Ausgabe 
18.2.1898 Erstes Blatt
 
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Holländer, sowie das Raritätevcabiuet, hatten im Verein mit den vortrefflichen Leistungen eine» Theile» der Regiment«, eaprlle für reichlichen UnterhaltungSstoff gesorgt. Die Stimmung war so aniwirt, dah der Tanz die vielen Be­sucher bi» zur frühen Morgenstunde vereinigte. Wünschen wir dem rührigen Verein ein recht kräftiges Blühen und Gedeihen.

«hlward. Wie uns von zuständiger Seite mitgetheilt wird, hält am Sonntag, 20. Februar, Nachmittag» */,4 Uhr Herr Ahl ward in der Restauration Luft einen Vortrag überDie Judeufrage und der Fall Drryfu«."

Ein Flngjahr der Maikäfer soll da» heurige sein- wo man jetzt ans Rasenplätzen, Wiesen und Brachäckern gräbt, findet man in geringer Tiefe zahlreiche Maikäfer, die vollständig au-grbildet find und nur des Frühling» mit seiner Laubfülle warten, um ihre verderbliche Thätigkeit zu beginnen.

Besondere Postkarte« mit Anfichten von der Orient- fahrt mit dem SchnelldampferBohemia" vom Oesterreichi- scheu Lloyd hat Earl StaugenS Reise. Bureau, Berlin "W, den Theilnehmeru dieser Fahrt kostenfrei zur Verfügung gestellt. Eine solche hübsch auSgestattete Karte ging uns qu» Kairo zu.

W. Beuern, 16. Februar.Mit dem Herrn fang Alle« au!" Mit diesem vertrauensvollen Liede begann der im Jahre 1869 durch Herrn Lehrer Funk, nachmaliger Lehrer in Marienschloß, gegründete hiesige Gesangverein Polyhymnta" seine BereinSthätigkeit. Seinen Namen Polyhymuia", zu DeutschDie Gerufiugeudeu" hat der Verein nicht nur auf seine Fahne geschrieben, sondern stets hat er es verstanden, durch echte deutsche GesaugSpflege, fich daS zu bewahren, was einst durch den Gründer de» Verein» hiueiugelegt wurde. So hat fich denn der Verein nach seinem jetzt 29 jährigen Bestehen stet» deffeu würdig gezeigt, was al» Symbol in goldenen Lettern, auf dem Zeichen der Treue steht. Wie alljährlich, so auch am vergangenen Sonntag, hatten e» die GesangeSbrüder nicht unterlaffeu, diesen Tag festlich zu begehen. Den geräumigen Saal der Restauration Germania", welcher zu diesem Zwecke äußerst prachtvoll b-corht war, hatte fich der Verein als AbhaituugSort aus. e wählt, doch vermochte der Raum die erschienenen Gäste nicht alle zu faffen. Nachdem der ehemalige Borfitzend: des Vereins, Herr Lindenstruth, im Namen seiner Brüder die Versammelten herzlich willkommen geheißen hatte, gedachte er in kurzen Umrisieu, des WertheS des deutschen Gesänge«, sowohl in cth.scher, alS in patriotischer Hinsicht- seine kurze, aber in markigen Worten gehaltene Ansprache klang in einem Hoch auf Se. Mas. den Kaiser unb Se. Kgl. Hoheit den Großhevzog au», in welche» die Anwesenden auch begeistert einstimmten. Nach Abfingen de» Siebe«Wenn der Frühling auf die Berge steigt" konnten die Theateraufführungen ihren Anfaug nehmen, welche auch in lobenSwerther Weise vor fich gingen, oftmals von dem Beifall der Menge unterbrochen. Diesem Programm, welche« nach 10 Uhr sein Ende erreicht hatte, konnte der fich kurz darauf anschließende Tanz folgen, welcher denn auch unsere Gäste noch bi» zur frühen Stunde zasammenhielt, mit dem Bewußtsein, einen genußreichen Abend

verlebt zn haben. Roch lange sei es dem Verein vergönnt, . solche und ähnliche Feste inmitten einer treuen Gemeinde feiern zn dürfen.

