Gottesdienst der israelitischen ReligiouSgesellschaft-
schreiben, die an den Gouverneur der Colonie gelangen und von diesem unterzeichnet werden. In seiner Hütte kann Dreyfus bleiben oder sie nach Belieben verlasien. und zwar in der Zeit von Sonnenaufgang bis Untergang; er kann auch, wenn er will, spaziren gehen oder sich mit Gartenarbeiten beschäftigen auf einem Stück Land von 100 Meter im Durchmesser. Der Gefangene erhält außer der dienstlich gelieferten Nahrung Mundvorrath gegen Geld, wenn er ihn verlangt. Seine Hütte hält er selbst im Innern im Stand und bereitet auch seine Nahrung selbst nach seinem Gutdünken, wenn er es nicht vorzieht, dieses seinen Wächtern zu überlassen. Dreyfus schläft auf einem Soldatenbette, bestehend aus einem Eisengestell, Strohsack, Matratze, Kopfkissen, Decke und Fußkisien. Man rührt den Gefangenen richt an und hat ihn noch nie angerührt, aber die beiden Wächter weichen nicht von feiner Seite, selbst wenn er schläft. Der Gefangene darf Bücher, Romane oder wissenschaftliche Werke bekommen, die ihm der Gouverneur gestattet; ausgeschlossen sind Revuen und politische Zeitungen. Dreyfus hat sich noch nie über schlechte Behandlung von seinen Wächtern beklagt. Alles, was Dreyfus schreibt, wird in der Schreibstube des Gouverneurs aufbewahrt. Auch die Briefe, die an Dreyfus gerichtet werden, erhält er nur in Abschrift- Für den Fall einer Erkrankung wird sofort telephonisch ärztliche Hilfe herbeigerufen. Die ganze Behandlung des Gefangenen beruht auf einer besonderen Dienstanweisung, die vom Colonialminister
genehmigt und unterzeichnet ist.
» Der kleine Dreyfus, so schreibt man dem „Mainzer Anzeiger", welcher gegenwärtig alle Welt bewegt, hat auch in erhöhtem Maße die Aufmerksamkeit auf die sogenannten Schrift, oder Schreibverständigen gelenkt, von deren Urtheil vor Gericht das Wohl und das Wehe des Angeklagten sehr häufig allein abhängt. Dreyfus wurde bekanntlich verurtheilt auf Grund eines Schriftstückes (Borderau), das fünf Sach, verständigen vorgelegen hat. Drei davon erklärten die Schrift des Borderau für identisch mit der Handschrift des Dreyfus, die zwei anderen hatten sich dagegen ausgesprochen. Die Pariser Zeitung „Matin" veröffentlichte hierauf das Facsimrle des Borderau, worauf zwölf weitere Schriftverständige die Identität nochmals prüften und alle zwölf verneinten dieselbe. Derartige Widersprüche kommen indeß häufig vor und be- stätigen nur die Richtigkeit des Satzes, daß Schriftexpertise ein recht zweifelhaftes Beweismaterial ist. Um sich hiervon zu überzeugen, braucht man nicht nach Paris zu gehen, sondern auch in Mainz kam kürzlich ein Fall vor, der den Werth der Schriftexpertise in ein recht eigenthümliches Licht stellt. Ein Schüler der Fortbildungsschule benahm sich häufig während des Unterrichts frech und ungezogen gegen seinen Lehrer. Er wurde bestraft, worauf der Lehrer einen ano* nymen Brief beleidigenden Inhalts erhielt. Da der vorher so widerspenstige Schüler auf einmal fast zu artig geworden war, schloß der Lehrer erst recht auf deffen Thäterschaft und erstattete Anzeige, woraus die Staatsanwaltschaft Klage erhob. Bor dem Schöffengericht erklärte der vom Polizeiamt vor- geschlagene Sachverständige, es sei wahrscheinlich, daß der Knabe der Schreiber des Briefes sei, mit Sicherheit könne man dies jedoch nicht behaupten. Der Amtsrichter erklärte dieses Gutachten für ungenügend, indem er darauf hinwies, daß der seither verwandte Schreibverständige bei seinem Gutachten stets mit Ja oder Nein geantwortet habe. Auf die obige Erklärung hin sei ein Urtheil unmöglich. Die Sache wurde vertagt und der frühere Sachverständige geladen. Sein Urtheil lautete: Ja, die Handschrift ist mit der des Schülers identisch, jeder Zweifel ist ausgeschlossen. In Folge dieser Entscheidung wurde der Zeuge vom Gericht zu vierzehn Tagen Gefängniß verurtheilt. Gegen dieses Urtheil