Ausgabe 
23.3.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

»achweise, die Zerstörung derMaine* sei durch Süßeren j Einfluß erfolgt. werde gegenwärtig eine Note über dielen Gegenstand an Spanten und eine Botschaft an den (Kongreß vorbereitet.__

CocaUs *ttö ptwinjicflet

Gteben, 22. März 1898.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 24. März 1898, Nach­mittags 3V, Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fort- fetzung am Freitag den 25. März. 1. Gesuch des August Rohm um Erlaubniß zur Abtragung eine« Rain« am Diebs- weg. 2. Gesuch drS L. Seultng um Erlaubniß zur Erbauung eine« Fabrikgebäudes in der Nähe der Margarethenhütte. 3. Baugesuch de« Heinrich Wtnn für den SelrerSweg. 4. Bau- gesuch deS W. Steinbach für die Bergstraße und den Schiffen- bergerw'g, hier: Geländeaustausch. 5. Gesuch des Ingenieur« Georg Koch «egen Erwerb städtischen Gelände« Ecke der Wilhelm- und Ludwigstrahe. 6. Anlage und Au«bau von Straßen trn Feldbeztrk Hamm. 7. Ausbau der Lrednerstroße, hier: speeteller Voranschlag. 8. Desgleichen der Hillebrand- straße, hier: desgleichen. 9. Desgleichen de« Mittelweg«, hier: desgleichen. 10. Dergleichen de« Wetzlarer WegS, hier: desgleichen. 11. Bebauungsplan sür den südöstlichen Stadt­teil, hier: Gesuch de« Gärtner« Pfeiffer wegen kheilweiser Aenderung de« Plane«. 12. Verpachtung von Gelände an Heinrich Winn au« dem früher von Rabenau'ichen Gut. 13. Pachtvertrag mit Christian Petri V. wegen der Wiese hinter der Burg. 14. Pachtvertrag mit Bleicher W. Schwall wegen der W,eir hinter den Eichen. 15. Errichtung eines BoikSbade«, hier: Vermehrung der Actten und Wahl eine« vorstnuoSmitgliedc«. 16. Erweiterungsbau für oafl Real­gymnasium. 17. Decretnr von Kostenrechnungen, hier: a) des Eurt v. MUnchow für Formularteu für die Alter«- und JnvaltdttäiSverficherung- b) der Firma Htligenstädt & Co., die Bedienung der Pumpmaschine bett. 18. Die am 7. März in den Dlstricten Brauhof und Wanne abgehaltene Holzver­steigerung. 19. Vertilgung der Blutlaus, hier: Wahl der Sachverständigen. 20. Gesuch de« Anton Koch um Erlaubniß zum WirthschaftSbetrieb im Hause SelterSweg 79. 21. Ge­such de« Ludwig Weber um Erlaubniß zum An«schank von Branntwein im Hause Grünbergerstraße 50. 22. Gesuch deS Lout« Lenz zu Gießen um Erlaubniß zum WirthschaftS- betrieb im Hause Liebigstraße 5. 23. Desgleichen der Bruno Hoheisel Ehefrau im Hause Hammstraße 16.

