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nnb bereit fein, sofort in’# Meer Hinabgelaffen zu werden. Jeder, der die Einrichtung unserer großen Dampfer kennt, weiß, daß die Boote auf Deck auf einer Unterlage ruhen. Da» Ewporhebeu von dieser Unterlage, sowie da» Heraus« schwingen der Boote nach der Seesette zu ist der schwierigste und zeitraubendste Thetl der ganzen Rettung»arbeit, da» weih Jeder, der lange an Bord war. Werden nun die Boote gleich beim Eintritt schweren Nebel» in Bereitschaft gesetzt, so ist beim Eintritt eine» Unglück» nicht» weiter nöthig al» die Boote herabzulafien, wa» in wenigen Secunden geschehen kann. Um so bester läßt sich die» noch auSführen, al» bei schwerem Nebel meist geringer Seegang ist- 3. Bei jedem Heraulgehängten Boote sollen mindesten» zwei Manu al» Wache sein, die sofort beim Eintritt eine» Unfall» das Ein« steigen der Reisenden Überwachen nnb ba» Boot in'» Meer herablasten können."
• Neue» au» dem Batican. Ueberallhiu bringen bte Errungenschaften der Neuzeit, selbst bi» tu den Batican. In Kurzem wird da» elektrische Licht darin strahlen, anch in den Gemächern de» Papste», die bi» dahin nur durch Oel erhellt wurden. Der Papst verfolgt die Arbeiten mit großer Aufmerksamkeit und kümmert fich um viele Kleinigkeiten. Um da» Licht zu erzeugen, wird man die Krast eine» „Aqailoue" genannten Waffersall» bet dem leoninischen Thurm benutzen, der von den Mastern de» See» von Bracciano (30 Kilometer von Rom) gelpeist wird. Mit großer Feierlichkeit wird am 1. Januar 1899 die Einführung de» elektrischen Licht» gefeint werden. E» ist zu hoffen, daß auch die Museen de» Batican» fortan bei künstlichem Licht dem Publikum geöffnet sein werden. Daß wäre nicht einmal eine Neuheit, denn bi» 1870 konnte man die Sammlungen auch bei Fackelschein besichtigen, die» kostete jedoch so bedeutende Dtinfgelber, daß nur die wohlqesp'cktesten Börsen der Reffenden fich oteseu Genuß leisten konnten.
• Königin Wilhelmiua nnb der Sultan von Sink. Der Sultan von Stak, welcher nach Holland gekommen ist, um den Krönungßfeterltchkeiten betzuwohnen, wurde von der Heb« reizenden, jungen Königin Wilhelmtna in einer Privataudtenz empfangen. Natürlich mußte die Unterhaltung mit Hilfe eine* Dolmetscher» geführt werden- trotzdem war diese so lebhaft und herzlich, daß der junge Orientale, ganz bezaubert von der kindlichen Anmuth und Liebenswürdigkeit WilhelmmaS, dieser kurz nach der Audienz ein außerordentlich kostbare» und fremdartig schönes Geschenk al» Zeichen seiner Verehrung überreichen ließ. Diese» wahrhaft fürstliche Präsent besteht
au» einem coloffaleu Elephautenzahn, der einem Füllhorn gleich auf einem au» massivem Silber prachtvoll in Relief ausgearbeiteten Felsblock ruht. Der Zahn selbst ist mit herrlichen Schnitzereien und meisterhaft in wunderbar zarten Farben ausgeführten Gewinden von seltenen indischen Blumen und Früchten überreich vkrziert. Das elfenbeinerne Füllhorn enthält prächtige Schmuckstücke in Form von goldenen Herzen, die verschwenderisch mit den schönsten Edelsteinen inkrustrt find. Da» Ganze ruht auf einem tu mattem Gold gehaltenen Sockel, der folgende Inschrift trägt: „Ihrer Majestät der Königin Wtlhelwina in tiefer Huldigung von Uang di Pertocan, Cesar Floaril Hasfim Abdul Djalil, Sjaipedin, Sultan von Stak Sri Jndrapoera."
