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26.8.1898 Erstes Blatt
 
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Meidt

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einen festlichen Empfang begehen können. Freilich fand die Feier in beschränktere« Maste statt al» in früheren Jahren, und «an hatte anch mit Rücksicht auf das hohe Alter bei Papstes keinen der Prunksäle, sondern den Saal der Privat­bibliothek zum Ewpfangßraum gewählt. U« 12 Uhr waren boxt die Earbtnäle, bie Patriarchen, die Erzbischöfe und Bischöfe, bie römischen Prälaten und Collegiumsvorstande, die Malteser-Ritter, baS biplomatischr Torps, die römischen Patrizier uub bie päpstlichen Kammerherren versammelt. Fünf Mtnmen nachher erschien ber Papst, begleitet von seinem Leibarzt, be« Professor Lapponi, und ließ sich auf einem erhöht stehenbea Sessel nieber. Ja seiner bekannten, mit Humor gewürzten Liebenswürbigkeit begann Leo XIII. sofort die Eonversation - er sprach von den Festen in-feiner Ge- dächtnißkirche, der Joachimskirche in Rom, den auf den Tag fallenden Kirchenfesten in Palestrlna und von den kirchlichen Lentennarfesten in Bergamo. Schließlich liest er sich über den großen eucharistischen Congreß in Brüssel Bericht erstatten und richtete bann einige Worte an bie Zunächstfitzenben. Segen 1 Uhr war ber Ewpfaag zu Enbe, die Versammlung löste fich auf unb an ihrer Statt traten jetzt bie Vertreter der röwtschen Vereine ein, bie bem Papste ben Fuß küßten unb zugleich ihm bie üblichen Namenstagsgeschenke überreichten. Unter Anberm erhielt ber Papst werthvolle Mifiales, bie das Haus Pustet in Regensburg gesandt hatte.

Heber daß Privatvermogen bei Pspsteß Leo XIII. schreiben römische Blätter: Kein Papst, ber je regiert, hat währenb seines Poutificates so viel Geschenke erhalten, wie Leo XIII., der es zugleich auch verstauben hat, fie zu­sammenzuhalten, damit fie nach seinem Tobe ein eigenes Museum bilben sollen, bas seinen Namen tragen wird. Die Geschenke, bie Leo XHL erhalten, finb: 28 mit ben kost­barsten Edelsteinen besetzte Tiaren, 319 mit ben kostbarsten Juwelen besetzte Kreuze, 1200 Selche aus Golb unb Silber, 81 Ringe, von benen ber vom Sultan gespenbete allein schon einen Werth von 600000 Lire hat. Weiter ein großer Diamant, gespendet vom Präsidenten von Transvaal, Herrn Krüger, der auf 20 Millionen Lire geschätzt wird,- 16 Pasto­rale aus Golb unb mit kostbaren Edelsteinen besetzt- 884 Osten- fetten aus Gold unb Silber- sieben Statuen aus Gold unb Silber- schließlich noch etwa tausenb anbere Kunstgegenstände. Maa gehr daher wohl nicht irre, wenn man ben Werth aller dieser Gegenstände auf 60 Millionen Lire schätzt. Was dann bas Baargelb anbelangt, bas Leo XIII. für die Kirche er- wirthschaflet und tu Gold in den verschiedenen Banken nieder­gelegt hat, so dürfte eS dem von Pius IX. ersparten, das auf 40 Mill. Lire geschätzt wird, nicht nachstehen.

Der GemeiNderathSvorsitzenbe Stadtrath Baruch in Greiz hielt tu der letzten Sitzung eine Gedenkrede auf viSmarck, bei der alle Mitglieder, auch die Social­demokraten aufstanden.

