Ausgabe 
22.5.1898 Erstes Blatt
 
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Zu «merila verstorbene Heffeu. New-York, Frau Elisabetha Kuhn, geb. Reichert, auS Hötagen. Philadelphia, Pa., Frau Johannette Hoffmann, geb. Hust, 38 I. a., au» Allendorf bei Battenberg. New-York, Konrad Karl, 55 I. a., aut Altenstadt.

Bad-Nauheim, 17. Mat. Da» neueste Gaben-Berzeichutß der KiuderheilanftaltEltssbethhauS" enthält folgende größere Beträge. Jahresbeitrag der Großherzogl. Badekaffe 800 Mk., Spar- und Leihkaffe Gießen 399.60 Mk., Spar- kaffe Offenbach 300 Mk., die Sparkassen Orteuberg, Grün- berg, Büdingen und Zwingenberg je 50 Mk., von Herrn Professor Hofmann in Dresden 100 Mk. rc.

Darmstadt, 20. Mat. In heutiger Stadtver- orduetensitzung erfolgte auf neuliche Anregung zur Herstellung übergedruckter Wählerlisten für den 16.Juni die Mitthetlung, daß wegen zu geringer Brtheiltgung am Bezüge und damit zu hoher Kosten von deren Herstellung abgesehen werden müsse. Auf Betreiben de» landwirthschast- lichen Vereins ordnete da» Kreisamt an, daß beim Fasel- Ankauf nur solche zu berückstchtigen find, die erfolglos mit Tuberkulin geimpft wurden; seitens der landwirthschaftlichen Deputation soll künftig hiernach verfahren werden. Der Oberbürgermeister dementirte da» Gerücht von einer Ver­legung der Centralwerkstätte der Staatsbahn nach Mainz - bei der dortigen räumlichen Beschränktheit der Bahnhofs- aulagen könne eher an die Verlegung dieser ober jener Anstalt nach Darmstadt gedacht werden. Die Hauptversammlung de» Verein» Deutscher Chemiker findet diese» Jahr hier in Darmstadt vom 1. bi» 4. Juni statt. T» ist damit eine Ausstellung electrochemischer Apparate und Produkte in verschiedenen Räumen der Technischen Hochschule verbunden, die bet den hervorragenden Leistungen der hiefigeu Weltfirma E. M e r ck in letzter Hinficht besonder» interessant werden dürste. Sine Befichtigung der elektrischen Schmelzanlage der Gold- und Stlberscheideanstalt zu Frankfurt a. M. ist von hier au» geplant.

Sberstadt, 19. Mai. Ein schweres Unglück, welches den Tod eine» Menschen zur Folge hatte, ereignete fich gestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr bet der Frankenberger Mühle auf der Chaussee zwischen demKühlen Grund" und Nieder-Beerbach. Der Fuhrknecht de» Backsteinfabrikauten Schneider von Nieder« Ramstadt war auf dem Heimweg und ging neben dem Fuhrwerk auf dem Fußgäugerpfad. Ein von Nieder-Beerbach kommender Radfahrer fuhr nun mit solcher Gewalt den Knecht au, daß dieser wider da» Fuhrwerk ge­schleudert und hierdurch schwer verletzt wurde. Der Rad­fahrer und der Sohn des Herrn Schneider, der ebenfalls bei dem Fuhrwerk war, hoben den BefinnungSlosen auf den Wagen und brachten ihn in das HauS deS Herrn Schneider, wo der Unglückliche alsbald starb. Zu bemerken ist, daß weder der Radfahrer noch das Fuhrwerk Licht hatte, wodurch allein da» Unglück entstand.

Vmntföte«.

* Kassel, 16. Mat. Gestern vereinte sich eine Anzahl Offiziere mit ihren Damen zu einem Festmahl tu einem diesigen Gasthof. Dasselbe erfuhr durch den plötzlichen Tod deS dabei anwesenden Hauptmanns Maekelburg vom 11. Artillerie»Regiment eine erschütternde Störung, indem der allgemein beliebte, sehr tüchtige Offizier plötzlich vom Schlage getroffen tobt zusammeustürzte. Der Dahingeschiedeue war Lehrer an der hiefigeu Kriegsschule und gehörte auch dem Vorstand de» Zweigverein» Kassel des Allgemeinen deutschen Sprachverein» an.

