Ausgabe 
23.6.1898 Zweites Blatt
 
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Functionen übernommen und schon am verflossenen SamStag also nach Verlauf von kaum drei Wochen gab dar« selbe seine Demission. Den äußeren Anlaß dazu bildete die Erörterung über die allgemeine Politik de- CabiuetS. Rudiui hatte dem Parlamente den Entwurf von zeitweilig zu er- greifenden dringenden Maßregeln zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe vorgelegt, u. A. die Befugutß zur Ver­hängung de- Belagerungszustandes verlangt, bi- zur An­nahme eine- besoudereu dte-bezüglichen Gesetzes. Ferner sollte da- Gesetz vom Jahre 1894 über da- Zwaug-domicil wieder in Kraft gesetzt, der Regierung besondere Befuguiffe wegen der Preffe zugestandeu werden u. s. w. AuS der sich hierüber eutspiuueudeo Debatte, in deren Verlaufe Zauardellt der Regierung ein Mißtraueu-votum gab, hat Rudiui wohl ersehen, daß er auf einen Erfolg nicht zu rechnen habe, und infolge deffen, ehe eS zu einer Abstimmung kam, seine Demis­sion gegeben, die dte-mal jedenfalls endgiltig sein dürfte. Noch ist ein neue- Cabiuet nicht gebildet worden, auch die Meldungen über denkommenden Mann" lauten noch wider­sprechend. Sonnino hatte den Auftrag übernommen, er soll ihn aber nicht haben zur Ausführung bringen könueu. Ebenso weigert sich BiScoutt Veuosta beharrlich, au die Spitze der Regierung zu treten. Die bisherige Opposition ist so un­gleichartig zusammengesetzt, daß sich auS ihr nur schwer eine Regierungsmehrheit bilden laffeu und Derjenige, welcher da- Erbe RudtuiS übernimmt, tu jedem Falle einen schweren Stand haben wird. (xx)

Deutsches Reich.

Berlin,21.Juni. Eine kaiserliche Labiuet-ordre bestimmt: Da- Marioe-Jnfavterie-Bataillou in Kiautfch ou erhält den NamenDritte-Seebataillou", das daselbst befindliche Matroseu-Artillerie-Detachemeut den Namen Matrosen-Artillerie-Detachernent Kiautfchou".

Berlin, 21. Juut. Der Termin für die Stichwahlen zum Retch-tage ist im Allgemeinen auf Freitag den 24. Juni festgesetzt, doch ist für einige Wahlbezirke ein späterer Termin bestimmt. So finden die Stichwahlen in Mecklenburg erst am 25. statt, ebenso iw eigentlichea Bayern, während die­jenigen in München und Würzburg erst am 27. vorgeuommen werden. Auch in Sachsen-Weimar werden die Wähler mit Rücksicht auf den auf den 24. Juni fallenden 80. Geburt-tag de- Großherzog- Karl Alexander erst am 25. endgültige Entscheidung zu treffen haben. Dagegen finden die Stich­wahlen iu Leipzig-Stadt zwischen Dr. Haffe (Natl.) und Schmidt (Soc.) bereits am 23. Juut statt.

Berlin, 21. Juut. Der DampferDarmstadt" ist heute tu Shaughat etugetroffen und wird morgen nach Manila In Ser gehen.

Ausland.

Wie», 21.Juni. Bet Besprechung der Vorgänge in Prag spricht die gesammre liberale Presse die Befürchtung au-, daß infolge des bedingungslosen Haffe- gegen alle Deutschen, welcher bet allen Reden der Tschechen, Polen und Roffeu zum Ausdruck gebracht sei, dte Richtung der gegen- wärttgeu Politik einer großen Gefahr au-gesetzt sei.

Innsbruck, 21. Juni. Au- dem htefigen Gefäuguiß brachen tu der. letzten Nacht vter schwere Verbrecher au- und entflohen.

Pari-, 21. Juni. Der Proceß Zola wird zwischen dem 7. und 15. Juli in Versailles zur Verhandlung gelangen.

