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1898
Sonntag den 18. December
Gießener A nzeiger
General-^(n^iger
Aints- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gieren.
Eratisbeilaae: Gießener Familienblätter
■ebertten, Erpkbition und Srn4trd:
HUt Anzeige,l-vermittlimgLftrÜtN des Io« und Hullantrt nehmen Anzeigen für den Gießener Anzeiger enigege»
Ioo,h»e »en Anzeigen zu der Nachmittag« für den i»lß«hen erscheinenden Nummer bi* Lvrm. 10 Ubr.
«dreflr für Depefchen: Anzeiger Htetz«».
Fernsprecher Nr. 61.
Gießener Bahn Umbau.
Zn dem Bericht über die Sitzung bei technischen Vereins, in welcher über den am 23. November entwickelten Plan verhandelt wurde (vergl. Nr. 292 dieses Blattes), bemerken wir Folgendes: Es ist mit Dank festzustellen, daß der Verein fich nicht nur mit der Sache befaßt, sondern auch die Tendenz des Aufsatzes gebilligt hat, wenn z. B. der Aufsatz als Anregung begrüßt wird „Schritte zur Beseitigung der in unseren Eisenbahn- und Bahnhofsverhältniffen in hohem Maße vorhandenen Mißstände in Erwägung zu ziehen."
Ferner wird zugestanden, daß „die dermalige Führung dieser (oberhesfischen) Linie thatsächltch eine schwere Schädigung eines unserer schönsten und verkehrsreichsten Stadltheile bildet". Auch dem Punkt, bet dem wir uns am meisten auf
AurUrud.
Bien, 16 December. Der Botschafter Graf Eulen- bürg überreichte Kaiser Franz Josef in der gestrigen Audienz einen Brief Kaiser Wilhelms.
Wie«, 16. December. Der hiesige Gesandte in Bukarest, Baron Sehreothal, wurde bereits zu« Botschafter tu Petersburg ernannt.
Rr. 297 Viertes Blatt.
Versteche» Reich.
Berlin, 16. December. DaS SiaatSmivisterium trat heute Nachmittag 2 Uhr unter de« Borfitz des Finanz. Ministers Miquel tu seinem Dteostgedäude zu einer Sitzung zusammen.
Berlin, 16. December. Der ^Local-Anzeiger" meldet
$sn»fl*ytru vierieisShrlich
2 Mark 20 Psg monatlich 76 Psg mit Vringrrtohv
Bei Postbezug 2 Mark 60 Psg vierteljährlich.
•rf4d«t ttßNch eit Ausnahme des 3Pinta|l.
Die Gießener WewirieeKittee Werben bem Anzeiger »schenttich viermal beigelegt.
Nur wird angenommen, daß ,eln Thetl des Planes aus I technischen und wirthschaftlichen Gründen auf ganz bedeutende 1 Schwierigkeiten stoßen wird."
von technischen Etowäudeu ist jedoch tu dem Be- | richt nut ein etuztger namhaft gemacht, der zudem nicht | stichhaltig ist. Dieser liegt tu der Behauptung, daß dte j Verlegung des neuen Bahnhofes — dtssen Nothwendigkett j tn dem Schlußsatz de» Berichtes anerkannt wird — an die | Stelle der jetzigen Anatomie nicht angängig ist, „da diese Stelle keine genügende Ausdehnung in dte Tiefe gestatten | wird, reip. dte tn gerader L.nte weiterführende Bahnhof- straße nicht den Verkehr vor dem Bahnhof aufnehmen kann." |
Dieser einzige technische Einwand ist nicht haltbar ! ans folgenden Giünden: ES wird dabet übersehen, daß der Bahnhof bet dieser Lage ntcht eine sondern zwei Zufuhr- straßen hat (Bahnho fstraße und Ltebtgstraße). Schon j'tzt ist erfichtltch, daß sich der BahnhofSverkehr stets an dieser Ecke theilt und fich nach dem oft bedenklichen Gewühl | auf der einzigen Zufahrt des j'tzigen Bahnhofs, hier tu sehr wünichenSwerther Wetse anflvft. Dazu kommt, daß dte Ltedtgstraße tieittcal auf den Schtenenstrang trifft, also einen [ am Ende verkehrslosen Schlußabschnttt hat. Es läßt fich | ohae jede Schwierigkeit dte Droschkeuhaltestelle an diesen Platz, d. h. die Nordseite des Eentralbahnhoses verlegen, besonders da fich bet der eventuellen Anlage dieser tobte Raum der Ltedtgstraße leicht etwa» verbreitern läßt. Wir kennen mehrere Bahnhöfe, bei denen fich eine solche seitliche Anlage de» Droschkenhalteplatzes sehr gut bewährt hat. Dazu kommt, daß bei der Verlegung bei Bahnhosl an diese Stelle der Durchgangsverkehr auf der Bahnhofstraße nach | der Stelle bei jetzigen Bahnhosl naturgemäß viel geringer werden wird.
