Ausgabe 
26.2.1898 Erstes Blatt
 
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Havana, 24. Februar. Ungefähr 60 Lachen befiaden fich noch la den Trümmern deS Dampfer-Maine". Die Taucher konnten di- jetzt nicht zur Borrathskammer gelangen, welche die ExplofionSstoffe enthielt. Die Leichen von zwölf Heizern fhb aus dem Schiffe herauSbefördrrt worden.

Bombay. 24. Februar. In der verfloffeaen Woche find 1082 Personen an der Pest gestorben. Die Gesammtsterb­lich keit betrag 1974 oder 123 20 pro Tausend.

Cecale» unö ssrovinzielle,.

Steßeu, deu 25. Februar 1898.

Ordensverleihungen. Seme Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht, dem Großherzoglichen Geheimen Medicinalrath und ordentlichen Profeffor an der Univerfilät zu Gießen Dr. Gafsky den Rothen Adlerorden 2. Klaffe am schwarz-we'ßm Bande, dem Privatdoceoten an derselben Uaiverfität Dr. Sticker den Rothen Adlerorden 4. Klaffe am schwarz weihen Bande za verleihen.

Zuftizpersonalteu. Durch Entschließung Großher« zoglichen Ministeriums der Justiz wurde der Großh. GerichtSaffeffor v. Psi st er in Darmstadt mit Wahr­nehmung der Dienstverrichtungen einrS Amtsrichter- in Beerfelden und der Großh. GerichtSaffeffor Hechler in Darmstadt mit Wahrnehmang der Dienstverrichtungen eine- HilssgerichtsschreiberS bet Großh. Landgericht der Provinz Starkenburg beauftragt.

Stadttheater. Ueber Frl. Clara Drucker, deren htrfiges für drei Abende bestimmtes Gastspiel heute Freitag beginnt, schreibt derGeneral-Anzeiger für Hamburg'Altona": Zunächst fesselte der Gast deS Abends, Frl. Clara Drucker, in der Titelrolle die Aufmerksamkeit Aller und erzielte all« fettige Anerkennung, sowie zahlreiche Hervorrufe. Sie ver­stand meisterhaft den kindlichen Ton zu treffen, und die Schauer der Angst, wie die zarten Töne der Liebe, die innigen Worte der Frömmigkeit und die rühenden Töne der Dankbarkeit konnten schwerlich eine treuere und wirksamere Wiedergabe finden. Auch die jugeodlich-anmuthige Erschein­ung der Künstluin und die edle herzgewinnende Sprache werden stet- Drucker eine bedeutende Stellung iu der Welt der Künstler sichern.

Kunstnottz Herr Hosfchauspiele* Conrad Dreher, der Gründer und Direktor de- Schliersee'r Bauern­theater-, hat vor einigen Tagen am Hoftheater zu Darm­stadt in der KarlweiS'schen NovltätDa» grobe Hemd" mit außerordentlichem Erfolge gastirt. Der berühmte Künstler ist, wie wir hören, von der Direction Kruse und Helm für ein zweimaliges Gastspiel im htefigen Stadttheater gewonnen worden. Dasselbe findet vorauSfichrlich Mitte März statt. Herr Dreher wird auch iu KarlwerS,Da­grobe Hemd" hier auftreteo.

Hoch nufere Kunst", war die Devise de- vom Gabelsberger Stenographeu-Verein gestern ver­anstalteten Famtlten'AbendS. In einer Reihe Prächtig ge­lungener Lichtbilder wurden die Hauptmomente der schönen Redezetcheukunst den Festtheilnehmern vorgeführt, und wird so Manchem die Nützlichkeit der Stenographie erwiesen sein. WaS sonst geboten wurde, an ernsten und heiteren Weisen war durchaus gelungen, das kleine Lustspiel wurde sehr tüchtig durchgeführt, al- eine nette Verherrlichung alsunsere- MelsterS schöne Kunst". Möge der angenehme Abend allen Thetlnehmern in guter Erinnerung bleiben, wir aber wünschen dem GabelSberger Stenographenverein in allen seinen Be­strebungen besten Erfolg. Die Stenographie solle Gemeingut aller Gebildeten werden.

** Eisenbahn-Einnahme. Auf der preußischen und hesfi- scheu Betriebsgemeinschast find im Januar 86 712 000 Mk. oder 4870000 Mk. mehr etngegangen, als im Januar 1897.

