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ei des Hesstschen Fecht« e Tr'anbniß ertheilt, zur lotterte tm Jahre 1898. i versende.' werden, in zu errichten, Las atmen e Heimstätte bitten soll, aehr all 150 000 Lovst :btn unb 50 M. Mer !tn. Der Lerttird brr Grohherzogthm Hessen
i Sie jetzt als bestimm es Sommersahrplans ab d Persorenzügen ans allen t starken Verkehr habe-, werden, der speciell für • Fadnäder vorgeseheotst. wichtige Sestimnnulg ent« erene dentsche Etsrn» z । von lebenden Thieren, - t Thiere an Sonntagen ! vo,polizeilicher ltrlanbn , vom 1. Sprtl d. J. °r r Hunden keine lebenden t . m Sefördernng aoge- J jedoch durch Mif z. Inspectorrv Mlassen;
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den Wahlen nach Friedberg verziehen, um sich ganz der Agitation in dem Wahlkreise Friedberg-Büdingen zu widmen.
Schotten. 18. April. Herr Dr. Rausch au» Friedberg hat hier heute seine Stelle al» Dirigent der höheren Bürgerschule und Oberlehrer der hiesigen Schulen angetreten-
n. Reichelsheim t. d. W., 17. April. Unsere Molkerei war vorige» Jahr in der Lage, ihren Genofien eine Nachzahlung von Vio Pfg- für das Kilogramm gelieferte Milch zu gewähren. Aus Molkeretproducten wurden 37,850 Mk. 91 Pfg., an Zinsen 400 Mk. 2 Pfg. eingenommen. Die sonstigen Einnahmen für Milchfuhrlohn, Ersatzposten rc. betrugen 7153 Mk. 42 Pfg. Die Betriebskosten beliefen sich auf 23,405 Mk. 53 Pfg., die Pasfivzinsen und Provisionen betrugen 1911 Mk. 58 Pfg. Die Abschreibungen betrugen 3135 Mk Au Differenz bet SicheruugSeinlagen unb Ge- fchäftSguthaben, sowie an Abzügen bei Kunden an Porto muhten eingestellt werden 454 Mk. 75 Psg. Der hiernach verbleibende Ueberschuß von 16,665 Mk. 5 Pfg. wird nach Einlagen in den Reservefonds unb den BetrtebSrücklagen nach der Bestimmung der um 24 dsS. Mts. statifiadeuden Generalversammlung vertheilt.
( §) An» dem Vogelsberg, 18. April. Dah e» keinesfalls gerathen erscheint, den Hund — und sei e» auch nut ein Hündchen — mit den Kindern inS Feld laufen zu laffen, zeigt folgender Vorfall, der dieser Tage im oberen Ohmthal vorgekommen. Die Kinder eine» Einwohners aus der Gemeinde O. waren in eine Nachbargemarkung gegangen, um dort Feldsalat oder sog. Nühchen zu holen. Der Hund des Hauses, ein DachShÜndchen, begleitete die Kinder. Als dieselben auf der Suche nach Feldsalat sich befanden, begegnete ihnen im Felde der Pächter der dortigen Jagd. Er fragte die Kinder, ob der Hund ihnen gehörte. Sie verneinten diese Frage in der Absicht vielleicht, einer Anzeige zu entgehen. Nach dieser Verneinung muhte der Jäger allerdings anvehmen, der Hund sei herrenlos und er machte kurzen Proceh und — erschoß ihn. Weinend beklagten die Kinder zu Hause den Verlust ihres Liebling», den sie beim Halten an der Wahrheit gewiß hätten retten können. (U. E. hätte der Jagdpächter trotzdem nicht so barsch zu verfahren brauchen, es gehört Kindern gegenüber nicht viel Scharfsinn dazu, um zu errathen, wa» eine Nothlüge ist.)
? Von der Ohm, 18. April. In der Wetterau ist man meist schon fertig mit der Gersten- und Hafersaat, hier hat man damit noch nicht beginnen können. Der seitherige Verlauf de» Frühlings ist der Bestellung des Feldes nicht günstig, die Aussaat verspätet sich unb noch immer ist der Witterung»character nur beständig im Wechsel. Die Vegetation übertreibt mächtig hervor- schon gibt eS an geschützten Lagen blühende Kirschbänme. Die Wiesen haben den Winterrock mit dem Frühlingskleide vertauscht, und die Wintersaat sprießt üppig hervor. Letztere hat bet un» sehr gut überwintert, so daß der Stand von Rap» unb Klee, Weizen unb Korn ein sehr guter genannt werden muß. Im oberen Vogelsberg hat der Roggen weniger gut durchwintert, der späte Schneefall hat hier Schaden angerichtet, die Saat ging theilwelse zu Grunde.
