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tödtet, fonbern weiter verkauft werden, unb ba in solchen
schlecht gelaufen und schlecht gefahren ist auch noch besser als gut gelaufen — darum fahren wir aber doch lieber jetzt in den Eisenbahnen und weinen den Omnibussen und ähnlichen Transportmaschinen keine Thränen mehr nach.
Michin! also! folglich! denn und alldieweil, da die jetzige Lage der Grundstücke einen ausgesprochenen Schaden bringen, unnöthige Zeit in Anspruch zu ihrer Bebauung nehmen, auch sonstige Nachtheile bringen, wie ein schlechtes Del* oder Talglicht, wäre man ein Thor und schnitte sich tief ins eigene Fleisch, falls man die alten Grillen nicht fahren lassen wollte.
Doch die Kosten! wird oft gefragt. Wenn eine Feldbereinigung zu Ende ist, finden die Leute, daß sie vierzig, fünfzig und mehr Tausend Mark gekostet hat und darüber sperren die Leute, wie man zu sagen pflegt, Mund und Augm auf. Sie machen diese unentbehrlichen Organe aber auch wieder zu, lächeln verständnißinnig und blinzeln recht zufrieden, wenn sie hören, was dabei herausgekommen ist — und zwar: Zum Ersten schießt die Hauptstaatskasse das Geld gegen billige Procente vor und es kann nach und nach sehr bequem abgetragen werden. Zum Zweiten bleibt eine sehr ansehnliche Masse von sehr werthvollem Gelände übrig, das in der Regel sehr hoch bezahlt wird.
Beispiele belehren und Zahlen beweisen, sagt ein altes Sprichwort. Kürzlich kam der Schreiber dieser Zeilen nach Reichelsheim in der Wetterau, wo gegenwärtig eine Feldbereinigung ftattfindet. lieber diese wichtige Sache wurde auch gesprochen, wobei sich herausstellte, daß in den Fluren, die jenseits und um b!e neue Eisenbahnstrecke liegen, etliche zwanzig Morgen Geländeüberschuß erzielt worden sind. Diese kamen zum Verkaufe und er wurde erzielt: für Gelände in der Nähe der Bahn zu Bauplätzen geeignet für den Morgen 2000 Mk. und darüber, für Gelände etwas weiter abgelegen 800 bis 1200 Mk. je nach Lage und Güte. Daraus kann jeder freundliche Le'er ersehen, daß die Gemeinde einen sehr ansehnlichen Posten Geld aus der Feldbereinigung zieht. Dar Schönste dabei ist jedoch: Der Veländeüberschuß stammt nur aus denjenigen Fluren, die nach der Bahn zu und darüber hinaus liegen und das ist etwa nur der dritte Theil der Gemarkung, folglich find noch weitere sehr bedeutende Ueberschüsse zu erwarten, die ebenfalls sehr werthvoll sind.
Wie es in dem vorgcführten Beispiele ergeht, so ergeht es fast in allen Gemarkungen ohne jede Ausnahme. Der Einsender erinnert sich eines Falles aus den fünfziger Jahren, der sich in der Provinz Starkenburg zutrug. Mit Mühe konnten die Leute zur Feldbereinigung gebracht werden. Das Beseitigen der Raine und Hecken, das Einebenen der überflüssigen Wege wollte ihnen gar nicht in die Köpfe und viele waren so erbost, daß sie drohten, sie würden den Bürgermeister mit Dreschflegeln und Mistgabeln ums L-ben bringen. Jrn zweiten Jahre verstummten die Scheltworte; im dritten Jahre kam der Kreisrath in das Dorf und machte den Leuten (zum Scherzi) den Vorschlag, sie könnten ihre alten Grundstücke in den verschiedenen zerstreuten Lagen wieder erhalten. Das gab ein großes Halloh I Kein Einziger dächte daran, hieß es und sie könnten überhaupt nicht begreifen, daß sie sich früher in einem so unpractischen Zustande hätten wohl fühlen können. Solange man nicht» anderes als Kienspan-, Del» und Talglichter hatte, war man auch mit diesen zufrieden - jetzt, wo man Bessere» besitzt, macht man größere Ansprüche — man sollte es wenigstens!