• Der Trousiea« der Prinzessin Dorothea von Coburg, der Schwägerin unserer Kaiserin, dürste in der Damenwelt wohl Jntereffe erregen. Eine hellrosa Ducheffetoilette, ganz mit Brüffeler Spitzen überdeckt, ist eben so schön wie eine blaue Brocatrobe mit weißen, eingewebten Schleifendesfin». Da» Devant ist mit Silber gestickt und mit ValencienneS- Spitzen garnirt- baß ausgeschnittene Leibchen ist gleichfalls mit Silber gestickt. Eine im Stile Maria Antoinette'» gehaltene, grünweiße Foularb-Toilette mit Maiglöckchen, eine pfirfichfarbene Mousftlinetoilette, ein Batistkleid mit eingewebten Ecru-Spitzen, eine grünkartrte Seidenrobe mit Gold« litz:n find von bezaubernder Schönheit und verrathen einen ausgezeichneten Geschmack. Sehr schön ist auch eine reseda- grüne Seidencreponnetoilette, deren Rock über hellrosa Atla» fällt, — ein blaugraue» Cr£pe-de-Chine-(5oftüm m't Jäckchen im Stile Cout» XV. und gleichfarbiger Blouse, sowie dafür die Reise bestimmte graue englische Cieviotcostüm mit Borten. Die meisten Toiletten werden in Wien angefertigt.
♦ Der Berlobnrrgsring am Fußknöchel. Eine gegenwärtig im Harz weilende junge Amerikanerin erregte die Aufmeik- samkcit der übrigen Touristen dadurch, daß fie am Knöchel ihre» rechten Fuße» einen breiten, goldenen Ring trug, den man bei hochgeschürztem Kleide sehr gut sieht. Auf Befragen gab die Dame an, daß die» da» neueste Schmuckstück der vornehmen Welt New-Uork», ein Berlobungßrtng, sei. Der Ring ähnelt einem Armband, da» der Braut vorher cn« gemessen wird und so gearbeitet ist, daß der Strumpf beqarm au« und ausgezogen werden kann, ohne daß hierbei der Ring abgestreift wird. Er besteht au» reinem Golde und ist mir einem kleinen Schloß versehen, zu dem allein der Bräutigam den Schlüffel befitzt.
• Die deutsche Kaiserin im Försterhause. Die Kaiserin
machte gelegentlich ihre» Ausfluges aus ihrer Segelyacht „3bnna* nach Apenrade einen Spaziergang nach dem unweit des Strande» ithüiich gelegenen Warner'schen Forst- Hause. Förster Warner hatte es fich, die Pfeife im Munde, auf dem Sopha gemüthlich gemacht, al» plötzlich eine Gesellschaft dem Haute fich nähert und eintritt. Herr Warner, in der Meinung, es seien Badegäste, empfängt die Gesellschaft, ruhig seine Pfeife weiterrauchend, und läd zum Sitzen ein. Besonder» die eine Dame kvüpft nun mit dem Förster eine eingehende Unterhaltung an. sowohl über seine dienstlichen wie auch privaten Berhölmiffe, und bekundet ein lebhafte» Jntereffe an den Ausführungen de» Alten, der nun seinerseit» gern wissen möchte, wer denn seine Gäste eigentlich seien, und eine diesbezügliche Frage an die Dame richtet. Bei der nun folgenden Antwort „Ich b.n die Kaiserin" entfiel unferm biederen Förster beinahe die Pfeife, die nun schleunigst ihren Platz in der Ecke fand. Die Prinzen, die von ihrer Mutter mit den Worten „DaS find meine Jungs" vorgestellt wurden, erfrischten sich zunächst an einem Glase Milch und erdatrn sich bann bte Erlaubviß, den Bestand besehen zu dürfen, während die Kaiserin, mit dem alten Förster eine lebhafte Unterhaltung führend, Hav» und Garten besichtigte. Beim Abschied überreichte Herr Warner der Kaiserin einen Rosenstrauß, der mit sreundlich'm Dank angenommen wurde, worauf die Herrschaftea den nach der Stadt führenden Fußpfad einschlugen, um unten, am Waldrande entlang, den Strand wieder zu gewinnen.
• Die Gattin Werner btauffachers soll im (Santon Schwy; ein Denkmal erhalten. Auf Beranlaffung eine» Berühr Damencowi öS hat der Bildhauer Leu einen Denkmalsentwurs ausgearbeitet, der demnächst einer Sachoerständigrn Eommisfion vorgelegt wird. „®enn" — so heißt es in einer Mit« Teilung des Ausjchuff:» — „da* Beispiel Tell» und der Grütlimänner in den Tagen der Noth das Volk der Schweizer begeistert hat, für die Eroberung der kostbarsten Güter zu kämpfen, so soll da» Beispiel der Gattin Stauffachers ihrer Häuslichen Tugenden, ihre» Patriotismus un» in den friedlichen Zeiten, in den wir leben, ermuthigen, gemeinsam an dem Gedeihen des ganzen Volk'» zu arbeiten."