* Köln, 16. Mai. Lebensgefährliche Verletz­ungen zog fich heute Morgen eine in einem Hause am Laach arbeitende 19jährige Näherin infolge eine» Mißverständnisse» zu. Ais Schutzleute das Hau» betraten, um ein Übel beleu­mundete» Frauenzimmer zu verhaften, glaubte die Näherin, welche kürzlich einen Strafbefehl wegen Ruhestörung erhalten hatte, der polizeiliche Besuch gelte ihrer Person, und flüchtete fich auf da» Dach de» Hause» mit der Drohung, fich eher von dort herunterzustürzen, als fich fortführen zu lassen. In ihrer Aufregung führte sie auch die Drohung au» und sprang vom Dache des vierstöckigen Hanse» auf dasjenige eine» kleineren ncbenltegenben Hauses herab, von wo die Feuer­wehr sie herunterholte und nach dem Bürgerhospital brachte. Die Verletzungen der Näherin sind derart, daß man au ihrem Aufkommen zweifelt.

Duisburg, 20. Mai. Scharfrichter Reindel wird morgen früh 6 Uhr die erste vierfache Hinrichtung in Deutschland hier vollziehen, und zwar an den Mördern Grast, Schmitz und Sauser, sowie au der Ehefrau Schnla, welche im August 1896 den Ehemann Schnla ermordet hatten.

Herrnhut, 15. Mai. Vor drei Jahren wanderten, wie seinerzeit in derKöln. Ztg." berichtet worden ist, deutsche Bauern aus Wolhynien zu Hunderten nach Canada au», weil ihnen an» ihrer Zugehörigkeit zu unserer Brüder­gemeine in Rußland Schwierigkeiten erwuchsen. Die von ihnen in Canada gegründeten Colonien haben bi» jetzt eine recht günstige Entwicklung gehabt. ES find ihrer drei, Br über seid, baS am 27. Juni 1895 gegrünbet worden ist, Brüberheim, am 6. Mat 1895 und Hetmthal, am 26. Jult 1896 gegründet. Brüderfeld zählt als die größte Niederlassung ungefähr 200 Seelen, Brüderheim 150, Hetmthal bi» jetzt kaum 40, doch finden noch fortwährend Zuzüge vermögender deutscher Bauern an» Rußland statt, da die Anfiedler mit den Bodenerträgen recht zufrieden find. Die Niederlassungen liegen in der Gegend des Ottawa« Fluffe» im Alberta-District. Die Brüder Hohler und Schwarze be­mühen fich, für die angekündigten weiteren Zuzüge au» Rußland brauchbare» Land zu ermitteln.

Wie man Gläubiger IoB wird. Ueber diese Kunst plaudert ein Mitarbeiter de» neuen Wiener Journals: Die Schulden gehören mit zu den Berufskrankheiten der Künstler, woraus fich bet ihnen im Laufe der Zeiten eine

