Ausgabe 
18.3.1898 Zweites Blatt
 
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fortdauernden und einmaligen Ausgaben der Marineverwaltung in einem Etatjahre den Betrag von 116,525,594 Mk. über­steigt und die dem Reiche zufließendeu eigenen Einnahmen zur Deckung de- Mehrbedarfs nicht au-reichen, darf der Mehrbetrag nicht durch Erhöhung oder Vermehrung der den Massenverbrauch belastenden indirecten Steuern gedeckt werden. Graf Posadow-ky erklärte weiter, sämmtliche Bundesregier­ungen hätten erklärt, wenn neue Steuern zur Deckung de- Mehrbedarfs nothweudig würden, Bedacht darauf nehmen zu wollen, daß dabei die stärkeren Steuerkräfte heraugezogen würden.

ttandwirthschaftl. Winke n. Rathschläge.

Maß thut der Larrdwtrth in dem Monat Marz?

Von Dr. E. Agricola.

(Nachdruck verboten).

K, 0. Gewöhnlich tritt schon Anfang dieses Monats wärmeres Wetter ein. Sobald dann der Boden hinreichend abgetrockaet ist, beginnt die Feldarbeit. Meist am besten ist es, wenn im Frühjahr nicht mehr gepflügt zu werden braucht, sondern wenn die zu bestellenden Felder im Winter in rauher Furche dem Froste ausgesetzt blieben. Durch letzteren find die Schollen zerkleinert und läßt sich daun leicht durch Trimmer, Exstirpator und Egge eine günstige physikalische Beschaffenheit des Ackerboden- Herstellen. ES kommt noch hinzu, daß der Frost nicht unbeträchtlich zur Aufschließung der im Boden ruhenden mineralischen Nähr­stoffe beiträgt. Immer wird aber die Pflugarbeit im Früh­jahre nicht zu vermeiden sein, um so mehr, al- ja die weniger arbettSreichru Wintermouate zum Ausfahren des Dünger- benutzt werden, der nunmehr untergepflügt werden muß. Die Pferdebohnen find gewöhnlich die erste Frucht, die im März bestellt wird, weil diese am wenigsten empfindlich ist gegen evenr. noch später eintretendeu Frost. ES folgt dann Gerste, Hafer, Erbsen, Wtckrn, Rorhk.ee u. s. w.

Die Wiesen darf mau in diesem Monat unter keiner Bedingung wäfferu, weil dadurch die veketation zu früh autbricht und die dadurch getriebenen jungen und empfind­lichen Pflanzen leicht durch Spätfröste leiden. Bei dem Ab­gänge de- Schnees müffen die Gräben auögeräumt werden. Wiesen, die im Winter mit Compost befahren ^fiud, werden bet anhaltend trockenem Wetter imrchgeeggt, damit fich die Composterde ordentlich mit der Erde unter der Wiesenuarbe mischt. Auch auf stark vermoosten Wiesen ist da- Eggen zur Vertilgung des Mooses angebracht. Das auSgeeggte MooS muß aber sorgfältig zusammengerecht und entfernt werden, weil e- andernfalls wieder leicht Wurzel faffen kann. ES wird daffelbe am besten zur Eowpostbereituug oder zum Einstreuen verwendet.

Auch die Futterfl Sch en auf dem Felde, besonder- die Luzerne, werden nun mit scharfen Eggen kreuz und quer bearbeitet.

Die Pferde erhalten nun wieder ihr volles Futter. Wenn, wie in diesem Jahre, der Hafer im Berhältniß zu anderen, im Nährwerth gleichen Futtermitteln sehr theuer ist, so kann derselbe zweckmäßig bi- zur Hälfte durch Bohnen, Mai-, Erdnußkucken u. dgl. ersetzt werden.

In neuerer Zeit werden besonders auch getrocknete Bier­treber empfohlen. Zur Ausführung der Fütterung fei be­merkt, daß da- Kraftfutter stet« trocken verfüttert werden muß und zwar mit einem 221/2 Ctm. lang geschnittenem Häcksel. Heu zu schneiden, wie es vielfach empfohlen wird, ist nicht zu empfehlen. DaS Heu muß vor jeder Mahlzeit verabreicht werden. Würden wir daffelbe nach dem Kraft­futter verabfolgen, so würde daffelbe bet dem verhältuißmäßig kleinen Magen de- Pferde- au- diesem, ohne genügend ver daN» zu sein, verdrängt werden. Au- demselben Grunde muß auch da- Tränken vor Verabreichung der Futterratiou erfolgen.