Locales und j)rovlnzlelles.

d. Au- dem Kreise Gießen, 21. Jult. Die Ursachen zu der Lauheit der bürgerlichen Parteien bet den Retch-tagSwahleu find sehr manutgfalttger Art- al- Gruud- übel aber muß etne wettverbreitete Kurzsichtigkeit angesehen werden. Wenn so Mancher glaubt, auf seine Stimme komme e- nicht an, oder eS sei übrigen- ziemlich gleich, wer gerade iu unserem Kreise gewählt werde, so wird dabet ganz außer Acht gelaffen, daß in jedem Kreise von vielen ähnlich gedacht wird, und daß solches Verhalten den Socialdrmokrateu mehr nützt, al- ihre eigene Emsigkeit. Allgemein dürfte jetzt noch schwerlich bekannt sein, wie auch Engherzigkeit iu mancher Gemeinde vom Wählen abhält. Hat doch am 16. dS. MtS. eine separirte Ortsgruppe ganz auf ihr Wahlrecht verzichtet, weil man höre und staune im Reichstag von dem sonst ganz annehmbaren Candtdaten vielleicht für Verlegung de- Wahltermin» auf einen Sonntag gestimmt werde. Sicher­lich wollten die guten Leute nicht ihrem extremsten Gegner zu einem halben Stege verhelfen,- nachdem e- nun doch ge­schehen tst, sollten die Säumigen weutgsteu- bet der letzten Entscheidung nicht vergrffen, daß jeder RetchSbürger mit dem Recht auch die Pflicht zum Abgeben seiner Stimme besitzt.

1 Salzhausen, 20. Juni. Heute find wieder drei Bauplätze, dicht neben dem Kurpark, an der großen Straße nach Berstadt, da wo die prachtvollen Linden stehen, öffent­lich versteigert worden. Die gebotenen Preise find recht mäßig: 60 Pfg. und 1 Mk. für den Quadratmeter. Ein Platz, dicht in der Nähe, ist bereits zum Bebauen in Angriff genommen worden. E» waren Kauflustige bezw. Bauunter­nehmer aus Friedberg, auch ein Herr au- Gießen anwesend, -er fich dte Lage und örtlichen Verhältniffe einmal betrachtete. Der Zuzug von auswärtigen Bade luftig en wächst trotz -e- kühlen Wetter-. Die Matkäferplage tst trotz aller WilterungSunbilden immer noch nicht ganz verschwunden - da- Ungeziefer geht jetzt, da da- Übrige Laub zu hart ge­worden, an die Wallnußbäume. Vom 1. Jult an soll dem NachmtttagSgÜterzuge durch dte Wetterau etnPersonen­wagen angehängt werden, wie eS vor längerer Zett gewünscht wurde. Dte Bahnverwaltung erweist dadurch den Badegästen au- der Wetterau einen großen Gefallen und e- soll ihr hier­mit der lebhafteste Dank dafür ausgesprochen werden. Die Verwaltung wird bald finden, daß dte Anordnung zu ihrem Nutzen ausschlägt, denn eS fahren zweifellos Leute genug mit,

sobald die Fahrgelegenheit bekannt wird. DaS Mähen des Heu gras eS hat überall in der Umgegend begonnen- er steht eine solche Maffe von Futter auf den Wiesen, wie mau eS seit Menschengedenken nicht erlebt hat.

)( Lauterbach (Hessen), 21. Juni. Die Vorarbeiten sür da- vom 25. bt- 27. Juni hier stattfindende 25. Turnfest deS Gaues Heffeu find ihrem Abschluß nahe. Auf dem Fest­platz, in deffen Hintergrund die schön bewaldete Kuppe de- Etchberg- liegt, erheben fich schon die Festbauten, die nach beendeter Ausschmückung den Theilnehmern ein freundliche- Bild und einen angenehmen Ausenthalt bieten werden. Nach den noch immer einlansenden Anmeldungen scheint die Be- theiligung auS Turnerkreisen recht stark zu werden. Aber auch au- anderen Kreisen, besonders aus den in der Nähe liegenden Städten, wird eine rege Theiluahme erwartet, zu­mal das Programm außer bin ausschließlich turnerischen Dar­bietungen noch eine Reihe anderer Veranstaltungen enthält. Da auch die Einwohner Lauterbachs Alles, was in ihren Kräften steht, aufbteten werden, so darf man wohl mit Recht auf einen schönen und befriedigenden Verlauf deS Feste- hoffen.

Desa-rschtes.