D Darmstadt, 18. April. Der seit längerem beabsichtigte Ankauf einer Geländes an der Dieburger Straße, die nach dem Wildparke führt, zum Preise von 180,000 Mark, das seither dem „Carl-Hof" gehörte, ist, wie man vernimmt, jetzt perfect geworden. Eine au» Beamten sich bildende Gesellschaft mit beschränkter Haftung will dort Beamtenwohnhäuser für Ihre Mitglieder errichten und soll die behördliche Genehmigung hierzu in sicherer Aussicht stehen.
Aus dem Odenwald, 18. April. Der „Starkenb. Bote" schreibt: „Am 14. April hielt Herr Reallehrer Kahl au» W'mpfen in Michelstadt einen Vortrag Über „Wahl eine» Berufs". ES ist ja schön, wenn die Eltern hierüber belehrt werden, allein unS will dünken, al» hätte ein Reallehrer, der fast das ganze Jahr an den schulfreien Nachmittagen unb ebenso an Bonn- und Feiertagen in der Welt herum- re-.st unb Vorträge hält, unb zu HauS vier bis sechs Schüler in Pension hat, seinen Beruf verfehlt. Wird ein solcher Lehrer seinen bezahlten Anvertrauten ben nöthigen Unterricht unb noch viel mehr bte nöthige Aufsicht augedeiheu laffen? Ein Reallehrer kann ja auch einmal in seinem Fach einen Vortrag halten, aber ein Wanderprediger darf er nicht werden- sonst leidet sein Beruf. Aber noch viel mehr sollte einem Wanderprediger untersagt werden, Schüler in Pension zu nehmen, die er gar nicht beaufsichtigen kann, weil es nicht mehr berufS-, sondern mehr erwerbSmäßig erscheint." Hierzu bemerken die „N. Hess. VolkSbl.": Mit letzterer Anschauung geht der „Starkenb. Bote" offenbar zu weit, denn e» ist koch Sache der Eltern, wem sie ihre Söhne in Pension geben wollen. Richtig ist dagegen, daß die Wirksamkeit des Herrn Kahl als Wanderprediger nicht nur in Starkenburg, sondern auch in den beiden anderen Provinzen vielfach sehr beanstandet wird.
Mainz. 17. April. Ein frecher Postdiebstahl ist am ersten Osterfetertag hier verübt worden- ein hiesiger be- deutender Juwelier erhielt von einem auswärtigen Hause den Auftrag um Zusendung einer Auswahl von Brillant- ringen- da die Sache sehr eilig war, so sah der Juwelier davon ab, bi» zum nächsten Tage zu warten, bi» die Post geöffnet sei, um dann die Sendung mittelst eingeschriebenen Briefes befördern zu können. Ec verschloß die Brillantringe, die einen Werth von über 3000 Mark repräsentieren, in ein gute», sichere» Conv rt und warf die Sendung in den Briefkasten der Bahnpost, um die Ringe al» „Eilsendung" an ihren Bestimmungsort gelangen zu laffen. Zwei Tage später erhielt der Juwelier einen Brief mit der Miltheilung, daß die Ringe immer noch nicht an^ekommen seien- sofort begab sich der Juwelier auf die Bahnpost, um diese von dem Verluste in Kenntniß zu setzen- es wurde festgeftellt, daß am Osterfeiertage ein Eilpostbrief nicht aufgegeben worden ist. ES gelang der Polizei, einen bei der Post zur AuShtlse angestellten jungen Menschen, Namens Sautier, von 18 Jahren, aZß des Postdiebstahl- verdächtig, zu verhaften. Er gestand
ein, den Brief, in welchem er Gelb vermuthet hatte, gestohlen zu haben- von den in dem Brief gefundenen Ringen erklärte er einen einem Freunde in Zürich zum Geschenk gemacht zu haben, wahrend er die übrigen neun Brillantringe aus Furcht, daß sie bei ihm gefunden werden könnten, in den Rhein geworfen haben will. Gestern früh lief bei der Poft eine Postkarte auS Zürich ein, adressirt an Sautier, worin sich der Freund für bas kostbare Geschenk bedankte. Dadurch wurde der Dieb ausfindig gemacht.
