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engerer Interessensphäre der Unruhestifter liegt, daS Recht der bewaffneten Intervention zu Lasten des betreffende« Staates. Dieser Vertrag wurde Deutschland vollinhaltlich, Italien aber mit Ausschluß des Albanien betreffenden PaffuS mitgethe lt.
zu keinen kriegerischen Verwickelungen kommt und daß sowohl von Serbien wie von Bulgarien Agitationen hintangehalten werden, die nach der Türkei htoübergreifeu und den Frieden bedrohen könnten. Die Contrahirenden werden zu diesem Behufe einzeln in ihrer Jntereffevsphäre oder nach voran- gegangener Uebereiukunft gemeinsam interveniren. Sollte die gütliche Intervention zu keinem Resultate führen und Serbien oder Bulgarien trotzdem kriegerische Verwickelungen
Berlin, 16. Mai. Das „Berl. Tagebl/ meldet aus London: DaS spanische Geschwader verließ Curacao. Weitere Bestimmungen unbekannt.
Berlin, 16. Mai. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." meldet, haben die in Manila lebenden österreichischen, italienischen, schweizerischen und holländischen Unterthaueu sich unter den Schutz der deutschen Schiffe gestellt.
ich erschwert durch die Zersplitterung des kleinen Heeres I auf dem 9Vs Millionen Quadratkilometer großen Raume in । Zahllose kleine Besatzungen, oft nicht einmal ganze Compagnien. Nur besonders bevorzugte Regimenter konnten mit mehreren Compagnien exerciren. War zwar dadurch die körperliche Ausbildung des Einzelnen, seine Reit< und Schießfertigkeit eine sehr hohe, der kleine Dienst eine treffliche Schule. so fehlte doch die Ausbildung in größeren Verbänden für den Krieg, und die Manövrirfähigkeit des Heeres ging völlig zurück. Erst in neuerer Zeit ist eine Besserung zu verzeichnen, und finden öftere Uebungen mit gemischten Waffen, sowie I größere Uebungsmärsche statt. Auch in tactischer Beziehung find Fortschritte insofern zu verzeichnen, als man die Cazeysche Tactik nach französischem Vorbilde verlassen hat und den für I ein Milizheer geeigneteren und gesunden Ansichten des Generals Upton gefolgt ist, der die Tactik und Organisation der drei Waffen in innigere Verbindung gebracht wissen will. Trotzdem bleibt noch sehr viel zu thun, auch für Heereseinrichtungen, wie Schießstände, Exerzierhäuser rc. Der theoretischen Aus» brldung der Offiziere dient außer der Militärakademie in Westpoint noch die Cavallerie- und Jnfanterieschule zu I Fort Leavenworth (34 Offiziere), die Artillerieschule zu Fort Monroe (20 Offiziere, einige Unteroffiziere) und die Ingenieurschule zu Willets Point. An verschiedenen Hochschulen des Landes werden Militärcurse abgehalten, die von etwa vierzig- I tausend Studirenden besucht werden, welche so eine für das Miltzsystem wichtige Ausbildung erhalten. Auch die Schüler der höheren Lehranstalten werden für Kriegszwecke im Signal- dtenst geübt. (N. d. „Mil.-Wochenbl.)
Gießen, 17. Mai 1898.
I *• Kirchliche Dieustnachrichte». Ernannt wurden: Pfarrverwalter Mahr zu Dortelweil zum Pfarrvicar in Alsfeld, Decauat Alsfeld,- Pfarramt-caudidat Mi schlich zu Nauhetm zum Verwalter der Pfarrgehilfenstelle im Kirchspiel Ober-Ofleiden, Decauat Grünberg (wohnhaft zu Deckenbach) ,- Pfarrvicar Hehl zu Sprendlingen zum Verwalter der zweiten Pfarrstelle zu Reichelsheim i. O, Decauat Erbach,- Pfarrverwalter Egelhoff zu Reichelsheim i. O. zum Pfarrvicar in Sprendlingen, Decauat Offenbach.
