festgesetzt worden, dessen absolute Innehaltung zur präcisen Durchführung des Reiseprogrammes unbedingt geboten ist. Diese Reiseprogramme liegen unentgeltlich bei den Oberpedellen sämmtlicher Universitäten und anderen Hochschulen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz auf, auch kann jede beliebige Anzahl dieser Programme kosten- und portofrei vom Internationalen Reisebureau in Basel — dem mit der Leitung und Ausführung der Reise betrauten Bureau — bezogen werden. Letztgenanntes Bureau gibt auch auf alle »eiteren Anfragen über die Details der Reise schriftlich und mündlich eingehende Auskunft.
Deutsche» Reich.
Berlin. 21. Januar. Die „Kreuzztg." theilt mit, daß von einer Absicht der Kaiserin, im Frühjahr einen südlichen Kurort aufzusuchev, bet Hofe nicht- bekannt ist.
Berlin, 21. Januar. Da- Magistratscollegium beschloß in Bezug auf da- Denkmal der Märzgefallenen den weirergeheuden Antrag der Stadtverordneteu-Bersammlung, d. h. die Errichtung eine» Gedenksteine-, abzulehnen.
Berlin, 21. Januar. In einer vorgestern abgehaltenen Sitzung hat die CentrumSfraction de- Reichstages sich abermals mit dem Flottengesetz beschäftigt und ist dabei einmüthig zu dem Ergebniß gekommen, daß zur Zett kein Anlaß vorltegt, von dem Lieber'fcheu Standpunkt ab- zugehen.
Beilin, 21. Januar. Die Budget-Commission des Reichstages setzte heute die Berathung des Post- erat- fort. StaatSsecretär Podbtelskt kündigte an, daß die Kündigungsfrist für nicht angestrllte Beamte von vier Wochen auf drei Monate erhöht werden soll. Eine leichtere Sommer- kleidung für Briefträger soll ebenfalls eingeführt werden. Darauf gelangte einstimmig ein Antrag de- Abg. Lieber (Ctr.) zur Annahme, welcher die Gehälter der Laudbriefträger und Uaterbeamren noch für dieser Jahr^ in einem Nachtragsetat erhöht wissen will. Die Erhöhung des GehaltS des Staats- secretärS von 27000 auf 30000 Mk. wird von der Aus- führung dieses Antrages abhängig gemacht und abgelehnt. Morgen werden die Berathuugeu fortgesetzt.
Karlsruhe, 21. Januar. Die mit der BerfassungSfrage betraute Commission des Landtage- nahm mit neun gegen sechs Stimmen den Antrag auf Einführung der direkten Wahl, sowie den Eventualantrag auf Einführung des Pro- PorttonalsystemS einstimmig au.
Kaiserslautern, 21. Januar. Bet der gestrigen Reichstag-. Ersatz w ahl in dem Wahlkreise Homburg-Kusel erhielten nach der „Pfälz. Pr." Schmitt (natl.) 6516, Lucke (Bauernbund) 3342, Dr. Jaeger (Ctr.) 3239 und Ehrhart (Soc.) 807 Stimmen. Au- 11 Orten fehlen die Ergebnisse noch, doch scheint eine Stichwahl zwischen Schmitt und Lucke erforderlich.
Mustang.
Wien, 21. Januar. Laut officiöser Meldungen ist die österreichische Beobachtung-station auf der Halbinsel Ra- Turfa, gegenüber Massaua, am 11. Januar von Beduinen plötzlich überfallen worden. Der Ueberfall konnte jedoch ab- gewtesen werden, ohne daß da- Station-personal Verluste erlitt. Die Station, welche von dem auf einer wissenschaftlichen Expedition im Rothen Meer befindlichen Kriegsschiff „Pola" errichtet worden war, wurde abgebrochen und geräumt.
Prag, 21. Januar. Die Polizei macht bekannt: Das öffentliche Tragen aller demonstrativen Abzeichen, BereinSzeichen und Vereinstrachten ist zeitweilig auSuahmlo- untersagt. Uebertretungen werden mit Geldstrafe von 100 fl. oder Arrest bis zu 14 Tagen bestraft.
