Elgenthümer bei Boden! auf Kreta, aber fir waren es nur auf Grund und Kraft des ErobemngSrechtel, und dasselbe Prinzip, das fie einst zu Herren mochte, treibt sie heute mit unwiderleglicher Logik aus ihrem Besitzstand hinaus. Denn alle Rücksichtnahmen andern nicht! an der unumstößlichen Thatsache, daß Christen und Muhammedaner unter den auf Kreta herrschenden Verhältnissen nicht neben einander wohnen können, ks sei denn, daß eine äußere Macht Beide mit Gewalt niederhält. Dazu aber gehört in erster Linie eine Besetzung der ganzen Insel, ja jede! einzelnen Dorfes- und selbst dann wäre noch lange der Friede nicht gesichert, außer mau sei bereit, die Türken in ihre einstige AllwachtSstellung wieder einzusetzeu — und dann . . .!?
Wie heute jedoch die Dinge liegen, gibt e! nur noch den einen Weg, die Mohammedaner wieder dahin zu schicken, woher fie gekommen, und zwar so schnell als möglich und nicht mit halben Maßregeln. Denn sonst stehen wir vor der weiteren Gefahr eines Doppelkampfes der europäischen Be- sotzuugen gegen die Türken auf der einen und die christlichen Insurgenten auf der anderen Seite. Die Letzteren haben bekanntlich die votirte Selbstverwaltungs-Verfassung vorläufig snspendirt d. h. sich volle Freiheit der Action Vorbehalten, 5000 Mann vor Sanbia covcentrirt unb drohen, Rache für da! Christengemetzel der vorigen Woche zu nehmen.
Da ein Thetl der Jnsurgeutenführer keineswegs blindlings den Anweisungen des „Narionalversammlivigl-Aul- schussel" folgt, so sehlt jede Garantie dafür, daß die Insurgenten, sobald fie fich stark genug fühlen, etwaigen Aufforderungen der europäischen Commandanteu Folge leisten. Andererseits ist die Lage Kauen wie Rethymo derart gespannt, daß der geringste Vorfall auch dort zu neuen Mißlichkeiten führen kann.
Ja ßanea, wo gegenwärtig 2000 Christen fich befinden, die allerdings zum größten Thetle fich auf die ersten besten Dampfer geflüchtet, hat nur das Eintreffen eine! weiteren italienischen Bataillons den neuen Ausbruch von Feindseligkeiten verhindert, da schon am Samstag eine Panik aus- gebrochen und sSmmtliche Läden der Stadt im Handumdrehen geschloffen waren. Nach Eintreffen der fignaltfirten fran- zöfischen Verstärkung dürfte aber tu Kanea selbst die Ruhe wohl gefichert sein. Auch nach Rethymo find Verstärkungen unterwegs, sodaß man auch hier hoffen darf, die Ordnung aufrecht zu erhalten, sofern nur in Kandta die Großmächte wir der vöthtgen Energie unb raschen Entschlossenheit ein- greifen.
Ja Kaubia liegen zehn europäische Schiffe im Hafen, von denen fünf Engländer, zwei Franzosen, ein Russe und je ein österreichische! unb italienisches Kanonenboot.
Alle Europäer camptren gegenwärtig, einige 3600 Mann, davon 2000 Engländer, westlich von der Stadt neben dem Hafen, wo fie eine Art verschanzte! Lager bezogen haben, das sich bi! zu der westlichen Vorstadt erstreckt. Aber jede Verbindung de! Lager! mit der eigentlichen Stadt ist unterbrochen, bezw. abgeschnirten und nur das Telegraphenbureau zugänglich. Auch die Telegraphenbeamten haben sich zeitweilig an Bord de! „Camperdown" begeben. Die Baschi- bozukS find tu Wirklichkeit Herren der Stadt. Mau sieht sie in dichten Gruppen bis an die Zähne bewaffnet überall umherstehen.