Da- Rindvieh erhält in diesem Monat da- Futrer wie in den vergangenen Monaten. Der Rest der Hackfrüchte wird nun verfüttert, weil nun die Gefahr de- Verderben- besonder- groß ist.

Zugochsen verabfolgt man jetzt etwa- Kraftfutter, damit sie für die Feldbestellung kräftig find.

schreiben. Wie jetzt von dieser alteh,würdigen Flasche der Pfropfen aus dem Halse fliegt, wie es hinein in- Kelchglas gluckt, rubinrorh gleich einem Kirchenfenster und blumen^uftig wie ein ganzer Maientag da sehe ich gründlich ein: die schönste Beschäftigung auf dieser Welt ist doch das Wein- probtren. Mein Gott, darf solch herrlich aufrührerischer Tropfen überhaupt existtren in einem Polizeistaat!

Jetzt erhalte ich sogar Besuch in meiner Idylle. Hunde, die mir bei meinem Betreten des Weinberg- in aufpraffeln« der Wuth zähnefletschend entgegeuknurrten, besuchen wich nun in schwanzwedelnder Verfassung. Dazu will der Tag zu Rüste gehen. Ich trete hinaus in gottvollster Stimmung.

Dort hinter der Bergwand der Steinwüste dufteten vor grauen Zeiten die üppigen Gärten de- König- Salomo jetzt sonnenversengte Hügel mit wett deroorstehendeu, wie vom Meer verwaschenen Felsen. ... Da hinten vor dem blauen Moabitergebirge düstrrt da- Tobte Meer zum Kuckuck mit all den tobten Seelen, die keinerlei Fröhlichkeit im Leibe haben! ... Da drüben ragt vom Oelberg her, au- der Nachbarschaft der Himmelfahrtscaprlle, der schlanke Ruffeuthurm empor - zum Teufel mit bureaukrattichen Geistern, die nicht den bescheidensten Aufschwung kennen! . . Da unten liegt wie ein schönes Gedicht da- abrndsonueum- glühte Bethledem zum Henker mit den armseligen Gesellen, welche solche Poeste nicht empfinden!

Inzwischen erglänzt Bethlehem in immer neuer Pracht. Einen solch effektvollen Sonnenuntergang wie die-mal hat er fich bei meinen verschiedenea Anwesenheiten noch nicht zu- gelegt. Nur einige etwas schwärzlich angehauchte Wölkchen versuchen, fich jüberflüssigerweise hereinzudräugen. Lasten wir sie drängen!

Sobald fich der Erdboden öffnet und der Schnee fort ist, werden bei schönem Wetter die bt-her eingedeckten Wein­st öcke aufgezogen. Nach dem Aufziehen erfolgt da-Räumen, d. h. man hackt die Erde ring- um den Stock aus und schneidet die Wafferwurzeln eine Hand breit von der Ober­fläche ab. Die höchste Zeit ist nun, den Weinstock zu be­schneiden. Auch die zwei- bi- dreijährigen Reben, die be­reit- gewurzelt haben, können nun versetzt werden. Die besten Reben werden während de- Räumen- und Schneiden­der Weinstöcke zu Ablegern in die Erde gebracht.

Dat Federvieh wird zum Brüten stark angesetzt. Ganse und Enten werden noch im Stalle oder auf dem Hofe gefüttert. Die Eier der zweijährigen und größten Gänse hebe man an einem kühlen, aber nicht zu kalten Orte zum Brüten auf.

Der Imker gebe Acht, daß eS an nichts mangelt, da die Brut im Stock in diesem Monat viel verbraucht. Da- Flngloch halte man noch klein, einerseit- der noch häufig auftretenden Spätfröste, aber auch der Raubbtenen wegen. Gegen Ende de- Monat- beginnt die speeulative Fütterung. Bolksschwachen Stöcken muß abgeholfew werden. Soll die Wohnung der Bienen gewechselt werden, so ist nun Zeit.

