genannt — ein Turnen bei ostholsteinischen Turnvereins statt. Die Prinzen sahen mit den Cabetten zusammen zu und mischten sich in ungezwungenster Weise unter dal Publikum.
• Oft wird die Frage aufgeworfen: Welche Metropole hat die gtofcte vevolkernngSdichtigkeit aufzuweiseu? Die Antwort darauf würde lauten „Paris". Loudon z. B. zählt, wie wir aus einer vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, veröffentlichten Notiz entnehmen, rund 600000 bewohnte Gebäude; es würden demnach auf jedes etwa 7 Bewohner entfallen. Berlin und Petersburg weisen eine nur um Bruchtheile höhere Zahl auf. Selbst in Wien und Constantinopel ist die Bevölkerungsdichte nur wenig höher. New Dork soll nach einer neueren Statistik 115000 bewohnte Gebäude zählen; auf jedes derselben würden demnach 18 Bewohner entfallen Philadelphia, die ultra« modernste Stadt der Union, hat eine geringere Bevölkerung» dichtigkeit als London. Auf ein Gebäude kommen hier nämlich 6 und ein Bruchtheil Einwohner. — Paris dagegen zählt mit seinen 3 Millionen Einwohnern nur 85000 Häuser, auf deren jedes demnach 26 Köpfe kommen. Neuerdings macht sich aber auch in Paris das Bestreben bemerkbar, sich mehr nach den Grenzen des Weichbildes hin auszubreiten, und wenn erst einmal die Wälle gefallen sind, wird die Bevölkerungsdichte bedeutend abnehmen.
• Siu „alkoholfreies Bier" hat ein süddeutscher Chemiker erfunden, der Proben seines Productes auf der Pariser Weltausstellung vorzuführen gedenkt. Wiewohl die Anmeldung zu dieser mit dem 1. April ds. IS. abgelaufen ist, war das ReichScommiffariat doch noch in der Lage, diesem Stoff der Zukunft den nöthigen Ausstellungsraum garan- tiren zu können.
Siu neuer ReichStagSprafideut.
v. Buol nimmt kein Mandat mehr an;
Wer wird nun Präses Heuer?
Man nennt Herrn Spahn. Verkehrt! Ein Spahn Geräth zu leicht in Feuer.
Hamb. Fremdenbl.
£iteraitu? uub TLttirst
— Im Verlag von Emil Roth in Gießen erschien soeben unter dem Titel: »Die Herrlichkeit Karmels und Sarons" (Jes. 35,2) ein Bündchen deutscher Gedichte, religiös erhebenden Inhalts, theils tn ttesernften Betrachtungen in Hymnen,
Sonetten, Gedichte heiteren Inhalts und zum Schluß eine Anzahl Uebertragungen biblischer Psalmen in poetische Formen, von Dr. Leo Hirschfeld, Großh. Provinzialrabbiner. Preis broschirt 1.— Mk.; elegant gebunden 1.50 Mk. Aus der Fluth dichterischer Erzeugniffe, vielfach nur handwerksmäßige Reimereien, welchen man täglich begegnet, hebt sich die angezeigle Sammlung vortheilhaft ab durch das in ihr wehende geläuterte Empfinden eines wahrhaft poetischen GemüthS. Man empfindet beim Lesen dieser Gedichte, daß sie keine poetischen Pressungen, sondern dem Verfasser zu verschiedenen Zeiten und bei besonderen Veranlassungen in weihevoller Stimmung gleichsam aus der Seele gequollen sind. Sie zeichnen sich daher aus durch warme, tief empfundene Innigkeit, getragen von den Flügeln erhabenen Schwunges, in der Form durchaus edel und gleichen so den duftenden Blüthen eines in dem Garten der Musen gewundenen Kranzes. Einzelne derselben erheben sich zu klassischer Höhe und sind von erschütternder Gewalt. Kunstvoll in ihrer äußeren Form, dabei tn ihrem inneren Gehalt nicht minder werthooll sind die den Schluß bildenden tief empfundenen Psalmenübertragungen. Die Verlagsbuchhandlung hat dem Merkchen in Bezug auf hochfeine Ausstattung in Druck, Papier und Einband eine ganz besondere Sorgfalt gewidmet und es an nichts fehlen lasten, seinem edlen Inhalt ein entsprechendes Gewand zu verleihen. Dabei ist der Preis überaus mäßig. Möge die Gedichtsammlung ihre in der Vorrede ausgesprochene Hoffnung erfüllt sehen: „von der in ihrem Innern flammenden Gluth gläubige Begeisterung auch weiteren Kreisen mitzutheilen."
