geschafft hat, muß gerüstet bleiben nab darf sich durch keine Liebschaft den Harnisch abschmeicheln laffen.
Daher gilt eS Vorsicht, selbst wenn die französischen Anträge nuferem Wunsch entsprächen, den LtebeSwerbuogen, die uu- von England herüberkommen, ein Schnippchen zu schlagen. ______________________________________________
Deutsche» Reich.
Berlin, 16. December. Wie eine parlamentarische Lorrespondenz erfährt, werden im Etaat-miutsterinm Erleichterungen für den Bezug de» russischen Petroleum» gegenüber dem Wettbewerb de» amerikanischen Petroleum» erwogen und ist eine bezügliche Vorlage für den Buodr»rath in Aa»ficht genommen.
Berlin, 16. Deeember. Bezugnehmend auf die Meldung der „Vosstschen Zeitung" schreibt die „Norbd. Allg. Ztg.": In Regterungskretsen ist nicht da» Geringste von einem Gegen» satze zwischen Herrn v. Köller und dem StaatSministerium bekannt. Die preußische Regierung werde im Landtage für die von Herrn v. Koller in Nordschle»wtg verfolgte Politik unumwunden eintreteu, wie e» denn Überhaupt keinen Augenblick zu bezweifeln gewesen sei, daß der Oberpäfident von Schleswig-Holstein bet seinem thatkräftigen deutschen Borgehen die Regierung sowohl wie den weitaus größten Thetl de» deutschen Volke» hinter fich gehabt habe.
Berlin. 16. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Preffe beschäftigt fich in letzter Zett mehrfach mit Verhandlungen, die über Herstellung der hiefige« Producten- bürse stattfiaden sollen. Dabet begegnet man tu einigen Zeitungen der Bemerkung, daß „Verhaublungeu" in dieser Angelegenheit von vornherein auSficht»lo» sein würden. Wir vermögen dieser pessimistischen Auffaffung nicht betzupflichten, glauben vielmehr, daß e» bei einigem Entgegenkommen von beiden Setten nicht unmöglich sein würde, unter voller Wahrung der gesetzlichen Bestimmungen eine den wohlverstandenen Interessen aller Bethetligten entsprechende Lösung zu finden.
— Der Ständige Au»schuß des Deutsche« Landwirthschaftsrath» hat über die sogenannte Fleisch- noth eine Erklärung beschlossen, worin es heißt: „Der tirfere Grund für die Behauptung einer Fleischuoth in diesem Jahre muß in den durch die veränderten Verhältnisse im Vieh- und Fleischhandel verursachten Schädigungen der Viehhändler und Fleischer gesucht werden. — Eine weitere Oeffnuug der deutschen Grenze zu Gunsten der Einfuhr von lebendem Vieh darf im driugeudsten Juten sse einer wirksamen Bekämpfung der Viehseuchen und im vitalsten Interesse der geficherten Fleischversorguug unseres Volkes auf keinen Fall zugelaffeu werben. Auch muß aus demselben Interesse gefordert werden, daß die Einfuhr von Fletschproduceen unter eine strenge hygienische Controlle gestellt wird."
Paris, 16. December. Ein Stück Colonialpolitik beschäftigte am Donnerstag die Deputirtenkammer. Zur Be- rathung steht die Anleihe von 200 Millionen Franken zum Bau von Eisenbahnen in Indo-China. Die Anleihe wird von der Regierung von Indo-China verbürgt. Die Vorlage ist als dringlich erklärt. Plichon (Rechte) bekämpft die Vorlage, weil die Arbeiten kein Interesse für Frankreich hätten. (Cassagnac unterbricht den Redner: „Wir wollen unser Geld zur Herstellung von Kanonen und zum Bau von Schiffen behalten.") Der Gouverneur von Indo- China, Doumer, erklärt, Jndo China verlange lediglich, eine Anleihe von 200 Millionen mit seinen eigenen Hilfsquellen aufzunehmen. Die finanzielle Lage Indo-Chinas sei gut; das Budget weise Ueberschuß auf. Eisenbahnen seien ein Mittel zur Entwicklung und zur Macht. (Beifall.) Der ganze Gesetzentwurf, welcher den Bau von 6 Eisenbahnen forderte, wird zuletzt fast einstimmig angenommen.