Wir können also in dieser kleinen Etuwendung eine wesentliche technische Schwierigkeit nicht erkennen, nm so weniger, all durch «nsg'staltung der projectirten «ahn- hosSanlage all Platz noch eine dritte Zufuhrstraße, (verlängerte Wilhelmstraße) gewonnen werden könnte.
Wal die „Tiefe" des Terrains der Anatomie betrifft, so ist ja sofort aus de« neulichen Plan erfichtltch, daß das- selbe um die ganze Brette der jetzigen Bahnhofs an läge tiefer ist all der Platz des zur Zeit vorhandenen Bahnhofs.
Sonstige technische Einwendungen können wir tn dem Bericht nicht erkennen. Dte Meinung, daß auf dem Verwaltungswege durch Einschränkung des Rangtrens auf der oderhesfiichen Bahn die Mißstände wirklich zu beseitigen wären, müffen wir ablehnen. El wird dabei verkannt, daß ohne eine völlige Verlegung der oberhessischen Geleise die Etnrichtnng eine» brfferen LocalverkehrS nach dem Seltersberg unmöglich ist. Wtr w'ffeu uni in diesem Punkte mit einem großen Theil der Bürgerschaft i« völligen Emverständniß. ES handelt fich um endliche Beseitigung diese! eisernen Gürtel», welcher den südlichen Theil der Stadt zusammer quetscht. Wesentlicher erscheinen un» die namhaft gemachten s i n an zi e llen Bedenken. Wir werden im Laus der nächsten Woch'N tn diesem Blatt ansführen, daß die er- forderlichen Au»gaben nach Abrechnung derjenigen, welche unter allen Umständen an dte betreffenden Be. Hörden naturgemäß herantreten werden, nicht hoch genug erscheinen, um eine endliche Beseitigung des jetzigen verkehrten Zustande» hiutaozuhalten, daß seiner die Erwerbung de»
Baugelände» der jetzigen alten Sliatk und der oberhesstschen Eisenbahn für Diejenigen, welche fich dazu entschließen (wobei wir tn erster Linie, wenn auch nicht ausschließlich, an die Stadt Gießen denken), finanziell auf die Dauer nur vor- theilhast sein kann.
Paris. 16. December. Wegen des gegen Lhrtstiau Esterhazy verübten Betruges erließ der Untersuchungsrichter Bertulus gegen .den Major Esterhazy einen regelrechten Haftbefehl. Dte Grenzbehörden wurden entsprechend ver- stäudiot.
London. 16. December. „Daily News" melden aus Lapstaet, daß Leetl Rhode» gestern nach England ab- gereill ist ,
Cecolct rrnd ^provinzielle».
Gonterskirchen. 12. December. Am letzten Freitag Nachmittag verunglückte im Walde beim Holzfällen der 18 jährige Holzhauer Graf. Beim Umziehen einer großen Buche rief man dem in der Nähe fich Aufhalteoden noch eine Warnung zu, derselbe wußte nun in der ersten Aufregung nicht schnell genug, nach welcher Seite er fich wenden sollte. Er sprang, stolperte, fiel hin und der fallende Bavm schlug dicht an seinem Kopse vorbei, ihm den Oberschenkel eines Beines entzwei. Da Graf nur leicht am Kopfe verletzt wurde, wird eS der ärztlichen Hilfe gelingen, den jungen Mann wieder herzustellen. — Merkwürdig ist es, daß genau vor zwölf Jahren, au demselben Tage und zur selben Stunde, der Vater de» verunglückten im Walde durch einen umstürzenden Baum seinen Tod fand.
