Afterweg (Handwerkerschule) zwei UnterrichtScurse für erziehliche Kuabeuhaudarbeit mit je dreistündiger, wöchentlicher Unterrichtszeit eingerichtet werden.

In dem einen derselben sollen die Schiller mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittarbeiten beschäftigt werden.

Zur Betheiligung an dem Unterrichte können ältere Schüler der Volksschule sowohl, als auch Schüler der höherm Lehranstalten (letztere vom 11. Jahre ab) zugelaffen werden.

Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von jedem derselben zwei Mark zu entrichten; außerdem haben die Schüler der höheren Lehranstalten noch ein Schulgeld von vier Mark zu bezahlen.

Anmeldungen zum Unterrichte werde» zur augegebeueu Zeit im genauuteu Echulhause eutgegeugenommeu.

Gießen, den 26. September 1898.

Gnauth, Hahn.

Oberbürgermeister. Oberlehrer. 9552

Bekanntmachung.

Rabbiner Dr. Levi-Ltiftung.

Aus obiger Stiftung find am 1. October er. die Jahreszinsen pro 1897/98 mit Mk. 108,50

zu einem Drittel an 2 Arme der Israel. Neligions«Gemeinde Gießen,

2 arme Israeliten der Provinz Oberheffen,

,2 christliche Arme der Stadt Gießen

zu vertheilen und wollen fich Bewerber um dieselben innerhalb der nächsten 4 Wochen schriftlich hierher wenden.

Gießen, den 27. September 1898.

Der Borstand der israel. Religions-Gemeinde Gießen.

I. B: N. Stamm. 9553

Mittwoch den 28. Srpthr. L

Nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerffchen Saale verfleigert:

1 Sopha. 1 Schreibtisch, 1 Linoleum- teppich, 1 Ausziehtisch, 1 Regulator, 1 Eommode, 1 Waschtisch, 1 Nacht­tisch , eine Partie Schuhwaaren u. A.

9549 Geißler, Gerichtsvollzieher.

Obstversteigerung.

Freitag deu 30. Teptember er., von Nachmittags 3 Uhr an, wird die Obsternte (Aepfel und Zwetschen) des Freiherrl'ch van der Hoop'schen Gutes bei Rodheim a. d. Bieber versteigert. 9555

Zusammenkunft: Schmittermühle.

Obstversteigerung.

Am Donnerstag deu 29. d. Mts., von Nachmittags 2 Uhr ab, wird da» Obst der Gemeinde Laune- bach (Aepfel, Birnen und Zwetschen) an Ort und Stelle versteigert.

Zusammenkunft im Lahnweg bei Launsbach.

Krofdorf, 26. September 1898. Der Bürgermeister. ___________Kleine. 9533 Mstversteigerung.

Donnerstag deu 29. Idss. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll das der Gerne nde Kinzenbach gehörende Obst versteigert werden.

Zusammenkunft bei meiner Wohnung.

Kinzenbach, den 26. Sept. 1898. Der Gemeindevorsteher.

Pfaff. 9565