Prag. 21. Januar. Dem Bürgermeister Podlipny wurde nach seiner gestrigen Rede im Landtag von einigen Damen, die seine Rede auf der Gallerte angehört hatten, ein Lorbeerkranz überreicht, den die Damen telephonisch iv- LandtagSgebäude bestellten. Die tschechischen Blätter constatiren, daß die Damen bei der Urberretchung des Kranze- mitunter bis zu Thränen gerührt waren. Der Bürgermeister dankte und drückte seine Ueberzeugung au-, daß in dem bevorstehenden ernsten Kampfe der tschechischen Nation die tschechischen Frauen und Mädchen der hochwichtigen Aufgabe, die ihrer harre, glänzend Nachkommen würden.
Prag, 21. Januar. In der Stadt herrscht vollständige Ruhe. Dieselbe hat wieder ihr gewöhnliches Aussehen. Wegen der polizeilichen Kundmachung, durch welche daS öffentliche Tragen vou Abzeichen und VereiuStrachten zeitweilig verboten wird, beschlossen die deutschen Abgeordneten, im Landtage an den Statthalter eine Interpellation zu richten, da diese Maßregel sich lediglich gegen die Studenten richte, und als direkte Parteinahme der Polizei für die Tschechen angesehen wird.
Paris, 21. Januar. Im Laufe des gestrigen Tages sind nicht weniger als 125 Personen verhaftet worden, darunter viele Studenten und auch einige verdächtige Personen.
Und der Herr Confistorialdirector hielt eine von Würde getragene Rede.
Hinten aber, in einem leeren Ktrchftuhl, da saß die kleine, arme Näherin und weinte, — nicht au- Senil« Mentalität nein, fie mußte weinen in einer sonderbaren, selbstlosen Freude über das Glück de- schönen, jungen, anä« digeu Herrn.
Und er hatte doch kaum jemals mehr al» ein Wort zu ihr gesagt!
Christian machte ein ganz zufriedene» Gesicht, als er vom Altäre wegschritt.
Da» Leben hatte sich wirklich bi» jetzt sehr anständig gegen ihn benommen.
Wenn ihm in diesem Augenblicke Jemand gesagt hätte, daß die kleine, armselige Näherin der einzige Mensch auf der Welt war, der ihn liebte?!
Nun — da» wußte ja auch Niemand.
Madrid, 21. Januar. Der Mtnisterrath bewilligte 500 000 Peseta» für die durch die Ueberschwemmuugrn Beschädigten.
Cocales und protHttjieUes»
Giete», den 22. Januar.
♦♦ Für eine richtige Wiaterperiode soll nach den letzten Berichten de» schweizerischen meteorologischen Central« bureauS wenig Aussicht mehr sein. In dem Bericht heißt eS: Die allgemeinen Druckoerhältniffe, so wie fie gegenwärtig über dem europäischen Conttueut zu Tage treten, sprechen noch gar nicht für einen ordentlichen Schneewinter. Im Süden und Osten des Erdtheils steht das Barometer fortgesetzt hoch, niedrig dagegen über dem Norden Europas, daher die Zufuhr wärmerer Luftwaffen offen steht. Die Wirkung eines warmen südwestlichen Stromes gibt sich namentlich über dem ganzen westlichen Europa auffallend kund- die französischen und englischen Stationen melden bereits seit Wochen so hohe Morgentemperaturen, wie fie selbst nicht an der Riviera in so konsequenter Aufeinanderfolge Vorkommen. Ab und zu spüren wir diesen mächtigen, erwärmenden Luftstrom des Atlant'c auch weiterhin ostwärts tief im Contiueut, und bis heute find wir unter seinem Einfluß von einem strengen, dauernden Kältefall verschont geblieben. Dieser bis jetzt, namentlich für das westliche Mitteleuropa, ausnehmend milde Winter hat wahrscheinlich in den Polargegeuden nach Nord- ostev, vermmhltch im nördlichen Sibirien oder im Norden des amerikanischen Festlandes, fein Gegengewicht. Schon der berühmte Berliner Meteorologe Dove hat seiner Zeit an einer großen Reihe grundlegender Untersuchungen über das Auftreten außergewöhnlicher Wärmeverhältniffe auf der Erdoberfläche nachgewiefeu, daß starke Abweichungen vom normalen Gange der Temperatur nicht local, sondern über größere Flächenräume mehr gleichförmig verbreitet find, und daß namentlich bedeutendere negative Abweichungen, also Wärmemangel über einem größeren Gebiete der Erde, durch posttive, daS heißt durch Wärmeüberschüsse in einem anderen compenfirt werden müffen und umgekehrt. Der Gesammtwärmebetrag bleibt fich also annähernd gleich.
