Ausgabe 
20.2.1898 Zweites Blatt
 
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Gießen, den 18. Februar 1898.

mit Mensche ze exmittirn. das war des

Sofort Schlund um

Der K-rnrni halt awwer trotz des unangenehme Vorfall« sich die Freud an Maskebäll unn Fassenacht net verderwe lasse, sonnern halt in sei Stammbuch folgenden Versch ge- schriwwe, den err immer ze befolge sich vorgenomme halt:

Die Faßnacht ts uim bleibt ferwahr Die allerschienst Zett doch im Jahr; Nor geht se gar ze schnell erum Unn mächt ahm el8 de Kopp ganz dumm. Doch deß kemmt estersch bet «im vor Unn deshalb bin äich so kaan Dhor, Laß allzeit hoch die Faßnacht lewe Unn Lieb, Gesang unn Wei denewe!

gefillt halt, die erschiene warn, den Eidrlngling Endlich erschien aach de Herr vom Hau» unn Zeiche zum Aagriff.

packt der dann den daliegende Schläfer am

dhat err sich vorwärts bewege, bis err dann endlich in feint Haus angelangt war. Glicklicher Weis war die Hausdhier schont uff, so daß err net uffzeschließe braacht; es wer em aach wahrscheinlich net gelunge, des Schlisselloch ze sinne. Viele Volle hawwe die Gewohnheit, sich schon im Hausehrn ehrer Kleider ze entledige; unser Kommis degege geheett zu dene nett, er war sogar so kräfdig, die Trepp ze sinne unn enuff ze Hebbern heeher sogar wäi neebig; bann err is an seine Stubb im zwaate Stock verrbei unn in be dritte Stock gange, wo err e Zimmer uffgesucht hott, waß grad twwer scim gelege unn fer gewöhnlich von em Dienstmädche bewohnt war, ewe awwer net benutzt worde, weil die Leut im dritte Stock grab kaa Mahb hatte.

Von Miebigkeit iwwerwelbigt, sank err mit Stiwwel unn Sporn, Cylinber unn Kaftan uffs Bett unn es hott kaa Mimtt gebauert, so schlief err be Schlaf bes Gerechte.

Unnerbesse war bem Kommi sein Prinzibal in be greeßt Uffregung iwwer bis Abwesenheit von dem junge Mann, von bem err net wußt, ob err borchgange war ober ob err sich in bie Lahn gefterzt halt ober waß sonst mit'm bassirt war. Nach alle Richbunge hi iS telefonirt worde, awwer Niemand wußt waß von dem verschwunnene junge Mensch, selbst die Bollezei net; bie Bicher unn bie Kaß sinn revibirt worbe unn Alle» hott gestimmt, also könnt err boch net dorchgebrennt sei; korzum Alles war außer sich iwwer des Verschwinne von dem Kommi.

So ir be ganze Sonnbag briwwer higange im Hoffe unn Harre uff bes Wiebererscheine bes Herrn Kommi.

Gege sinf Uhr Awmbs gab» uff a mal e Heibelärm int britte Stock, so baß deß ganze Haus zefammegelaase is.

Dorch Zufall war ahns in deß Stibbche von be Mahd komme, um waß ze hohle unn bei bere Gelegeheit i« dann der fremde bolnische Jüdd endeckt worde. Trotz dem viele Hir unn Herrenne unn dem Gekrisch, is err awwer net uff. gewacht unn halt net gemerkt, wie sich des Zimmer ganz

