1898
Freitag den 23. Deccmbcr
Drittes Blatt
Gratisbeilage: Gießener jfamilitnblMter
E» Heul
varinischt«».
an
2.
8.
304jf
wie mit
Heiterten, (typebition und Drudcrei:
K4>kkr«tze Ar. ?.
die Redaktion de» „Weinmarkt" in Trier zu senden.
♦ Lüdenscheid, 17. December. Eine Wohlt Hüterin, £UVM|iyuv, * zy.Ai KA ßAA cmf int
Hüt Anjkigkn-BermittlungSftetlen ief In- und ÄMlteabd nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger «W*
St.Ii 101.11 84.U 08.« 49.00
100.10 00.0<
99-00
en, extra starke Deeken, rorrig- iur 2 Mk. 80 Pfg. Bei vorheriger iusendung. 12174
Irabert, Rostock.
Adrrfle für Depeschen: Anzeiger chiegß«.
Fernsprecher Nr. 51.
diese Schulden allmählich tilgen zu können , doch »erthlt» Mutter wollte nicht» davon wissen, »'vor ih« da» »eläo»e würden er und Bertha alt und grau. Such hätte der «rämer an der <Me ein Sage an, ste geworfen.
nicht jung, nicht hübsch, Hütte aber Irin inte« Auskommeu, da« wäre die Hauptsache, nnb Bertha lallte ihn sreien. Schließlich ward Gustav d.« Han, verbaten und auch an der Straße durfte Bertha nicht «ft ihm »eben, denn d e Mutter paßte auf. Da, war die Dem «adedireeiar bekannte .trvftlaft" Geschichte, dach trotz seiner ®"°°u«und seine, großen (Sinfliifie, In den weitesten «teilen hatte er Fran Holm nicht umznftimmen vermocht.
Na» Begrüßung der Deputtrtm vor dem Schlößchen begab stch da, hohe Paar In die oberen Gemächer. Rasen mußte sogleich über die Berhöltvlffe Freleuwalde, während de, «eiege, berichten, und der König fragte nach) be« i^m von früher her blkanuten Schloßeasttllau, den er beim «u» steigen vermißt hatte. Dieser war inzwischen S'^beu und die Stille noch nicht wieder besetzt. Dann kam die Rede auf die Sprecherin de» Gedichte». Die Königin erkundigte sich nach dem Mädchen, und da ste dessen tief traurigen Blick aus den jungen Manu bet den Worten Liebe und Treue be- welkt hatte, so vermuthetr ste, daß da „rin Hangen und Bangen in schwebender Pein" vorhanden sei. Da» war nun die beste Gelegenheit sür Rosen, um s-tne genaue «euntniß der dortigen Derhältuifie zu zeigen. Er schilderte die zwar armen, doch braven Leute, da» Bestreben Gustav», stch durch Arbeit au» seiner drückenden Lage zu befreien, und Bertha» Kummer, daß sie den ihr verhaßten Krämer heirathev. sollte, nur weil er bemittelt sei. Die Königin sprach ih«'b'°e,° darüber au», der König stimmte »U ttu und sügte tadelnde Worte über die H»rthrrzigkett der satter hinzu. Dam schloß da» Gespräch, die Ankunft der Deputieren ward ge meldet und man begab stch zur Tafel, zu der auch Rosen geladen war.
>Mlk UN- mlichte
äußerst billigen Preisen
Bender, , Achtern vud Harjimerieii lstraße 5.
nachtsgeschenke
Auswahl:
gniif, emüikit fcni udegerälhe jeder Att^
* M »ttbm jt erftaunli» i. _ 11889
•hr & Co.
8onhi°len
5. *• ric-
N«»»g-pretL vlrrttltichrltch 2 Mart « Pfg. monatlich 76 Pfg mit enngerloN*.
vtt Postbezug 2 Mart 50 Pfg. viertelfsthrlich.
