rathe der Friedrich Bücking-Stiftung, Dr. Ploch, wird Herr Stadlverordurter Wallenfels gewählt.
Za Mitgliedern der Borschlags-Cowwissio« werden die Herren Dr. Guifleisch, Scheel, Hehligenstaedt, Petri, Wallenfels und Schwall gewählt.
Betrefft de- Gesuche- de- Herrn Heinrich Sehrt um Ertheilung der Wtrthschaft-concesfion bezw. Antschank von Branntwein für da- Hau- Frankfurter Straße 165 beschloß die Versammlung Bejahung der Bedürfutßfrage iusolauge, al- am Bahuhofsumbau gearbeitet wird,- dagegen wird die Bedürfuißfrage bezügl. de- WirthschaftSconceffion-gesuche- de- Herrn Ka-par Hetozerling für da- Hau- Ebel, straße 2 verneint.
Die am 12. dr. MtS. abgehalteue Holzversteiger- uvg hat einen um 203 Mk. hinter de« Lartfpreife bleibenden Erlös von 2156 Mk. ergeben. Auf Bericht de- Großh. Oberförster- wird beschloffen, die Versteigerung zu genehmigen.
Für die Einfriedigung de- physikalisch-chemischen Institut- au der Stephanstraße ist um Di-peu- von der Bestimmung nachgefucht worden, welche die Anlage von Metallspalter vorschreibt. Da- Gesuch ist damit begründet, daß in dem Institut auch im Freie« magnetische Versuche augestellt werden. Die Versammlung spricht sich für Er- thetlung de- Dispense-, dem zufolge eine Holzeiufrtedtgung auf Mauerwerk au-geführt werden kann, au-.
vor Schluß der Versammlung hielt Herr Oberbürgermeister Gnauth folgende Ansprache:
Meine Herren! Wir find damit am Ende unserer heutigen Tagesordnung angelangt, vorautfichrltch auch am Ende unserer Verhandlungen in diesem Jahr und in unserer seitherige« Zusammensetzuug. Erfreulicher Weise sind diejenigen unserer au-schetdenden Mitglieder, welche zur Annahme einer weiteren Wahl bereit waren, auch sämmtlich wiedergewählt, und e- ist damit ihre Erfahrung und Arbett-kraft unserem Collegium erhalten, ihnen und uu- aber auch bestätigt, daß dir Wählerschaft mit der seitherigen Ausübung dr- Mandate- zufrieden gewesen. Nach dem schon im Laufe der Wahlperiode erfolgten Verlust treuer Mitarbeiter durch Tod und Rücktritt bleibt nvS nunmehr noch zu bedauern da- Au-schetdeu de- Herrn Collegeu Thaer, welcher mit Rückficht auf sein Alter und sein Befinden gebeten hatte, von seiner Wiederwahl ab- zuseheu. Sein Au-tritt bildet einen ewpfiadlichen Verlust für die städtische Vertretung: neben der Bedeutung seiner Mitarbeit auf denjenigen Gebieten, zu welchen sein Fach und die Tiefe und Vielseitigkeit seine- Wissen- ihn vorzugsweise berufen, war er für unser College« wie sür die städtische Verwaltung noch ganz besonder- werthvoll gewesen durch die Lauterkeit und Vornehmheit seiner Gesinnung: Eigenschaften, deren Besitz ja doch die erste Voraussetzung bildet für die erfolgreiche Ausübung de- Ehrenamtes eine- Stadtverordneten. Zu unserem Bedauern war Herr Professor Thaer I durch seinen Gesundheitszustand gezwungen, ebenso unserer I heutigen Sitzung wie einer ihm zugedachteu kleinen Abschieds- |
\ feier sich zu entziehen,- i< erübrigt mir also uur, ihm au dieser Stelle zu danken für seine treue und gewissenhafte Arbeit im Dienste unserer Stadt, und Vie zu bitten, Sich -um Zeichen Ihres EillverständuiffeS mit diesen Abschiedsworten von Ihren Sitzen zu erheben. (Geschieht.)
focdef tmfr provinzielles.
