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19.7.1898 Erstes Blatt
 
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>ung. Tin von dem Lbg. I vierten AutschusseS über mg-dorf) und Genossen, die nung vom 12.Juni 1874 )ohe Zweite Kammer wolle 'Lang-dors) und Genossen daß btm vorgeschlagenen

ing gegeben tclrb: Dem al Ordnong vom 12. Juv! gefügt: M ®tunb de: WvM n^en werden, MMng von Bersaoi^ vorn 16. Marz 1818 Mr. »recht bezwecken.« idem Abg. Frhrn.v.M ichusset der Zweiten Kamme' veiner und Genoßen, die . fi, ilnitfiSr««®';

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auf der Terrasse. Bet gutem Wetter Abends 10 Uhr: Feuerwnk am Fuß der Terrasse. Bet schlechtem Wetter findet das Feuerwerk am folgenden Abend statt. Freitag den 22. Juli, NachmtttagS von 4</i btS 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abend« 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Der lustige Krieg SamStag den 23. Juli, Nachmittag« von 4 bis 7 und von 8 btS S8/« Ubr auf der Terrasse: Concert der Capelle deS

Noch niemals eine so milde und angenehme aromatische Seife in Gebrauch gehabt," ist eine ärztliche Aeußerung über die Patent- Myrrholin Seife, welche überall, auch in den Apotheken erhällllch tfl.

Staatsminister-, Herrn Geheimrath Küchler, den Platz ein- räumte. An die Spitze de- obersten Verwaltungsgericht--

Hofe- berufen, schied Küchler im Jahre 1891 von hier, von welcher Zeit an der nunmehrige Staat-Minister Rothe da- Amt deS Provinzial'Dtrector- in Rheinhessen versah.

A Au» dem Großherzogthum Hessen, 17. Juli. Der Einführung einer hessischen Laude-lotterie hat sich der nunmehr in den Ruhestand getretene Finavzmtntster Weber bekanntlich immer energisch widersetzt und ungeachtet, daß zu verschiedenen Malen ein die-bezügltcher Antrag deS CentrumSabgeordneten Pennrich mit großer Majorität von der zweiten Kammer angenommen worden ist, war Finanz» Minister Weber nicht von seinem Widerstande abzubrtngen, dabei immer moralische Gründe gegen eine Lotterie in- Treffen führend. Wie da- Organ des Abg. Pennrich, derBinger Anzeiger", jetzt meldet, soll man nach der Verabschiedung de- Finavzmintster- Weber in Darmstadt in der Frage anderen Sinne- geworden und an maßgebender Stelle nicht abgeneigt sein, dem Projecte sofort näher zu treten, zumal man fich der Ueberzeugung kaum verschließen könne, daß ohne die Er­öffnung der ergiebigen Einnahmequelle, welche eine LaudeS- lotterie verspreche, die Durchführung der Steuerreform auf I beabsichtigter Grundlage zweifellos mit erheblichen Schwierig­keiten verknüpft sein werde.

Bntzbach, 14. Juli. Wie stark die Häuserp reise letzthin gest:egen sind, zeigt eine Reihe soeben abgeschloffeuer Verkäufe. Danach verkaufte der Gastwirth Jakob Roth seine I in der Kaserneustraße gelegene, 158 Qmtr. große Hofraithe für 26600 Mk. an den Gastwirth und Bahnhof-restaurateur Heinrich Kalbfleisch. Ferner verkaufte der Gastwirth Fried- rich Schorre seine in der Grtedlrrstraße gelegene Hofraithe, die 111 Qmtr. umfaßt, an Karl Winter Eheleute von Ost­heim zum Prei» von 29250 Mk. Endlich ist ein verkauf eines 2106 Qmtr. großen Grundstücke- von Joh. Stein- hänfer VI. an Wilhelm Hölzer Eheleute zu 7000 Mk. zu | erwähnen.

Friedberg, 15. Juli. Hier herrscht ein Waschfrauen- I strikt, weil sich die Einwohnerschaft den ihr unberechtigt er- : scheinenden höheren Forderungen der Waschfrauen nicht fügen | will. DerOberheff. Anz." schreibt in seiner heutigen Nummer: Soeben wird unS von der Wäscherin Frau Schleuning eine Postkarte mit Poststempel Gießen den 14. Juli über­bracht, deren Inhalt wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Sie lautet:An die strikendeu Waschfrauen in Friedberg. Gut Seif! Kaiserhof Gießen, 13.7.98. Unseren lieben wackeren Genossinnen zu ihrem zielbewußten Vorgehen rin dreifacher Gut Seif! Sämmtliche Gießener Was-bfrauen, versammelt auf dem Parteitag im Kaiserhof." DaS Original kann bei und eingesehen werden.

