»° DÄ «»'“VtH D«* W«. V iligl ’ffloiiO» %4:|
icl >
lcftQü» bow BDj::
ldad g
Do» ’,a jrfrt®' a « ®!" *.n S-!""'
d,r »”
”n üss# **s
Soll ’5 tln
»°° C Lj- f”'Ä e“!
c:S ®ä: " W*' «**'.1
IätS* W «...1 bl® *ttSi
L5Z? S"ä=: Ä?e?®*‘w- Dal ■ ein Dtntmal »ahn .,D' Tkchul, unb bat ttaw WbttM! voll Li^r \. ^°«hr blt Mhtv
«alt Wtt voll jlttiidtt bön8 !o'tstslhcktrv. f)ltr E' y henllchr >8.
vor blt Äugen btt Rafr iiöoHt Änfgabe ffc bin bü> lh voll betriebenen 6tha * Sotiht la Stratzbllts bergangenen Jual angtn|i i ÄDfltlff gtnoDiinin Borltr. u wtoben wir mI all bli Goethe bas begeisterte Lot vrobell uni au btt beuWr I auj Sotthe all bal 801 Mu Jugenbiust hlunefru ^chen, brr brutlchr Art cd en der gaazeu Leit, btou Llhebung bereitet hat. tn Protector der grelle s>, gehören blt tiign kr unb öffentlichen Lebeor^ i der BankcoimM taf* :afebnrg, sowie bei in W )arwstadt unb tarn 1 Herrn Baoiler llt^enba den Lioben 11, unb hem Tßdmar u. ss. ®. io S-psao, lahrrabe» in ittW iattittttit waren ^hrrr» )tt. Nach einer dieser I* | Utu Verdung leta ;6btt bei diestll S°ffr°S°N' teigurt erscheinellbe Lem « n. Vie betreffende SB,°'-i , atlbatHGtrl{ wrMl idel Bataillon der Satzar^ Wtm »M aber im fN w*“ta" 1'!j
, irr »«--»»- i» (tor ßommlfP»“ I“ f"üi dt abjunc?««1, », ftldltrt. *•" !'«»",7« jwfes
< «*S ”|CW**
»- 8*
5 onWW1, t„, fö»' pidM"’? X« ll*V
Are belebten Strafet neu Formosa nicht eine Befahr für die Schifffahrt würde. Diese« Rathe leistete man dadurch Folge, daß man den Verschluß der Eentrifngalpumpe entfernte. Da die ,Irinlbob* bereits ziemlich voll Waffer «ar, fo konnte ■tn annehmen, daß fit wtnige Stunden, nachdem sie preis« gegeben worben war, finken würde. Die Bemannung des deutschen Dampfers sprach sich sehr lobend über die Äet und Weise aus, wie die englischen Boote bei de« hohen Seegang geführt wurden- auch war fit für die freundliche Aufnahme dankbar, die fie auf dem Postdampfer fand.
* Echatlea Frost unb anhaltenbel Schneetreiben brachten bie letzten beiden Tagt In den Provinzen Ost- und Wcst« Preußen, Posen und Pommern. Wie der „Brand. (Bet* berichtet, sank In Rdhn unb in Kreise Könitz das Thermo« Meter auf 6, tut Kreise Brandenz und in Rnmmelsburg i. P. gar auf 7 Grad unter Rull- bei Briesen war das Erdreich bereits einen Zoll tief gefroren, bei Neustettin trugen Tümpel und Teiche schon eine fingerstarke Eisdecke. In vielen Orten, fo tn Köslin und Filehne, hielt das Schneetreiben den gaozeu Tag an- bei Schlappe lag der Schnee drei Lenttmeter hoch. An vielen Stellen haben die noch auf de« Felde stehenden Zucker« und Runkelrüben, Kartoffeln, Kohl, ferner tn den Bärten die Aepfel auf den Bäumen durch den harten Frost großen Schaden gelitten. Einen traurigen Eindruck machen in den Bärten die noch Rosen tragenden Sträucher und die mit bunten Blumen besetzten Beete, die nun mit Schnee bedeckt find. Das Laub fällt überall vorzeitig in Mafien von den Bäumen. Da viel Viehweiden vcrfchueit find, mußte bas Vieh eingestellt werden, während es z. B. im vorigen Jahre bis tn den November hinein auf den Weiden blieb.
