Wilhelm von Mecklenburg und die mit ihm unter- gegangenen acht Manu statt. Bei der Feier waren zugegen die Großherzogin Marie von Mecklenburg-Schwerin, Prinzesfiu Heinrich von Preußen, die Herzöge Adolf Friedrich und Heinrich von Mecklenburg sowie der Erbgroßherzog von Oldenburg mit Gemahlin. Nach der Weihrede des Marine- Pfarrers Rogge hielt Admiral Köster eine feierliche Ansprache, in welcher er die Gottesfurcht und Treue zum Kaiser, welche dem verstorbenen Herzog iuuewohnteu, hervorhob. Unter einem Hoch auf den Kaiser und dem Spielen von „Heil Dir im Siegerkran-" sowie dem Geläute der Glocken fiel die Hülle. Zahlreiche Kränze, darunter einer vom Admiral Köster in Vertretung bei Kaisers, wurden am Denkmal ntedergelegt. Abordnungen del Seebatailloul und der Marine, sowie die Kriegervereine und dal gesammte Offiziercorpl wohnten der Feier bei.
ArrsUrvd.
Budapest, 22. September. In parlamentarischen Kreisen wird die Situation all ernst bezeichnet. Weder die Regierung noch die Majorität del Abgeordnetenhauses seien zu irgendwelchen Loucesfioueu an die Linke geneigt.
Paris, 22. September. Gestern erschien beim Dtrector del Gontv'GesänguifieS ein Geudarmerie-Kapitän, um im Auftrage des Platz Commaudauten den Obersten Picquart abzuholen. Der Dtrector antwortete, die Civil-Justiz habe Picqaart nicht freigegeben, weil der Prozeß nur vertagt ist. Dieser Zwischenfall gewinnt Bedeutung durch PicqrartS tu ollen Kreisen sensationell wirkende Worte in der gestrigen Gerichtssitzung. Man erfährt überdiel, daß ein Confllct zwischen dem SriegSmtuister Chanoine und dem General Zurlindeu besteht, da Chanoiue von der Verhaftung Picquart! nicht! wissen will. Dieser Coofltct kann Conseqaeuzen haben, welche die Feinde der Republik wünschen. Heute will Zur. linden die formelle Eingabe behufs Auslieferung Picquartl machen. Wie verlautet, liegt gegen Picquart noch eine andere Anklage all die wegen der Fälschung der Rohrpostkarte vor.
Paris, 22. September. Die Wahrheit im Falle DreyfuS. Gegenwärtig wacht wieder eine Meldung del „Slöcle" betitelt: „Die Wahrheit im Falle DreyfuS" die Runde durch die Blätter. Nach derselben soll Esterhazy für den Oberst von Schwarzkoppev spiouirt haben. Oberst Schwarzkoppen habe von demselben 112 Mittheiluugen erhalten. Dchwarzkoppen habe immer geglaubt, daß DreyfuS für eine andere Macht sptonirt habe, und deshalb verurtheilt worden sei- erst im Jahre 1896, all der „Malta" dal Bordereau veröffentlichte, habe Schwarzkopprn an der Schrift erkannt, daß Dreyful auf ein von Esterhazy Verfaßtei Schrift- stück hin verurtheilt sei. Esterhazy sei dann mit einem Revolver zu ihm gekommen und habe den Obersten bewegen wollen, zur Frau DreyfuS zu gehen, um ihr zu erklären, daß er mit ihrem Manne und nicht mit Esterhazy zu thun gehabt habe. Zwei Stunden darauf sei er wieder gekommen uad habe gesagt, nun sei Allel in Ordnung. — Der neueste Zwischenfall in der Drehfulsache, die Anklage gegen Oberst Picquart und den Anwalt Lebloil vor dem Pariser Zuchtpolizeigericht verdient eine nähere Erwähnung. Im überfüllten Gerichtlsaale sah man die Generale Pellievx und Gonse. Picquart, natürlich in bürgerlicher Kleidung, erschien in Begleitung zweier Polizisten aul feiner Untersuchungshaft im Gefängniß de la SantL, er wurde vom größten Theil der Zuhörer mit Hochrufen begrüßt, worauf der Borfitzende drohte, den Saal räumen zu laflen.
