Ausgabe 
21.1.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

einige Hundert Arbeiter angetroffen, die eine aufrührerische Haltung einnahmen. Man glaubt, daß eS sich um Personen handelt, die gestern bet dem Gagliardischen Laudhause au«- rinavdergetrtebeu wurden und nicht mehr in die Stadt zu­rückkehren konnten. Eine Eavallerieabtheiluvg und Polizei- manvschaften haben sich nach Loretta begeben.

Seuigallia, 19. Januar. Heute früh begab sich die Volksmenge vor daS Rathhaus und verlangte Maßnahmen wegen de« Brod preise«. Die Manifestanten erhielten eine befriedigende Antwort. Trotzdem drang ein Bolkrhaufe, unter de« besonder« viele aufgeregte Frauen waren, in die Lagerhäuser am Bahnhofe und plünderte die Korn« und MaiSvorräthe. Truppen, die au« Faao Herbetbeordert waren,

stellten die Ruhe wieder her.

Pari«. 19.Januar. Die Bewegung im Quartier Latin hat nachgelassen.

Paris. 19. Januar. Als heute Morgen der Anarchist Stievant den Polizeiposten in der Rue Bezilaus pasfirte, beschimpfte er einen Polizeiagenten und stürzie sich auf den­selben, ihn durch acht Messerstiche verletzend. Als ein College dem Bedrängten zu Hilfe eilte, erhielt er vier Mefferstiche. Der Anarchist wurde überwältigt- er zog eiuen Revolver und verwundete einen Agenten durch mehrere Revolverschüsie. Der Anarchist war eben au« Loudon zurückgekommrn und

stand unter Polizeiaufsicht.

Nantes, 19. Januar. Die Läden verschiedener Juden find auch heute geschlossen. Bei den gestrigen Kund- gedungen soll in den Geschäftsräumen einiger Juden gestohlen worden sein.

London, 19. Januar. Auf die Anzeige, daß die Maschiuenbauarbeiter die Forderung de« Achtstunden­tage« zurücknehmeu, theilte der Verein der Arbeitgeber mit, daß alle Werkstätten vom 24. Januar an wieder geöffnet find, vorausgesetzt, daß die verbündeten TradeS Union« die Bedingungen betreff« Handhabung de« Werkstättenbetriebe« annehmen, worüber in der Dccemberconfereuz eine Einigung

stattgefundeu hatte.

Petersburg, 19. Januar. Die Behörden find infolge eines höheren Auftrage« angewiesen worden, jede socia- listische Agitation im Keime zu ersticken. Alle die Arbeiterbewegung besprechenden Drucksachen sollen covfiScirt werden, auch die der dramatischen und erzählenden Literatur.

Locales und provinzielles.

Gießen, den 20. Januar 1898.

Empfang. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 19. Januar u. A. den Kreisarzt des Kreises Schotten Medicinalrath Dr. Drescher, den Rendant Wolf- schmidt aus Schotten, den AmtSgerichtSrath Warthorst von Friedberg, den Rabbiner Dr. Gelder, den Pfarrer Heßmanv von Kirchberg.

6e. Majestät der Deutsche Kaiser hatte die Gnade gehabt, seinem hier stehenden Infanterie-Regiment Fahnen­bänder Allergnädtgst zu verleihen. Die Uebergabe der- selben durch einen Adjutanten Sr. Maj. findet Montag um 1074 Uhr Vormittag« auf OSwaldSgarten statt, woselbst da« Jnf.-Regiment zur Parade aufgestellt ist.

" Milttardieustuachricht. Dr. Heubel, Martne-Asfi- stenzarzt 2. Klaffe der Reserve im Landwehrbezirk Gießen, jum Marine Assistenzarzt 1. Klaffe der Reserve der Marine« Sanitätsoffiziere befördert.

* Akademische SotthardtSfahrt nach Italien. In diesem Frühjahr, nach Beendigung de« Wintersemester«, werden Studirende sämmtlicher deutschen Universitäten eine gemein- schastliche Reise nach Italien, für welche 15 Tage vorgesehen find, unternehmen. Die Tour geht von Luzern, Gotthardtbahn, Mailand, Pavia, Genua, Pegli, Livorno, Pisa, Florenz, Civitavecchia, Rom, Neapel (Vesuv), Capri, Sorrrnto, Herculanum, Pompeji rc. und zurück. Die Kosten werden etwa 325 Mk. betragen.

