Ausgabe 
24.11.1898 Zweites Blatt
 
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Eiostandpreis nach draußen zu verkaufen. DaS Ist immer so gewesen, auch tu len Jahreu, während welcher amertka« nticheS Schweinefleisch nicht nach Deutschland gekommen ist. Aber unsere Industrie- und Landbevölkerung verlangt heute eine viel größere Menge Fleischuahruug all vor SO Jahren, und diesem Bedürfntß kann unsere einheimische Viehzucht nicht Genüge leisten. Es ist verkehrt, zu sagen, Amerika überschwemme Deutschland mit eouservtrlem Fletsch. Richtig ist, daß der immer wachsende Bedarf Deutschlands immer mehr Fleischuahruug aus den Länder« heranzteht, tu welchen die Maffenproduction sich mit Preisen begnügt, zu welchen tu Deutschland Viehzucht unmöglich ist. Au» vorstehendem wird erklärlich, daß amerikanische Fletschpreise noch niemals die hiesigen Vieh« oder Fleischpreise beeinflußt habeo, wohl aber hört die amerikanische Einfuhr auf bet sehr billigen hiesigen Preisen, weil, ohne Feinschmecker zu sein, jeder zu gleichem Preise lieber frische» al» gesalzene» oder gepökelte» Fleisch effen wird. Diese niedrigen Preise schädigen aber auch die Landwirthschast, sodaß Handel und Landwirthschast sich am besten bei normalen Biehpreisen stehen. E» ist eben nicht zu vergrflen, daß es sich bei dem Abnehmer de» couservirten Meisches nicht darum handelt, inländisches Fletsch zu efieu oder ausländisches, der Mann hat nut die Wahl zwischen couservirtem Fletsch oder Verzicht auf jegliche Fleischuahruug. Daß es im Jnterefie unseres Volkes ist, der Arbeiter- bevölkerung die billige ausländische Fleischuahruug zu ent- ziehen, wird wohl Niemand behaupten wollen. Abgesehen von den Jntereffen des Handel» hat die Industrie und Land« wirthschaft das größte Interesse, die productive Kraft der Bevölkerung hochzuhalteu und zu vergrößern, wozu eine sich stetig befiervde und nicht eine geriugwerthige Ernährung führen kanu. Gesalzener amertkauischer Speck kostet augenblicklich einschließlich Fracht bis zur deutschen Grenze 56 Mk. -j- 20 Mk. Zoll (mehr als V» des WertheS) = 76 Mk. sür 100 Klg. kuocheafreie, gesalzene Waare. Dte Stadtschlächter in der Rhetuprovinz verkaufen gleichzeitig ihren überflüssigen Speck en gros zu 120 Mk. Daraus geht klar hervor, daß das awertkantsche Fleisch nicht den Prei» des hiesigen beeinflußt, sondern eine billigere Fleischnahrung bietet, sür die ein Ersatz aus dem Jnlande nicht geboten werden kann.______________

Deutsches Reich.

Berlin, 22. November. Wie derNordd. Allg. Ztg." mitgetheilt wird, beabsichtigt ein Kreis patriotischer Männer, dte Heimkehr des Katserpaares durch einen Sommers zu feiern.

Berlin, 22. November. Zu Ehren de» 50jährigen JubtläumS des Kaisers von Oesterreich wird am vormittag drS 3. December auf Berauloffung der hiesigen Botschaft in der Hedwig»ktrche ein feierliches Hochamt mit Tedeum stattfinden. Wegen der tiefen Trauer um den Heimgang der Kaiserin Elisabeth ist von jeder Festlichkeit zu Ehren des JubtläumStages abgesehen worden.

Berlin, 22. November. Wie dieBerl. Reuest. Nachr." melden, ist dte EtnberufuugSordre für den Reichs­tag dem Kaiser nach Malta zur Unterschrtft nachgesandt worden. LS find drei Termine, nämlich der 29. November, der 80. November und der 1. December zur Wahl gestellt.

Berlin, 22. November. Der bisherige preußische Ge­sandte beim Papst, Herr von Bülow, ist in Rom ein- getroffen, um vom P a p.st in Abschieds-Audienz empfangen zu werden.

