Ausgabe 
27.2.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

ginen geeigneten Partner fand die geschätzt! Bastln in Herrn i Böhm, welcher in der Rolle de» Hermann mit Erfolg be* müht war, diesen leichtfiontgen, verführerischen Schwerenöter wir seiner erheuchelten Gleichgültigke't, seiner verderblichen Lieber Swürdigkeit lebenswahr wiederzugeben. Wir fanden Herrn Böhm selten so gut diSponirt wie gestern Abend- feine LL eoergabe diese» frivolen Leichtfüße» war in allen Stimmungen eine vorzügliche Leistung, der wir rückhaltlos Anerkennung »ollen. Die Figur de» Ale Schmalenbach fand durch Herrn Dir. Helm eine in allen Detail» gut an-ge- arbeitete, realistische Verkörperung. Herr Fritzschler brachte den vom Dichter stellenweise recht unwahr gezeichneten, gemüthSpflaumenweichen Fabrikbesitzer August Langenthal zu bester Geltung. Einige unschöne stereotype Armbewegungen fielen jedoch gestern besonder» auf, die sich abzugewöhnen wohl ntcht allzu schwer fallen dürfte. Al» Paul Jlefeld bot Herr Janson eine achtenSwerthe Leistung - er charocterifirte mit scharfen Strichen, aber seine sonst so klangvolle, klare Aussprache hörte sich gestern durch die vielen Gaumen, und Gurgeltöne stellenweise recht undeutlich an. Frl. Biotti hatte sich mit der undankbaren Rolle der Juliane erfolgreich abgefaoben, desgleichen Frau Keßler mit der Duldermiene der Wwe. Schmalenbach. Wir bewundern Frau Keßler in ihrer Dialectfertigkeit, wünschen aber, daß dabei weniger oft in« Publikum geschaut werde, da hierdurch der gute Eindruck so mancher Scene gestört wird. Bedauerlich ist, daß sich zu diesem guten Stück so wenig kunstbegeisterte Seelen einfanden, diese kargten jedoch ob des gebotenen Genusses nicht mit lebhaftesten BeifallSbezeugungen, die, in erster Linie nebst mehrmaligem Hervorruf der geschätzten Gästin, sowie allen übrigen Mitwlrkenden galten. Wir wünschen, daß unser theaterliebende» Publikum den ferneren Vorstellungen wieder die früher gezeigte große Theilnahme bekunden möge.

btadttheater. DieKönigsberger Hartung'sche Zig." schreibt über ein Gastspiel de» Frl. Clara Drucker vorn Lessingtheater in Berlin al»Cyprieune":Frl. Clara Drucker ist der verkörperte Sonnenschein. Begünstigt durch ihre schöne, frische Erscheinung, wirkt ihr so anrnuth»reiche», wahrheitsgetreues Spiel sehr belebend. Ihr melodisches Organ läßt die ganze Seelenscala «tedertönen, die ein junges Frauenherz, wie das derCyprienne", zu empfinden vermag. Die Wiedergabe der Titelparthie zeigt, daß Frl. Drucker eine Künstlerin ist, die diese Bezeichnung voll verdient. Sie ist eine Künstlerin, die mitten im pulfirenden Leben steht und durch ihre Individualität, ihre Frische und Darstellung Alle- mit fich fortreißt. Frl. Drucker ist ein Gast, den man gern recht lauge bei fich bewirthen möchte.

