Auskrvd.
Wien, 21. October. Im Befinden der Wärterin Peiha, welche den an der Pest verstorbenen Klinik-Diener B arisch gepflegt hatte, ist eine wesentliche Verschlimmerung eivgetreteu. Der behandelnde Arzt Dr. Müller ist eben- fall» er krankt.
Wien, 21. October. Der officiellen Abendpost zufolge ist bei dem erkrankten Dr. Müller und der Wärterin Peiha die indische Pest constatirt worden. ES find alle sanitären Maßnahmen getroffen worden, um eine Wetterverbrettung der Seuche zu verhindern.
Paris, 21. October. Infolge der für Dienstag anläßlich der Kammereröffnung beabsichtigten Partei-Demonstratio neu wird die Regierung außerordentliche Vorsichtsmaßregeln treffen. Die ganze Umgebung des Palais Bourbon wird tu weitem Umkreise abgesperrt. Die Patriotenliga hat au ihre Anhänger einen neuen Aufruf erlaffeu.
Barcelona, 21.October. Die Polizei verhaftete den von der italienischen Regierung lauge gesuchten Anarchisten Ingenieur Chieri.
Petersburg, 21. October. Alle Meldungen über Zeit und Ort der AbrüstuugS-Confereuz find falsch. Definitive Beschlüffe werden erst nach der Rückkehr deS Zaren und des Grasen Murawtew nach Petersburg gefaßt werden.
Koostautinopel, 21. October. Die deutsche Colonie hatte gestern Abend zu Ehren des deutschen Geschwaders einen großen Fest-ComrnerS veranstaltet. An dem feeste nahmen iämmtliche deutsche Marine-Offiziere Tbeil.
totales und ^provinzielles.
§ Hercheuhaiu, 18. Octoder. Dir Firma Biermann u. Lietzuer wird hier eine Ctgarrenfabrtk errichten. Für die überwiegend ärmere Bevölkerung ist dies von hohem Werih, indem die Leute hier, besonder« im Winter, Gelegenheit zu Beldieuft finden. Vorläufig sollen nur Sorten im Preise von 10 Pfg. auswärts fabricirt werde«, die in htefigrr Gegend keinen Absatz staden, sondern lediglich für den Versandt bestimmt find.
§ Dom höheren Vogelsberg, 20. October. Infolge der seitherigen günstigen Witterung find die meisten Feldarbeiten beendet worden. Die Ernte der Sommerfrucht war gut und wurde auch gut eiogebracht, ebenso die Grummet« ernte. Au Kartoffeln hat es wenig gegeben. Die Dickwurz« und Kohlraben-Erute steht noch aus, und ist hierin eine mittlere Ernte zu erwarten. Die Roggen-AuSsaat ist beendet und steht bis jetzt sehr schön, obwohl Anfangs die trockene Witterung dieselbe sehr zurückhielt.
Laubach, 19. October. Der hiesige Gemeind er ath faßte in seiner letzten Sitzung den Beschluß, den Termin der künftigen Sitzungen vorher öffentlich bekannt zu geben. Termin und Tagesordnung werden durch Anschlag am Rathhause zur Keunrnißaahme gebracht und kann Jedermann den Sitzungen, insofern in denselben öffentliche Angelegenheiten zur Verhandlung kommen, beiwohnen.