Sd?iff»nad^rid^eni
Der Postdampser „FrieSland" der .Red Star 2tnee üi Antwerpen ist laut Telegramm am 23. Ju i wohlbehalten in yUw» York angekommen.
Verls eigmmM
Große Versteigerung.
Dienstag den 26. Juli und Mittwoch den 27. Juli d. I., jedesmal Vormittags 10 Uhr und Nachmittags 2 Uhr beginnend, werden bie Restbestände des G. PH. Fillmanu'schm Maaren- lager- im Verkaufslocal, Markt« ftraße 17, gegen Baarzahlung versteigert. ,
Die Bestände in feinen Glas« und Porzellauwaareu, Nickel, Alseuide re. re. in moderner Aa^on find sowohl für Familien, als auch Wiederverkäufer und Wirth- schäften sehr zu empfehlen.
Außerdem kommt eine Parthie Möbel zum Ausgebot.
7439 I. A.: Lchueider.
ijrkimiitimiiljiniiten
Arbeitsvergebung.
Da» Neudecken von zwei Seilen de» Daches am Pfarrhaus hinter der Stadtkirche, veranschlagt zu226,50^L sowie die zur Erneuerung der Einfriedigung am Vorgarten daselbst erforderlichen Maurerarbeiten, veranschlagt zu 278,64 JL, und die Schlofferarbeiten, veranschlagt zu 76,68 JL, sollen in Accord vergeben
Gartenftraße 2.
7263
Mittwoch den 27. Juli I. Kaffee- u. Theegebäck
wird im Bieker'schen^Saal^ein noch gut 8tetfl vorräth,8. empfiehlt
erhaltener Mahagonistutzstügel mit TT
(mptnrininttp nnh vDlptallnibmen verfleiaett. ■■■ **www*w»*«
9
Metallplatte und Melallrahmen versteigert.
Die Versteigerung findet be-
verachiedene Sorten, 5793
in anerkannter Güte,
stimmt statt.
7468 Geißler, Gerichtsvollzieher.
Conditorei und Wiener Cafd.
Ausschank echt Pilsener und Münchener Bier.
, 1 Sattler, 1 Schmied, 2 Schneider, _ f. 79fiQ
r, 1 Spengler, 1 Wagner, 1 Kellner. i • j n
Mittwoch den 27. Juli l. 3.. Wilk Haas, iS.
werden im B°Än'Wn Sank' I tl'01'l-I168 Möbel aller Arten, sowie 2 Hobelbänke V-ll vz A vllvü
versteigert.
7467 Geißler, Gerichtsvollzieher.
Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Angebot der Arbeitnehmer: 1 Krankenwärter, 2 Bausckreiner, 1 Tag- .
löhner, 1 Hausburscbe, 1 Lauffrau, 1 Büglerin, 1 Flickfrau, 1 Cornptorist für bei 6584
Buchführung oder Correspondenz, 1 gut empfohlener Bureau- oder Canzleigehulse, Umendt, Sühllhosstk. 58.
1 ^Nachfrage der Arbeitgeber: 2 Drechsler, mehrere Eisendreher, 1 Sveng- ——
[er, 1 Installateur, 1 Barbiergehülfe, 2-3 Krankenwärter, 1 Anstreicher, 2 Dack- la. NkUk
beeter, 1 Messerschmied, 1 Tapezier, 2 Bauschlosser 1 Schmied 2-3 Schuhmacher, . .. VTftll Unmnnn
2 Bauschreiner, 1 Fuhrknecht, 2 Handlanger, 1 Schweizer, 2 Hausbuffchen, 1 leb. ßQH, VOU^nHrilluC jung. Arbeiter, welcher die Landwirthschaft versteht, 1 jung. Hausbursche, 2 Dienst- ö
2 Buchbinder, 1 Drechsler, 1 Drucker, UllÜ U6U6 XAr10Ü6M
2 Glaser, 1 Kupferschmied, 3 Lackirer, 1 1 ° s
2 Schreiner. 2 Schriftsetzer, 4 Schuhmacher
werden.
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