Die Fischerei hört mit der Laichzeit auf und man besetzt nun die Teiche mit dreijährigen Samen und Karpfen- setzliugen.

In der Hofwirthschaft wird der Rest de- vorrath- au-gedroschen und die auf dem Schüttboden aufgespeicherten Früchte fleißig umgeschaufelt. E- ist letztere- besonder- wichtig als Borbeugunz-mtttel gegen den schwarzen Karuwurm und die Kornmotte. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein müffen die Schüttböden gelüftet werden.

Keimende Kartoffeln aus Keller und Miete werden am besten an einen recht trockenen Raum gebracht, um dem KeimungSprozeß Einhalt zu thun.

Gegenstände der Jagd find jetzt nur Auer- und Birk­hähne, bei denen die Balz angeht, Haselhühner, wilde Enten und Gänse, Schnepfen, wilde Tauben und Lerchen.

CscoUs unb prwhtjieKw.

Mieten, den 17. März

Die Ueberuahme de- Heilverfahrens durch die Alters- uud Jnvalidttäts-Bersicherungs-Anstalten kommt von Jahr zu Jahr mehr in Gebrauch. Im Jahre 1894 betrug die Zahl der solchermaßen unterstützten Versicherten 2286, im Jahre 1895 schon 4037 und im folgenden Jahre 6950. Die Kosten des Heilverfahrens find von über 255000 Mk. im Jahre 1894 auf über 1 253000 Mk. im Jahre 1896 gestiegen. DaS Heilverfahren ist nicht ohne bedeutenden Er- folg geblieben, von den 6950 Personen, die im Jahre 1896 in Behandlung genommen wurden, find 1859 geheilt und 2355 an ihrem Gesundheitszustände so weit gebeffert, daß fie den im § 9 de« Alters- und Invaliditäts-Versicherungs- gesetze» festgesetzten Mtndestverdienst erreichen können. WaS speciell die an Lungenschwindsucht leidenden Kranken betrifft, so wurden im Jahre 1896 von 2436 solcher Kranken 513 ge­heilt und 596 wurden so weit gebeffert, daß fie die gesetz­liche Mindesterwerbtfähigkeit erlangt haben.

Giftige Pfeifen. Die amtlicheStraßb. Corr." macht darauf aufmerksam, daß seit einiger Zeit ein ziemlich umfang­reicher Handel mit Metallpseifen getrieben wird, die einen gesundheitsschädlichen Bleigehalt ausweisen. Zumeist sollen diese Erzeugnisse an- dem AuSlande stammen. TheilS finden fie als Signalpfeifen, vorwiegend im BerkehrSgewerbe, im Eisenbahnbetriebe, sowie bei Jagden Verwendung, theilS find sie zu ttiuderspielzeugen bestimmt. Neuerding- bilden sie namentlich eine sehr beliebte Beigabe zu Knabenanzügen. Wie vorgenommene Untersuchungen ergcbrn haben, enthalten manche dieser Pfeifen bis zu 86 Procent Blei, während nach sachvrrständiger Aeußerung ein Gehalt von 10 Proeent Blei, wie ihn da- Gesetz über den Bekehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen, vom 25. Juni 1887, für', Trink- und Kochgeschirr sowie für Flüsfigkeitsmaße äußersten Falls erlaubt, al- die höchste zuläsfige Grenze auch hier zu betrachten ist. Eine Warnung gegen den Gebrauch von

Nun feuerwrrkert da- anmmhige Städtchen geradezu mit seinem Farbenzauber. Jetzt die Häusermaffen im vollsten Glanz der scheidenden Sonne . . . jetzt eine intensive Herr­lichkeit, al- wolle jeder elektrischen Beleuchtung der W?lt Concurrenz machen . . . jetzt mildverschleierte Lilafätbuag gleich einem schüchternen Beilcdenbouqaet . . . und jetzt Häuser und Thürme eine starre, kalte Steinmaffe wie eine abgetakelte Schöne.

