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Nr. 297 Erstes Blatt.________Sonntag den 18. December____________________
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Zlnrts- und Anzeigeblutt für den Tkreis Gietzen.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
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Local«» und provinzielle».
Gieße«, den 17. December 1898.
• • Kirchliche Dieuftuachrichte«. Ernannt wurden: Pfatf vicar Sch weickert zu Rooau zum Pfairvicat in Pfungstadt ett Habel, Dkcavat Eberstadt- Pfarrvikar Heinz zu Off-obach o. M., Decanat Offenba», zum Pfarrverwalter daselbst. m t
• • Nachklange zur Butzbacher Gewerbeau»stelln«g. Mehrere htestge größere Firmen, darunter auch die Druckerei de» »Gießener Anzeiger*, welche den ihnen von der Preis- vertheilung» Lommisfion zuerkaonteu zweiten Preis seiner Zett dankend adg,lehnt hatten, erhielten nuf Grund einer eingehenden Schätzung ihrer ausgestellleo Erzeugnisse durch eine aus Fachleuten bestehende Nachprüfongg-Lommiffion den ersten Preis (Medaille) zuerkauut und gelangreu heule iu Bifitz derlrlben.
• • btadttheater. Die gestrige zweite Aufführung der Mannfiäde'schen Operettevpoffe .Unsere Marius war nur mäßig besuche, was um so bedauerlicher ist, als die Leiftuvgeu der Darsteller erfreuliche »area.
• • eiaditheater. Das hübsche Lustspiel »Eomtesse G ucker l" kommt Sonntag zur Aufführung. — Montag findet blkrnntltch ein einmaliges Gastspiel der Vroßh. Hof- schauspielertn Fäulein Frieda Eichel» he im von Dar«, stadt starr. F äuleiv Eichelshei« spielt die »Claire* in Ohnel» »Hüttenbefitzer*. Za dieser Aufführung, für welche erhöhte Etotrittspreise gelten, sind Abouarmeutsbillet» mit Zazahluna giltig.
»• E.V. Oberhesstfcher Veschichtsvereiu. vergangenen Douvrr»tag hielt der Ovrrhesfische Gc,chtch.»oereiu tat Sass Edel seine zweite Sitzung ab, dir, wie die erste de» Winter S, sehr gut besucht war. An Stelle de» durch Un- wohlsein verhinderten vorfitzeadeu, bi» Herrn Prof Höhl- tau«, eröffnete der Schriftführer, Herr Dr. Dieterich, die Versammlung mit einigen geschäftlichen Mutheilungea und Verla» da» Schreiben, in de« der Herr Proviozialdirector, Freiherr vou Gageru, feinen wärmsten Dank ««»spricht für die Ernennung zum Ehrenmitglied de» Verein». Zunächst berichtete dann Herr Prof. Gunbermann übe, die Fort- setzuog der Ausgrabungen auf de« Trieb. Es find iu fünf- tägiger Arbeit drei Gräber geöffnet worden. Ja de« nstea, da» einen Umfang von etwa 20 Meter hatte, fand mau
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Gratisbeilage: Gießener Familirnblätter
ÄSi<1|t fix Tkpcschm. -ckjeiger -iitzt». F-rnsprechrr Nr. 6L
Verstsche» Neü«tz.