** Gültigkeitsdauer der Rückfahrkarten. Zur Verminderung des mit der alljährlichen Festsetzung der Geltungsdauer der gewöhnlichen Rückfahrtkarten zum Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeste verbundenen Schreibwerks ist die Geltungsdauer der gewöhnlichen Rückfahrtkarten von sonst kürzerer Dauer zum Oster-, Pfingst- und Weihnacht-fest für die preußischen Staat-bahnen bis auf Weiteres wie folgt festgesetzt worden: a) zum Osterfest vom 12. Tage vor biS zum 12. Tage nach dem ersten Friertage- b) zum Pfingstfest vom 3. Tage vor bis zum 8. Tage nach dem ersten Feiertage- c) zum Wethnachlsfest vom 7. Tage vor bis zum 14. Tage nach dem ersten Feiertag. Die angegebenen Anfangs- und Endtermine find jeweils etngeschloffen. Diese Bestimmung soll auch in dem direkten Personenverkehr mit anderen deutschen und mit außerdeutscheu Eisenbahnen eingeführt werden, sofern die fremden Bahnen ihre Zustimmung geben. ES soll jedesmal rechtzeitig vor den drei Festen die Zeit, für welche die Rückfahrtkarten gelten, namentlich auch im redaktionellen Theil der größeren Tage-blätter unter Bezeichnung des Datums des ersten und letzten Tage» ausgiebig veröffentlicht werden.
n. Echzell, 20. Januar. Nicht weniger al» 158 101.79 Mk. betrug das Gesammtguthabeu der in 38 Gemeinden unseres Kreises bestehenden Pfenuigsparkassen nach dem letzten Ausweis. Unsere Pfennigsparkasse steht dabet mit 21 090 Mk. obenan.
n. Glauberg, 20. Januar. Die Schülerzahl in unserer Gemeinde hat derart zugenommen, daß die Errichtung einer neuen Schulklasse im Laufe des nächsten Schul- jahres erfolgen muß. ES wird dies geschehen, sobald ein neuer Schalsaal gebaut ist. Wir erhalten dann eine zwei- klasfige Volksschule. Die Gemeinde gedenkt die nöthigen Räumlichkeiten dadurch zu erhalten, daß fie zwei neue Schulsäle im alten Schulhofe nebeneinander baut und im untersten Stock des alten Schulhauses, der seither den Schulsaal enthielt, eine Lehrerwohnung einrtchtet.
-1- Salzhausen, 20. Januar. Für die kommende Bade- saisou werden bet uns verschickte neue Etnrichtungeu und Anlagen gemacht. E» giebt eine neue Süßwafferleitung, neue Badezellen, das Keffelhaus wird umgebaut, an den Kurgebäuden wird verschönert und verbeffert und nach sämmt- ltchen Badezelleu wird die Süßwafferleitung geführt. Da die Bahnen durch die Wetterau den Verkehr so bedeutend gehoben, darf angenommen werden, daß unser idyllisch gelegene-, heilkräftige» Bad sowohl durch die neuen Einrichtungen al» auch durch den wesentlich erleichterten Verkehr einen leb» haften Aufschwung nehmen wird.