A Angenrod, 21. October. Einer lieb gewordenen Thätigkeit Lebewohl zu sagen, bedeutet immer einen schweren Lebensabschnitt für den Betreffenden und erfüllt ihn mit den verschiedensten Erinnerungen und Hoffnungen, theilS freudigen, theilS trüben. In dieser Situation befindet sich gegenwärtig unser lieber Lehrer Braun durch seiue uachgesuchte und mit Ehren erfolgte Penfiouirung. Haben wir doch selbst miterlebt, wie er durch eine lange Reihe von Jahren die Pflichten deS so schweren und wichtigen Amtes eines Lehrers aus reiner Liebe zu Gott und der ihm anvertiauten Jugend mit redlichem Eifer und edl-.r Begeisterung ungescheut der größten Opfer auf das Gewtffenhafteste erfüllte. Geliebt und wahrhaft geehrt von Alt und Jung, Reich und Arm, sowie auch den Angehörigen der verschiedenen Lonfesfiouen, scheidet er rühmlich auS dem Amte. Verschiedentlich wurden ihm von Schul- und Kircheubehörden specielle Anerkennungen über Lehrgeschtckltch- kett und wahre, echte Berufstreue zu Theil. So auf dem GethürmS bei einer Kirchenvifitation drück e ihm der Herr Prälat unter warmem Händedruck im Beisein der ganzen Gemeinde seine vollste Zufriedenheit aus. Auch als Charactcr im öffentlichen Leben genießt Herr Braun die größte Hochschätzung. Bet seiner jüngsten Hierherkunfr glaubte man allgemein, Herr Braun würde seine Lehrihätigkeir wieder auf- nehmen und begrüßte dies freudigst. Aber das alte Leiden ließ dies zum allgemeinen Bedauern nicht zu. Wenn Alles da» schon geeignet ist, das Scheiden aus dem Amte schwer zu machen, so ist eS ferner besonders der Umstand, daß mit seinem Scheiden die Lehrerwirksowkeit einer uralten, hochgeschätzten Lehrerfamilie endet. Aber der Lebensabend wird Herrn Braun wohl versüßt durch Erinnerungen treuer Pflichtersüllung und daS Bewußtsein der Liebe, Verehrung und Hochschätzung seiner Behörden und der ganzen Gemeinde.
unS allen, uno alS wir uw 4 Uhr von unserer BoSporuS- fahrt auf der Rhede von Galata wieder eiogetroffen waren, fuhren sofort einige Herren an Land, um vor unserer end- giltigen Abreise von Konstantinopel noch bestimmtere Nachricht za erhalten.
Wenn diese Zeilen erscheinen, ist mau über die Vorgänge längst dahetm unterrichtet, und alle Nachrichten über sie kommen lange Postsestum. Wir aber werden vielleicht erst in 8—10 Tagen wieder etwa» von dem hören, waS inzwischen in der Welt vor fich gegangen ist, und man wird eS deshalb begreiflich finden, daß unsere Ungeduld auch in diesem Briefe zum Ausdruck kommt. Endlich kommt da» Boot zurück. ES bringt gute Nachricht. Die „Hohevzollern" ist in Zante durch starken Wind aufgehalteu worden, aber fie ist heute Vormittag munter nach Dardanelli weiter gedampft und wird morgen früh erwartet. Alles athmet auf, und auch ich fahre nun beruhigt nach dem heiligen Lande weiter, einem bewährten College« die Berichterstattung über die Ereigniffe am Goldenen Horn überlaffend. Hoffentlich treffen wir nun den Kaiser in Haifa, von wo aus mein nächster Brief abgesaudt werde« soll.
vermischt««.
Fürth, 18. Oktober. Et« hübscher Erfolg von Ab- richtungSversuchen an einem Hunde wird auS dem benachbarten Zirndorf mltgetheilt: Am Sonntag wurde aus Anlaß der Ueberreichung de» Ehrenzeichens für 25jährige Dienstzeit an drei Feuerwehrleute durch den königl. Bezirks- amtmann RegierungSrath Loose eine Hauptübung abgehaltrn. Als hierbei der Obersteiger die hohe Schubletter bestiegen hatte, folgte ihm auf dem Fuß fein — Hund, der den verwegenen Aufstieg in der Weise auSsührte, daß er den Kopf zwischen die Sprossen klemmte und so den Hinterleib nachzog. AlS er oben angekommen war, wurde er von Feuerwehrleuten aufs Dach herübergenommen. Und nun der zweite Act. Er ließ fich ohne Widerstand in den RettuugSschlauch stecken und auf die Erde befördern, um tu touristischem Wage- muth den Aufstieg aufs Nene zu beginne«.