A Reiskirchen. 15. Decewber. Daß vor einem ge- riebeucu Diebe selbst Schloß und Riegel nicht schützen, zeigte der angebliche Uhrmacher aus dem nahen H........ Der
selbe begab fich kürzlich während der Abwesenheit eines hiesigen LaudwtrlhrS in dessen Wohnung, machte fich an den Wanduhren zu schaffen und gab den im Zimmer anwesenden kleinen Kindern, um deren Aufmerksamkeit abzulenken, Rädchen zum Spielen. Während die Kinder spielten, durchbohrte er mit einem dünnen Bohrer die Tischplatte so geschickt, daß das Bohrloch auf den starken Riegel de- TischkastenschloffeS führte. Letzteres drückte er alsdann hinab und öffnete nun die Schublade, aus welcher er 45 Mk. entwendete.
4- Rtdda, 16. Decewber. Bet der gestrigen Gemeinde- rathswahl Hierselbst wurden die auSicheidendeu Mitglieder, Herr Metzger Hrch. Kammer, Hutmacher L. Ruppel III. und Glaser RtvgShausen, wtedergewähtt, und außerdem die Herren Maurermeister Fr. Drott een., sowie Metzger- meister Lupp als neue Gemeiuderäthe erkoren.
+ OberSchmitteu, 16. Decewber. Unsere erst drei Jahre bestehende Darlehenskasse, e. G. m. u. H., halte im abgelaufeneu Jahre einen Umsatz von 358.30 Mk. und einen kleinen Reingewinn. Die Mttgltederzahl beträgt rund 60.
Vermischte».
* Wie Bißmarck BuudeStaggefaudter wurde. In den ^Erinnerungen eines alten Mannes an den Fürsten Bis- marck", die A. Andrae-Roma« im »Daheim" veröffent- licht, findet fich über die Ernenvuug des damaligen Herr« v. Bismarck-Schönhausen auf den Frankfurter Posten folgende Darstellung: Durch Kleist Retzow erfuhr Bismarck zuerst, daß mau beabsichtigte, iha in der Diplomatie zu verwenden. Er war damals in Schönhausen, und Kleist berief ihn nach Berlin, indem er ihm nur mtttheilte, daß er etwas sehr Dringliches mit ihm zu bespreche« habe. Bikmarck kam noch an demselben Abend herüber in ihre gemeinschaftliche Wohnung und wollte natürlich gleich erfahren, um waS es fich handle. Kleist aber vertröstete ihn damit, daß mau dazu volle Ruhe haben müffe; fie würden erst darüber sprechen, wen« fie zu Bett lägen. Ihre Briten standen neben einander, und fie pflegten reden Abend vor dem Einschlafen einen Abschnitt aus der heiligen Schrift miteinander zu lese«. Trotz B SwarckS Ungeduld geschah dies auch au jenem Abend. Sie lasen einen Psalm und daun fuhr Kleist fort: »Ich habe Dir drei wichtige Dinge mitzutheilen und Deine Meinung
I darüber zu höre«. 1. Ich habe um die Hand der Grästr Charlotte von Stolberg Wernigerode gebeten. 2. Man totff mich zum Oberprästdevten der Rhetnprovtnz machen und 3. man beabsichtigt, Dich zum BundeStagigesandte« zu ernennen." »Du armer HanS", sagte BtSmarck. »Was daS Erste cm» betrifft, so wirst Du ja ganz damit herriafalle«. Wie kannst Du Dir nur embtlden, daß daS alte ReichSgrafengeschlecht eine Tochter au den gewöhnlichen Adel verheiratet! Was das Zweite anbetrifft, so führt Dich der König auf et« Dorneufeld, auf dem Du Dir Wunden genug holen wirst. Der strenge, steife Pommer paßt schlecht zu dem leichtlebige» Rheinländer. WaS das Dritte anberrifft, so steht eS mtt vor, wie