*F. Bortrag von Professor Dr. Sauer. Der fünfte und letzte Vortrag fand am Mittwoch den 23. Februar statt und schilderte noch einmal im Zusammenhang die Ent­wickelung griechischer Cultur und Kunst von der mykenischen di- zur römischen Zeit. Da» herrlichste Beispiel dieser Ent- Wicklung bittet Athen und seine Akropolis, und an der Hand eines Planes der Stadt und der Burg, sowie eines Akropolis- Modells sahen wir, wa» aus Athen seit 1833 infolge der großartigen Ausgrabungen und Funde geworden ist- welche Männer mit idealer Begeisterung frei von jedem Utilitaris­mus an dem Wiedererstehen diese» antiken Trümmerfeldes gearbeitet haben. AIS einer der Ersten ging unser Lands­mann Ludwig Roß hier an das Werk- er zog alle Bautheile des Niketempels, der im Jahre 1687 von den Türken ab­getragen und in eine Batterie verbaut worden war, au- dieser Batterie heraus, sodaß jenes prächtige Tempelchen der Rike Aptero» wieder aufgerichtet werden konnte. Er ist e» auch gewesen, der bei seinen weiteren Ausgrabungen auf eine Schicht von Marmortrümmern stieß und aus diesem Funde den Schluß zog, daß dieser Schutt von der Zerstörung durch die Perser herrühre, der uns dann später wie ein Museum ein Btld der eifrigen Kunstthätigkeit des sechsten Jahrhun- beit® vor Augen stellte. Freilich hatte man für diesen Fund zunächst kein Verstäadniß, aber allmählich, ganz besonders durch Bötticher, wuchs da- Jntereffe, da» sich schließlich in dem Verlangen kundgab, ein Museum süd-östlich vom Par­thenon zu errichten. Weitere Funde veranlaßten die archäo­logische Gesellschaft, den Plan aufzustellen, auch die modernen und mittelalterlichen Anlagen abzutragen, ja sogar bi» zum gewachsenen Felsen einzudringen, um ein für allemal diese Funde zu erschöpfen. Der Plan wurde in der That auSge- führt und zwar mit einem Erfolge, der jegliche Erwartung weit übertraf und un- die beftbekannte Trümmerstäite der alten Welt vor Äugens stellte: den Menesikleischen Propy- läenbau, den Parthenon und da- zierliche Prachtgebäude, da- Erechtheion. Auch die Ausgrabungen am Abhang der Akro­polis und in der Stadt lohnten reichlich das einmal be­gonnene Unternehmen: da» ASklepinion und das Dionysos- theater, das zierliche Rundtempelchen des Lysikrate», das Olympinion nab der am Besten erhaltene Tempel de» Hephäst, die AitaloSstra und da» Odeion de»H:rodeS, da» find wohl die bedeutendsten Merkmale der Wandlungen der Stadt Athen, die somit der Entwicklung der Burg ein einheitliche» Bild ausmachen: Die Herrscherdurg Athens zur Zeit der Könige und Tyrannen wird nach den Prrserkriegen ausschließ­lich zum Heiligthum der Athena PoliaS erhoben, an dem Abhang erhalten Dionysos und ASklepioS ihre geweihte Stätte, draußen an dem Dipylon entfaltet sich die Pracht der Gräberkunst, bald darauf hat Athen seine Freiheit Ber­ieten und läßt fich von auswärtigen Königen beschenken, Attalu» II. stiftet die großen Verkaufsbuden und Antiochu» nimmt den Bau des Olhmpioion wieder auf, aber noch ein Mal kommt eine Zeit edler Kunstbethätigung in und für Athen: Herode» AtticuS läßt das Odeum errichten, unii Hadrian schenkt der Stadt einen ganz neuen Stadttheil und da» Olhmpieion kommt mdlich zum vollständigen Auöbau.

vezirttverein Nord Ost. Die Generalversamm­lung de» Bezirk-vereiuS Nord Ost war sehr zahlreich besucht. Der Vorsitzende erstattete nach Begrüßung der Versammlung Bericht über die Thätigkeit während de» Vereinsjahres, sowie den Kafienbericht. Die statutengemäß auSschetdenden Bor-

flatiblmltgUtbrr, bie Herr» FrI-bb-rg-r, «Itz ll°d Roth, wurden sämmtlich wiedergewähU. Zu dem Paukte der Tagesordnung betr. Errichtung einer Haltestelle am Romberg, hatte Herr Friedberger da» Referat über- nommen, derselbe macht Mittheilung über die mißlichen Ber- hältnifie am derzeitigen Bahnhofe und empfiehlt allseitiges rege» Eintreten, um am Rodberg eine Haltestelle zu erlangen, darauf hinweisend, daß die weniger bedeutenden Städte Ratburg und Em» ebenfalls die Errichtung von Haltestellen erreicht hätten. Nach längerer Debatte, in welcher von ver- chledenen Seiten hervorgehoben wurde, daß man Seitens ber Bürgermeisterei nnb Stadtverordneten.Versammlung dem Projekte sympathisch gegenüberstehe, beschließt die verttunm- hing Petitionen aufgnlegen, in welchen die Bürgermeisterei bezw. Stadtverordneten-Bersammlung gebeten wird, dahin zu wirken:daß am Rodberg eine Haltestelle für den Petsonenverkeht errichtet werden tndge. Im gleichen Sinne sollen mit der Nachbargemeinde Wieseck Seiten» deS Vorstandes Unterhandlnngen eingeleitet werden. Betreffs Verbreiterung der vorderen Damm- st raße wurden einige Mitglieder des Vorstandes beauftragt, Schritte zu thctn, um sich mit den Interessenten in» Ein­vernehmen zu setzen, damit ein Einverständniß mit der Stadt und den Grundbesitzern ermöglicht werde.