I zuftellende Eavallrriedivifion nimmt nach Beendigung der besonderen Tavallerieübungen an den vor Mir abzuhaltenden Manövern, einschließlich der Parade, Theil. Dem 7. Armee- corp« werden für die Dauer der gesamwten Manöver behufs Verwendung als Dtvificnl Cavallerteregimenter, das Ulanen­regiment Hennings von Treffenfeld (Sltmarktsche) Nr. 16 und das 2. Großherzogltch Mecklenburgische Drazonerregtment I 18 zngetheUt. Die beim 1. Armeeeorps zu den besonderen lLavallerteübungen herangezogenen Stäbe und Truppentheile nehmen nach Beendigung derselben an den Manövern Theil. Dem 7. und 10. Srweecorp« wird je eine Lufrschifferabthei- lang zugetheilt. Bei dem Gardecorps, dem 4 , 7., 9., 10., 11., 15. und 17. Armeeeorps staden Cavallecie Uebungsreiseu nach Maßgabe der Instruction vom 23. Januar 1879 stau.

| Größere P onierübungen werden bei Thorn, au der Mulde und Elbe zwischen Grimma und Meißen und am Rhein bei Germersheim abgehalteu. Die Rückkehr der Fußtruppeu in ihre Standorte muß dis zum 30. September 1898, welcher Tag als der späteste Entlaffuogstag gilt, erfolgt fein.

Berlin, 18. Februar. Steht eine Vermehrung der Artillerie zu erwarten? Ueber diese Frage ver­breitet ein Vorgang in der Budgetcommisfion des Reichstages einiges Licht, der fich folgendermaßen abgespielt hat. Drr Abg. Müller-Fulda gab in der Budgetcommisfion der Meinung Ausdruck, eS werde noch im Laufe dieses Jahres eine erheb- liche Verstärkung der Artillerie gefordert werden. Diese Be­merkung wurde von den Regierungsvertretern *n der (Som- miffion ohne jeden Widerspruch htngenomwen. Auch die- Commisfiousmitglteder nehmen keinen Anlaß, an diese Aeußerung eine Besprechung zu knüpfen, was fich wohl dadurch erklärt, daß die Meinung, welcher Abg. Müller Ausdruck gab, in ReichStagSkretsen allgemein verbreitet ist. Man ist dort der Ueberzeugung, daß die Regierung beabfichligt, mit Ablauf de« MMärgefttzeS von 1893, d. h. zu 1. April 1899, neue Er­höhungen der FriedenSpräseuzstärke der Armee, insbesondere eine Vermehrung der Artillerie eiutreteu zu lassen. Das Schweigen der Regierungsvertreter in der Eommisfion wird nun als Bestätigung dieser Annahme gedeutet. Treffen die obigen Bermuthungen zu, dann sind nicht nur Neuforderuugeu für die Durchführung der Umgestaltung des ArtilleriewaterialS, sondern Such Neuforderuvgkn für eine Vermehrung der Ar­tillerie in Aussicht genommen.

Betr.: D'e Vertilgung der Raupennester.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großherzoglicheu Bürgermeistereien bezw. Loealpolizeibeamteu des Kreises.

Wir beauftragen Sie, in Ihren Gemeinden unter Hin­weis auf § 368 poa. 2 deS Reichsstrafgesetzbnches, Art. 80 Feldstrafgesetzes zur Vertilgung der Raupennester au Bäumen, Sträuchern und Hecken unter dem Bemerken öffeut- l-ch aufzufordern, daß gegen Diejenigen, welche dieser Auf- forderuug nicht längstens bis zum 1. April l. I. entsprochen haben werden, auf Grund der genannten Gesetzesstellen Anzeige erhoben, sowie daß die Vertilgung auf Kosten der Säumigen angeordnet werden würde.

Wir erwanen, daß^ Sie die Feldschützen bei Erfüllung ihrer Obliegenheiten in dieser Beziehung überwachen und die bezüglich der säumigen Baumbefitzer anzuordnende Reinigung alsbald nach Ablauf des Termins anordnen, so daß die Säuberung bis zum 15. April überall vollständig auSgesührt ist. Außerdem ist gegen die Säumigen Anzeige zur Feldrüge nach § 368 poa. 2 des Strafgesetzbuchs zu erheben.