Airchttche Anzeigen der Stabt Gietzen.
Evangelische •tmtinbe.
Die Pfarrgeschäfte in der Lucasgemeinde besorgt vom 15. Mai ab bis auf Weiteres Pfarrassistent Dr. Heußel. Sprechstunden Dienstags, Donnerstags und Samstags von 12 bis i Uhr in der Sacristei der Johanneskirche, sonst in seiner Wohnung Weserstraße 3.
verkehr, £an». «nv
• tat Ml# 24. Mai. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmarkt kosteten: Butter vr. Pfd. X 0,85—1,16, Hühnereier pr. St. 6-0 4, 2 St. 10—11 A, Enteneier 1 St. 6—CO H, Gänse« eter pr. St. 10—12 H, Käse 2 St. 9-15 A. Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 20 A, Linsen pr. Liter 32 A. Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück 1,20 bis 1,40, Hahnen pr. Stüö JL 1,40—1,80, Enten pr. Stück 1,80—2,20, Gänse pr. Pftmt * 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 68-74 A, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 62—66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bis 72 Ai 'Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 4L Kalbfleisch pr. Pfd. 62—64 A. Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,50 btt ! 7,60 Jt, Weißkraut pr. Stück 0—00 A, Zwiebeln pr. Eentner 10,00-12,00 Jt, Milch pr. Liter 16 A, Kirschen pr. Pfd. 50-60 H.
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.
Neueste Nachrichten.
Depeschen des Bureau »Herold".
Wien, 24. Mai. Gras Thun begibt sich mit dem Handel»' und Finanzmiuister heute nach Budapest, angeblich tn Angelegenheiten der Verlängerung des Ausgleich- Provisoriums.
Rom, 24. Mai. Hier ist von einem angeblichen Protest Italien» gegen die Blokade Euba» nicht» bekannt.
London, 24. Mai. Der Eorrrspondevt der „Daily Mail" meldet au» New-York: Infolge der Nachricht, daß da» spanische Geschwader Santiago wieder vrrlaffen habe, richtete die amerikanische Flotte einen ausgedehnten Kuudschafterdienst ein längs der cubantschen Küste.
Loudon, 24. Mai. „Morving Post" meldet aus New- Dark, man habe ein Telegramm au» Port-au-Prince erhalten, wonach dort eine heftige Kanonade von der Seite der cubantschen Küste vernommen wurde.
Madrid, 24. Mai. Da» in Cadix liegende Reserve- Geschwader wird Ende dieser Woche in See gehen. Dasselbe besteht aus zwölf Fahrzeugen und wird sich nach dem westlichen Kriegsschauplätze begeben. An der Fertigstellung de» zweiten Ersatz-Geschwader», welche» acht Schiffe umfaffen soll, wird eifrigst gearbeitet.
Madrid, 24. Mat. Die von amerikanischer Seite verbreiteten Gerüchte, daß sich die Flotte de» Admiral» Cervera nach Marttutqae begtebt, wird von competenter Seite als unbegründet bezeichnet. ES wird erklärt, daß dieselbe sich noch tn den cubantschen Gewäffern befinde. Cervera operire nach einem bestimmten Plane. Er verfolge den Zweck, die Blokade von Cuba von Seiten der Amerikaner binnen kürzester Zeit aufzuheben.
Key West, 24. Mai. Aus guter Quelle wird die Meldung dementirt, daß das amerikanische Schiff „Oregon" in Key West eivgetroffen sei.