Gkflügef.AuSsteüung. Ein seltenes ExemplarAma­zone" erregt nach derThierbörse" in der Berliner Vogel-Ausstellung des Verein»Aegintha" da» besondere In- tereffe und Bewundern der Besucher daselbst. Der Bogel, ein blaustirniger Amazonen-Papaget, spricht Alle» nach, flötet, declamirt und singt 20 bis 25 ganze Lieder, und die» Alle» auf Commando und zu jeder Zeit. Der Preis diese» Wunder- vogelS betragt allerdings 1000 Mk. Der Eigenthümer, Fritz Heberoth aus Bremerhafen, hat fich nun hierher ge­wendet mit der Bitte, ihm zur Vorführung feines ThiereS eventuell einen abgeschloffenen Raum zur Verfügung stellen zu wollen.

* vefitzwechfel. Das Windecker'fche Besitzthum am SelterSweg, Ecke KaplanSgaffe, ging durch Kauf für 111,000 Mark in den Besitz des Kaufmanns Geisse über.

f Watzenborn-Steinberg, 25. Februar. Eiu am vorigen Sonntag im Saale des Herrn Faber gehaltener Bortrag des Herrn Postsecretär i.P. Meyer-Gießen über die neuen Artillerie-Schußwaffen war vom Kriegerverein Watzenborn- Steinberg veranlaßt und sehr zahlreich seitens der hiefigen Kameraden, sowie der Nachbarvereine besucht. Herr Leicht- Watzenborn eröffnete die Versammlung mit einem Hoch auf den deutschen Kaiser. Die Kameraden waren von den Au»- ührungeu de» Herrn Meyer sehr erbaut. Der Dank ber Versammlung würbe am Schluffe de» Vortrag» von Herrn Leicht bem Bortragenben ausgesprochen. Herr M e yer teilte einen außerordentlich interessanten Bortrag in nächster Zeit in Aussicht, welcher in Garbenteich statifinben soll unb denAmazonenstrom" zum Thema hat.

8. Langd, 23. Februar. In unserer Gemeinbe- Verwaltung hat sich im Laufe biese- Winters BerschiebeneS veränbert. So würbe bie Gemeinbe- und Kirchenrechnerstelle, welche ber verstorbene Rechner Bast zu Hungen lange Jahre verwaltete, bem Laubwirth Lubwig Hübner bahier über­tragen. Ebenso würbe an Stelle beS seitherigen Bürger­meisters Ronthaler, welcher auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, der Landwirth Otto Meier dahier zum Bürgermeister gewählt und in diesen Tagen bereit» durch den Provinzial- btrector verpflichtet. Auch die Beigeordnetenwahl wird in Kürze stattfinden.

»et etaM Metze».

Februar: 21. Karl Weitzel, Sergeant dahier, mit Katharine Lina Maria Haas zu Katchen. 22. Hugo Oskar Paul Stiebitz, Schirmmacher zu Elberfeld, mit Amalie Sophie Elisabeth Gröber von Elberfeld. 22. LoutS Albrand, Landwirth von Babenhausen L, mit Dorothea Schneider Hierselbst. 22. Karl Post, Bäcker dahier, mit Luise Margarethe Arnold Hierselbst. 23 Johann Heinrich Welz, Postasstttent zu Köln-Deutz, mit Friederike Amalie Katharine Lenz hierseldst. 24. Johannes Hahn, Fabrikarbeiter dahier, mit Margarethe Christiane Müller hierseldst. «

Odeiiettmean. B r

H n Februar: 19. Friedrich Wilhelm Bechlhold, Fuhrmann dahier, mit Louise Becker dahier. 23. Isaac Strauß, Kaufmann zu AlSfeld, mit Auguste MarcuS hierseldst. .

Februar: 15. Dem Posthtlfsboien Heinrich Engel eine Tochter, Anna Elise. 16. Dem Werkmeister-Diätar Emil Krug eine Tochter, Elvira Maria Johanna. 17. Dem Schreiner Georg Schneider III. ein Sohn, Albert Cornelius Ludwig. 18. Dem Bierbrauer Andrea« Weber eine Tochter, Katharine Henriette. 19. Dem PostbilfSboten Karl Hoimann ein Sohn, Karl. 19. Dem Schneider Johannes Anton Bender ein Sohn, Karl Heinrich 19. Dem Generalagenten Heinrich Krieb eine Tochlcr. 20. Dem Spenglermeister Emil Ludwig Dörr eine Tochter. 20. Dem Schreiner Ernst Falkenheiner eine Tochter, Karoline Marte. 22. Dem AmtsgerichtSdiener-Substitutrn Ludwig Waldschmtdt eine Tochttr._____