Vermischtes.
• Köln, 18. April. Auf dem benachbarten Fort Müngersdorf versuchte heute Morgen ein wegen Fahnenflucht zu acht Monaten Frstung verurteilter Soldat, nachdem et bereits drei Monate Derbüfjt hatte, zu entfliehen. Der auf* ficht-sührende Gefreite gab vier Schüsse auf den Flüchtling ab, worauf dieser in Brust, Arm unb Bein getroffen tödtlich verletzt zusammenbrach.
• Braunschweig, 18. April. Schuldirector Profeffor Sommer, der Gründer und Leiter de- Deutschen Vereins für da» höhere Mädchenschulwesen, ist infolge eines Schlaganfalls im Alter von 60 Jahren gestorben.
* Petersburg. 18. Aplil. Das Verfahren in Sachen der 26 lebendig begrabenen Fanatiker in Ternowka ist end» gültig niedergeschlagen worden. Die Schuldigen find in» Irrenhaus gebracht worden.
* Die yraueuthatigkeit in früher ausschließlich männlichen Berufen nimmt besonders in den Vereinigten Staaten ungemeinen Umfang an. Beim letzten Cenfus zählte man über 200000 weibliche Lehrer, 735 davon waren Professorinnen gelehrter Wiffenszweige an den Frauen- oder gemischten „Colleges"-Gymnasien. Von den 1182 mit Diplom entlassenen Schülern des berühmten amerikanischen „Vaffar College" allein hatten circa zwei Drittel geheirathet, ein Drittel war pädagogisch thätig, während ein Neuntel freien Berufsarten nachging - unter ihnen befanden sich eine Bankdirectorin, eine Geschäftsdisponentin und eine erste Kassirerin. Die zahllosen Frauen ohne akademische Bildung, die in Amerika erwerbend thätig sind, sind es in nicht weniger als vierhundert bestimmten Berufsarten. Zur Ad- vocatur sind die Frauen in 24 Staaten der Union zugelaffen, Amerika besitzt 120 weibliche Rechtsanwälte — acht plaidiren am obersten Gerichtshof — 4555 practicirende Aerztinnen, 4875 weibliche staatliche oder städtische Beamte, 1235 Predigerinnen, 2725 Schriftstellerinnen, 888 Journalistinnen. In Großbritannien haben 260 Frauen das medicinifche Staatsexamen gemacht, und in Rußland practiciren an 700 Aerztinnen.
* Somnambule Radfahrer. Die Frage: „Giebt es somnambule Radler?" ist, wie der „Deutsche Radfahrerbund" schreibt, nach den Erfahrungen, welche man kürzlich in England gemacht hat, mit „Ja" zu beantworten. In verbürgter Weise wird aus Torquay mitgetheilt: Ein junger Radfahrer, welcher mt seiner Maschine ungemein sorgfältig umgeht und die Gewohnheit angenommen hat, jeden Abend das Zweirad nach dem Reinigen durch den Diener zu besichtigen, fand dasselbe mehrere Tage hintereinander in mehr oder weniger stark beschmutztem Zustande, wenn er am Morgen nach seinem Bureau fahren wollte, und glaubte nicht anders, als daß ein Diener die Maschine zu einer Nachtfahrt benutzte. Ohne diesem etwas zu sagen, wachte der Besitzer des Zweirades eine ganze Nacht, um zu entdecken, wer der Fahrer sei, aber Niemand ließ sich blicken, und am frühen Morgen stand die Maschine blitzblank in dem Verschlage. Nun befahl er seinem Diener, in der darauffolgenden Nacht zu wachen, um das Geheimniß zu erspähen und ihn zu wecken, wenn Jemand sich des Stahl- roffes bedienen wolle. Wie erstaunt war aber der Wächter, als bald nach Mitternacht sein Herr in vollständiger Radfahrerkleidung sich dem Verschlage näherte, die Maschine herausholte, nach den Preßluftreifen sah, Lenkstange und Handgriffe mit seinem Taschentuche seiner Gewohnheit gemäß abwischte, das Hausthor öffnete, aber nicht wieder schloß, die Maschme bestieg und davonfuhr. Nun verschloß der Diener die Thüre, um seinem Herrn beweisen zu können, wer der Schuldige sei, und ging zu Bett, um nach ungefähr zwei Stunden durch wiederholtes heftiges Klopfen seines nun gänzlich wachen Gebieters geweckt