Auf den der Gemeinde gehörigen Grundstücken wollen Sie die Säuberung von den Raupennestern auf Gemeinde­kostens alsbald veranlassen.

Wenn hiernach auch jeder Baumbefitzer selbst zur Ver­tilgung der Raopennester verpflichtet erscheint und dieselbe gegen ihn erzwungen werden kann, so empfiehlt eS fich doch I viel mehr, wie es in manchen Gemeinden üblich ist, daß die Gemeinde die Vertilgung in die Hand nimmt. In den be- treffenden Gemeinden, welche diesen Weg eingeschlagen haben, werden taugliche Personen bestellt, welche auf Kosten der Gemeinde und unter Aufficht des OrtSvorstandeS die Scinbe- rung der Bäume vornehmen, wodurch eine bedeutend größere Garantie für eine gründliche Reinigung geboten wird. Wir können Ihnen dieses Verfahren nur empfehlen.

Ihrem Berichte, daß in Gemäßheit vorstehender Ver­fügung die Vertilgung der Raupennester erfolgt ist, sehen wir bis zum 15. April d. I. entgegen.

v. Gagern.

Versuches Leich»

Berlin, 18. Februar. Ueber die Kaisermanöver und größeren Truppenübungen bringt daSArmee- Verordnungsblatt" folgende kaiserliche Verordnung:Das durch die 7. Divifion verstärkte 7. Armeecorp» und daS durch die 17. Divifion verstärkte 10. Armeeeorps halten Manöver vor Mir ab. Beim 1. und 10. Armeeeorps wird behufs Abhaltung besonderer Cavallerieübungen je eint Ca- I valleriedivifion aufgestellt. Die beim 10. Armeeeorps auf- |

Bekanntmachung.

betreffend die Zulassung von Mannheimer Pferdemarktloosen im Großherzogthum Hessen.

Die Directionen de« landwirthschaftlichen Bezirksvereins Mannheim und des badischen RcnnvereinS Mannheim werden aus Anlaß des Anfangs Mai l. I. in Mannheim abzu- baltenden Pferde- und RindviehmarkteS eine Berloosung von Pferden, Rindvieh und gewerblichen Gegenständen veran­stalten, bei welcher 60 000 eventl. bi« zu 100 000 Loosen A 1 Mark auSgegeben und Gewinne im Gesammtwerthe von 36 000, eventl. bis zu 60 000 Mk. verloost werden sollen.

Großh. Ministerium des Innern hat den gedachten Unternehmern auf ihr Nachsuchen gestattet, die zur Ausgabe gelangenden Loose im Großherzogthum zu vertreiben.

Gießen, den 18. Februar 1898.

Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.

en aus'm Bett ze schmeiße. Bei bere Gelegen­heit iS bes Rubiment vom Cylinber, was noch spärlich be Kopp unn bes Aagesicht halb bebeckt hielt, uff bie Diele gefalle unn be Prinzibal halt ben langgesuchte unn unner so eigebhimltche Umstänne rolbbergefunnene Labebiener erkannt. Des Ahnungsoermeege ber ganze Versammlung war so aus- gebllbt, daß se allminanner be Hergang von bere Geschieht ffch sofort erUeern konnte unn sechs kräfbige Herrn hawwe ben Edelmann unn bolnische Jübd gepackt unn hawwen e Stockwerk dieser in sei Bett beferbert, wo err bis zum Monbag Morjend sein Rausch bann auügeschlofe hott. Schallend Gelächter empfing unfern Helb am annern Dag, wo err sich blicke ließ unn be Prinzibal halt net ermangelt, em e Vor­lesung ze hahle iwwer be Besuch von Maskebäll mit prak­tische Hiweise, wäi merr sei Bub roibber findt.

wie er Aastalte gemacht halt, bie Sitzung uffzehewe unn sich wtbber in be Maskedruwel ze sterze, da halt se em ze versteh gäwe, baß se net abgeneigt wer, noch e Flasch mit'm ze drinke. Weil'» grab be erschte Dag vom Monat war, so war unser Ebelmann in ber Lag, ben Wunsch von seine Dam ze erfille unn er ließ aach noch e Flasch Wei komme, die noch bheurer war, wäi bie erscht. Wie bät glicklich brunne war, is unser Päärche roibber uffgebroche unn hat sich Arm in Arm zum Danze begeroe.