Februar: 19. Karl Kinkel, 45 Jahre alt, Gastwirth dahier. 21. Friedrich Wilhelm Schäfer, 8 Jahre alt, Sohn von Lacksteder Joseph Schäfer dahier. 21. Konrad Loh, 61 Jahre all, Landwirth von Echzell. 21. Jean Gottfried Philipp Reuther, 34 Jahre alt, DecorattonSmaler von Bad-Nauheim. 22. Karl Ludwig Drescher, 2 Jahre alt, Sohn von Schreiner Konrad Drescher dahier. 23 Karl Valentin, 3 Monate alt, Sohn von Steinbrecher Friedrich Valentin dahier. 25. Eleonore Luh, 29 Jahre alt, Dienstmagd von Allendors an der Lahn.

Auszug aus den Airchenbücherir

der Stadt (Sicsten.

Evangelische 61 m 11 n 11.

dianti«

MatthäuSgemeinbe.

Den 20. Februar. Friedrich Wilhelm Bechthold, Fuhrmann zu Gießen, und Luise Becker, Tochter de» verstorbenen Müller» Wilhelm Becker zu Kcffelbach.

MatthSuSgemeinde.

Den 20. Februar. Dem Favrikardeiter Jakob Karl Philipp etn Sohn, Karl Henrich Konrad, geboren den 22. Januar.

Denselben. Dem W.rksührer Ludwig Becker etn Sohn, Ha»», geboten den 13. Januar.

Denselben. Dem Packmeister Heinrich Hof ein Sohn, Olt» Ludwig, geboren den 15. Januar.

Denselben. Dem Knecht Martin Helfrich eine Tochter, Bertha Elise, geboren den 8. Januar.

MarkuSgemeinde.

Den 20. Februar. Dem Maurer Johann Georg Schupp ein Sohn, Karl Jakob Johann Georg, geboren den 16. Januar.

Denselben. Dem Handelsmann Heinrich Schäler eine Tochter, Elisabethe, geboren den 21. November.

LukaSgemeinde.

Den 20. Februar. Dem Buchhalter Jakob Bickhardt etn Sohn, Friedrich Philipp, geboten den 7. Januar.

Den 23. Februar Dem Zahnarzt Theodor Frutig eine Tochter, Agne« Karoline Elsbeth Martha, geboren den 2. Februar.

JohanneSgemeinde.

Den 20. Februar. Dem Schuhmacher WUHelm Kühr ein Sohn, Carl Paul, geboren den 12. Januar.

Den 24. Februar. Dem Gastwirth Hermann Otto ein Sohn, Heinrich Georg Hermann, geboren den 12. Januar.

eatrMOU.

MatthäuSgemeinbe

Den 19. Februar. Helene Wilhelmine Beil, Tochter deS ver­storbenen Schulbtener» Friedrich Wilhelm Beil, 27 Jahre alt, starb den 17. Februar.

LukaSgemeinde.

Den 21. Februar. Karl Kinkel, Gastwirth, 45 Jahre alt, starb den 19. Februar

Den 23. Februar. Friedrich Wilhelm Schäfer, Sohn de» Lack- sieberS Josef Schäfer, 8 Jahre alt, fiatb fen 21. F-druar.

Jo hannesge meins e.

Den 19. Februar. Heinrich Hoffmann, Conditor, Sohn be» verstorbenen Kaufmanns Ferdinand Hoffmann, 19 Jahre alt, starb den 16. Februar zu Frankfurt a. M. ......

Den 20. Februar. Heinrich Jakob Fitzler, Kanzletrath i. P., ein Wittwer, 76 Jahre alt, fiatb den 18. Februar.

Dringende Ditte

für die evangelische Kamerun-Mission.