London, 16. December. An der Besserung deS britisch-rnsfischeu Verhältnisses wird weiter ge- arbeitet. Der rusfische Flnanzcomtmffar in London, von Tatischew, hob bei einem Festmahl oer „Anglo Taueafian Oil Company" hervor, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und Rußland bildeten eine wesentliche Bedingung für den Weltfrieden. Zur Befriedigung gereiche eS ihm, daß die maßgebeudeu Persönlichkeiten in England zu einem freundschaftlichen Einvernehmen mit Rußland riethen. Wenn in zwei Jahren die Abänderung des deatich-rusfischen Handelsvertrages, der Grundlage für die Handelsbeziehungen Rußlands mit Europa gekommen, dann könne England feine Wünsche aufsetzen in dem Vertraneu, daß die rusfische Regiernug sie in sorgsame Erwägung ziehe. Tatischew befürwortete sodann die Betheiligung englischen Kapitals an den rusfischen Handelsunternehmungen und erklärte, der rusfische Finanzminister Witte lege großen Werh ans die Befestigung der gegenwärtigen guten Beziehungen. — AuS diesem Kapitalbedarf für die wettere wirthschaftliche Erschließung de» ungeheuren Zarenreiche» erklärt sich die zur Schau getragene Friedensliebe seiner amtlichen Ftnanzkreise allerdings zur Genüge.
Algier, 16. December. Der ab gesetzte Bürgermeister Regi» wird demnächst seine Versammlungen in den verschiedenen Stadtvierteln wieder aufnehmen. Infolge dessen ist man auf heftige Austritte gefaßt.
Cacales rrnd provinzielLe».
• «orttagseur» für praktische Lavdwirthe. An dem vom 4. bi» 7. Jaunar 1899 Seiten» ve» Hessischen Landwirth« schaftSrath» zu Gießen abzuhaltenden Bortragscurse für praktische Landwirthe werden folgende Vorträge gehalten werden: 1. Ueber Erfahrungen auf dem Gebiete de» Zuckerrübenbaue» und der Zuckerfabrtkation von Geh. Regteruugsrath Professor Dr. Maerker-Halle. 2. Lande»- mlturaufgaben von Landesculturrath Dr. Klaa».Darrn- stabt. 8. Reue Erfahrungen auf dem Gebiete de» Kartoffel
baue» und de» Brennereibetriebe» von Geh. RegierungSrath Professor Dr. Maerker-Halle. 4. Ueber die Grnndrechte von Geh. Hofrath Professor Dr. Thaer-Gießen. 5. Fortschritte auf dem Gebiete der Schweinezucht von Geueral- secretär Dr. Kir st ein-Berlin. 6. Fortschritte auf dem Gebiete der Seuchenbekämpfung von Professor Dr. Winkler- Gießen. 7. Staatliche und corporative Maßnahmm zur Hebung der Viehzucht von LandeSthierzuchtinsprctorDr. Bogel- München. 8. Electricität in der Laudwirthschaft von Ingenieur Lorn ar z-Nürnberg. 9. Geplante Maßregeln zur Förderung de» Ackerbaue» von Geueralseeretär Da. Müller- Offendach a.M. 10. Düngungsfragen und verfuch»wirthschaft von Geh. Hofrath Professor Dr. Wagner - Darmstadt. 11. Fütterungsfragen von LandwirthschaftSlehrer Dr. G r a e f e- Groß Umstadt. — Außerdem werden einzelne kurze Vorträge von praktischen Laudwiriheu über Einrichtungen und Erfahrungen ihrer eigenen Wirthschaft gehalten werden. — Der BortragSeur» dürfte demnach außerordentlich interessant werden und vielseitigen Wünschen entsprechen. Wie wir vom Burean de» Hessischen Landwirthschaftsrath» zu Offenbach a. M. erfahren, find bereit» jetzt schon zahlreiche Theiluehmerkarten gelöst worden.