** Militärisches. Wie die „Post" hört, fällt io der Armee zum ersten Male in dem laufenden Schießübungsjahre das Eiuzel-PrüfungSschteßen versuchsweise aus. Die hierfür vorgesehene Munition ist für daS PrüfuugSschießeu im Gelände zu verwenden. Schon in den letzten Jahren ist bei Verleihung der kaiserlichen Auszeichnungen für die best- schießende Compagnie eines jeden Armeecorps ein gefechtsmäßiges Concurrenzschießen ausschlaggebend gewesen. Die neueste Verfügung zeigt nun, daß ein immer höherer Werth auf die kriegsmäßige Verwendung der Waffe gelegt wird. '
•• Deutscher Radfahrer-Bnud. Die Verschmelzung der beiden großen Radfahrer-Verbände, des Deutschen Radfahrer- BundeS und der Allgemeinen Radfahrer-Union wurde am 8. Mai von den in Berlin weilenden Vorstandsmitgliedern beider Körperschaften beschloffen. Die neue Bereinigung wird in Zukunft den Namen „Deutscher Radfahrer-Bund" führen. Berufsfahrer find von der Mitgliedschaft aus- geschloffen. ES wird ein neue» Abzeichen eingesührt, in de« öie Reichefarben fchwarz-weiß-roth vertreten sein müssen. Hauptaufgabe deS neuen Bundes soll die Pflege des Wander- fahrens und die Schaffung von WohlfahrtSeinrichtungeu für die deutsche Radfahrerschaft sein.
** Den Gefallenen von 1866. Die Bereinigung der im Friedhof zu Laufach zerstreut liegenden Gräber der 1866 im Gefecht bei Frohnhofen gefallenen Angehörigen der Großh. hesfischen 25. Division fand am 10. Mai in einfacher würdiger Weiie statt. Abordnungen der damals actio beteiligten Regimenter waren erschienen und trugen die Särge. ES waren 18 Mann des Leib-Garde-RegimentS Nr. 115, deS Dragoner-Regiments Nr. 23 und des Feld-Artillerie-Regi- ments Nr. 25. Kriegerverein und Gesangverein sangen an der Gruft. Ein prächtiger Kranz mit der Inschrift: „DaS Eisenwerk Laufach den tapferen Vorkämpfern für Deutschlands Einheit" ziert die Gruft.
Die Parteien sonderten sich rasch ab und benannten sich nach den Oertlichkeiten, wo die Parteigenossen zusammenkamen. Die Partei der äußersten Rechten, an deren Spitze u. A. Graf Schwerin und Georg von Vincke standen, hieß erst die Partei des „Cafs Mtlani", dann des „Englischen Hofes", die gemäßigte Rechte — in der Mehrzahl aus preußischen Elementen bestehend — das „Casino"die entschieden Liberalen nannten sich nach dem „Württemberger Hof", die Radicalen nach dem „Deutschen Hof", die entschiedenen Republikaner nach dem „Donnersberge". Zu der Rechten zählten u. A. General von Radowitz, der nachmalige Bischof Ketteler, Döllinger, Vincke, Fürst LichnowSki- im Centrum sah man den Turnvater Jahn, Bassermanu, Simson (der spätere ReichSgerichtSpräfioent), Dahlmann, Robert von Mohl, Weicker, Gagern, Benedeh, Uhland, Fallmeraher. Die Linke führte^ Robert Blum, deffen tragisches Schicksal seinen Namen populär gemacht hat,- ihm schlossen sich an Karl Bogt, Brentano, Zimmermann, Wesendonck, Moritz Hartmann (der Dichter). Zur äußersten Linken gehörten Schlöffe!, Trützschler, Zitz, Simon und der Philosoph Arnold Rüge. Der alte Lang aus Verden fungirte bet der Eröffnung als Alterspräsident. Der greife Arndt war am ersten Tage, da et sich bescheiden zurückhielt, nicht zum Wort gekommen- als er von der Versammlung auf die Tribüne gerufen wurde, be- grüßte ihn ein Sturm jubelnder Begeisterung.