4- Nidda, 17.Juli. Unser benachbarter Kurort Salz­hausen war dank der günstigen Witterung heute außer­ordentlich von Nah und Fern besucht.

Mainz, 17. Juli. Frhr. v. Gagern, dessen Er­nennung zum Provinzial-Director von Rheiuheffen nunmehr die amtliche Bestätigung erfahren hat, ist seit der am 12. Juli 1816 erfolgten Zutheiluug von Mainz zu dem Großherzog, thum Heffen der achte Vertreter der heffifchen Regierung in Rheinheffeu. Nach den kriegerischen Wirren zu Anfang diese» Jahrhundert- verwaltete diese- damal» sehr schwierige Amt zuerst Frhr. v. Lichtenberg, der von 1816 bis 1832 Mitglied der Generalcommiffiou war, um alsdann Provinzial- dtrector von Rheinheffeu zu werden. Diesen Posten bekleidete Frhr. v. Lichtenberg, der sich einer sehr großen Popularität erfreut hatte, bi» zu seinem im Jahre 1845 erfolgten Tode. Nachfolger de» Frhrn. v. Lichtenberg war der Kreisrath in WormS, der später von vielen Seiten sehr geschmähte Karl Friedrich Reinhard Frhr. v. Dalwigk, der tndeß nur zwei Jahre die Stelle eines Territorial-Commiffar von Rheinheffeu versah, um al-dann zunächst hrfftscher Bundestagsgesandter und sodann am 1. Juli 1850 hessischer StaatSmimfter zu werden. Nach Frhr. v. Dalwigk folgte während der Ereig- niffe deS Jahre» 1848 Geheimrath Heinrich Karl Joseph Schmitt, der im Jahre 1849 peufionirt wurde, später aber wieder in Dienst trat und von 1854 bis 1874 Provinzial- binctor von Rheinheffeu war. Schmitt folgte Dr. Theodor Soldmaun, der im Jahre 1877 zum Präsidenten de» Ober-EonfistoriumS ernannt wurde und an deffeu hiesige Stelle

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 18. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Waffer 15°, Luft 18'/,°.

Rübsamen'scke Badeanstalt.

Frankfurter Ruder-Club; RudergesellschaftRhenania , Loblenz. 4. vierer: Ludwtg»hafener Ruderveretn; Offen- I bacher RudergesellschaftUndine"; Franknrter Ruderveretn; Frankfurter RudergesellfchaftGermania"; Wetzlarer Ruder- I Elub. 5. Einer, Lahn-Pokal: Gießener Rudergesellschaft; I Frankfurter Ruder-Club. 6. vierer für Junior»: Offen- | bacher RudergesellfchaftUndine"; Ludwigshafener Ruder- verein; Frankfurter Ruderveretn. 7. Einer: Ludwigs- | Hafener Ruderverein; RudergesellfchaftRhenania", Coblenz. I 8. Dollenzweier: Bonner Ruderverein; Wetzlarer Ruder- I Club. 9. vierer: Frankfurter Ruder-Club; Ruder-Club I Franken", Schweinfurt; Gießener Rudergesellschaft. I 10. Dollenvierer: Gießener Rudergesellfchaft; Bonner Ruder- ] verein; Wetzlarer Ruder Club. 11. Achter, Großherzogs­preis : Frankfurter RudergesellschaftGermania"; Frankfurter | Ruderverein; Wetzlarer Ruder-Club.

♦♦ 3m Oberpostdireetionßbezirk Darmstadt gingen an Wechselstempelsteuer im Juni ds. I». 14,185.70 Mk., zusammen mit den Vormonaten (ab 1. April) 43,244.60 Mk. oder 3244.40 Mk. mehr als im entsprechenden Zeiträume de» vorhergegaugrneu Rechnung»jahreS ein.

9. Deutsche» Turnfest in Hamburg 1898. Die Turn­spiele auf dem Festplatze find außerordentlich vielseitig. Jeden Augenblick ändert sich da» Bild. Wettlaufen wird | von Ballspielen, EtSboffeln, Barlauf, Dt»ku»werfen in fort, währendem Wechsel abgelöst. Hiesige Vereine spielen gegen- einander und gegen auswärtige, Damenabtheilungen mit- und gegeneinander, die Hamburger gegen die Altonaer Schulen, lebe halbe Stunde bringt neue Uebungeu.