Berlin, 22. November. Bekanntlich find schon früher von privater Seite, landwirthschaftlichen Vereinen u. s. w. die verschiedensten Versuche der Umwandlung von Moor- und sonstigem Unland in culturellen Zustand in der Eifel unternommen worden. Nachdem sich erfreuliche Erfolge herausgestellt haben, hat das Ministerium des Innern nun­mehr auf der hohen Veen eine Fläche von etwa 800 Morgen solchen Unlandes erworben und läßt fie durch Strafgefangene in ein namentlich zu Viehweiden geeignetes Culturland um­wandeln. Die Nachfrage nach solchem culturbar gemachten Gelände ist so lebhaft, daß der Erfolg dieser Maßnahme des Ministers des Innern zweifelhaft ist und sicherlich eine Fort­setzung in größerem Maßstabe in Aussicht genommen sein dürfte.

Berlin, 22. November. Besteuerung der Groß­bazare. Das Ergebniß der Verhandlungen in dieser schwierigen Frage steht noch nicht fest. Vielfach wird bereits angenommen, daß diese anderweite Besteuerung der Groß- bazare in der Form der Umsatzsteuer stattfinden soll. Dem­gegenüber halten es dieB. Pol. Nachr." nicht für wahr- scheinlich, daß die Form einer Umsatzsteuer zur Annahme gäangen würde und zwar deswegen, weil eine Umsatzsteuer sich dem System der preußischen Gewerbesteuer, namentlich nachdem diese den Communen überwiesen ist, in keiner Weise anpaffen würde; es sei aber doch wohl anzunrhmen, daß eine Novelle zur bestehenden Gewerbesteuer nicht grundsätzlich von ihren Grundlagen abweichen werde. Eine Besteuerung, welche geradezu dm Zweck hat, bestimmte kaufmännische Betriebe unmöglich zu machen, würde, abgesehen von den Bedenken, wirthschaftliche Gestaltungen auf dem Wege der Besteuerung zu unterdrücken oder hervorzurufen, mit den reichsgesetzlichen Bestimmungen von der Gewerbefreiheit nicht in Einklang zu bringen sein, während letztere eine particulargesetzliche Regelung durch die Gewerbesteuer in ihrer Anpassungsfähigkeit an Ver- hültniffe, wie solche schon gegenwärtig in Preußen bestehen, selbstverständlich in keiner Weise verhindert.

Berlin, 22. November. Fleischbeschaugesetz. Dte ,Nordd. Allg. Ztg." tritt verschiedenen Behauptungen ent­gegen, die über da» Fleifchbeschangefttz, da» noch gar nicht fertig entworfen ist, aufgestrllt werden. So wird merk­würdiger Weise behauptet, daß der Entwurf eine Bestimmung über eine den Importeuren au»läodifcher Flrischwaareu im Falle der Zurückweisung einer al» uozuläffig befundenen Sendung zu gewährende Entschädigung enthalte, oder wenigstens, daß eine solche EmschädtgungSfrage von der Regierung in Erwägung gezogen werde. Dazu wird bemerkt:

Es ist erstaunlich, daß eine derartige vermuthung auftauchev z kann. Wenn im Deutschen Reiche eine allgemeine obligatorische ? Fleischbeschau, welche dem deutschen Volke den Genuß von gesundheitlich etnwandsfretem Fletsch sichern soll, eingeführt | wird, bann ist eS selbstverständlich, daß dem Au-laude nicht | das Privilegium der Einfuhr von Fleisch und Fleischwaaren zugestanden werden kann, welche vor der Zulaffuug zu« Consum einer gleichwrrthigen Fleischbeschau nicht unterworfen gewesen find. Unter der Herrschaft einer allgemeinen obli­gatorischen Fleischbeschau würde der Import ausländischer Fleischwaaren, wie das ohnehin schon der Fall ist, erst recht nicht etwa als ein Recht, sondern als eine Vergünstigung erscheinen. Niemand ist gezwungen, Fleisch und Fleischwaaren zu iwporttren, und daher darf wohl Niemand den Anspruch auf Entschädigung erheben, wenn sein freiwilliger Import auf Grund einer auch für unsere eigenen Producte unbedingt geltenden Fleischbeschau zurückgewiesen werden mußte. Wer sollte denn auch die Entschädigung zahlen? Da» Deutsche Reich, welche- den Import nicht veranlaßte, sicherlich nicht. Ob der Jmportmr bet dem Producentrn seiner Waare Ent­schädigungsansprüche geltend machen kann oder nicht, ist eine Privatsache, welche dar Deutsche Reich nichts angeht. Jeden­falls besteht diese sonderbareEatschädigungSfrage" für das Deutsche Reich nicht, hat auch niemals bestanden und kann darum auch nicht den Gegenstand der Berathungen bilden.

