Ausgabe 
20.1.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

worden ist, so werde er auch mit den modernen Heiden fertig werden.

Abg. Dr. Lieber ((Str.) führt aus, die Worte des Vorredners erweckten den Gedanken, daß die wärmsten Freunde des Sozialistengesetzes die ärgsten Feinde des ArbeiterschutzrS feien. Redner erklärt, sollte' die Umfrage das Bedürfniß eines wetteren Schutzes der arbeitswilligen Arbeiter gegen den TerroiSmuS ergeben, so wäre er zu Erwägungen von Maßregeln bereit. Er könne aber aufs Bestimmteste ver- stchern, daß das Centrum die Entscheidung der Frage der CoalitiouSrechtS niemals anders als vom Standpunkt abso- lutester Gleichberechtigung der Arbeiter und Arbeitgeber zu­lasten werde.

Dr. Osann (vatl.) führt auS, die vorliegenden Fragen seien nicht ausschließlich vom Standpunkt der Arbeiter zu beurtheilen. ES seien auch andere Jutereffen zu schützen. Er sei für CoalitiouSfreiheit unter voller Unparteilichkeit nach beiden Seiten.

Abg. Dr. Pachnicke (fr. Bg.) erklärt, nach den be­kannten Bielefelder Worten sei ihm der Erlaß nicht unver- muthet gekommm, deshalb habe er den Antrag über Coali- tiousrechte und Aufhebung des BereinigungSverbotS und Ver­leihung der CorporationSrechte eingebracht. Redner bedauert den Erlaß, weil derselbe der Sozialdemokratie Stimmenzu­wachs bringe. Das CoalitiouSrechr sei das vornehmste Stück des ArbeitrrschutzeS und e» fei eine alte liberale Tradition, dasselbe zu schützen.

Abg. Graf Stolberg-Wernigerode (cons.) be­merkt, daß seine Freunde gegen den Antrag Pachnicke stimmen werden- auch die Sozialdemokraten müßten logischer Weise gegen diesen Antrag stimmen.

Abg. Schneider (fr. vp.) bespricht die Thätigkeit der Grwerbe-AuffichtSdeamten. Das Rundschreiben scheine vur bestimmt zu sein, der Regierung weiteres Material zu­zuführen- übrigens seien die vorgekommenen Ausschreitungen minimal. Auch die Berichte der Fabrikinspectoren gäben keinerlei Anlaß zu strengeren Maßnahmen.

Abg. Legten (Soz.) bespricht die Draugsalirung der Arbetter Organtsattoueu durch die Arbeitgeber und Behörden. Die Entwickelung der Sozialdemokratie werde weder durch den Minister noch durch den Abg. Stumm gehindert werden. Frhr. v. Stumm sei hundert Jahre zu spät gekommen. Stumm spreche von Blutsaugern, aber woher habe er denn feine Millionen?

Darauf vertagt sich da» Haus.

Persönlich bemerkt Frhr. v. Stumm, er habe mit Blut­saugern diejenigen Capitalisten gemeint, die zu den Sozial­demokraten gehören und den Arbeitern den letzten Groschen aus der Tasche ziehen.

Nächste Sitzung morgen 2 Uhr: lex Heinze und weitere Juitiattvauträge.

Schluß 5 Uhr 35 Miu.______________

Deutsches Reich.

Berlin, 18. Januar. Nach einer Blättermeldung mar- schirte neuerdings ein englischer Eapitän in die.neu- trale Zone am Volta, westlich unserer Togocolonie, und besetzte den daselbst gelegenen Handelsplatz Sataga. Die Nationalzeitung" hört hierzu au« colonialen Kreisen, daß die endgiltige Regelung der verhältniffe in der neutralen Zone schon seit längerer Zeit Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Cabineten von Berlin und London bilde. Die Nationalzeitung" fügt hinzu, daß ein Eingehen auf der­artige Nachrichten sich vor der Hand erübrige.

Ausland.