MJP.C. Berlin, 17. Dceember. Bei den Etat»beraihuugeu im Reichstag ist auch die bekannte Forderung vertreten Morden, em betontere» R e ich» arb et t»a «t zu errichten. Der Erfüllung de» auf Vermehrung der Zahl der Reichs- Lmter gerichteten Wunsches stehen mehrfache Bedenken entgegen. Ätna man üderdtr» zuglbt, baß die Sommlffiou für «rdeiterstalist'k g-wlffermahen einen Ansatz zu einem Arbeitsamt tarstellt, so wird man nicht verkennen können, daß bereit» iu dieser Borsrncht eine» Arbeitsamte» zeitweise Strebungen die Oberhand gewonnen haben, die sehr einseitig waren. Dieselben find dadurch para hfirt worden, daß schließlich die waßgebende Instanz immer noch der Skaat»secreiär de» Reichsamt» de» Innern blieb, der dadurch, daß er nicht nur die Svctalpolitik, sondern die gesawmie WirthschastSpolink de» Reiches zu bearbeiten hat, vor de« Hiuneigen zu einseitigen wirthschafts oder soc alpolitischen Anschauungen oder «chulmetnungeu bffrr ge chützt ,st, wie eia speeteller Arde'tsw'vistrr i« Reiche sein würde. Weiterhin aber wird fich Niemavd da'üder täu chen können, daß der Errichtung eine» A'beitSamles von Seiten der größeren Einzelstaatea ganz dieselben anttunitarischen Widerstände entgegen gesetzt merdea würden, wie es beispielsweise der Errichtung eine» RetchSzoll Torifami» gegenüber geschehen ist. Daß «an auf de« W-ge der Eir-chtung neuer Rrichsämter möglichst Vvrfichlig vorwärts zu schreiten alle Veraulvffuug hat, geht v. A. auch au» der Geschichte der Entwicklung des Reich»oerficheruugsamte» hervor. Der vorige P.äfibeut desselben strebte mit allen Mitteln dahin, los vo« Retchsamt des Innern zu kommen, und Excellenz zu werden. J'tzt ist hiervon ebenso wenig auch nur im Entferutesteu die Rede w'e davon, daß da» reichsstatistische Amt eine selbstständige Stellung enthält und Heer v. Scheel »xcelleuz wird. Im Zusawmeuhavg mit der Reform der Invaliden-, Alter»-, Unfall- unb Krankeuverficherung wird fich bei Geschäfts- umfang bc» Relch»verficheruog»amte» mit der Zett vielleicht erheblich vermtuberu. Dann kann ja aus ihm vielleicht fich do» emwtck-ln, was jetzt iu den Wünschen, speciell der oationalltderalen Partei, als ReicbsarbeitSamt in epe figurtrt.
außer einer Steinpflasterung, Me die ganze Fläche de» Inneren bedeckte, eine b's zur Tiefe von etwa 1,80 Meter unter dem gewachsenen Boden reichende P ckung von Basalt« stetneu aus dem Schiff-nberger Wa'd. Darunter wurde ein breites, zweischneidiges, eisernes Schwert mit Scheide gesunden, das leider beim Graben zerstoßen wurde, und eiue Anocheolagerung. Ja dem zweiten bedeutend kleineren Grab wurde eine dmchlochte, stöne, Weiße Enaillsp rle mit fünf bunten Tupfen gefunden, die wohl an einer Schnur nm de« Hals getragen worden war. Außerdem fand man ver chiedene kleinere Broncegegenstäode, die man noch nicht bestimmen konnte, da man fie, wie Re gefunden wurden, eivpack-e, nm fie nach Mainz zur Ausarbeitung zu schicken. Da» dritte Grad war nicht ein Grubeugrab, ioodern erhob fich al» krei»ruuder Regel über dem Mutterboden. Die Ausbeute war hier, außer kleineren Metall'achen und dem Hauer eine» Eder», der v elleichi hier geopfert worden war, ein leider zerdrückte» Gefäß mit reizender Be z'eruug am «ußeuraud. Herr Prof. Gundermann sch oß mit der Hoffnung, daß bei der Aufarbeitung in Mainz noch manche» Jntereffonte zu Tage gefördert werden möchte. W ffeuschaftltche Schlüffe au» bern bisherigen Ergebviß de, Ausgrabungen zu ziehen, verbiete btc totale versch edenheit bet Anlage der bi» jetzt auf- gedeckten Gräber. Nun gab Herr Hauptmann Rramer eine Ueberficht über die recht beträchtliche Vermehrung der Schätze bc» BeretnSmuseums, besonder» in Folge der Hebet* Weisung bet Lang»torfet Funde durch Hrtru Rrei» Schul- iaspector vr. Lucius, und sprach seine Freude darüber aus, daß auch bet Besuch des Museums fich neuetbing» recht lebhaft gestalte. — Herr Laudgerichtsrath Dr. Schäfer erstattete Bericht über den Besuch, den et mit Hetrn Prof. Gunder«anu dem neugegründeten Alsfelder Verein anläßlich bet Einweihung be» dortigen Museum» abgestattet habe. Dieser Verein sei nicht eigentlich ein historischer, sonberu