wurde Berufung eingelegt und das Landgericht übergab, mit Umgehung des ersten Sachverständigen, einem hiesigen Ober, lehrer den besagten Brief zur Beurtheilung. Und siehe da: das Gutachten desselben lautete, daß der Junge den Brief möglicherweise geschrieben habe, eine Gewißheit bestehe indeß durchaus nicht. Die Strafkammer, verwarf hierauf dos erste Urtheil und sprach den Schüler frei. Dieser Fall ist recht bezeichnend. Er ist ein Glied mehr in der Kette der Irr- thümer, die gar zu leicht zu einem unrichtigen Urtheil führen können. Eine Reform der Schriftexpertise in dem Sinne, daß zu diesem Amt nur wiffmschasckich gebildete Graphologen verwendet werden, Angehörige jener Wiffenfchaft, welche beim Prüfen eines Schriftstückes nicht nur den mechanischen Bor. gang, sondern auch den jeweiligen, seelischen Zustand des Schreibers in Betracht ziehen. Jedenfalls aber steht so viel sicher, daß Kalligraphen, Schreiblehrer und subalterne Beamten am allerwenigsten zur Abgabe eines Schriftengutachtens geeignet sind.
* Was Orchideen kosten. Daß Orchrdeen außerordent- l liche Preise erzielen, ist bekannt. In Brüffel ist ein Cypri- ( pedeum hybridum mit 4000, ein Odontoglossum mit 6000, ein zweites mit 7500 Franken verkauft worden. Alle diese Preise aber treten gegen den ebenda stattgehabten Berkaus eines Odontoglossum Luciani in den Hintergrund. Diese wunderbar gebildete Orchidee, deren schöne Blüthen bunten Schmetterlingen gleichen, ist zum Preise von 12 000 Franken
GottEmtz in der Synagoge
SamStaa den 26. Februar 1898.
Vorabend b°° Uhr, Morgens 9 Mr, Nachmittags 3 Uhr »chrifterkl»r««g, Sabbathausgang 6<° Uhr.
unter dem Reif wird das Faß angebohrt und sobald ein ge» höriges Quantum dem Faß entnommen ist, wird in das vorhandene Loch ein Stückchen Holz hineingekeilt, der Faßreif w^der über das Loch getrieben, so daß man äußerlich keine Spur von demselben entdecken kann. Ein Mainzer Kaufmann bar s. Z. ein solches Faß mit Rothwein erhalten, bet näherer Untersuchung stellte eS sich heraus, daß das Faß nicht weniger als 59 Löcher unter den Faßreifen hatte, die stets während der Reise in die Fässer hinetngebohrt und dann der Wein aus dem Bohrloch herauSgezogen wurde. DaS Herausziehen bcr Weine geschieht nicht selten mittelst dünner Federkiele oder mit Strohhülseu und läßt sich auf diese Weise schon ein recht anständiges Quantum auS dem Faß herausziehen. Ein Luderer Mainzer Kaufmann, der einen Handel mit feinen SÜd- weinen treibt, erlitt auf diese Weise ganz bedeutenden Schaden. Um das Anbohren zu verhüten, bezieht der betr. Kaufmann nur noch seine ausländischen Weine in Fäfferu, welche mit Ueberfäfferu versehen find; es wird wohl dadurch die Emballage etwas theurer, aber seit dieser Zeit werden seine Sendungen nicht mehr bestohlen.
• Schwarze Studenten. Ein neuartiger Studeutenverein ist in Paris gegründet worden. Seit mehreren Jahren strömen aus allen Welttheilen auch Dteteuigeu, welche man riast „Wilde" nannte, zu den europäischen Hochschulen, um fich hier die Waffen der Civilisation anzurignea und fie prgeveniu FallcS auch gegen die Raffe der Weißen zu richten. In Paris ist dir Zahl dieser „Wilden" so groß geworden, daß man, um einem „tiefgefühlten Bedürfuiß" zu entsprechen, au die Gründung eine- „schwarzen StudentenvereiuS" denken wußte. Obwohl sämwtlich schwarz, weisen die BrreiuSbrüder koch die verschiedensten Farben auf, von dem ttefschwarzen B-reiuSvorsitzer Dr. Brutto Sylva, einem geborenen Haitianer, und dem weniger schwarzen Flügeladjutanten Meneliks bis zu Mulatten und noch hellfarbigeren Mischlingen. Der Verein begann seine Thärigkeit mit einem feierlichen . . . Frühschoppen- man beschloß, vierteljährlich einen CowmerS der Negerjugend zu veraustalten, zu welchem auch weiße Gäste Zutritt erhalteu sollen, aber nur solche, die sich durch Wort ünb Schrift um die schwarze Raffe Verdienste erworben haben.