Parts, 22. September. Nach wiederholten Berhand- laugen Sarnens mit Briffou und dem Procurator der Republik, Feutlleloie, stimmte das Parquet der Auslieferung Picquarrs zu und um 4 Uhr wurde derselbe nach dem Cherche Midt-Gesängniffe abgeliefert.
Parti, 22. September. ES bestätigt fich, daß ein tief- gehender, vielleicht folgenschwerer Conflict zwischen dem Cabtnrt Briffou und dem Geueralstabe besteht. Die „Aurore" entwickelt in einer Sonderausgabe, wie Faure, Zurlindeu und der Generalstab von Chauotne die Unterschrift zur Einleitung del Strafverfahrens erschwindelt haben. TS ergibt fich hieraus, daß ein wirkliches Comp'.ott gegen Briffou besteht. Letzterer ist entschloffen, die Pläne der Militärpartei aufs thaikräftigste zu vereiteln. El dürften noch heute wichtige Kundgebungen in den Straßen erfolgen. Briffou beruft für morgen die Minister zusammen, um eventuelle Maßregeln zu berathen.
Paris, 22. September. Der „Matin" versichert, dal heute der. Revifionl-Commission zugestellte DreyfuS- Dossier enthalte kein einzige! Schriftstück, worin der Name DreyfuS g-uannt werde. Nur daS Bordereau werde DreyfuS zugeschrieben. Die übrigen Schriftstücke, meist Vifitenkarten und Depeschen, seien werthloS, da auch ihre Authencität verdächtig erscheine. Besonders auffallend sei, daß daS Dossier kein einzige! Schriftstück mit dem Namen eines Staatsoberhauptes oder eine! Botschafter» enthalte. Der Generalstab habe diese Schriftstücke dem Dossier auS Scham entzogen, da er ntd)t mehr den Muth habe, diese Fälschungen als authentische Documente aulzusptelen.
— Ueber da! gerichtliche bezw. Vollstreckungsverfahren gegen Luccheni schreibt man der „N. Zürch. Zig.": Bet der Offenkundigkeit der That wird Art. 252 des Gevferischen Strafgesetzbuches zur Anwendung kommen, welcher ungesähr so lautet: „Der Todtschlag mit Vorbedacht wird mit lebenslänglicher Gefangenschaft bestraft." Unsere Gesetze kennen keine verschiedenen Klaffen von Berurtheilteu und von dem Tage an, wo er im Zuchthaus fitzt, wird jeder Gefangene gleich behandelt, sei er zu zwei oder zu zwanzig Jahren oder lebenslänglich verurtheilt worden. Verschiedene Blätter des Auslandes — namentlich fravzöfische Blätter — haben allerlei dumme Sachen gefabelt, so z. B. die Gesangeoen müßten ihre Zett in unterirdischen Zellen zubringen- man gebe ihnen das Effen durch ein Loch und fie könnten ihr Leben lang da» Sonnenlicht nicht mehr erblicken. Allerdings verdient Luccheni
eine schwere, sehr schwere Strafe. Aber weder die Regierung noch Staatsanwaltschaft würden eß auf fich nehmen, einen Berurtheilten, und sei er noch so verachten-werth, auSnahmS- weise zu behandeln. Luccheni wird also vor den Schranken der Genfer Asfisen erfcheinen. Die zwölf Geschworenen können nicht» Andere» thun, al» auf sämmtliche ihnen vorgelegten Fragen „Ja" antworten. Der Mörder wird dann am folgenden Tage schon — wenn nicht Caffation vorltegt — vom Unter- suchung»gefängniffe St. Antoine in'» Zuchthau» überführt werden. Dort wird er wahrscheinlich — e» ist die» aber nicht immer der Fall — einige Tage in seiner Zelle allein gelaffen und dann in eine Werkstatt geführt. Entweder muß er Schuster werden, oder Stroharbeiten verrichten. Den ganzen Tag muß er dann arbeiten von früh Morgen» bi» Abend», mit einer kurzen Pause. Die Zuchthäusler find am Sonntag frei und können auch einem Gottesdienste in ihrer Kapelle beiwohnen, oder in ihrer Zelle bleiben und lesen. Die absolute Schweigsamkeit ist hier die größte Strafe: Die Zuchthäusler dürfen während der Arbeit in den Werkstätten kein Wort aussprechen- el sei denn, daß fie auf eine bestimmte Frage de» Wärters Antwort geben müffen. Einige Centime» int Tage können die Zuchthäusler verdienen, wenn fie fich Mühe geben, da» heißt das Material nicht vergeuden und die Arbeit sauber verrichten. Mit diesem Gelbe