Zur Gründung de» Mttteldentschen Sangerverbande». Die Frankfurter Sängerveretnigung versendet soeben au alle Ihr bekannt gewordenen Gesangvereine Mitteldeutschland» einen Aufruf, in welchem die Vereine gebeten werden, ihre Der- treter zu dem am 27. und 28. August iw Zoologischen Garten zu Frankfurt a. M. stattfindeuden Delegirtentag zu ent- senden. Die Bestrebungen dieses verbände» sollen haupt­sächlich darauf darauf gerichtet sein, zeitweilig in Mittel­deutschland größere Sängerfefte in größerem Maßstabe ab* zuhaltev, wie überhaupt die Pflege de» MaffengesangeS und Ile Hebung des Bolkrgesauge» mit allem Opfermuth zu heben. Allen Vereinen und Bünden soll Gelegenheit geboten werden, sich diesem verbände ohne große Verpflichtungen und Berbiudlichkeiteu anzuschließen, um gemeinsam die Zusammengehörigkeit der deutschen Sängerschaft zu wecken und zu fördern. Die Anmeldung der Vertreter soll möglichst bi» 14. August au den Vorsitzenden der Frankfurter Sänger­vereinigung, Herrn Peter Schneider, gesandt werden, welcher auch gerne alle Anfragen beantwortet. Wir können diese idealen Bestrebungen nur mit voller Sympathie allen Ge­sangvereinen empfehlen und wollen hoffen, daß durch Ent­sendung der Vertreter dem Delegirtentag endlich gelingt, wonach schon so lange in der Sängerwelt gestrebt wird, nämlich: die Einigung und Verbrüderung der Gesangvereine Mitteldeutschland».

Neueste Nachrichten.

Depesche» de« Bureau .Herold".

Berlin, 18. Juli. Wie dem Berliner Tageblatt aus Gleiwitz tu Oberschlefien gemeldet wird, stürzte sich dort gestern früh der Zeichenlehrer August Geselschap, ein Bruder de» vor mehreren Wochen in Rom auf so tragische Weise umS Leben gekommenen ProfefforS Geselschap, au» dem Fenster seiner Wohnung auf die Straße und war sofort tobt. Er dürfte die That in einem Zustande geistiger Um­nachtung verübt haben.

Vrellan, 18. Juli. Auf dem LamSdorfer Schießplätze ereignete fich infolge Explosion eines alten blind geladenen Gefchoffe», auf welches beim Scheiben-Einbau einer der Scheibenpfähle stieß und den Zünder des Gefchoffe» zum Ex- plodiren brachte, ein großer Unglücksfall. Der den Scheibenaufbau leitende Artillerie-Offizier und fieben Mann find zum Theil schwer verletzt. Dieselben gehören zu den Feld-Artillerie-Regimevtern Nr. 6 und 21.

Paris, 18. Juli. Gestern Nachmittag fand bei Labort eine Conferenz zwischen Zola, Labori und Clemenceau statt, in welcher über die heute in Versailles zu beobachtende Taktik berathen wurde. E» ist wahrscheinlich, daß: die Zola- Partei diesmal den Prozeß acceptirt, nachdem Lab ort seit Beginn der Verhandlungen seine für ein spätere» Verfahren nothwendigen Einwendungen gemacht haben wird. Der Prä­sident Perivier glaubt in diesem Falle den Prozeß in drei Tagen beendigen zu können. Die Zola-Partei rechnet auf eine längere Dauer. ,

Paris, 19. Juli. Bei Herrn Ducassv, dem Secretar der Comteffe Blanche de Comminge», welcher mit Picquart befreundet ist, fand gestern eine Hau-suchung statt. Die Polizei beschlagnahmte eine Anzahl Briefe.

Parts, 18. Juli. DerFigaro" demeuttrt die Nach- richt von dem Tode der Prinzessin Chimay und der- sichert, daß dieselbe sich der besten Gesundheit erfreut.

Madrid, 18. Juli. Wie derJmparcial" hört, stellt Mac Kinley bei den inzwischen stattgefundenen diplomatischen Sondirungen höhere Forderungen al» man io Madrid, Pari» und London erwartete. Er soll nicht nur die Annexion Cuba- und PortoricoS beanspruchen, sondern auch ein großes Terrain auf den Philippinen als Kohlenstation fordern. Diese Forderungen hält man als nicht mit den bisher von der Union erzielten Erfolgen im Berhältniß stehend.