RS. ReichSgerichtSeotscheiduug. (Nachdruck ver- boten.) Der Schmied Heinrich Rtegelmanu wurde am 10. Decemdcr o JrS. vom Schwurgericht der Provinz Oberheffeu zu Gießen wegen versuchter Nothzucht zu Strafe verurtheilt. Der Angeklagte focht da- Urtheil mit dem Rechts- mittel der Revision an und rügte zur Rechtfertigung der­selben Verletzung formeller und materieller Rechtsnormen. Da die proceffualrn Beschwerden jedoch in dem Sitzung-- Protokoll keine Bestätigung fanden, und außerdem die materielle Beschwerde sich als ein thatsächltcher Angriff auf die BeweiS- würdigung des ersten Richter- darstellte, so bezeichnete der Reichsanwalt die Revision für unbegründet. Der erste Straf­senat erkannte auch im Einklänge mit deu Ausführungen und in Uebereinstimmung mit dem Anträge de- Reichsanwalts auf kostenpflichtige Verwerfung der Revision des Angeklagten.

Wetterbericht. Der niedere Druck bedeckt heute noch Central» und Süd-Europa. Sein Centrum hat sich verflacht, aber dabei find noch zahlreiche kleine Theilmintma vorhanden, unter deren Einfluß die Witterung deu unbeständigen Character beibebalten hat. Hoher Druck liegt im Nordosten und Norden Europas. Auch über England ist das Barometer noch weiter gestiegen. Die Morgentemperaturen find auf unserem Ge­biete gegen gestern wenig verändert. Vorau» sichtlich e Witterung: Zunächst noch unbeständiges Wetter, jedoch Neigung zur Befferung.

An- Friedberg. 25. Februar, wird uns geschrieben: Je näher die Ziehung Stage (14. bi» 16. März) der großen Friedberger Geldlotterie heranrücken, um so stärker ist die Nachfrage nach Loosen, und die abgesetzteu Nummern find bereit- in die sechsstellige Zahlenreihe eingerückt. ES dürste von Jntereffe sein, zu erfahren, in welcher Weise die Ziehung vorgeuommcn wird. Nach dem BerloosungSplan findet die- selbe vom 14. biS 16. März im RathhauSsaal in Friedberg statt. Die Ziehung ,st eme öffentl che. Die Loose und Ge- wmne werden durch Zöglinge deS Friedberger BersorgungS- Hauses gezogen. Nach den Lotteriebestimmungen muß d-e ver- loosung unter Aussicht eines Vertreters der Großh. Regierung,

, dreier vom Kirchenbau-Berein aus deffen Vorstand ernannten i Mitgliedern und zweier beeid gttr Schriftführer vorgenowmen werden. Die Ziehung erfolgt aus zwei ZrehungSiä^ern, wo­von das eine die sämmtlichen LooSnnwwern, daS andere die Gewinne von 10 Mk. b'S 50000 Mk enthält. Auf die Ziehung einer LooSnummer aus dem ersten Rade folar jedes­mal die Ziehung eines Gewinnes au» dem zweiten Rade so, daß dieser gezogene Gewinn auf d e unmittelbar vorher ge­zogene LooSnummer fällt. Sind auf diese Weise 3140 Ge­winne gezogen, so werden weitere 5000 LooSnummern dem Rade entnommen und hat jede derselben einen Gewinn von 5 Mk. Zar Berloosung gelangen: 1 Gewinn von 50000 Mk., 1 Gewinn von 40000 Mk., 1 Gewinn von 30000 Mk, 1 Gewinn von 20000 Mk., 1 Gewinn von 10000 Mk., 5 Gewinne jeder zu 2000 Mk, 10 Gewinne zu je 1000 Mk., 20 Gewinne zu je 500 Mk, 100 Gewinne zu je 20 Mk., 2500 Gewinne zu je 10 Mk., 5000 Gewinne zu jr 5 Mk., zusammen 8140 Gewinne im Gesammlberrog von/< Million Mark. Bevor die Nummern der Loose und die Gewinne in die ZiehungSräder eingelegt werden, findet eine Revision der­selben statt. Die bezogenen Codenummern und Gewinne werden aufgerufen nnd von den beeidigten Protokollsühreru sogleich niedergeschrieben. Allabendlich werden bi» zur Be endigung der ganzen Lotterie dre ZiehungSräder von dem RegtirungSvertreter geschloffen und versiegelt, und das ge­schriebene Protokoll, nachdem es collationirt, de» Vorsitzenden de» Stadtkirchenbauverein» übergeben. Am anderen Tage wird dann Alle» wieder entsiegelt. Die Gewinnliste wird nach deu den ZiehungSrädern entnommenen Loo»nummern und Ge­winnen angefertigt, amtlich festgestellt und durch Ziehungs­listen veröffentlicht. Für die richtige Auszahlung der Ge­winne tu baar ohne Abzug durch Generaluuternehmer Herrn F. de Fallois in Wiesbaden, ist vollständige Sicherheit geleistet und hat der Kirchenbauverein daS Interesse der Loosetnhaber nach jeder Richtung hin gewahrt.