Marburg, 21. Juni. Wie au- dem Jnseratentheil deS heutigen Blattes ersichtlich, findet morgen, Douuer-tag den 23. Juni, daS letzte diesjährige Concert des akademischen Covcert-Berein- statt. Mit einem Beethoven- Abend soll der Kreis der Aufführungen würdig beschloffen werden. Ueber die Coriolan Ouvertüre, mit der daS Eoncerr beginnt, braucht hier nicht- Neue- gesagt zu werden, da fie jedem Musikfreunde al- ein- der schönsten und für Beethoven charakteristischsten Werke deS Meister- bekannt ist. Ebenso ist die L-dur-Symphouie in ihrer heiteren, klaren Schönheit ein Liebling der mnficirenden Dilettanten-Kreise. Neu ist die 6-dnr-Meffe von Beethoven. Geschrieben ist fie wie die Coriolan-Ouverture (C-moll) 1807. In demselben Jahre wurde auch die 6-nwll-Symphonie und dte Leonoren-Ouvrrture Nr. 1 (C-dur op. 138) geschrieben, während die B-dur» Symphonie, dieAppaSsionata", die Rasoumow-kh Quartette op. 59 und die 32 Variationen in C-moll dem vorigen Jahre 1806 avgehören. Die Missa stammt also au- einer Zeit höchster Productivttat deS Meisters und tst mit einigen seiner größten Werke gleichzeitig entstanden. Die missa solemnis ist eine grandiose wufikalische Phantasie über den Meffentext, unsere kleinere eine zum wirklichen kirchlichen Gebrauche be­stimmte missa brevis. Der reorganisiere Chor deS akademi­schen Concert-Berein- wird sein Bestes thun, um eS am Donnerstag würdig und eindrucksvoll aufzusühren. Beson­der- machen wir auf die Generalprobe aufmerksam, welche am Mittwoch um 5 Uhr präctse stattfioden wird. Sie ist hauptsächlich für auswärtige Musikfreunde bestimmt, welche mit den Abendzügen wieder Heimreisen wollen.

* Braunfels, 20. Juni. Anfang Juli soll dte bereit- fast vollendete, massiv gebaute Halle, welche der Verein Lande-wohlfahrt" in Braunfels errichtet, ihrem Zwecke übergeben werden. Zur Förderung deS einheimischen Handwerks und der Hausindustrie sollen daselbst während der Sommermonate Erzeugniffe deS Handwerks und Produkte deS häuslichen Fleißes aus dem StandeSgebiet SolmS- Braunfels zum Verkauf ausgestellt werden.

München, 20. Juni. Der sind. chem. Schieber von München stürzte nach derAugSb. Abendztg." vom Kaifergebirge ab und blieb tobt.

Bei der Wahl in Berlin kam ins Wahllocal Adalbert- straße 24 gegen 5 Uhr eine Dame in donnerndem Putz hereingerauscht und verlangte, den Wahlzettel hoch in der Rechten und energisch im Auftreten, den Zettel für ihren Eheherrn" abzugeben. Als ihr vom Wahlvorsteher die Unmöglichkeit dieses Vorgehens klargelegt wurde, wurde die Dame erbost und schrie mit dem ganzen Aufgebot ihrer kräftigen Lunge:Wat! selber soll mein Mann kommen! I- nich, der hat zu arbeetenl Zur Wahl jehen, det jiebtS bei mir nich, dazu hat mein Mann keene Zett det fehlte noch, zu solche Sachen!" Als ihr aber trotz dieser energischen Erklärung die Abnahme des Zettels verweigert wurde, schien sie ihre ganze Wuth dem Wahlvorsteher zuzuwenden und ärgerlich schrie fie diesen an:Na! wozu schicken Siemir" denn immer die Zettel rüber, so'n Stücker fünf haben Sie mir geschickt, det verbitte ick mir aber!" Unter schallender Heiterkeit entfernte fich die kampfeömuthige Dame.

* Meisterwerke Meyerbeer S find es, die in einer Aus­wahl ihrer hervorragendsten Scenen und in einer wahrhaft künstlerischen, farbenprunkenden, reich mit Golddruck deco- rtrten Ausführung eine neue Serie der bekannten Menu- karten, welche die Liebig'S Fleisch- Extract-Com- paguie an Hotels in Bade- und Kurorten abgtebt, vor Augen führt- es find dieHugenotten", dieAfrikanerin" undDiuorah", welch' letztere auch diesmal von ihrer famosen Gesellschafterin, der Ziege Beller begleitet wird, sodaß daS treue Thtercheu^ gewtffermaßen den animalischen Convex zu dem in der oberen Leiste de- Bilde- befindlichen welt­berühmten Töpfchen mit Ltebtg'S Fleisch-Extract bildet, von dem als Zeichen feiner Echtheit der blaue NamenSzug Liebig'- strahlt und da- al- ein unentbehrliche- Requisit sich ja längst in allen Küchen eingebürgert hat. Die Rückseite der Karten bringt außer Humoresken und Kochrecepten noch einen Hin­weis auf das Fletsch-Pepton der Compagnie Liebig, da- sich als Nähr- und Kräftigungsmittel für Magenleidende vorzüg- liier Erfolge rühmen darf.