Der getreue Eckart. Ein elegant gekleideter Ham- bürg er befand fich sehr unwohl. Er litt unter jenem Un­wohlsein, daS herzlose Menschen als Aleohol-Jntoxication be­zeichnen. Ec legte die Hafenstraße in wunderschönen, regel­mäßigen Serpentinen zurück unb sang bazu mit leiser Stimme. Ein Gaßcandelaber vertrat ihm so plötzlich ben Weg, baß ber Leibende mit ber Schulter gegen ihn anprallte. Der Kranke blieb, an ben Eandelaber gelehnt, stehen, unb nahm seinen Gesang gewifienhaft da wieder auf, wo er ihn unterbrochen hatte. Em biederer unb tugendhafter Hafenarbeiter hatte Alles dieses mit angesehen. Er trat hinzu unb legte bem eleganten Herren befchetben unb sanft die Hand auf bie Schulter. In seinen ehrlichen, wettergebräunten Zügen malten sich väterliches Wohlwollen, Mitgefühl und HülfSbereitschafr. Unb nachdem er aus allen Winkeln seines GedächtniffeS sein bestes Hochdeutsch zusammengerafft hatte, sprach er zu bem Leidenben mit freundlicher Milbe:SRcta Herr! Wenn Sie büffen Laterneopfahl umlaufen wollen, kann müssen Sien viel größeren Anlauf nehmen!" Jugend.

Hebet die französischen Juden schreibt berHannöv. Courier": Unter ben 11« bis 12,000 israelitischen Familien tn Parts gibt es 5- bis 600, eher weniger, die sehr reich find und in der Bank- unb Börsenwelt eine hervorragrvdr Stellung einnehmen. Hierin besteht bie Macht bei dortigen Judenthums, die tn bem auf mehrere Milliarden geschätzten Hanse Rothschild gipfelt. Neben ihm wären noch (Furtado ) Heine, Fould, DreyfuS, Hirsch, Erlanger, Königswarter, Camondo, Ephrussi, Haber, Schnapper, Günzburg u. S. zu nennen. Alle diese Bankherren machen auch große Geschäfte t« Auslande, btl nach Rußland unb Südamerika. Sie geben viel Gelb aus und befitzcn Paläste, Landgüter, Renn- stalle u. s. w. Rothschild ist, mit 150,000 ober sogar 180,000 Hektaren Landgütern unb große« HanSbefitze in Paris, ber größte Grund- und Weingutsbefitzer Frankreichs. Die weiteren 2- bis 3000 ilraelitifchen Familien, die fich etnel größeren Wohlstandes erfreuen, beschäftigen fich zum guten Thetl «it gewerblichen Unternehmungen jeder Art, anch mit Buchhandel und Preffe. Der Handel mit Dia­manten, allen und neuen Gegenständen der Kunst und des Luusthandwerkl befindet sich größtenthellS in jüdischen Händen. Drei- bis vierhunden Juden find Offiziere und Beamte, viele find Aerzte, Ingenieure, Gelehrte, Profefforen, Schrift­steller, Musiker, Schauspieler, von den oben angeführten 500 bis 600 reichsten Jubenfamllien gtebt el nur wenige, bie keine Christen unter ihren Mltgliebern zählen, vier ober fünf Fräulein Rothschilb finb getauft unb mit Christen verheirathet, bie Fürstin von Monaco, verwittwere Herzogin Richelieu, Ist eine geborene Heine (aus New 2)ork), eine anbere Heine ist Herzogin von Elchlngen- in mindestens dreißig oder vierzig Familien find alle Töchter getauft unb mit Christen verheirathet. Mehrere bteser reichsten Familien (Baronin Oppenheim, Graf Cohen b'AnverS) sind ganz christlich geworden. Der französische Adel und daS vor­nehmere Bürgerthu« find daher schon stark mit semitischen Familien verschwägert und durchsetzt. Sehnlich verhält eS fich auch bei den übrigen Juden, btl herab zu den ärmsten unter ihnen/

