er Gruben in Frankreich und England kennen zu lernen. Die Explosionsgefahr fei bei deu deutschen Bergwerken in der Zunahme begriffen, da- erkläre sich aus der riesigen Zunahme de- Bergbaues. Der Minister gibt dann eine zahlenmäßige Ueberficht über die Explosionen im Zusammenhang mit der Zunahme der Production. Die Regierung werde sich bemühen, die Gefahr in den Bergwerken weiter zu vermindern. Auf die Hebung der Kohlen und Erze könne man aber nicht verzichten. Und wie vo« Schifffahrt-betriebe e- riotz der Lebensgefahren heißt: ,navigare neceese est, vivere non est neceese®, so sei e- auch mit dem Bergbau. Nochmals versichere er, daß die vereinigten Regierungen e- fich dringend angelegen sein laffen werden, die Gefahren des Bergbaues zu verringern. Da- HauS möge seine Hilfeleistung hierzu nicht versagen.
Berlin. 24. Februar. Zur Feier des Geburtstage- des Königs von Württemberg findet morgen beim Kaiser große Frühstückstafel statt, zu welcher außer dem württembergischeu Gesandten und Militärattache, auch der Reichskanzler, StaatSsecretär v. Bülow und andere Herren geladen find.
Berlin. 24. Februar. In der heutigen Sitzung der Budget.Commission des Reichstage - machte Staatssekretär Tirpttz über die Schlachtschiffe und deren Aufgaben sehr wichtige streng vertrauliche Mittheilungen, die bei deu Abgeordneten einen tiefen Eindruck heroorgerufen haben sollen. Zum Schluß der Sitzung stellte Abgeordneter Lieber fest, daß die Ausführungen des Staatssekretärs seine, Lieber-, al» Referent bekannte Anffaffung, daß die Vorlage entweder ganz oder gar nicht angenommen werden müffe, sich vollauf bestätige. Bon den nationalliberalen, konservativen und reichsparteilichen Abgeordneten wurde dieser Anschauung zugestimmt, während der Abgeordnete Richter dieser Mittheilung nur einen informatorischen Charakter zuschrieb. Die Flotten- Borlage soll zwischen der ersten und zweiten Lesung de- Maritte-EtatS erledigt werden. Die nächste Sitzung findet SawStag statt.
Att-Urud.
Pari-, 24. Februar. In der Kammer wurden heute sieben Interpellationen betreffend die DreyfuSange-
legeuheit eiugebracht. Der Abg. Jubbard befragte die Regierung über die Haltung der Generäle vor dem Asfisenhof, und bemängelte speciell die Haltung der Generale Pellieux und BoiSdeffre. Er fragt, ob die Generäle auS eigenem Antrieb oder auf Befehl des KriegSwiuisteriumS so gehandelt hätten. Meline erklärt, Pellieux und BoiSdeffre hätten au- eigenem Antrieb gehandelt, aber die Regierung billige ihre Haltung. Abg. Caffagnac wirft der Regierung vor, daß sie keine entschloffene Haltung eiuuehmen wolle, und sich ge- weigert habe, die Wahrheit zu suchen. Dadurch habe fie daS ganze Land in Aufregung versetzt. Abg. Gaudiel fragt au, welche Maßregeln die Regierung zu treffen gedenke, um gegen da- DrehfuSshndieat aufzukommen. Meline antwortet aus- weichend. Es waren sieben Tagesordnungen vorgefchlageu. Die Regierung machte diejenige de» Abg. Perier zu der ihrigen. Judeffen wurde eine Tagesordnung von regierungS- feindlicher Seite mit 337 gegen 104 Stimmen verworfen.
CocaUs mir- prootasietU*.