gewisse Genialität und Virtuosität in der Abwehr der für minder Geübte oft so lästigen Eventualitäten entwickelt hat. Ein Schauspieler nennen wir ihn Berger hat vor zwei Jahren im Frühjahr von einem Theateragenten auf ein Provinzgastspiel Vorschuß genommen. Das Gastspiel fand nicht statt, aber der relativ namhafte Vorschuß wurde nicht zurückerstattet. Da» ärgert den Agenten hauptsächlich des­halb, weil Herr Berger seither mit ihm keine Geschäfte mehr macht- um seine Kundschaft wieder zu bekommen, ist er also eifrig bemüht, zu seinem (Selbe zu gelangen. Aber das ist bei Berger keine so einfache Sache. Eher kann man einen Aal in der bloßen Hand nach Hanse tragen, al» ihn fassen. Seine Erfindungsgabe geht ins Märchenhafte, der Borrath seiner Listen ist unerschöpflich. Es hilft nicht», ihn zn cer- niren, zu blofiren und auszuhungern. AIS vor einigen Monaten der Schauspieler bei einer Billardpartie im Kaffee- Hau» war, und zwar in einem Spielzimmer, da» keinen zweiten AuSgang hat, faßte der Agent an einem Tische draußen Posto. Nun hatte er ihn sicher und um fich seine» unaus­bleiblichen Sieges recht zu freuen, hatte er die Bosheit, den gefangenen Schuldner liebenswürdig-höhnisch zu begrüßen. Der Agent wollte fich so recht al» die Katze fühlen, die mit dem Mäuslein spielt, und fein Opfer die Überlegenheit fühlen laffen. Das war nicht sonderlich geschickt. Der Gegner war gewarnt und konnte den Schlag pariren. Die Billard­partie nahm ihr Ende. Herr Berger kam heraus und schüttelte dem Agenten corbtal die Hand.Sie haben doch schon meinen recommandirten Brief erhalten?" Der Agent wurde wüthend.Lassen Sie mich mit solchen faulen Aus­reden in Ruhe."Spaß bei Seite. Da haben Sie den Beweis." Er hatte in die Rocktasche gegriffen und das ordnungsmäßig ausgestellte Postrecepiffe über die recomman- birte Sendung hervorgeholt.Da lesen Sie, Verehrtester. Heute aufgegeben." Es stimmte. Beschämt zog der Agent ab. Am nächsten Morgen bekam er den recommandirten Brief, der aber kein Geld enthielt, sondern die höfliche Mit- theilung, daß der Schreibermomentan nicht in der Lage sei" 2C. Der verschlagene und ränkereiche Herr Berger hatte nämlich, während der Agent draußen fiegeSzuverfichtlich ge­wartet, den Piccolo mit dem Schreiben zur Post geschickt. Dieser Tage hatte der Agent den schlauen Fach» wieder ein Mal in der Sackgasse. Entrinnen unmöglich. Berger saß mit einem Colleges in der DirectionScanzlei, deS DirectorS harrend, als ihm der Agent durch den Diener, der im Vor­zimmer Wache hält, sagen ließ, er möchte gerne mit ihm unter vier Augen ein paar Worte sprechen. Berger hielt den Diener ein wenig zurück:Läuten Sie draußen am Telphon, als ob wir angerufen werden würden, und rufen Sie dann laut herein, es wolle Jemand mit dem Herrn" und er wie» auf seinen ahnungslosen Kollegendringend sprechen."Was soll denn ich . . .? erkundigte fich dieser. Wirft gleich informtrt sein." Das Telephon klingelte und der Diener richtete seinen Auftrag aus. Der College ging zvm Telepon hinaus und sprach in den Apparat:Die Tarokpartie muß heute entfalbn? . . Wie, im Safe X (er nannte das Kaffeehaus neben dem Hause, in dem fich daS Burean de» Agenten befindet) brenut'S? Na, was genirt denn uns der Brand? . . Der Dachstuhl schon ergriffen? Na, aber ins Local wird'» doch vom Nebenhau» nicht durch- brennen . . . Die Dampfspritze? . . . Die Rettungsgesell­schaft? . . . Na, also gut. Schluß!" Der Agent war vor Entsetzen blaß geworden und fühlte ein Zittern in den Beinen. Wie der Wind war er bei der Thür draußen, um nach Hause zu eilen, wo weder von einer Dampfspritze, noch von der Rettungsgesellschaft, noch von einem Brande daS Ge­ringste bekannt war. Den Herrn Berger wird er aber nicht so bald erwischen. Er ist bereit»unbekannten Aufenthalts" in irgend einer Provinzialftadt mit größerem Theater.

* Die Kabelverbindung mit den Philippinen. Am Dienstag fand in der Londoner City die Hauptversamm­lung der Easteru Telegraph Company statt. Der Vorsitzende, Marqueß of Tweeddale, gab folgende Erklärungen über die Verbindung mit den Philippinen: Auf der vorigen Versamm­lung wurde über die Unterhandlungen der Gesellschaft mit der spanischen Regierung wegen ZuschÜffen für die Ausdehnung des Drahtnetze» auf den Inseln Panay, NeguoS und Cebu berichtet. Während des seither verstrichenen halben Jahre» kam ein Vertrag zu Stande und wurden die Kabel zur Befriedigung der spanischen Regierung dem Verkehr eröffnet. Leider brach abermals ein Aufstand aus, der die Zerstörung einer der neuen Stationen auf Cebu (Tubnran) zur Folge hatte. Bis der Aufstand unterdrückt oder der Ort mit einer genügend starken Garnison versehen ist, muß die Thätigkeit der Stationen unterbrochen bleiben. Die Station Bolinao (an der Nordostspitze der Insel Luzon), wo dos Kabel von Hongkong ursprünglich landete, war vor einigen Monaten ebenfalls in großer Gefahr, weil große Schaaren Aufständischer fich in der Umgebung angesammelt hatten. Sie verlangten, daß die elf spanischen Soldaten, die zum Schutz der Kabel­station nach Bolinao gelegt worden waren, fich ergeben sollten. Die Landlinie von Bolinao nach Manila war von den Auf­ständischen durchgeschnitten worden, sodaß eS der Station unmöglich war, mit den Regierungsbehörden in Manila den Verkehr zu unterhalten. Während vier Tagen war die Station von den Aufständischen völlig umringt und bedroht - nur die rechtzeitige Ankunft eines spanischen Kanonenbootes verhinderte die Uebergabe und wahrscheinlich die grausame Ermordung der kleinen Besatzung. Die Regierung und die Kaufmannschaft von Manila hatten längst die Unsicherheit des Landverkehrs zwischen Bolinao und Manila erkannt. Manche Vorschläge waren gemacht worden, um den Verkehr zu sichern, doch ohne praktische Ergebnisse. Die vorhin er­wähnten Unruhen gaben indeß den Unterhandlungen einen Anstoß. Infolge eine» am 30. März d. I. abgeschlossenen Vertrages wurde das Kabel von Hongkong nach Manila durchgeschnitten und die Verbindung bis Manila verlängert, wofür der Gesellschaft gewisse Vorrechte zugeftanden wurden. Vierzehn Tage nach der Unterzeichnung de» Vertrages war