• Die Leidensgeschichte einer Gräfin. Die „Wiener Z-itung" publizirte gestern ein Erkmntniß deS Bezirksgerichts Josefftadt, mir welchem über Livia Gräfin Collorcdo MelS wegen Wahnsinns die Euratel verhängt wurde. DaS „Wiener Tageblatt" erfährt hierzu Folgende-: Gräfia Livia Colloredo-MelS, eine Dame in den Fünfzigern, ist eine Schwester des bekannten CooperatorS von Hitzung, Pater Eolloredo Mels. In ihrer Jugend spielte fie eine hervor- ragende Rolle in der Gesellschaft und gab das Geld mit vollen Händen auß. Sie verarmte in Folge deffen pänzlich. Ihr einziger Sohn, der junge Graf Colloredo-MelS, ist heute — Gerüster bei einem Bau. Die Gräfin konnte an ihre Verarmung nicht glauben. Sie hoffte immer noch auf un- ttmeßliche Reichlhümer, die ihr zufallen würden, und diese Hoffnung wurde bei der Unglücklichen zur fixen Idee. Im Bezirk Landstraße zählt die Gräfia zu den bekannten Straßenfizuren. Gräfin Livia ColloredoMels steht iw Ge- puffe einer Pfründe und wird auch von ihrem Bruder unterstützt, so daß sie wenigstens vor der bittersten Noth 6e* wahrt ist.
♦ Die Eisenbahnen Europas hatten am 31. December 1896 eine Gesammtlänge von 256493 Kilometer. Diese vcrtheilcn sich, wie wir aus einer Mittheilung des Inter« nationalen PateutbüreauS Karl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6, ersehen, folgendermaßen auf die einzeluen Länder: Deutschland 47 348 Kilometer, Frankreich 40 974, Rußland mit Finnland 38612, Großbritannien vnd Irland 34221, Oesterreich Ungarn 32180, Italien 15079, Spanien 12282, Schweden 9895, Belgien 5777, Schweiz 3563, Niederlande mit Luxem- bürg 3129, Rumänien 2879, Türkei uud Bulgarien 2430, Portugal 2340, Dänemark 2267, Norwegen 1938, Griechen- land 952, Serbien 540, die Inseln Malta, Jersey und Man 110. Auf 1000 Quadrat-Kilometer entfallen 2,8 Kilometer Eisenbahnen und auf je 10000. Einwohner
Univevsttäts - Nachrichten.
Erlangen, 23. Februar. Der diesige Professor der systematischen Theologie, Seeberg, hat einen Ruf nach Berlin angenommen. Er gehr schon im Sommersemester dorthin.
Neueste Nachsicht««.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 24. Februar. Im Reichstage hat Abgeord« nctcr Lenzmann (frs. VolkSp.) den Initiativantrag ein« gebracht, der Reichstag wolle beschließen, den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage ein Reichsberggesetz vorzulegen.
Berlin, 24. Februar. Bei dem gestrigen Festmahle des ProvinziallandtageS der Provinz Brandenburg brachte der Oberpräfident v. Achenbach das Kaiserhoch aus, worauf Prinz Friedrich Heinrich als Vertreter deS Kaisers dankte und als Erwiderung das Hoch auf die Provinz Brandenburg ausbrachte.
Berlin, 24. Februar. Der Central Ausschuß der deutschen Bäcker-Innung „Germania" hat an die Fraktionen deS Reichstages eine Eingabe gerichtet, worin ausgeführt wird, daß nach dem Maximal-ArbeitStage eine Verschiebung der Verhältnisse in dem Gewerbe eingetreten fei. Eine Anzahl Kleinbetriebe sei unmittelbar dem Untergänge geweiht. In ihrer gestrigen Sitzung beschäftigte fich die PetitionS-Commisfion des Reichstages mit einer ~ Petition um Aufhebung oder Einschränkung der Bäckerei- Verordnung, der RegterungS-Commissar legte dar, daß in dieser Angelegenheit eine Umfrage angeordnet worden sei, deren Ergebniß sich aber noch nicht übersehen ließe, daS da- zu eiugegangene Material sei noch nicht gesichtet. Die Commission ging darauf über die Petition zur Tagesordnung über.
