Ausgabe 
24.7.1898 Drittes Blatt
 
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1899

Sonntag den 24. Juli

Drittes Blatt

Amts- und Airzeigeblatt für den Ureis Gieszen.

Gratisbeilage: Gießener Familienblätter

Amtlichem Theil

Procent

1.

4.

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3

an» als

bis Ende August d. I.

und als ge-

1,97

20,8

8,9

3,59

67,5

14,1

40,0

30,8

83,3

81.5

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72,98

0,51 29,6 12,7

31,2

49,5

Da I« De Er Im Uff

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mehr) gezogen waren, auch inzwischen ihren Wohufitz nicht gewechselt und keine EiokommenSverbefferung erfahren haben, welche ihre Versetzung tu eine höhere Klaffe bedingt.

Nach Art. 22 deS Gesetzes haben die Einkommensteuer-

Abzüge in Ansatz zu kommen haben:

Allgemeine ElsLsfische Bankgesellschaft

Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt

Bergbau, und SchifffahrtS-Actieugesellschaft vormals

Gebrüder Kannengießer

Bonner Bergwerks, und Hüttenverein zu Oberkaffel

Chemische Werke zu Amöneburg

DampfschifffahrtSgesellschaft für den Nieder- und

Mitrelrheiu zu Düffeldorf

Fabrik feuer, und säurefester Producte zu Bad-Nanheim Frankfurt.Offenbacher Trambahngesrllschaft

Gesellschaft für Handel und Schifffahrt H. A. Disch Jmmobtltengesellschaft, die Süddeutsche Mannheimer Portlandcementfabrik

Maschinenbau-Aktiengesellschaft Nürnberg

liefern. t

Den außerhalb der GroßherzogthumS wohnenden Steuer- Wflichtigeu werden die Formularien zu den Steuererklärungen Lurch die betreffenden Steurrcommiffariate zugesendet, au welche die abzugebenden Erklärungen innerhalb vier Wochen »irret einzuseuden stad.

Bon der Verpflichtung zur Einkommeusteurrerklaruug ftnb nach Art. 21 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Kall besondere Aufforderung der Veranlagung» Commission «geht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im un« Mittelbar vorauSgegangenen Steuerjahr bereits zur Ein- »omwensteuer I. Abteilung (Einkommen von 2600 Mk. und

>»ahm« »en Anzeigen zu bet Nachmittag- für den frtgrnt leg erfcheinenben Nummer bi- Norm. 10 Uhr.

Adresse für Depeschen: Anzeiger chtetzen.

Fernsprecher Nr. 51.

Pfälzische Bank

Preußisch Rheinische DampfschifffahrtSgesellschaft zu Köln

Bierbrauerei Schöfferhof-DretkönigShof vormals Konrad Rösch

Stettiner Chamottefabrik vormals Didier zu Stettin

Süddeutsche Eisenbahngesellschaft

Verein chemischer Fabriken zu Mannheim

Verein für chemische Industrie zu Mainz Bereinigte Strohstvfffabrikeu in Dresden

Mezng-prei- virrtrliLhrllch

2 Mark 20 Pfg. monatlich 75 mit vringerlohn.

Bei Postbezug 2 Mark 50 Wfr vierteliLhrlich.

erklärung abzugebeu:

1. für minderjährige, vermißte oder unter Vormund- schäft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter -

2. für die Actiengesellfchaften und Commauditgesell- schäften auf Actieu deren Vorstände in seitheriger Weise (ohne Benützung deS für die übrigen Pflichtigen allgemein vorgeschriebeoen Formulars) -

3. in allen anderen Fällen der Pflichtige selbst zwar hinsichtlich deS gesammten, ihm sowohl seinen nicht selbstständig zur Einkommensteuer zogenen Angehörigen zustehevden Einkommens.

Denjenigen Steuerpflichtigen, welche Einkommen Actieu solcher Gesellschaften zu beziehen haben, welche

solche zur Hessischen Stakommevsteuer gezogen find, wird bekannt gegeben, daß die EtnkommeuSbezüge auS Actien der nachverzeichneten Gesellschaften nicht mit dem vollen Betrag, mit welchem fie als Einkommen unter I Ord.-Nr. 9 der abzugebenden Steuererklärung zu verzeichnen find, sondern nur mit den nach den nachverzeichneten Proceutsätzen zu be- rechueudeu Beträgen unter II Ord.-Nr. 1 der gesetzlichen

Außerdem werden die Steuerpflichtigen benachrichtigt, daß die Steuercomwiffariate über etwaige Zweifel bezüglich der abzugebenden Steuererklärungen jederzeit bereitwillig Auskunft ertheileu werden.