Daß neueste Andree-Gerücht. Ein Telegramm aus . Britisch-Columbien meldete bekanntlich:Der Capitän be« Walfischboote«ThifUe" schoß eine Andrse-Taube mit der Botschaft von Andröe. daß er wohlbehalten sei und den Nordpol erreicht habe. AndrSe« Namen sei auf eine Feder gestempelt gewesen." Da seit Andree« Flug zum Nordpol jetzt volle 14 Monate vergangen find, so erscheint e« nicht annehmbar, daß jetzt noch Brieftauben mit dem Stempel des wagemuihigen Luftschiffers die arktischen Regionen durch- fliegen könnten. Der gleichen Ansicht sind dasAftonbladet", das zu Andree bekanntlich in enger Beziehung steht und das Dagbladet" in Stockholm. Mehr Zutrauen zu diesem Gerücht hat der große Nordpolforscher Freiherr v. Nordenskjöld, der auch bei den früheren Nachrichten nicht den Zweifel anderer Autoritäten auf dem Gebiete der geographischen Forschung und Luftschifffahrt theilte, sondern stets einer zuversichtlichen Auffassung hinneigte. Seine Meinung über die neueste Andree-Kunde berichtet das folgende Privattelegramm des Berl. Loc.-Anz.": Stockholm, 18 August. Professor Norden- fkjölb theilte in einer mir gewährten Unterredung keineswegs den Standpunkt desAftonbladet" und desStockholmer Dagbladet". Er hält es im Gegentheil für durchaus mög- lich, daß Andröe, nachdem er ben Norbpol erreicht hatte, jene Taube mit ber günstigen Botschaft losließ. Daß bie Taube in ben sibirischen Gewässern von Walfischjägern ge­schossen würbe, ist seines Erachtens ganz natürlich, ba sich gerade im August sehr viel Walfischboote nördlich des Berings- sundes aufhalten. Professor Nordenskjöld glaubt bestimmt, daß Andree am Leben und auf dem Rückwege begriffen ist. Nur könne freilich kein Mensch wissen, wo er sich gegenwärtig befindet. Im Gegensatz zu Nordenskjöld äußert sich Dr. Eckholm in Stockholm, der seinerzeit die Luftreise mitzu­machen beabsichtigte, aber davon zurückkam, sehr skeptisch gegenüber der Nachricht von der in den Nordpolargegenden angeblich geschossenen Andröe'fchen Brieftaube, die die Meldung bei sich getragen habe, Andree habe den Nordpol erreicht. Dr. Eckholm hält diese Meldung für völlig grundlos. Eine Andröe-Taube hätte vielleicht im Sommer vorigen Jahre« geschossen werden können, aber nicht jetzt. Daß Andree den Nordpol erreicht habe, erscheint Dr. Eckholm ausgeschlossen. Durch eigene Anschauung habe er die Ueberzeugung gewonnen, daß Andröe wegen ber nicht hinreichenden Tragfähigkeit des Ballons und ber unzulänglichen Ausrüstung ber ganzen Ex- pebition unmöglich ben Norbpol habe erreichen können, aus biefem Grunde fei er auch von der Theilnahme zurückgetreten. Die Möglichkeit, daß Andree noch lebe, sei vorhanden. Habe er in Franz-Josefland überwintert, so könne man seiner Rück- kehr mit der Wellmann'schen Expedition im September dieses Jahres entgegensehen. Auch Nansen erklärt das neueste Gerücht aus Britisch-Columbien für unglaublich.

* Die Hochzeit von Goethes Eltern. Ein Goethe- Gedenktag war, wie dasKleine Journal" mitthellt, der 20. August, der hunderfünfziajährige Jahrestag ber Ver­mählung von Goethes Eltern. Am 20. August 1748 führte bet kaiserliche Rath Johann Caspar Goethe im 39. Lebens« jahre bie erst 17 Jahre alte Tochter des Schultheißen Textor, Katharina Elisabeth, vor ben Traualtar. Der Vater bes Rache« Goethe war bekanntlich der Schneidergeselle Friedrich Georg Goethe, der Sohn eines Hufschmieds zu Alleren in Thüringen, der nach vollbrachter Lehrzeit, nach einer Wanderung durch bie sehenswerthesten Stäbte Deutschlands unb einem mehrjährigen Aufenthalt in Frankreich feine Schritte endlich bem unteren Main zuwanbte unb sich 1687 mit ber Tochttr des Frankfurter Schneidermeisters Lutz verheirathete, welche jedoch schon 1700 starb. Dann heirathete er nach fünfjährigem Wittwerstande eine wohlhabende Wittwe und Besitzerin des GasthausesZum Weidenhof", Cornelia Schellhorn, der zu Liebe er dem Schneiderhandwerk entsagte und Gastwirth wurde. Dieser zweiten Ehe entstammte Rath Goethe, der am 31. Juli 1710 geboren ward.