Wim, 24. Februar. Die gesammte Preffe bespricht daS Urtheil im Zola-Prozeß je nach Partei-Schattirung. Die Höhe des Strafmaßes wird als ein voller Sieg des Generalstabes uud als Concesstou an die aufgehetzteu BolkSmaffen aagesehen. Allgemein herrscht die Ansicht vor, daß trotz der Verurtheiluvg ZolaS die Affatre DrehsuS nicht beendet sei. Man glaubt vielmehr, daß die Chancen der Revision dieses Prozesses für Dreyfus wesentlich erhöht find.
Bozen, 24. Februar. Seit gestern früh herrscht in Südtirol wieder volles Winterwetter. Aus allen Gegeuden werden außerordentlich starke Schneefälle gemeldet. Der Verkehr ist überall gehemmt. ES herrscht großer Waffer- mangel.
Budapest,24. Februar. ES verlautet, daS Parlament werde Mitte April in Budapest zusammentreten.
Budapest, 24. Februar. Die Polizei verhaftete gestern zahlreiche Socialdemokrateu, darunter einen Arzt, einen Advokaren und mehrere Gewerbetreibende. Sie ließ dieselben zwangsweise photographirev, um fie angeblich in» Verbrecher-Album aufzunehwen.
Paris, 24. Februar. Der Proceß Zola endete nach 15tägiger Verhandlung mit der schon vorher vermutheten Verurtheiluug der Angeklagten. Nachdem Labori noch mehrere Stunden gesprochen hatte, erhob fich Clemenceau zu seinem Plaidoyer. Diesem folgte die Replik deS GeneralstaatS- c.nwalis und LabortS, worauf fich die Geschworenen ungefähr um 6 Uhr zurllckzogen. Die Erregung ist unbeschreiblich. Um 7 Uhr etwa erschienen die Geschworenen wieder und gleich darauf trat dann der Gerichtshof ein. Der Obmann der Geschworenen trat vor uud sagte: „Auf Ehre und Gewissen erklären wir: Der Herausgeber der „Aurorr" ist schuldig mit Stimmenmehrheit." „Auf Ehre und Gewissen erklären wir: Emile Zola ist schuldig mit Stimmenmehrheit." Nun brach ein ungeheuerer Jubel aus. Die anwesenden Offiziere stießen ihre Säbel gegen den Boüru und warfen ihre Mützen in die Luft, während die Civilisten ihre Hüte schwenkten. Daun zog fich der Ge« richtShof auf 10 Minuten zur Berathung zurück und der Präsident verkündete alsdann folgendes Urtheil: Der Gerant der „Aurore" wird zu vier Monaten Gefängniß und 3000 FrS. Geldstrafe, Emile Zola zu einem Jahr Gefängniß und 3000 Frs. Geldstrafe verurtheilt. Der Jubel der an* wesenden Offiziere kannte nun keine Grenzen mehr. Al- Rufe laut wurden: Nieder mit Zola, rief dieser auS: Ca- naille, Kannibalen. Die Generale Gonse und Pellieux wurden in den Wandelgäugeu deS JustizpalasieS von einer jubelnden Menge umringt.
Paris, 24. Februar. Die Nachricht von der Verurtheiluug ZolaS wurde zu Beginn der Theater dem Publikum bekannt gegeben und erregte Befriedigung, weil eine Freisprechung vielleicht blutige ©eenen zur Folge gehabt hätte. Aus dem Quartier Latin zogen um 9 Uhr zahlreiche Studentengruppen nach den Boulevards.
Pari», 24. Februar. Zola verbrachte den gestrigen Abend mit seiner Frau, Labori uud dessen Gattin, mit den beiden ClemenceauS und seinem treuesten Freunde, dem Com- i pouisten Bruneau.
Pari», 24. Februar. Zola wird in der heutigen AuS- gäbe der „Aurore" nicht daS Wort nehmen, aber seine Freunde werden einen HuldigungSartikel veröffentlichen.
