Ausgabe 
27.5.1898 Zweites Blatt
 
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Effecten anzuschaffen, diegfieAderZReichsbankMn«Verwaltuna geben könnten. Wenn Jemand über diese beiden Geschäfts- zweige zu klagen hat, so wären es höchstens die Banken und Bankiers, denen die Reichsbank sowohl durch kostenfreie Giro- Überweisungen als durch so billige Aufbewahrung von Effecten eine vernichtende Concurrenz gemacht hat. Aber der Handels- stand ist in den letzten 20 Jahren durch eine so schwere Schule gegangen, daß er das Klagen längst verlernt und sich daran gewöhnt hat, seine Geschäfte den sich stetig verändern- den Verhältnissen anzupassen. (Sehr richtig!) Ich komme zu dem dritten und Hauptvorwurf. Die Landwirthschaft klagt darüber, daß ihr die Mittel der Reichsbank vorenthalten werden! Nach § 13 des Bankgesetzes sind alle Wechsel vom Discont der Retchsbank ausgeschlossen, welche länger als drei Monate laufen und welche nicht die Unterschriften von drei oder doch mindestens zwei als zahlungsfähig bekannten Ver­pflichteten tragen. Die Retchsbank hält sich nicht nur an den Wortlaut, sondern auch an den Sinn dieser gesetzlichen i Bestimmung. Sie weiß sehr wohl, daß es ein Leichtes ist, Wechsel nach Ablauf der ersten drei Monate noch beliebig oft auf weitere drei Monate zu erneuern, und sie hat es daher längst zu einem Princip erhoben, nur solche Wechsel zu discontiren, denen, soweit es für sie erkennbar ist, eine wirkliche geschäftliche TranSaclion zu Grunde liegt, von der sich annehmen läßt, daß sie sich innerhalb der Laufzeit des Wechsels abwickelt, sodaß nach menschlicher Voraussicht der Bezogene auf diesem natürlichen Wege in die Lage kommt, seinen Wechsel mit Bestimmtheit einlösen zu können. Die Reichsbank schließt von ihrem Discont alle Wechsel aus, von denen sie glaubt annehmen zu müssen, daß es sogenannte Finanzwechsel oder solche sind, die bei Verfall erneuert werden I sollen. (Fortsetzung folgt.)

* Eine Banknote ist immer eine sehr erfreuliche Er­scheinung, wenn sie einem selbst gehört und wenn nur eine redjt hohe Zahl daraufsteht, so ist die Währung Nebensache. Aber man braucht kein deutscher Chauvinist zu sein, um zu staden, daß die deutschen Retch-banknoteu, was Solidität des Papiers und künstlerische Ausstattung betrifft, die aller andern Staaten weitaus übertreffen. Der Fall Grünenthal hat dem harmlosen deutschen RetchSbürger eine Zeitlang die Freude an seinen Banknoten vergällt, denn er mußte fürchten, trotz aller Vorsicht gegen Fälschung ein unrecht in Umlauf ge- kommeues Exemplar zu besitzen, deffen Einlösung die Reichs- bank verweigern würde. Diese Befürchtung ist bald zerstreut worden durch die Erklärung der Retchsbank, daß sie selbst den entstandenen Schaden tragen wolle. Eine wettere Be- ruhigung enthält die Mtttheilung, daß in Zukunft eine bessere

