Ausgabe 
20.3.1898 Zweites Blatt
 
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bald wurden die Besiegten m Siegern, denn die Letzteren gingen auf in ihrer höheren (Sultur. Man begreift gar nicht, wie e» möglich gewesen ist, baß die Chinesen bei ihrer Ab­neigung gegen alles Neue die zahlreichen wichtigen Erfindungen gemacht haben, welche wir ihnen verdanken oder vielmehr nicht verdanken, da das egoistische Volk sie mit all ihrem Nutzen für sich behielt und es der übrigen Welt überließ, dieselben zu allgemeinem Gebrauch gefälligst noch einmal zu machen. Die Erklärung giebt uns jedoch der practische Ver­stand der CH nesen an die Hand, der alle materiellen Vor- theile vorzüglich zu erkennen und auszunutzen versteht.

Obgleich die chinesische Cultur neben der egyptischen und babylonischen vielleicht die älteste der Welt ist, die ver­bürgte Geschichte geht bis 2200 vor Christi, die mytische bis zur Weltschöpsung zurück, hatte man doch in der uns ans der Geschichte bekannten Culturwelt lange Zeit keine Ahnung von der Existenz des riesenhaften Reiches. Später drang die Nachricht davon wie eine dunkle Sage in die übrige Welt, man sprach von einem Wunderland von fabelhafter Ausdehnung und ebensolchen Neichthümern. Die Phantasie begann sich lebhaft damit zu beschäftigen und Übertrieb die Größe nicht nur, sondern auch alle übrigen Berichte außer­ordentlich. Ein griechischer Seefahrer Alexandroü erreichte beinahe die chinesische Grenze, und ein macedonischer Kauf mann Titianos schickte sogar wie 150 n Christi berichtet wird seine Agenten nach Chinas Hauptstadt. Jedenfalls trug die falsche Anschauung von der Entlegenheit des märchen­haften Lande» die Schuld daran, daß die damals schon sehr rege Schifffahrt sich nicht angelegentlicher mit dem Problem der Aufsuchung Chinas beschäittgte. Jahrhunderte hindurch schien es, als habe man das gewaltige Land überhaupt ver­gessen, nur die schlauen Araber kannten und besuchten cs regelmäßig und trieben dahin schon im 9. Jahrhundert be­deutenden Handel.

Erst ini 13. Jahrhundert werden einige Expeditionen bekannt, welche für die Entdeckung Chinas belangreich wurden. Die christlichen Herrscher de» Abendlandes glaubten tu den MongolenfÜrsten Asten» und einem sagenhaften Prtesterkönig Johanne», der in Jnncrasten zu finden sein sollte, Verbündete gegen die Sarazenen zu gewinnen; sowohl der Papst al» auch König Ludwig der Heilige von Frankreich schickten daher Gesandte nach Asien, und zwar ersterer 1215 den Franzis- kaner Carpint und der König 1253 den Mönch Nubruquts. Letzterer gelangte in der That nach Karakorum, der damaligen Residenz der Mongolenfürsten, und beide lieferten interessante Schilderungen über da» Leben und Treiben der Tataren. Bald darauf gelang e» Johann von Montekorvino sogar, in der Hauptstadt Chinas Eingang zu findeu und dort die Mission zu begründen. Als dies geschah, durchkreuzte aber bereit» jener große Reisende das chinesische Gleich, welchem wir die ersten zuverlässigen Nachrichten über die Sitten, Zustände und Bewohner Chinas zu danken haben: Marco Polo au» Venedig, der berühmteste Entdeckung»reisende de» Mittelalters.