Unter Bezugnahme auf die obigen Mittheilungeu richten wir an die hiernach zur Einreichung von Einkommensteuer- erkläruogeu verflichteten Bewohner unserer Bezirke (unseres Bezirks) hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zu den angegebenen Terminen an die betreffenden Bürger­meistereien oder direct an uns gelangen zu laffeu.

Die bet den Bürgermeistereien einlaufeuben Sieuer- erkläraugen werden, und zwar insoweit verschloffeo, uoeröffnet, an die vorfitzeoden der betreffenden BeranlagnngScommisfiouen abgegeben werden.

DaS Formular zu den Steuerklärungen, welchem ein Auszug auS dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung betgefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnort» zu beziehen.

Nach Artikel 49 des Einkommensteuergesetzes find auch die Steuerpflichtigen, deren Einkommen weniger als 2600 Mk. beträgt, zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, sobald eine besondere Aufforderung des Borfitzenden der ver- aulagungScommtsfion au fie ergeht.

Gießen, Grünberg, Hungen, Nidda, den 22. Juli 1898.

Für die Großherzoglichen Steuercommiffariate: Bähr. Müller. Suell. Schmitt.

Am Selzerdhor im volle Stahr stttt de ganz Gemaauderath, DohrhäuSche denewe fitzt Borjemaaster unu der schwitzt - muh de LandeSferscht begrieße Name der KreiShauptstadt Girffe.

)hoco1ade

Bekanntmachung,

betr. die Abgabe der Eiurommeustener-Erkläruuge« behufs Veranlagung für da» Struerjahr 1899/1900.

Nach Art. 20 de» Gesetze», die allgemeine Einkommen- steuer betr., vom 25. Juni 1895 erfolgt die Heranziehung zv dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder Steuerpflichtige, welcher eiu steuerbare» Jahreseinkommen von 2600 Mk. oder mehr befitzt, über die Jahresbeträge seiner Emkommensbezüge, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Listen bet der hierzu berufenen veranlagungScommtsfion schriftlich abgegeben hat. Zu diesen Erklärungen ist daS von Krohh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und find dieselben, je nach der Wahl der Steuer­pflichtigen offen oder verschloffen in den Gemeinden de»

Bekanntmachung.

Die in der Stadt Wetzlar auSgedrocheu gewesene Maul- Lad Klauenseuche ist erlösche«.

Gießen, den 21. Juli 1898.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

A Faber; W. Husch; Schmidt; 1. Schellen- 51m: Fritz Brenner; to Goedeckemeyer; In

In Granberg: ker Scriba. InBad- iwab. In Alsfeld-

igs-Emährung nach > System von r. Soxhlet ssiger Weise aus- r mittelst des von it selbst erfundenen i-kpta ruckverschluss P. Nr. 57524

i. Wer sich vor Miss­zen will, weise alle Ab- iberufener oder Nach- Qck und verlange den tolet-Äppaiat enszug des Erfinders; achte man darauf,

:he diesen Namenszug sen Apparaten ist eine Erfinder des Systems rauchsanweisungbei-

b ffirHessen-iVassan 6092

Veil

M.

letzter & Co.

Err spricht de Borjemaaster aa:

Gun Dag, wie gehtS Euch, ltewer Mavu?^ De Borjemaaster hott» bedrtckt, Wäi err in» Herrscheraag geblickt- Etz fängt err aa unu räuschbert sich, Set Angstrohr legt err uewe fich.

Uno hebt die Hand uuu segt zuerscht: Geliebter Srohherzog uuu Ferscht--

lluu Ferscht uuu Ferscht--

Uuu Ferscht---uuu Ferscht--

Geliebter Großherzog uuu Ferscht--

Merr setu allhier---«err huuu

Merr seiu-------

Ich waaß, doch fällt merfch etzt uet eiu

Merr maaue» ehrlich, allzesamme, Wann net, dauu soll uu» Gott verdamme!

Bekanntmachung.

betr. die Abgabe der Capitalreuteusteuer-Erklärunge« für da» Steuerjahr 1899/1900.

Nach Artikel 14 de» Gesetzes, die Captealreutensteuer betreffend, vom 10. Juli 1895, erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug ge­eigneten Lasten bet der hierzu berufenen Veranlagung»- commisfion schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist daS von Großh. Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach Wohl der Steuerpflichtigen, offen oder verschloffen tu deu Gemeinüm deS KretsrS Gießen, soweit fie gehören:

1. -um Steuercowmiffariat Gieße«

a. in den Landgemeinden vom 15. Augnft bis 14. September d. I. rinschl.,

b. in der Stadt Gießen in der Zett vom 15. Oktober bl» Ende November d. 3«,

Feuilleton.

Kumoristisch Rundschau.

Bon Carl Geißler.