• Loudon, 19. October. Die Unglücksposten der letzten Tage find noch keineswegs erschöpft. Gestern tobte ein ungewöhnlich wilder Sturm um die englischen Küsten. An der Südostküste waren die Elemente in solchem Aufruhr, daß der Mittagsdienst zwischen Dover und Calais eingestellt werden mußte. An der Nordostküste scheiterte die norwegische Bark Berger Rauma, die mit einer Ladung Bauholz nach Hartlepool unterwegs war, bet Scarborough auf den Klippen zwischen Redcar und Coatham. Zwei Rettungsboote liefen aus, um der bedrängten Mannschaft Hülfe zu bringen, fanden es aber ganz unmöglich, in die Nähe des gescheiterten Fahr zeugS zu gelaugen, und erreichten nur mit genauer Noth die Küste wieder. Bald darauf kenterte das gestrandete Schiff, und im nächsten Augenblicke rangen vierzehn Menschen, Offiziere und Mannschaften, mit den empörten Wellen. Drei von ihnen gewahrte man bald nachher auf einem Floß, das der Küste zugetriebeu wurde, ein vierter suchte schwimmend aus Land zu gelangen. Mittlerweile hatte« fich zahlreiche Zuschauer am Strande augesammelt. Bier Leute gingen mit einer Leine bis an den Hal» ins Waffrr, und e» gelang nach einer Weile, den Schwimmer ans Land zu bringen. Er verlor alsbald das Bewußtsein, wurde aber durch ärztliche Hülfe allmählich wieder zu sich gebracht. Bon den dreien auf dem Floß fielen zwei bet ihren Bemühungen, die ihnen zugeworfenen Leinen zu erhaschen, inS Wasser und ertranken. Nur einer wurde gerettet. Ehe es Abend wurde, war daS Barkschiff Berger Rauma vollständig zerschellt, und zwölf von den vierzehn Mann an Bord hatten im Anblick der nahen Küste den Tod gefunden. AuS Berw ck, wo auch Montag und DienStag ein wüthender Sturm getobt hat, wurden drei große F'scherboote vor Anker zerschmettert und nach zahlreichen Schiffstrümmern, die dort an den Strand geworfen wurden, wird angenommen, daß ein deutsches Schiff, Name zunächst unbekannt, in der Nähe mit Mann und Mau» untergegangen sei. Westlich von Dysart Harbour (Grafschaft Ftfe) wurde die norwegische Bark Jxel auS FrederikShood auf die Küste geworfen. Der Capilän und seine aus zehn Mann bestehende Bemannung wurden gerettet, da» Schiff jedoch gilt als hoffnungslos verloren. In Sunderland wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag der Leuchtthurm am Eingänge des HafeuS fortgespült und sonst viel Zerstörung angerichtet. Auch in und bei Newcastle wurde Sch ffS- und Eisenbahndieost durch Hochfluih und Sturm gestört. Die Zerstörungen waren hier nicht minder beträchtlich. Bei North QueenSferry scheiterte die russische Bark Ida, und drei von den fünf Mann der Bemannung ertranken. Bei Berehavon kenterte ein Fischerboot, doch büßte nur einer von den fünf Mann an Bord sein Leben ein. In WewysS (Firth of Forth) trieben sieben sremde Schiffe, die auf ihre Ladung Kohlen warteten, von ihren Ankern und scheiterten, doch wurden die Mannschaften alle gerettet, ebenso wie die Bemannung der norwegischen Bark Kawe mit Bauholz für Dundee, die in Newhaven bei Leith scheiterte, aber bet ruhigem Wetter noch gerettet werden konnte.