Friedberg, 24. Februar. Der neu eingerichtete Rivd- Vieh markt, der gestern zum ersten Male abgehalten wurde, hatte unter zwei ungünstigen Berhältuiffen zu leiden, ersteu» war da- Wetter, das am Nachmittage vorher recht schön zu werden versprach, naß und unfreundlich und ferner war am Dieu-tag in Gießen Riudviehmarkt, der auf den Besuch de- unserigen einen ungünstigen Einfluß auSübte, und außerdem, ist aller Anfang schwer. Trotzdem gestaltete sich der Markt in recht zufriedenstellender Weise und berechtigt zu den besten Hoffnungen, und wir glauben jetzt schon sagen zu dürfen, daß, wenn ferner diese Märkte unter vortheilhaftereu Umständen abgehalten werden, hier einem Bedürfniffe abgeholfen ist.
-|- Büdingen. 24. Februar. Heute vormittag ist in dem benachbarten Wolf ein großes Schadenfeuer aus- gebrochen- um Vi12 Uhr standen schon zwei Scheunen in Flammen und angrenzende Wohnhäuser waren stark gefährdet. Zwei Züge der hiesigen Feuerwehr -find auf Ansuchen zur Hilfeleistung nach dem Brandorte abgegangen.
□ Darmstadt, 24. Februar. Bei dem Mangel an guten neuen Schauspielen hatte man da- ca. zehnjährige Schauspiel (richtiger gesagt: Trauerspiel) von Ganghofer, dem bekannten Derfaffer der oberdayerischen Dtalectstücke, —'M— ——1—i——— U ■
und Broetner »Die Hochzeit de- Seleit* am Hoftheater wieder auS dem Archiv hervorgeholt. Da- Stück errang In flotter Darstellung bei seinen vielfach sensationelle», spannenden Auftritten viel Beifall, leidet aber an vielen Unwahrscheinlichkeiten und ist in der Wahl seiner Mittel für die Sensation nicht verlegen- e- wird sich kaum lange auf de« Repertoir halten.
Mainz, 24. Februar. Einem Rentner in der Augustiner- straße wurden während der Carnrval-tage 11OOO Mk. gestohlen, darunter lO OOO Mk. Mainzer Stadt-Obligationen. Der Bestohlene, em alter, schwacher Mann, hatte e- nicht für nothwendig gehalten, den Diebstahl sofort zur Anzeige zu bringen.
Universität- -
— Die Beilage der „Allgemeinen Zeitung" (München) vo« 19. Februar 1898 bringt folgenden Bericht: Dresden. In Sachsen wird schon seit dem vorigen Jahre einzelnen Frauen der Betuch der Universitäts-Vorlesungen gestattet, jedoch nur auf Grund persönlich «ingeholter Erlautnitz vom CultuSmMtsterium und unter aewiffen Voraussetzungen. Jrtzk hat sich nun der Kultusminister in der zweiten Stäadekammer sehr wohlwollend hinsichtlich de» Frauen- studtumS geäußrtt und hat die generell« Regelung der Zulaffung weiblicher Hörerinnen zu den Borlefungen in Aussicht gestellt. Zn- nächft sollen in Leipzig Kurse zur Erreichung deS MaturttälSzrug- niffeS eingerichtet werden.
— Berlin, 24. Februar. Wie die „Kreuz-Ztg." bört, ist ttir den nach Tübingen berufenen Proiessor Schlatter nunmehr Profeffor Dr. Seeberg auS Erlangen in Aussicht genommen.