Damm die AehnllchkeitEntschuldigen Sie, aber mir ist, all müßten wir uni kennen. Sind Sie nicht ein Bruder oder ein naher verwandter Major Gibbs?"Nein, ber bin ich selbst."Ach, wirklich? Darum die Aehnlichkelt!"

Unioerfitäb - Nachrichten.

Au« Bonn wird oom 23. d. MtS. geschrieben: Der FeriencursuS für Damen an der diesigen Universität hat sein Ende genommen. Die Bethelligung war eine stärkere, als voriges Jahr; sie betrug 163. Von diesen waren ca. 100 Lehrerinnen und Schulvorfteherinnen. Außer ben Vorlesungen wurden daS hiesige Provinzialmuseum, daS Brühler Schloß, daS Kölner Museum rc. unter Führung von Professoren, bezw. deS HosrathS Aldenhoven besucht. Der Cursus im nächsten Jahre soll eine Erweiterung dahin erfahren, daß neben ben Vorlesungen auch Repetitorien eingerichtet werden, um bas Gehörte zu vertiefen. ES dürften die Ferienkurse für Damen Hierselbst sich wohl zu einer dauernden Einrichtung gestalten.

Würzburg. Zum 25jihrigm Docenten-Jubiläum be« Augenarztes Professor von Michel wurde dem Jubilar von ehe­maligen Assistenten und Schülern eine Schmuck Cassette überreicht, die ein Meisterwerk der Königl. Kunftgewerbeschule in Stutt­gart ist.

Der außerordentliche Profeffor an der Universität Mar­burg, Dr. W. o. Blume, ist als ordentlicher Profeffor deS römi­schen und bürgerlichen Rechts nach Rostock berufen worden. Als sein Nachfolger ist Privatdocent Dr. F. Leonhard in Göttingen tn Aussicht genommen.

Brüssel. An Stelle deS verstorbenen Alphonse Pivier ist M. Ernest NyS zum Profeffor deS Völkerrechts an der Universität Brüssel ernannt worden.

Lirige-au-t.

Siehe«, 24. August 1898.

Die Bieberthalbahn ist nunmehr dem Verkehr übergeben unb begrüßt man es allseits, daß man nunmehr die benachbarten Orte schneller erreichen kann. Es bat sich die Bahn auch schon ganz gut bewährt, wie dies am oerfloffenen Sonntag und Montag zu Tage getreten ist: ein Mißstand jedoch, ben die Bahnverwaltung möglichst bald abstellen möge, soll hier erwähnt werden. Bei voll­gepfropftem Zug kommt nämlich ein Mann mit einer nichts weniger als sauberen großen Oelkanne und drängt sich mit derselben durch

Damen^und Herren nach dem am Fußboden d«4 Wagen« befind­lichen Schmier loch. wobei e6 vorkam, daß den Paffagieren die Kleider unversehen« eingeölt wurden. Um Abhilse bitten

______Mehrere Passagiere.

verkehr, Land- nnd volkswirthschaft.

Gießen, 25. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Psd. X 1.001.20, Hüdncreicr per St. 67 2 St. 1113 H, Enteneier 2 St. 1415 Gänse-

et» per ©t. 12-00 H, Käse 1 St. 5-7 Näsemaile per St. 3 Erdien per Örter 18 Ltnsen per Liter 30 H, Tauben per Paar JL 0.800.00, Hühner per St. X 0 851.20, Hahnen per Stück X 0.651.00, Enten per St. X 1.501.80, Gänse per Pfund 0 000.00, Lchsenfleisch per Psd. 6674 H, Hub- und Rindfietsch per Psd. 6266 H, Schweinefleisch per Psd. 6876 Schweine­fleisch, gefallen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd. 6064 Hammelfleisch per Pfd. 8000 Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bt8 8.00 X, Weißkraut per St. 000, Zwiebeln per (Str. X 5.006.00. Milch per Liter 16 H.

Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgen« bi« 1 Uhr Nach­mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit daft im Umherziehen nicht feilgeboten werden.

liwHri, 24. August. Frachtmarkt. Roth er Weizm X 14,14, weißer Weizen X 00.00, Ronr, alte«, ,* 00.00, neue« X 10,17, Gerste X 00.00, Hafer X 8.40.

Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeffen am 25. August, zwischen 11 u. 12 Uhr Mittag«: Wasser 18°, Luft 15°.

Rübsarnen'sche Badeanstalt.

Neueste Nachvichten.

Depeschm bei Bureau »Herold".

Berlin, 25. August. Zu dem Präsidialgebäude des Reichstages wird, wie verlautet, im October der Grund­stein gelegt werden. Für diesen Zweck Ist das gegenüber der Ostseite des Reichstagshauses am Relchstagsnser gelegene Grundstück angekauft worden. Da« Plenum des Reichstages hatte In der letzten Tagung hierfür vorläufig 750 000 Mk. bewilligt.

Hamburg, 25. August. Gegenüber der von einem Ber­liner Blatte verbreiteten Meldung, daß hier durch Explo­sion von Feuerwerkskörpern eine größere Anzahl Menschen schwer verwundet worden seien, ist Folgendes fest- zustelleo: Bet dem Turnfeste des veddeler Turnvereins auf der Elbtnsel Pente fiel eine schlecht befestigte Rakete ins Publikum. Der leinene Turneranzug eines Knaben gerteth in Brand und der Knabe erlitt einige Verletzungen. Ein Herr stieß ihn entschlossen ins Wasser, wodurch er dem Knaben daS Leben rettete. Außerdem brachte die Rakete mehreren Personen, meistens Knaben leichte Brandwunden bet, Dte entstandene Pantk wurde bald unterdrückt.

Prag. 25. August. Der slavtsche Katholikentag nahm eine Resolution an, tn welcher die Wiederherstellung der weltlichen Macht deS Papstes verlangt und gegen ba« moderne Theater sowie gegen den Huß-Cultus protesttrt wird.

Budapest, 25. August. Die gestrige österreichisch- ungarische Aus g letchs - Conf e renz hat keine An­näherung ergeben. Da« österreichische Cabtoet weigert fich, den Inhalt der Badent-Banffy'schen Vereinbarungen jetzt ins Leben treten zu lassen.

Lemberg, 25. August. Dte Stadt Baranow wurde von einer großen Feuersbrunst heimgesucht. 200 Wohn­häuser sind total niedergebrannt.

Ehtasso, 25. August. Wte von gut unterrichteter Seite bekannt wird, wird der Belagerungszustand über Florenz am 27. August und der über Mailand am 3. September aufgehoben werden.

Bozen, 25. August. Der Gntsbefitzer Pont eggt ist auf dem Trentino von einer 70 Meter hohen Felswand abgestürzt. Er war sofort tobt.

Paris, 25. August. Major E st erh azh erschien gestern vor dem Untersvchungsrath. Die Mitglieder desselben beobachten vollständige» Stillschweigen über die statt­gehabten Verhandlungen.

Paris, 25. August. Wie verlautet, intervenirte Frank­reich in Washington zu Gunsten des verbleibens der Philippinen bei Spanien.

London, 25. August.Daily Mail" berichtet auS Kingston, es sei unrichtig, daß die öffentliche Meinung tn Jamaica den Wunsch ausgedrückt habe, die Abtretung an die Vereinigten Staaten von England zu erlangen.

Madrid, 25. August. Die Preffe bespricht vielfach den vom Kaffer Franz Josef erfolgten Ankauf der Villa Don Carlos. Man schließt auS dem verkauf, daß Don Carlos fich in großer Geldverlegenheit befindet.

Washington, 26. August. Die Auflösung der Regimenter wird mit der größten Beschleunigung be­trieben. Zwölf Regimentern, darunter neun Infanterie-Regi­mentern, ist bereits dir Mittheilung über die Auflösung zu- gegangen.

Chicago, 25. August. Gestern find hier wieder 28 Fälle von Sonnenstich vorgekommen- vier davon fivd tödtlich verlaufen.

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