Mit der Feldbereinigung geht er aber trotz aller Vortheile noch sehr langsam, wie folgende Zahlen bewerfen: Die Provinz Dberhessrn besteht, in runder Zahl genommen, aus 500 Gemarkungen. Von biefen 500 Gemarkungen befanden sich im Jahre 1896 53 in der Feldbereinigung, also nur der zehnte Theil. Im Kreise Gießen mit seinen 94 Gemarkungrn waren 2 in Angriff genommen, 3 in Ausführung begriffen, eine war in der Hauptsache beendigt. Am meisten wird im Kreise Friedberg hinsichtlich der Feldbereinigung geleistet; hier find 14 Gemarkungen in der Ausführung begriffen, 3 hatten Antrag gestellt, in 3 Gemarkungen wurde das Verfahren einstweilen um deswillen eingestellt, weil eine Eisenbahn von Friedberg nach Homburg vor der Höhe gebaut werden soll. In der Hauptsache sind 19 Gemarkungen beendigt, dieser Kreis allein hatte also 39 Gemarkungen in der Feldbereinigung, die ganze Provinz nur 53, der Kreis Gießen nur 6, Büdingen 8, Alsfeld 3, Lauterbach und Schotten gar keine.
Brüssel, 23. März. Eine mit ihre« Manne in Streit lebende Fran vergiftete sich und ihre beiden Kinder.
Tokio, 23. März. Die Regierung votirte 193 Millionen -nm Bau von Kriegsschiffen, wovon 47 in England, Deutschland, Frank e'ch und Amerika bereits bestellt find.
Vermischtes.
* Lasse!, 22. März. In einem Hause der KöttgSstraß: wollte ein junger Mann heute Abend dem nach Hause kommenden Dienstmädchen einen Schrecken einjagen, indem er sich, mit einem weißen Tuch umhüllt, auf den Borplatz hinter einen Schrank stellte. Durch den erregbaren Anblick fiel da» Mädchen in eine Ohnmacht und liegt jetzt in einem starken Nervenfirber schwer kra-k darnieder.
* Limburg t. b. Laho, 20. März. Der Rangirer Wald au» Freiendiez kam gestern Nachmittag zwischen die Puffer und wurde derart gedrückt, daß er kurz nachher verstarb.
* Elberfeld, 17. März. Scheu vor der Schule hat hier ein 14jähriger Knabe mit dem Tode gebüßt. Al» er gestern die Schule venäumte und wie schon oft von dem Schuldsten zur Schule gebracht werden sollte, sprang er durch ein Fenster der mütterlichen Wohnung auf die Straße. Er erlitt so schwere Berletzungen, daß er im Laufe de» Tage» starb.
• Elbiog, 18 März. Der Besitzer ReiSzie» in Uikscheu ist nach einem Streit mit seinem 22jährigen, nicht ganz zurechuungSfähigen Sohne von diesem mit einer hölzernen Handspritze durch einen Schlag auf den Hinte.kops getödtet worden.
• Da eß nicht selten vorkommt, daß Pferde, die unter der Bedingung sofortiger Tobtang verkauft werden, nicht ge
Aber bie Felbbereinigung kostet boch riesiges Gelb unb ber Bauer hängt an seinen von Alters her überkommenen Grnnbftücken, wirb vielfach unb — — auch gar nicht mit Unrecht behauptet. Stimmt! lieber Leser, boch jebes Ding hat feine zwei Seiten unb bie müssen wir uns zusammen ein Bischen anfehen; bas Letzte, bie Anhänglichkeit an bas j uns lieb Geworbene zuerst. Wir hatten bie alten Talg, unb : Gutl'cker mit bin Lichtputzscheeren, bie Delkärmchen unb bie ■ ewig schmierigen Dellichter auch r.cht gerne, aber bie Petroleum- lampen haben wir lieber unb wenn bas electrische Licht, bas - fjeute schon in vielen Bauerndörfern eingesührt ist, allgemein \ tooicr, jonoern roetrer ocitauji rocrccn, uuo oa in toiajen bßnufct werben kann, wirb uns bas sehr angenehm sein. Fällen eine gerichtliche Klage zu keiner Berurtheiluvg de» c JL '"hrbn auch «ruher ganz gerne in Dmnibussen unb g wortbrüchigen Käufer» führt, weil nach dem Urtheil der sonstigen Rumpelkasten - benn gut gefahren ist besser al» Gerichte dem ersten Berkäufer bei Pferdei durch den Wieder-
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Grüuberg, 21. März. Bor Jahrelfrist wurde in nuferem Städtchen ein „Verkehrs-Verein" gegründet, der el fich zur Aufgabe gemacht hat, durch Berfchönerung der Stadt und ihrer Umgebung letztere zu einem angenehmen Aufenthaltsort für Fremde zu gestalten. Im ersten Jahre feines Bestehen» hat der Berein, der nahezu 200 Mitglieder zählt, scdon recht hübsche Erfolge aufzuweisen. Der Stadtvorstand hat denn auch — in richtiger Würdigung der gemeinnützigen Bestrebungen de» ,Verk hrS-BereirS" — dessen Kasse ei» u jährlichen Zuschuß von 100 Mk. bewilligt, so daß dem Borstand nunmihr etwa 500 Mk. jede» Jahr zur Berfügunz stehen. ES steht somit zu hoffen, daß unser in reizvoller Gegend gelegene» Städtchen tu Zukunft immer mehr von Fr-mdeu besucht wird, zumal fich von hier au» lohnende Ausflüge nach dem BogelSberge, der Rabenau u. f. w., be- ssaem unternehmen taffen.