Prag, 18. Januar. In der heutigen Sitzung des Landtags ereignete stch ein aufregender Zwischen­fall. Während der Rede des Abgeordneten Funke trat der Abgeordnete Wolf in den Saal und theilte mit, daß ein deutsche Student blutig geschlagen worden sei. Särnrntliche deutsche Abgeordnete sprangen von den Sitzen auf, begaben stch zu dem Präfidium und dem Statthalter und verlangten Genugthuung. Dem Statthalter wird zugrrufeo, er möge abdanken, er sei nicht fähig, die Verwaltung eines so wich­

Tempel» Pforte, die jahrelang hier des Messias weist den mächtigen Messias des Johannes zurück kein Mäch­tiger komme zu den Armen, kein König und Sieger. Und da er nun die Fischer aus Galiläa fragt, was sie von dem wüßten, der sich Gotte» Sohn nenne, da erwiderten sie: Er lehre, liebe Deine Feinde

An diesem Worte zerschellt de» Johanne» Kraft und die Ueberzeugung seiner Mission zur Strase. Er hat die Lehre de» Jesu« von Nazareth vernommen, und weltentrückt denkt er der Lehre nach, die alles umftößt, wa» er bither für Recht gehalten. Au» seinen Träumen weckt ihn der Schreckensruf te» Volkes. Herodes naht mit Herodia» dem Tempel da» Volk schreit thm empört entgegen:Steinigt ihn! Die Buhlerin steinigt!" Johanne- ist die Stufen zum Tempel emporgeftiegen, den Stein in der Hand, um ihn 'dem Beschimpfer seines Volkes entgegenzuschleudern. Schon hebt Johannes die Hand, da beginnt über den Eifernden das Evangelium der Liebe zu siegen noch zögernd, aber in feiner Kraft läßt er die Hand sinken mit den noch zagenden Worten:Im Namen deffen, der mich, Dich lieben heißt!"

Mit Wehrusen stiebt das Volk auseinander, Johanne» wird gefeffelt, Herode» läßt ihn in einen Kerker nach Galiläa -ringen. De» Johannes Macht ist gebrochen, daS Volk und seine Jünger verlaffen ihn. Doch dem Johanne» scheint sich Rettung zu nahen. Salome bittet für ihn bei Herode», der ihr, der lockend, verführerischen Schönheit, zu Liebe den nun machtlosen Manu freigrbcn will. Salome, die, von gleicher Dämonie wie ihre Mutter ersüllt, leidenschaftlich erglüht ist für den einsamen großen Mann, bietet Johannes in rückhalt­

tigen Landes za führen. Der Oberstlandmarschall unter­bricht die S tzung auf eine halbe Stunde. Sämwtliche deutsche Abgeordnete eilen nach demGraben", wo die Miß­handlung erfolgte.

Prag, 18. Januar. Landtag Nach der Wieder­aufnahme der Sitzung erklärt der Statthalter v. Coudeuhove, ein tschechischer Student habe auf der Straße einen deutschen Studenten, der Farben trug, angegriffen und geschlagen. Der tschechische Student sei verhaftet worden. Weiter betont der Statthalter, es sei ein statutarische« Recht der deutschen Studenten, Farben zu tragen. (Zustimmung links.) Die» könne Niemanden Grund zu Ausschreitungen geben. Er, der Statthalter, müffe derlei auf» Schärfste verurtheilen. Die S'chcrheitsbehörden hätten ihre Pflicht erfüllt- sie feien so­fort zur Stelle gewesen, hätten den Angegriffenen geschützt, und die Angreifer, sowie andere der Verhaftung sich wider­setzende Personen festgenommen. Keine Sicherheitsbehörde der Welt könne derlei Zwischenfälle verhindern. (Lärm, Protestrufe bei den Tschechen.)

Teplitz, 18. Januar. Dte Wasserheilanstalt Eichwald ist in der letzten Nacht vollständig niedergebrannt.

Triest, 18. Januar. Die Insel Lissa wird von der L epr a-Kra nkheit heimgesucht.

