ob h
-rtzKr ''S. dj^ ä n*n mTE? •* fit ‘•‘■•'iiiifaJS ** ”>■'4 «oje ta®1"’8'* "irt™ Sä.L’^'yoB.t "«Ä1 *«.
San hat
:j-Wrunn al« „Jl tc ,-A .4 Qm Äranhn. .- vi*b“ Mt &
CJJÄS! -»r rr ■ tiÄ ** ’. ft* “f bk “ ‘u »«Imp», nj bi. V:7‘ M Sanartli, btt LiiMj. ^nimbtiur^iagnolt . a ®K «ehrjachr Er, 3 Mnb btt
»J Tubirm einmal bxrt ■•wdug überhaupt all ft JW bei jähret ju bk» 2erie tTitame üi Lenbon, c vn^ittenw Orten feig- r“* bet gilben yitbni ii tta cUaitn von Imerilt 'chcktlü. datz sie ihr- erlengte. Die Sehanblm; 'bchung zu äußerlicher 3h- :c ^mtdrvchuug von anti, - i»tti all eme jolgt bet 1U. ini bat Gebiete d« ai< Erfolgt mehr hinüchW Zuüwde alt Der Mur; cci) beionbert ist bie Sty isrera .Wktionell« 6t»
der hpüerie unb der Ne» i bcgmau Tie schön« r die Lchane (Schift da rrqMet! Srveitenmg btt it (tort bei bet n* mb ^rarnanmt eurt« nett 5ttbicm und aus da ttimv^ei veremguig u SeKet; der tzruKoMa loabbttt wegen der Ma ^orgehoba. Hinsichtlich da -online kw iu ver-eichm ^dwcha M höchst« •rAfliittitt Mastregeli c , knte=i tu M» n;< Jurtt M «W « auMtt ÄM* ..^r.z-SMS-'ZE
-.tert Ml ^8=9*".*"; .XTt--- «>» «« K totf. St wurde *
■“J iXkto sande« « ATS«« Seite W rin M, btt biik >’** £« Unt^
N«L'
;*it4 w«: W?
i. r« 1W”L so B » ^Ä b°,r^ x-K
b« f*
r» »•!? 3**! „ » W ÄW ik fr»« habend
J HM sich bei jj
:H6« ü;2 nicht un^ • aif ""“nS
we‘‘l1 in01(11 SJ
der Kenntniß auf diese« Gebiet zu erwarten. — In der | Therapie wurde der größte Theil der Literatur bei ver- ! gangenen Jahre» durch die Suche nach einem guten örtlichen j Betäubungsmittel eingenommen. Es ist noch nicht lange i her, daß das Cocain seinen aufsehenerregenden Einzug in I die Heilkunde hielt, und die großen Lobpreisungen, mit denen e» begrüßt wurde, haben wohl dazu geführt, daß es mit zu j wenig Unterscheidung angewandt wurde, woraus sich die; Häufigkeit nachtheiliger Wirkungen erklärt. Seit 1895 wird 1 nun das Cocain vielfach angewandt, das die nachtheiligen Zeigen des Cocains größtenthe'ls nicht hat, aber die Patienten kl-agten von Anfang an über den brennenden Schmerz, welcher )er später eintretenden Schmerzlosigkeit vorausgeht. Man Ist daher allgemein unzufrieden mit dem Mittel, obgleich o-rhältnißmäßig selten Bergiftungserscheinungen durch dasselbe hsroorgerufen werden. Ein anderes Betäubungsmittel der Gegenwart ist das Holocain; auch dieses verursacht auf der Ändehaut ein brennendes Gefühl, aber es übt keine Wirkung mf den Augapfel ober auf bie Blutgefäße aus. Ob bie DOdäufig noch lobenben Berichte über bieseS erst seit kurzem mgewanbte Mittel anhalten werben, kann erst bie Zukunft elften. Mit großen Hoffnungen würben auch bas Orthoform mb bas Anesin, in aller»euester Zeit ferner baS Analgen in )uz Oeffentlichkeit gebracht, boch sinb sie noch zu wenig erprobt worben. DaS Chinin scheint sich in ber Heilkunbe einen so refften Boben geschaffen zu haben, baß es kaum mehr zu verengen ist. Die angepriesenen Ersatzmittel sollen zur Er- ü.kdrigung der Fiebertemperatur ebenso gut wirken, dagegen vRniger Schwindel unb Ohrensausen erzeugen. Aus biesen I-ründen wirb das Euchinin empfohlen, welches jeboch mit )cai Chinin bie schlechte Eigenschaft theilt, in Flüssigkeiten iHwer löslich zu sein. Anbere ähnlich wirkenbe Mittel sinb