Washington, 18. Juli. Da» Geschwader WatsonS, welches gegen die spanischen Häfen Vorgehen soll, soll ein ganz bedeutendes sein. Dasselbe wurde noch verstärkt durch drei aroße Dampfer und drei Schlachtschiffe.

Washington, 18. Juli. Einem osfiziellen Telegramm I au» Santiago zufolge wurde die spanische Flagge gcftern Borwittag 10 Uhr durch die amerikanische ersetzt. Die Truppen zogen unter dem Befehl des Generals Toral vor die Stadt an einen bestimmten Ort, legten dort die Waffen nieder und kehrten später wieder in ihre alten Quartiere iUXÜC6an Francisco, 18. Juli. Da» für die spanische Küste bestimmte amerikanische Geschwader wird sich zunächst nach Fernando Po begeben und die dortigen Einwohner in Frei-

Santiago, 18. Juli. Die hiesige Garnison ist gestern in da» amerikanische Lager abgerückt und hat dort die Waffen abgeliefert. Gleichzeitig wurde die spa- nilche Flagge niedergeholt und daS amerikanische Banner gehißt.

Jns.-Regiments Nr. 166 aus Hanau. Nachmittag« 4 Uhr: Theater­vorstellung für Kinder und Erwachsene. Dr. Faust'S Zauberkäppchen. Abends von 8 btS 10 Uhr im Saale: Tanz. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 24. Juli, Nachmittags von 4 bis 7 und von 8 bi« 93/< Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle deS Thüringischen Ulanen-RegimentS Nr. 6 auS Hanau.

Frhr. Röder v. Diersburg trat. Dieser war bis zu I Thrill! der Terraste getanzt werden. Abend« 8 Uhr: Theater-

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dem Jahre 1881 hi», wo er dem Dtrector oes lttztgen mttteg6 5 bl8 7Dunb ÜOön 8 bt9 10 Ubr: Concert der Kurcapelle

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verlange Muftrr mU Angabr d. ««wUnschlkN.

von Elten & Keussen,£4 Crefeld.

Schtftrnachrichterr.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertttten durch bii Agenten Carl Loo« und I. M. Schulhof.

Bremen , 16. Juli. (Per transatlantischen Telegraph^! Der Doppelschrauben-Postdampfer Prinz-Regent Luitpold, Eapt. H. Walter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr Nach­mittags wohlbehalten in Newyork angekommen.___

Verkehr, Land- und volkrwirthschaft.

G»L«Aerck, 16 Juli. Fruchtpreise. WeizenJL00,0000,00, Korn 00, Gerste * 14,00 -00.00, Hafers 16,80-18,00,

Erbsen JL 17,00-00,00, Linsen j* 00,00, Wicken X 00,00, Lein JL 00,00, Kartoffeln JL 8,0010,00, Samen JL 00,00-

Arir der Zeit für die Zeit.

Vor 28 Jahren, am 19. Juni 1870, erfolgte die Kriegs- erklärung Frankreichs an Preußen. In dieser hieß es u. A., daß man den Plan, einen preußischen Prinzen auf den I Thron von Spanien zu erheben, als ein gegen die territoriale Sicherheit Frankreichs gerichtetes Unternehmen betrachten muffe. Noch an demselben Tage sah man König Wilhelm die Todtenkapelle seiner Eltern in Charlottenburg betreten und den Beistand des Himmels zu dem großen Unternehmen I erflehen, dessen für das deutsche Vaterland glücklicher Ausgang Allen bekannt ist.__________________________

vermischte».