WB. New-York, 24. Mai. Mehrere Blätter veröffeut- lichea Depeschen aus Washington, wonach Schley vor Santiago de Cuba angekommen sei. — „Evening Journal" bringt die Meldung aus Portdepatx, wonach starke Kanonade au» nördlicher Richtung von Cuba her gehört wurde; es wurden 20 Schüsse gezählt. Die Kanonade dauert fort.
Mmintmiidjuniteii
Deckstein-Lieferung.
Die Lieferung der einzuwalzenden Decksteine für die nachbenannten Kreissiraßen soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote auf das ganze Quantum oder auf einzelne Loose bis Dienstag btn 31. Mai I. 3.,
Bormittags 9 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Einsicht offen liegen, einzuretchen. 20 a Lich—Eberstadt 1950 cbm 20 b In Eberstadt 200 „ 20 c Eberstadt-Oberhörgern 580 „ 20 d In Oberhörgern 80 „ 20 e Oberhörgern-Kreisgrenze 210„
Gießen, am 21. Mai 1898.
Der Großh. Kreisbauinspector.
______Stahl._______5368
Vergebung von Steinharter« arbeiten.
Die Lieferung von 1500 Stück Straßengrenzsteinen aus Basaltlova soll im Submissionsweg vergeben werden und sind Angebote auf das ganze Quantum oder auf einzelne Loose bis
Dienstag den 31. Mai 1. 3.,
Bormittags 10 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst Plan und Accordsbedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Gießen, am 21. Mai 1898. Der Großh. Kreisbauinspector.
___________Stahl._______5369
Die Lieferung von 1500 Stück
Baumpsählen je 3,2 Mtr. lang und mindestens 8 Ctm. stark, soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und sind Angebote auf das ganze Quantum oder auf einzelne Loose bis Dienstag des 31. Mai I. 3-,
Bormittags 11 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten, woselbst die Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen.
Gießen, den 21. Mai 1898.
Der Großh. Kreisbauinspector
Stahl. 5367
Vergebung von Bauarbeiten. I
Die bei Erbauung eines Pfarrgebäudes zu Grünberg (Oberhefftn) sich ergebenden Arbeiten und Lieferungen als:
Erd- und Maurerarbeiten, Steinhauerarbeiten (Lung- und Sandstein getrennt) Zimmer-, Dachdecker-, Schlosser-, Spengler-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Treppen- und Tapezierarbeiten nebst Tapetenlieferung, Eisen- und Nöhren- lieferung, Lieferung von Schwarz- und Weißkalk, desgl. von Mauersand, sowie von 67000 Hintermauerungssteinen (Ringofen- oder Feldbrand)
(für die Steinhauer-Arbeiten sind Mustervorlagen in rothem, grauem, gelblichem und grünem Sandstein erwünscht) sollen durch schriftliches Angebot vergeben werden.
Arbeitsbeschreibungen, Zeichnungen und Bedingungen, diese nach Minisierialerlaß vom 16. Juni 1893, und besonderen Bedingungen liegen vom 23. Mai l. I. bei unterzeichneter Stelle zur Einsicht offen, und sind verschlossene und francirte Offerten mit der betreffenden Aufschrift versehen bis Montag den 6. Juni I. I., Bormittags 11 Uhr, daselbst einzureichen.
Zuschlagsfrist 8 Tage.
Wegen näheren Angaben und Aus- fünft wende man sich an den Kreis« straßenmeister Maringer dahier.
Grünberg, am 21. Mai 1898. Gr. Bürgermeisterei Grünberg.
Zimmer. 5358
VersteigeriniM
Donnerstag den 26, Mai, Nachmittags 1 Uhr, werden in der Hofraithe des Johs. Kreiling IX Erben zu Wieseck erbvertheilung- halb, versteigert werden ein zugfeftes Arbeitspferd mit Geschirr, zwei vollständige Ein- spännerwagen, ein Pflug, Dickwurzmühle, 5385 Häckselmaschine, Fruchtfegemühle und sonstige Oeconomie- Geräthschaften.
EmpfelstMM
ML MMm.
Freibank. 5339
Heute «ab morgen:
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