dürfen fie fich ein wenig Wein geben laffen, aber nicht mehr als ein Fünftel Liter in der Woche. Die Zellen find reinlich, luftig und man kann darin beim Hellen Tage, wenn auch die Fenster klein stad, lesen. Besuche kann der Sträfling nnr von Anverwandten empfangen, und nur vier Mal im Jahre während einer kurz- und strengbemeffenen Zeit. Tiefe Stille herrscht bei Tag und Nacht in nnserem Zuchthanse. Diese furcht- bare Einsamkeit und da» strenge Verbot, auch nur ein ein* zigeß unnütze» Wort außzusprecheu — da» find für die Ge- faugenen die schwersten Strafen. De» Morgen» und Nachmittags werden fie während einigen Minuten in einem von fünfzehn Meter hohen Manern umgebenen Gang spazieren geführt. Sie müffen aber der Reihe nach gehen, die Hände hinter dem Rücken, und wenn einer auch nur ein Wort sagt, wird er sofort wieder in die Zelle gesperrt. Freilich können die Sträflinge am Sonntag Morgen mit dem Pfarrer sprechen und die hartnäckigsten Verbrecher machen von dieser Erlanbniß Gebrauch, weil ihnen da» Schweigen schließlich doch zur größten Qual wird. Man muß also auswärts nicht denken, daß Luccheni im Genfer Zuchthaus ein angenehmes Leben führen wird. Für diesen großen Prahler und unermüdlichen Plapperer wird die Einsamkeit und da» Stillschweigen die größte Buße fein.
Loudon, 22. September. „Daily Mail" berichtet au» Lissabon, die dortigen Behörden wurden benachrichtigt, daß ein Anarchisten-Complott gegen den König von Portugal geplant sei. Die Polizei traf besondere Sicherheitsmaßregeln und zahlreiche Agenten wurden nach dem Schloß entsandt. Alle in Lissabon einlaufenden Eisenbahnzüge werden scharf überwacht. Ein gestern au» Spanien eingetroffener Reisender wurde verhaftet und in» Gefängniß gebracht. Daffelbe Blatt meldet au» Rom, sein Correspondent habe eine Unterredung mit dem früheren italienischen Minister de» Aeußern, Blanc, bezüglich Faschoda! gehabt. Der Ex- minister erklärte, die Frage von Faschoda sei dieselbe, wie die von Caffala. Beide Städte gehörten Aegypten und da Italien Caffala abgetreten habe, so sei e» auch Pflicht der Franzosen, Faschoda freizugeben.
Cadiz, 22. September. Infolge der Ueb erschwemm- ungen find zahlreiche Menschenopfer zu beklagen. In dem Dorfe Herrera find allein 80 Menschen umgekommen. Die Oltvenernte ist vollständig vernichtet. Die Olivenhaine stehen biß an die Kronen im Waffer.
Athen, 22. September. In Rethymno werden die Christen von den Türken bedroht. Der russische Consul ist geflüchtet. Russische Kriegsschiffe concentriren sich vor Rethymno und werden die Stadt besetzen.
Atlanta, 22. September. Im Staate Louisiana find 112 gelbe Fieber-Anfälle mit tödtlichem AuSgange zu verzeichnen. Die Epidemie macht auch im Staate Mlsfifippi große Fortschritte.
— Daß auch in China mit Waffer gekocht wird, lehrt dal Schicksal der jüngsten Reformversuche del Kaiser!. Ein Shanghaier Gewährsmann sagt: Die fremdenfeindlichen Aufrufe und der Ausstand in der Provinz Szetschwan seien Anzeichen dafür, welcher Form de! Widerstande! die fortschrittlichen Maßnahmen del Kaiser! wahrscheinlich begegnen werden. Diesem scheinen denn auch schon in seinem eigenen Palaste die Hände gebunden zu werden. Denn der Reformator von Canton, Caug Au-Mei, deffen Einfluß die jüngsten kaiserlichen Verfügungen hanprsächlich zu danken waren, hat soeben den Befehl erhalten, Peking zu verlaffen. Dafür hat die Kaiserin-Mutter die Zügel der Regierung übernommen mit dem Anspruch, daß von ihr alle kaiserlichen Erlaffe vor deren Veröffentlichung gutzuheißen seien. Da! ist aber gleichbedkutend mit einer Wiederherstellung der Regentschaft. Eine weitere Folge aber dürfte die Wtedereinfetzvng Li-Hung-Tschang! sein, der nach dreimaligem Sturz also mit großer Zähigkeit zum vierten Mal seine gelbe Reitjacke im höchsten Rath bei Kaiserreich» triumphirenb zeigen kann.