Im Jahre 1200 reisten die Brüder Nicolo und Matteo Polo, zwei reiche venettantschc Kaufleute, von Konstantinopel nach Asien ab, und besuchten den Hof des Groß-Khan» der Tatarei, Kublal Khan, welcher kurz vorher China erobert und feine Residenz nach Cambalu, dem heutigen Peking, verlegt hatte. Der Groß «Khan befand sich zu jener Zett in der Mongolei, ii)o er die Reisenden gut ausnahm und sie schließ­lich al» Gesandte an den Papst mit dem Auftrag sandte, der heilige Vater möge 100 gelehrte Männer abschicken, um die Götzendiener zum Christenthum zu bekehren. Die Brüder richteten ihren Auftrag pünktlich au« und kehrten sodann in ihre Heimathsstadt Venedig zurück, Nicolo nach 15 jähriger Abwesenheit. Seine Gattin war gestorben, dagegen fand er einen bereit« 15 jährigen Sohn Marco vor, der wenige Monate nach seiner Abreise geboren worden war. In besten Begleitung kehrten sie 1271 nach Asien zurück, nachdem die zwei Mönche, welche ihnen der Papst mitgegeben hatte, bereit« in La'ia« au« Furcht wieder umgekehrt waren. So-

fchdätter Dhor e Sanidetskolonn von de freiwillige Reddungs- gcsellfchast ze stazionirn, bäi dann gleich in de Lag wer, helfend eizegretse. Uff bät Aart wer manchem Gelegeheid nebobbe, Giesse von de Heide re Seit kenne ze lerne, bersch versäumt hott, neulich de Usssihrung von bere gleich­namige Logalboß im Stabttheater detzcivohne.

e rorrb #rt grßlanbt.)

Glaadt nor net gtci',l wollt Frtehjohr wcrn, Bläst mol t wärmer Ltftche,

Bleibt nor noch mit de Gtrohhiet fern llit wechselt net glet* 's Kltstche,

Behaglich ts es net, wann» schneit, Im Gummerrock, im dtnne, Die Wintermäntel wem bei Zett

Schun Platz im PandhauS sinne.

Wo» macht», wann hier und do en Storch Zurick schun kimmt gestoge ?

Er t» halt selbst, der orme Barsch, Beschwtnnelt un betröge, Bald sucht e Plätzje er entsetzt.

Wohi' er sich verkrawwelt,

Denn» schneit, hockt er ins Nest sich jetzt, Wohl gar ein ust de Schnowwel.

Kaum denkt mer, daß wer in b< Sumi

E» btsje sich könnt tummele,

Do dhut t Hagelschloß' nach schun Aam Webber» Feaster brummele;

Un ts es aan Grab wärmer heit

Wie gestern, dann braucht morse

For Eis un Gchuee un Frostigkeit Mer sicher net zu forje.

) An» dem Härmst. Lägt. Anz."

wohl die Reise nach China al» feine Kreuz- und Querzüge , in diesem Lande hat Marco Polo nach seiner nach 24 Jahren (1296) erfolgten Wiederkehr in die Heimath, ausführlich ge­schildert. Der Khan nahm ihn und seine älteren Begleiter mit Auszeichnung auf, überhäufte sie mit Geschenken und ernannte Marco Polo später nicht nur zum Gouverneur einer Provinz, sondern sandte ihn auch wiederholt mit ehren­vollen Aufträgen in da» Innere de» Lande».