* 3n Sachen bei Unterganges bei Dampferi „Mohegan" erklärt ein Falmouther Marinesachmauu, bei den ManacleS« Klippen existire zuweilen eine starke magnetische Strömung welche vielleicht den Eompaß des Dampfers ableitete und den Navigatious-Jrrthum veranlaßte.
• Zwei Kinder im Most erstickt. Aus Clermont« Ferrand wird gemeldet, daß dieser Tage zwei sechs« bis siebenjährige Knaben in ein Weinfaß stiegen, um zu spielen. Dabei rührten fie die gährenden Traber um, an deren Aus« düustungen fie erstickten. Ihre Leichen wurden erst einige Stunden später entdeckt.
• Der Spielclub irn Kursaal von Ostende ist geschloffen. In Folge des Beschlnfies der Stadtverwaltung von Ostende, jeden am Ort befindlichen Spielclub mit einer halben Million in besteuern, hat der Club im Kursaal seinen Betrieb ein« gestellt. Die Aufregung darüber ist im Badeort, der von den Spielern die Haupteinnahmen hatte, natürlich groß. Die meisten und namentlich die zahlungsfähigsten Fremden kamen des Spiels wegen nach Ostende.^ _
• Der Teufel in Setzkasten. Ein Leipziger Blatt enthielt dieser Tage, wie der ,Sladd." mittheilt, folgende merk- würdige Notiz: „Paris, 10. October. Heute Vormittag herrschte überall Ruhe. Die Zahl der Arbeiter, die die Arbeit sortsttzen, ist dieselbe wie am Sonnabend. Nur ein Trupp LuSständiger versuchte, auf einem Bauplatz ovvvvvvv" WW WWWaationaln bffpkz eniatx tot eniatt rdgo dgovdgov thätige Arbeiter zum Niederlegen der Arbeit zu verleiten.* — Was mag dem Setzer plötz'ich zuo'Koßen fein?
Wissenschaft, Literatur und Kunft.
— Der Kunstwart, die von Ferdinand Avenariu- im ®tr« ' läge von Georg D. tü. Callwey tn München hcrausgegcbene Ha>b- nonalSfchau übtr Literatur, Theater, Musik, bildende und angewandte Zünfte (viertelt 2‘t Mk.) dal während feine« vorigen Jahrgangs bie Zahl seiner Abonnenten mehr al« verdreifacht und kann deshalb i einen neuen, den zwölften Jahrgang, wiederum mit einer wesentlichen Erweiterung beginnen. will fortan nicht nur über Kunst chreidkn, sondern Kunst auch zeigen, b. h. er fügt seinen kritischen srtikeln Proben au« gediegenen Dichtungen in Vers unb Prosa, ; Silber hervorragender Me ster in guten Reproductionen und mit KotenbeUagen auch auSgewähite Tonstücke unserer besten Componisten >et, während er diese Werke zum großen Theil zugleich durch eine lbesprechuno dem Verständnisse näher führt Auch die Abtheilung .Rundschau" soll zu einem reichhaltigen Ur dec blick über alle« Wichtige msgedildet werden, daS in Dichtung, Musik, bildenden und ange- oandien Künsten g.schieht, während die DarstellungSart durchaus I :»icht iehriarne Trockenheit, sondern Frische, Munterkeit, Geist unb ' »Scherz bevorzugen will. So haltet dem Kunstwort nicht« mehr vom .Fachblatf Character an, er will ein Hausfreund werden jede« wirk- ich Gebildeten, der ihm für seinen privaten Kunstschah zugleich da« Veste zuträgt, wa« er finden kann. Detzbalb bittet er auch jeden vkklich Gebildeten, sich ein Probeheft oorleaen zu lasten, die Der- agsbuchhandlung Georg D. W. Callwey in München versendet olche auf eine Postkarte hin ganz unentgeltlich.