Als ber Danz beenbigt war, hatt sich bes Blummemäbche roibber an bem Ebelmann fein Arm gehenkt unn zwar fo fest, daß be Kommi geglaabt, fe wollt en ehr Lebbbag net mehr loslasse. Dorch ben Urnstanb war err erscht rächt in ben Glaaroe bestärkt, es wer fei Angebetete, weshalb err bann aach fei greeßt LiewenSwerdigkeit entfalt unn sich in Uffmerksamkeit seiner Dam gegeiroroer erscheppt hatt. Da gabs uff a mal beß Zeiche zur DemaSkirung unn wäi bie Maske gefalle warn, da krag unser Edelmann kaan schlächte Schrecke, wie err sei Blurnmemädche näher bebracht hatt. Deß war net fei Golbschnukkesche von sibbzeh, sonnern e ahlb Jungsraa von iwwer verrzig Jahr!

cx .^brgewens ließ en sein Blick iwwer be ganze Saal färoeife, fei Mabche war net ze enbecke; sie war offenbar net da unn kam aach net mehr unn wann err sich scheel geguckt hatt.

Da hatt err bann be Enschluß gefaßt, fein Schmerz ze bebauroe unn um en gänzlich ze ersäufe, ließ en ahn Bubell ancfce ,omme unn hatt gedanzt, bis in be ^fle Moriend enei, so baß sich schließlich bie ganz Welt mit em erumgedreht hatt unn en braa benke mußt, baanueaeb.

Die Gabrob war err noch in ber Laa ze sinne unn W" bolnische Jübbekaftau könnt en mit Hilf' vom ©abrobje noch anlege, sein Cylinber hott em e menschefreunb- blc ehr Sache abhole dhat, auffs Haupt gestilpt, dann roarsch awwer ferbig bei ehm. Mit schwankende Schritte unn manchmal unfreiwillig in« Laafe kommenb

Hauswirthschaftliches.

Wir erlauben uns, die geehrten Hausfrauen auf ein Wasch- prLparat aufmerksam ,u machen, das sich als ein ebenso vorzüg, Uches als bequemes Waschmittel bewährt und sich seit einer Reihe oon Jahren tn Tausenden von Haushaltungen ganz unentbehrlich gemacht hat. ES ift dieses daS in unserem Snnoncentheil erwähnte vr.Thompson'sche Seifen-Puloer. Man erzielt damit blendend weiße Wäsche, auch ohne Bleiche, und spart Zeit und Geld bet größter Schonung der Stoffe. Da bei dessen Anwendung d«S viele Reiben der Wäsche vermieden wird, so ist es einleuchtend, daß sie viel länger in gutem Zustande bleibt, alS bei jeder andern Wafchmethode. Auch bekommt die Wasche einen angenehmen, frischen Geruch, während i widerlichen Gesuch Der Schmierseifen oft geklagt wird. Verschiedene der bedeutendsten Chemiker haben diese« Dr. Thompion- ube Seifen-Puloer analysirt und sich dahin ausgesprochen, daß es Der Hauptsache nach eine Kernseife bester Qualität sei. ES wurde gauz frei gesunden von Wasserglas und Colophonium, womit j tzt die Seifen und Wasch-Peäparate gewöhnlich gefälscht werden. Diese« reelle Waschmittel ist aber nicht nur bequem zum Waschen, sondern auch ganz billig, denn wenn man 1 Theil Dr. Thompson'sche« Seifen- Puloer mit 5 Theilen kochendem Wasser vermischt und die Lösung stehen läßt, bis sie sich abgekühlt hat, so erhält man eine schöne, weiße, weiche Seife, die nur ca. 6 Pfg. per Pfund kostet, und mit welcher man Waschen, Reinigen und Scheuern kann. DaS ift also wohl einen Versuch werth!