Das Abendroth auf all den ringsum aufsträubenden Höhen verglommen. Sacht wandelt die Däwrnrrung über Berg und Thal, und allerhöchste Zeit wird- für mich, den Weinberg zu räumen. Noch einmal trete ich zurück in die Weincyfterne, Ich fülle da- Spitzgla- mit altem Goldtrank au- dem breitreifigen FaßJohanne-", welche- getauft ist nach dem Apostel der Liebe. Mit kräftigem, im Gewölbe wiederhallendemProfit dem Guten, Wahren, Schönen!" wird daS Glas zum Lebewohl hinabgestürzt.

Do oft ich bei meinen Fahrten über Länder und Meere auch Abschied nehmen mußte am schwersten war immer der Abschied von Weinkellern. Wie ich jetzt zögernd durch den Fel-spalt emporkrieche, ertönt auf einmal vom Thal herauf weiche- Horngeschmetter. E- ist der Pfarrer von Bethlehem, der au- demTrompeter von Säkkingen" mir in- Herz treffend herauf bläst:Behüt Dich Gott, eS wär so schön gewesen "

Vorbei die weinfrohe Herrlichkeit. Ein torkelnder La­ternenanzünder mit seiner Leiter begegnet mir, al- ich auf den einsamen Straßen Bethlehems heimwärts schreite.

Metallpfeifen, die 'einen so gefährlichen Bleizusatz enthalten, erscheint am Platze.

Sehr treffend schreibt da-Mainzer Tagblatt": I« Hessischen Landtage hat sich der Gebrauch eingebürgert, daß jede Meiullug-äußerung eine- Abgeordneten von fünf bis sechsNachrednern" in einer Form bekräftigt wird, der man da- Prädicatkurzweilig- höchst selten beizulegen geneigt ist. Wir bestreiten nicht, daß diese Gepflogenheit unseren Land- boten insofern einen Bortheil bittet, al- fie jedem von ihnen, selbst demjenigen, der mit Mose- sagen muß:Ich habe eine schwere Zunge!" die Möglichkeit gewährt, seinen Namen von Zeit zu Zeit im heimischen Wochenblatt gedruckt leien zu können. Ob aber die Gesammtheit der Wähler verständniß genug für diesen Nutzen besitzt, ob sie nicht vielmehr wün cht, daß die Herren fich nicht allzusehr in DktailS terltercn und die Rückficht auf- Ganze nicht ihren Kirchthurm-'ntereffen unter­ordnen, wollen wir dahingestellt fein laffen. Da- hessische Staatsbudget sollte von der Zweiten Kammer eigentlich be­reit- erledigt sein. Aber noch klebt die Volksvertretung an dem Juftizetat, deffen Specialberathung am Mittwoch begonnen wurde. Drei Tage lang wogte die Redeschlacht bei der Generaldebatte, und wenn man die Wirkung prüft, welche diese« rednerische Ringen auf die Wohlfahrt de- hessischen Volke- ausgeübt hat, dann kann man fich de- ketzerischen Ge­danken- nicht erwehren, daß da- gleiche Resultat auch in viel kürzerer Zeit zu erzielen gewesen wäre. Man scheint auch in der Kammer die Nothwendigkeit eines flotteren Fortgang- der Verhandlungen einzusehen. Da- beste Mittel, den Stoff rascher zu bewältigen, haben die Abgeordneten selbst in der Hand. Sie brauchen fich nur in rednerischer Hinsicht jeve weise Beschränkung aufzuerlegen, in der fich, nach Goethe, erst der Meister zeigt.