Kvlanin, aus ber Kolanuß gewonnen, bas Kryosin unb lad Pyramido'n, von benen bas Kryosin einen bessern Ersatz fiü Antipyrin unb Phenacetin zu bieten scheint, aber von gelegentlich nachtheiligen Wirkungen auch nicht frei ist. Das ßeramibon wirb bei typhösem Fieber, auch bei Störungen itz Muskelthätigkeit angewandt. Trotz bieser Einführung onschiebener neuer Fiebermittel find bie altern Methoben de» Fieberheilung burch kalte Umschläge unb Bäber noch niLiner beliebt geblieben. Die antiseptischen Mittel würben M letzten Jahre nicht vermehrt, da bie alten Mittel noch ilQ wirksam unb einwandfrei gelten Als Desinfectionsmittel bn Cholera würbe vor kurzem Wachholberbeer-Oel angepriesen, hiut aber bei sorgfältiger Untersuchung keinen besonberen befolg gehabt. — Auf bem großen Gebiete der Biologie und dRyfiologie ist keine Entdeckung von revolutionärer Bedeutung |n verzeichnen, aber es ist ein regelmäßiger Fortschritt anzu -rtmnen. Auch in biesen Zweigen ber Naturwissenschaft nimmt bie Zahl ber Stubirenben bestänbig zu, ohne jeboch die Zahl ber wirklich bebeutenben Forscher vorläufig in auf« fälliger Weise vermehrt zu haben. — Aus ber klinischen Praxis ist in erster Linie zu erwähnen, baß ber Werth beS Öiphtherieheilserums als unzweifelhaft betrachtet wird. Anders liegt die Sache mit dem Starrkrampfserum; bie Krankheit ist überhaupt selten unb daher für bie Anwenbung beS Dttels geringe Gelegenheit. Bon vier im letzten Jahre mit liefern Serum behanbelten Fällen konnte nur von einem mit großer Wahrscheinlichkeit behauptet werben, baß bie Heilung tine Folge bes Mittels war. Es giebt verschiebene Krank- he^tSzustäube, bie dem Eintritt von Streptokokken in bas menschliche Blut zuzuschreiben sinb unb eine erhebliche Sterb- InHkeitsziffer ausweifen. Ein Antistreptokokkenferum erregte da her große Erwartungen, bie sich theilweise auch burch bie Lusohrung gerechtfertigt haben. Auf die Thätigkeit ber Aerzte in ben Kriegen zwischen ber Türkei unb Griechenland in Ober-Egypten unb in Jnbien fei nur kurz verwiesen; was le« letztern Schauplatz anbetrifft, so rühmen sich bie Engländer, baß ihr Sanitätswesen auf einem bebmtenb höheren Sttanbpunfte stehe als seinerzeit bas ftanzösische bei bem lÄbzuge in Mabagaskar.____________________(Köln. Ztg.)
Vermischtes.
* Frankfurt a M., 14. Januar Der Hausbursche Sttttlob Mann aus Hirschlanden in Württemberg, der am 1$. December daS Dienstmädchen Elise Haber, seine LandS- oSianin, in einer Wirthschaft der Glauburgstraße aus Eifer- mht zu erschießen versuchte, wurde zu drei Jahren Zucht- hcruS verurtheilt.
• Berlin, 14. Januar. Ein MassenauSftaud der sich uhm ach er dürfte nun doch in den nächsten Tagen aus- Archen, da fich für die neue Arbeitsordnung der Fabrikanten -um 138 Schuhmacher erklärt haben. ES wurde gestern in ii«er außerordentlich stark besuchten Schuhmacherverfammlung ü-ichlofieu, daß alle Arbeiter, die bei dem Ausstand nicht in Znage kommen, IG Proeent ihres Wochenlohne» zum Unter- stStzuugSfovdS zahlen sollen, später gegebenenfalls 25 Procent.