Die regulären türkischen Truppen, beiläufig 4600 Mann, liegen in den Fort! der oberen Stadt, von denen aus fie mit ihrer Artillerie nicht nur die Stadt selbst, sondern auch da! Lager der europäischen Truppen und den Hafen beherrschen, eine Situation, die mindestens peinlich ist. Die Lage ist somit eine solche, daß, wenn die Türken ihren Passiven Widerstand fortsetzeu, eine Action seitens der Admirale immerhin Schwierigkeiten bietet, wenn diese nicht gerade die Stadt wie eine belagerte Festung und die türkische Garnison als feindliche Besatzung behandeln unb fich mir ihr als im Kriegszustände befindlich betrachten wollen. Der englische Contre- Admiral Novl traf Montag Morgens ein und sandte nach kurzer Besprechung mit seinen Collegen dem türkischen Corn- Mandanten Edhem Pascha eine tu sehr knappen, ja scharfen Ausdrücken gehaltene Note, in welcher er diesen anwies, binnen 48 Siunden die Muselmanen tu der Stadt und der neutralen Zone zu entwaffnen, sowie die Rädelsführer, welche für da! Gemetzel verantwortlich, anSzulieseru.
Edhem Pascha antwortete, er habe stet! die größte Bereitwilligkeit gezeigt, den Wünschen der fremden Admirale zu entsprechen, bedauere aber, nicht genügende oder nicht genügend zuverläsfige Truppen zur Verfügung zu haben, um eine Entwaffnung der numerisch überlegenen Vaschibozuks unb eine Verhaftung der Rädelsführer vornehmen zu können. Da an eine gutwillige Ablieferung der Waffen nicht zu denken fei, so müsse wohl oder Übel darauf verzichtet werden.
Admiral Neöl hatte sich, ehe er die Antwort übernahm, den Inhalt derselben mittheilen lassen und weigerte fich sofort, und zwar in denkbar schroffster Weise, von dem Schriftstücke Kenntuiß zu nehmen, geschweige denn, eS als Antwort auf sein U timatuw zu betrachten und bemerkte dem überbringen- den türkischen Offizier, er möge Edhem Pascha sagen, daß man kein weiteres Nonsens dulde, und falls lie Waffen nicht vor Ablauf der gestellten 48 Stundenfrist anSgeltefert, Edhem Pascha persönlich die Folgen zu tragen habe. Ueberdte! sei der türklsche Commandant mit seinem Kopse haftbar für jedes weitere Biuroergießen. Hoffentlich hilft das, aber eine Garantie dafür wäre um so gewagter, als der Pascha in der Thar kaum Herr der Basch.bozuk! sein dürste die wohl wissen, daß mit der Auslieferung der Waffen ihre letzte Hoffnung schwindet, je wieder in den Besitz der ihnen abgenommenen Bauernböse »u kommen.
Deutsche» Reich.
Berlin, 19. September. In Wien verlautet in unter- richteten Steifen, die italienische Regierung beabsichtige die Veranstaltung einer Conferenz behufs Bcrathung gemeinsamer Maßregeln zur Bekämpfung des Anarchismus anzuregen. Uebrigeu! läßt fich da! n*3L Wiener Tagebl."
in ganz entgegengesetztem Sinne aus Rom berichten. Ein römische! Telegramm de! genannten Blattes meldet nämlich: „3n den hiesigen politischen Kreisen bezweifelt man, daß es zu einer internationalen Conferenz, betreffend die anarchistische Frage, oder auch nut zu einer Initiative seitens einer Macht dehuf! Herbeiführung einer gemeinsamen Bern hung kommen werde. Vielfach herrscht hier die Ansicht, daß internationale Beschlüsse gar nicht wünschenSwerth seien, weil hierdurch dem Anarchismus ein Relief gegeben würde, das lieber zu vermeiden fei, und daß durch die Ankündigung einer großen Action die Maßnahmen der Polizei, die tn der Stille zu treffen feien, eher beeinträchtigt werden könnten. Ein Zu- fammenwirken der Polizei fei allein erforderlich, denn es müffe auf dar anarchistische Verbrecherthum von allen Seiten Jagd gemacht werden und hierzu werden sicherlich olle Regierungen auch ohne besondere Vereinbarungen bereit sein, auch die schweizerische. Wo solchem Vorgehen Landesgesetze etwa im Wege stehen, werde man fie abäodern oder durch neue ersetzen, denn nach hiesiger unb auch anderwärts getheilter Auffassung seien die anarchistischen verbrechen al! außerhalb be! Gesetze! stehend zu behandeln."
Ausland.