H. Stadttheater. Eines der characteristischsten dra­matischen Werke A l e x. D u m a « de» Jüngeren ist seine (Kamelienbame", damit begründete er erst seinen Rahm und Ruf. Der berühmte Dramatiker hatte die Eigenart seine Stoffe zwar aus dem dankbaren Gebiet de« Frauen- lebenß herauözuholen, aber er wählte mit Vorliebe jene« Franenleben, da« im steten Kampfe um die Erhaltung des Dasein« seinen Leib, feine Ehre den Herren der Schöpfung willenlos preiszugeben gezwungen wird. Ja der Form seiner Wiedergabe hält er mit brutaler Wirklichkeit unerbittlich Gericht nicht nur Über die Verführer, fondern auch umgekehrt Über solche Weiber, die durch ihre Dirnennatur Liebe und vertrauen de« Gatten entwürdigen und die Ehre demorali- firen. In der(Kamellendame" ist da« Sujet au« dem Leben der DemiMouoe entnommen und behandelt die wahre, auf­richtige Liebe der mit ihrer Vergangenheit nicht makellos dastehenden Marguerite Gauthier, wegen ihrer besonderen Vorliebe für Eamelien in ihrem Bekanntenkreise die(Kamelien- tarne" genannt, zu einem sie wahnsinnig liebenden jungen Manne, Armand Duval. Doch sie kann ihm nicht angehören, da dessen Vater au« Gründen der Moralität und Ehre seine« Hauses eine Verbindung seine» Sohne» mit ihr nicht zugibt. ES kommt zur Trennung der Liebenden, der nach Jahresfrist erst ein Wiedersehen folgt, leider nur von kurzer Dauer, denn Marguerite ist lungenkrank ohne Hoffnung auf Genesung und bte Freude de« Wiedersehen«, der Traum künftigen Glücke» mit dem einzig geliebten Manne erregt sie so heftig, daß sie in seinen Armen stirbt. Gestern Abend wurde diese« bedeutsame tragische Werk zum erstenmal hier aufgeführt, wofür wir der Dtrection Dank wiffen, umsomehr, al« sie auch für die Titelrolle eine hervorragende Künstlerin, Fräulein Nina Sandow vom Deutschen Theater-Berlin, gewonnen hatte. Die geschätzte Gästin verkörperte ihre Marguerite lebenswahr und characteristisch. Ste verstand den feinen stimmungsvollen Reiz der einleitenden Dcenen ebenso wirkungsvoll wiederzugeben wie die, von vielen Dar­stellerinnen dieser Rolle meist abstoßend gegebenen, Semen deS letzten Acte« in einer aller Unnatürlichkeit und Uebertreibung fern bleibenden weise, dadurch sympathische« Jntereffe bi« zum Schluß erweckend. Der verehrten Künstlerin wurde lebhafter Beifall zu Theil, der sich von Act zu Act steigerte, ja am Schluffe enthusiastisch sich kundgab. Bon unserem Ensemble kommt hauptsächlich der Partner von Marguerite in Betracht, der Liebhaber Armand. Herr Janson war damit betraut und bot damit anerkennenSwerth Gute«. Die Wiedergabe der übrigen Rollen befriedigte, weniger da« Zusammenspiel bei den ersten Acten. Bedauerlich ist, meiden zu müffcn, daß für die Darbietung diese« hervorragenden Drama« und dem Auftreten einer solch bedeutenden Künstlerin, wie Frl. Sandow, unser kunstverständige« Publikum so wenig Inte esse und Anerkennung zeigte, wie der schlechte Besuch der Vorstellung bettle«. E« ist lebhaft zu wünschen, daß da« weitere Gast­spiel von Fräulein Sandow gewürdigt, sowie den paar letzten Vorstellungen der Saison da« früher gezeigte große Jnlereffe bekundet werden möge.

Stadttheater. E« ist der Direction unsere« Stadt- ttzeaterS gelungen, unsere gefeierte Gästin Nina Sandow nach ihren außerordentlichen Erfolgen noch zu einem weiteren Gastspielabend zu vetpstichten. Die Künstlerin hat al« Äb- schiedSrclle dieHero" von Grillparzer gewühlt. Die Theaterfreunde werden diesen hochintereffanten Abend nicht versäumen, an dem die vielseitige Künstlerin eine ganz eigen­artige Leistung bietet.