Locales and provinzielles.
Gießen, 23. September 1898.
♦♦ Hauptsteueramt Gießen. Seine Königliche Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigst geruht, am 21. September den Ministerialsecretär bei dem Ministerium der Finanzen, Adolf Weißen brach, zum Obersteuerinfpeetor de» Hauptsteueramt» Gießen zu ernennen.
•• Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 21. September den Cultnrinspeetor bei der Culturinspecton Friedberg, Dr. Carl Eser, zum Culturiuspector bei der Lulturinspectiou Mainz
und den Ingenieur Bruno v. Boehm er in Mainz zu« Cnlturtnspkctor bei der Lulturinspectiou Friedberg, beide mit Wirkung vom 1. Oktober d. I., zu ernennen.
♦* Steneramtsperfonalien. Dem al» Station»eontroleur zu Hardurg verwendeten Hauptsteueramtlrevisor, Steuer- affeffor Wilhelm Koch, wurde der Lharaeter all „Ober- zollinsprc'.or" verliehen- —- der seither all Stationßeontroleur zu Emmerich verwendete Hauptsteueramtlrevisor, Steuerasslfsor Christian v. Grolman, sowie der Steueraffeflor Carl Gl äs sing zu Darmstadt wurden, beide mit dem Vorbehalt der Regelung ihrer Aneieuaetät für den Fall de» Urbertritt! in den Localdienst der Steuerverwaltuug, zu Miaisterial- secretären bei dem Ministerium der Finanzen ernannt.
•• Berzeichuiß der Sitzungen de» Schwurgericht» Pro 3. Quartal 1898:
1. Montag den 26. September, Vormittag» 9 Uhr, Anklage gegen Georg Kn öl auSQueckboru wegen Stttiichkeitl- verbrechen. Die Anklage vertritt: Gerichtlaffrssor Schumacher- Verthetdiger: Rechtlanwalt Weidtg.
2. Dienltag den 27. und Mittwoch den 28. September, jrdelmal Vormittag! 9% Uhr, Anklage gegen Wilhelm H o l v e Ehefrau au» Sandmühle bei Homberg a. d. O. und Gustav Schaumberg auß Schweiulberg, Erstere wegen betrügerischem Bankerut, Letzterer wegen Beihilfe dazu. Die Anklage vertritt: Staatsanwalt Zimmermann- Vertheidtger: die Rechtsanwälte Grünewald und Dr. Gutfleisch.
3. Donnerstag dea 29. September, vormittag! 88/4 Uhr, Anklage gegen Christian Sänger Wtttwe au! Klein Karren wegen Mord. Die Anklage vertritt: Obrr-Staatlanwalt Dr. Güngerich- Verthetdiger: Rechtsanwalt Mendelsohn.
4. Freitag den 30 September, vormittag! 83/< Uhr, Anklage gegen Wilhelm Schäfer au» Heffelbach und Heinrich Dührkop au» Gambach, beide wegeu Sittlichkeitsverbrechen. Die Anklage vertritt: StaatSanwalr Koch- Verthetdiger: Geheimer Just'zrath Batst und RrchtSanwoU Dr. Jung.
5. Samltag den 1. Oktober, Vormittag» 8s/i Uhr, Anklage gegen Johanne» Schmidt au» Eudorf wegen Meineid. Die Anklage vertritt: Staatßanwalt Koch- verthetdiger: die Rechtsanwälte Grünewald und Röm Held.