* Aachen, 13. Januar. Die Land eSv erraths- rfsf aire iuteresfirt die hiestge Bevölkerung in außerordent« Hohem Maße, unb so erklärt eS fich denn, daß Manche» als Tatsache behauptet wird, waS als solche noch nicht erwiesen ist Dahin gehört auch die Ausfindung der Leiche einer KMgrburt auf dem Marienthaler Kaseruenhofe. Die in darr Angelegenheit auS authentischer Quelle schöpfende hiefige j^oft* meint, daß in höherem Maße al» der verhaftete Feld- »itbel Hagenbruch dessen Mitverhaftete iuteresfirteu und Die- jciigcn, die, obgleich in die LandeSverrathSaffaire verwickelt, anch auf freiem Fuße seien, weil fie fich nach Bekanntwerden dar Sache jenseits der Grenze in Sicherheit gebracht hätten. Oie Sache liegt nun so ein fich in Belgien aushalteuder HLHerer Offiizier, nicht m belgischen Diensten stehend, hat drrch den verhafteten Casötier unb Borbellbefitzer Münchs« darf aus BervierS von dort unb bem Grenzorte Welkeuraedt ms fortgesetzt versucht, hiefige Militärpersoueu zum Berrath militärischer Geheimnisse zu veranlassen. Unb diese Versuche läeinen Erfolg gehabt zu haben. Welcher Art bie Geheimnisse finb, unb inwiefern ein BezirkSfelbwebel solche zu ver- rathen vermag, ist ebenso strengstes Geheimntß ber Militär
behörde wie die Kenntniß der Person, welche die Behörde auf daS Treiben ausmeiksam gemacht hat.
* Klagenfurt, 14. Januar. Der italienische Bahnhof von Pontebba ist heute früh vollständig uiederge^brannt.
* Mailand, 14. Januar. Die Jusel Sardinien wurde gestern von einem heftigen Stu rm heimgesucht, der überall an Häusern ua Felderu großen Schaden angerichtet hat. Zahlreiche Schiffe konnten noch rechtzeitig den schützenden Hafen erreichen, doch «erden Unglückssälle auf hoher See befürchtet.
• Melbourne, 14. Januar. Waldbrände richteten in der ganzen Colonie Victoria, besonders im Districc Gipps- land sehr großen Schaden an. Zwei Township» find verwüstet, hunderte von Anfiedlern obdachlos. Die Biehverluste find bedeutend.
* Au» Sau Remo wird der „Frkf. Ztg." berichtet: Zwischen dem Grafen Btlleneuve, dem Besitzer der Billa Z rio, in der Kaiser Friedrich gewohnt, und dem Verband ber deuts chen Kriegervereine finb Berbaudlungen wezen Ankauf» der Billa angeknüpft worden. Die Vereine beobfichtigeu im Garten ein Denkmal zu errichten und bie Billa zu einem deutschem Hospiz auszubauen.
• Neue Erfindung. Mau berichtet aus New-Aork, 11. Januar: Thomas A. Edison kündigt an, daß es ihm gelungen ist, durch Zusatz eines gewissen Metalle», Gußeisen dieselben Eigenschaften der Zähigkeit unb Festigkeit zu geben, welche Schmiedeeisen besitzt.
* Bo« milden Winter. Blühende Veilchen, lebende Schmetterlinge und muntere Maikäfer find heute keine Seltenheit mehr in Thüringen- jede Redactton erhalt jetzt solche Frühlingsboten aus d?m Leserkreise. Besonder» bemerken»- werth ist eS, daß auch schon bie Störche zurückkehren. Au» ber Ortschaft Grüna wirb der ^Magdeb. Ztg." mitge- theilt, daß fich beim Gastwirth Kühn ein Storch einzesunden hat, der dort trefflich verpflegt wird. Erwähnaog verdient gewiß auch die Thatfache, daß auf einer Wiese in AltgerS^ darf am 2. Januar GraS gemäht werden konnte. ES find auch bereits die ersten Flöße die Saale hinabgezogeu. Unsere» Wissens find zwei im Winter 1896 im EtchSfeld eingetroffene Srörche bald nach der Ankunft wieder nach dem Süden abgezogen.