Berlin, 22. November. Dte ReichScommisfion für Arbetterstattstik setzte am Montag dte Vernehmung der Au-kanft-personeu auS dem Gast- und Schankwirthschafts- Betriebe fort. Es hatten nunmehr weibliche Personen (Kellnerinnen u. f. w.) ihre Erfahrungen der Sommisfion vorzutragen und zu bekunden. Bet Berührung der süd­deutschen Berhältniffe wurde constatirt, daß diese mit den einschlägigen norddeutschen Berhältniffen nicht in vergleich zu ziehen find und zu Anstößen namentlich nach der fittltchev Sette hin keinen Anlaß geben. Am Nachmittag wurden die norddeutschen Berhältniffe beleuchtet. Bei diesem Unterschiede zwischen süddeutschen und norddeutschen Berhältniffen und der Würdigung der Schattenseiten des KellnerinnenwesenS hat die Sommisfion von der Vernehmung norddeutscher, namentlich Berliner Kellnerinnen Abstand genommen und überhaupt die Vernehmungen geschloffen. Sodann hat fich die Commission über ihr weiteres Vorgehen bezüglich der Angelegenheit des Gast- und SchankwirthfchaftsbrtriebS fchlüsfig grmacht. Es soll der Bericht über alle Vernehmungen zufammengefaßt und in stenographischer Form allen Mitgliedern zugestellt werden. Dte Referenten werden in der nächsten Sitzung über die einzelnen Punkte fich äußern. Schließlich wurde der Bericht über dte Erhebungen im Mühlengewerbe festgeftellt, und wurden dte früher gefaßten Beschlüffe dem Reichskanzler übermittelt. ES folgten die Erhebungen über dte Sonntags- ruhe in der Binnenschifffahrt und Flößerei. Hier wurden die erwähnten Anträge der Subcommisfion angenommen. Damit war dte Tagesordnung erledigt und wurde dte Sitzung geschloffen.

Arrslaird.

Wien, 22. November. Wie dtetfl. Fr. Pr." meldet, hat der Retchs-KriegSmintfler v. Krtegshammer feine Demission gegeben.

Budapest, 22. November. Nachdem der Präfident Szisagyi energische Maßregeln gegen eine Wiederholung der Tumulte ergriffen hat, indem er die HanSbeamten durch Polizei verstärkt hat, damit keine unruhigen Elemente auf dte Gallerte gelangen, und der Minister Fejervarh wegen seiner gestrigen Aeußerung eine entschuldigende Erklärung abgegeben hat, so nimmt dte heutige Abgeordnetenhaus- Sitzung einen ruhigen, normalen Verlauf. Dagegen finden vor dem Abgeordnetenhause und vor dem Polytechnikum, an­gestiftet durch oppofitiouelle Abgeordnete, Straßen- Tumulte statt. Der Wagen Banffys und die einschrriteude Polizei wurden von den Studenten und dem Pöbel mit Steinen beworfen. Dte Polizei mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen, jedoch kamen keine Verwundungen vor, nur zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenowmen. Auf das Bestimmteste verlautet, daß in der letzten Nacht ein M int st errat h stattgefunden hat, in welchem dte Ber- tagung de» Abgeordnetenhauses beschloffen worden sei. Der Kaiser soll bereits das Bertagungs - Decret unterschrieben haben.