Rom, 18. Januar. WieMeffagero" zu berichten weiß, beabsichtigt Lombroso, die Initiative zu einer inter­nationalen Huldigung ZolaS zu ergreifen.

Ancona, 18. Januar. Die Nacht und der heutige Vor­mittag verliefen durchaus ruhig. Bekanntmachungen des Bürgermeisters und des Präfecten verbieten jede Ansamm­lung auf den Straßen. Der Gemeinderath hat vorgesorgt, daß Brod zum Herstellungspreise abgegeben wird, welches von der Militärbäckerei bereitet wird. Letztere ist für die Bäcker eingetreten, welche, durch die Haltung der Be­völkerung eingeschüchtert, in der letzten Nacht nicht gebacken haben.

Pari», 18. Januar. Der KriegSminister händigte heute dem Justizminister die Klage gegen Zola und da- Journal Aurore" ein. Zola wählte al» Rechtsbeiftand den Advo- cateu Ferdinand Labori. Wahrscheinlich findet die Verhand­lung vor dem Asfiffenhofe statt. Die für entwendet ge­haltenen Actenstücke der Martnecommtsfiou find in einem Actenschranke der Kammer wiedergefunden worden.

Canto», 18. Januar. Bei dem Orte Laugthen ist der deutsche Missionar Homeher, von der Station Narnjung der Berliner Mission, beraubt und verwundet worden. Auf Intervention des hiesigen deutschen ConsulS hat der General­gouverneur sofort telegraphisch die nöthigen Maßnahmen zur Sühnung de» Vorfalles getroffen.

Cocalts uttfc provinzielles.

Gießen, den 19. Januar 1898.

* Auszeichnung. Au» Anlaß des Krönung»- und OrdeuS- festeS erhielt da» Allgemeine Ehrenzeichen der Bezirksfeldwebel beim Landwehrbezirk Gießen, Thüre.

* * Bon der Universität. Der a. o. Prof. Herr Dr. G r o o S hier erhielt einen Ruf an die Universität Basel.

Srust Ludwig- und Bictoria Relita - Stiftung. Der Darmst. Ztg." wird geschrieben: Zur Erinnerung an den hohen Hochzeitstag Ihrer Kgl. Hoheiten des Grohherzogs und der Großherzogin gelangen auS der von dem Landesverband der KriegerkameradschaftHassia" gegründeten Ernst Ludwig- und Victoria Melita-Stiftung wie vor­jährig auch in diesem Jahre an brave und mittellose Eonfir- monben, welche Waisen von früheren Mitgliedern find, Geld- geschenke zur Vertheilnug. Dabei werden auch Halbwaisen, deren Väter gestorben sind, berücksichtigt und können nur solche Kinder, gleichviel welchen Glaubens, beschenkt werden, die in diesem Jahre confirmirt oder eingesegnet werden. Für die Gesuche um Berücksichtigung ist ein besonderes Formular vorgeschrieben, daS von den Kriegervereinen bei den Bezirks- Vorsitzenden zu beziehen ist. Die Einsendung solcher Gesuche hat bei den jeweiligen Bezirken bi» längstens den 15. Februar zu erfolgen. Gesuche, die durch Vermittelung deS Bezirk» nicht bis zum 1. März bei dem Landespräfidium eingelaufen find, können nicht berücksichtigt werden, weil an diesem Tage