cf Soaldan-Covcert am Sonntag, 27. März, Nach- , mittag« 5 Ihr im (Klubfaal. Ungewöhnlich weit hinan«- geschoben, fast zu weit, um noch die nöthige Theilnahme zu finden, ist da« vierte Loncert des Saalbau-Veretn« am kommenden Sonntag. Aber trotzdem wird und muß grade diesem (Ko cert die größte Theilnahme entgegen gebracht werden, nicht allein seine« Zwecke«, sondern vor allem seine« Programm« wegen. Wir Alle wiffen e« längst, daß unser jugendlicher UnioersitSt-mufikdirector eine besondere Ver­ehrung für den Altmeister Brahm« hegt- stand doch Gießen mit seiner erhebenden Trauerfeier für den Meister mit in vorderster Reihe. Am 3. April wird nun ein Jahr ver- strichen (ein, seit Johanne« Brahm« sein Haupt zur ewigen Ruhe niederlegte und in Hinblick auf den, für die deutsche Kunst so schwerwiegenden Tag, kann und soll wohl auch da« vorliegende Concert in feinen ersten Theilen em Ge­denken an den unsterblichen Meister und eine Ehrung des­selben bedeuten, liebe» die erste Nummer de« Programm« de« Quintett in F-dur für Pianoforte und Streichinstrumente lesen wir in dem schönen Werke von Heinr. Reimann:Tiefer empfunden, geistvoller ausgestattet ist da« (Klaoierquintett, op. 34 (1865). Der pathetische Ton, den diese» Werk alß Hauptmerkmal trägt, erinnert an Beethoven. In der ur­sprünglichen Form war baß Werk alfl Duo für zwei (Klaviere gedacht. Tiei empfunden und absolut ohne Reflexion auß dem Innersten strömender Gesang klingt an» der Melodie de« Andante rc." Derselbe Schriftsteller äußert fich über die zweite Nummer, wie folgt:Nach einem anderen Goethe- scheu T>xt, ein Fragment au» der Harzreise, hat Brahmß in jener Zett in Tönen nachgedichtet (op. 53, 1870). Aber entschieden mit weit größerem Gelingen. Wie Tag und Nacht stehen fich beide (Rinaldo ist gemeint), in der idealen Anlage verwandten Werke, fern. Die schwermüthige Klage deS selbstquälerischen Jünglings, der, erst verachtet, dann ein Verächter, in dumpfer Abgeschiedenheit fich der Welt verschloß, erweitert und vertieft fich in der Brahm'schen Compofition zu ergreifender Klage der Menschheit rc.* Die erste Nummer wird durch Mufikdirector Trautmann und seine un« wohlbekannten Frankiurter Freunde auSgeführt, die zweite hat das Kronbauer Quartett freundlichst übernommen und wird dieselbe unter der Leitung de» talentirten und fleißigen Herrn Geller sowie Mitwirkung der Altistin Frl. Schaum in schönster Weise ausführen. Wir wollen hoffen, daß der März am nächsten Sonntag ein recht böse« Gesicht mache und sein Frühlingslächeln, der schwerste Concurrence für ein Concert, noch einmal vergeffen wöge.

Al» Beisitzer für da» Gewerbegericht find für da« kommende Vierteljahr bestimmt: April: für die Arbeitgeber Bauunternehmer Winn, für die Arbeitnehmer Schneider Diehl- Mai: für die Arbeitgeber Buchbindermeister Steinhäuser, für die Arbeitnehmer Eisendreher Krüger- Juni: für die Arbeitgeber Fabrikant EwmeliuS, für die Arbeitnehmer Müller Dill mann.

* Die Prüfung für da» höhere Justiz- uud Verwaltung«, fach, an welcher sich diesmal 16 (KanDlboten betheiligen, hat heute Im Justizgrbiiude zu Darmstabt ihren Anfang ge­nommen.