So verheißungsvoll dieser Anfang zu sein schien, so be- gannen doch schon in den ersten Sitzungen die Kämpfe der Parteien. Allerdings wurden von der Majorität während der ersten Wochen trotz alledem mehrere Beschlüsse Don großer Tragweite gefaßt, worunter derjenige, daß die Bestimmungen einzelner deutscher Verfassungen nur soweit gültig sein sollten, als sie der von der Versammlung zu schaffenden Verfassung nicht widersprächen. Ferner der Beschluß, betreffend die Errichtung einer provisorischen Centralgewalt, wodurch der Bundestag, deffen Wirksamkeit den Arbeiten deS Parlaments nach wie vor nicht förderlich war, überflüssig gemacht wurde. Diesem Beschluß entsprechend wählte man einen ReichSver- weiei (den 66jährigen Erzherzog Johann von Oesterreich), der ein verantwortltche- Reich-Ministerium ernannte. Der Erzherzog wurde feierlich eingeholt und legte am 12. Juli in der PaulSkirche den Eid ab, worauf im BundeSpalaiS der Bundestag alle seine Rechte auf ihn übertrug. Außerdem bewilligte die Nationalversammlung sechs Millionen zur Be-
Deutsches Reich.
Berlin, 16. Mai. lieber Deutschlands Stellung zu der von Chamberlain gekennzeichneten gegenwärtigen Politik Englands sagt die „Post": Für uns Deutsche Uegt kein Grund zu irgendwelcher Beunruhigung vor. Ein Büudniß zwischen England und Amerika würde, wenn eS wirklich zum Abschluß eines solchen kommen sollte, seine Spitze in erster Linie gegen Rußland richten, daS Berhältmß Deutschlands zu den beiden angelsächsischen Staaten aber uäuzttch unberücksichtigt lasten. Wir können also der weiteren Entwickelung der Dinge ruhig zusehen und haben keinen Anlaß, unS über die Rede Chamberlains irgendwie zu beunruhigen.
Berlin, 16. Mai. Im preußischen Abgeordnetenhause stand heute die dritte Lesung bei Anerbengesetzes für Westfalen auf der Tagesordnung. Nachdem die Generaldebatte beendet, wurde in der SPecial-DiScuffion eine Reihe von Paragraphen unverändert angenommen. Ueber den Para- graph 14, welcher von der Reihenfolge der Erbberechtigten als Anerben handelt, sollte namentlich abgestiwmt werden. Hierbei ergab sich Beschlußuufähigkeit bei HauseS. Der Präsident beraumte eine neue Sitzung mit derselben TageS- ordnung an, in welcher der Paragraph mit 158 gegen 59 Stimmen angenommen wurde. Der Rest deS Gesetzes gelangte gleichfalls zur Annahme. Bei der Gefammtabstimmnng über die Vorlage ergab sich wiederum Beschlußunfähigkeit. Morgen 10 Uhr Wiederholung dieser Abstimmung und verschiedene Interpellationen. — DaS Herrenhaus beschäftigte sich heute mit der Pfarrer-BrsoldungS-Vorlage. ! Nach längerer Debatte wurden beide Vorlagen, evangelische und katholische, en bloc angenommen. Morgen 12 Uhr: Secundärbahndorlage,- in einer späteren zweiten Sitzung: Westfälisches Anerbengesetz.
gründung einer deutschen Flotte, weil sich im Kriege gegen Dänemark die Wehrlosigkeit Deutschlands zur See in beschämender Weise herausgestellt hatte. Diese Summe in Verbindung mit dem Ertrag der allgemeinen Sammlung und der freiwilligen aus allen Gauen des Reiche- eingehenden Spenden ermöglichte in der That die Ausrüstung von elf größeren Kriegsschiffen und sechs Kanonenbooten, welche der Bundestag, nachdem das Werk der Einigung und Verfassung kläglich gescheitert war, im Jahre 1852 öffentlich versteigern ließ — ein t-ourige- Nachspiel der mit so großen Hoffnungen begonnenen Bewegung!