— Der Daheim-Kalender für 1899 bringt wieder Interessante« mb Wistenwerthe« tn reicher Fülle. „Auf des Königs Befehl, eine Erzählung au« der Chronik von Paiewalk", von H. v. Kraule, führt kn Leier tn bie Tage Friebrich Wilhelm I. zurück; „Der kluge kelltng", von Cbarlotle Niese, ist eine jener humorvollen Schilber- mgen au« dem Holsteinischen Volksleben, bie Ch. Niese so schnell I »ekannt und beliebt gemacht Haden. Beide Erzählungen sind hübsch fluftrirt. Hosprebiger Rogge bat aus Anlaß der Wiederkehr ihre« nierhunberisten Geburtstage« Katdarina von Bora, Luthers „Käthe", 'teschildert: Profestor Leopolb Witte widmet den Franckeschen Stift, mgen einen Aufsatz: Pastor Otto Funke schrieb: „Der Abel beS 'Christen unb seine Pflichten". In dem ben Jnieresten der Frauen «ewibmeten Theil be« Kalenb.-rS beantwortet her Director beS Dia- Idnistmhauses in Altona Pastor Th Schäfer bie Frage: „Wie wirb man Johanniterfchwcster." Au» ben zahlreichen gemeinnützigen Artikeln sei auf ben Aufsatz . „Mieth- unb Pachtrecht nach bem neuen ärgerlichen Gesetzbuch" noch be’onber« hingewtesen. Die sehr iorg- SUlig gearbeitete Genealogie bringt bie Porträt« der beutschen Fürsten rmb ihrer Gemahlinnen unb auch bie Todtenschau bringt eine große 'Inzahl Bllbniste; wie benn der illustrative Schmuck be« Kalenber« überhaupt wteber sehr reich ist. Vier sa> dige Blumen-Aguarelle von K. Klein nnb besonders hübsch. Der Daheim Kalender, der ja in melm deutschen Häusern al« ein lieber Hau-freund mit Spannung erwartet wird, eignet sich auch ganz vorzüglich dazu, als ein Weih- : «chtSgeschenk verwendet zu werden. ,
Dntoerfitäts - N<r cd richten.
— Sonn. Die hiesige Universität hat einen neuen ernpsind- liben Verlust erlitten- In der Nacht vom Samstaa zum Sonntag ! Herb der Privatdocent der Physiologie Prof. Dr. WUhelm KochS. I 6r war am 3. August 1852 tn Cleve geboren und erwarb sich feine ; Osrbildung am Aposteloymnasium tn Köln. Achtzehn Jahre alt, nrit bem Zeugniß ber Reifeprüfung ausgerüstet, zog er von bet
Schulbank in den Krieg und gewann hier fo viel Liebe zum Soldaten« stände, daß tx anfänglich beschloß, sich diesem ganz zu widmen. Von 1871 bis 1877 war er Ingenieur-Offizier, bezog dann aber bie Universitäten Wien nnb Sonn, um Mebicin zu ftubiren. Am 15. Juli 1880 wurde er in Bonn zum Doctor der Mebicin promo- virt und am 27. October be« folgenben Jabre« habllitirte er sich daselbst als Privatbocent für da« Fach ber Physiologie. Er veröffentlichte eine Reihe physiologischer Untersuchungen. Die hauptsächlichste (1884) bezog sich auf die Nutzbarmachung der in Argen« tinien nutzlos zu Grunde gehenden ungeheueren Fleischvorräthe. Liebig hatte geglaubt, in seinem Fleischexlracl deren Nährwerth con- centrirt zu baden, wa« sich aber bald al« Ireihum erwies, denn Liebigs Fleischextract ist nur ein vorzügliche« Gewürz. W Koch« erfand eine Mcthode, da« Eiweiß jener Vorräthe in concentrhtn, haltbarer unb leicht verdaulicher (v. b. pepfonifirter) Form zu gewinnen, und verweilte zum Zwecke der Ausbeute im Großen, ein Jahr in Argentinien. Der raschen Einbürgerung dieser segensreichen Verwirklichung be« Liebig'schen Gedankens stellte sich ber Geschmack des Publikum« entgegen, sodaß der anfängliche Erfolg auSblieb. Allein bie Methobe von W. KochS zur Darstellung be« Fleilchpeplons war Derbe ff erung«flbto, und heute hat LledigS alte Gesellschaft, die den aromatischen Fleischexiract immer noch darstellt, bas KochS'lche Verfahren übernommen unb etwa« veränbert unb bringt ihr »Pepton in ben Handel. Die Möglichkeit, in Zukunft Europa mit einem so wichtigen Nährmittel billig zu versehen, ist daS Verdienst der Arbeiten von W. KochS. Schwere Krankheit lähmte während vieler Jahre die Berwerthung feine« regen unb ber Wissenschaft lebenden Geiste«. Er war ein UebenSwürbiger unb eblcr Mensch, bem feine vielen Freunbe ein warme« Anbenken bewahren werden.