* DieLebensdauer" der Locomotive». Eine Locomotive macht so sehr den Eindruck deS Soliden und WtderstandS- sähigen, daß man ihr wohl auch eine sehr ausgedehnte Leben--, d. h. Verwendungsdauer zuzuschretben geneigt sein möchte. Darin würde man aber sehr irren. Vielmehr haben kürzlich in England vorgeuommene umfassende Untersuchungen ergeben, daß diese Lebensdauer nur etwa 500,000 englische, also ungefähr 100,000 deutsche Meilen durchschnittlich be- trägt- hat dte Locomotive diese Meilenzahl durchlaufen, bann

ist fie so abgenutzt, daß weitere Reparaturen nicht mehr zweckmäßig und rentabel sind. Natürlich find während dieser Zeit schon gewiffe, ganz besonders in Anspruch genommene Maschinentheile wiederholt auSzubeffern, ja völlig zu erneuern so werden z. B. die Feuerbüchse dreimal, die Radbcmdagrv fünf- bis sechsmal und die Triebwellrn drei- bi- fünfmal erneuert. Man sieht hiernach, daß die AmortisationSbetrSge für Locomotiven sehr hoch angesetzt werden müffen.

* (tine unwissentliche Ueberlretung bet Gewerbe Otbnme, haben sich in letzter Zeit viele Inhaber größerer Betriebe zu Schulden kommen laffen, die für ihre Arbeiter Fahrräder ankauften und fie ihnen zum Selbstkostenpreise gegen monat liche oder wöchentliche Abzahlungen überließen. Dem Besitzer einer großen optischen Anstalt in einem Vororte Berlins wurde von der Behörde mitgetheilt, daß § 115 der Gewerbe-Ordnung den Arbeitgebern verbietet, ihren Arbeitern Maaren auf Credit zu liefern. Gewerbetreibende, die dem zuwiderhandeln, werden mit Geldstrafe bis zu 2000 Mari bestraft. Außerdem können Forderungen für Maaren, welche dem § 115 zuwider creditirt worden find, von dem Gläubiger weder eingeklagt, noch durch Anrechnung oder sonst gellend gemacht werden.

Kaltes Licht. ES würde einen ungeheuren Triumph der Technik bedeuten, wenn eine BeleuchtungSan gefunden werden könnte, bei der nur Licht und keine Wärme erzeugt wird. Abgesehen von der FeuerSgefahr, die jede der bis- herigen BeleuchtungSarten mit fich bringt, geht durch die em- wickelle Wärme auch etn großer Theil der zur Erzeugung de- Lichtes anfgewandten Kraft verloren. Bet einer Petroleumlampe beträgt der Wärmeverlust auf Kosten bei Lichtes nicht weniger als 99 Procent, bei Leuchtgas 981/, Pro- Cent, bei der electrischen Glühlampe 97 und bei der Bogen­lampe noch immer 90 Procent. Nun soll ein amerikanischer Gelehrter, I. Haine- in New-Uork, nach achtjähriger Arbeit jenen kühnen Traum der Wiffensqast, ein wärmelosei Licht zu erzeugen, zur Verwirklichung gebracht haben. Der von ihm beschrittene Weg ist derselbe, den TeSla in feinen berühmten Versuchen mit leuchtenden Röhren angebahnt Hai. HaineS führte neulich einen Versuch vor, bei dem vier Herren, die unter einander mit electrischer Leitung verbunden waren, irr jeder Hand eine vervollkommnete CrookeS'sche Röhre hielten, während noch drei Röhren auf ihren köpfen an­gebracht waren. DaS von diesen Röhren auSstrahleude Licht soll außerordentlich stark sein, indem der electrische Strom mit einer Spannung von 1 Million Bolt durch dieselberr hindurchgeleitet wurde. Der Kraftverlust durch Wärme- entwicklung beträgt bei diesen Röhren nur 5 Procent, bei Licht ist also fast vollständig kalt und bringt kaum eint Temperaturveränderung der umgebenden Luft hervor. 81 soll sich bereits eine Gesellschaft mit einem Kapital Du 40 Millionen Mark zur Ausbeutung der Entdeckung gebildet haben. Diese Mittheilungen find zwei Pariser Fachzeitschrift» entnommen.