/^Ruppertenrod, 15.Deeember. Dem hiesigenGendarmen Dörr gelang es, in Ermenrod eine Zigeunerfrau zu verhaften, welche zu der Ztgeuuerhorde gehört, die den bekannten Urberfall bei Wettsaaien ausgeführt. Entweder ist die Verhaftete die Frau, welche diejenige der anderen Horde so brutal mit Säbelhieben zurichtete, oder fie ist die Frau de» au» der Haft zu Homberg Entsprungenen. Für letztere Annahme spricht, daß die Frau nur mit einem Kinderwägelchen auf brm Zuge war, offenbar, um den Flüchtling aufzusuchen. Da» Ktndrrwägelchen ist dasselbe, welche» zu der Baude der Angreifer gehört. Wie au» den beschlagnahmten Papieren der verhafteten hervorgeht, find die angegebenen Namen der damals Verhafteten meist falsch. Die festgenommene Zigeuner- frau wurde in da» Gefänguiß zu Alsfeld verbracht. Daß 1$ unter den Zigeunern Arme und Reiche gibt, ganz fo wie bei den anderen Standen, zeigten die Wagen einer dieser Tage hier durchziehende« Truppe. Diesen Wagen, wie auch der Kleidung ihrer Befitzer sah man e» au, daß fie fich besser standen, wie ihre überfallenen StammeSgenoffen.
Echzell, 15. December. Herr I. Horst blickte am 15. November d. I. auf eine 25jährige Thätigkeit al» Zuschneider im Hanse C. F. Schwarz Söhne hier zurück, welchen Anlaß dir Firma benutzte, ihm ihre Anerkennung in besonderer Weise zu zollen durch ein auf deu 10. d». Mt». verschobenes, wohlgrlungene» Fest. Namens de» Geschäft» wurde drm Jubilar eine schöne goldene Taschenuhr überreicht.
§ Bad-Nauheim, 16. December. Heute traf ein Schreiben Katserl. Oberpostdtrecton Darmstadt betreff» Errichtung einer zweiten Postanstalt dahirr auf Großh. Bürgermeisterei ein, worin die Errichtung einer solchen abgelehnt wurde, dagegen eine Vergrößerung de» jetzigen Gebäude» geplant ist, resp. sollen in der Nähe de» letzteren noch Räume gemiethet werden, um dem vorhandenen Bedürfniß zu genügen.
Darmstadt, 16. Deeember. Gestern machte die Polizei einen glücklichen Fang. Seit geraumer Zeit wmde die Wahrnehmung gemacht, daß Sendungen, welche bei der GÜterexpedition der Main-Neckar-Bahn hier eintrafen, an ihre Abrrssaten thetl» in defektem Zustande unter Entwendung von Werthgegenständeu, und thetl» gar nicht znr Ablieferung kamen, vielmehr auf unerklärliche Weise verschwanden. Nachdem gestern wieder auf der Güterexpedition ein Koffer erbrochen vorgefunden wurde, lenkte fich der Verdacht de» Diebstahl» auf einen Bahnarbeiter, der in der Nacht Dienst hatte. Eine bei demselben hierauf gestern Nachmittag vorgenommene Durchsuchung seiner Wohnräume lieferte da» überraschende Resultat, daß die mit der Durchsuchung betrauten Polizeibeamteu ein großes Waareulager, bestehend in Herren- und Damevkletdern, goldenen und filberueu Schrnncksachen, wie Ringe, Armbänder, Broschen u. s. w., vorfanden. Der Dieb, em feit mehreren Jahren bei der Bahn bediensteter verhetratheter Mann, wurde sofort in Haft genommen.
A«- -SA fUy Mt
Vor 28 Jahren, am 18. December 1870, wagten es zwei badische Brigaden bei Nutts südlich von Dijon den Feind in überlegener Stellung anzugreifen. Nach einem erbitterten Kampfe traten die Franzosen am Abend einen fluchtähnlichen Rückzug an, das Kampffeld nebst 700 unverwundeten Gefangenen in den Händen der Sieger lassend.
Vor 156 Jahren, am 19. December 1742, wurde in Stralsund der namhafte Chemiker Karl Friedrich Wilhelm Scheele geboren, der Sauerstoff und Chlor entdeckte. Bekannt ist das Scheele'sche Grün (arseniksaures Kupferoxyd) mit schöner, aber giftiger Farbe. Scheele starb am 21. Mai 1786 als Apotheker zu Köping.