— Jena Die Vorlefungen für VolkSfchullehrer an ber hiesigen Universität im Wintersemester 1898/99 erscheinen nunmehr als gesichert, ba sich 272 Theilnehmer bazu gemeldet haben. Sie erstrecken sich auf Pädagogik, Culturgeschichte, VolkSwirtbschastSlehre, Pflanzenphysiologie unb allgemeine Physiologie. Weimar stellt 72 Hörer, Reuß j. L. 60, Altenburg 44, Meiningen 23, Preußen 22, Rubolstabt 16, Gotha 2 unb Sondershausen 1 Mann. Daß bleie Vorlesungen zu Stanbe gekommen sind, ist ben Bemühungen be« „Geraer Lehrerverein-" zu verbanken.
— Freiburg i. B. Von einer Anzahl von Professoren ber bieftaen Universität werben in diesem Winter akademische Curse für Kaufleute abgehalten werden, die g'gen ein bestimmte« Honorar Jedem zugänglich sein sollen. Hofrath Rümelin wird über „Einführung in das Bürgerliche Gesetzbuch", Profefior Fuch« über „Emführung in die VolkSwirthfchastelehre", Hofrath Rosin über bie „nichtigsten Neuerungen be« Handelsgesetzbuches" unb Profefior Neumann über „HanbelSgeographie" lesen. Jeber Cursu« besteht au« acht Vorlesungen.
Mrchliche Anzeigen der Stadt Gieszen.
Gvaagellfche Gemeind«.
Sonntag den 23. Dctober. 20. Sonntag nach Trinitatis.
Gottesdienst.
In der rtadtkirche.
Vormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Schlosser.
Bormittaas 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser.
Nachmittags 5 Uhr: Stehe JohanneSkirche.
In der Johanneskirche.
Bormittags 9>/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Bormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
Abends 5 Uhr. Pfarrer Euler.
Beichte und heil. Abendmahl für die LucaS« und Johannes« gemeinde. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern erbeten.
Montag den 24. Dctober, AbendS 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandeniaal der Johannestirche. Brief an die Kolofier, Cap. 1. Gruß, Danksagung wegen des ZustandeS der Gemeinde, Fürbitte. Pfarrer Dr. Naumann.
Im Confirmandensaal, Neustadl 61t
DonnerStag den 27. October, Abends 8 Uhr: Bibelstunde. 1. Cor. 12, von den geistlichen Gaben. Pfarrer Schlosser.
Sonntag den 23. Oclober, Abends 8 Uhr: Bereinigung der confirmirten männlichen Jugend der MatthäuSgemeinde. Da daS gewöhnliche Local anderwerweit benutzt ist, so wird die Zusammen« kunft diesmal im Confirmandensaal gehalten.
Dienstag den 25. October, AbendS 6 Uhr: Vereinigung der confirmirten weiblichen Jugend ber Marcusgememde im Schwesternhaus (Lonystraße).
»«ttzalfsche Sem,laße.
SamStag den 22. October.
Nachmittags um 4 Uhr und AbendS um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 23. October. 21 Sonntag nach Pfingsten, vormittags von 6«/e Uhr an: Gelegenhett zur heil. Beichte.
„ um 7 Uhr: Die erste teil. Tietje;
vor und tn derselben Austheilung der heil. Communion.
„ um b Uhr: Die zweite heil. Messe;
„ um S>/, Uhr: Hockamt mit Predigt.