Der Preis für Dr. Thompson scheS Seifen-Puloer ist sehr mäßig gestellt. Dasselbe ist zu haben in den meisten Droguen-, Colontal- waaren- und Seifen-Geschätten. Man achte jedoch genau auf den NamenDr. Thompson" und die SchutzmarkeSchwan", da minder- werthige Nachahmungen angeboten roerben.

Alleiniger Fabrikant: Ernst Sieglin in Aachen.

Wenn bie Zurückstellung auf bie Arbeitsunfähig­keit eines Familienangehörigen gegrünbet wirb, fo hat ber betreffende Familienangehü rige sich selbst persönlich im Termin vor ber Ersatz-Commission ein- zufinben.

4) Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leibet, bie äußerlich nicht wahrnehmbar sinb, z. B. Taubheit, Hart­hörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche u. f. ro., so ist bie« burch amtlich ausgestellte ober beglaubigte Zeugnisse bes Arztes, sowie bes Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers u. f. ro. nach^uweisen. Da- Vorhandensein von Gpilepfie ist durch die eidliche Erklärung von wivdesteu- drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten.

5) An ber LooSziehung persönlich Theil zu nehmen, steht jebem Militärpflichtigen frei; für Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend sind, zieht ein Mitglied der Er- fatz-Commifsion das Loos.

6) Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtliche ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellung-pflichtigen Militärpflichtige auf Grund der ihnen bereit- zugegangeneu Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. Bemerkt wird hierbei, daß Mili­tärpflichtige, welche sich au-wärr- aushalten. sur Musterung nicht geladen werden dürfen, da solche nur au ihrem Aufenthaltsort ge» stellung-pflichtig find.

Die Großherzoglichen Bürgermeister ober Seigeorbneten haben mit ben Militärpflichtigen ihrer Gemeinbe im Muste­rungstermin rechtzeitig anroefenb zu fein unb sich darum zu bemühen, daß die Letzteren Stunde vor der be­stimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern unb reinlich getteibet erscheinen unb währenb bes Musterungsgeschäftes ein anstänbiges unb ruhiges Verhalten beobachten.

Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen ober Krank­heit persönlich zu erscheinen nicht im Staube ist, ober wenn er sich in gerichtlicher Haft befinbet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhenbes Zeugniß bcs Arztes unb ber Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen.

Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militärdienstes unwürdig ist, unb sind deshalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen.

Im Anschluß an bas Ersatz-Geschäft findet Samstag den 5. März im Rathhaus zu Lich, Zsreitag den 11. März in ber RestaurationZum Lonys Bierkeller, Schanzenstraße 18, zu Gießen, Dienstag den IS. März im Gasthaus zum Rappen zu Grünberg,

die Claifificirung der Mannschaften der Reserve, der Landwehr ersten und zweiten Aufgebot- und der Erfatz-Reserve rücksichtlich ihrer häuslichen unb gewerblichen Verhältnisse statt.

ES haben baher biejenigen Reservisten unb Lanbroehr- mftnner ersten unb zweiten Aufgebots, sowie bie Ersatz. Reservisten, welche im Falle einer Einberufung auf Zurück­stellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen 3U können glauben, an ben bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen unb ihre Gesuche zu begrünben.

Gießen, ben 12. Februar 1898. <

Der Civil-Vorsitzenbe ber Ersatz-Commisfion bes Kreises Gießen. , vr. W a l l a u.

beraumten Termine zu sorgen. Die Zeugnisse müssen amt- I lich ausgestellt ober beglaubigt fein.

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