Freisinnige «olttpartei. Am Sonntag vormittag fand in Frankfurt a. M. eine Sitzung de« Lande«- auSfchuffeß der Freisinnigen volkrpartei für da» Großherzogthum Hessen statt. Die Versammlung war au» allen Theilen deS Lande» gut besucht und nahmen an derselben auch die hervorragenden Frankfurter Partei­freunde Theil. E« stand die Frage der Organisation und der kommenden ReichStagSwahleo zur Verhandlung, wobei fich ergab, daß bis jetzt nur eine d- finitive Candidatur der Partei in Hrffen feststeht, die de« RrichStagSadgeordnetrn Schmidt für den auch bisher von ihm vertretenen Wahlkreis Alzey- Bingen. In Aisfelb-Lauterbach-Schotten ist die (Kandidaten- frage nach Ablehnung de» Herrn Rechtsanwalt« Grünewald- Gießen noch zu keinem Abschluffe gekommen und in den übrigen Wahlkreisen de« Großherzogthum» ist dieselbe über­haupt noch nicht über da« Stadium der Vorverhandlungen gediehen. Spectell für den Wahlkrei« Gtehen-Grünberg Nidda konnte darum eine BertrauenSmänner-Bersammlung noch nicht berufen werden.

** Reichstag»-Candidatur. Rechtsanwalt Dr. Gut fiel ich hat ebenfalls bte ihm von den Freifinnigeu angetrageue (Kan- bibatur für ben 3. oberhefstfchen Wähltet« (AlSseld Lauter- bach-Schotten) für bte kommende Reichstagswahl abgelehnt und außerdem entschieden erklärt, überhaupt nicht canbibiren zu wollen. Dem vernehmen nach wird für Alsfeld Lauter­bach-Schotten Rechtsanwalt Reh-AlSseld alß (Kandidat auf­gestellt werden.

Kaufmännischer Verein. Heute DienStaz Abend findet eine außerordentliche Generalverfammlung im BereinShause statt, auf welche die Mitglieder aufmerksam gemacht seien-

AusfichtSthnrm auf dem DünSberg. Am Montag den 21. d«., übend«, wurde eine Sitzung de« provisorischen AuSschuffe» zur Errichtung eine« AuSsichtSthurmeS auf dem DünSberg abgehalten, zu welcher auch zwei Herren au« Wetzlar alfl Vertreter be<? TaunuS-Club« erschienen waren. Darüber, daß ein AuSsichtSthurm auf dem DünS« berg zu errichten fei, war man vollkommen einig, es wurden nur die beiden Fragen zur Erwägung gestellt, soll ein Holz- thnrm ober ein Steinthurm erbaut werden. Für erstere Aus­führung sprach die billigere Herstellung, dem geringeren Kostenauswaub steht jedoch auch bic geringere Haltbarkeit gegenüber - so hat beispielsweise nach Angabe der Wetzlarer Herren der Stoppelbergthurm nach zehnjährigem Bestehen bereit« 1500 Mk. Wiederherst llungskosten verursacht. Herr Architect Meyer führt au«, daß er ein Projekt für einen Steinthurm ausgearbeitet habe, welche« zwischen 5000 und 6000 Mk. koste. Durch Vereinfachung de« Thurmeß, nament­lich dadurch, daß man den Thurm nicht viereckig, sondern \ rund baue, eine Holzirevve statt Sieintreppe nehme, würde . der Ban bestimmt für 5000 Mk. herznfiellen sein. Allseitig

