Ausgabe 
22.12.1898 Zweites Blatt
 
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habe, da das eonfelfionelle Moment »einen generellen Eiu- theilung-grund der Schüler in Klaffen bilde. Trotzdem sei |n spreiellen Fällen eine solche Vintheiluog au- technischen Rücksichten nicht verboten worden.

Budapest, 20 Deeember. Ja der heutigen Sitzung de» Abgeordnetenhause- erregte eine Rede de-Grasen Szafh große Sensation. Derselbe sprach fich für sofortige Präsidentenwahl au-, verurtheilte die Obstructton und erhob schwere Anklagen gegen die Regierung, weil fie nicht alle Mittel angewendet habe, um die Beibehaltung de- Parla- «entari-mu- zu ermöglichen. Eine solche Regierung sei an- möglich gemacht, und e- bleibe deshalb kein anderer Au-weg, al- einen Regierung-Wechsel, namentlich einen Wechsel im Oberhaufe der Regierung vorznoehmen. Nachdem Lzaky gesprochen, verließ Banffy den Saal. Die oppositionellen Abgeordneten schrien ihm nach: Hinan- mit dem Vaterland--- Berrätber.

Budapest, 20. Deeember. Bon liberaler Seite wird geleugnet, daß mit den Opposition-«Parteien Ver­handlungen wegen Bewilligung der Jndemnität-«vorlage statifiaden.

Taruopol, 20. Deeember. Hier ist eine heftige Schar- lach«Ep ioemie au-gebrochen. Bon 500 erkrankten Kindern stad bereit- 87 gestorben. Die Aerzte, welche selbst Kinder haben, verweigern ihre Hilfe. Biele Familien verlaffen die Stadt.

Pari», 20. Drcember. Die Subseription der .Libre Parole- für Frau Henry beläuft fich jetzt auf 67,214 Fr. DerGauloi-" schreibt: Bevor die Subseription eröffaet

warde wurde bereit- unter den Offizier-frauen eine Sub­skription zu Gunsten de- Sohne» Henry» eröffnet, welche 7000 Fr. ergab.

Paris, 20. Deeember. I« heutigen Ministerrathe erklärte Freyeinet, die Offizier-schule von St. Ehre werde bei den Frstlichkriten, welche Anfang» Januar in Petersburg gelegentlich der Jahrhuudert.Feier der Offizier», schule Paul I. stattfiades soll, durch eine Abordnung ver­treten sein.

Pari», 20. Deeember. Die Liga der Menschen­rechte hat dem Ministerrathe eine Beschwerde zugrsandt, in welcher über die den Juden in Algier bereitete Lage Einspruch erhoben wird. Die Liga bebt hervor, daß die ärmeren Klaffen durch den Klaffenhaß in Mitleidenschaft ge« zogen seien. So sei u. A. 150 Zeitung»verkäufern die Er- laubniß zum B.rkauf von Zeitungen entzogen und ihre Maare beschlagnahmt worden. Die Liga fordert von der Regierung energische» Eingreifen gegen solche Vorkommniffe.

Pari», 20. D'cewber. In einer öffentlichen Versamm­lung machte Pros«ssor Berne», Direktor bet Haute Etüde, wichtige Erklärungen. Er verficherte, daß, obgleich Hanotavx wußte, daß da» Dokument Hemh» ein Fälschung war, und obgleich er dem italienischen Botschafter versprochen hatte, er werde fich nie diese- Papiere- bedienen, habe Hanotavx doch seinen Einspruch erhoben, al- die Generale Pkllievx und Boi-deffre vor dem Schwurgericht d e-bezügliche Au-sageu machten. Hauotaux habe auch dir Photographie te- berühmten Kaiserdriefe-, deu er ebenfall» al- gefa scht kannte, nach Petersburg au den Zaren gesandt und diesen

gebeten, er möge sein Möglichste» thuv, damit der Feldzug, der in Rußland zu Gunsten der Revifiou herbeigrführt werde^ verhindert werde. Der Profeffor verficherte, diese Einzel­heiten au- vollständig ficherer Quelle zu haben.

Pari», 20. Deeember.SiSele" versichert, Miuister- prästdent Dupuy und Krieg-miuister Fr«hcinet hätten fich dahin verständigt, die Auslieferung des geheimen Dosfier- an den Cassation-Hof zu verweigern, wenn der Caffation-Hof darauf bestehe, daß da- geheime Schriftstück auch Mornard vorgelegt werden solle.

Pari», 20. Deeember. Die Regierung wird im Senat von den Rad'calen iuterprllirt werden und zwar soll fie fich darüber erklären, warum fie in der gestrigen «ammerfitznug die Anfrage BiviantS nicht beantwortet habe. Btviani hatte Auskunft darüber verlangt, wa» die Regierung zu thun gedenke, wenn der Caffation-Hof trotz der von Freyeinet ab­gegebenen Erklärung dem Advocate« Mornard da- geheim» Dosfier zustelleu laffe.

Loudon, 20. Deeember.Daily Mail" meldet an- Rom, Don Carlo- sei wieder in Venedig eingetroffen. Er sei einige Tage krank gewesen. Eine ganze Anzahl Agenten erscheine in seinem Palais, welche auch von seinen Anhängern fortgesetzt empfangen werden. Man schließt darau-, daß eine baldige Demonstration in An«ficht steht.

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Beide Abteilungen des Umlagekatasters der land- und forstwirth- fchaftlichen Berufsgenoffenschaft, fortgeführt für 1898, liegen zwei Wochen lang, nämlich vom 20. December 1898 bis 5. Januar 1899, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht der Betheiligten offen. Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dieser Kataster find innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Offenlegung bei dem Vorstande der land- und forstwirth- schaftlichen Berufsgenoffenschast in Darmstadt bei Meidung späterer Nicht- berückfichtigung vorzubringen.

Gießen, den 17. December 1898.

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betr.: Die Offenlegung der Resultate der Flurvermeffung in der Gemarkung Steinbach.

Diejenigen hiefigen Einwohner, welche in der Gemarkung Steinbach Grundbesitz haben, werden auf die heute am Rathhause dahier angeheftete Bekanntmachung in obigem Betreff aufmerksam gemacht.

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