CotaU» tut» peoottt$fcaw

D. Darmstadt, 25. Mat. Hier sand heute die 14. ordent­liche Generalversammlung der Actionäre derLand wirth- schaftlichen Genossenschaftsbank" statt. DaS Actiencapital der Bank beträgt eine halbe Million in 2500 Stück Actien ä 200 Mark, die voll eingezahlt find. Von diesen Actien befinden fich 767 im Prtvatbefitz: die übrigen 1733 Stück find im Befitze von Verbänden, Central- geuoffenschasten, Molkereien, Consumoereinen, Spar- und DarlehnSkaffen. Während des ganzen Jahres herrschte ein flüssiger Geldstand, der dazu nöthigte, die Ueberschüffe mit- unter in Effecten auzulegeu. Am Jahresschlüsse besaß die Bank für über eine Million eigene Effecten, die fich zu etwa 3,6 pCt. verzinsten. Die sämmtlichen VerwaltungSkosten be­liefen sich im verfloffenen Jahre auf die mäßige Summe von rund 22,700 Mk. Tantiemen an Directoreu und Der- waltungSrathSmitglieder gibt es hier nicht. Hauptsache ist und bleibt: Billiges BetriebScapital für die Mitglieder und das konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahre, deffen Um­satz sich wieder um zwei Millionen erhöhte, gegeben werden. I ®on dem Reingewinn werden dem Reservefonds alljährlich 20 pCt. zugeschrieben. Als Dividende werden 4 pCt. an die Actionäre ausgezahlt,- außerdem wird die BetritbSrücklage erhöht, dem JabiläumSfondS deS Verbandes ein kleine c Beitrag von 250 Mk. bewilligt und der Rest auf neue Rechnung vorgetrageu. Die auStretenden BerwaltungS-Mit- glieder Wernher, Dettweiler und Ramge wurden wieder gewählt. Herr Bankdirector v. Wedekind, der feit Gründung der GeuoffenschastSbank (1884) die Geschäfte leitete, wird demnächst zurücktreten,- die Generalversammlung sprach ihm I ihren besonderen Dank für seine ersprießliche Wirksamkeit aus. I

Vermischtes.

Stu neues wirksamesEnthaarungsmittel" wird in einer ärztlichen Fachzeitschrift warm empfohlen. Bekanntlich scheitert der Versuch, unglückliche Menscheukruder von der übermäßigen Behaarung einzelner Hautstellen zu befreien, an der Umständlichkeit ober Schmerzhaftigkeit der dabei anac wandten Proceduren. Andere Methoden, so die Anwendung gewisser Aetzpasten, haben nur einen rasch vorübergehenden Erfolg oder verwehren womöglich den Bartwuchs. Ein Hamburger Arzr empfiehlt nun zur raschen, bequemen, dabei wenig schmerzhaften Enthaarung sogenannte, aus Colophonium und Wachs in bestimmtem Verhältniß zusammengesetzte Harz- stifte. Dieselben werden wie Siegellack an oder in der Flamme erwärmt und im Augenblick des Schmelzens sanft auf die Hautpartie aufgesetzt. Nach dem Erkalten werden fi- mit einem kurzen Ruck in der Haarrichtung abgezogen- die Haare sammt den Haarwurzeln hasten dann pinselartig am Ende des Stiftes. Personen mit behaarten Malern und be sonders Damen mit bebärtetem Antlitz winkt also die ersehnte Rettung.

* 3® dem Orte Oberschönweide bet Koepentck, Kre<s Ntederbarntm, der erst vor zwei Monaten eine selbstständige Gemeinde geworden ist, hat man vergessen, die Wählerlisten au-zulegen. Der Ort ist wegen dieses Versehens nun vor- auSfichtlich dazu verurtheilt, auf seine Theilnahme an den i ReichStagSwahleu zu verzichten.

I Ludern die Reichsdruckerei alle empfangenen Bogen, gleichvie ob im Druck gelungen oder nicht, der ReichSbauk zurückzu stellen hat. Wir entnehmen diese Notiz einem Aufsatz von A. O. Klaußmann im 21. Heft der bekannten Familien- I ZeitschriftJllustrtrte Welt" (Stuttgart, Deutsche Ber- I lagS-Austalt, jährlich erscheinen 28 Hefte ü 30 Pfennig). I neuesten Hefte 21 und 22 (letzteres dasFrühlings-

I heft ) zeichnen fich wieder durch ihren vielseitigen Inhalt und I die gutenJllustrationen aus- dem Heft 22 ist eine reizende farbtße Kunstbetlage beigegeben:Giuseppa", nach dem Ge-

I mälde von E. v. BlaaS.

I * Folgende heitere Geschichte wird aus London be- I eichtet: Miß Reave, eine junge Lehrerin, legte am 1. d. M., wie sie es in jedem Monat zu thun Pflegte, die Hälfte ihres I Gehalt- in Gestalt einer Fünfpfuud-Bauknote in ein Couvert, das sie für ihre Mutter bestimmte. Dann legte sie den Briefumschlag mit dem Gelbe in ihr Portemonnaie- die I Adresse hatte sie noch nicht geschrieben. Eine Stunde später wurde das Portemonnaie gestohlen. Miß Reave lief zum nächsten Polizeibureau, wo ihr die Beamten einen sehr pla- I tonischen Trost zu Theil werden ließen. Ganz verzweifelt ging sie nach Hause. Hier harrte ihrer sie eine angenehme Ueberraschung. Ein Unbekannter hatte ein kleine« Packet ab.