• lieber die Wohnung des deutsche« Kaiserpaares im NUdiz Kiosk berichtet man oet „Frkf. Ztg." au« Konstantinopel: Bom Mdiz-Ktosk (Sternenpalast), der Residenz deS Sultans Abdul Hamid, hat man draußen zumeist sehr unklare Borstellungen. Allgemein verbindet man damit ctn mehr oder weniger weitläufige», im orientalischen Stil ge- haltene» Schloß, wie fie von den Sultanen an den Ufern des Bosporus oder an den Abhängen der grünen Hügelketten desselben errichtet worden find. Beim Wdiz KtoSk triffc indessen diese Annahme nicht zu. BiS vor 25 Jahren lag da» immense, dicht an die Siadt Konstantinopel grenzende Plateau von Mdiz beinahe wüst und unbewohnt da. Nur am 1. Mai belebte eS sich, wenn Griechen und Armenier dort frische Blumen suchten, um damit ihre Kirchen und Kapellen zu Ehren der Jungfrau Maria zu schmücken. Heute, nach einem Biertejahrhnndert ist Mdiz, seitdem dieser auch strategisch bedeutsame Punkt vom Sultan Abdul Hamid al« Refidenz erwählt wurde, nicht nur der bestgepflegte und gesundeste Stadttheil, sondern eine förmliche Stadt für fich geworden. Ungezählte Millionen find in dieser Zeit verausgabt worden, um ein Wunderwerk zu schaffen, wie ei« ähnliche», waS räumliche Ausdehnung und Kunst anbetrifft, nicht besteht. Nur der Moskauer Kreml gleicht ihm in mancher Beziehung. Wie wäre eS auch möglich, wo anders als an die Ufer des Bosporus diese ernsten Pinien- und Cedern- Haine und dazwischen lachende Orangen- und Cttronengärten hinzuzaubern, die fich mehrere tausend Meter breit läng» der meerverbindenden Wasserstraße hinziehen, während an den bald sanst, bald steil aufsteigenden Höhen die zahlreichen Marmor- und Backsteinbauten — Paläste, KioSke, Moscheen, Arsenale, Kasernen und Werkstätten — ansgesührt find? Wie wäre auch ein Herrscher, dessen Budget nicht so unbegrenzt ist, wie daS de» türkischen SultauS und muselmanischen Cha- ltsen, im Stande gewesen, au» jene« oben Höhen eine entzückende Welt belebter Seen und Teiche, in deren klare« Fluthen fich die Tanne und Trauerweide schwermüthig spiegelt, zu schaffen und die künstlichen Felsen, Grotten und Cascade«
mit de« kostbarsten Singvögeln zu beleben, die die höchste Bewunderung eine» Jeden Hervorrufen, dem die äußerst seltene Gelegenheit geboten wird, in da» Innerste de» Mdiz- KioSk zu gelangen? Bou einer dreifachen Maner ist die Wunderstadt mit ihren Einwohnern, deren Zahl zwischen 15,000 bi» 20,000 schwankt, umgürtet. Zwischen de« Mauern befinde« sich Paläste und Baulichkeiten, sowie umfangreiche Gärten, und erst hinter der dritten Mauer befindet sich da» innerste Uildtz, die eigentliche Residenz Abdul Hamid», und nur 200 Meter davon entfernt liegt der Merasfim 5kio»k, der für da» deutsche Kaiserpaar zur Wohnung während seine» fünftägigen Aufenthalt» in Konstantinopel bestimmt ist. Zwei Thore führen nach der Merasfim-Refidevz. Da» eine, zur großen Auffahrt bestimmte, heißt Malta Kapu, da» andere Tultau-Kapn, da» mit Marmorfiligran und GoldarabeSken überladen ist. Bon diesem Thor kann der Kaiser stet» ungehindert seinen Gastgeber und Freund besuchen. Der Merasfimpalast, der in der Mitte eine» mit größter Sorgfalt gepflegten englischen Garten» liegt, ist au» solidem Material aufgeführt und au den älteren, nur au» Holz errichteten Kio»k angrbant. I« letzterem wohnte da» Kaiserpaar