Nachmittags um 5‘/i Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranzandacht mit Segen.
An den Wochentagen ist täglich des AbendS um «>/, Uhr Rosenkranzandacht mit Segen.
Neueste Nachrichten.
Devefche» be« Sure« „Herold".
Berlin, 21. October. Aus Pofen kommt die Mrldoug, daß der Oberpräfident Freiherr v. Wilamowttz Müllen« dar ff feinen Abschied genommen habe, unb daß als fein Nachfolger der Mtnisterial-Director Im Eultus-Mtnisterium, Dr. Kügler, der auch Mitglied der Anfiedelungs Commisfion für Wefiprenßen unb Posen ist, auSersehen fei.
Berlin, 21. Oktober. An« Paris wird dem ^Kleinen Journal" telegraphirt, es befestigt sich wehr und wehr die Aaficht, daß das Cadinet angesichts der politischen Lage in der Kammer eine Mehrheit erhält. Viele Gemäßigte find für Brifion, wenigstens bis zur Entscheidung des Eaffations- Hofes. Nach LockcoyS Rückkehr von der Flottendefichtigung wird eine Demonstration gegen England erwartet.
Kola, 21. Oktober. Die „Köln, ßtg/ schreibt zu der Besitzergreifung NiutschwangS durch Rußland, das Vorgehen Rußlands bletbe ein bedenklicher PrSeedenzfall. Mau könne aber annehmen, daß die rnsfische Regierung sich erst nach reiflicher Ucberlegung dazu verstanden habe. Man gehe vielleicht nicht febl in der Berwuthung, daß eher die Palast-Revolution in Peking den Anlaß gegeben habe, China die Absichten und die Poluik der russischen Regierung ins Vedächtniß zu rufen.
Wien, 21. Oktober. Der Kaiser wollte erst am SO. ds hierher kommen. Ja Hofkreisea erregt es Aufsehen, daß der Kaiser nun schon heute eintrifft, um den auf der |
Reise nach Livaria hier elngetrofi-nen Grafen Murawiew in besonderer Audienz zu empfangen. Da auch der htefige rusfifche Botlchaftrr Graf Kapoifi heute aus Adbazia hier einrrifit und u»raf Golachowsky gestern zurückgekehrt ist, fo wird angenommen, daß dringende Angelegenheiten zu berathen find.
Wien, 21. Oktober. Murawiews Anwesenheü in Wien gilt der Besprechung der Abrüstung««Conferenz, doch verlautet an unterrichteter Stelle, daß auch die übrigen schwebenden Fragen, insbesondere die Candidatur de« Prinzen Georg für Creta zur Sprache kommen werde.
Wien, 21. Oc.oder. Der erkrankten Wärterin, welche den an der Pest gestorbenen Diener varisch gepflegt hat, geht es schlecht. Die Temperatur ist gestern gegen Abend gestiegen. Eine zweite Wärterin ist nicht gerade krank, fie kia-t aber über Uebelkeit.
Bndapest, 21. Oktober. Blättermeldungen zufolge ist die Sparkaffe in Neuhäusel in Verlegenheiten gerathen. Da» Aktienkapital beträgt 300000 Gulden, die Spar-Einlagen 2>/, Millionen Gulden. Die Budapester Banken find bestrebt, ein Arrangement herbeizuführen.
Lemberg, 21. Oktober. Wie die B ätter melden, wurde in Ropczycr ein Reservist, der flch renitent benahm und deßhalb von einem Gensdarmen orrettrt wurde, von diesem mit dem Bojonnett erstochen.
Paris, 21. October. Wie der ,6oir* meldet, befindet sich auf der Festung Mont Valerien cn Offizier in Haft, dessen Name noch Geheimniß ist. Die Verhaftung foll mit der Drehfu«.Sache zufammenhängen.
Paris, 21. Oktober. Utber die Abrüstungsfrage verlautet, bisher haben alle Großmächte, England ausgenommen, und auch die meisten kleinen Staaten ihre officielle Betheiligung an der Conferenz zugesagt. Das Datum, au welchem dieselbe abgehalten werden foll, wird gleich nach der Rückkehr des Zaren nach Petersburg und nach vorherigem Einvernehmen mit Frankreich festgesctzt werden, wahrscheinlich für Mitte December.