Wettsaaseu, 21. Februar. Der hiesige Gesangverein be­absichtigt, die Einweihung seiner neuen Fahne mit dem am 10. und 11. Juli d. I. dahier statrfindenbev diesjährigen Bundesfeste de» Ohm-Lumda-SäogerbuudeS zu verbinden. Zur Anschaffung der Fahne find von den Bewohnern unseres Dörfchen» 100 Mk. beigesteuert worden.

S. Boa der Rabenau, 25. Februar. Es wurde in Ihrem Blatte öfters der Wunich um baldigen Bau der Bahnstrecke Londorf-Lollar geäußert, und da» mit Recht. Wir haben die Bahn nach Grünberg- aber eS wäre unserem Jntereffe nützlich, wenn die Bahn auch nach Lollar durchgehen und in die Main Weser-Bahn einmünden würde. Der Verkehr nach Gießen, besonders der Händler, geht noch vielfach von hier durch da» untere Lumdathal, obgleich damit mehr Zett und Geld verbraucht wird. Es ist diese- die naturgemäße Richtung, davon geht man nicht leicht ab. Sobald die Fort­setzung gebaut ist, ändert sich diese-. Allgemein wird jetzt der Bahnbau in den größeren Orten des LamdathaleS ge­wünscht. Hier ist ein reger Personenverkehr sicher- auch der Zrachiverkehr ist bedeutend und würde noch gesteigert, so­bald die dort liegenden Produkte au-gebeutet werden können. Die zahlreichen in Lollar auf dem Eisenwerk beschäftigten Arbeiter von TreiS haben diesen wetten Weg täglich zu machen und eS wäre ihnen zu wünschen, wenn sie den Weg einmal Abend» fahren könnten. Alles diese- läßt den Bahn- bau al- dringliche- Bedürfniß erkennen. Wir spüren seit dem Bahnbau eine Befferung in verschiedenen Verhältnissen und wünschen ein Gleiches den unteren Orten. Möchte die hohe Staatsbehörde den Bahnbau baldigst zur Autführnng bringen laffen.

A Mainz. 24. Februar. Der vor einigen Wochen nach Unterschlagung einer beträchtlichen Summe flüchtig gewordene Station-affisteut Uhlrich von der Station Laubenheim ist, laut telegraph.scher Benachrichtigung der Staatsanwaltschaft, in Lüttich sestgenommen worden und befindet sich bereits auf dem Transport hierher.

A Mainz. 24. Februar. Wegen unlauteren Wett» bewerb» ist gegen eine größere auswärtige Firma, die hier eine Filiale betreibt, seitens eines benachbarten Con- currenzgeschäftes Anzeige erstattet worden. Die beschuldigte Firma soll Wall- und Leinenwaaren unter einer da- Publikum täuschenden Marke ausgestellt haben. Nach den Voran­schlägen 1898/99 find al» Kosten der Armenpflege der Stadt Mainz 995 361 Mk. vorgesehen.