Eine Gewaltthat. Vor Kurzem stand im Staate Iowa ein junger Mann unter der Anklage, eine Gewaltthat gegen I ein junge« Mädchen verübt zu haben, vor Gericht. Die Gewaltthat" bestand, wie die Aussagen, mit der Klage- I '-irerin an der Spitze, ergeben, einfach darin, daß Mr. John | Harper das junge Mädchen, Miß Elizabeth Brown, wider [ ihren Willen geküßt hatte. Der junge Mann wurde darin bestand die ganze Strafe in die Gerichtskosten verurtheilt, und der weife Richter motivirte dieses Urtheil in folgender I Ansprache an die Klägerin:Miß Brown", sagte er,Sie müssen wissen, daß es meine Pflicht ist, die Zeugen, wenn sie ihre Aussagen machen, zu studiren. So habe ich denn auch Sie aufmerksam beobachtet, und ich muß gestehen, Sie sind mir so hübsch, so reizend, so verführerisch erschienen, daß ich mich mit Gewalt an die Arme meines Lehnseffels klammern mußte, um nicht der Versuchung zu unterliegen, hinzugehen i und zu thun, wie der Angeklagte gethan hat. Bei so be- wandten Umständen darf man annehmen, daß der Angeklagte von einem unwiderstehlichen Zuge sich hat hinreißen laffen. D Shalb wird er als Strafe nur die Unkosten des Ver­fahrens entrichten." Ein anderer Richter in den Vereinigten Staaten hielt kürzlich folgende Ansprache an die Geschworenen: | Meine Herren! In der Sache find die Anwälte auf beiden | Seiten unverschämt und unverständlich, die Zeugen auf beiden 55-iten sind unanständig und unglaubwürdig, Kläger und Be­klagter find solche au-gemachte Schurken, daß es mir ganz gleichgiltig ist, welchen Spruch fie fällen." Im Lande Onkel Sams geht e» recht gemüthlich zu!___________________

Wissenschaft, Literatur und Aunst.

Mit Schlägel und Eisen. Eine Schilderung des Berg­baues und seiner technischen HttsSmiitcl. Von Dr. Wilh. Bersch. (Mit 26 Vollbildern und 370 Text-Abbildungen.) In 25 Lieferungen zu 50 Pfg. vollständig erfchienen; auch complet in Ortginal-Pracht- banb 15 Mk. (A. Hartlebentz Verlag in Wien.) Der Bergbau ist ein Gebiet, dessen Bedeutung bedauerlicher Weise heute von »eitm der Gebildeten noch nicht jene Würdigung findet, welche verdient. Daran ist aber nicht etwa der Umstand schuld, daß die montanistischen Wissenschaften wenig Interessantes zu bieten vermögen, sondern einzig und allein die Thalsache, daß eS bisher an einem Buche fehlte, welches in anziehender Weise den Bergbau und seine Producle in Wort und Bild und In einer der Allgemeinheit verständlichen Sprache schildert. Durch das vorliegende WerkMit Schlägel und Eisen" wird aber diese Lücke in unserer Literatur in glücklicher Weise auSgefüllt. Es macht uns mit der Thatigkeit des Bergmannes ver­traut, es zeigt, mit welchen Mühen uno Gefahren der Bergmann zu kämpfen hat, um die Schätze aus der Tiefe ans Tageslicht zu bringen, und wie Wissenschaft und Technik unablässig bemüht find, die Gefahren de« Bergbaues zu verringern und diesen wichtigen Rwetg der Urprod-clion auszugestalten und zu vervollkommnen. Wir lernen die technischen Hilssmtttel des Bergbaues, sowie die Gewinnung der Erze und der Kohle kennen, wir verweilen bei den Goldgräbern in Californten und Alaska und bei den Unglücklichen in dm Übirischen Gold- und Stlbermtnen. Die Gewinnung der Salze und der Edel­steine, des Erdöles und endlich der nutzbaren Gesteine wird an­ziehend geschildert, auch werden uns Sitten und Gebräuche, Tracht, Sprache und Sagenkreis des Bergmannstandes vor Augen geführt. Trotz des reichen Inhaltes und der eingehenden Schilderung wird

Mit Schlägel und Eisen" den Leser aber nie ermüden, die zahl­reichen Abbildungen sind trefflich gewählt und tadellos, der Text in anziehender und allgemein verständlicher W.ise geschrieben; das Buch ist daher so recht berufen. Stunden der Muße in angenehmer und belehrender Werse auszufüllen, indem es uns mit einem hochinter­essanten Gebiete, mit dem Bergwesen in seinem ganzen Umfange ver­traut macht. _____________________

Unterhaltungen in Bad-Nauheim

vom 19. Juli bis 24. Juli.

Dienstag den 19. Juli, Nachmittags von 4*, bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert der Capelle des 2. Großh. Lest. Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 aus Gießen. Bei gutem Welter spielt die Kurcapelle von 6 bis 8 Ubr am Teichhause. Mittwoch ben 20. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8/, bi« 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Von 81/» bis 10 Uhr spielt die Capelle Tänze und kann auf dem nordwestlichen