Berlin, 21. December. Da, Reich «Versicherung»- amt hat an die Borsttzenden der auf Grund des Javalidiiat«. und aUer,ceiP»erung«gtiete« errichteten S*ied«gerichtt ein Rundschreiben gerichtet, in welchem Grundsätze jur Herbei füheung einer einheitlichen Behandlung der ^vom Reich,' verstcherung,amt an die Schied.gerichte zur anderweiten B«. baudluua und Entscheidung zurückgewteseken Sachen m oeu K0Ttcn !UI otH »»«««« H'" sm m sn
JahreSgeschäftSbertchten und in den Prozrßltsteu ausgestellt I tz„schsedene deutsche Gebiete tu China vorhanden.
. f die an die chtuefischeRegterung für dteEnteignung entrichtet worden sind. Die mannigfachen Vorbereitungen auf dem Nieder- lasiuug»gebtet find nun derart fortgeschritten, daß «an vo, dem verkauf der Grundstücke zur Bebauung steht. Da» Reich
I strht daher vor der Nothwendigkeit, seine Wahl über zwei I Grundstücke baldigst zu treffen. Da» jetzige deutsche Lonsul^ - in Tientfin befindet sich in der englischen Ntederlaffuug, e«
I soll nun allgemeinem Brauch entsprechend tu die deutsche Ntederlaffuug verlegt werden, sobald diese eiutgermaßru be- ' fiedelt ist. Selbstverständlich muß man daher schon jetzt an ' die Vorbereitungen gehe», weil sonst die seeiguetsteuGrün • stücke in andere Hände übergehen. Man hat dort eine be sonder» günstig gelegene Fläche von 1,12 Hektar auSgesuch. Das Consulat-gebäude in der englischen Ntederlaffun, zu Tientfin soll verkauft werden, au» dem Ertrag »"den die »osten für den Neubau gebe-, werden - nne- So fnd dr.
^Decewber l898,
** Silberrenle PortuM" .
Dennoch lehnte er ihre Anfang» auSgesprocheue W-igeruug, die Königin mit seiner Dichtung zu begrüßen, entschieden ab, und ihm den Wunsch ersüllend, stand fie nun vor den anderen Mädchen und trat an den ersttn Wagen, al» derselbe hinter den reitenden Postillonen unter dem Ehrenbogen hielt.
Auf einen Wink der Königin ward der Wagruschlag geöffnet. Rosen bat fie darauf um die Gnade, den W.ll« komweogruß der gttreuen Freieuwalder eutgegenzuuehmen. In ihrer Güte neigte Luise fich zur Sprecherin herab. Mit sichtlicher Besaugeahtit begiuueud, ttug Bertha de" "st v.r» sehr leise, fast uur für die Königin verständlich, vor. Daun ward fie muthiger und sprach etwa» lauter, doch noch immer unverständlich für die entfernter Stehenden.
Zu diesen Letzteren gehörte Gustav Lork. Ec drängte sich mtt den Anderen vor, um besser zu hören- da fügte e» dir ^uiall daß er im Gedränge dicht au die Pferde und ganM» Bertha« Nähe kam, die feinen Blick auf M gnltUl Fühlte. Während fie Welle,Iprach, vermied fie Logstuch, IHv aozusehro- bei den zur «öatgiu gesprochenen Worten Liebe und Treue aber konnte fie utcht verhüten, daß ihre Augeu uur auf einen Moment zu Gustav hiuüberblickten. Beben rnh »tocken kam über fie. Luise hatte bemerkt, wem ihre Blicke gegolten, und der im Antlitz dr» Mädchen» fichtbare Gram entging ihr nicht. Doch im nächsten Sugrubltcke hatte Berlba sich aefaßt, sprach fließend weiter und brachte ihren Gruß glücklich zu Sude, worauf nach einigen Dauke»worten der Königin die Sagen zum Schlößchen fuhren.