die Arbeit vollendet und da» Personal von Bolinao nach Manila versetzt. Die neue Verbindung war jedoch nur wenige Wochen in Betrieb, al» der Krieg zwischen den Ver­einigten Staaten und Spanien ausbrach, und am 2. Mai, Abend» 8 Uhr, wurde das Kabel ganz nahe bet Manila durchgerissen. Die Gesellschaft erhielt die Mittheilung, daß e» absichtlich von dem amerikanischen Admiral durchgeriflen worden war, um den Spaniern den Verkehr mit ihrer Re­gierung abzuschneiden. Wenn dies fich bestätigt, wird die amerikanische Regierung ohne Zweifel die Gesellschaft für den erlittenen Verlust entschädigen. Der Vorsitzende zweifelt daran, daß die Bereinigung zwischen Manila und Hongkong wieder hergestellt werden kann, bevor die Gesellschaft die» selbst unternehmen kann und der Friede wiederhergestellt ist.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 20. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Captlän I. Jantzen, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Bremen, 20. Mai. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Barbarossa, Kapitän A. Richter, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in New-York angekommen.

Der PostdampferNederland" derRed Star Line" in Ank werpm ist laut Telegramm am 19. Mai wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

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Aufgebote.

Mai: 14. Wilhelm Vesper, Fabrikarbeiter zu Frankfurt a. M., mit Elisabeth Semrnler daselbst. 14. August Wilhelm Karl Wallenfels. Kaufmann dahier, mit Karoline Elisabeth Vogt Hierselbst. 17. Ferdinand Knörzer zu Wiesenbach mit Maria Anna Hirsch von Oestringen. 20. Georg Müller, Schneidermeister zu Hungen, mit Katharine Margarethe Freimann daselbst.

Eheschließungen.

Mai: 14. Carl Herber, Kaufmann dahier, mit Lina Charlotte Sophie Fuhr hierselbst. 14. Aloys Christian Heinrich Wildner, Portefeuiller zu Offenbach a. M., mit Marie Emilie Friederike Elisabeth Wagner hierselbst. 14. Philipp Lang, Brauerei-Arbeiter zu Gießen, mit Margarethe Erck von Ranstadt. 14. Martin Maximilian Weißbäcker, Electro-Techniker dahier, mit Elisabeth Mathilde Karoline Marx hierselbst. 18. Carl Friedrich Arnold, Former dahier, mit Regine Müller von Launsbach.

Geborene.