Rom, 19. September. Jüngst ist ein ganz vertrauliche! Actenstück dem socialisttschen Blatte „Avanti" auf den Schreibtisch geweht, nämlich ein die strengste Ueberwachung der Anarchisten anordnende! Rundschreiben bei Ministerpräsidenten Pelloux an die Regiernngssiatthalter, als daS „circolario riservatissimo6 von Rom au! in Chiffrrn an die Präfecten del Königreiches telegraphirt, kurz darauf aber vom „Avanti" Wort für Wort richtig abgedruckt wurde. Pelloux ist weniger darüber aufgebracht, daß der Inhalt des Rundschreibens öffentlich bekannt geworden ist, als vielmehr über die Entdeckung, daß nicht einmal Verlaß mehr ist auf die geheimsten Mittheilungen der Regierung. ES scheint, daß die Socialisten unter den höchsten Staatsbeamten ihre Vertrauten haben.
Locales und j-rovinzielles.
§§ AuS dem Ohmthal, 19. September. Der Ausfall der diesjährigen Obsternte ist in den verschiedenen Gegenden ein sehr verschiedener. Allgemein dürften die Birnen das schlechteste Ergebniß liefern. Während auch die Zwetschen in hiesiger Gegend wenig oder gar keine Erträge geben, hängen die Zwetschenbäume in der Umgegend von Gießen, sowie in verschiedenen Bezirken der Wetterau so voll, daß die Bäume gestützt werden müssen. Der billige Preis von drei Mark sür den Centuer läßt hier auf einen reichen Zwetschensegen schließen. In anderen Gegenden mangeln fast vollständig die Arpfel; hier bei uns hängen aber die Aepfelbäume im Durchschnitt sehr voll. Nur find die Früchte durch die lange Trockenheit klein geblieben, ja vielfach verhutzelt. Mau hat in diesem Frühjahr nicht selten die Behauptung gehört, auch von Leuten, die e! wissen konnten, da! lange Regeuwetter schade deu Blütheu wenig oder gar nicht. Wie irrig diese Annahme gewesen, beweisen unsere Zwetschenbäume, die hier im reichsten Blüihenflor während des Regeuwetter! gestanden und jetzt fruchtlos sind.
§ Aus d m nordwestliche« Vogelsberg, 19. September. Wie nn vorjährigen Herbste, so treten auch jetzt wieder die Gaatschueckeu iu ungeheurer Menge auf. Zwar einen solchen Schaden wie damals vermögen fie jetzt noch « cht der Roggensaat zuzufügen, weil der Roggen de! trockenen Erdreich! wegen noch nicht gesäet werden konnte. Dafür belagern fie die Kleefelder, die am Morgen spiegeln unb glänzen von Schneckenschleim unb stillen hier ihre Freßlust. Nicht selten trifft man Kleeäcker an, die fast leer gefressen find von der Schneckeubrnt. Sicher fällt die erste Kornsaat tu der Nähe solcher Kleefelder deu Schnecken zum Opfer, und e! dürfte hier eine spätere Aussaat nicht unangebracht erscheinen. Auch die Raupen belagern massenweise da! Kraut und die Kohlrüben, hier ihrer Frehluft sröhnend. Häufig bleibt auf den Gärten und Feldstücken nicht viel mehr übrig von den Kohlpflanzenblättern al! die nackten Rippen. DaS überau! trocken unb warme Spätsommerwetter ist gewiß der Vermehrung dieses Ungezieser! günstig gewesen und wird e! ihr bleiben, bi! die ersten Frostnächte eintreteu.
4- Nidda, 19. September. Gestern gegen Abend brach in der zum Anwesen der Gastwirth Orth Wittwe dahier gehörigen, dicht gefüllten Scheuer auf noch unaufgeklärte Weise Feuer au!, welche! die genannte Scheuer unb einen an grenzenden Stall nebst Holzschuppen eiuäscherte. Dem schnellen Einschreiten unserer Wehren ist e! hauptsächlich zu danken, daß bet der wegen der großen Hitze und Trockenheit für die Nachbargebäude drohenden Gefahr der Brand keine wettere Ausdehnung nahm. Von mehreren umliegenden Orten waren im Laufe be! Abend! noch Mannschaften zur Unterstützung der hiesigen Wehren eingetroffen. Der Schaden wird theil- weise durch Versicherungen gedeckt.