Bertha» Mutter, die fich unter der Menge brfaub, iübrte fie gleich nach Hause. So ward fie verhindert, mit Gustav »u^redeu. Sie hatten fich ja so lieb, doch ihrer Arwmh wegen wollte die Mutter die Heira'h nicht. Die jung verwittwetr Frau wußte fich mit Brnha» Hilfe müh am -rväbren und da» Hänichen mit dem geringen Acker, w lche» Gustav belaß, U ter Batet iß« arg aerW ß° --' laffen. Zwar vertraute er feiner Rtaft und feine« Fleiß»,
. Trier, 15. December. Zu Preisrichtern für die beste volk.tßümliche Melodie de« M ° f e 1 w e i n 1 l e d e « von Herrn „Cui bono“ find gewonnen und haben die Prämilrung Über Üommen die Herren: R. Hentze, fiönigl. Muflldlt-cio^ P.
en. '
Hirfjcr
Irt 7
Uvd ^attmweHt. wleiueuen
atS Stttl
"■J*
) PfiMl
istattung.
Mm-
Abstammung, dn Beauftragter de» Provivzialvereiu» den be- treffenden Eber nach dem Ankauf einer Befichtiguag unterzieht und seine Zuchttauglichkeit bescheinigt, der betreffende Eber mindesten» ein Jahr zur Zucht benutzt werden soll.
Ich bringe dir» zur Keuutuiß der Bethetligten mit dem Bemerken, daß etwa 400 Mk. uo» zu, er!>^8 st - unb cta Wflt^QUf für ote auf oem ^»u«vi»uu
■*“- Hhpathekeubaukgefetz. Wie tle „Berliner N. Nachrichten" hören, wird der Entwurf de» Hypothtkeu. bankgesetzr», welcher zur Zeit dem Bundesrat- vorliegt, zu
M"! ,i‘,Ä ??."?«.«•
In den lebten Jahren noch zwei Niede.lofiungen an der 7lle In Trier. - Die Sotvpofitiomu find di« «u« 24 d. W. chln.filcheu Küste und i« Innern erwarten. Zunächst wurde 1 - - in 5t,t" »“ ,tnben'
1895 in Havkau am oberen Yrugtsektaug von der chinrfischeu BneEM|tvtiW, x.. ~***‘e™- k. Rn'nnÄ ««• .ur
Regierung ein größere» Grundstück dem Reiche al» eigene b{e ungenannt bleiben will, hat der Stadt 50000 Mk- zur Niederlosinua überlasten. Gegenwärtig ist man mit der Ein- Ms.-^n^s^,ma»kauses aeschenkt.
rtchtnng derselben beschäftigt. Da die Stadt H""ka" kiutt । der bedruiensten Handelsplätze mit zunehmenden deutschen ^nteresten im mittleren China ist, so soll dort bekanntlich dn kaiserliche» Beruf»cousulat "Achtet werden. Mit der Einrichtung und Verwaltung de-selben ist schon srtt dem Juni der vtzrconsul Grnnenwald betraut, der vor mehreren Jahren dem Geueraleonsulat Shanghai LUg"heilt
I «ar. Da» neue Lonsulat erhält seinen Platz in der deutschen I Mederlastung. Ferner ist über eine deutsche ^^rlaffaug in Tientfin im Mai 1897 ein Vertrag zwischen der R ich»- regierung und der Deutsch-Astatischen Bank! °bseschl°ffe« worden, wonach die letztere die Einrichtung und den Ausbau
I der Ntederlaffuug überuiwmt. In dem Vertrage hat stch die I Regierung da» Recht Vorbehalten, auf der Niederlaffuugein paar Parzellen auszuwähleu, auf denen eia Lonsulat.gebäude
1 und ein Rathhaa» für die auf dem Grundstück zu bildende !^euische »rvtAfftwerdensollidatRkich zahltdafürnurdtePreise, |
U»a«h»< een «nzeigkn ju der Nachmittag- für den f»tgeuden rrscheturnden Nummer bis »arm. 10 Uhr.
Feuilleton.
Die schönste Weihnachlsgabe.
Sine «pifobe aul dem Leben der Königin Lnlft.