Mainz. 24. Februar. Der wegen Falschmünzerei verhaftete Taglöhner Drai- von Flörsheim hat in Gemein- schast mit einem b'S jetzt noch unbekannten Menschen die falschen 10- und 20 Pfennigstücke verausgabt- seine Ver­haftung erfolgte auf die Angabe einer MetzgerSfrau, welche erst später die falschen Geldstücke, die fie vereinnahmte, alS falsch erkannte. AlS DratS nochmals an ihrem Laden vor­überging, theilte fie ihrem Manne diese Wahrnehmung mit, und dieser nahm alrdann den DraiS fest und überlieferte ihn später der Polizei. Der Unbekannte, der fich in Gesell­schaft de» Drais befand, entfloh. Der verhaftete ist außer in Mainz auch schon einmal iu Wiesbaden wegen Falsch­münzerei abgeurtheilt- derselbe ist ein raffiuirter Bursche, der in allen seinen Untersuchungen noch nie einen seiner Corn- plicen verrathen har, auch bet seiner jetzigen Verhaftung leugnet er ganz entschieden, Denjenigen zu kennen, der mit ihm daS falsche Geld verausgabt hat. M. Anz.

A Aus Rheinhessen, 24. Februar. Der Ausschuß deS landwirrhschaftlichen Verein» von Rheinheffen hat beschloffen, alljährlich in Gemeinschaft mit den beiden anderen Provinzial­vereinen die Berliner Hopfen- und Gersteausstellung zu besuchen. Die heffische Regierung wird ersucht, zehn bi» fünfzehn Priise zu stiften.

Friesenheim, 22. Februar. Ein schwerer Unfall hat fich gestern hier zugetragen. Sägemüller Hofmeister von Dorndülkhetm beauftragte mehrere feiner Leute, einen von ihm gekauften Bellenbaum zu fällen. Während der Arbeit stieg der 20jährige Arbeiter Adam Reichert von Hille-Heim auf den Baum, um da» Ende eine» Seile» anzubringeu.

Der Baum kam zu Fall nnd erschlug den Reichert derart, daß derselbe mb zerschmetterter Hirnschale in bewußtlosem Zustand nach dem Hoipital Oppenheim verbracht wurde, wo er noch einigen Stunden starb.

Vermischtes.

Weilburg. 22. Februar. Die Baronin Friederike von Düngern, eine geborene Gräfin vou Rechenbach. Lcffonttz, ist gestern gestorben. Sie stammte an» d m hessischen Iürstengeschlecht und war am 16 Decerrder 1828 geboren. Al» gestern Nachmittag die Trauerbotschaft die Stadt durchlief, daß die Frau Baronin, die ja schon lange gekränkelt hatte, gestorben sei, war wohl Jeder, der t» te, tief erschüttert, denn den meisten Eiowohvern der Stadt har fie direkt oder indirekt Gute» gethan.

Göttingen. 24. Februar. Der Berwaltunp»- secretar der hiesigen Kliniken, Zimmer, erschoß sich heute Morgen, nachdem er seine Frau durch einen Revolver­schuß lebensgefährlich verwundet hatte.

* Landßhut, 23. Februar. Wie bereit» gemeldet, bat der Bauerubursche Groß am Hellen Tage auf der Staats­straße nächst Landshut der 70jährtgen Köchin Simmerbauer den Hal» abgeschnitteu. Die That stellt fich al» der Ausfluß religiösen Wahnsinn- dar. Der Thäter be­hauptet, der Erzengel Gabriel habe fie ihm besohlen, weil die Ermordete eine H,xe gewesen sei. Die Ermordete war früher im elterlichen Hause de» ThäterS, der ein ganz jurger Bursche ist, im Dienste.

An» der Schweiz, 22. Februar. In Genf ist xra» einerEngelmacherin" auf die Spur gekommen. Die Person, eine ehemalige Hebamme, hat eine große Anzahl ih5 zur Pflege auvertrauter Kinder bei Seite zu schaffen gewußt,- die Leichen wurden zum Theil im Ofen verbrannt. Die Megäre samrnt einer Helfer-Helferin konnten zur Hast gebracht werden.

* In Königsberg find jüngst zwei Kaufmann-lehr- linge auf Säbel lo-gegangen. Sie waren iu Streit geraden, forderten fich, nahmen Fechtftuuden, verschafftew fich zwei Säbel und schlugen bann an einem stillen P'ätzchew im Walde auseinander so lange, bi» der eine einen ge­waltigen Durchzieher erhielt, «(»bann schloffen sie Frieden.

* In der belgischen Ortschaft Rebaix wurden die Ehe­leute David von ihrem eigenen'Sohne ermordet nnd beraubt. Der Mörder gestand, den Raubmord verübt zu haben, nm den Cararva! vergnügt verleben za können.