□ Darmstadt, 23. März. Die Constiluiruug einer, wie berichtet, beabsichtigten neuen (dritten Abtheilung de» Alice-Fraueuverein» fürKrankenpflege, bie fich der Fürsorge schulentlassener Waisen und von in ähnlicher Lage befindliche« (von ihren Eltern vernachlässigten) Kindern widmen will, ist heute in einer unter dem Vorsitze dr» ProviuzialdirectorS Herrn Geh.-Rath v. Marquard tagenden, auch von Herrn Prälot Dr Habicht besuchten Versammlung von Damen und Herren aus den besten Kreisen der Stadt erfolgt. Ein lögliederiger Vorstand, zur Hälfte Damen, zur Hälfte Herren, mit dem R-cht der Cooptation, wurde gewählt. Viele Anwesende erklärten sich bereit, al» ® ziehungSbeisiände, bezw. Fachbeistäade zu fungiren. Der M'.'im»! Verriusbeitraa jährlich wurde zu 1 Mk. bemessen. Lan-rvirthschaftt. Winke u. Ratschläge.
A Ans Oberhefsen. Ende März.
Allerlei Nützliches oui der Praxi».
Für diesesmal wollen wir einige Worte über den Segen der Felbbereinigung miteinanber reben. Es ist ein Gegenstand, ber nur langsam Fortschritte macht; bei ben gegenwärtigen Zeiten jeboch, wo ber Bauer über schlechte Preise ber lanbwirthschaftlichen Erzeugnisse, zugleich aber auch Über hohe Löhne, theuere Maschinen unb Gecäthschaften unb lheuere Kleidungsstücke klagt, muß Alle» in Erwägung gezogen werben, was bie Betriebskosten minbert, überbie» aber noch bie Erträge erhöht. Zugleich soll hier von Neuem barauf hingewiesen werben, baß es Pflicht ber Lanbwirthe, ber Hanbwerker unb ber (Scroerbetreibenben ist, ganz besonbers auf bie eigene Kraft zu vertrauen unb nicht immer »ach frember Hülfe aus« unb umzuschauen.
Da ist nun eine Felbbereinigung ein treffliches Mittel zur Besserung ber Landwirlhschast treibenden Bevölkerung, bezw. ihrer finanziellen Sage ein Erhebliches beizutragen unb was bie Hauptsache ist: bas Mittel wirb, sobalb es richtig geleitet wirb, — unb bazu haben wir treffliche Männer — am Enbe nicht viel kosten. Wie bas in ber Praxis gemacht wirb, barüber mögen einige Winke foUen.
Die Grundstücke ber Lanbwirthe liegen in nicht bereinigten Gemarkungen zerstreut umher nach allen Richtungen ber Winbrose. Sind in einer Gemarkung fünfzehn Fluren, so hat ein mittlerer Bauer in jeder Flur 4 bis 5 Grundstücke, Aecker und Wiesen liegen, bas macht etwa 60 bis 75 Grund- stücke, jedes hat zwei Längsfurchen, folglich zusammen 120 bi» 150 Längsfurchen, in denen nichts Drbentliches gedeiht. Nimmt man 100 Bauern in einer Gemarkung an, so haben diese viele Tausende von Furchen, bie zusammen eine große Fläche geben, auf benen nichts, ober boch nur blitzwrnig wächst.