Mai: 9. Dem Gärtner Heinrich Wellhausen ein Sohn, Georg. 11. Dem Schriftsetzer Armin Böltger ein Sohn. 11. Dem Kaufmann Johann August Leithäuser eine Tochter. 11. Dem Schneider Heinrich Klee ein Sohn, Heinrich Adolf. 12. Dem Forstwart Peter Arft eine Tochter, Else. 12. Dem practischen Arzt Dr. Philipp Heinrich Zinder eine Tochter. 12. Dem Fuhrmann Wilhelm Decher ein Sohn, Martin Ludwig Johann 13. Dem Locomotivheizer Louis Bierau eine Tochter, Mathilde Minna Anna. 13. Dem Knecht Konrad Eichenauer ein Sohn, Georg Wilhelm. 13. Dem Schreiner Gustav WttkowSkt eine Tochter, Lina. 13. Dem Schneidermeister Jacob Leonhard eine Tochter, Frida Louise. 14. Dem Küfer Friedrich Knorr eine Tochter, Johanna Ida Margarethe. 15. Dem Wirth Jean Arnold ein Sohn. 16. Dem Schmiedmeister Heinrich Adam Lindenstruth ein Sohn. 16. Dem Knecht Johannes Hoßfeld ein Sohn, Adam. 18. Dem Laternenanstecker Friedrich Schäfer II. ein Sohn, Johannes. 19. Dem Sergeant Friedrich Reitz eine Tochter.

Gestorbene.

Mai: 14. Peter Hartmann, 42 Jahre alt, Ackerer von Erda, Kreis Wetzlar. 14. Minna Rüdinger, 131/, Jahre alt, Tochter von Bäckermeister Georg Rüdinger von Wetzlar. 15. Albert Georg Louis Elend, 4 Monate alt, Sohn von Gastwirth Friedrich Heinrich LouiS Elend hierselbst. 18. Dorothea Pfeuster, geb. Stetnmüller, 60 Jahre ölt, Wittwe von Schuhmacher Philipp Pfeuster von Rödgen, Kreis Gießen. 19. Adam Georg Fegbeitel, 18/4 Jahre alt, Sohn von Fuhrenunternehmer Adam Fegbeitel dahier. 19 Johannes Schäfer, 1 Tag alt, Sohn von Laternenanstecker Friedrich Schäfer II. dahier. 19. Ein Kind weiblichen Geschlechts, 5'/, Stunden alt, Tochter von Sergeant Friedrich Reitz dahier.

Auszug ans den Aircheubuche*«

der Stadt Gieße».

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

MatthäuSgemeinde.

Den 14. Mai. Philipp Lang, Brauereiarbeiter zu Gießen, und Margarethe Erck, Tochter deS verstorbenen Ackermanns Heinrich Erck zu Ranstadt.

MarkuSgemeinde«

Den 15. Mai. Martin Maximilian Weißbäcker, Electro- techniker zu Gießen, und Elisabeth Mathilde Karoline Marx, Tochter des Spenglermeisters Georg Marx zu Gießen.

Lukasgemeinde.

Den 14. Mai. Aloys Christian Heinrich Mildner, Portefeuiller, und Marie Emilie Friederike Elisabeth Wagner, Tochter des Post­schaffners Wilhelm Wagner zu Gießen.

Denselben Karl Herber, Kaufmann, und Lina Charlotte Sophie Fuhr, Tochter deS verstorbenen Buchhalters Carl Fuhr zu Gießen.

Den 18. Mai. Carl Friedrich Arnold, Former, und Regine Müller, Tochter deS Landwirths Ludwig Müller zu Launsbach.

Getaufte.

Mattbäusgemeinde.

Den 19. Mai. Dem Schneider Heinrich Nolte eine Tochter, Marie Helene, geboren den 28. April.

Denselben. Dem Spengler WUhelm Heinrich Nau eine Tochter, Elise Anna Margarethe, geboren den 25. December.

MarkuSgemeinde.

Dm 15. Mai. Dem Bmeaugrhülfen Karl Hammel ein Sohn, Karl Hans Erich, geboren den 14. März.

Den 18. Mai. Dem Laternenwärter Friedrich Schäfer ein Sohn, Johannes, geboten dm 18. Mai.

JohanneSgemeinde.

Den 15. Mai. Dem Spengler Otto Knauf ein Sohn, Otto Hans Wilhelm, geboren den 28. April.

Denselben. Dem Bautechniker Hermann Köhler ein Sohn, Friedrich, geboren den 29. März.

Beerdigte.

MarkuSgemeinde.

Den 14. Mai. Jakobine Möhl, geb. Waldschmidt, Wittwe des verstorbmm MetzgermeifterS Friedrich Möhl, 77 Jahre alt, starb den 12. Mai.

JohanneSgemeinde.

Den 15. Mai. Peter Hartmann, Hospitant, 74 Jahre alt, starb den 12. Mai.

Den 20. Mai. Dorothea Pfeuster, Wittwe des Schuhmacher» Philipp Pfeuster, 60 Jahre alt, starb den 18. Mai.