ein ungeheures Wagniß. Ich wtll'S beschlafen." Am folgende« Abend war eine größere Gesellschaft beim Minister v. Manteuffel. Beide Freunde waren geladen, und bald führte der Minister Bismarck in fein Arbeitszimmer, wo er ihm sagte: »Herr v. Kleist hat Ihnen ja bereit» mitgetheilt, daß Se. Majestät beabsichtigt, Sie zum Bunde-tag-gesaudte« zu ernennen. Würden Sie da- aunehmeu?" „Ja", aut- wartete BiSmarck ohne Zögern. Der Minister hatte wohl eine ausführlichere Antwort verwuthet. Als er eine Zeit laug vergeblich darauf gewartet, dann einige Gänge durch's Zimmer gewacht hatte und BtSmarck immer schweigend auf derselben Stelle fand, führte er ihn etwa- mißgestimmt «nt den Worten »Wenn'- Ihnen recht ist, gehe« wir zu der Gesellichaft" in die andere« Räume zurück. Am uächfte« Tag war BiSmarck zum König beföhle«, und dieser sagte ihm u. A: »Manteuffel hat Ihnen ja mitgetheitt, daß r- meine Absicht ist, Sie zum BundeStagSgesaudteu zu ermnuen, Sie habe« fich auch bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. DaS ist aber in einer so etgeurhüml chen Weise geschehen, daß ich doch noch mit Ihnen darüber sprechen muß. Hatte» Sie fich denn wohl überlegt, von welch' ungeheurer Wichtig» keit gerade in unserer Zeit dieser Posten ist?* »Rein Majestät", erwiderte BiSmarck, »aber eines harte ich doch überlegt: die Stelluug de- Minister Manteuffel zur conser- vativen Partei kann unmöglich so bleibe«, wie fie jetzt ist. E- kaa« uur Unheil darau- entstehe«. Persönlich bespricht er zwar Vieles mit uns, öffentlich aber de-avoutrt er ««- bei jeder Gelegenheit. Wenn er meine Ernennung zum BundestagSgesaudten befürwortet, cowpromitttrt er fich vor dem Liberalismus, daß er nicht wohl zurück kann, und daerachte ich sür eine« bedeutenden Fortschritt. WaS mich au- belr fft, so werden Ew. Majestät bald erkanut haben, ob ich für daS wichtige Amt paffe oder nicht. Im schlimmsten Falle blamire ich wich und ziehe mich zurück, für Preußen aber ist Große- gewonnen." »Nun", rief der König lachend, »da- nenne ich einen aufrichtigen Parteimann. Daraufhin w ff ich'- mit Ihne« wagen."
• Sin kluges Kind. Mama: „Pfui, schäme Dich! Du stehst ja ganz schmutzig aus! Hast Du an wir schon mal so schwarze Hände gesehen?" — Die kleine Edith: »Ich nicht, aber Großmama."
Bekanntmachung,
betreffend: Die Löber'fche Stiftung.
Aus obiger Stiftung ist eine Pfründe von 260 Mark jährlich an eine in Gießen geborene Handwerkers-Wittwe zu vergeben, welche einen guten Ruf besitzen, fortwährend einen gesitteten Lebenswandel geführt haben, und wahrhaft bedürftig sein muß.
Anmeldungen werden von heute an binnen 14 Tagen auf dem Armenamt entgegen genommen.
Gießen, den 10. December 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße».
12363 Gn a uth.
Bekanntmachung.
136 Mark Zinsen aus der Stiftung der dahier verftorbeueu Elifabethe Schmidt sind zu gleichen Thellen an vier bedürftige, unbescholtene, ledige, in Gießen lebende Dienstmädchen im Atter über 50 Jahre und vier arme Wittwen aus Gießen nach der Auswahl des Stadtoorstandes zu vergeben.