Soll im Sommer bas Heu gemacht, bas betreibe ge« bunben werden, bann müssen bie Leute in acht ober zehn Fluren herumlaufen unb tritt schlechte Witterung ein, bei ber e» gilt, alle Kräfte zusammenzuhalten, so wird eine Masse Zeit vertrödelt unb bie Ernte wirb in nassen Sommern, wie wir sie in ben letzten Jahren hatten, oerberben, weil bie Kräfte nicht vorhanben sinb, sie zu bergen. Lägen bie (Srunb' stücke beisammen, so könnte bas Doppelte geleistet werben. Beim Abfahren ber Früchte sinb bie Leute gebinbert, weit keine richtigen Wege vorhanben sinb; beim Pflügen geht Zeit verloren, weil bie Grundstücke eine schlechte Form haben und ausgewendet werden muß Das Ve- und Entwässern der Grundstücke ist ohne Felbbereinigung sehr erschwert — unb noch manches Andere.
Au» diesen kurzen Andeutungen geht hervor: Grund und Boden, das Hauptcapital des Bauers, bleibt ohne Feld- Vereinigung zu einem beträchtlichen Procentsatze brach liegen; e» wird eine Masse Zeit vertrödelt unb Zett ist Gelb; bie Bebauung ber Grunbstücke ist erschwert unb bas kostet (Selb. Wo man Hinsicht, kostet es (Selb, nichts als (Selb — unb es Hegt doch auf der Straße, man muß eß nur zu finden wissen.
verkauf desselben ein BermögeuSnachtheil nicht erwächst, so hat der Borstaud de» Berliner Thierschutz-Verein» einen vertrag entworfen, der e» möglich macht, den Verkäufer eine» Pferde», der dasselbe durch sofortige Tädtung gegen weitere Au»nützung sichern will, vor BertraueuSbruch Seitens de» Käufer» zu bewahren. Nachstehend der Wortlaut de» Vertrages: Vertrag. 1. B. verpflichtet fich, da» Pferd, welchr» ihm A. übergeben hat (wird), binnen . . . Tage« zu tödteu. 2. Da» Pferd bleibt bi» zur Tödtuug Eigeuthum de» A., sobald da» Thier getödtet ist, geht e» in» Eigen- thum de» B. über. 3. B. zahlt für die eigeuthümliche lieber- laffuug de» Cadaver» . . . Mk. an A. 4. Kommt B. der Verpflichtung unter 1 nicht nach, so ist er für jeden Tag Säumuiß dem A. eine Eoavrutioualftrafe von ... Mark schuldig. A. B. (Unterschriften.)
* Wie heißt die Frau nach gelöster Ehe! Eine Rechtsfrage, über welche die juristische Lirteratur die wider- sprecheudsteu Ansichten äußert, fand vor dem Strafrichier de» 15. Wiener Bezirk» ihre Entscheidung. Franziska Witetschek, geborene Zamarska, eine 42jährige Frau, deren nach evangelischem Ruu» eingegangrne Ehe im Jahre 1888 vom Wiener Lande»- resp. ObrrlandeSgericht getrennt (gelöst) wurde, kam beim Bezirksgericht um die Bestellung eine» Eurator» für ihre Kinder ein. Ihr vormaliger Mann, wclcher seit 1890 wieder verehelicht ist, verweigert die Zahlung de» Erziehuug»- britrage», muß daher gerichtlich belangt werden. Herr Witetschek erstattete, al» er amtlich davon Kenntniß erhielt, nun bie Anzeige, die Mutter seiner Kinder habe eine Falsch- Meldung begangen, indem sie fich Witetschek nannte, während sie in Folge gänzlicher Lösung der Ehe zur Tragung ihre» Mädchennamens verpflichtet sei. In diesem (Sinne lautete auch die staatsanwaltschaftliche Anklage, über welche GerichtS- fecretär Freiherr v. Wiumann verhandelte. Auf die Frage de» Richter», wie fie heiße, antwortete die Angeklagte: ,34 weiß e» nicht mehr, ich bin eigentlich heimath»- und »amen- los." Gegen die Anklage selbst verantwortet fich Franziska Witetschek Zamarska dahin, daß sie im guten Glauben gehandelt habe, als fie sich sowohl polizeilich al» auch vor Gericht Witetschek nannte. Der vertheidiger, Dr. Fröhlich, führte an», daß die Lösung der Frage, wie fich die Fran nach getrennter (gelöster) Ehe zu nennen habe, einer Preil- ausgabe würdig wäre. Da» österreichische bürgerliche Gesetzbuch enthält keine diesbezügliche Bestimmung, und ia der Fachlitterotur haben hervorragende Juristen diese mangelnde Bestimmung in verschiedener Weise cjmmentirt. Da überdies auch der dolus der strafbaren Handlung fehle, fei die Angeklagte freizusprechen. GerichtSsecretär Freiherr v. Witt« mann verkündete hierauf daS Urtheil: „Franziska Witetschek- Zamarska wird von der Anklage der Übertretung der Falschmeldung freigesprochm, nachdem sich da» Grricht den Ausführungen der Verteidigung vollkommen anzeschloffen bat."