F. Bon der Feldkrücker Höhe, 16. Februar. Unsere Vogelsberger Fichten fangen an, in der Rheiopfalz die Schwarzwälder Nadelhölzer aus dem Felde zu schlagen. Zwei Pfälzer Großhandlungen, aus Landau unb Kaisers­lautern, haben bei un» Ankäufe gemacht unb loben die guten Eigenschaften der Vogelsberger Waldproducte. Die Preise der Nutzhölzer steigen langsam weiter, unsere Rein- ertrüge gehören zu den besten Deutschlands unb dabei wollen manche Leute ben Vozel»derg auch noch mit schiefen Augen ansehen. Die Hatweiben, die in ben letzten Jahren verbessert wurden, zeigen bereit- ein viel vortheilhafteres Ansehen unb daß unsere einheimische Viehzucht von Jahr zu Jahr mehr Ansehen erlangt, soll hier noch einmal hervor- gehoben werden.

B. Berstadt, 16. Februar- Auch die Gemeinden fangen nach unb nach an, bte Wohlthaten unb Bortheile zu be­greifen, die die LandeSkreditkasfe bietet. Unsere Ge­meinde erhält demnächst ein Darlehen von 31,000 Mk, daS mit 3*/z pCt. verzinst unb mit 1 pEt. getilgt wird. Gegen Zahlung von 41/« PEt- (io viel mußte man vor nicht langer Zeit allein an Zinsen zahlen) wird ba» Capital nach einem Menschenalter totebn beseitigt sein. Obgle ch dies die Leute wiffen, viel« toiffen es auch nicht, wird doch noch zu wenig Gebrauch von der sehr zeitgemäßen Einrichtung gemacht.

E Echzell, 16. Februar. Obgleich die Jagd seit dem 1. bl. Mts. geschloffen ist, hat eS hier doch Jagbluftige gegeben, benen aber bte Liebhaberei balb gelegt worden ist. Ein thturer Hasenbraten, den der Schütze nicht einmal er­langen konnte, dürfte da» Nachspiel zu dem unbefugten Jägtlen fein.

-s- Büdingen, 17. Februar. Die Frauen unb Jung­frauen unserer Stabt beabfichtigen, Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Emma zn Asenburg-Büdingen ein hübsche» Hoch- zeitsgeschenk zu der am 14. April stattfinbenben Ver­mählung mit Sr. Erlaucht dem Grafen von SolrnS Laubach zu bediciren. Der hiesige Fechtclub hält sein dieS- jährige» Stiftungsfest in Form eine» Maskenballes am nächsten Sonntag im Rathhaussaale ab.

Darmstadt, 16. Februar. Ein heutzutage besonder» actuelles Thema hatte fich der Profeffor der Maschinenbau- künde, Herr Gutermuth, heule im Hochschul-Cyclu» gewählt, indem er nach eigenen Erfahrungen unb Erlebnissen jenseits besgroßen WafferS" über ben Einfluß bet Technik auf amerikanische Lebens- nubVerkehrS- Verhältnisse sprach. Er erinnerte an ben großartigen Eisenbahn- unb Wasserstraßen-Verkehr in Amerika, demzu­folge z. B. daS 1000 Meilen vom Oc-an entfernte Chicago ebenso viel verschifft, alS New York, Boston unb Baltimore zusammen, zeigte bann bie Bewältigung bes Localvtrkehr» durch Dampf , electrische unb Seilbahnen, fernerhin bte Gr- dändecoloffe in ben großen Städten mit dis zu 20 Stock­werken, ganz in Eisen und Stein gebaut, die zum Theile I Wasserwerks- »sw. Anlagen haben, bte umfangreicher als bie von ganzen Städten sind usw. Von der Leben-mittel- usw. Versorgung wurden namentl ch die großartigen Einrichtungen

Neueste Nachsicht««.

WB. Bochum, 17. Februar. Auf brr Z-cheBereinig e Carolinenglück Hanne" fanden heute früh schlagende Wetter statt. Bi» 11 Uhr 37 Tobte, viele schwer ve - wundet. Drrmnthliche Todtenzahl 50.

WB. Teneriffa, 17. Februar. Der DampferFlach t", bon Marseille nach Colone unterwegs, derCompagnie Generale Tranlatlantiqae" gehörend, ist heute früh 1 Uhr am Anagakay gänzlich verloren gegangen. Der Capita , bet erste Offizier unb 11 Sch ff Heute find gerettet, 49 Paffa- giere, 38 Sch'ffrleute umgekommeu.

Schiff-nachrichten.