I gegeben, welche« den unberührt gebliebenen Umschlag mit dem Gelbe, mehrere Papiere und einen Bries folgenden Inhalt«

I enthielt:Geehrte Miß! Die Anforderungen meine« Ge- I schüft« haben mich zu meinem Bedauern genöthigt, mich bei günstiger Gelegenheit Ihrer Börse zu bemächtigen, in welcher ich außer einer kleinen Summe in baarem Gelbe, die ich mir mit Ihrer gütigen Erlaubuiß aneigne, einige an ihre Adresse gerichtete Papiere finde. E« liegt mir besonder« daran, Ihnen beiliegenden Briefumschlag wiederzugeben- meine DtScretion verbietet mir, ihn zu öffnen. Wenn eine junge Dame so durch die Straßen spazieren geht mit einem | unbeschriebenen Briefumschlag in der Tasche, dann enthält dieser Umschlag sicherlich einen Liebesbrief, und die schöne Absenderin hatte nicht Gelegenheit, heimlich die Adreffe deS Geliebten darauf zu schreiben. Ich will Ihren Liebsten nicht all der hübschen Dinge und Küsse berauben, die Sie für ihn bestimmt haben, ich bin schon ganz unglücklich darüber, daß meine Intervention die Absendung dieses Billet-doux ver­zögert hat. Werden Sie glücklich, liebe Miß, mit dem Manne Ihrer Wahl und glauben Sie an die aufrichtigen Gefühle Ihres ergebensten Diener«." Das ist doch noch ein galanter Spitzbube!

Schlimmes Hageljahr in Sicht. Unter dieser Überschrift veröffentlicht Herr von Debschitz Raubten in derAllg. Vers.- Presse" eine Mahnung an die Laudwirthe, die Versiche­rung ihrer Feldfrüchte, sofern es noch nicht geschehen, baldigst zu besorgen, denn e« stehe zwar ein fruchtbarer, ober auch ein sehr hagelretcher Sommer bevor. Er stützt fich hierbei auf die Erfahrung, daß ein hoher Grundwafferftand während de« Sommers in der Regel mit einem schweren Hageljahre zufammenfällt und thatsächlich haben wir jetzt einen so hohen Grundwafferstand, wie er seit sech« Jahren nicht gewesen ist. Auch ans einem andern Grunde ist an- zuuehmen, daß der Sommer 1898 viele und schwere Hagel­schläge bringen wird. Es ist eine Thatsache, daß auf einen übermäßig milden W nter fast stets ein sehr heißer und ge­witterreicher Sommer folgt, und mit den Gewittern treten

I auch die HagelschlSge auf. Der Winter 1897/98 war ähnlich I dem von 1883/84 und da« Jahr 1884 brachte einen heißen Sommer und sehr schwere Hagelschläge. Thatsächlich find aui; schon im Königreich und in der Provinz Sachsen, sowie in Bayern und Thüringen recht heftige Gewitter mit schwerem Hagelschlag niedergegangen, wodurch die Theorie des Herrn von Debschitz ihre Bestätigung zu finden scheint. Vielleicht trägt diese Mahnung daS Ihre dazu bei, daß alle jene Land- wirthe, welche noch nicht gegen Hagel versichert find, recht bald daran denken, und daß auch jene kleineren Grundbesitzer, I welche überhaupt von der Hagelversicherung bisher nicht« wissen wollten, mit sich ernstlich zu Rathe gehen und fich fragen, ob e« nicht weiser gehandelt ist, in diesem Jahre eine Hazelprämie zu riSktren, als sich dem Walten des Zu­fälle« zu überlassen. Der Sommer 1898 verspricht gute Ernten, um so schwerer trifft dann eine Vernichtung der Feldfrüchtc. Im vorigen Jahre haben Tausende von süd- deutschen Bauern erfahren, welch unsagbare« Elend die Nicht- Versicherung der Feldfrüchte mit fich bringen kann. Möchten doch alle Laudwirthe daraus eine Lehre ziehen und fich durch Versicherung vor der Möglichkeit eines solchen Elend« schützen!

