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scheitere an der Schwierigkeit der Ausführung, wie auch an | AZVehNche Anzeigen der Stabt Giehen.
der meist ungünstigen wtrthschaftlichen Lage der Hand
werksmeister.
Svaugelische Gemeinde.
Gottesdienst.
Liernheiw, 14. Februar. Unter einer Brücke derBleru« heim—Weinheimer Straße wurde auf einem Lager von Heu und alten Decken eine männliche Leiche aufgefunden. Der Unbekannte trug weder Baarmittel noch Papiere bei fich und scheint dem Zigeunerstamme anzugehören. Tief aufgewühlter Boden neben dem Lager läßt auf einen schweren TodeSkampf schließen. Die Leiche wurde vorerst in baß hiesige SterbehauS verbracht und dürste nach Gießen in die Anatomie übergeführt werden.
Vernrlfchtes.
* Frankfurt, 11. Februar. Der vierzigjährige Joh. Zweck steht unter der Anklage, auf einem Schein die Ziffer 92,608 in 92,603 verwandelt zu haben, um dadurch einen Anspruch zu erhalten auf einen Lotteriegewinn von Mk. 300,000, der in der „Internationalen SerienlooS- Gesellschast" in Zürich von AlvyS Bernhard, die in Frank« fait eine Filiale hat, auf die Nummer gefallen war. Der Angeklagte wollte den Gewinnst erheben, erhielt ihn nicht und klagte gegen B., verlor den Prozeß in erster Instanz und wurde in zweiter der Staatsanwaltschaft wegen Fälschung angezeigt. Er erhebt heute den Einwand, daß nicht er, sondern sein (inzwischen verstorbener) Partner den Schein verändert habe. Es tritt daher aus Antrag der StaatSan« waltschast die Freisprechung ein.
* Eobleuz. 17. Februar. Bet einer gestern Abend auS- gebrochenen Feuersbrunst erstickte in einem Hause eine Frau mit ihrem Kind.
* Sheffield, 14. Februar. Großes Aufsehen hat hier die Ankunft eines Eisenbahnzuges gemacht, der mit deutschen Maschinen im Werthe von vielen tausend Pfund beladen war. Die Maschinen waren für eine Sheffielder Firma be« stimmt, die Kriegsmaterial herstellt, und die wegen des MaschtnenbauerftrikS die Bestellung nach Deutschland ge« geben hatte.
♦ Fahrrad und Berbrecherthum. Wie wichtig da» modernste aller Verkehrsmittel, daS Fahrrad, für die Erimtnaltsttk unserer Tage geworden ist, zeigt uns ein sehr beachtrnSwerther Aufsatz de» Familienblattes „Daß Buch für Alle" von A. O. Klaußmavn. In äußerst intereffanten Enthüllungen zeigt uns der bekannte Crimtnalist, wie daß Berbrecherthum sich jeder neuen Verkehrseinrichtung sofort bemächtigt und deren yerhältniffr anßzubenten sucht.
Hnit>erfität$ - Nachrichten.
Leipzig, 17. Februar. Dem „Leipziger Tageblatt" zufolge ist Unioersttälsprofessor Moldenhauer in Meran gestorben.
Eingesandt.
Sietze«, 18. Februar 1898.
— Herr Fritzschler hat am kommenden Montag sein Benefiz und bringt „DaS bemooste Haupt" zur Aufführung. Wie man hört, will an diesem Abend der älteste Student GiehenS auß Gefälligkeit für den Benefizianten Mitwirken. E.
Sonntag, den 20. Februar, Eftomi i.
I« frei «tadttirche.
Vormittags 9>/r Uhr: Pfarrer Dr. Grein. 9
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Marcusgemeinde. Pfarrer Dr. Gretn.
Abends 8 Uhr: Liturgische Andacht (in Gesängen von Gerhard Tersteegen). Geh. Ktrchenrath D. Kästltn.
Die Vereinigung der confirmirtenl mänvlichen Jugend in der Herberge muß wegen der liturgischen Andacht auf den nächsten Sonntag, den 27. Februar, verschoben^werden.
Ar» frei AoharnraSttrche.
Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dtngeldey.
Verpfliatung eines KtrchenvorsteherS der Lucasgemeinde.
Vormittags um 11 Uhr: Kinderkirche für die Lucasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. |
Abends 6 Uhr: Psarraffistent Dr. Heußel.
Montag, den 21. Februar, Abends 8 vhr, »ibelstnnde im Confirmandensaal der JohanneSktrche Epheserbrief, Cap 4, von Vers 17 an. Ermahnungen betreffs deS richtigen Wandels der Wiederaeborenen. Alter und neuer Mensch.
Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch den 23. Februr, Abends 6 Uhr, erste Pasfions« cmfraffrt, in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Naumann.
Nächsten Sonntag den 27. Februar Beichte und heiliges Abendmahl für die Lucasgemeinde im Abendgottesdienft.
Katholische Gemeinbe.
Samstag den 19. Februar.
Nachmittags um 4 Uhr und Abend« um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte.
Sonntag den 20. Februar. Quinquagestmae.
vormittags von 6Vi Uhr an Gelegenheit zur hl. Beicht«:
um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben Ans- theilung der heil Communion;! ^ -7.
, um 8 Uhr: zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt;
„ um 9V8 Uhr Hochamt. Verlesung des Fastenhirten« Nachmittags u^ 57, Uhr: Christenlehre, darauf sacramentalische Bruderschastsandacht.
Nerrefte Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 18. Februar. Der 35 Jahre alte Exporteur und Militär.Invalide Albert Rohn wurde gestern in seiner Wohnung, Landsbergerstraße 22, von seiner Frau tobt aufgefunben. Die Leiche wies geringe Hieb« unb Stichwunden auf. Der That bringend verdächtig ist ein Keffelreiniger, der alsbald verhaftet wurde.
Bochum, 18. Februar. Man besürchtet, daß bei der Schlagwetter-Katastrophe auf der Zeche „Carolinen- glück" über 100 Bergleute ihr Leben eingebüßt haben. Bisher find etwa 50 Tobte unb 30 Schwerverletzte geborgen.^
Göttinger», 18. Februar. Zu bem Prozeß gegen den Bürgermeister von Torgau, Girth, wurde gestern baß Urtheil gesprochen. Daffelbe lautete auf vier Jahre Zuchthaus, Aberkennung der Ehrenrechte auf gleiche Dauer und 300 Mk. Geldstrafe. Die Mitangeklagte Frau des Bürgermeisters wurde freigesprochen.
Budapest, 18. Februar. Die socialistische Bauern« beweguug ist vollständig niedergeschlagen. Die drei Regimenter haben ihre Schuldigkeit gethau. In zwei unga
rischen Comitaten, in denen der Aufruhr am heftigsten wüthete, wurden etwa 65 Soeialdemokrateu verhaftet. Der Anführer der Bewegung soll ein Budapester Capitaltft sein. Die dieser Tage hier eiugetroffene ,Bauern"-Dtputation wurde gestern vom König empfangen. Nachdem die Bauern ihre Lage geschildert, sagte der König, dem „Bupapesti Hirlap" zufolge: „Das ist schrecklich, das ist unbeschreiblich. Ich hoffe, daß es gelingen wird, diese Uebelstände zu beseitigen. Ich werde Alles thun, um dem Nebel zu steuern."
Pari», 18. Februar. General Pellieux wurde in einem Privatgespräch darüber befragt, ob er die in seinem jüngsten Interview mit einem englischen Journalisten gethaue Aeußk- tung wiederholen werde, daß nach dem Zola Proceß in Paris ein großes Blutbad kommen und 100,000 Opfer fallen könnten. Der General Pellieux antwortete darauf, man soll mich nicht reizen, Clemenceau ist ein guter Pistolenschütze und ich auch. Man glaubt, daß baß Unheil vor Ende deS CarnevalS n'cht gesprochen wird. Es ist dies auch der Wunsch deS Präst-cten, da sonst der Straßenlärm durch Veröffentlichung deS gerichtlichen Ekkenntniffes leicht eine bedrohliche Steigerung erfahren könnte.
Pari», 18. Februar. Im weiteren Verlause deS Zo la- ProzesseS erzählte General Pollievx von dem Vorhandensein eines zweiten geheimen Aktenstückes, welches dem Kriegsgericht gegen Drrhsaß Vorgelegen, was BoiSdeffre heut: bestädaen soll.
— Bet dem letzten schweren Eisenbahnunglück in Herne sind auch sieben Versicherte der Kölnischen Unfall-Versicherungs- Actien-Gesellichaft in Köln verletzt worden. Die Kölnische Unfall-VersicherungS-Actten-Gesellschaft hat bekanntlich mit der „Wilhelma" in Magdeburg, Allgemeine Veisicherungs Actien Gesell- fchatt, die lebenslängliche Eisenbahn-Unfall Versirerung mit einmaliger oder Thetlzahlung der Prämie, gtltig für die ganze Weit, neuerdings auch eingcsübrt.________________
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