losen Lockungen ihre unberührte Jugend an. Johanne» erkennt mit Entsetzen, was in dem schönen jungen Weibe lodert: Mächtig bist Du die Welt trägst Du auf Deinen Armen denn Du bist die Sünde!" Und da er fie zurückweist, lodert versengend in ihr der Haß auf, den nun HerodiaS, die von Johannes eine Buhlerin und Ehebrecherin gescholten worden, zu immer glühenderer Gluth auspeitscht. HerodiaS ersinnt Schreckliches: Salome soll vor Herodes und dem römischen Gaste tanzen und zum Lohne dafür fordernauf goldener Schüssel daS Haupt des Täufer»." In leidenschaft- durchglühten Scrnen wird das festgestellt, in Scenen von großartiger Wirkung wird da» auSgeführt. Bevor da» Haupt de» Täufers fällt, erkennt es Johannes, daß nun her Fürst de» Friedens kommen wird. Johannes wollte da» Volk weiden mit Ruthen, darum ward sein Reich zu Schanden. Nun kommt der Fürst des Friedens undfein Schwert heißetLiebe" undErbarmen" ist fein Schlachtruf." Da de» Täufer» Haupt gefallen, singt Salome gebrochen und verstört, wa» fie sonst tändelnd gesungenich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Thal." Doch bald dringt» mächtig von den Straßen herauf in de» Herodes Palast, das Hosianna, da- dem einziehenden Jesus von Nazareth.,entgegen- gebracht wird. Herodes tu kecker Heberhebung, trunken von Wein und Aufregung, springt "zum Fenster, er will den König der Juden sehen, doch von der Bedeutung der Erscheinung geblendet, verhüllt er sein Antlitz mächtiger braust da» Hofianua herein, da» Trinkgelage im Palast ist verstummt, schweigende» Staunen erfaßt fie Alle, die da der dem Unter- gang^estimmten, im Kern verfaulten Cultur dienen: DaS

I neue Zeitalter siegt, der Friedensfürst zieht ein.

die vorgesehene Geldsumme, die erfahrungsgemäß nicht zur Befriedigung aller mittellosen KriegervereinSwaisen «»»reicht, vertheilt wird.

Turnerei. UeberaO, wo deutsche Turner wohne«, rüstet man sich, daS 9. deutsche Turnfest, da» i» Sommer dieses Jahres zu Hamburg gefeiert wird, in würdiger Weise zu begehen. Auch die Gießener Turner werden, wie wir bereits mitgetheilt, vertreten sein und fich bemühen, unserer Vaterstadt Ehre zu machen. ES ist außer der Thetlnahme an den allgemeinen Hebungen die Vorführung einer Musterriege beabsichtigt. Auch werden einige Turner sich am Einzelwettturnen betheiligen. Die Festthettnehmer aus dem Mittelrheinkrei» werden voraussichtlich durch den in Aussicht genommenen Extrazug wesentlich: Begünstigung bei der Reise genießen.

Annahme Zweijährig Freiwilliger. Bei dem Jäger- Bataillon Nr. 11 in Marburg werden lt.Oberh. Ztg." Zweijährig-Freiwillige für October d. I. schon jetzt an­genommen. Die Betreffenden Haden sich im Monat Februar ober März d. I. an einem Mittwoch oder TamStag, Morgen» 10 Uhr, im Geschäftszimmer de» Bataillons in bet Kaserne zu Marburg unter Vorlage eine» Meldescheine» zur Untersuchung zu melden.

Knnfiverein. Wir freuen un», den Mitgliedern bei Kuustverems mittheilen zu können, daß daS Derein»blatt für 1898 schon in aller Bälde zur Vertheilnug gelangen soll und daß dafür eine Radirnng von Bernhard Mannseld (Frankfurt) gewählt ist:Burg Friedberg". Neu- eintretende erhalten somit für ihren Jahresbeitrag (10 Mk.) neben dem freien Zutritt für sich und ihre Angehörigen zn den Ausstellungen und der Theilnahrne an der jährlichen Ber- loosnng von Kunstwerken in diesem Jahre auch noch ein besonders werthvolle» VereinSblatt.

* Rad Wettfahreu. Die ersten diesjährigen großes internationalen Radwettfahreu werden am 22. Mai l. I. auf der Gießener Rennbahn an der Hardt stau- finden.

* e Eißcoucett. Heute Mittag von 12 bis 1 Uhr wurde das allwöchentlich auf der Südanlage stattfindende Promenade- Concert auf der Eisbahn de» EiSvereinS abgehalten- morgen Donnerstag Nachmittag von 2 bis 41/1 Uhr concertirt die ganze RegtmentScapelle ebendaselbst, s. a. Jnse- ratevtheil. Bei anhaltendem Frostwetter ist auch für Sonntag Nachmittag Concert auf der Eisbahn in AuSficht genommen.