Im Rahmen dieses Artikels ist eS unmöglich, auf die weitere Geschichte der Thätigkeit des ersten deutschen Parlaments einzugehen. Der gute Wille war vorhanden, aber einerseits mangelte eS der Nationalversammlung bei aller Intelligenz ihrer Führer an politischer Erfahrung, andererseits scheiterte ihr ernstes Wollen an der inneren, aus den heterogenen Anschauungen der Abgeordneten hervorgehenden Disharmonie. Vor allem aber — und darin liegt der Hauptgrund des Mißlingens — machten der Widerstand der 36 Regierungen und die Rivalität zwischen Oesterreich und Preußen jede einheitliche Maßregel unmöglich, und der Nationalversammlung in Verbindung mit ihrem Reichsverweser gebrach eS an wirklicher Macht, um ihrem Willen Geltung verschaffen zu können. So bedurfte er thatsächlich Blut und Eisen zur Herstellung der deutschen Einigkeit und eS konnte der Aus- gang, wie er in der 5U)at kam, nur eine Frage der Zeit fein- aus dem Parlament ward ein Rumpfparlament, das am Ende — es war am 18. Juni 1849 — von der württem- bergifchen Regierung mit Waffengewalt auSeinandergetriebe« wurde. „Die Kanonen thaten FrendenfchÜffe zu feine« Wiegenfeste", so charakterisirt ein Zeitgenosse treffend das Schicksal der deutschen Nationalversammlung, „all dat Parlament aber vierzehn Monate später von Stuttgart Abschied nahm, schwiegen die Kanonen, aber sie waren anfgefahre« und mit Kartätschen geladen- und als es flüchtig von da auf badischem Boden verschwand und zu Grabe getragen wurde, da knallten über seinem Grabe die Gewehrsalven und Kanone«- donner, aber in schrecklichem Bruderkrieg, in welchem die Reaction die Kämpfer für die Reich-Verfassung zugleich mit der Revolution und der badischen Duodezrepublik erdrückte."
Berti«, 16. Mai. Der Empfang deS Prinzen Heinrich im Sommerpalast des Kaisers von China fand, wie dem „Local-Anz." aus Peking telegraphirt wird, unter großartiger Prachtentfaltung statt und nahm einen vollständig befriedigenden Verlauf. Das Gleiche gilt vom Gegenbesuch des Kaisers beim Prinzen. Bei dieser Gelegenheit überreichte ihm der Kaiser den höchsten Orden, den er für nicht regierende dürften zu vergeben hat. Glänzend gestaltete sich auch der, ....... verwtcremnae«
Exregentin. Seit Bestehen herbeizuführen trachten, so erhält derjenige Theil, in deffen des chinesischen Reiches war dies der allererste derartige Be- 1---------- - --- - - - - - y "
such- Die Exregentiu übergab dem Prinzen von ihr selbst gemalte Fächer für die Kaiserin Auguste Victoria, die Kaiserin Friedrich und die Prinzessin Heinrich nebst ihrem eigenen Orden. Prinz Heinrich kündigte Geschenke Kaiser Wilhelms an und flocht ein, daß el der heiße Wunsch der Damen Pekings sei, von der Exregentin empfangen zu werden. Die Regentin erwiderte, el solle diesem Wunsche bei dem nächsten Staatsempfange gewillfahrt werden. ES wird damit eine noch nie dagewesene Neuerung geschaffen.
Berlin, 16. Mai. Wie heute an der Börse bekannt wurde, find die drei Inhaber der hiesigen Productenfitma Julius Reißner durchgegangen. Sie sollen außer verschiedenen unlauteren Schiebungen auch Wechselfalschungen und andere Betrügereien begangen haben.
gelegt, die nicht entfernt wehr den wirklichen BevölkerungS- Verhältnissen entsprach. Bor Allem waren die beiden Groß- staaten benachtheiligt. Preußen sandte 117, Deutsch-Oester- reich 55 Vertreter zu wenig.