Literatur und Aunft.

Der Professortihel wurde den beiden Malern Han« Thoma und Wilhelm Trübner in Berlin, dem Observator atu Astrophysikalischen Observatorium bei Potsdam, Dr. O. Lohse, btm Privatdocenten in der philosophischen Fakultät der Universität Riel Dr. Georg Karsten, und dem Schriftsteller Otto Philipp Donner in Frankfurt a. M. verliehen.

In dem Verlag von Leopold Zolki, Berlin 0.27, tst eine neue politische Broschüre: Die Verjüngung deS Liberalismus, ein Beitrag zur Beleuchtung der inneren deutschen Politik von Dr. Martin Berendt, Preis 1 Mk., erschienen. Der große Kamps des BürgerlhumS mit dem Junkerthum, der zur Zett alS etntgenbel Band aller liberalen Kreise htngestellt wird, tst darin nach seiner Berechtigung beleuchtet, und eS wird der Weg gezeigt, aus welchem dir heutigen liberalen politischen Parteien zu einer Verjüngung io politischen Leben gelangen können.

Von Griebens Reisebüchern, Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin, gehr uns soeben Band 76, Wtesbabea und Umgebung (Preis 1 Mk.), zu. Auch hierfür gilt die von unS den früheren Bänden mitgegebene Empfehlung.

Von Deutsche Kunst unb Deeoration, Monatshefte,ur Förderung deutscher Kunst und Formensprache in neuzeitlicher Auf- fuffung, Herausgeber und Verleger Alexander Koch, Darmstadt (jährlich 12 Hefte 20 Mk.), erschien soeben daS zehnte Heft, Frank­furter Künstler würdigend. Der in jeder Hinsicht durchschlagende Erfolg, welchen das verdienstliche Unternehmen zu verzetchnm hat, dürfte auf das ztelbewußte Programm zurückzuführen sein, dessen Brennpunkte sind: Freie Bahn für unsere Künstler, Gebührende Geltung deutscher Arbeit, Lerne, wo Du lernen kannst, Gemeinsamer Schaffen zum Wohle deS Ganzen.

DerAlkoholgegnerbund" hat ein Preisausschreiben für eine volksthümlich gehaltene Erzählung erlaffen, die sich als Kampfmittel eignet und in packender Darstellung für die Enthaltunß von geistigen Getränken eintritt. Die Arbeit soll den Umfang von vier Druckbogen nicht überschreiten. Es gelangen zwei im Noth- falle mehrere Preise zur Vertheilung, deren Gesammtbttra- 500 Franken ausmacht; dte Bewerbung wird am 30. September ab­geschlossen. Als Richter amtiren drei Herren in Bafel, der Etvll- gertchtSpräsident Professor Dr. Burckhardt, Redacteur Hermann Stegemann und Dr. Ad. Vögtltn. Die Schriftstücke stnd an Direktor Blocher in Reue Welt bei Basel zu senden und mit einem Merkwort zu versehen; ein geschlossener Briefumschlag hat den Ramen bei vet« fassers zu enthalten._________________________________________

Verkehr, Land- tutfc Volkrwirthschaft.

BuderuS'sche Eisenwerke, Wetzlar. Bekanntlich besindm sich die Aktien dieser Gesellschaft (4000000 Mk. DorzugSactim Lit. B, und 4000000 Mk. Stammaktien Ltt. A) ausschließlich w den Händen der Familie Buderus. Unter den Bethetligten war schon längst der Wunsch vorhanden, einheitliche Aktien mit gw®« Berechtigung zu schaffen, welche Absicht durch eine Verständigung der Interessenten nunmehr verwirklicht werden soll. Der auf o 5. Jult berufenen außerordentlichen Hauptversammlung wttv o Antrag unterbreitet werden, das bisherige Stammactienkapital vo 4000000 Mk. aus 2000000 Mk. mit den Aktien Lit. B gletchberea- ttgte Aktien herabzufetzen unter baarer Zuzahlung oon 700000 ix ober 175 Mk. für jede alte Aktie Lit. A; dte Inhaber der Vor,ug» aetten sollen dagegen auf ihre btlhertgen Vorzugsrechte für K«v und 6 pEt. Dtotdende verzichten. Dte Durchführung diese« « schlusieS gibt der Gescllschast gleichzeitig Gelegenheit, die Anlage- werthe entsprechend he^abzuietzen und verschafft ihr dte Mittel j Ausführung von geplanten R.uanlagev.

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