** Die hessische Schulbehörde hat angeordnet, daß bei der am 4. April an den Lehrerseminarien Bro-Heim, Alzey und Friedbergbeginnenden Aufnahmeprüfungen, soweit hierzu Leute zugelaffen find, die seitherige Stärke d-.r Semlnarklassen verdoppelt wird. Die Klaffen sollen im nächsten Jahre eine Durchschnittszahl von 40 Zöglingen haben. Diese Maßregel hängt mit der neuen Ver­ordnung, betr. Militärdienst der volk-schullehrer, zusammen. Bom Jahre 1900 ab sollen nämlich die Aspiranten de- Volk-« schullehramts zu einjähriger Militärdienstzeit heraugezogen werden. Der dadurch im ersten Jahre entstehende Ausfall au SchulamL-candidaten soll nun durch Vermehrung der nächsten drei Jahrescurse ausgeglichen werden. In Preußen find an fast sämmtlichen Lehrerseminarien Parallelcurse ein­gerichtet worden und zwar ebenfallr au- angeführten Gründen. Hierbei dürfte wohl interesfiren, daß an den Seminarien alljährlich vor Abgang der Abiturienten Umfrage gehalten wird, wer von der Vergünstigung des einjährig-freitrnlligen Militärdienstes Gebrauch machen wolle. Da- bi- jetzt in allen Staaten erzielte Resultat ist ein sehr geringe-, denn von sämmtlichen Abiturienten der Lehrerseminarien find höchsten- 5 biß 10 pCt., welche den einjährig-freiwllligen Dienst wählen.

Allendorf a d. Lda, 16. März. Der heutige Fr Ü h- jahr-rnarkt, einer der besuchtesten der hiesigen sechß Märkte, war ziemlich stark mit Schafen und Schweinen be­trieben. Einjährige Hämmel wurden beisp el-weise 30 Paar ä 37 Mk. beisammen gekauft/ im Uebrtgen kosteten blef-Lben bi- zu 48 Mk. da« Paar. Bet den Schweinen war in Läufern da- Angebot bedeutend stärker, als die Nachfrage. Dieselben erzielten einen Preis von 60 bi- 100 Mk. per Paar, Ferkel einen solchen voa 20 biß 54 Mk.

n. NiederFlorstadt, 16. März. Eia Act großer Roh« h ett wurde am vergangenen Sonntag Abend auf der Chauffee zwischen hier und Ober-Florstadt durch einige hiesige fange Burschen verübt. Dieselben übe fielen nämlich ohne jede Ursache drei friedlich ihre« Weges gehende, mit ihnen etwa gleichalterige Burschen von Ober-Florstadt und mißhandelten einen davon durch Fußtritte derart, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Die Mißhandlungen wären j.denfall- noch schwerere geworden, wenn nicht zwei Männer dazu gekommen wären. ES ist bereits Anzeige er­folgt und wird darum die Strafe nicht lange auf fich warten laffen.

Mainz, 15. z. Die Gendarmerie verhaftete heute früh in Rüsselsheim einen Streckenarbeiter, der dringend verdächtig ist, cm Sonntag Abend das bereits gemeldete Attentat gegen den Nachtzug Franksurt Mainz bei Raunheim verübt zu haben. Der Mann stammt an» der Rheinprooinz und ist erst kurzer Zeit bei der Bahn beschäftigt. Die Uuter- suchung ergab, daß bte quer über die Schienen gelegte Eisen- bahnschwrlle sehr wohl dazu beitragen konnte, einen Schnell­zug zur Entgleisung za br'ngen. Der gefährdete Nochizug hatte in Raunheim angehalten. Bis zur Stelle, wo sich die Schwrlle befand, legte der Zag nur ca. 300 Mtr. zurück, infolge dtffen war die Geschwindigkeit noch mäßig und die Maschine konnte daS Hinderniß zermalmen.

-n Wormß, 10. März. Der 60. CursnS der Wormser Brauerschule, diesmal von 40 Brauern besucht, wurde dieser Tage in zweckentsprechender Weise geschloffen, wobei die Prüfung der von den gegenwärtigen Besuchern der An­stalt erzeugten Probesude durch zwölf Fachgenofien von WormS und Umgegend stattfand. Die Anstalt, welche feit ihrem Bestehen die Frequenzzahl 2580 erreicht hat, kann sonach umsomehr mit Befriedigung auf ihre Leistungen zurück- blicken, da schon jetzt wieder zahlreiche Anmeldungen für den am 1. Mai dS. JrS. beginnenden SommercurfuS einge- lausen find.

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* Coblenz, 15. März. DaS Schwurgericht verurtheilte die Angeklagten Held auß Eltville und Führ auS Nieder- breifig wegen Ermorduns des Oberaufsehers Rabe im (3t* fängniß zu Arlon zum Tode.

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