ES war, im Ganzen betrachtet, eine buntgemischte Schaar, welche ihren Einzug in die Paulskirche hielt. Die Helden des Geistes und der Feder waren in ihrer Blüthe vertreten, allein 118 Professoren, darunter Männer wie Dahlmann und Jacob Grimm, Waitz, Drohten, Vogt, Roßmäßler, GervinuS, “• J' w. Die Dichtkunst repräsentirten Uhland, Wilhelm Jordan, Gustav Pfizer, Anastasius Grün, Ernst Moritz Arndt. Auch der Turnvater Jahn fehlte nicht, der zweiten Sitzung, am 19. Mai, zeigte sich bei der Präsidentenwahl, daß die Mehrheit für das Prinzip der constitutionellen Erbmonarchie war, denn mit 305 von 397 Stimmen wurde ein Mann dieser Gesinnung, der hessische liberale Ministerpäfident Heinrich von Gagern, all provisorischer Präsident gewählt. Kaum dem Knabenalter entwachsen, hatte von Gagern bei Waterloo mitgekäwpft, dann huldigte er al- begeisterter Burschenschafter der Idee eines großen deutschen BaterlandeS. Ec war in der hessen-darmstädttschen Kammer Führer der liberalen Opposition, al- solcher berief ihn der Großherzog an die Spitze bei am 5. März 1848 neugebildeten liberalen Ministeriums. Niemand schien vorzüglicher für baß verantwortliche Amt eineß Präsidenten bei ersten deutschen Parlaments geeignet. Ohne Zögern nahm er es an, indem er versprach, eS unparteiisch zu führen. RückhaltsloS legte u 'n seiner Eröffnungsrede den Zweck der Versammlung, eine deutsch- Verfassung zu Stande zu bringen, dar. „Wir tjaben , rief er, die größte Aufgabe zu erfüllen: wir sollen d-rs-ffung für D-mschland, für da« gelammte jKetdj! Der Beruf und die Vollmacht zu dieser Schöpfung, sie liegen m der Souveränetät der Nation! Die Schwiertg- ' , tie Verständigung unter den Regierungen (36 an der ■8^1) zu Stande zu bringen, hat das Vorparlament zur Genüge erkannt und un» den Character einer confiitutrenben Versammlung vinbizirt! AIS solche haben wir fortan au r^ett und ,a t^ten!" D-r Prastdrnt schloß feine Rede b-g-tst-"-« Worten : .Deutschland will Ein« sein I ®tn Reich, regiert vom Willen de« Volke« unter Mitwirkung ^"»Ln'n\Tit"Un0'?r ®eine W°rt- riefen einen Sturm ie« Beifall« hervor, nicht nur In der Paul-kirche, sondern im ganzen Deutschen Reiche.
Frankfurt a. R., 16. Mai. Die „Franks. Ztg." schreibt heute unter der Urderschrift: „Ein geheimer Staats- vertrag zwischen Rußland und Oesterreich- Ungarn" Folgendes: Wir find heute in der Lage, auf Grund zuverlässiger Informationen folgende außerordentlich wichtige Mittheilnugen zu machen: DaS im April 1897 gelegentlich bei Besuchs Kaiser Franz JosefS in Petersburg । zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn getroffene Ueber- einkommen ist keine politische „Abmachung" in landläufigem Sinne bei Worte«, sondern ein „Staatsvertrag", gezeichnet vom russischen und vorn österreichischen Kaiser und gegen- gezeichnet von den Ministern der äußeren Angelegenheiten beider Länder, dem Grafen Murawjew und dem Grafen Golnchow-ki. Der Vertrag läuft vom 1. Mai 1897 bis zum 1. Mai 1902. Er verlängert sich von selbst auf je weitere drei Jahre, wenn sechs Monate vor seinem Ablaufe nicht einer der Contrahirenden ihn kündigt. Der Hauptzweck des Vertrage- ist die Aufrechterhaltung der Ruhe und bei Friedens auf der Balkanhalbinfel, sowie des status quo int gegenwärtigen Besitzstände daselbst. Zu diesem Behufe theilen die beiden vertragschließenden Staaten die Balkanhalbinsel in zwei Interessensphären, von denen jede eine engere und eine weitere Juteressensphäre enthält. In die engere Interessensphäre Oesterreich-Ungarns fällt Serbien, in seine weitere Macedonien von Saloniki (diese Stadt einbegriffen) in vörd- | ltcher Richtung fast gradlinig nach Vranja, ferner Albanien mit Ausnahme einiger südöstlich an Montenegro grenzenden Kreise. Ja die engere Interessensphäre Rußlands fällt Bulgarien, in feine weitere der östlich von der weiteren Interessensphäre Oesterreich-Ungarns gelegene europäische •• Besteuerung der Waareubäufer Rat Beratbuna der S sch,i-ß-°dm v-r. Frage, b-t„ff-n7°ol- sta^;. B.7-u°kung d7- W-°.°n'
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