sein Zweck sei nur bie Sammlung unb Louservirung von Aiterthümeru in Alsfeld und seiner Umgebung. Die Gründung de» Verein», der schon eine recht sehens- werthe Sammlung habe, sei um so mehr zu begrüßen, als fie fast ausschließlich von nicht studirten Alsfelder Bürgern auSgtug. Glue Fühlung mit diese« jungen Verein sei durchaus wünschenswert!,. — Ausgehend von dem alten Spruch: .Es ist ein groß' Ergetzen, fich in den Geist bet Zetten zu versetzens hielt nun Hrtt Geheimetath Profeffor Siebeck einen überaus feffrlnden Vortrag über die Anfeindunge«, unter benen vor etwa 100 Jahren der Gießener Proftflor Wern.r, be« sein Freunb, ber Bergrath von Rnoblauch iu Dillenburg secundirte, zu leiben hatte. Werner, ein geborener Darmstädter, Jugeuteurosfizter und seit 1790 ordentlicher Profeffor bet angewandten Mathematik an naher Universität, ließ 1792 hier bet Rr'get seinen .ersten versuch einet all- gemeinen Aetiologie* erscheinen, eine empitistische Elkenntniß- theotie, die ihm heftige Angriffe vou Setten persönlicher Gegner zuzog. Auf Grund etnig't Stellen, btc aus bc« Zusammenhang gerissen, nicht nubebenklich erschienen, würbe er iu Darmstadt benuncirt. Der Senat ber Univerfität, nm sein Unheil befragt, rieth bem verfaffer nur zu größerer Behutsamkeit, doch setzten die Femde desselben schließlich doch ein verbot des Buches durch. Erst nach einiger Zeit wurde da» verbot von dem groß- denkenden Landgrafen Ludwig X. aufgehoben, „tottl Wahrheit und Aufklärung iu einem gut regierten Staate nie schaden rannten.* In der »Minerva*, der tu damaltger
Zett am meisten gelesenen Zeftschrlft, erschien nun bald darauf eint Darstellung des ganzen Berlanfes der Augelegm- heit mit Anführung der schriftlichen Boten der Profefforeu vor bem Senat. Dies hatte eine nochmalige Untersuchung zur Folge, die aber ergebnißlos verlief, weil veröffentlicher, der Eameralist Röster, ein Freund Werners, zur rechten Zeit »krank* wurde. Der kulturhistorisch äußerst intcreffanteu Schilderung dieser Vorgänge und der launigen Darstellung der Verhandlungen des hochwürdigen Senates folgte die ver- sammlung mit gespannter Aufmerksamkeit. Der zwette Vortrag, den Herr Profeffor Strack übernommen hatte, mußte leider ausfaücn, da der Vortragende durch unaufschiebliche Geschäfte verhinbert war. Er wirb in ber nächsten versa««- luug, Mitte Januar, nachgeholt werden. Mit dem Dank der Versammlung, be* der Vorsitzende be« »ebnet ausdrückte, schloß bie schön verlaufene Sitzung.
• • Orirgeverbeverei». Auf Veranlassung Grohherzogl. Seutralstelle für die Gewerbe in Darmstadt hatte bet Otts- gewerbeveriia Gießen die verttetet bet zu« Bezirksverband Gießen gehörigen Ottsgewerbevereine Srünberg, Sich, Lollar, Homberg a. b. Ohm unb Loudors zu einer nsttu gemein-
sameu Sitzung in ben »Raiserbos* hier eivgeladen, unb hatten säwmtlich' Vereine außer Londorf dieser E'nladuvg in erfreulicher We-se Folge geleistet. Der Vorsitz nde bc» hi.fi;eu Ortsgewerbevereins begrüßte btt Auwesenden auf» Wärmste unb gab bet Hoffnung Ausbrvck, baß diese nent O'ganisatlou fich recht segensrech für die Zwecke unb Aufgaben ber Ortsqewcrbrverclne gestalten wöge. D'e nunmehr vorgenommene Wahl ber vorstandSlnitglledcr de» Bezi'ks- Verbandes ergab folgende» Ergebnß: vorsitz'uder Herr L. Petri II., Gießen, deffen Stellvertreter Herr Eomm-rztcu- rath Heyligenstaedt, Gehen, Schriftführer Herr R-ctor Rrau». müller, Homberg a. d. O., und Rechner Herr Remner D'ppel, Grünberg. — Al» Vertreter be» Bezirksvcrbande» G cßcu hn LandeSausschuh wurde Herr L Petri II. unb als Stellvertreter Herr Eommerzienroth H hligeustaebt gewählt. — Der zur Begutachtung vorgelegte Satzungsentwurf für bie Bezirksverbände wurde eingehend berathen und, abgesehro von einigen unwesentlichen Aeuderungen, gvtgrhclßen. — Die Etntheiluog bet Provinz Odcrh.ffen in vier B zirke, und zwar Gießen, Friedberg, Büdingen-Ridda und Aisfeld, entspricht ben Wünschen und Vorschlägen der betr. Gewerbevereine, und dürste deren Sonstituirung inzwischen überall stattgefunden haben. — Auch wir wünschen blefer neuen Organisation eine recht segen»relche u«d gedeihliche Entwicklung.