Ein bedeutender Kaffee-Abschlag
in Folge großer Ernten in vraftlie« und bittet« Importe au- Iova, machten e« der HovLndische» Naffse-oeuneoet vo, H. DiSqu^ A Ao. möglich, — ewige — um 20 und 40 Pf-, billigere« Kaffee-Sorten neu ewzuführen (stehe Inserat), — welche trotz ihrer Billigkeit, — volles, klästtgeS Aroma entwickeln und bestens empfohlen werden können. Wenn auch die Ernten in bm feinen KaffeeS bagegen — klein und bie Preise bafür hoch blieben, so konnte doch obige Firma, — durch directe große Bezüge von hochedle« Java-Kaffee» ihre sämmtlichen sewen Sorten — wesentlich verbessern; — so baß dieselben — burch ihr volle?, krästige» Aroma unb große Ergiebigkeit, — im Gebrauch boch sehr billig sind und immer größere Anerkennung finden- Rmr acht zu haben in '/,, •/< und Ve Kilo-Packeten mit Schutzmarke »Wlepdamt^ versehen, In den Niederlagen, welche durch Annonce — stehe dieselbe — bekannt sind.
SSL»"»«
Der Markt-Borstaud
1580
Unser großes Lager in
braven, ehrlichen
IWIkn
1885
und
Eine gesunde Schenk«
1378
1931
Billige Preise
C. Röhr & Co
Schwörer.
1973
Friedberger Geld-Lotterie
aIRt (Porto und List« 80 Pfa ),
vollständig«-
Bosfius.
bei
Bosd.
Buttron.
1974
1921
Etdacttoa: tt. Vchetzba. — Drnck und verwg bec BrühNsch« and Ctraünrndeiei (Pietsch * Echehdch ta <i*e.
iMuintitiiuirljiing.
(i:iii|ifi*hlunnrii
Du ucvkiuifcit
Ferner kommen zur Versteigerung: 59 Fichten- Stämme — 7,07 fm
41 Stangen, 3 rm Nutzholz.
Nadel: 92 Stämme 3. u. 4. — 17,46 fm, 98 Stangen, 32 Nutzholz.
Weichholz: 6 Stangen.
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WönerKolzschuhe versendet bill. an Wiederverkäufer lll6 I Hilseuhaus, Oberbach, Rhon.
amme gesucht.
Hebamme Haupt, Wetzlar.
Holzversteigerung.
Freitag deu 4. März 1898, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Hungener Stadtwald in den Distr. Heckenwald, Buchwald und Herborn meistbietend versteigert werden:
39 Eichen« Schnittholz« Stämme u. Abschnitt von 44 bis 87 cm Durchm. mit 1,2 bis 9 m Länge ----- 39,75 fm.
92 Fichtenstämme von 14—33 cm Durchm. mit 8 bis 14 rn Länge — 22,01 fm
10 OehleS'Birnstämme von 15 bis 26 cm Durchm. mit 2—4,6 m Länge = 0,87 fm.
30 rm Fichten Bohnenstangen.
Bemerkt wird, daß das Eichen- Schnittholz im Heckenwald, welcher an den fürstlichen Thiergarten grenzt, prima Holz für Glaser ist.
Anfang in dem Eichenstücke am Bergwerkshäuschen.
Hungen, 24. Februar 1898.
Großh. Bürgermeisterei Hungen.
Ziehung „ ...
L.F. Olinacker, Darmstadt.
Schottener
Bullen- und Zuchtvieh-Markt mit Prämiirnng
Verloosung von Zuchtvieh, laudwirthfch. Maschine« und Gerätheu. — Preis des Looses: 1 Mark. — General-Vertrieb der Loose durch Herrn Earl Glock in Schotten.
Cervelatwurst
(feinste Gothaer) 1674 Emil Fischbach.
Submission.
Für die Grobherzogliche chirur- gische und ophthalmologische Univer« sttätö-Klinik sollen für das Rechnungsjahr 1898/89 auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden:
1. Die Lieferung von: Backwaaren, Specereiwaaren, Mllch, Butter und Eier, Bier, Eis, Schreibmaterialien, Bürstenwaaren, Porzellan- und Glaswaaren, Putzmaterialien.
2. Das Reinigen der Oefen und Herde,
3. Das Reinigen der Senkgruben und das Fortschaffen desKehrichtS
4. Die Abgabe von Gespül, Lumpen, Knochen und leeren Flaschen,
5. Die Unterhaltung des Gartens.
Die von Großh. Ministerium er* lassem n allgemeinen Bedingungen und die speciellen Bedingungen liegen an den Wochentagen Nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Ver- waltungsbureau offen.
Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 5. März d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben.
Der Zuschlag erfolgt bis zum 14. März d. I.
Gießen, den 23. Februar 1898.
Großh. Verwaltungs-Direktion der chirurgischen und ophthalmolog.
Universitäts-Klinik. 1949
17371 Ein älteres, erfahrene-, braoeA Dienstmädchen, welche- selbststänbig koche« kann, gegen hohen Lohn gesucht. Zu erfragen bei Frau Karl Verger, Kirche«- Platz 9, im Laden-
1855] Sin junges, sauberes Dienstmädchen sofort oder 1 März gesucht.
flabnoof3r. 61, II.
Sin Nicht. Schneider ß
soiott gesucht vahnhofftraße 1A.
(Offene Stellen
Nuhhotz-Derstkigerung im Gemcmdkwald SbttsgSlls Donnerstag deu 3. März d. I, Beginn Vormittags 10 Uhr, Rückertsberg.
Eichen: 7 Stämme 2. Kl. — 11,61 fm, 88 St. 3. Kl. = 45,99 fm, 77 Stämme 4. Kl. = 15,51 fm,
(wohlschmeckende Bonbons) sicher und schnell wirkend bei Huste«, Heiserkeit, Katarrh u. Verschleimung. Größte Specialität Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz.
Per Packet 25 Pfg.
Niederlagen bei 84fl
A. Sf G. Wallenfels, Marktplatz 21,
Heinr. Wallach, Ehr. Wallenfels.
1.-4. Kl.
Stangen = 16,75 fm
Holzversteigerung
in der
Freiherr!. Oberförster» Rabenau.
1. Dienstag deu 1. März l. I., nach Zusammenkunft auf der Kreisstraße Londorf—Weiters« Hain am Distrikt Hörnes, Vormittags 10 Uhr aus den Distrikten Hörnes und Noll:
Stämme: 6 Stück Eichen von 23 bis 32 cm mittl. Durchmesser mit 4,18 fm (zu Wagnerholz und zum Theil zu Schwellen geeignet); Scheiter rm: Buchen 419 1. Kl., 3 2. Kl., Eichen 6, Birken 2 2. Kl.; Knüppel rm: Buchen 178, Eichen 6, Aspen 2; Reiser rm: Buchen 468, Eichen 6; Stöcke rm: Buchen 67, Eichen 2.
2. Mittwoch deu 2. März l. I., nach Zusammenkunft auf der Straße RüddingShausen—Deckenbach am Waldeingang, Vormittags 10 Uhr aus Distrikt Ampel:
Stämme: 20 Stück Fichten von 12 bis 19 cm mittl. Durchmesser mit 3,87 fm; Derbstangen: 253Stück Fichten mit 17,42 fm; Reisstangen: 134 Stück Fichten mit 2,20 fm (Stämme zu Dachsparren, Stangen zu Latten und Leithölzec geeignet); Scheiter rm: Buchen 148, Nadel 8; Knüppel rrn: Buchen 211, Eichen 20, Nadel 3, Linden 2; Reiser rm: Buchen 392, Eichen 13, Nadel 24, Linde 2; Stöcke rm: Buchen 59, Eichen 1, Nadel 5.
Das am ersten Tage zur Versteigerung kommende Holz aus Distrikt Hörnes fitzt sämmtlich in unmittelbarer Nähe der Kreisstraße Londorf —Weiteröhain, dasjenige aus Distrikt Noll an dem chausfirten Abfuhrweg daselbst.
Nähere Auskunft ertheilen auf Verlangen die Forstwarte Leyerer I. Odenhausen und DSrmer«Rüddings« hausen.
Papiermühle, den 24. Febr. 1898. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.
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