r *

wurde hierauf die Ansicht geäußert, man solle versuchen, die Mirtel für einen Stetntburm auizubringru, um etwa« Gute« und Dauernde» zu schaffen, zumal eia Steinthurm für Jeder­mann besteigbar ist, während ein Holzgerüst mit feinen offenen Wänden vielen nicht schwindelfreien Personen unzugänglich bleibt, auch Reparaturkoften in einer Reihe von Jahr«n nicht entstehen werden. Wohl ist fich die Versammlung bewußt, baß an unsere Mitbürger in den letzten Jahren (ehr viele Anforderungen herangetreten sind, all in wir hoffen, doch noch bte nöthige Unterstützung finden zu können, um baß Werk zu vollenben, an bem seit bem J-Hre 1882 gearbeitet wird. 1400 Mk. find auß dem Jahre 1882 vorhanden, Wetzlar hat 800 Mk. zugesagt, von anderen Nachbarorten hoffen wir wettere 100 Mk. zusammenzubringen, ferner rechnen wir auf einen Zn chuß Setten» der B'eberthalbahn und de« Brr» schönerungßvereinS Gießen, sodaß au» der Stadt Gieße» noch ca Mk. 2500 aufzubringen wären. Einige g'öß're Be­träge find unß hierfür auch in AuSficht gestellt, der Rest ist gewiß von Freunden unserer schönen Umgebung ausznbctngtn, denn der DünSberg und baß Bieberthal werden sicher mit Eröffnung der Bahn ein beliebter Aulflug werden. Die Wrhl de« nunmehr definitiv gebildeten Au«schvffeß ergab folgendeß Resultat: Erster B«nfitzender E. Pistor- zweiter Vorsitzender Fabr. L. Georgi- Schriftführer H. Kühn- Kassier Ad. Zurduch. Den Au«schuß bilden die Herren: Lehrer Backe«, C. Berg. Aug. Gabriel, Commercieurath Gail, Fr. Hadenicht, Gust. Haubach, (Kommerc eurath Heichelheim, Lommercienrarh Hchligenstaedr, Fr. Helm. L. Lotz, Architect Mcyer, Director Rausch. Heinr. Schirmer, Bauinspector Stahl, Ph. Uhl, P. Wilson- feiner In Wetzlar: die Herren Fabrikant Leitz, Aug. Waldschmidt, Bernh. Waldschmidt, Baumeister Witte. Die Skizze de« Thurmeß von Herrn Architect Meyer ist im Schaufenster von H. Kühn, SelterSweg ausgestellt.

Kirchliche Anzeigen öet evangGesneinde.

I» bet Stabttiechs.

Mittwoch den 23. März, Abend« 6 Uhr, fftnfU PasstonS- avdacht. Pfarrer Schlosser-

Dtrrfebr,anö- uttö V»lk»wir1t,jchaft

»ietze», 22. März. Marktbericht. Auf dem bcuti^n Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. X 0,901,00, Hübner kie» pr. St. 0-6 A, 2 St. 0000 A, Enteneier 1 St. 70 A. Gürrst- her pr. St. 1112 H, Käse pr. 6t. 5-8 A. «äsematte pr. St. 3 A. Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. LUer 30 A, Tauben pr. Vase X 0,80 bi« 1,00, Hühner pr. Stück 1,30 di« 1,80, Lahnen pr. Stück X 1,401,80, Enten pr. Stück X 2,002,20, Gänse pr. Psunt X 0,000,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 66-74 H, Kuh. und Rindfleisch pr. Pfd 60-66 4, Schweinefleisch pr. Psd. 68 biß 72 A. Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Psd. 76 A, Kalbfleisch pr. ®fb. 6000 ch, Hammelfleisch pr. Pfd. 50-66 A. Stoffeln pr. 100 Kilo 6,( 0 big 7,00 X, Weißkraut pr. Stück 000 A. Zwiebeln pr. »wtt 8,509,50 X, Milch pr. Liter 16 A

Neueste Nachrichten.

Depeschen de« Bureau »Herold".

Berlin, 22. März. Wie da«Berl. Tagebl." erfährt, wurde gestern spät Abend« in der Affaire Grünenthal, betreffend ben Diebstahl in der ReichSdrnckeret, bte Wirthtn de« Grünenthal verhaftet.

Wien, 22. März. Nach einem Beschluß ihrer Führer werden die deutsche Fortschrittspartei und die deutsche Volks­partei erst bann zur Obstruction übergehen, wenn eine desonbcre Veranlassung hierzu eintritt.

Antwerpen, 22. März. Eine Drahtnachricht auß Ehristiania melbet den Untergang beS Schiffe« Botnia. 14 Personen sollen umgekommen feto.