Marco Polo ist voll de» Lobe» über den Gewerbefleiß der zahlreichen Bevölkerung, auch die Fruchtbarkeit de» Lande- weiß er nicht genug zu schildern. Den Sommerpalast de« Groß-Khan» in Chang tu beschreibt er al» einen großen Bau von Quadersteinen und Marmor, desten Gemächer alle über und über mit Gold bedeckt sind. Im Pärk befinden sich Menagerien und Springbrunnen, und sogar «in ganze» Ge­bäude au» Rosenstöcken, welche so dicht verschlungen waren, daß kein Waster hindurchdringen konnte (ein Kiosk). Die Astrologen des Kaisers waren verpflichtet, durch ihre Zauber- formet« für die Zeit de» Aufenthalt« des Khans in feiner Sommerrostdcnz alles schlechte Wetter fernzuhalten und Marco Polo scheint fest von ihrer Macht überzeugt, wie er auch er- wähnt, daß sie durch Zauberei es fertig bringen, daß sich bei Tafel die aus den Fußboden aufgestellten Trink- und Speise­gefäße von selbst erheben und vor dem Groß-Khan ausstellen. Den Palast de« Kaisers in Calambu umgab eine viereckige Mauer, deren jede Seite eine Meile lang, zehn Fuß hoch, ganz weiß und mit Zinnen versehen war. In jeder Ecke stand ein reicher Palast, worin die Rüstungen des Kaisers ausbewahrt wurden. Daß zu diesem Zwecke Platz nothwenbig war, erhellt daraus, baß ber Kaiser u. A. eine Raste schöner, weißer Pferde ganz allein besaß, darunter 10 000 Stuten, deren Milch ausschließlich für die Prinzen aus königlichem Blute bestimmt war. Im Innern, von einer zweiten Mauer umgeben, erhob sich ber eigentliche Palast, welcher größer war, als man jemals einen gesehen. Die Wänbe ber Säle unb Zimmer zeigten sich mit Gold und Silber bedeckt, und es waren an denselben Drachen, wilde Thiere, Vögel, Pferde und andere Thiere dargestellt. Im Hauptsaal konnten 6000 Menschen Platz finden. Da» Dach war so herrlich gefirnißt, daß e» wie Krystall spiegelte. Zwischen den Mauern befanden sich Wiesen mit prächtigen Blumen, belebt durch weiße Hirsche, Ziegen, Damhirsche und andere schöne Thiere. Auch ein großer See mit den verschiedensten Fischen und ein künstlicher Berg im Umfange von mehr als einer Meile war vorhanden. Den Kaiser umgab eine Leibwache von zwei- tausend Reitern. Bei feinen Mahlzeiten herrschte die strengste Etikette. Hohe Reichsbarone bedienten ihn, deren Mund und Nase mit golddurchwirkten Tüchern verschlossen war, damit ihr Athem und Geruch seine Speisen nicht berühre. Die Hauptstadt setzte sich aus 12 Quartieren zusammen, in denen die reichen Kaufleute herrliche Paläste errichtet hatten. Täg llch trafen allein 1000 mit Seide beladene Wagen ein. Perlen und Edelsteine wurden mastenhast feilgeboten. Als Münze diente Papiergeld, Banknoten aus Carton, den man au« der Rinde des Maulbeerbaums herstellte, versehen mit dem Stegelabdruck des Herrschers. Diese Banknoten hatten Zwangscur»; Niemand durfte, bei Verlust seines Lebens, ihre Annahme verweigern. Die Besitzer von Edelsteinen, Gold, Perlen und Silber mußten mehrmals im Jahre ihre Schätze im Hotel der Münze abliefern, woselbst sie dafür mit kaiser­lichem Papiergeld bezahlt wurden.

Das System ber Negierung beruhte auf streng burch- geführter Centralisation. Zehn Barone verwalteten bie 34 Provinzen beü Reiches; von ber Hauptstadt strahlten zahlreiche Heerstraßen bis an die Grenzen des Reiches aus, auf denen Postrelais mit reichlichem Pferdebestand, der von den Einwohnern unentgeltlich verpflegt werden mußte, ein­gerichtet waren. In der Nähe von Cambalu führte die Heerstraße über eine schöne Marmorbrücke von 24 Bogen und 300 Schritt Länge. In der Ebene von Acmelec-Mangi war die Ergiebigkeit de« Boden« eine so starke, daß der Heetar Land mit 24 000 Mark bezahlt wurde. Die ganze

Mei' Hanuevamdel hoi's jo aach Fast net erwarte könne,

Un mußt beim erste warme Dag Zu set'm Balwterer renne, (Sn rattekahle Dtiftrkopp

Hot er sich schneide loste,

Jrtz' zleht's cm In die Ank dem Tropp Wo» stn de» aach for Basic?

(Sn Schnuppe Hot er Haarn gebracht, En Schnuppe net zu sage!

Er schnaubt und niest bet Dag und Nacht Ich möcht-en grad al» haoge!