Vermischtes.
• Der Winter. Man schreibt der „Fravkf. Ztg." au» Brüssel vorn 15. d».: Au mehreren Stellen in der Umgegend von Brüssel hat man bereit» Maikäfer gefunden - eine Folge be» ganz außergewöhnlich milden Winter». — Au» der Schweiz wird berichtet: Auf den Bündner Brrg- Pässen werden folgende Schneehöhen verzeichnet: Flüelu 63 Centtm., Albula 165, Ossenberg 160, Julier 155, Maloja und Bernina 210. Auf dem Splügen und dem Bernhardt« liegt noch mehr Schnee. — Au» ArchangkelSk, 13. b». Mt». wird gemeldet: „Nachdem hier in der letzten Zeit noch eine Temperatur von 2 Grad Wärme geherrscht hat, trat gestern plötzlich eine Kälte von 30 Grad Reaumur ein.
♦ Frankfurter BolkSgasthans. Im ersten Stock be» Hause» Nr. 19/21 bet Neuen Kräme in Frankfurt a.M. wurde am Donnerstag Abend ein volksgasthan» eröffnet, da» nicht nur eine Wohlfahrtseinrichtung, sondern auch eine
längst ersehnte Reform bedeutet, weil in diesem Hause da» Trinkgeld für AufwSrter und Aufwärterinnen streng verpönt sei« soll. Es handelt sich um ein Raffte« und Speisehan» namentlich für HandlungSgehülfen, Handluugsgedülfinneu und Lehrlinge. Zur Elössnnng hatte die Gesellschaft für Wohl- fahrtSeiurichtungen, die in Gemeinschaft mit dem Institut für Gemeinwohl da» Unternehmen leitet, eine Anzahl Gäste geladen. Herr Schmal begrüßte die Anwesenden. Das Mit» tageff en wird, wie überhaupt alle Darbietungen, zu einem möglichst niedrigen Preise geliefert,- e» soll nur 35 und 55 Pfg. kosten. Die Räume find für Herren und Damen getrennt. 8» soll da» neue Institut auch erzieherisch wirken, insbesondere für die Mädchen, denen Gelegenheit geboten ist^ hier Abend» zu weilen und fich mit Handarbeiten, Lektüre usw. zu beschäftigen. Pfarrer Battenberg sprach der Gesellschaft den Dank der Gäste aus und wünschte dem Unter- nehmen Blühen und Gedeihen. Profeffor Dr. Kamp sprach im Namen be» Frankfurter Bezirk-Verein» zur Bekämpfung be» Mißbrauch» mit geistigen Getränken seine Befriebigung über da» eröffnete Hau» au». Sein Verein, bet bi» jetzt seine Mittel an bie Centralstelle abgesührt habe, wiffe jetzt, wo er sie hier anlegeu könne. In bem neuen Han» ist Niemand zum Trinken gezwungen, auch ist für alkoholfreie Getränke gesorgt. Deu Gästen würbe heute Gelegenheit gegeben, fich von bet Güte der zu verabreichenden Speisen, wie fie jeden Tag in gleicher Weise abgegeben werden, zu überzeugen. Die Räume selbst find einfach, aber freundlich ausgestattet und bieten einen gemüthltcheu Aufenthalt. Franks. Ztg.