Alsfeld, 14. December. Bei der gestrigen Beigeord- nelenwahl siegte der Candidat Herr Georg Kurtz II. mit 166 Stimmen. Sein Gegenkandidat Herr H E. Schneider erhielt 149 Stimmen. Alsf. Kreisbl.
Ans der Betteten, 15. December. Saly Strauß in Friedberg ist wegen Wechselfälschung verhaftet und in Mainz internirt worden. — Regierungiralh Schuster au» Elsaß Lothringen hat unlängst von zwei Grundbesitzern in Bad-Nauheim für 75000 Mk. Baugelände angekaust. Der Genannte soll in der Nauheimer Gemarkung etwa eine halbe Million Mark in Bauterrain angelegt haben. Dst. Ztg.
4- Büdingen. 16. December. Bei der am 14. December vorgenommenen Wahl wurden die Herren Sladtrechner Hilß zu Ortenberg und Gutspachter Hahn zu Wenings al» Mit- ' glieder de» Kreistags de» Kreises Büdingen gewählt.
□ Darmstadt. 16 December. Frl. Etchellheim, unsre ausgezeichnete Heroine am Hoftheater, hat weiterhin Contract erhalten, dagegen wird, wie wir weiter hören, unser Bonvivant, Herr Ottbert, mit Ablauf der Saison von unserer Bühne scheiden. Ein weitere» Gastspiel zu seinem Ersatz steh: bevor. — Heute in aller Frühe ist tn der oberen Landwehrstraße dte Hälfte eines dreistöckigen Backsteinneu- baues de» Bauunternehmer» Simmermacher gänzlich ein- gestürzt- nur da» Doch hängt noch, angelehnt an die Nebeuhausmauer. Man veimuthet einen Fehler am Fundament. Der Zudravg von Schaulustigen war io stark, daß man diesen Ttzgil der Straße absperrte. Ein Glück war e«, daß die Katastrophe nicht während der Arbeitszeit erfolgte, da viele Arbeiter im Innern bei Rohbaue» thätig waren. Die obere Laudwehrstrahe war noch vor 3 bi» 4 Jahren fast ganz von großen Gärten etngeschloffen, die Häuser sind sehr ra^ch in die Höhe gegangen.
Widerspruch gefaßt gemacht hatten, Errichtung eine» neuen Bahnhof» wird zugestimmt, wenn e» beißt: „t t jetzigen Bahnbof»verhältniffr sehr mißliche sind und al»bald Abhilfe geschaffen werden muß, ist der Eisenbohaverwaltung sicher bekannt, und wird dieselbe auch hoffentlich die Verlegung de» Bahnhossgebäude» in'» Auge gefaßt haben."
aus Springe, daß der in völksen verhaftete Arbeiter bereit» eine längere Zuchthausstrafe verbüßt hat. Die Festnahme erfolgte wegen aufreizender Reden. In be« Besitz baß bte I be» verhafteten befand fich ein dolcharttge» Messer.
kerli», 16. December. Entwicklung der Colonial- abtheilung. Au» den Erläuterungen zu dem Etat geht unverkennbar hervor, daß dte Colonialabtheilung fich mit
DerwiMpt«**
• Ans Genua, 17. November, berichtet man uns: „Midntght Sun", der stolze Dampfer, welcher dte Paffa- giere der o'fictellen Festfahrt an Bord hatte, 'st von seiner Ortentreise in den htefigen Hafen zurllckgekehrt und hinter ua» liegen die Wocd'n der Mühsale und Beschwerden, der Entbehrungen und Oualen, der Gluten der Tropensonne, wie der Staubwolken de» Wüstensandes, aber auch die schier überwältigenden Eindrücke, welche alle Mitreisenden in fich ausgenommen haben. Die Erlebnisse olle heute schon erschöpfend zu schildern, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein- dazu bedarf es erst der Sammlung, und berufenere Federn werden in nächster Zeit in zahlreichen Schilderungen dies versuchen. Nur eine Episode möchte ich heute festhalten: die letzte, gleichsam Abschiedsbegegnung der „Miduight Sun" mit der „Hohenzollern", welche den Paffagieren der o'fifi-llen Festfahrt Gelegenheit box, ihren glühenden Wünschen für die glückliche Heimkehr de» Kaiserpaare» Ausdruck -n verleihen. In feurigen Llchtketten erglänzten die Linien be» Schiffsrumpse», der elektrische Scheinwerfer der „fcerta" spielte und warf seine Strahlen aus Meer und Schaff, während dte Paffagire der „Mtdnight Sun" dte Nationalhymne anstimmren und mit dem letzten Tropfen de» rheinisch-deutschen Schaumweine» „Rh ring old", dem Taufweine der deutschen Kriegsschiffe und dem letzten Glase „Kaisrrmarke" das „Hurrah" für da» Kaiserpaar erschallen ließen. In der That der letzte Tropfen,