Widmungen deS Kaiser». Der Kaiser hat den in Neurönnebeck wohnenden Eltern des in Kiautschou ermordeten Matrosen Schulze ein von ihm selbst entworfene« Gedenk- blatt zugehen laffen. Das künstlerisch auSgesührte Blatt trägt am Schluß den Bibelspruch Sv. Joh. 15, V. 13: Niemand hat größere Liebe, denn die, daß er sein Leben lasset für seine Freunde." Der Sendung war vom Ober* commaudo der Marine in Berlin ein Schreiben beigefügt, da« folgenden Wortlaut hat:Auf Befehl Sr. Majestät de« Kaiser« und Königs übersende ich Ihnen beifolgend ein Ge­denkblatt zur Erinnerung an Ihren in China ermordeten Sohn, den Matrosen Johann Heinrich Schulze von der Be­satzung S. M. SchiffKaiser". Der commanöirenbt Admiral." Der Kaiser hat ferner dem AlterthumSmuseum in Ham­burg, nachdem er demselben erst kürzlich eine alte Hamburger Kanone aus dem Zeughause überwiesen hat, ein weitere« Geschenk zugehen laffen, nämlich zehn Fahnen de« ehemaligen Hamburger BürgermilitärS. Diese Fahnen, welche mit sechzig anderen Hamburger Fahnen und Standarten nach der Besetzung Hamburg« durch die Franzosen nach Pari« entführt, von dort aber zurückgeholt worden waren, befanden fich im Berliner Zeughause.

Ein Staatsverbrechen. Ein Stammgast de« M ü n ch en er HofbräuhauseS war kürzlich, al« er fich mißliebig über da« Bier geäußert hatte, Setten« der Verwaltung gebotz- cottet worden. AIS er sich neuerdings abermals im Hof- bräuhau« zeigte, wurde ihm nahegelegt, entweder die geheiligten

England verfügt über einen altangestammten großen Reichthum; es vermehrt diesen Reichthum noch jetzt alljährlich durch seine starke Unternehmungslust, und alle überseeischen Länder sind England derartig tributär, daß der Londoner Geldmarkt noch lange der größte und reichlichste Geldmarkt der Welt bleiben wird. Auch Frankreich verfügt über einen größeren Capitalreichthum al« Deutschland, aber dort stagnirt dre Unternehmungslust; das sich an den Markt drängende müßige Geld ist zum größten Theil erspartes Geld, und bei der Abneigung der Franzosen gegen auswärtige Geldanlagen drückt das zu starke Angebot müßigen Geldes auf den Zins­fuß des Landes. Ganz anders in Deutschland! Hier ist der angesammelte Reichthum neueren Datums. Wohl werden auch hier Ersparnisse gemacht, aber im Ganzen ist der Deutsche viel mehr geneigt, das Geld, das er sich durch Verbesserung seines Lohnes oder seines Verdienstes zu verschaffen sucht, auszugeben als aufzusparen. Ist hieran etwa die Reichsbank schuld? Andererseits herrscht in Deutschland glücklicher Weise noch eine gesunde Unternehmungslust, welche dafür sorgt, daß bisher immer noch die Nachfrage namentlich in gewissen Perioden des Jahres das Angebot von Geld überwiegt. Wir ziehen noch die Mittelstraße und haben e« in Bezug auf die Capitalansammlung wie unser Zinsfuß beweist noch nicht so weit gebracht wie die Engländer. Es braucht dieses aber durchaus kein Zeichen von wirthschaftlicher Verkümmerung zu sein; im Gegenthetl, auch wir haben seit 1876 Fort- Dritte gemacht, und auch unser Zinsfuß ist wesentlich niedriger geworden. Man darf nur nicht einzelne kurze Perioden herausgrcifen; auch England hat häufig genug exorbitant hohe Discontsätze auf kurze Zeit gesehen; augen­blicklich ist der Zinsfuß in England sogar höher als in Deutschland; und thatsächlich hat, wenn man die Jahre 1881 vls 1896 durchschnittlich rechnet, der effective Unterschied zwischen dem Zinsfuß von 3,4 pCt., den die deutsche Reichs dank vereinnahmt hat, und dem französischen von 2,9 pCt. I nur Vs pCt. betragen. Aber liegt nicht eine seltsame Ironie \ darin, daß gerade Diejenigen, welche bei jeder Gelegenheit j gegen bie Verwerflichkeit einer jeden Capitalansammlung zetern, andererseits am lautesten darüber klagen, daß Mangels emer solchen der Zinsfuß bei uns nicht so niedrig ist wie in anderen Ländern! Eine künstliche Beeinflussung ist eben auf diesem Gebiet ganz ausgeschlossen. Wohl könnte eine schlechte und zaudernde Vankleitung eine Disconterhöhung um eine Woche oder selbst um einen Monat verzögern, sie würde aber dann schon einer solch starken Goldentziehung ausgesetzt sein, daß sie sehr schnell gezwungen sein würde, mit einer noch viel stärkeren Disconterhöhung vorzugehen, um das Verlorene wieder einzuholen. Man darf nicht übersehen, daß jede 100 Millionen Mark, um welche sich der Goldbestand der Bank vermindert, eine Verkürzung der Notenemisfions- fahigkeit um 300 Millionen Mark nach sich zieht, und sehr bald würde der Selbsterhaltungstrieb die Reichsbank zwingen, Zinssätze zu fordern, bet denen den Befürwortern eines künstlich niedrigen Bankdisconts die Luft zu solchen Expert- f menten vergehen würde. Es muß feftgehalten werden, daß bl« Bank niemals ihren Zinssatz erhöht, um mehr Geld zu | verdienen, sondern lediglich, um rechtzeitig einem Goldabfluß uorjubeugen und ihre Notenausgabe im Einklang mit ihrem Metallbestande zu erhalten. Ebenso ungerechtfertigt ist der Vorwurf, daß nicht alle Wohlthaten der Reichsbankeinrich- tungen Allen zugänglich und von Nutzen feien. Gerade ourep die Organisation ihres großartigen, fich über das