* Sher» zwischen Chinesen und Engländerinnen gehörten in letzter Zeit nicht zu den Seltenheiten. Meistens waren eS Mitglieder der chinesischen Gesandtschaft in London, denen eS während der Dauer ihre» Auseathalte» in der eng- lischkv Metropole gelang — so seltsam e» auch klingen mag — Herz unb Hand einer schlanken, blonden M ß zu gewinnen und die bann nach kurzer Zrit die junge Gattin nebst ihrer Mitgift nach dem fernen China entführten. Wie nun aber diese vertrauensseligen, oft kaum 20 jährigen Frauen dort von den Söhnen de» himmlischen Reiche» behandelt werden, darüber giebt jetzt der ^Noith China Herald" klaren Aufschluß. Augenblicklich existiren in Shanghai — so schreibt diese» Blatt — fünf ober sechs, wahrscheinlich aber noch weit mehr junge Engländerinnen, die sich in London mit jüngeren Mitgliedern der chinesischen Grsaudtschaft verhei' ratheten, mit ihren Männern hierher kamen, sehr bald von diesen schändlich verlassen würd'» und nun Gefahren preis- gegeben sind, die nur der in ihrem ganzen Umfange begreifen kann, der mit den Verhältnissen dieses Lande» vertraut ist. Ein blutjunge» Diog von höchster» fiebeuzebn Jahren hat man vor wenig-n Tagen in einem leeren Hause ewgeschlossen vorgefunden. Die Aermste war nur mit einem Nachthemde bekleidet und kauerte, halb ohnmächtig auf dem kahlen Boden de» vollkommen leer aufgeräumten Zimmer». Der ehrenhafte Gatte hotte ihr Alle» abgenommen, w^S fie besessen, ihre sämmtlichen Kleidungsstücke, ihre Schmucksacheo und den Haulraih, ber von ihrem eigenen Gelbe aogesch^fft worben war. Die bedauernSwerthe junge Frau hatte schon 24 Stauben laut jammernd und schluchzend in ben öden Räumen zugebracht, ehe fie von mitleidigen Rachbarn ent- beckt würbe. Man nahm fich ihrer an. so gut e» gehen wollte, unb benachrichtigte bie englische Gesandtschaft in Peking, die Schritte thuu wird, um dem unglücklichen Wesen die Rückkehr in die Heimath zu ermöglichen. ES ist nun im höchsten Grabe zu bewunberu, baß der im chtaefiichen Ge> sanbtschaftSamt tn London angestellte englische Secretär, ber eS ganz genau w ssen bürftc, welchem Schicksale seine Lanbl- männiunen eutgegengeheu, die armen, airnungSlosen Opfer nicht auf da» Eindringlichste warnt, ihre Hand einem Chinesen zum Ehebuvde zu reichen unb gar bleiern in sein Land zu folgen. ES wäre die Pflicht unb Schuldigkeit diese» Manne», solche Heirathen mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln z, verhindern unb wenigsten» Alle» zu versuchen, den Angehörigen der bethörten Mädchen ein klares Bild von dem ehelichen Leben zu entwerfen, da» die zarten, verwöhnten Geschöpfe an der Seite de» bezopften „Ch-namon" erwartet.
• Auch eine Saeriöre. Erster Einbrecher: ,®ie geht'» eigentlich dem Dietrich, Ebe?" — Zweiter Einbrecher: „D, dem geht'» gut; er hat fich io» Privatleben zurückgezogener bezieht nämtich ein Honorarfipam von einer Einbruch»- Versicherungsgesellschaft dafür, baß er nicht mehr arbeitet V*
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