Deutsche Christen können unserer Schutzgebiete nur bann mit gutem Gewissen gebenten, wenn sie an ihrem Theile an bem Missionswerke in bentelben mithelsen. Dor Allem sollte btc Kamerun- Mission ein weitgehendes Interesse finden. Sie hat die schnellste und weiteste Ausdehnung gefunden. Vor fünf Jahren waren zeh» Missionare und 27 eingeborene Gehilfen dort thätig, jetzt 20 mit 98 Gehilfen. Auf 97 Plätzen find 1473 Christen unb 620 lauf* dewetber versammelt, während vor fünf Jahren erst 416 Getaufte vorhanden waren. Dazu thun sich immer neue Thüren auf und biet und da werden Mtffionsarbetten von heidnischen Gemeinden begehrt. Leider gestatten die ungünstigen Einnahmen der Miffton nicht die mögliche Ausdehnung. Zur Zeit ist die Gesellschaft sogar von einem großen Deficit von 250000 Mark bedrückt. ES werden zur Be­seitigung desselben und zur weiteren Förderung ber Arbeit An- strengungen edler Selbstlosigkeit gemacht. Wie man hört, wollen Missionare und eingeborene Miffionsgehilsen auf den funftm Thell ihres bereits so kärglich bemessenen JahresgehalteS verzichten. Auch in ber Heimath sollten wir bei dieser Gelegenheit zu einem außer- ordentlichen Beitrage bereit fein. Die Baseler Mission ihut au Kamerun ein Werk, das unserem deutschen Vaterland und der ganzen deutschen Christenheit am Herzen liegen sollte. Gebe Gott, daß fich viele hilfreiche Hände auflhun mögen. R. Orunbemann. Gaben nehmen Pfarrer Dr. Grein und Pfarrer Schlosser entgegen.__________________ __

vc-Eebr, Cattö. nnö Dolf»u>irtbM?afL

eutm, 26. Februar. Marktbericht. Huf bem heutige» Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 0,90-0,95, Hühnereier pr. St. 00 4,2 St. 11124, Enteneier 1 St 000A, Gänse- eiet pr. ©L 00-00 H, Käie pr. 61.4-9 «äsemotte pr. 6L8 ch, Erbsen pr. Liter 18 A. Linsen pr. Liter 32 A, Tauben pr. Pa« X 1,00 bis 0,00, Hühner pr. Stück 0,90 dis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,60-1,00, Enten pr. Stück X 1,602,00, Gänse pr. Pfund X 0,000,00, Ochsenfleisch pr. Pfb. 66-74 A. Kuh- unb Rindfleisch pr. chfd. 60-66 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 72 bi» 76 A. Schweina- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 80 A. Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 A Hammelfleisch pr. Pfd. 5066 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,C0 b« 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 A. Zwiebeln pr. Centner 7,00-8,00 X. Milcd pr. Liter 16 A-

Neueste Nachrichten.

Depeschen de» BureauHerold".

Berlin, 26. Februar. Eine große öffentliche T t u b e n t e n* Versammlung, bie gestern Abenb tagte unb von etwa 2000 Personen besucht war, nahm nach einem Referat deS Professor» Dr. Quibbe-München über bie sogen, lex Aron» einstimmig eine Resolution an, in welcher sie gegen ben Ge­setzentwurf, betreffenb die Regeln ber DtSciplinarverhältmste ber Privatbozevten im Interesse ber Wissenschaft protestirt.

Berlin, 26. Februar. Nach einer Meldung au» BreSla» erregt bort bie Flucht beS Rechtsanwalt» unb Hauptmann» ber Reserve Hinkel, ber fich angeblich an bem Nachlaß eine» kürzlich verstorbenen Generals vergriffen hat, große» Aufsehen.

«gram, 26. Februar. Ja Opulto wurde gestern der Bauer Prastiza unb besten Sohn wegen Ermorbung dr» OrtSpolizisten standrechtlich hin gerichtet.

Antwerpen, 26. Februar. Ein Drahtbericht meldet den Untergang eine» englischen Schiffe» an der Küste von Navtucket. 15 Mann find ertrunken.

Pari», 26. Februar. DieLRegierungSprtffe kündigt eine Verschärfung de» PreßgesetzeS an zur Verhinderung des wetteren DreysuSfeldzuge». Die Regierung unternimmt einen wahren Rachezug gegen alle Zeugen, welche im Zola- Prozrste gegen den Generalstab ausgesagt haben.

PartS, 26. Februar. Oberst Picquart ist gestern zwangsweise in den Ruhestand versetzt worden. Seine Verabschiedung zieht den vollständigen Verlust deS Pension»- ansprucheS, sowie deS Rechte», die Uniform zu tragen, nach fich. Der Artillerielieutenant Chaplein, der einen Glück­wunsch an Zola richtete, ist gleichfalls auf disziplinarische» Wege seiner Functionen enthoben 'worden, ebenso Profeffor Grimavx.

Petersburg, 26. Februar. Der portugiefische Gesandt schastSsecretär, Graf Ventura, erschoß fich in ber Wohnung seiner Geliebten, weil biese ba» verhältniß löste. Der Presse ist verboten worben, ben Vorfall bekannt zu machen.