vor 9 Jahren. Der Anbau umfaßt 2000 Quadratmeter und ist 86 Meter lang. Er hat drei Stockwerke: ein Parterre für die kaiserliche Dienerschaft, eine Art Mezzanin für die Suite und eine Beletage für den Kaiser und die Kaiserin. Der Uniformität weg n, weil der stehengebliebene Holzflügel mit feiner besonderen Fa-rde versehen werden konnte, ist auch da« Aeußere deS Neubaues schmucklos. Dafür hat man aber alle nur er- denkbare Pracht im Innern entfaltet. Die kaiserlichen Gemächer umfaffen 14 Piecen. Eine breite Marmortreppe m t doppelter Rampe führt zu ihnen hinauf. Auf dem Fond der Treppe befindet fich eine Galerie für da» Orchester. Die Wände zum Treppenaufgang sind aus orientalischem und afrikanischem Marmor beziehungsweise Alabasterimitationen, die einen großartigen Effekt machen. Drei EmpsaugSsalon« st'hen dem Kaiserpaare zur Verfügung. Der größte bat die mächtige Ausdehnung von 30 Meter Länge und 15 Meter Breite, der zweite 16 und 8 Meter und der dritte 13 und 71/2 Meter. In jedem dieser drei Säle befindet fich al« größte Sehenswürdigkeit ein Riesenttppich von genau derselben Dimension, wie der Salo« hat. An diesen, in der kaiserlichen Manufaktur von Herake hergestellten kostbaren Geweben arbeiteten 3000 Hände Tag und Nacht fast 14 Monate lang. Die Panneaux aller drei Salon» find im carton pierre dorö gehalten, ihr Innere» zeigt reiche Gold- maleret, von ersten italienischen Künstlern auSgesührt. Die Möbel find im italienischen Barocksthl und au« den Sultan«- schlöffern vom BoSporu» und dem alten Serail entnommen. Die reichgeschnitzten Stühle find durchgehends V/t Meter hoch, die Sopha» 2 Meter hoch und 4 Meter breit. Ferner find in jedem der drei Salons an den Decken drei alte Krhstall-LustreS von unschätzbarem Werthe, in Weiß und Rosa gehalten, und an den Seitenwänden befinden fich sieben Kandelaber. Der Merasfimpalast hat eine eigene elrctrische Beleuchtung in der Stärke von 80 Pferdestärken, von der Firma Siemen« u. Halske iastallirt. Al« Plafond der Salon» hat man die Caiffonforrn gewählt. Die Octogone find ebenfalls in Weiß und Gold gehalten und mit reichen künstlerischen Skulpturen versehen. Anschließend an diesen Repräsentation-raum befinden sich die Zimmer für de« Privatgebrauch de» Kaiserpaare». Salon und Arbeit-cabinet de« Kaiser» und der Kaiserin sind theilweise im Stil LouiS XV., theilweise in englischer und italienischer Renaissance auSgesührt. Nur in den Prtvatgemächern wurde Btlderschmuck, fast durchweg erster franzöfischer Meister, plaeirt, während die Re- präsentationkräume mit riefigeu Porzellanvasen, Scenen ans dem letzten griechisch türkischen Krieg darstellend, geschmückt find. Von den Privatgemächern hat da» Kaiserpaar die Aufsicht auf den BoSporu« und besonder» auf da« Schloß von Bcylerbry, wo vor nunmehr 30 Jahren der Kronprinz Friedrich Wilhelm al» Gast de» Sultan» Abdul Az'z weilte. Da« Kaiseipaar wird jedoch die mit orientalischer Pracht hergerichteten Schlafräume nicht benützen können, sondern im alten MerasfimkioSk schlafen, da da« neue Palai« nicht vollkommen trocken geworden sein soll. WaS die Koste« de« Neubaues betriffc, so fiad in ausländischen Blättern fabelhafte Summen erwähnt worden. Der Bau hat jedoch, wie ich wit- theilen kann, 25000 Pfd., und die innere Einrichtung 30000 Pfd. nicht überstiegen.