* Unter bet Anklage, einen Kranken, der ihrer Aussicht anvertraut war, schwer mißhandelt zu haben, standen am Dienstag die Jrrenwärter Emtl Mätschke und Wilhelm Kandziora vor der vierten Strafkammer de- Berliner Land- gerich.S II. Die beiden au» der Untersuchungshaft vorgeführten Angeklagten waren in einer Irrenanstalt zu Rosenthal als Wärter angesteüt. Am Abend deS 15. November v. I. hörte der Besitzer au» dem Badezimmer seiner Anstalt wüstes Stimmengewirr. ES war bereits nach 10 Uhr und der Umstand, daß zu dieser Zeit noch das Badezimmer benutzt wurde, auffällig. Er begab fich dorthin uud al» er die Thüre öffnete, bot sich ihm folgende» Bild: Der Angeklagte Mätschke hielt einen Kranken mit Gewalt in der Wanne nieder, während Kandziora auf denselben mit der Faust einhieb. Der Mißhandelte, in welchem der Anftaltleiter einen 50jährigen Mann Namen- Marschewska erkannte, befand sich in einem Schauder erregenden Zustande. Der Arzt erkannte sofort, daß die beide« Wärter betrunken waren, fie vermochten über die Ver
anlassung zu ihrem Thun keinen Ausschluß zu geben- fie mußten zu Bett geschickt werden. Sodann untersuchte der Arzt den Kranken. Derselbe hatte am Kopfe 14 bi» 15 blutende Wunden, eine Arterie war geplatzt und mußte schleunigst unterbunden werden, damit der Kranke fich nicht verblutete. Der linke Vorderarm war gebrochen, eS hat dies zur Folge gehabt, daß zwei Finger der linken Hand gelähmt geblieben find. Auf dem Rücken hatte Marschewska 18 blutunterlaufene Striemen, die augenscheinlich mit einem dicken Stock hervor- gedracht waren, Hautabschürfungen befanden fich aus dem ganzen Leibe. Im Gesicht, besonder- in der Gegend der beiden Augenwinkel, befanden fich blutende Wunden. Die Wände de- Badezimmer- waren mit Blut bespritzt. Der Arzt erklärte am Dien-tag vor Gericht, daß die Mißhandlungen lebeusgesährlich gewesen. Selbstverständlich hat er die beiden Wärter sofort entlaffen uud Strafanzeige gegen fie erstattet. Nach Vernehmung mehrerer Zeugen depomrte al» letzter Zeuge der Arbeiter Hase: Ich bin sieben Wochen in der Anstalt gewesen uud habe in der fraglichen Nacht den Schlaffaal mit MarschewSky getheilt. Der Letztere hat die Übrigen Insassen fortgesetzt belästigt uud sich auch in den unver» schloffenen Nebenraum begeben, wo „bei starke Lthmanu" schlief. Dieser ist wegen der Störung böse geworden uud hat fich au- dem Bett erhoben, den Marschewska gepackt uud ihu tüchtig verhauen. Er hat denselben zu Boden geworfen uud ihn mit einem Schuh, wie er vou den Kranken in der Anstalt getragen wurde, viele Male gegen den Kopf geschlagen, er hat ihn wiederholt emporgehoben, um ihn wieder mit Wucht zur Erde zu werfen, uud schließlich hat er ihn in den gemetnsamen Schlasfaal hineiugewoifeu, wo Mar- fchew-ka gegen das eiserne Gitter flog, welches die Dampfheizung einfrtedtgte. Auf dem Boden hätten die Scherben eine» zerbrochenen LampenchlinderS gelegen. Hierduech könne Marschewska wohl die Schnittwunden im Gesicht erhalten hoben. — Der Staatsanwalt erkannte an, daß der Haupt- thetl der Verletzungen des Marschewska auf die Mißhandlungen des Irren Lehmann zurückzuführeu sei, aber er beantragte gegen Kandziora drei Jahre, gegen Mätschke ein Jahr Gefängniß. Der Lertheidiger erklärte nun, daß er bet dieser Sachlage nicht auf das persönliche Erscheinen te» Zeugen Pethke verzichten könne. Der Gerichtshof vertagte deshalb die Verhandlung.