Reichsgebiet erstreckenden Giroverkehrs hat die Relchsdank eine Einrichtung getroffen, von der Alle und noch dazu kostenfrei profitiren können. Es wäre nur zu i njunfajen, daß noch viel weitere Kreise Gebrauch von dieser ; Einrichtung machten. Die Reichsbank ist ferner geradezu ' bahnbrechend oorgegangen mit ihren Wohlfahrtseinrichtungen I für bte Aufbewahrung und Verwaltung von Vermögens- l gegenständen. Gegen eine ganz minimale Gebühr stehen ! diese Einrichtungen Jedermann zur Verfügung, und gerade i alle anderen Berufsstände und Personen als die dem ) Handel und der Industrie angehörenden haben Gelegenheit, ! 5« r-ttws! rasrM-szxaasttÄ

gerichtet. In Schwabendorf und Rauschenberg wurden durch Blitzschlag mehrere Scheunen eingeäschert, in Niederwald wurde eine Frau vom Blitz getödtet.

Huslant»

Rom, 25. Mai. Au« Ersparung«rückfichten sind in diesem Jahre alle großen Manöver abbeftellt wordeu.

Pari», 25. Mai. Zum Kammerpräsidenten dürste PoincarrL ernannt werden.

Madrid, 25. Mai. E« bestehen MeinungSdifferenzen zwischen dem Bantenminister und dem Fivanzminister, welche wahrscheinlich zu einer neuen MtuisterkrisiS führen dürsten.

Madrid, 25. Mai. Die Blätter besprechen die beab- fichtigte Abtretung der Philippinen an Frankreich und drücken die Meinung au«, daß die dortigen Insurgenten sowie die Geistlichkeit willig Frankreich« Herrschaft über die Insel acceptiren würden.

Madrid, 25.Mai. Der Admiral Montojo soll vor ein Krieg-gericht gestellt werden.

London, 25. Mai.Daily New«" melden au« M a d r i d, von spanischer Seite werde der Friede h erbeigewünscht, um einer vollständigen Zerrüttung der spanischen Finanzen vorzubeugen. Eine europäische Großmacht stäube im Begriff, einzuschreiten.

Key West, 25. Mai. Gestern fand eine große Schlägerei zwischen Negern und weißen Soldaten in Ehica- manga statt. Bier Neger wurden getödtet, mehrere schwer verwundet.

Die Verstaatlichung der Reichsbank.

(Fortsetzung.)