-i- Reichelsheim i. W.. 18. September. Unser Städtchen unb mit ihm die hiesige höhere Bürgerschule hat einen großen Verlust erlitten, indem der Rector dieser Anstalt an da! neuerrtchtete Gymnasium nach Friedberg berufen wurde. Herr Rector Kramet hat die hiesige Bürgerschule vor nun beinahe zehn Jahren gründen Helsen, hat fie während dieser Zeit durch alle Fahrlichkeiten hindurch geleitet und hat fich sowohl unter feinen Schülern all auch unter den hiesigen Einwohnern viele Freunde erworben. Es find ihm deshalb von mehreren Seilen Ehrungen zngedacht- feine Familie befindet fich noch hier, wird aber bald nachfolgen.
H. Aul dem Horrloffthale, 18. September. Waid- manu! Heil! Die Jagden, besonder! die Hühnerjagden, die gegenwärtig in erster Linie freqaentirt werden, liefern sehr erfreuliche Ergebnisse. — Aehnliche! läßt fich von den Kirchweihen berichten, die jetzt in unserer Gegend gefeiert werden. Die reiche Ernte, da! herrliche Wetter und die billige Fahrgelegenheit auf den neuen Bahnlinien bringen
allsonnläglich einen Menschenverkehr, wie ihn Niemand erwartet hat. — Für Tafelobst, besonder! für Sepfel, werde« eben enorme Preise geboten, e! verlohnt fich daher doppelt der Mühe, bet der Ernte recht sorgfältig zn Werke zu gehen. DaS Backm bet so seht beliebten Zwetschenkuchen bat begonnen, die Dorfstraßen find an SamStagnachmittagen von Zwetschenkuchenduft erfüllt.
* Die Entwicklung der Kunst- und Handelsgärtnerei in Deutschland hat, nach der letzten Beruf!- und Gewerbezählun«, im Gebiet drS Deutschen Reiche! während der letzten fünfzehn Jahre erstaunliche Fortschritte gemacht, da die Zchl der gewerblichen Kunst- und HandelSgärmet seit 1882 fich fast verdoppelt hat. Jalgesammt wurden bei dieser Zählung 119679 in bet Kunst- und HandelSgärtnetei (einschließlich der Baumschulen und der mit Kunst- unb HandelSgärtnetei verbundenen Blumen- und Kcanzblnderei) beschäftigte Personen ermittelt, während die Zählung 1882 nur 60 022 Personen ergeben hat. Männliche Personen gehörten im ver- gangenen Jahre 99126 dem Gärtnerberuf an, gegen 53 742 im Iahte 1882, weibliche 20453 gegen 6280; Verhältnis mäßig am stärksten hat fich somit da! weibliche Personal vermehrt. Besonder! die Zahl bet selbstständigen Gärtner weist eine Zunahme von 18 476 auf 29 651, die der Gärtner- geholfen eine solche von 39305 auf 89 364 auf. Die ausschließlich <m Gärtvergeweibe ohne jeden Nebenberuf thätigen Personen haben fich von 40416 aus 91031, also um weht als 125 Procent vermehrt.
* Auf die Anfrage: „Sind Musiker Handwerker?" die bet Regierungspräsident zu Potsdam an den preußischen Minister für Handel unb Gewerbe gerichtet hat, ist folgende Entscheidung getroffen worden: Wenngleich die hergebrachte Organisation de! Mufikergewerbe! eine gewisse A hnlichkeit mit dem Zusammenschluß des Handwerkerstandes in Zünften unb Innungen erkenne, läßt, so reicht dieser rein äußerliche Umstand gegenüber denwesentlichenVerschiedenheiten, derTechnik, der Art und den Zwecken der Ausübung dieses Gewerbes doch nicht au!, um c! dem Handwerk im Sinne der Novelle zur Gewerbeordnung vom 26. Juli 1897 gletchzustellev. Die Vorschrift über die Bildung von ZwangStnnnngen findet daher auf daS Mufikergewerbe keine Anwendung.