• Der Knoten im Taschentuch,°das oft bewährte Erinnerungsmittel leicht vergeßlicher Köpfe, hat seine Heimath in keinem geringeren Lande als in — China. Er blickt auf eine vieltausendjährige Vergangenheit zurück. Bevor das Reich der Mitte die Schriftsprache erfand, wa» erst 3000 vor Christus geschah, bewahrte man dort die Erinnerung an wichtige Thatsacheu durch lange in Knoten verschlungene Schnüre auf. Diese Art Schrift scheint sehr primitiv, aber doch verstand es der Chinese, durch die verschiedensten und kunstvollsten Knoten die größte Weisheit au»- zudrücken. Die älteste Geschichte Chinas ist ausschließlich in verknoteten Schnüren aufbewahrt. Al» nach dem Jahre 8000 der Kaiser Tschang-Ki die ersten chinesischen Buchstaben erfand, wurde die Knotenschrift abgethan - nur der „Knoien im Taschentuch", der fich von China nach dem Abendlande verbreitet hat, erinnert noch an den sonderbaren Brauch. — Auch im alten Peru kannte man diese Knotenschrift uud nannte solche Schnüre „KibuS".
* Weibliche Verbrecher. In dem jüngsten statistischen Jahrbuch für daS Deutsche Reich werden für die letzten zehn Jahre die Zahlen für die in diesem Zeitraum begangenen Vergehen und Verbrechen zusammengestellr. WaS die einzelnen Vergehen uud Verbrechen anbetrifft, so ist be- merkenSwerth. daß die Zahlen sür gefährliche Körperverletzung den größten Unterschied zwischen Männern und Frauen zum NachrheU der Ersteren zeigen- gleichmäßiger ist schon Die Linie bei beiden Geschlechtern beim Diebstahl, sowohl einfachem wie im Rücksall, und zwar fällt hier bei Männern und Frauen der Höhepunkt der Crimioalität in die Altersklasse vou 18 bis 21 Jahren. Beim Betrug stehen die meisten weiblichen Verurtheilten im Alrer von 18 btS 21 Jahren, während die meisten Männer zur Zett der That ein Alter von 21 bis 25 Jahren hatten. Bei Hehlerei kommt die weibliche Criminalität der männlichen sehr nahe- hier find bet beiden Geschlechtern die Schwankungen der Crimiralität sehr gering, und -war wird der Höhepunkt bei den Männern mit 18 bis 21 Jahren, bei den Frauen mit 40 bis 50 Jahren erreicht. Zum Hausfriedensbruch neigen die Männer am meisten mir 21 btS 25 Jahren, während die wegen diese» Vergehens verurtheilten Frauen meist im Alter von 40 bis 50 Jahren stehen.
♦ Mehr am Platze. Erster Student: „Sage 'mal, führst Du ein Tagebuch?" — Zweiter Student: „Ein Tagebuch? Nein, wohl aber könnte ich ein Nachtbuch führen."
Uniocrfitäf» - Nachrichten.
— An der Universität Chicago soll der „Post" zufolge mit einer journalifttf eben Facultät der Versuch gemacht werden. Eine besondere Schuladthrilung soll eigens für btc Leute eingerichtet werden, welche sich dem Berufe der ZeitungSschreiberei widmen wollen. ES handelt sich um die Heranbildung von Journalisten ftr die anglo amerikanische Presse.
Lan-wirthschaftlicher.
— Pflege de» Milchvietze» im Winter. Besonders die Wintermonale sind außerordenUich geeignet zur genauen Beobachtung des Viehstandes, denn man kann sich dieser flrbctt dauernder und regelmäßiger widmen, wie sonst, und dann so feststellen, ob es zweckmäßig erscheint, dieses oder jenes Thier auszumerzen oder wenigsten» von der Zucht auszuschließen. AuS diesem Grunde nehme man auch wöchentlich ein Probemclken vor und vergleiche nicht allein die Milchmengen der verschiedenen Thiere, sondern auch deren Fettgehalt, auf den eS bei der Herstellung von Butter allein ankommt. Kann man den Fettgehalt nicht selbstständig feftstellen, so gebe man die Milch zur Untersuchung, was mit den neuen MUchfettbestimmungS« apparaten für geringe Entschädigung geschieht. Durch Vergleich solcher Unternehmungen gewinnt man auch wichtige Schlüffe üb« die Richtigkeit und Zweckmäßigkeit der Fütterung.