Der PostdamvferBerlin- derRed Star Linie- ta Antwerpen ist laut Telegramm am 15. Februar wohlbehalten in Newyork angekommen.__________

Verkehr, Land- V»lk»a»trthschaf^

LUnbnra 16 Februar. Fruchtmarkt. Rother Weiz« X 17,29, weißer Weizen X 00.00, Korn X 11.09, Gerste X 1107, Hafer X 7.16.

zur Beschaffung von Eis, dann mächtige Brauereien und Schlächtereien, einzelne darunter mit 4000 bis 5000 Ar­beitern, erwähnt und schließlich der Erziehung der Jugend, namentlich der technischen Erziehung gedacht, auf deren Ge­biet fich bte Opferwilligkeit der Amerikaner besonders glänzend bewährt (Millionen-Siiftungen find drüben nicht» Ungewöhn­liche-). Der Redner, der seine reichhaltigen Darlegungen durch Lichtbilder veranschaulichen konnte, meinte zum Schlüsse, werde demnächst die Zeit kommen, da auch in Amerika die ideale Seite de» menschlichen Dasein- mehr Würdign- g erfahre und die Kunst habet ganz mächtige Förderung er­leben werde.

Mainz, 16. Februar. Galdi' ector H e s s e m e r ist gegen eine Caufon von 5000 Mk. au» der Untersuchungshaft ent­lassen worben. ___________________________

Vermischte».

Schnee auf dem Vesuv Nach einem mehrwöchentlichen Frühlingswetter ist der Vesuv wieder mit Schnee bedeckt. Zahlreiche Fremde eilen herbei, um da- seltene Schauspiel zu sehen, tote die Lava über den Schnee kahivfließt.

* Lakonisch. A.:Wa- treibt denn jetzt Schulze?" B.:Sich rum!"

Gottesdienst in der Lyuugog«

GamStag den 19. Februar 1898 m

Vorabend 5°° Uhr, Morgen- 9 Uhr Predigt, Nachmittags

3 Uhr, »chrifterklär««g, SabbathauSgang 6»° Uhr.

©otteSbtettfl der israelitischen Religionsgesellschaft.

Sabbathfeier am 19. Februar.

Freitag Abend 5« Uhr, Sam-tag Vormittag 8" Uhr Predigt, Nachmittag- 3 Uhr, SabbathauSgang 6«° Uhr.

Nachmittag 2« Uhr SchrifterklLrtmg Bahnhofstr. 50. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 5« Mr.

Spar- und Leihkaffe Gießen.

Der seitherige provisorische Diener unserer Kaffe, Herr Conrad Wißner, hat wegen eines Augenleidens seinen Dienst freiwillig aufge- gegeben und es wurde an feiner Stelle Herr Carl Zivtzer von hier provisorisch als Diener angenommen, was hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß gebracht wird.

Gießen, den 15. Februar 1898.

Die Direction.

Blut-

Apfelsinen,

1702

I. E.-. Wiener.

r>cliimntmurl)iing

Gebote auf die diesjährige Loh- ernte der Gemeinden Dornholz­hausen 130, Ebersgöns 105, Groß- Rechtenbach 70, Klein-Rechtenbachl05, Münchholzhausen 60, Niederkleen 60, Oberkleen 300, Reiskirchen 150, Vollnkirchen 210, Volpertshausen 70 Cmtner find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen hierhin bis einschl. den 26 d. M-, Mittags 12 Uhr, einzureichen.

Verkaufsbedingungen, Karte über Lage rc. der Schläge können hier .eingesehen werden.

Groß-Rechtenbach, 14. Febr. 1898. 1696 Das Büroelmemer-Amt.

EillpskilimltM

Saathafer Potöto liefert sehr hohe Erträge, ist stark- halrnig, in Folge d ffen sehr wider­standsfähig gegen Lagern, reift mittel­früh, 100 ko 17 Mk. ab Hof oder gegen Nachnahme zur Bahn bei

J. Schuch.

Hof-Schleifeld bei Nidda.

Wenn Säcke zu gegeben, werden dieselben für den Selbstkoster preis berechnet, aber »ichi zurückg nommen. 1693

SM. MMsus.

Freibank. 1610

Heute nsd morgen:

Rindsieiseh,

nicht ladenrein, per Pfd. 52Ä

Sehkartossel

Pauls-Juli ist anerkannt die er­tragsreichste Früh- und beste Speise­kartoffel, reift Mitte Juli, hat flache Augen, ist gelb mit gelbem Fleisch, wird daher für Hotels und Restau­rationen sehr gerne gekauft, wird abgegeben & 100 ko 7 Mk., 50 ko 4 Mk ab Hof ober gegen Nachnahme zur Bahn bei 1692

J. Schuch,

Hof Schleiseid bei Nidda.