• Hebet eine Grenzverletzung durch einen ruffifchen Grenzsoldaten wird aus Memel Folgende» berichtet: Ein rusfi« scher Gceuzfoldat versuchte in einer der letzten Nächte in voller Bewaffnung bei dem Besitzer Bruödeyliu» in Trüschen bei Plicken eine Kuh au» dem Stalle zu stehlen. B., der durch ein hierbei verursachtes Geräusch aus dem Schlafe er« wachte, begab fich sofort mit einem Nachbarn aus die Suche, wobei fie die Kuh auf freiem Felde vorfanden. Al» btt beiden Besitzer von ihrer Streife nach dem Gehöft zurück- kehrten, trafen fie dort den Dieb, der fein Bajonner verloren hatte und zurückgekommen war, dasselbe zu suchen. Der Russe wurde, nachdem er mit einer Brechstange gegen seine beiden Gegner losgegangen war, überwältigt unb ge< fesselt nach Mrmel gebracht, wo der seltsame Transport großes Aussehen erregte. Der Grenzsoldat wurde in da» dortige GerichtSgesängniß eivgeliesert.
• Die Kurzfichtigkelt bei Kindern ist meistens die Folge häufigen unb anstrengenden Gebrauch» der Augen bei schlechter Haltung ober schlechter Beleuchtung. Die schlechte Haltung ist bie vorüber gebeugte, bei ber ba» Buch, die Haudarbeit ober sonst ein Gegenstand, ber aufmerksame Betrachtung er forbert, auf bem Tisch ober Schooß niebrig liegt unb der Kopf tief darüber gebückt wird. Dadurch dringt da» Blut zum Kopf und zu den Angen und übt in diesen Druck au», der zur Kurzficktigkeit führt. Schlechte Beleuchtung geben besonder» baß Dämmerlicht um Sonnenuntergang unb Frühmorgen», zumal im Winter, dunkle Ecken, Plätze weit vom Fenster, dunkle Zimmer. Alles auf diesen wichtigen Gegen stand Bezügliche veröffentlicht die allbekannte illustrirte Fami- l:enzeitschrift „ 8ur guten Stunde" (Berlin W 57 Deutsches Berlagrhau» Bong & Co., Preis des Vierzehn- tagShesteS 40 Pfg.).
• Die menschliche haut und ihre Bedeutung für bie Wärme- regulimug des Dtganilmul, lautete das Thema, daS Privat- bocent Dr. M. Bleibtreu au» Bonn biefet Tage im Verein zur Förderung des Naturhistorifcheu Museum» in Köln vor einer zahlreichen Versammlung von Damen unb Herren in einem Bortrage behanbelte. Nach einer Besprechung der im Körper vor fich gehenden BerbrennungSproceffe, in denen mau seit Lavoisier» bahnbltchenden Untersuchungen bie Quelle ber thierischeu unb menschlichen Wärme erkannt hat, wie» Rebner hin auf ben Unterschieb zwischen gleichwarmen unb wechselwarmen Thieren, bie man auch wohl al» Warm« und Kaltblüter bezeichnet. Während bei den letztem die Körpertemperatur durchaus abhängig ist von dem Grade ber Wärme des Element», in dem fie leben, ist fie bei den erstem gleich- bleibend unb feststehend und beträgt im Allgemeinen 37° C. ES wurde nun die große Bedeutung geschildert, die für die höhern Wirbelthiere und den Menschen in dieser ihrer hohen ständigen Gigentrmperatur liegt, die sie in bedeutendem Maße unabhängig «acht von örtlichen und zeitlichen Verhältnissen. Die Stetigkeit der Körpertemperatur bedarf einer außerordentlich feinen RegulirungSthätigkeit von feiten beß Organismus, bie durch Regelung der Wärme-Erzeugung etnerfeit» und der Wärme Abgabe anderfeit» erreicht wird. Besonder» die letztere spielt in ber Wärme-Oeconomie be« menschlichen Körper» eine maßgebenbe Rolle. Dabei wirken verschiebene Factoren in höherm ober nieder« Grade mit; die weitaus größte Leistung aber bei der WärmeregulirungSthätigkeit fällt der menschlichen Haut zu. In eingehender Darstellung wurde nun gezeigt, wie bei ber Wärme-Abgabe burch die Haut zu- nächst unb vor Allem ihr Gesäßreichthum in Betracht kommt. Durch bie überaus zahlreichen Cap'llargefäße derselben strömt da» Blut nach Bedürfniß in größerer oder geringerer Menge und giebi so mehr oder weniger Wärme nach außen je nach Bedarf ab. Bon großer Bedeutung für die Wärme- regelung deS Kö per« ist weiterhin die fchweißabfondernle