Polizei-BerwaltullgSkosteu. Die Abgeordneten Köhler (Darmstadt) und Schmeel haben beider zweiten Kammer beantragt, den staatlichen Beitrag zu den Kosten der Polizei- Verwaltung der Städte Darmstadt, Mainz. Gießen, Offen­bach und Worms so zu normtren, daß die städtischen Leistungen zu Zwecken der Polizei-Verwaltung nicht mehr al« 2 Mk. pro Kopf der durch die letzte Volkszählung festgestellten Be­völkerung betragen, und dir sich hiernach ergebenden Beträge in obige Rubrik einzustellen. In der Begrüadung diese« Antrag« heißt e« u. A.: E« wird schon seit Jahren feiten« der größeren Städte de« Lande«, Darmstadt, Mainz, Gießen, Worms und Offenbach, über die unverhältnißmäßig hohe Be­lastung durch die Kosten der Polizei-Verwaltung Klage ge­führt, und es hat auch dieserhalb bereit« seit der Budget- Periode 1891/94 in den Städten, in denen zur Handhabung der Localpolizei besondere Beamten feiten« der Regierung nicht bestellt worden find, in Mainz, Offenbach und Worm«, eine Erhöhung de« früheren Staatszuschusses stattgrfunden. Die damalige Vorlage wurde u. A. auch damit begründet, daß die städtischen Polizet-Derwaltungen bei der stattgehabten Zunahme der Criminalfälle in höherem Maß al« früher zu den rein staatlichen Functionen der Criminalpolizei in An­spruch genommen würden. Ebenso wurde in der Begründung de« dem vorigen Landtag seitens Großherzvglichen Ministerium« de« Innern und der Justiz vorgelegten Gesetzentwurfes, die Polizei-Verwaltung betreffend, (zu Artikel 21) anerkannt, daß tic Klagen der Städte darüber, daß sie durch die Verwaltung im staatlichen Jntereffe gelegener Zweige der Polizei unver- hältuißmäßig belastet seien, während dir Ausgabe in den Land­gemeinden in Folge der staatlichen Fürsorge sür die Sicher­heitspolizei durch die Gendarmeriemannschaften in den Laud- orten eine geringe sei, wohl gerechtfertigt erscheinen. Hier­nach war auch in jenem Entwurf eine sehr wesentliche Ent­lastung der Städte bezüglich der Polizei-VerwaltuugSkosteu gegen den derzeitigen Zustand vorgesehen. E« sollte sich der Aotheil der Städte an den Kosten der Polizei-Verwaltung auf 2 Mk. für den Kopf der Bevölkerung belaufen, während

nach einer nach dem Stand vom 1. Janaur 1896 gefertigten Zusammenstellung der Staat pro Kopf der Bevölkerung 16 Pfg., die Städte pro Kopf 2,38 Mk. zu tragen hatten. Bei einzelnen Städten belief sich der Aniheil jedoch bedeutend höher und betrug z. B. für Darmstadt im Rechnungsjahr 1897/98 = 2,80 Mk., also 30 Pfg. mehr als die Stadt Berlin pro Kopf zahlt. Hier führt die Begründung die Kosten der Polizei-Verwaltung in Darmstadt an und fährt dann fort: Der Satz von 2 Mk. pro Kopf der Bevölkerung erscheint immer noch sehr hoch und ist z. B. in Baden, wo die Städte nur zur Uebernahme von «/io der persönlichen Localpolizei- kosten verpflichtet sind, während der Staat die sachlichen Kosten allein trägt, niedriger. Immerhin würde, gegenüber dem derzeitigen Beitragsverhältniß, ein Zuschuß in der Höhe, der einer Betheiligung der Städte an den Polizeikosten in Höhe von 2 Mk. pro Kopf der Bevölkerung gleichkommt, eine wesentliche Erleichterung bedeuten, die nach der Natur der Verhältnisse nur als billig angesehen werden muß. Nach- dem die Regierung selbst wiederholt anerkannt hat, daß btt Polizei-Verwaltungen der Städte in sehr erheblichem Maße durch Geschäfte der Sicherheit«- und Criminalpolizei, die Aufgaben de« Staate« find, in Anspruch genommen werden, und sonach ein erheblicher Theil der für Polizeizwecke aus- gewendeten Kosten auf diese Functionen der Polizeiorgane entfällt, dürfte e« lediglich der Gerechtigkeit entsprechen, daß der Staat sich diese Geschäfte nicht durch die Gemeinden be- zahlen läßt. ES wird hier auch auf eine Eingabe der Groß­herzoglichen Bürgermeisterei Mainz vom 23. Februar 1897 an die hohe Kammer Bezug genommen. Von derselben Tendenz, daß der Staat verpflichtet erscheint, die Dienste, die ihm selbst und für ihn geleistet werden, entsprechend zu vergüten, geht auch da« an die zweite Kammer gerichtete Gesuch der Großherzoglichen Bürgermeister, das Dienstein- kommen und die Penfionirung derselben betreffend, vom 3. December 1897 au«.