Genf, 22. November. Auf Zureden seines vertheidtgers hat Lurchent den RecurS gegen seine verurtheilung zurück- gezogen. Er wurde tu der letzten Nacht unter starker Gensdarwerie Escorte in da» Gesängniß Eprchr gebracht. Er ist im Gegensatz zu früher ganz gebrochen.

Pari», 22. November. Nach Brüffeler Meldungen ist die Songo-Regirrung fest entschloffen, jedes wettere vor- dringen der englischen Solonte unter Macdonald in der Akquatorial-Provinz mit Waffengewalt zu verhindern.

Pari», 22. November. Dte Meldung de»Courier de Soir", daß der König der Belgier zum Schieds- richtrr in der Raheita Frage ernannt werden soll, bestätigt sich nicht.

Loudon, 22. November. Ein liberales Parlaments- Mitglied erklärte, dte liberale Partei habe beschloffen, tm Unterhause eine Debatte über dte ägyptische Frage auf* zuwerfen.

Loudon, 22. Novembrr. Man versichert, daß die Ber­einigten Staaten entschloffen find, ein amerikanisches Geschwader vor einen türkischen Hafen zu entsenden, um die sofortige Regelung des Zwischenfalles herbeizusühren, drr zwischen der Türkei und den vereinigten Staaten entstanden ist infolge der Aufstände von 1895 bis 1896 in Kleinasien, wobei mehrere amerikanische Missionen zerstört wurdrn.

London, 22. November.Daily Mail" sagt, die 5 Politik Englands in Aegypten sei zum Bortheil des 1 Welthandels gewesen. E» sei zwar wahr, daß dte Truppen s des Khalifen durch englisch ägyptische Truppen ersetzt wurden

und daß hierdurch England sein versprechen über d'e Räumung Aegypten» nicht gehalten habe, aber England verlange auch nicht von den anderen Nationen, daß sie thre Pfl chten erfüllen. E» sollte genügen, daß England das ägyptische Gebiet dem Welthandel erschlaffen hat.

Madrid, 22. Novrmber. Mehrere katholische Blätter fordern eine vollständige politische Autonomie für Katalonien und drohen, wenn dte Katalonier dieselbe nicht erhalten sollten, würden sie beim Ausbruch einer carltsttschen Verschwörung gemeinschaftliche Sache mit den Carltsten machen, nm ihren Zweck zu erreichen._________________________________

CacaUs rrnö j-rovinzielles.

Gruuberg, 21. November. Herrn LehramtSaffrssor Theo­dor Koch von hier, der seit Ostern dieses JahreS an der hiesigen höheren Bürgerschule thätig war, ist ein dreijähriger Urlaub bewilligt worden. Er beabsichtigt, sich an einer wissenschaftlichen Reise von Br. Miyer-Leipzig nach Süd- Amerika, in das Innere von Brasilien, zu betheiligen. Außer genanntem Herrn werden fich noch ein Arzt und ein Natur- wiffenschaftler der Expedition anschlirßen. Die Reisenden werden fich am 1. December zu Hamburg einschiffen und in Buenos-Sh es mit dem Letter zusammentreffen.

Bad-Nauheim, 20. November. Hier soll mit Rückficht auf den von Jahr zu Jahr steigenden Sommerverkehr ein Postamt 1. Klasse in der Nähe des Bahnhofs errichtet» daS bisherige Postamt an der Teraffenstraße aber vorerst foiterhaltm werden.

Darmstadt, 21. November. In den Bezirks- Vereinen ist man etwas kleinlaut geworden- fie haben bet den letzten städtischen Wahlen thatsächlich nur einen Candidatrn durchgebracht. Der Zettel der allgemeinen Bürgerverrtnigrmg wäre sicher anstandslos durchgegangen, wenn nicht die oft gerügte Lässigkeit gerade in den gemäßigten Bürgerkreisen (ca. 48 pCt. stimmten tm Ganzen nut ab) wieder hervor­getreten wäre. Auf dem Paradeplatz werden die Vor­bereitungen zur Enthüllungsfeier thatkräslig bttxiebtn-- Der Pavillon für die Herrschaften steht schon- der Abschluß des Platzes nach Norden ist mit den Anfängen des MnseumS- baurs jetzt günstiger.