Rom, 22. März. Ja ber heutigen Sitzung, in welcher die Er t»pt. Affaire zur Verhandlung kommen wird, er­wartet man große Scanbale. Die Radikalen bereiten heftige «eenen vor. EriSpi sprach bie «dficht auß, auf Monte (Kritorlo zu erscheinen und seinen Gegnern periönltch Stand zu halten, aber seine Freunde widerriethen ber AuSfÜhrun, diese« Vorhaben«. LrlSpt hat noch keinen endgültigen Enf schluß gefaßt.

Rom, 22 März. In Sgurgola bei Anagmt (Pro­vinz Rom) stürmten Bauern gestern Abend do« Rathhau« und zündeten baß Archiv an. ist bereit« Militär borthta abgesanbt.

Pari«, 22. März. Die Kammer btfleuthte gestern einen Gesetzentwurf ber Regierung, welcher in ben Wahl- bi strikt en einige Aenberungeu vorschlägt.

Pari», 22. März. Wegen seine« Vckenntniffeß, Plüa- berer angeführt zu haben, wurde ber Agitator Regiß verhaftet.

Lovdon, 22. März. Nach einer hier vorliegenben New- yorker D-pesche zerstörte Abend« eine Feuerßbrunst den Bahnhof ber Pensylvavta-Eifmbahn tn Jersey Sity gege'über von New York, sowie die LanbungSbrücke der Expreß-Lom- pavy. Der Schaden beläuft sich auf etwa 80 Millionen Dollar«.

Algier, 22. März. Infolge ber gestern vorgenommen« Verhaftung de» Redacteur« ber antisemitischen Zeitung tarn e« zu großen Unruhen. Tausende von Menscht» durchzogen bie Straßen ber Stadt und warfen die Fenster der jüdischen Kaufleute ein. Die Polizei war ber Mengt gegenüber vollstänbig machtlos. Die Mitglieder beß Gener^l- Rathe« baten den Gouverneur, den Redacteur wieder auf freien Fuß zu fetzen, da sonst die Unruhen noch größeren Umsang annehmen könnten.

Braut-Seide v. 95 Pfg. MUÄui farbige Hennederg Leide von 75 Pfg. bi« Mk. 18 65 per M«t. in den mobctnlttn Geweben, Farbm und DesfinS. Ag Private porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 9194

t 6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k. k. He«.), Zürich.

Verste

Siachm

Ji h. JJ? sm - abzeh<

Mai auf dem hi' ttritia" W irifrrutn >n,ofJl 40 5h. 152* nithe tir a« der (

40 !h. 153» garten bi , IT Rr. 221

dem Wal

, 48 !lt. 73 Lahn ne!

48 Jh. 75,3

43 St. 75,5 . 48 Jh. 76 - , 43 üt. 77 - . 43 «r. 78 , 43 Ar. 148

Etemka

, 43 157

, 44 «r. 141

Wiese rechts, , 44 fRt. 20

Lichlenc , 44 !h. 201 , 46 Nr. 4 grünen . 46 Rr. 5 - , 46 Nr. 202

Lichtenar , 46 Nr. 203- , 46 Nr. 204 , 46 Nr. 230 , 46 Nr. 231 , 46 Nr. 281

Lichtenm , 18 Nr. 47

Altensel . 3» Nr. 15

Tauben , 19 Nr.löa , 89 Nr. 16 . 89 Nr. 16a , 89 Nr. 17 . 89 Nr.llo , 89 Nr. 18 , 19 19- , 39 3h. 20- . 89 3h. 20a Nr. 49 2!

Laldbrur , il 105

® Steinl wih,

' Rt. 106 - . «Ä.107- - Ur. los » «fr. 109_ ' «fr. 116~

« fr. 117- ' « fr-118- ' j2 fr-U9- ' 42 fr-120- « fr. 121 - ' « fr. 122 - ' «fr.25- . Oft",* ' M fr. 14 -

' U fr-147. , u ? kleinl

-

fr 76- , ja tj'iinft

8 fr-378 .

: K rs

<r.

S ' ä « r*' i7ii

' 43 N, «frl4 ' 4|?'26

^103