»* Theaterverei«. Mit einer Verspätung von acht Tagen, die die Mitglieder mit Mckficht auf die vielen Schwierig­keiten und die glänzende Leistung hoffentlich entschuldigen werden, wurde gestern Ibsens John Gabriel Bork- mann als vierte Vorstellung de« Theatervereins gegeben. Da Ibsen unter den lebenden Dramatikern unleugbar der­jenige ist, dessen Schaffen am meisten Beachtung gefunden hat und noch findet, so verdient es den Dank de« Publikum«, daß der Theaterverein in sein Winterprogramm daS neueste Stück des nordischen Dramatikers eiureihte, daS, wie man auch über dasselbe urtheilen mochte, doch von allen als ein wichtiges theatralisches Eretgniß anerkannt wurde. ES ver­dient weiter dankend hervorgehoben zu werden, daß man keine Mühe scheute, um für die Verkörperung der Haupt­rolle einen so ausgezeichneten Künstler wie Herrn Nissen vom Deutschen Theater in Berlin zu gewinnen. Der Re« censent, der den gefeierten Gast vor Jahren häufig in Berlin sah, will nur gestehen, daß in keiner andern Rolle sich deffen schauspielerisches Können gleich glänzend zeigt, wie in John Gabriel Borkrnann. Ibsen hat hier einen gestürzten Jrn- perator in einer bürgerlichen Sphäre dargestellt, der fich unter der Last der Unthätigkeit und der auf ihn gehäuften Dernüthigungen verzehrt. Diese Herrschernatur besitzt einen unerschütterlichen Glauben an fich und ihr gutes Recht, Alles der Erreichung ihrer Pläne dienstbar zu machen, so daß sie in der Ahnungslofigkeit de« Andern zugesügten Unrechts den Opfern der eigenen Selbstsucht gegenüber, wie Ella Reut- heim und Wilhelm Foldal, noch aufpochen zu können glaubt. Herrn Riffen gelang in vorzüglicher Weise die Verbindung deS imperatorhaften und visionären Elements. Bei dem rücksichtslosen WahrheitSfinn, der Ibsen kennzeichnet, hat dieser einige Züge in das Bild BorkmannS ausgenommen, die leicht eine groteske Wirkung auSüben könnten, wie da, wo dieser eine würdige Pose sür den Moment seiner Zurück­berufung zum Bankdirectorsposten vorbereitet oder fich ^alS vornehmen Gönner zu dem bescheidenen Fvldal herabläßt. Bei Riffen hört Borkrnann auch in solchen Momenten nicht auf imposant zu sein, er ist in jedem Fall ein geborener Herrscher, der die Unterordnung und den Glauben an fich erzwingt selbst dann, wenn daS Vertrauen auf ein Wieder- aufgehen seines SternS schon an die fixe Idee grenzt. Zn loben ist die große Consequenz in der Durchführung der Rolle, so daß, auch wenn zärtere Gefühle flüchtig anklangen oder der Held sich in seine Träumereien verlor, der Character doch nicht» ^on seiner ehernen Härte verlor. Sehr gut waren Maske ,'ud Haltung gewählt, die unS sehr stark an die Er­scheinung de« Dichter« selber erinnerten. Von den einheimi­schen Darstellern war Frl. Würdig als BorkmannS Gattin nur theilweise glücklich. Sie sprach fast Alle« in einem gleichmäßigen gesteigerten Ton, der keine Abstufung kannte. Die begabte Darstellerin der Ella Rentheim (Frl. Marlo ff), die in ihrer Erscheinung die körperliche Gebrochenheit einer dem Tode Verfallenen zum Ausdruck brachte, war an einigen Stellen schwer verständlich. Hervorzuheben ist noch die gute Wiedergabe desFoldal durch Herrn Liebscher. Die übrigen Rollen: Herr Böhm als Erhard Borkmann, Frl. Viotti al« Frau Wilton, Frl. Berner als Frieda Foldal und Frl. NatufiuS als Stubenmädchen waren befriedigend dargestellt. Da» Stück feff-.lte, namentlich im ersten und zweiten Act. Im dritten, wo Frau Borkmann fortwährend vou der Mission ihres Sohnes spricht und sie und ihre Schwester fich um diesen armseligen Wicht streiten, der uu» in seiner ganzen Ertäcrnlichkeit erscheint, fällt auf beide Frauen ein nicht beabsichtigte« komische« Licht. DaS Stück hat die Vorzüge Ibsens, e« regt zum Denken an, hat einige« theatralischen Aufbau, knappen und prägnanten Dialog, der eminent dramatisch ist, d. h. gespielt, nicht bloß gesprochen sein will, die Geste zu seiner Ergänzung fordert. Es hat unseres Erachten« aber auch den großen Nachtheil aller Jbscn'schrn Stücke, dah eS da« Seelenleben der Personen nicht in seiner Tiefe ersaßt. DaS darf man sagen, auch wenn man in Betracht zieht, unter welchen besonderen Bedingungen der Verfasser eines socialen Stücke« dichtet.Bilde, Künstler,