18 9 Kilometer. •
• Ein rotirenber Palast soll den Glanzpunkt der Pa- riser Weltausstellung bilden, so wie auf der vorher- «ehenden der Eiffclthurm und auf der Chicagoer Ausstellung daS große Schaukelrad. Der Palast soll aus einem sechseckigen Geväudr von 105 Meter Höhe bestehen, welches 25 Stockwerke erhalten wird. Der ganze Palast wird mit Glas, Nickel- und Aluminiumblech bedeckt fein und mittelst 20 000 Glüh' und Bogenlampen beleuchtet werden, welche so geordnet find, daß fie die vielen Thürmchen, Säulen, Balkone und Statuen zur vollen Wirkung bringen. Im untersten Stockwerk soll ein Glockenspiel von 64 Glocken, sowie ein mächtiges, durch Druckluft betriebenes Orchestrier Aufnahme finden. Dar ganz? Gebäude soll fich auf einem Zapfen drehen, wobei er durch hhdrauliche Apparate die Bewegung erhält, und zwar derart, daß es eine Umdrehung vro Stunde macht. Die Besucher können also, ohne ihren Platz zu ver- lassen, daS ganze Panorama der Ausstellung und der Stadt langsam an sich vorüberziehen lassen.
♦ Wie lebt Dreyfus auf der Teufe» Zusel? Von dem Aufenthalt des verurtheilten früheren Hauptmanns Alfred Dreyfus auf der Teufels-Insel giebt das Organ des französischen Kriegsministeriums im Dreyfushandel, das „Echo ! zweiten, weil er den ersten hatte, de Paris", folgende Schckderung: „Die Bewachung von; noch gar keinen hatte!____________
Dreyfus auf der Teufels-Insel wird von zwölf Wächtern > ’
der Strafcolonieverv. ^ltung unter Leitung eines Oberwächters - besorgt. Zwei Wächter, die alle zwei Stunden abgelöst werden, sind beständig um Dreyfus. Diesen Wächtern ist ; es verboten, unter irgend einem Vorwande em Wort an ihren Gefangenen zu richten oder auf eine Frage von ihm . zu antworten: nur der Oberwächter ist ermächtigt, dienstlich mit Dreyfus zu verkehren. Will sich Drcyfus über seine Wächter beklagen, so kann er sein Anliegen auf eines der ihm zur Verfügung gestellten nummerirten Blätter nieder-
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* Erklärung „. . . Wie es kommt, daß der LegatiouS- raty drei Orden besitzt? . . . Sehr einfach! Den dritten i hat er bekommen, weil er die beiden anderen hatte, den v »weiten, weil er den ersten hatte, und den ersten, weil er
Sabbathfeier am 26. Februar.
Freitag Abend 530 Uhr, Samstag Vormittag 8" Uhr Predigt, Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 640 Uhr.
Nachmittag 2« Uhr «chrifterklürung Bahnhofstr. 50.
Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 5^ Mr.
Ve-k-h», Can6« nnd VoUk-wirthschast.
W. Biehmarkt. Auf dem gestrigen Ochsenmarkt waren etwa 150 Stück Fahrvieb aufgetrieben. Der Handel ging überaus langsam, es fehlte an Käufern, woran wohl das ungünstige Wetter die Schuld trug. Die besten Ochsen wurden pro Paar mit 850 btS 900 Mark vukaust. Zweite Qualität ging mit 700 bis 800 Mark fort. Geringere Maare war sehr billig zu haben. Der Markt blieb bedeutend überständig. - Der Auftrieb des L>chweinemarktes belief sich auf etwa 900 Stück. Auch hier fehlte es der Ungunst des Wetters wegen an Käufern. Die Preise waren sehr hoch und liehen die Verkäufer auch davon nichts herunter. Acht Wochen alte Ferkel, die stark begehrt waren, kosteten 38 bis 45 Mark daS Paar, ältere Ferkel wurden bis 60 Mark das Paar bezahlt. Läufer wurden bis zu 110 Mark das Paar gehandelt. Auch der Schwetnemarkt öltet» bedeutend überständtg.
>x plötzlich einen mittig» habe, btm ein bonmahn- el « ju Loben, unb all i| Hinten unb Mn M T von der Reltungsw-M' ten der Gerettete zurück.
Erregend. W * nantti, dazu kamen kalken, t.;at Staubwolken mackM dem furchtbaren
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