Thätigkeit der Haut, da durch die nach den jeweiligen Umständen sich richtende Aödunstnng der auSgeschiedenen Feuchtigkeit der Wärmegrad in der erforderlichen Weise verändert wird. Auch daS Fettpolster be» Unterhautzellgewebe» unb daS in größerer oder geringem- Stärke die Haut Überziehende Haarkleid spielen eine wichtige Rolle für die Wahrung der Stetigkeit ber Körpertemperatur. Der Bau ber menschlichen Haut, ihre Drüsen und sonstigen Gebilde wurden an zahlreichen Präparaten, bie durch ben Projektionsapparat die anschaulichste Klarheit gewannen, vorgesührt und erläutert. Wie der Vorsitzende de» Vereins, Geh. SauitätSrath vr. Lent, später in einer geistreichen Besprechung der Ziele und Zwecke sowie der bereit» erlangten Erfolge des Vereins mit Recht hervorhob, zeichnete den Vortrag des Dr. Bleibtreu, wie die» auch durchschnittlich bei den frühem ber Fall war, em Doppeltes au»: echte gründliche Wissenschaftlichkeit und eine auch dem nichtfachmännifch gebildeten Zuhörer leicht zugängliche sprachliche Darstellung. Ganz besonderen Reiz erlangen die Datbietuugeu des Verein» für Jedermann noch dadurch, daß ba# gesprochene Wort stet» durch plastische Darstellungen und Demonstrationen, die bisher unter der fachkundigen Leitung beß Oberlehrers Dr. Hilburg stet» gut gelungen finb, faßbar und anschaulich gemacht wird. Mit Freude und Befriedigung konnte Geheimrath Cent in einem engeren Kreise wittheilen, daß die für ba» Naturhistorifche Museum zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, Eigelstein- und Severin- thorburg, schon nicht mehr ausreichen; ber Verein möchte bie Hoffnung hegen bürfen, baß e» durch den in Köln ji in reichstem Maße vorhandenen Edel- und Opferfinn ermöglicht würbe, eine große würdige Heimstätte für die reichen Schätze beß Museums zu schaffen.
• Ein neuer Taktstock. Einem bekannten Nrw'Norker GesangSweister hat die Welt für eine neue Etfiabuug zu banken: er leitet seinen gewaltigen Ehor — mit dem Regenschirm. Ja, mit einem Regenschirm bewaffnet zieht ber befrackte Mann auf- Podium. Dort gibt er zunächst mit ber Hand baß Zeichen zum Einsetzen,- noch ruht ber Schirm. Jetzt aber, nachbem die Stimmen ber Schüler ben Saal füllen, taucht ber Schirm auf: er öffnet ihn fachte — die Stimmen wachsen an; er öffnet ihn ganz — ein Fortissimo burchbricht ben Saal- er zieht ihn toieber sachte zu — ba» Forte geht in Piano über. So hängen Augen unb Stimmen ber jungen Künlller in fast buchstäblichem Sinne — an einem Regenschirm!
♦ Ja London finb im Jahre 1896 nach amtlichen Melbungen 43 Personen Hunger» gestorben. Die meisten dieser Unglücklichen haben fich niemals um Armenunterstützung beworben. B:i zweien ober fand man hinlänglich Geld. So hatte Thoma» Sloam 24!/g Lstr. in Gold bet sich und drei 5 Lstr.-Scheine in seinem Zimmer, als er den Hungertod wählte. John Miller, ber auch freiwillig verhungerte, besaß ein Sparkassenbuch, aus welches er 53 Lstr. entnehmen konnte.