zwingender Gewalt zu einem selbständigen Eolonialamt aus- btldet. Die Verwaltung der stetig zunehmendeu Schutzgebiete umschließt alle Zweige einer Staatsverwaltung. Neben den Regiminalgeschäften, dte schon an sich recht umsangretch sind, ist eine Ftnanz-, Ban-, Berg-, Landwirthschafts', Medicinal-, Militär- u. s. f. Verwaltung vorhanden, die immer größere Ansprüche stellt. Die Bauverwaltung allein, dte bisher schon genug mit den Bauten für Behörden, für Stationen, für Schulen u. A. zu thun hatte, steht j'tzt vor der Auf- ; gäbe, Etienbahnentwürfe aufstellen zu müffen- eine Neu- i organtsation und Erweiterung dieser Verwaltung ist schon ; lange erwogen worden und wird nicht lange htnauSgeschoben 1 werden können. Die Eatscheidung in allen Zweigen dieser i verschiedenartigen Verwaltungen, zu denen neuerdings auch : kirchliche Fragen kommen, ist bisher in einer Person vereinigt gewesen. Dte Mängel dieser Organtsation haben fich schon lange fühlbar gemacht- schon vor zwei Jahren, al» zugleich mehrere neue Verwaltungszweige hinzukamen, wurden zwei besondere Referate geschaffen, bte da» Ansehen von Ab- > theiluugen hatten. Sie haben offenbar den erhofften Zweck nicht ersüllt, denn fie find wieder verschwunden. Bon Ende 1894 an wurde dte Lolonialabthetlung durch eine Reihe von Verordnungen zu einer selbständigen gemacht der Art, daß der Director den unmittelbaren Vortrag beim Reichskanzler Hot und dem Staatssecretär de» Auswärtigen nur hinfichtlich der allgemeinen Politik de»
। Reiche» unterstellt ist. All diese Selbständigmachung abgc- i schloffen war, bekam fie 1896 auch dadurch äußerlich Aus- | druck, daß der bezügliche dtat demjenigen de» Auswärtigen SmteS al» Etat der Lolomalverwaltung angereiht wurde. Damit war gleichsam der Name Colonialabtheilung beseitigt, doch genügte dieser Schritt zur Beseitigung der Mißstände
\ nicht, das unerwartete Anwachsen der Geschäfte wachte fich tn immer drückenderer Weise geltend. Erschwerend wirkt hierbei, daß dte colonialen Aufgaben durchaus neue find, für die wir ein geschultes Beawtenpersonal nur in geringer Anzahl
I befitzen, juristisch und adwinistrat v vorgebildete Bcamte find richt, tote in anderen R fiou», ohne Weiteres zu gebrauchen.
I Dte Schwierigkeit der Geschästsführung augeficht» der mangelnden Organisation spricht fich in einer Bemerkung bei der Forderung für einen fünften Vortragenden Rath au». Darin
I hrißr es, der Director habe durch Senderung in der Ge- I schästivertheilun, entlastet werden müffen. Insbesondere I wäre der älteste Vortragende Rath so belastet worden, daß er sein bisheriges Referat habe abgeben müffen. Darin
I liegt ein Nothdehelf, der auch nicht lange vorhalten wird, nur eine gründliche Neuorganisation kann wirklich abhelfen. Ende 1894 war man an maßgebender Seite grunbfätz ich entschloffen, ein Colonialamt zu schaffen. Au» gewiffen Rück- fichten sah man von der Ausführung vorläufig ab. Später
I aber wurde von zustättbigen Personen bte Errichtung dtese» j Amtes adficht'.ich zurückgehalten auS Gründen, die fich beffer fühlen, al» darstellen laffen. Jetzt nimmt die Entwicklung
I der Dinge einen solchen Gang, daß das Colontalamt fast I mit explosiver G'walt heroortrttt._____________