Etz endlich hott fich de Sommer doch emol seiner .Flichte besonne unn läßt un» schont beinah e Woch' »rnteße die köstlichste Wonne! Bloo i» de Himmel, er iacht so hold Wäi merrsch noch selbe gesehr en diesem zahr - um deß Sonnegold so glaubt merr wersch lengst schont geschehe! Zum Bade lädt freundlich Widder die Lahn, die Hitz t» grob zum vergehe: Ach, keem -och geschwomme e Bierfaß aa met Bier, wäi» fingst Dar geschehe! To denke gar viele, dät in de Lahn l bische ehr Gluth wolle ktehle, Doch olle Tag schwimmt aet e Bierfaß aa, '» langt ja aach uet for so Biele!

Waß brengt so en Somwer net all fer Freud, «er merkt- ganz gewaldtg in Gieße- - Doriwwer 1. zwar die AuSstelluugSzeir met ehre hohe Geaiffe, Berrbei -ach die uächdltch Wanorrfahrt vom Radfahrergau, vom neunte, - Deß war e Berguiege, deß ° «art, Dana de Mond aach net bebet scheute. ö« hmvwe die .Wandere," unser Stadt - ioS richtige Licht gehowe - dadorch, daß HSt fich versammelt hatt Gau neun, daß »ar ze lowe! Dät Reuubah zäiht fe noch all ebbet dät semmtltche Radfahrergreeße uuu korz°n0 sttht- im Blatt hät drei «et deutliche Lettern ze lese. Dät Metsterfahrer von London unn Wien, -von be Seene unn von de Rhone, von Darmstadt sowohl, wäi do» Rom un» Start», - Cät b&eebe tu -

İ» dhttde sich HS> br§ 8cii«red)t - wo $rcte fich erwtrwe, - en Gt.ff,, da weerlch »och lang -»et schlecht, da bräncht kaau Mensch zu verderwel

Gemangelt hottS tn letzder Zrit de Meld an AafitchS- karde, dät Hundeausstellung half ab dem Leid kaum söllt merrsch werklich erwarde, dadorch, daß fe die Hundtpostkart uuS gab als liebliche Spende, damit merr an Hunde von jeglicher Aart kann Hundegrieß

Die BiehauSstellung war de Grund, daß unser ehrwtrdig Gieffe - sei Ferschtepaar könnt uff e Stund tu seine Mauern begrieße. - E Mädche von Sroßelinne hatt unn zwar in flüssige Berrscher gehuldigt im Name von Land unn Stadt dem hohe Paar der Herrscher. Unu wob deß Beste bebtet war, - (St i« »et stecke bliwwe um hott vergeffe net e Haar uun aach nix twwerdriwwe. vollbracht hottS dät Großelinner Maid, de Herrscher ze begrieße, viel brffer wäi in ahler Zetd en Borjemaaster von Girffe. Der hott Uffgab °et erfillt, er könnt net die Gefihle tn Mörder kleide zard non mild im neuhochdeutschen Stile. Bet ähn­licher Gelegeheid hatt err die Flicht zum Redde, in Treu unn in Ergewrnheid vorn Großherzog ze dredde, jedoch sei Redd, dät eistudirt, iS lieblich net grfloffe, en Dichder hott fich's uffuodirt, der war fer derart Boffe. Der Dichder iS merr net bekannt, doch hatt daß nix ze sage, - » mächt Jedem Spaß in Stadt unu Laud wauu äich'S Gedicht vordrage:

Die Ferschderedd.

Heut häugt au jedem BerjerschhanS E rood unn weiße Fahn errauS Unn Krenz unn Blumme iwwerall De Großherzog kimmt Knall unn Fall, Er will» Commando inspiztre Uan dann im ,Aahorn" fei dtnire.

Kreises Gießen, soweit fie gehören : zum Steu-rcommiffariat Giesten a. tu den Landgemeinde« vom 15. August bis 14. September d. 3 etnschl.,

b. in der Stadt Gießen tn der Zett vom 15. October dis Ende November d. 3-,

amol kretschtS: ErrauS! ErrauS!

Er kimmt, die Scheel kimmt aa im Sans. Der Berjemaaster stitt gefaßt- Schorsch," sagt er fich, »etz uffgebaßt . Die Schee» hält still, de Großherzog Steiht au», die Auuern folge noch.

-um Stcuercomw'ffariat Grünberg

, , Hungen

,. , Nidda

»hue daß der Pfl chlige deshalb eine besondere Aufforderung abzuwarten bat, bei der Bürgermeisterei deS Wohnort» oder auch direct bet dem betreffenden Steuercommiffariat abzu-

osische Weine.

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Wunsche n8vert»»f

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Gießener Anzeiger

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ILv V nehmen Anzeigen für den Greßener Anzeiger 'nt|«|*.

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erscheint täglich Bit Ausnahme de« Montags.

Die Gießener WaMttteuslttter Werden dem Anzeiger Wöchentlich viermal beigelegt.

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