* Menschenhandel. Auf bem Polizeibureau inKa11owitz erschienen im Laufe be» Vormittag» unter Jammer und Klagen vier Mädchen au» Oesterreich, welche fich die Hilfe der Polizei erbaten. Sie waren im Besitz von Fahrkarten Dziedttz Berlin. Ein Berliner Gesindevermittler hatte fie für Stellungen nach Berlin engagirt unb ihnen auch die Fahrkarten gelöst. Dte Mädchen kamen biß Kattowitz und mußten dort auf Verlangen ihre» Begleiter» außsteigen. Bald daraus vermißten fie benfelben. Alle» Suchen war vergeben». Eß muß wohl Etwa» vorgefallen fein, waS ben Agenten zur schleunigen Flucht veranlaßte. Allein nach Berlin fahren wollten bie Mädchen nicht, zumal fie nicht einmal ben Namen ihres Agenten wußten, unb so wanbten fie fich benn an bie Polizei. Diese veranlaßte, daß den Mädchen von der Ber- kehrSinspection der Eisenbahndirectioa daß Geld für bie gelösten Fahrkarten zurückerstattet wurde, so daß fie wieder nach ihrer Heimath zurückkehren konnten. Die bebauern»- wertftn Geschöpfe waren, wie bie „Pos. Ztg." berichtet, vollständig mi'.tetto» unb hatten seit Donnerstag keinerlei Nahrung zu fich genommen.
fUeratur nut lümft
— Krieg oder Friede« I Zeitroman von Gregor Samarow mit zahlreichen JUustrationen von Georg Mühlberg. Preis unge- bunben Mk. 7.20, hochelegant gebunben Mk. 8.50. Süddeutsches Verlagstnstitut, Stuttgart, Langestraße 18. Das Buch gliedert sich in 30 Capttel unb ein angereihter Epilog brhanbelt die Zusammenkunft der bdben mächtigsten Fürsten Europas im Jahre 1896 in Br<slau. Gewandt und sarbenichrllernb entrollt er uns bi« dortigen Frfte unb bte persönlichen Anschauungen ber beiden Kaiser, aus welchen Europa die tröstliche Ueberzeugung zu schöpfen^ im Stande ist, daß die bange Frage, welche viele Jahre lang alle Völktr unseres ErdlheilS bewegte, nun entschieden sei; bie Antwort ist: Frieden! Friebe auf Erden unb den Menschen ein Wohlgefallen.
Braut-Seide v. 95 Pfg. iouile schwarze, weiße unb farbige Hennederg Seide von 75 Pfg. bis Mk. 18 65 per Met. — in den modernsten Geweben, Farben und DesfinS. Ao Private porto- und steuerfrei Ins Haas. Muster umgehend. . 9194 6. Hennebergs Seiden-Fabriken d k «#«.), Zürich.
Universität- * Nachrichten*
Berlin, 15. Januar. Der bei dem ExobuS der deutsche« Professoren von der Universität Freiburg in der Schweiz mehrfach genannte Prozessor Dr. jur. v. Savigny hat nach bei „Nat.-Ztg." ein-n Rus als außerordentlicher Professor an die Universität Göttingen erhalten und angenommen. Professor v. Savigny ist ein Enkel deS berühmten Rechtslehrers Friedrich Kail v. Savigny.
— D-e theologische Facultät der Univerfiiät Jena hat den Pfarrer Günther Kurze in BornShain. Sachs.n-Altenburg, den Begründer unb langjährigen Leiter der Thüringer Misstonsconferenz, zum Ehrendoctor ernannt.______________________________________
S Wasche mit Luhn’s r."7°ttn.Kernseisel ES ist eine Lust, bunte Gewebe jeder Art damit zu reinigen, weil tlDt» Farbe bebält und meid' bleibt. Holen Sie zum Versuch »/»-Psundpacket »mit dem »bthen Kreuzt beim Droguisten, Setsen- oder Colonialwaaren-Händler. — Fordern Sie „echte Lahn I