zu werden. Später stellte sich bann heraus, daß der junge Mann, wenn die HauSthür offen blieb, die Maschine in ben Verschlag stellte unb, immer noch im Schlafe, sich auswg unb zu Belt ging, ohne etwas baoon zu wissen, während das Hinderniß der vom Diener verschloffenen Thür ihn diesmal aus seinen Träumen riß. Nachdem diese Geschichte in die Oeffentlich- keit gelungen ist, kommen von mehreren Seiten Nachrichten über mondsüchtige englische Radler. Einer wurde von dieser Krankheit dadurch geheilt, daß die Maschine, zu nahe an dem Ufer eines kleinen Gewässers entlang fahrend, auf dem schlüpfrigen Boden zu stark seitlich ausbog und der somnam- bule Fahrer ein eiskaltes Bad nehmen mußte. Am merkwürdigsten erscheint jedoch, daß, nach der Versicherung der Schrittmacher G. P. Mills dieser bei einer seiner Recordfahrten von Lands End nach John o'Groats einen Theil der Nachtfahrt in somnambulen Zustand zurücklegte, und gerade während dieser Zeit in großartiger Gangart fuhr. Von Unglückssällen, welche mondsüchtige Radler befallen haben, verlautet nichts. Bekanntlich besteht eine Gefahr für diese nicht, so lange sie sich in dem somnambulen Zustand befinden.
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•ittttl, 19. April. Marktbericht. Aus dem heutigen Lüochenmarkt kosteten: Butter vr. Pfd. X 1,CO—1/5, Hühnerettr pr. St. 6-0 2 St. 0-11 A. Enteneier 2 St. 12-13 Gänse-
eter pr. ©t. 12—00 H, Käse pr. St. 5-10 A> Käsematte pr. St. 3 *, Erbsen pr. Liter 19 A, Linsen pr. Liter 31 H, Tauben pr. Pa« 1,00 bt8 1,00, Hühner pr. Stück 1,40 bis 1,60, Hahnen pr. Stücl X 1,40-1,70, Enten pr. Stück X 1,81-2,00, Gänse pr. PsrmL X 0,00-0,00, Ochfmfleisch pr. Psd. 66-74 A, Kuh- und Rindfleisch
pr. Pfd. 60-66 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 68 bi» 72 A, Schwein, * fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 64-00 * Hammelfleisch pr. Pfd. 70—00 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,50 biö 7,60 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Centner 12,00—14,( 0 X, Milch pr. Liter 16 A-
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.
Netteft« Nachrichten.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 19. April. Da« „Kl. Journal" meldet unter« 18. April aus Konstantinopel: Der Sohn de» Sieget» von Plewna, bei greisen Marschalls OSrnan Pascha, D je mal Bey, ein jarger türkischer Offizier, traf heute mit Genehmigung drs Sultan» in Begleitung des Flüzel-Aöjutanten de» Sultans, Brockdorff Pascha, «n Berlin ein, um zunächst die deutsche Sprache zu erlernen und dann in die preußische Armee einzutretcn. Die Sendung Djemal B?YS, welcher durch die kürzlich vollzogene Heirath seine» Bruder» mit der Tochter de» Sultans in nahe verwandtschaftliche Beziehung zu seinem Landesherrn getreten ist, dürfte auf blrccten Wunsch be» Sultans zmückzuführrn sein, dem Deutschen Kaiser einen erneuten Ausdruck seiner Sympathie für Deutschland datzubringen.
Wies. 19. April. Der tschechische Bürgermeister von Prag, Dr. Podlipvy, bekannt durch seine feindselige Parteinahme gegen die Deutschen und Begünstigung der Exceffe gegen fie, ist mit fünf tschechischen Stadträthen in Wien eingetroffen und gestern vom Kaiser Franz Joseph in Audienz empfangen worden. Er trug dem Kaiser die Bitte vor, daß fortan stet» ein Mitglied des kaiserlichen Hause» seinen Wohnfitz in der Prager Hofburg nehme. Es soll dadurch die Bedeutung Prags als Hauptstadt des Königreiches Böhmen stärker betont werden. Die Tschechen wünschen, daß der Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand feinen Wohnsitz in Prag nehme, waS ober nicht wahrscheinlich ist.