Von «ad meuwann.e-rd^
Buderus v
Muß Dk-unkM ioO>
O.w csetitn dr» König» und der «äoigill war r»
SS ~ Ä-»-
©4net önJüU r. b Luise, dir so lauge
wä : ä“
erwähU,"üud fie mußte sein Berlangeu^rsüllen. ötx konute ihm auch einen Wunsch tr"sagru c^tn im
IKSÄÄ •«.ä'jä-S
sprechen, denn ihr H"» ?ar l° I toatux fie ihm
Nr. 301
Orschei.t ttgNch
mit Au-vahmt deß
V'^ntags.
Bit Wegener H*mt(t<*»(»tt<r »erden dem Änjeigtc rndchenllich »'"mal bügele,t.
Thlerc« durch einen Beauftragten de« Pravinzialverefn, 6er aulaffrn werde.
Gießen, den 20. December 1898. Der Direktor be« Landwirthfchaftllchen Be,lrk«veretn, Gießen, v. Bechtolds__
Deutsche- Reich.
Gießener Anzeiger
General-Unzeiger
Amts- unb Anzeis-blatt für den Krein- Girtzen.
Gründung eine» Altersversorgungshauses geschenkt.
• yravkeuthal, 19 December. Der Aufsichtsrath der k I hiesigen Zuckerfadrik-Actiengesellfchaft stiftete aus Anlaß ihre» Jubiläums für eigene und für städtische Wohlfahrt»ein 11 richtungen 800000 Mk.
• Deutsche tzeUstätte tu Davo». Da» ComttL für die Errichtung einer deutschen Heilstätte für drustkranke in Davo» hat von den 370000 Frauken Baukapital, die uöth g find, bereits 303000 Frauken aufgebracht. Die Statuten der Heilstätte enthalten v. A. die Bestimmung: In d e deutsche Heilstätte sollen aufgenommen toclbe“ °.°h
deren männliche und weibliche Angehörige ohne Untet^^schied de» Staude» und der Coufesfiou, sofern ihr öust°ud Hei uug oder wesentliche Befferung er «arten läßt. Al» tägliche, DurchschuittSbeitrag de» eiozeluen Patienten zu drsteu Ber pflegungSkosten sind 8 bi» 4 Mk. tu Aussicht geuommru.
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung,
betreffend: Die veranstaltuug von vrrloosuugeu innerhalb de» Großherzogthum».
Der Orfvorstand van Biebe.heim («rel« beabfi-b.igt, mit dem am 7. Mär, 189» .^b'nVtrS, Zochtviehmarkt eine Berloolung von Zatßtvieh ,u verbmven, um die Mittel jur Prämilrung ,n gewinnen. I
Dur-b «ntlckftießung Groß». Minifterlum« de, Innern vom 16. d«. Ml«, ist die nadigelntte «rlautniS »ur Ber an“altung Hefe, Berlaafung unter der »-dfttgun. e theM morden, daß nicht mehr al. lO.Ovo L°° d E da« Stück an«gegeten werden dürfen und mindesten« 700 »um Ankauf von Gewinvgrgenfiäaden zu verwenden find. 8 Zo^Idch ist der Vertrieb der Loose im Großherzog'hum gestattet worden.
Gießen, den 20. December 1898.
Großherzogliche» Krei»amt Gießen.
v. Bechtold. ___ _________
Bekanntmachung,
betreffend: Die Hebung der Schweinezucht.
Der Ausschuß de» Laadwirthschastltchen ^roöinjialöcretn« hat in der Sitzung vom 12. d. Mt». beschloffen, einer. Th eil de» für Hebung der Schweinezucht zu, dersügung stehenden vttraaeS »nr Gewährung von Prämien an Gemeinden und I ^‘.reldgungen bei Befchafiung van »bern de« weißen Giefichweln-Thpu« (englilcher V-rrihlre.Raffe) »» Die Piömien lallen 20-40 Wk. betragen, und hangt die Gewährung davon ab, daß
1. der Nachwei» geliefert wird übe, Raffereiuheit und