* Wem gehört der Montblanc? Diese Frage, so schreibt man der „Franks. Ztg." aus Genf, scheint sehr leicht zn beantworten, aber eS ist thatsächlich nicht der Fall. Beweis dafür, daß die Gemeinden Chamonix, St. Gervais und Houche» in diesem Moment fich mit Hartnäckigkeit da» Eigen- thumSrecht auf der savohischeu Seite streitig machen. Seit 1730 bi» auf unsere Tage gehörten die bewaldeten Parti«» und die Weiden be» Berge» den genannten Gemeinden. Der Rest — und baß ist so ziemlich der ganze Montblanc — war herrenlose» Gut — aa» dem guten Grund, weil der Boden bet höhet gelegenen Partiten unproductiv war und weil, wenn et auch anbaufähig gewesen wäte, man einige Mühe gehabt hätte, ihn zu katastrite«. Tempora mutantur V — heute haben bie Dinge ein ganz andere» Geficht. Die Zahl bet Touristen wächst von Tag zu Tag, man hat im Laufe der Jahrzehnte Sennhütten gebaut, bann Herbergen, Hotels, PhotographrnatelierS, Pav.llon», Observatorien- Schutzhüttm und Eisenbahnen. Jetzt rücken die genannte» drei Gemeinden auf den Plan, und jede von ihnen, die in der sich mächtig entfaltenden Frewdenindustrie eine unerschöpfliche Einnahmequelle fleht, nimmt den Berg für fich in Anspruch. Reklamationen, Protrstationen, Streitereien, end» lose Schreibereien find bie Folgen bieser Jagd nach dem Schnee- und Eismasfiv, da- zu besitzen vor 100 Jahre» Niemand bie geringste Lust verspürte. Da fich bie Gemeinde« nicht verständigen konnten, mußte die Entscheidung der Verwaltungsbehörde angerufen werden. Hier ist nun der Punkt, wo die Affaire interessant wirb. Die maßgebenbeu Persönlichkeiten in Savoyen find in nicht geringer Verlegenheit, wem fie ihr Votum zuwenben sollen, und auf welchen Ge- setzesparagraphen man fich berufen soll. Sie haben dann schließlich — nicht» gethan. Ihr Bescheid ging dahin, man wirb sehen, wir werden uu» mit bet Sache befassen unb sie gründlich studiten. Bi» dahin habt Geduld unb haltet den Status quo aufrecht! — Ein weise» Wort l
* Siu mebiciuifcher Skandal gibt heute viel zu teben und wirb demuschtt bie Gerichte beschäftigen. Vor zwei Jahre« mußte fich eine junge Frau einer gefährliche« Operation unterwerfen, die von ihrem HauSarzte mit einem seiner AmtSbrüder vollzogen wurde. Die Patientin fühlte fich aber nicht geheilt nnd wandte fich wieder an den Arzt, der ihr erklärte, fie leide an einer Cystengeschwnlst unb fich anheischig machte, bieselbe durch eine zweite Operation zu entfernen. Die Frau vertraute fich aber lieber den Chirungen be» Hospitals Saint LouiS an, die ihr abermals ben Leib aufschnitten und ein Just' ument vorfanben, eine 25 cm lange Sonde, bie bei bet ersten Operation vergessen würbe. In Folge dessen wurde bie nunmehr Genesene gegen die beiden Aerzte klagbar, die sich vielleicht, da die Chirurgen deS Hospital» sie nicht belasten wollen, hätten auSreden können, wenn nicht ein Beweis, den einer der Chirurgen vom rein technischen Standpunkte der medic nischen Acabrmie mitiheilte, in bet Untersuchung gegen fie zeugte. Zwar behaupten fie noch immer, da» Vorhandensein deS Instruments im Uniedeibe ihrer Patientin fei mit keinerlei Lebensgefahr verbunbev gewesen, zumal eS mit Nickel überzogen unb aseptisch zubereitet war- allein fie werben einer Berurtheilung wegen fahrlässiger Behandlung kaum entgehen unb im besten Falle ihre Clientel einbüßen. Da betbe mittellos fein sollen, fo gehen fie einem fichern Ruin entgegen.
Gediegenste Weihnachtsgabe!
Soeben erschien:
fjjESCHlCHTE DER MUSIK
IM UMRISS
von
Heinrich Adolf Köstlin,
o. ö. Professor a. d. Univ. Giessen.
Fünfte, vollständig neu bearbeitete Ausgabe.
Preis Mk. 8.—, eleg. geb. Mk. 10.—
„Ein gediegenes Förderen gsmittel musikalischer Bildung u. musikalischen Interesses. Feinsinnig sind die geschieht!. Zusammenhänge u. die Beziehungen der mueikaL Entwickelung zur allgem. Kulturentwickelung berücksichtigt.“
von REUTHER &. REICHARD in BERLIN W. 9.
Verlag