Paris, 21. Oktober. Die gemäßigten Republikaner sind empört über die unerwartete Versetzung der P.äfecten von drei Departements. Brisson wird flch hierüber beim Zusammentritt der Kammer zu verantworten haben. Er dürfte deßwegen viel eher als durch jede andere politische Frage gestürzt werden.
Paris, 21. Oktober. Der Minister des Auswärtigen Delcassü wird für den Fall, daß beim Zusammentritt der Kammer die Faschodafrage angeschnitten werden sollte, auf die Frage eingehen.
Paris, 21. Oktober. Die erste Lieferung der Broschüre des sozialistischen Führers Rousset ist erschienen. Dieselbe enthält mehrere interessante und bis jetzt unbekannte Thatsachen Über die Haltung des Generals Mercier und des Obersten Dupaty de Clam.
Toulon, 21. Oktober. Kurz vor der Vorstellung brach in einem hiesigen Theater eine Feuersbrunst aus. Glücklicherweise befanden fich noch keine Zuschauer im Saal. Mehrere Logen wurden durch den Brand verwüstet. Das Feuer wurde durck die herbeigeeilte Feuerwehr gelöscht.
Brussel, 21. Oktober. Der Generalstabschef und Oberbefehlshaber der Miliz-Truppen, Capouillet, hat seine Entlassung eingereicht.
Loudon, 21. Oktober. Die englischen Zeitungen berichten ausführlich über die angeküadigten französischen Flotten- rüst un gen. Hier hört man wenig von großen Vorbereitungen. Nur die ^Pall Mall Gazzette^ will erfahren haben, daß tn der köiigl. Gewehrfabrik in Enfield eine außergewöhnliche Thätigkeit herrsche. Cs wird mit Ueberzeit ge arbeitet und die Waffen mit Beschleunigung hergestellt. Der Ministcrrath wird wahrscheinlich nicht vor Ende November zusammentreten, außer, wenn die Faschoda Frage sehr acut werden würde, vorläufig herrscht unter den Ministern volle« Einverständniß Über da« Verhalten gegen Frankreich.
Belgrad, 21. Oktober. In dem Dorfe Biotfchanska wurde der Bürgermeister aus politischer Rache ermordet.
Konstaniiaopel, 21. Oktober. Gestern unternahm daS Kaiserpaar tn einem LoxuSzuge eine Fahrt auf der von Dentfchen erbauten und betriebenen anatolischea Eisenbahn, nm die Teppichfobrik des Saltans zu befichtigen. — Staat«- secreiär v. Bülow hatte gestern eine lange Unterrebung mit dem ruffischen Botschafter.
A Mainz, 21. Oktober. Der Kölner Nachtzug ist vor der Einfahrt in den hiefigen Bahnhof auf einen Güterzug gefahren- Paflagiere wurden nicht, dagegen ehr B'ewier lckwer verl-tz»
Der Postdampfer „Kcnfingion" der „Red Star Line" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 18. October wohlbehalten tr> New« Aorl anarfonunen-
— Für den Eonsumenten ist e« nicht leicht, au« len vielen heutzutage angebotenen Fabrikaten etwa« herauszufioden, wa« seinen Zwecken entipticht. Schuhfeit und Wichse z. B. weiden in fo vielerlei Arten osterirt, daß der Eoniument thatfächlick nicht mehr weiß, wa« er verwenden soll. Gentner'« Wichse und Gentner « Schuhfeit tn roihen Dosen mit dem Kaminfeger dürsten «ber, wa« Qualität an- belangt, kaum von irgend einer anderen Marke erreicht werden unb eft wird daher ba« confamirenbe Publikum beim Einkauf wohl daran thun, di.s Fabrikate stet« zu bevorzugen. 951
Drucksachen, Aechutmge», Aacture«, Hirculare, ZSriefsogr», Amschtäge mit Iirmeudruck fertigt billig
Sröhl'scht Wv.-Sllch- >. SteinUrmfeerri,
Schrrlflraße 7.