Er sehkt:De» ts e Zetche bloß, Daß mer bald Fitehjohr krl,je, Un geht in Fetze aach die No»', Schadt nix, » macht mehr vagnirjel"

Ja sretltch, 'S Friehjohr werd bestimmt Am End mol fumme miste,

Doch, wann bt» nett Bürget fimmt, Des mag de Guckuck wisse.

E Johr lang werd schun dra' geschasst, Gewirkt, gerebb, geflehte;

No, freit euch nor, die Landwerthschaft Hot net debti gelitte.

Doch wo» belangt die Zulag' a', Drusi die Beamte hoffe,

Do lehkt nor do kaan Bump druff a', Die Frag' is viel zu offe,

Die Sach', die scheint jo denne Herrn Raa vun de allzu trifi'ge I

Drum glaabt nor net, 's dhet Friehjor wem, Bläst mol e wärmer Ltftche.

Fraa Hannebomdel.

Ebene war mit Schlössern, Lanbhäufern und Gärten bedeckt. In der Stadt Mng-chang hatten alle Bewohner goldene Zähne, d. h. sie huldigten der damals herrschenden Mode, ihre Zähne mit dünnen Goldplättchen zu belegen. In der Stadt Cinghian-fu gab e» zwei Kirchen für neftorianische Christen und in der Stadt Quinsay (Hang-tscheu-fu) waren die Straßen mit gebrannten Ziegeln gepflastert- man zählte daselbst 600000 Gebäude, 4000 Badeanstalten und 12000 steinerne Brücken. Dort wohnten die reichsten Kauf­leute ber Welt, mit Frauen schön wie bie Engel. Allein die Abgaben, welche Stadt und Provinz an Salz, Zucker, Seide und Gewürzen zahlten, bezifferten sich auf viele Millionen Mark. Der Reisende erwähnt auch die reichen Steinkohlen­gruben Chinas, wodurch man in Europa zum ersten Male von dem damals noch unbekannten Heizmaterial Kunde erhielt.

Vorstehendes ist nur eine kleine Blüthenlese au« dem reichen Fonds der Erlebniste und Mittheilungen de» berühmten Venctianers, desten Berichte lange Zeit, aber mit Unrecht, angezweifelt wurden, denn die Neuzeit hat feine Glaubwürdig­keit und Zuverlässigkeit überzeugend nachgewiesen.

Seine Erzählung lenkte von Neuem die allgemeine Auf­merksamkeit auf da» himmlische Reich, und zwar hatten zunächst die Neligionsgesellschaftcn, welchen die Ausbreitung des christlichen Glaubens am Herzen lag, ihre Blicke dorthin gerichtet. 1318 ging Odorich von Pordenone und 1338 Jo­hann von Marignola nach China, dis mit dem Sturze der mongolischen Dynastie das Land sich weiteren Missionsver- suchen verschloß, so daß die Mlssionsthätigkeit lange Zeit ruhte und erst am Ende des 16. Jahrhunderts wieder be­gann. Um diese Zeit durchzogen ein Jesuit und zwei Augustinermönche da» ungeheuere Reich, denen auch mehrere deutsche Reisende, Faber, Martini und Schmal, folgten. Eine eifrige Thätigkett entfalteten fodann von Neuem die Jesuiten, zu deren Gunsten einmal sogar alle anderen Missionare au» China verbannt wurden, biß schließlich am Anfang de» 18. Jahrhunderts die systematischen Christenverfolgungen be­gannen.