* Sin ungeheurer Ichthyosaurus wurde in der Umgebung be! kleinen Dorfe! Stockton in dem englischen Distrikt War- wickihire entdeckt. Der frühere Pfarrer de! Ortes erwarb sich da! Verdienst, die Arbeiter in den dortigen Ciment- fabriken übet die den Geologen bekannten Versteinerungen zu belehren, indem er ihnen durch Vorträge unb Unterhaltung die Bedeutung der Reste von Wirbelihiereu, Muscheln, Sec- lilien rc. erklärte, wie fie au! den Schichten des Mittleren LiaS in jener Gegend oft zu Tage gefördert werden. Mit dieser Unterstützung legte fich der Geistliche eine hübsche Sammlung solcher Versteinerungen an, in der die Reste auf- gestorbener Reptilien allerdings nut in Bruchstücken vorhanden waren. Der Sammlet wurde aber nicht müde, den Arbeitern vorauSzusagen, daß fie einmal ein vollständige! Scelett eines solchen Ungeheuer! aufdecken würden, und daß fie deshalb, sobald fie auf einen Knochen stießen, ihre Hacken und Brechstangen weglegen und einen Sachverständigen hetbeirnse« sollten. Ende August nun wurde diese Sorgfalt glänzend belohnt. Ein Arbeitet bemerkte einen Rückenwirbel, der aus der bearbeiteten Gesteinschicht hetvotsah. Der Aufseher wurde gerufen und nun mit Mühe ein prachtvolle- Scelett de! JchtyosaurnS blosgelegt. Diese Reptilien kommen auch tn dem deutschen Jura häufig vor, daS englische Exemplar ist aber von ungewöhnlicher Größe. El mißt von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzipitze 20 Fuß, der Kopf ist 2 Fuß breit und fast 4 Fuß lang. DaS auSgestordene Un- gethüm bildet jetzt eine prächtige Zierde de! Southkenfiugtou Museum!.
* Frauenberufe in Amerika. Einen interessanten lieber« blick über die von amerikanischen Frauen ergriffenen Berufe gibt eine Statistik, die kürzlich von der Association of Collegiate Alumnae, einem Verein ehemaliger Befucherinnen der amerikanischen Fraueubochschuleu, über dieBerttiSverhält- niffe feiner Mitglieder veröffentlicht wurde. Der Verein zählt nominell 2000 Mitglieder, von diesen antworteten auf die behuf! der statistischen Ethebungen an fie gerichteten Anfragen 451, so daß man also annehmen kann, daß ein großer Theil der übrigen Frauen nach Absolvirung der Schule e! doch vorgezogen hat, auf Selbstständigkeit zu verzichten und einem Manne die Hand zu reichen. Unter den erwähnten 451 — eine immerhin noch überraschend große Zahl — Frauen, die einen selbstständigen Beruf ergriffen hatten, befanbea fich 169 Lehrerinnen, 47 waren in Bibliotheken beschäftigt, 28 waren Stenographinnen, 22 Krankenwärterinnen, 19 hatten fich dem JournalilmuS gewidmet. Von den übrigen hatte fich eine der Astronomie zugewandt, eine andere war Annoncen- und eine dritte Versicherungsagentin geworden; der Rest ver- theilte fich auf Telegraphistinnen, Correcturleferinnen tn Buch- druckereien und eine Anzahl Frauen, die eine der verschiedene« Künste ansübteu. Daß die verschiedenen, in den Vereinigte« Staaten praclicireuden weiblichen Aerzte in obiger Statistik nicht ansgesührt find, liegt wohl daran, daß fie nicht Mit« glieder der „Association" find und ihre Ausbildung an andere« Stellen erhalten Haden. Wal den Verdienst anbelangt, de« amerikanische Frauen in ihrem Beruf erz'elen, so ist er i« Durchschnitt ein guter. Ungefähr ein Drittel der erwähnte« 451 Frauen verdient im Monat 200 di! 300 Mk., ein Sechstel 100 bl! 200 Mk., eia zweites Sechstel 300 bis 400 Mk. und da! letzte Drittel 400 b-S 800 Mk. Zwei der Damen brachten e! sogar auf 1200 Mk. im Monat. Daß die vielseitigen amerikanischen Frauen übrigen! auch viele Erfinder «ater fich zählen, zeigt die amerikanische Patent- liste, in der nicht weniger als 3468 von Frauen herrührende Erfindungen eingetragen fiad.
• Durch eine« Erdrutsch sind in München zwei Arbeiter ) tödtllch verunglückt. An den Hängen des Jfarthales
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