* Den preußischen FußgeuSdarmen ist nach einer kürzlich erlaffenen mimsteriellen Verfügung die lange Zeit angestrebte Gleichstellung mit den berittenen Geu-darmen zu Thril ge­worden. Dieselben können nunmehr ebenfalls zaOber­wachtmeistern" befördert werden. Die an« den Fußgeo-darm'U h'.rvorgegangenen Oberwachtmeister erhalten nun zur dienst, lieben Verwendung da- Fahrrad.

* Unlauterer Wettbewerb. Ein deutscher Fabrikinhaber hatte auf Briefbogen und GeschästSkarten eine Zeichnung seiner Fabrikgebäude angebracht, die der Wirklichkeit nicht entsprach. E» waren Gebäude ausgezeichnet, die gar« nicht vorhanden waren, und nach der perspektivischen Dar­stellung erschien die Fabrik Überhaupt größer, al- fie in Wirklichkeit war. Der Fabrikant wurde verurthettt, auf Briefbogen usw. nur der Wirklichkeit enfprechende Ansickiew seiner Fabrikgebäude drucken zu laffen.

* Ein bnreankratischer Triumph. Ein Meisterstück deS BureaukratiSmus berichtet derWÜftegierSdorfer Grenz, bote": Em Arbeiter zog im Oktober v. I. von Donne.au nach Nieder-Wüstegier-dorf, wo ihm sein drei Monate alte- Kmd starb. Da- Ableben desselben wurde vorschriftsmäßig stande-amtlich gemeldet. Da- Kind war noch nicht impf­pflichtig. Im Januar d. I. erließ die Gemeinde folgende Bekanntmachung: Bis zum 30. Januar d. I. müflen alle auswärts geborenen und hier zugezogenen Kinder, welche nicht, oder bisher ohne Erfolge geimpft worden sind, debus- Etntragung in die Jmpfliste im hiesigen G:meindebureau angemeldet werden. Der Arbeiter hat kein tmpspfl cht've» Kind. Er bezog also obige Bekanntmachung nicht auf sich, trotzdem bekommt er dieser Tage einen Strafbefehl von 1 Mark. Auf seinen dagegen erhobenen Widerspruch, iu welchem er die Angelegenheit klargelegt hat, ging ihm selten» deS Amt-Vorsteher» solgender Bescheid zu: . .mit de» Erwidern zurück, daß eS ganz gleichgiltig ist, ob da» Kind verstorben ist oder lebt; dasselbe mußte zur Jmpspflicht an* gemeldet werden. Im übrigen kann ich Ihnen nur anhcim, stellen, richterliche Entscheidung zu beantragen."

* DaS Amt deS Wachter» der Krondiawanten ist in Eng­land auf Befehl der Königin neu besetzt worden. Daß Eng­land daSVaterland der schönen Sinekuren ist, ist eine be­kannte Thatsache. Zu den bequemsten und einträglichsten zählt nun der obige Posten, der jetzt nach dem Tode deS General» Sir Frederic Dobson Middleion, dem bisherigenKeeper of the Juwels®, dem General Sir Hugh Henry Gonch über­tragen worden ist. Da» neue Amt wttd jenem Herrn zu

seinem Gehalt von ca. 7000 Mk. al» General noch da-

hübsche Einkommen von etwa» mehr al» 40000 Mk. jähr­

lich hinznsügen- außerdem erhält er noch eia schöne», ge- räumigeS Hau- im Tower von London zur Verfügung. Daß der Posten des JuwelenhüterS, wie oben erwähnt, abertrotz feine- klingenden Ertrage- auch sehr bequem ist, zeigt folgende Thatfache: Die Krondiamanten bewachen sich nämlich fast allein- denn außerdem, daß fie durch eiserne Gitter hinter riesenstarkeu Mauern in dem Thurm eingeschloffen find, sperrt bei dem geringsten Diebstahl-versuch ein elektrischer Apparat automatisch alle Thüren hinter den Dieben ob, und gleich­zeitig aQaimtrt die Errichtung da» Infanterie-Regiment, ta» unterhalb deS »eifern Thnrme» eincalernixt ist. Man wird jene Vorsichten allerbing- begreiflich finden, wenn man be­denkt, daß die Schätze einen Werth von 68 Millionen Mark bedeuten.

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