Im Jahre 1792 erschien der erste politische Gesandte am Hofe de« Kaiser». E» war diese» George» von Macart' Nky, welchen die englische Regierung al» außeroibentlichen Botschafter nach China entsandte, um Handelsbeziehungen mit dem himmlischen Reiche anzuknüpsen. Die Gesandtschaft wurde wohlwollend empfangen, mußte sich jedoch mancherlei Demüthigungen gefallen tasten; dem Volke gegenüber sprengte man au«, Macartney erschien als Ueberbringer des Tributs des englischen Reiche«. Endlose Verhandlungen rief auch da» Verlangen der Chinesen hervor, der Gesandte solle sich vor dem Kaiser zur Erde werfen. Der Gesandte setzte es schließ­lich durch, daß der Kaiser sich mit der Ersurcht-bezeugung begnügte, welche die Engländer ihrem eigenen König erweisen. Macartney hielt, al« er vor dem Kaiser erschien, nach An­ordnung des Ceremonienmeisters mit beiden Händen da­große, prachtvolle, reich mit Diamanten verzierte Goldetui mit dem Schreiben de» König» über feinem Kopf empor. Dann bestieg er die Stufen bis zum Throne, neigte ein wenig da« Knie unb machte eine kurze Verbeugung. Der Monarch nahm das Schreiben gewandt au» seinen Händen, legte e« an seine Seite und sagte, daß er eine lebhafte Befriedigung über den Beweis von Achtung unb Wohlwollen empfinbe, den ihm Seine britannische Majestät bezeuge; baß er seiner­seits dieselben Gefühle für den Herrscher Britanniens hege und auf ein immerwährendes Emverständniß zwischen den Unterthanen beider Reiche hoffe. Der Kaiser erwiderte die Geschenke, bann mit der Gesandtschaft, und gab ihr zu Ehren glänzende Feste. Trotzdem hatte die Sendung ebenso- wenig einen nachhaltigen Erfolg al« 1816 bie de» Lord Amerhorst. Im Gegentheil, bie Handelsbeziehungen, welche die Englisch Ostindifche Compagnie bereits 100 Jahre früher mit China angeknüpst hatte, l rfirten sich mehr und mehr, bl« schließlich 1840 der sogenannte Opiumkrieg zwischen England und China, den die chinesische Regierung durch da» plötzliche Verbot der Opiumeinfuhr veranlaßte, den siegreichen Engländern verschiedene Häsen de» Lande» öffnete und wichtige Nechte sicherte. Auch mit Frankreich und Nordamerika wurden ähnliche Handel»- und Frcundfchaftsverträge geschloffen, doch bedurfte r» eines neuen Kriege» der Franzosen und Engländer (18561860), um die Einhaltung d r früheren Abmachungen zu sichern. Dieser Krieg endigte nut der völligen Demüthigung de» himmlischen Reiche», da» nun wohl ober Übel bem Abendlanb seine Pforten In eimm größeren Maße öffnen mußte. E» folgten Verträge mit Rußlanb, Preußen, Spanien, Belgien, Dänemark u. s. w.; feit 1874 sand auch ber Tete- graph allmählich Eingang, nur btr Anlage von Eisenbahnen fetzte bie fanatische Bevölkerung bis jetzt noch immer den hartnäckigsten Widerstand entgegen. Die Ereigniffe ber letzten Jahre sinb bekannt und dürften nach unferen Ausführungen noch verständlicher geworden fein.

Hamm i. W , 13. März. In der Nacht zum 17. Januar d». Jahre» schloß der StattonScassirer Sch üb de, nachdem er da» Publikum bedient hatte, den Schalter tn gewöhnlicher Wltse, stellte da» Geld beiseite und legte sich dann ein wenig zum Dcylasen hin, weil der folgende Zug erst zwei Stunden Ipätcr abging. Al» er erwachte, bemerkte er, daß em Dieb ihn um 610 Mk. bestohlen hatte. Bon außen war da» nicht gut schließende Schalterfenster geöffnet worden und durch diese Otffaung war der Dieb tn den Schalterraum selbst gekrochen. Rach einigen Tagen wurde sestgestellt, daß drei junge Leute, der Sattler Oßcar Räßler au» Unno, der Maurer Heinrich Thiemann von hier und der Schmied Joses Boß au» Unno, den Diebstahl gemeinsam ausgesührt hatten. Da» Geld hattea die wegen Diebstahl» schon schwer vorbestrasten bi» auf beo Betrag von 75 Mk. verpraßt, der Beamte mußte den Schade« I ersetzen. Die Strafkammer in Dortmund verurtheilte dea Räßler und den Voß zu je 2 Jahren, den Thiemann »u 22 Monaten Gefängniß.