* * Oeffeutltche Bucher- und Lesehalle. Wir machen die Benutzer der Lesehalle auch an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß die Leihfrist für ein Werk nur 14 Tage beträgt. Für jeden Tag, den ein Buch über dtefe Frist hinaus -urückbeholten wird, find nach den BenutzungSbesttmm- ungen 3 Pfennige Strafe zu zahlen. (S. Inserat.) Bet dem großen Andrang, besten fich die Lesehalle zu erfreuen hat, liegt e» im Jntereffe der Entleiher selber, wenn die Benutzunglbesttmmungen genau eingehalten werden. Säumige Entleiher werden künftig durch eine mit der Poft zu versendende Mahnung, deren Kosten fie gleichsall! zu tragen haben, zur Abgabe der rückständigen Bücher aufgefordert werden.
* • An» dem Theaterburean werden wir um Ausnahme folgender Zeilen ersucht: Die AbonnementSltste eir- culirt augenblicklich. Diejenigen Theaterinterestenten, bene« die Liste aus Versehen nicht vorgelegt werden sollte, werben gebeten, ihre Adresse freundlichst in der Mufikaltenhandlung bei Herrn Ernst Challier nieberzulegen. E» wird daun den Betreffenden die AbonnementSltste und der Plaa der Plätze sofort unterbreitet werden. — Die Direction theilt uns ferner mit, baß die Vorstellungen, vielfachen Wünschen entsprechend, in kommender Saison vorläufig versuchsweise um
Uhr beginnen sollen.
* * Auszeichnung. Da» Preisrichter Collegium der Ausstellung für verbefferte Frauenkleidnug und für Frauen- Hygiene Berlin 1898 hat der Firma Koch u. Eichenauer hier für Mieder die silberne Medaille zmrkannt. Da! Diplom ist im Schanfenster de» Herrn Hirz, SelterSweg, ausgestellt.
• • Turnerische». Wie nn» mitgetheilt wird, veranstaltet der Gießener Turnverein heute Abend um V89 Uhr von der Lahobrücke aul einen Nacht-Turngang nach dem Windhof. Der Weg ist noch nicht definitiv festgesetzt, sondern der Wahl der Theilnehmer überlasten. Für Unterhaltung ist besten» gesorgt und steht auch eine zahlreiche Be« thelligung in Aulficht.
• * Hauptgewinne find bei der Butzbacher Gewerbe- Ausstellun gl-Lotterie gefallen auf die Loose Nr. 7425 eine Schlafzimmereinrichtung, 8001 ein Break mit Verdeck, 515 ein Break mit Verdeck, 20,675 ein Buffet, 21,344 ein Schrank, 7433 ein Kasteschrauk, 23,177 eine Sämaschine, 2863 ein Kasteschrank, 9473 ein Pferdegeschirr, 3017 ein Sattel mit Kandare, 23,192 ein Sessel, 7652 ein Sessel, 4138 ein Handwagen, 22,819 ein große» Bild, 4965 eine Nähmaschine, 10,707 ein Regulirofen. — Nach einer Mit- theilung de» „Wert. Boten" ist die Person de» Gewinner» de» 1. Preise» (Schlafzimmer Einrichtung) noch nicht bekannt, somit die Nachricht einiger Blätter, eine Gießener Dame sei die Gewinnerin, unrichtig. Gen. Blatt thellt ferner mit, daß den schönen Kaffeschrauk ein Butzbacher Schuhmacher- lrhrling gewann.
• • Der Deutsche Rudfahrer-Buud hat nach der „Rad- Welt" an sämmtliche nichtpreußischen Eisenbahn- Verwaltungen eine Eingabe gerichtet, in der unter ausführlicher Begründung gebeten wird, die von der Königlich preußischen Staatsbahn Verwaltung erlastenen Bestimmungen wegen der Besörderuug von Fahrrädern nicht einzusühreu.
* ♦ Meldepflicht der Reservisten. Nachdem jetzt die zur Reserve entlaßenen Mannschaften in ihrer Heimath anlangen oder zur Wiederaufnahme ihre» bürgerlichen Berufe» einen bestimmten Wohnort zum vorläafigen längeren Aufenthalt ge- wähtt haben, ist e» eine ihrer ersten staatsbürgerlichen Aufgaben, fich bei dem zuständigen BezirkScommaudo ihre! neuen Wohnorte! zu melden. Leider wird hieran, trotz aller bei der Entlastung der Reservisten stet! mit auf den Weg gegebenen Belehrung des Compaguiechef! über „daS Verhalten der Mannschaften bei Beurlaubtenstande! bezüglich ber milL