Anmeldungen zum Bezug derselben haben bis zum 1. Januar 1899 unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unterzeichneten Stelle zu geschehen.
Gießen, den 13. December 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_______________________I- V.: Wolff.___________________12373
Juchtviehmärkte in Darmstadt.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß die Darmstadter Zuchtviehmärkte im Jahr 1899 auf nachverzeichnete Tage fallen: ö
3. 17. 31.
Januar.
4.
18. Juli.
14.
28.
Februar.
1. 14.
28. August.
14.
28.
März.
12. September.
11.
25.
Aprll.
3. 17.
31. October.
9.
23.
Mai.
14.
28. November.
6.
20.
Juni.
12. December.
Dari
nsta
dt, den 10. December 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt.
________I V.: Riedliuger. 12372
11714
Der Vorstand des Sonntagsoereins: Dr. Naumann, Pfarrer.
Sonntagsverein für junge Mädchen.
Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Souutag Nachmittags im Saal der Kleiukiuderfchule. Dre Mädchen können zu jeher Zeit kommen und gehen. Um 4 Uhr findet gememfame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Erzähluna Gute nnterhEende Bücher und Spiele finbin g'r°b°?°Zahl'°Nd°n
Wir laden zur Therlnahme freundlichst ein.
!' lifkflimtnmiljnniien
Vergebung von Bauarbeiten.
Nachstehende zum Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes in Grünberg nöthigen Arbeiten des Rohbaues nebst Materiallieferungen, nämlich:
1. Erdarbeit
2. Maurerarbeit
3. Steinmetzarbeit in Basaltlava (— 12.00 cbm)
4. Steinmetzarbeit in Mainsandstein (— 1 LOO cbm)
5. Steinmetzarbeit in Granit (— 2.40 cbm)
6. Steinmetzarbeit in Sandstein oder Basaltlava (— 65.00 cbm)
7. Zimmerarbeit
8. Dachdeckerarbeit
9. Holzcerneniarbett
10. Spenglerarbeit
11. Grobschlosserarbett
12. Trägerlieferung (— 4500 Kg.) 13. Weißbinderarbeit
werden hierdurch unter Hinweis auf den Minifterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Sub- miffionsweg ausgeschrieben.
Die Aurführungsbedingungen,Zeich- nungen und Arbeitsbeschreibungen liegen Montags und an den 4 letzten Wochentagen in unserem Amtslocal, Dienstags in dem Rathhaussaale zu Grünberg zur Einsicht offen, und können letzte e, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden.
Angebote find bis zum Samstag, den 7. Januar 1899, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben.
Zuschlagsfrist 4 Wochen.
Gießen, den 8. December 1898.
Großh. Hochbauamt Gießen.
Neuling. 12199
Kleinkmder-Bewahranstalt
Am nächsten Sonntag, den 18. December, soll die Christ- befcheeruug unserer Anstatt gehalten werden.
Nachmittags 4 Uhr findet zunächst in der Johauueskirche bei brennenden Christbäumen eine kirchliche Feier statt, die zugleich als Gemeindegottesdienst gehalten wird. Nach Schluß desselben werden in der Kleiukiuderfchule, auch im Lichte des Christbaumes, den Kindern ihre Gaben bescheert werden.
Zu der kirchlichen Feier in der Johanneskirche laden wir die ganze Gemeinde freundlichst ein. Zu der Bescheerung in der Anstalt selbst können wir, außer den Angehörigen der Kmder, wegen des beschränkten Raumes leider Niemand einladen.
Alle, die uns für die Chriftbescheerung unserer Anstatt noch Gabe« zugedacht haben, bitten wir, dieselben bis Ende dieser Woche an eine der Vorstandsdamen gelangen zu lassen.
Gießen, den 15. December 1898.
Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt.
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