Darmstadt, 22. November. Die unerwartet starke Be­theiligung an dem Flstzugr bei der Enthüllung »fei er am 25. d. Mts. hat einige Aendernngen in der ursprünglich beabsichtigten Raumvertheilung auf dem Festplatze nothwendig gemacht. Auf dem nördlichen Theil des Paradeplatze», der nach unserer früheren Meldung für da» Publikum fretgehalten werden sollte, werden statt drffen ausschließlich dte hiesige« Schulen und einige Mtlitärabtheilnngen Ausstellung nehmen. Dafür ist für daS nicht dem Zug angehörige Publikum an der Mündung der Rhetnstraße zwischen dem Faix'schen Hanse und dem Jagdhause Raum geschaffen, der ursprünglich anders verwendet werden sollte. Erwartet muß natürlich werden, daß sich dte Zuschauermaffen unmittelbar nach beendeter Ent- hÜllungSseier in geordneter Bewegung derart von dem Fahr- dämm verziehen, daß der Abmarsch de» Festzuges durch die obere Rhetnstraße ohne Stockung stattfindru kann. Bielletcht beklagt man es in manchen Kreisen, daß sür dte ntcht am Zuge theilnehmenden Zuschauer in der Nähe des Denkmals der Raum nur spärlich beweffen ist. Allein dies ließ fich beim besten Willen nicht ändern, denn der Fefiplatz ist ver- hältnißmäßig klein und mußte in erster Linie natürlich de« gegen 10,000 Köpfe starken Festzuge zugänglich gemacht werden. Darwst. Ztg.

Darmstadt, 22. Novembrr. Herr Prälat D. Habicht ist am 19. ds. Mrs. von der osficirllen Orient reise heute nebst seinem Sohne Br. med. Habicht wohlbehalten wieder zmückgekehrt. Der verehrte Herr hat fich durch die Vertretung der hesfischen Landeskirche bei der Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem wiederum rin Verdienst erworben, das um so größere Anerkennung verdient, als er trotz feines vorgeschrittenen Lrbensalters fich nicht abhalten ließ, die Be­schwerden einer so weiten See- und Landretse zu übernehmen. Wir dürfen wohl hoffen, daß derselbe in nicht allznferner Zeit einen größeren Kreis seiner Verehrer mit einer Schilde­rung seimr intereffanten Erlebniffe auf der Orientreise erfreut.

Zwingenberg, 20. November. Gestern Nachmittag 1 Uhr ereignete fich in dem Granitwerk dahier ein bedauerlicher Unfall. Zwei Arbeiter waren mit Laden eines Bohrloches zum Sprengen der Felsstücke beschäftigt, als fich plötzlich der Schuß entlud und den Beiden ins Geficht fuhr. Da» Geficht Beider ist schrecklich zugerichtet, während einer außerdem noch eine arge Zerschmetterung der Hand und de» Armes davon­trug. Zwei Finger der Hand sollen abgertffen und der Arm auf- geschlitzt sein.Darmst. Tgl. Anz."

von der Bergstraße, 20. November. In einer vor Jahresfrist erbauten Billa in der Zwingenberger Straße zu Jugenheim, die «Klause" benannt, leuchtet unter der Veranda direkt an dem Eingang in hübscher Schrift der schöne Sinnspruch entgegen, welcher die Wiedergabe verdient:

«In Heiner Klause Zufriedener Sinn- _______Go tausch ich mit Keiner Königin!"

Vermischtes.

«in neue» Reclamestuckchen. In Berlin läßt jetzt ein Geschäft an die vorübergehenden Frauen einzelne Tuch- Pantoffeln gratis dertheilen- den zu dem Paar gehörigen zweiten Pantoffrl sollen dte Empfängerinnen beim ersten Einkauf in dem Geschäft selbst abbolen.______________________

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