Wissenschaft, Literatur und Annst.
— Die „Deutsche Romanbibliothek" (Deutsche VerlagS- Anstalt in (Stuttgart) eröffnet ihren neuen, stebenundzwanzigsten Jahrgang mit drei besonders fesselnden Werken. In seinem Roman „Die Doppelnatur" behandelt Balduin Groller, der bekannte österreichische Erzähler, ein seelisches Problem von hohem Reiz, indrm er zugleich der Gattung des Criminalromars eine ganz neue Seite abgewinnt. Mit seiner Romandtchtung „Pbroso" bietet Anthony Hope, dessen „König von Ruritanien" im vorigen Jahre die Leser ungewöhnlich fesselte, ein Werk, das jene Erzählung an reich entwickelter Handlung und Spannung noch weit übertrifft. Ferner bewährt fich Ludwig Heinrich Greinz, der treffliche Schilderer deS Aelpler wesen«, in seiner ergötzlichen Humoreske „Der Oansiedl vom Hilaridergl" alS einer der berufensten Mitstreber Peter Roseggers. Daneben stellt der Verlag den Abonnenten der „Deutschen Romanbibliothek" zwei vorzügliche, in achttarbigem Druck hergestellte Holzschnitt-Kunstblätter: „Die Sixtinische Madonna" nach Raffaels berühmtem Meisterwerk und „Keine Rose ohne Dornen" nach Paul Thumanns anmuthigem Gemälde zum Preise von je 1 Mk. zur Verfügung; desgleichen zwei Kunstblätter in Kupferdruck: „Reujabrsbriese in ber Pension" und „In der Staatsbibliothek" (nach den Gemälden von Emanuel Spitzer) zum Preise von je 3 Mk., beide zusammen 5 Mk. Endlich sei« noch die »Deutsche Romanbibliothek-Photographien" erwähnt, die nach eingesandten Original-Aufnahmen den Abonnenten künstlerisch ausgeführte Vervielfältigungen zu außergewöhnlich billigem Preise bieten. Angesichts dessen, was die „Deutsche Romanbibliotbek" für ihren AbonnementSpreiS (vierteljährlich [13 Nummern) 2 Mk., jede« 14tägige Heft 35 Pfg.) bietet, kann ste ohne Uebertreibung die billigste deutsche Romanzeitung genannt werden. DaS erste Heft sendet jede Sortiments- oder Eolportage-Buchhandlung auf Verlangen zur Ansicht ins HauS.
jtf *
-rS plan v seg gc sicder 2. für bii
NeB
Bebau'
DerEntll auf bem gtab senMen geg> -ei Meldung 0
Gießen
Mittwoch werden nächste! fiskalischen Gr marfungen Sd llndLeihgesterNl Hntlich verge!
1, Abheben Wiesen-
2 Loosen;
2. Anfertigen Graben ii
3. Eggen vo in 2 Soo’
4. Anfahren
5. Pianiren Weg in
6. Liefern in 1 Ll
7. Chaussii in 1 Li
Die Berste mittag« 3 Uh der Schiffen Watzenbvrner
Nähere Ar arch'eherMa, ^orßroart
Gießen, 18. HM. Ober
97861 Latz mit Zubehör ai
'U verleihen. A
w
*S«ÄS
10494] Li, und dritte St-
W vliMtthe/t.
Wiielhen.
AtU w
Ute । WMietjen. 1 JlWin ber 1
äunmer Unb fiü|
■trntwk,, 7 " l®ö el™ bis Ans Ds '»lÄ« 6tc ®Qrtenai