Wenn Säcke zugegeben, werden dieselben für den Selbstkostenpreis berechnet, aber nicht zurückgenommen.__________________

Fst. Blüthenmehl

1 P,g. 22 Pfg. - b Md. 1,05 Mk, 10 Md. 2 Mk

Hocosnußbüttkr M 60 Pf. Margarivk, fitra, 70 fst. öb^marmrlabt 30 Pa. gübiil ftr. 70 empfiehlt 1684

Gustav Walter,

MänSdveg 18.

Iessina-Apfelsi«en allerfeinste Frucht, empfiehlt 1700 Emil Orbig, Bahnhofstr. 30.

Masken­anzüge und Dominos billig ,;u verleihen. Getragene Sachen verkaufe zu jedem annehmbaren Preise. Geöffnet bis 10 Uhr, auch Sonntags.

Karnbach, Kikchstr. 2 II.,

621] im Hause des Lackirer Leid

Uevnliethungen

1689) Schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, per 15 März zu Der» miethen- Zu erfragen ________fftatttfttgütllg. 88, Laden.

350J Neu hergerichtete Wohnung, pari-, 4 Zimmer und Zubehör, abgeschl. Corridor, sofort oder später zu Derrn. ________________Ladwigstr. I*. II.

169H] Eine Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, zu oerm Wottengaffe 28.

1014] Durch einen Hauskaus de- Herrn Professor Dr. Günther, der seitber die 3. Etage meine- Hauses inne hatte, ist dieselbe per 1. Mai anderweitig zu oermiethen, Frau Scorg Fulda.

Ostanlage 4.

Götheflraße 35 ß

2 Zimmer-Wohnung mit Zubehör an ruhige Leute per 1 April zu oermtetben

517) Große und kleine Wohnung zu permiethen. vahndosftv. 88,

Kircheuplatz 15

Wohnung oon 2 bis 3 Zimmern an an ständige Leute zu oermiethen. "5

NäbereS bei «. LooS, Kirckenplatz.

1562] Schöne Mansardenwohnung mn Zubehör per 1. April zu oermiethen. s Gteinyraffe 68.

1638] LogiS mit Wafferleitung zu vermietben_________LSweugaE« 1t.

1618] Einfach möbl. »zimmer zu oer- miethen.________Riegekökad 82, HI.

1632] Eine Stube zu oermiethen.

Reuenweg J68^

1637] Möbl- Zimmer mit Cabinet zu oermiethen._________LSwengafle 11.

52] Ein möblirtetz Zimmer zu ver- miethen- ____Baynyokstr. 89, II.

1025] Ein möblirteS Z mmer zu Der- miethen-___sreustadt 48, 1. «tage.

1710] Schönes mödl. Zimmer mit Cabinet zu Perm. Marktplatz 2.

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mit oder ohne Wohnung, vom 1. Juli d I. ab zu oermiethen. Näheres 1701 LSweagasse IS.

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Die Gemeinde Ehriugshaufeu sucht einen

Zuchtftier (Vogelsberger Rasse) zu kaufen. Angebote erbitte baldigst. Der Bürgermeister.

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LoniS LÜter, Schuhmacher, Wolkeng. 26.

1691] In unserer Schrauben­fabrik finden zum 15. April d. I. 30 bis 40 Arbeiterinnen gegen hohen Lohn leichte und dauernde Beschäftigung. Für Unterkunst und Verpflegung ist durch Errichtung eines Mädchenheims gesorgt.

Alteuloh, Brink Co, Milspe bei Hagen in Westfalen.

Nähere Auskunft ertheilt die Ex- pedition dieses Blattes.______

1621] Eine alte Dame wünscht so­gleich ein nicht zu junge?, gebildetes, luth. Fräulein, welche- alle Arbeiten des kleinen Haushalts besorgt und sich zur Gesell^ schafierin der Dame eignet. Nähere Aus» kunsc ertheilt Frau von Reckow, Mar- bu'g Schwanallee 44.__________________

1570] Zwei Hausmädchen und mehrere Mädchen für die Küche und eine Bei­köchin finden sehr gute Stellen durch

Frau Süttenderger, Selter-weg 67.