rede nicht!" Die« Wort Goethes, auf den Dramatiker a& gewandt, wird doch wohl heißen, daß es seine Aufgabe ist, finnlich, in Handlung und Bild, zu uns zu sprechen, nicht aber durch verstandesmäßiges Resums. John Gabriel hat ein edles Frauenherz gebrochen, um seinem angemessene« Ehrgeiz zu fröhnen. DaS weiß uns Ibsen nicht ander« zum Bewußtsein zu bringen, alS daß er Ella Rentheim ein paar Mal Borkmann zurufen läßt:®u hast da« Liebesleben in mir getödtet!" Welche Kälte weht uns aus solchen rein verstandesmäßigen Wendungen an! Man nehme von Ibsen, was man wolle immer wird man finden, daß er nie ei« Gefühl erschöpfend und überzeugend ausdrücken kann, sondern bloß ta dürftige Stammeln deS wirklichen Lebens nachzu- ahmen vermag. Kein Dramatiker ist wohl in letzter Zeit so sehr angefeindet worden al« Schiller- wie hoch sich aber dieser selbst in der Darstellung von Gestalten aus de« mittleren Sphären über unsere neuesten Dichter, Ibsen nicht ausgenommen, erhebt, beweisen Gestalten wie Daniel in den Räubern" und MnsikuS Miller inKabale und L ebe", d e in jedem Worte wahr find, und deren ganze Sek le doch offen vor un« daliegt. Ibsen bringt sich unseres Erachten» schon dadurch um jede nachhaltige und dauernde Wirkung, daß er die tteffien und mächtigsten Gefühle der Manschen- brust, die darum auch am stärksten unsere Sympathie wecken, überhaupt nicht darftellt auS WahrheitSfinn, wie seine An- Hänger sagen, aus mangelndem Können, wie un« scheint. Daß Ibsens Gestalten so schwach zu unserer Sympathie sprechen, liegt in der Sonderbarkeit ihrer Gesühle, rin Richard III., ein Jago find ebenfalls frerndartia iür uns sondern in der geringen Intensität dieser Gefühle und der mangelnden Energie in ihrer Wiedergabe. Im Vergleich za den großen Herzen-kündigern ist Ibsen nur ein grübelnder und scharf beobachtender Psycholog und Analytiker. Seine Personen beschäftigen daher vor Allem unser« Verstand. ES dünkt un« darum auch kein Zufall, daß der ganze JbseucultuS uns au« Berlin zukam. Da in der Stadt Nicolai« ein eigent­liches Verhältniß zur Kunst fehlt und man nur von Seiten des Verstandes einem Kunstwerk beizukommen weih, so'mnßte Ibsen hier hochwillkommen sein und begeisterte Apostel wie Otto Brahm finden.

-* Stadttheater. Auf die, morgen stattfindende Vor- stellung des Trauerspiel»Narciß" zum Benefize de» Herrn Liebscher sei nochmals aufmerksam gemacht.

** Amberg.Bortrog. Der (rste der angekündigten Vor­träge des Pbyfiker» Gustav Amberg au» Berlin fand gestern Abenv in Stein« Saal vor einer großen Zuschauer- schaar statt. Der Vortrag bewegte fich auf dem Gebiete des Schalle« und der musikalischen Töne und zeigte in klarer Weise die Entstehung der Töne, ihre Fortbewegung und ihre« Einfluß auf sichtbare Körper (Flammen usw.) Da» reich­haltige Programm wurde ohne Störung durchgeführt, und erntete der Vortragende den verdienten Beifall. Wir machen hierbei auf den morgen (Freitag) in demselben Locale stattfindenden Vortrag de« Herrn Amberg aufmerksam- der- selbe wird Licht und Farbe Spectralanalyse behandel» und voraussichtlich sehr intereffante Versuche zur Anschauung bringen.

* Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. GrrichtSaffeffor Dr. Spohr in Gießen wurde zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen in Gießen zu- gelassen.

* Die ReichSbank setzte heute den Wechsel-DiScont auf 4 pCt., den Zinsfuß für Lombarddarlehen auf 5 pCt. herab.

18. Januar. Wie Vielen geht der Tag unbemerkt vorüber wie jeder andere, und er verdient doch sehr, daß alle Deutschen ihn beobachteten, ist er doch der Geburts­tag des neuen deutschen Reiches. Der Tag, der uns gebracht hat, was unsere Väter und Großväter erhofft und erstrebt haben, ein einige» Deutschland unter einem deutsche Kaiser. Au» der Zahl derer, welche treu an der Feier diese» Geburtstages festhalten, hatte fich eine kleine Gemeinde am Abend de« 18. Januar imCafö Leib" zusammrngefundev, am fich des TageS und deffen wa» er un» gebracht hat, zu freuen. Die Versammlung bestand au» dem ehemaligen griechischen Stübchen". Wenn e» auch al» solche» ausgehött hat zu existiren und seine früheren Mitglieder bis auf eint > kleine Anzahl zusammengeschrumpft find, so halten diese doch unwandelbar daran fest, den 18. Januar zu feier«, wie ei seit dem Jahre 1871 alljährlich geschehen ist. Zu dieses altbewährten Stamm von den Gründern der Gesellschaft waren noch vier anwesend hat fich eine Anzahl jüngere! gefunden, die gerne bereit waren, die Lücken wieder zu füllen,- welche die Zeit in die Reihen deralten Griechen" gerissen hat. Die Bedeutung de» Tage» feierten die Herren heimrath Oncken und Justizrath Baist in ihren Reden die in erster Linie Kaiser, LandeSfürft und Reich galten, tu welchen die Redner jedoch auch, an Hand ihrer reichen Lebeot- erfahrung, hochintereffante Bilder au« dem Gießener Leben in der Zeit von 1848 bis zum großen Krieg 1870 einflochtev. Ein weiterer Toast galt dem Mitbegründer des Reiche«, beo Fürsten Bismarck. Ehe die Tafelrunde auseinander ging, stand bei jedem Theilnehmer der Entschluß fest, auch weiterhii den 18. Januar alljährlich zu feiern.

* * In Amerika verstorbene Hesse«. New-York, Auto» Feser, au» Gau-Alge«heim. Davenport, Ja., Frau Mari, Elise Schlapp Wwe., 84 Jahre alt, ou6 Billertshausen St. Charles, Mo., Frau Elisabeth Bloeser geb. Fischer, 75 Jahre alt, ans Oberbeerbach. Greenpoint, L. I., Fra» Maria Josephine Ludwig geb. Schoeninger, 70 Jahre all aus Bermersheim. PittSburg, Pa., Jacob Arra», an« Heffen-Darmstadt. Philadelphia, Pa., Theodor Man« 92 Jahre alt, aus Alzey.

Wetterbericht. Auch heute ist für den größten The^ Europa» keine Aenderung in der Lnftdruckoertheilung treten, indem wie bisher ein intenfiveS barometrische» Map- mum die Herrschaft auöübt. Die Depression, die im Nori-- westen Großbritannien» gelegen ist, ist unter sehr beirSchi-

"gocinle

1* b8

' s>» wie» der w Wisch de Me ( ® leichter, ^rl <u der Hf! H Matter!^ argen daS lllg die in 'ich 0,1 Wengen trag MB durch i L Industrie Familienleben gehören auch gedungen fei' Brleidigunger , Mur seien.

Rament Großstädten , übmnäßige der Gewal"' brechen widei jein können, physiologisch Gruppe der r die Verbreche! schäft. Name am öffentlich hier vielfach auch da« un ja in letzter haben. Als Menschen fu1 Krieg Aller

Co fin lostgkeit un! Verbrechens der Mensche Wohl auf d zusühren, das I ja meist aus I sich ergänzen Hauptaufgabe der socialen Massen dem , sein auch oh An dem Ci Ursachen zu zu beseitigen gehen, zu vei Mit bi« Redner seine de» heutigen

Srav! aus b?m 8a un 4 Ufr 2 NnW (Q ®fltexa3agen un» zahn Maintals^ nicht verletz Wt dir l Mang daß stiller i>ie t»tlßt har, utcht davon oder ölit oo ' SA A Infante wwWetf W muri Mben.

'M».

in d> M die ] Pitcher J'Wiifli 6(1

'Sine W Stodb! Alle in be 065 Aeußerk **> d.

»em 121. ® ff?" * u "M

%