••R. Gtistnnglifefl. (verspätet.) Am Samstag den 10. December l. I. feierte der Gießener Männer- gesang-Verein sein 10. Stiftungsfest, verbunden mit Fabneuweihe. Die Feier, welche mit einigen Soncertstückea der Regimentscapelle elngeleitet wurde, erreichte ihren Höhepunkt durch den Vortrag verschiedener Shorlieder, Doppel- Quartette, Duette und Soli», die ganz vorzüglich zu Gehör gebracht wurden, sodaß man nur eine Stimme de» Lobe» darüber vernehmen konnte. Der Verein hat gezeigt, daß er ganz auf der Höhe der Zeit steht, wa» er nur der aufopfernden Thätigkelt feine» Dirigenten, Herrn Musikdirektor Rrauße zu verdanken hat. Nach Schluß der Gesänge wurde eine vou ben Frauen unb Jungsrauen bem Verein gestiftete Fahne überreicht. Die Fahne, welche au» ber Runststickerei bc» Herrn I. H. Fuhr dahier hervorging, fand uvgetheilte» Lod. Der Tanz vereinigte alle Theilnehmer bi» zur frühen Morgenstunde.
- Da» Panorama Neue« Säue Nr. 1 erfreut fich fort- während eine» guten Besuches durch btc Ausstellung ber neuen Serien, bie ein ungetheiltes Lob bei bem Publikum gesunden haben. So werben wir nächste Woche nach bem schönen Spanien versetzt. Die Hanptsehcnswürblgkelten, Madrid, Barcelona, San Sebastian, Cordova, Portugal, Liffabon und Gibraltar, werden uns in plastischen Ansichten vorgeführt und geben dem Beschauer ein prächtiges, farbenreiches Bild in geordneter unb bem Auge wohlihuender Reihenfolge (50 Silber). Weiterer allgemeiner Besuch ist recht zu empfehlen, da bie Ansichten fich ohne Ausnahme burch künstlerische Herstellung auszeichnev.
•• Unsere Weihnacht8bescheeru*gen tragen vlelUngesunbe» an fich. Sie bienen so oft zur Beschämung der Armen, zur Beräucherung der Gebenden- fie erwecken so oft Neid bei den Empfangenden, Eitelkeit bei ben Gebenden. Woran liegt da»? An bet Oefsentlichkeit der «eschecrungen. Beim Geben soll bie rechte Hanb nicht wiffen, wa» bie Unke thnt. Bei ben öffentlichen Bescheerungen aber weiß sogar ber Nachbar rechts und der Nachbar link» Alles, was wir thaten und gaben. Unb bann ist alle Einfalt bes Geben» und Nehmen» bahin. Wer aber recht bescheeren will, ber trage in aller Stille seine Gabe in de» Atme« Hau» und gebe der armen Mutter die Geschenke, daß fie den Rindern bescheere, unb wache, baß nicht Alle» au» Licht kommt, sondern baß der Batet, bet in da» verborgene ficht, seine Freude au ber Verborgenheit bc» Geben» habe. Damit ist Immer noch nicht jebe Berathung mit Freunden abgewchrt, die ja um der Armen selbst willen nöthig ist- abgewehrt aber ist bf» Armen B-schämung unb btc Eitelkeit be» Gebenden. In dieser Weise wttd z. B. von der evangelische« Rtrchen- gemeinde vnfahren, wie denn überhaupt die sehr reichliche Fürsorge, btc von sämmtlichen Rirchcngemcinben für ihre Armen geübt wird, fich meist ganz in aller Stille vollzieht.
M Bo« roher Hand würben heute Nacht fünf vou den neu gepflanzten Bäumchen in ber Frankfurterstraße ab- geknickt.
•• Für die Rriegergrüber. Zum Vesten ber Raffe ber Vereinigung zur Schmückung brr Rtiegergtäber bet Metz, und besonder» nm Mittel zur weiteren Verschönerung ber Rtiegergtäber zu Anpflanzungen unb zur Errichtung von