London, 10. April. Nach Petersburger Meldungen will Rußland unverzüglich Truppen nach Korea senden, wenn die Wirren daselbst nicht sofort aufhöreu.
London, 19 April. „Daily Mail" zufolge wird Spanien keine nachdrücklichen Angriffe auf die amerikanische Küste unternehmen, sondern sich darauf beschränken, den amerikanischen Handel zu stören.
London, 19. April. „Daily MUl" berichtet au» Washington: Beide Häuser haben eine interparlamentarisch e Commission gewählt, um sich über eine geeignete Resolution zu verständigen. Dieser Ausschuß hat gestern Abend noch seine Sitzung fortgesetzt.
Madrid, 19. April. Nach einer Meldung au» Malaga wiederholten sich die Unruhen und die feindseligen Kundgebungen vor dem amerikanischen Consulat. Die Fenster de» Gebäude» wurden mit Steinen eiugeworfen. Die Gendarmen mußten wiederholt gegen die Menge Vorgehen, wobei mehrere Personen verwundet wurden.
Madrid, 19. April. AuS Havanna wird gemeldet, daß in MantanzaS eine Erneute unterdrückt wurde. Auch an anderen Orten Cubas versuchten die Republikaner Ausstände zu erregen.
Madrid, 19. April. In der gestrigen Sitzung de» Ministerraths wurde ein Telegramm de» Marschall» Blanko verlesen, in welchem sich dieser ungünstig gegenüber dem Resultat be» Waffenstillstände» ausspricht.
Madrid, 19. April. Die Meldung, daß die Kammer tu Washington die Anerkennung der Kubaner al» kriegführende Partei verworfen hat, hat hier eine schwache Hoffnung auf friedliche Lösung de» CouflicteS hervorgerusen.
Madrid, 19. April. Wie verlautet, hat der Mi nist er- J r ath gestern einstimmige Beschlüsse gefaßt, welche der Kriegserklärung gleich kommen.
Washington, 19. April. In diplomatischen Kreisen versichert man, «aß Mac Kinley keinesfalls sein Recht, das ihm durch die Constitution zusteht, eine Regierung al» solche anzuerkennen, aufgeben werde, wenn der Congreß eine Resolution anderen Sinnes annehmen sollte.
New-York, 19. April. Ein hiesiges Blatt berichtet au» CarracaS, daß der ehemalige Präsident Crespo am letzten SamStag im Kampfe mit den Aufständischen gefallen ist.
Newyork, 19. April. Die öffentlichen Kundgebungen gegen Mac Kinley dauern in den verschiedensten Orten de» Landes noch fort.
G. Darmstadt, 19. April. (Telephon-Meldung.) Seine Majestät bet Kaiser ist um 1 Uhr von Karlsruhe hier ein- getroffen und wurde von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog am Bahnhofe empfangen. Der Kaiser unb der Großherzog fuhren nach dem Palai», woselbst ein Frühstück eingenommen wurde.
G Darmstadt, 19. April. (Telephon-Meldung.) Der Finanz-Ausschuß der Zweiten Ständekammer ist heute Morgen zusammengetreten. Derselbe wird sich ausschließlich mit der Berathung des Beamtengesetze» befaffeu. Heute Mittag 4 Uhr wird GkaatSminister Finger, sowie die Vertreter der Regierung an der Berathung theilnehmen.
WB. Washington. 19. April. DaS Repräsentantenhaus schloß fich der Senat-resolution nicht an, worauf der Ausschuß beider Kammern zusammentrat- derselbe erzielte keine Einigung. Der Senat lehnte es daraufhin mit 40 gegen 39 Stimmen ab, andere Delegirte für die neue Conferenz zu ernennen.
WB. Washington, 19. April. Die Mitglieder de» ge. meinsameu AuSschufftS nahmen um 1 Uhr Morgens die Resolution de» Senat» an, ausgenommen bte Anerkennung der Unabhängigkeit der cubanischen Republik. Der ; Senat genehmigte hieraus mit 42 gegen 35 Stimmen, da» I Repräsentantenhaus mit 310 gegen 6 Stimmen ben bezüg- I lichen Bericht.