* vefitzwechfel. Herr Heinrich Weller erwarb für den Preis von 35000 Mark die Georg Schäfer'sche Hof- raitheZum neuen Schützenhof" in der Grünberger- straße.

* Windhof. Mit Beginn der Sommer-Saison ist für Vereine und Gesellschaften, welche wohl schon jetzt ihre Pläne zu Ausflügen entwerfen, dos am 1. Mai d. I. zu eröffnende großartig angelegte EtabliffementWindhos" in Rechnung zu ziehen. In idyllischer Lage am Fuße des Gleibergs, des Vetzbergs und de» DünIbergS gelegen, bietet du» neue Restaurant mit seinem geräumigen Burghof und dem noch anzulegenden Garten mehr Komfort, al» irgend ein anderer Sommer-AuSflug-ort unserer Umgegend. Nach Plänen bei Herrn Architekten Kockerbeck-Gießen im Stile der alte» Burgen errichtet, gewährt da» RestauratiouSgebäude bequem 2000 Personen in seinen verschiedenen Räumen Unterkunst. Der große 350 Quadratmeter haltende Rittersaal, ter za einem Prunksaale auSgestattet werden wird, ist geeignet, all Tanzsaal benutzt zu werden. Von dem 160 Fuß hohe» Burgfried bietet fich dem Beschauer ein prächtiger Fernblick über die Umgegend. Für gute Verpflegung bietet daß Renomme des Besitzer», de» Herrn Duill-Gießen, volle Gewähr.

* Zum Bau einer Stadthalle nebst Coucerlsaal hat der Weinhändler Jänke der Stadt Danzig 150 000 Mark vermacht. Wir find der Ueberzeugung, daß unser« Gießen ein annähernd große» Berrnächtniß auch nicht uv- gelegen käme.

* Warnung fut kleine Geschäftsleute. Seit einiger Zeit geht hiesigen Handwerkern, besonders der Baubranche, dal Rundschreiben einer Berliner Bank- und Wechsel»

Ein Mangel de» ergreifenden, oft zu sehr starken dra- matischen Momenten fich erhebenden Dramas ist die Thateu- losigkeit de» Johanne», der zwar im Mittelpunkte der Dichtung steht, während oft die in glühenden Farben vom Dichter geschilderten Gestalten der Herodia» und der Salome mehr interessiren- auch der unter der Last de» Rahmes Herode» des Großen bedrückte Vierfürst Herode» isi eine feffelude dichterische Schöpfung. Von dem Johanne» de» Drama» soll auf die übrigen eine suggesfive Kraft au-gehen, von der wir nicht immer überzeugt find, wie mächtig kraftvoll such seine Sprache, wie überlegen und reif auch feine Gedanken find. In der Bprachbehandlung und der Gedankenfülle ze gt hier Sudermann seine Stärke in besonder- hohrm Maße, vielfach hat er Wendungen und Bilder aus dem Evangelium auf» genommen und danach ist die ganze Diction abgetönt. Dir Volks- und Priesterthpen find knapp und scharf characterifitt, die Stimmung in all den wechselnden Momenten de- Drama» sehr glücklich getroffen.

Johanne»" ist nebenFlorian Geher" da» erste historische Drama, da» stch frei hält von der Technik der mit Monologes arbeitenden Dramenart. E» geht Effecten nicht gerade aul dem Wege, aber es sucht fie auch nicht auf, und es preßt nicht wie Wildenbruch thut, in die Abschlußscenen alle mög­lichen Effecte zusammen. TS ist eben eine durchweg künst­lerische Arbeit, die den Dichter auf einer noch wesentlich höheren Stufe al« bisher zeigt. Die Darstellung im Deutschen Theater" war durchweg gut und in den Haupt' rollen Sainz, Reicher, AgneS Sorma, Frl. Dumont allerersten Range».